Fit mit Wildpflanzen: Entdeckungsreise am Hartsee

Fit mit Wildpflanzen: Entdeckungsreise am Hartsee

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Auf Entdeckungsreise durch die heimischen Wildpflanzen geht es am kommenden Samstag mit Claudia Mutke am Hartsee in Eggstätt.

Sie zeigt den Teilnehmern der Naturführung Wissenswertes über Frühlingskräuter und ihre Heilkraft. Die geführte Wanderung beginnt am 27. April um 14:30 Uhr am Hartseeparkplatz. Für Erwachsene kostet die Teilnahme 10 Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei. Inhaber einer Gästekarte erhalten 1,- Euro Ermäßigung. Weitere Informationen gibt es online unter www.urlaub-eggstaett.de.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist-Info Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Straßensperrung in Eggstätt

Straßensperrung in Eggstätt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Anlässlich des Maibaumaufstellens ist die Ortsdurchfahrt von Eggstätt am Sonntag, 28. April (Ausweichtermin 01. Mai) gesperrt.

In der Zeit von 10.30 Uhr bis 2 Uhr des Folgetags ab der Abzweigung Kirchstraße bis Abzweigung Nelkenstraße wird die durchfahrt gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Kirchstraße, die Seeoner Straße, den Mühlenweg und die Nelkenstraße. Die Umleitungsstrecke ist ausgeschildert.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re / Foto: Copyright Gemeinde Eggstätt)

Straßensperrung Maibaumaufstellen Copyright Gemeinde Eggstätt.
Gefahr bei Jobs unter freiem Himmel

Gefahr bei Jobs unter freiem Himmel

Rosenheim – 50.500 Menschen gehen in Rosenheim zur Arbeit, viele unterschätzen die Gefahr bei Jobs unter freiem Himmel. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BBAU) warnt vor gefahren wie zum Beispiel dem direktem Sonnenlicht.

Wer arbeitet, ärgert sich auch mal: „Genervte Kunden, Zeitdruck und die Montagslaune der Kollegen – im Job läuft nicht immer alles rund. Davon kann wohl jeder ein Lied singen. Und das sind in Rosenheim immerhin rund 50.500 Menschen, die hier einen Arbeitsplatz haben“, sagt Harald Wulf von der IG BAU Oberbayern. Es sei allerdings wichtig, dass der Alltagsärger im Job nicht krank mache. Überhaupt komme es darauf an, auf die Gesundheit am Arbeitsplatz zu achten.„Jeder denkt dabei in erster Linie allerdings an Unfälle: Klar, Fassadenreiniger, Gerüstbauer und Dachdecker leben gefährlich, was die Sturzgefahr angeht. Und trotzdem gibt es auch versteckte Gefahren am Arbeitsplatz, die man nicht gleich auf dem Schirm hat: die Sonne zum Beispiel“, warnt Harald Wulf. UV-Strahlung und Hitze würden fast immer unterschätzt. Vom Hautkrebs bis zum Kreislaufkollaps: „Jobs unter freiem Himmel sind gefährlich. Die Arbeit in praller Sonne kann krank machen“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberbayern.
Von der Gärtnerin bis zum Straßenbauer, der mit heißem Asphalt arbeitet: „Wer einen ‚Sonnen-Job‘ hat, muss sich schützen. Es ist dabei wichtig, auf Warnsignale zu achten. Dazu gehören Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Müdigkeit, übermäßiger Durst und Krämpfe. Aber auch Unruhe, Aggressivität und Verwirrtheit“, erklärt Harald Wulf. Schatten durch Sonnensegel und regelmäßige Pausen seien wichtig. Vor allem aber auch intensives Eincremen mit Sonnenmilch und regelmäßiges Trinken: Die IG BAU empfiehlt drei bis fünf Liter Wasser an Sonnentagen.
„Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und Sonnenschutz ist längst ein Top-Thema beim Arbeitsschutz“, sagt Harald Wulf.

Workers‘ Memorial Day unter ein „Sonnenschutz-Motto“ gestellt

Die Gewerkschaft startet damit einen „Weckruf für mehr Sicherheit im Job“: Am kommenden Sonntag (28. April) ist Workers‘ Memorial Day (WMD). Das ist der internationale Gedenktag, um an die Menschen zu erinnern, die der Job krank gemacht hat oder die bei der Arbeit sogar ihr Leben verloren haben. Den Workers‘ Memorial Day hat die IG BAU in diesem Jahr unter ein „Sonnenschutz-Motto“ gestellt: „Lass Dich nicht verbrennen – Wenn die Hitze zur Qual wird“.
Die wichtigsten Botschaften dazu gibt es online, auch per Video: www.igbau.de/WMD2024. 
(Quelle: Pressemitteilung IG BAU / Beitragsbild: Copyright IG BAU)

Feuerwehr: Einsätze am laufenden Band

Feuerwehr: Einsätze am laufenden Band

Kirchanschöring / Lampoding / Landkreis Traunstein – In Lampoding gab es vor wenigen Tagen „Einsätze am laufenden Band“. Beim organisationsübergreifenden Übungstag von Feuerwehr, THW und BRK waren rund 170 Helfer beteiligt. Neun unterschiedliche Szenarien warteten auf die Teilnehmer.

Unzählige Einsatzkräfte samt Fahrzeugen waren am Wochenende in Lampoding unterwegs. Fast hätte man meinen können, das hübsche und beschauliche Dorf am Waginger See hätte sich „in ein gefährliches Pflaster verwandelt“. Der Hintergrund war allerdings ein anderer, der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hatte zusammen mit der Feuerwehr Lampoding am Samstag einen großangelegten Übungstag organisiert, bei dem die Feuerwehren im Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 3-2“ sowie das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk in neun verschiedenen Übungen die Abläufe trainierten.
Viele Vorgespräche und wochenlange Planungen waren nötig, damit die 120 Übenden entsprechende Übungsszenarien abarbeiten konnten. „Der Schwerpunkt aller Übungssamstage liegt in diesem Jahr auf den Bereich Gefahrgut“, informiert Rupert Kink, der sich im Kreisfeuerwehrverband federführend um diese organisationsübergreifenden Tage kümmert. Neben der Ortschaft Lampoding waren die Helfer in Roth, Kirchstein und Wolkersdorf gefordert.
Ein „dickes Lob“ von den Teilnehmern sowie den Verantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes haben am Ende die Lampodinger Aktiven rund um den Kommandanten Christian Steinmaßl für die „großartigen Szenarien“ sowie die Vorbereitungsarbeiten erhalten. Alle Übungen wurden als „genau passend eingeschätzt“ und haben die Übenden weder über- noch unterfordert. Insgesamt wurden neun Übungsmöglichkeiten geschaffen, von denen die Teilnehmer durchwegs vier bis fünf Stationen in dem dreistündigen Übungsmarathon durchlaufen haben.

Die Übungen

So waren die heimischen Retter im Hinblick auf gefährliche Stoffe und Güter unter anderem mit einer Person konfrontiert, die in einen Schacht einer Biogasanlage gefallen war, einem Kohlenstoffdioxidaustritt in einem Keller einer Gaststätte beheben, auslaufender Säure in einer Milchkammer eines landwirtschaftlichen Anwesens stoppen oder einem Brand in einer Schreinerei löschen, bei dem es neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung auch um den korrekten Umgang mit dort gelagerten Gasflaschen ging.
Darüber hinaus waren sie mit einem Ertrinkungsunfall samt Reanimation, einem Forstunfall mit eingeklemmter Person, einer Pfählungsverletzung bei Holzarbeiten, einem Verkehrsunfall mit Fahrradbeteiligung und einer Aufzugrettung konfrontiert. Koordiniert wurden die Einheiten von der Führungsmannschaft der Feuerwehr Lampoding, die in der Lodronhalle Stellung bezogen hatte. Dort war auch der Bereitstellungsraum für alle ankommenden und abfahrenden Helfer eingerichtet.
Im Hintergrund liefen die Fäden bei der Feuerwehr-Führungsstelle „Salzach“ im Feuerwehrhaus Fridolfing zusammen. „Die Führungsstellen bilden insbesondere bei einer großen Anzahl an Einsätzen eine wertvolle Unterstützung, um den Überblick der gesamten Einsatzlage zu wahren. Damit die Teams die Abläufe trainieren können, sind insbesondere die Übungstage wertvolle Testmöglichkeiten“, betont Rupert Kink.
Neben den etwa 120 Übenden waren rund 50 Helfer der Feuerwehr Lampoding, des Kreisfeuerwehrverbandes, des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr sowie der beteiligten Feuerwehren in den Tag eingebunden. Sie gaben den Teilnehmern Feedbacks, koordinierten die Getränkeversorgung und kümmerten sich um die Vorbereitung der gemeinsamen Brotzeit am Ende des „Übungsmarathons“.
Cheforganisator Christian Steinmaßl dankte beim offiziellen Schlusswort insbesondere den Sportfreunden des EC Lampoding, die das Areal der Lodronhalle zur Verfügung gestellt hatten und den Verantwortlichen in der Gemeinde Kirchanschöring, die die Brotzeit für die etwa 170 Mitwirkenden zur Verfügung spendiert hatten. „Es freut mich sehr, dass trotz des Sauwetters viele kleine und große Zuschauer an den Stationen waren, die den Rettern beim Üben über die Schultern geschaut haben“, so der Lampodinger Aktiven Chef abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 24. April 

Namenstag haben: Egbert, Fidelis, Theodor, Virginia, Wilfried

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Jean-Paul Gaultier (1952 – ist ein französischer Modeschöpfer und Gründer des nach ihm benannten Modeunternehmens.)

– Bernhard Grzimek (1909 – war ein deutscher Tierarzt und Verhaltensforscher, Zoodirektor, populärer Tierfilmer und Umweltschützer, der viele Jahre den Frankfurter Zoo leitete.)

– Kelly Clarkson (1982 –  ist eine US-amerikanische Popsängerin und die erste Gewinnerin der Castingshow „American Idol“ im Jahr 2002, außerdem mehrfache Grammy-Preisträgerin.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1889: Ein Streik der Bergarbeiter auf der Bochumer Zeche Präsident entwickelt sich innerhalb weniger Tage zum bis dahin größten Streik im Deutschen Reich.
  • 1934: Laurens Hammond erhält vom US-Patentamt unter dem Namen Electrical Musical Instrument ein Patent für die von ihm entwickelte elektronische Orgel, die Hammond-Orgel.
  • 2013: Beim Einsturz eines Gebäudes der Rana-Plaza-Textilfabrik in Sabhar, Bangladesch, werden 1127 Menschen getötet und 2438 verletzt.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Aktionswoche „Wir sehen rot.“ Apotheken machen auf eklatante Missstände aufmerksam

Aktionswoche „Wir sehen rot.“ Apotheken machen auf eklatante Missstände aufmerksam

Rosenheim / Bayern – Am gestrigen Montag (22. April) startet die bundesweite Aktion „Wir sehen rot.“ in den Apotheken. Bis zum 27. April sollen Apothekenteams rote Kleidung tragen und die Patienten auf die wirtschaftliche Schieflage der Apotheken vor Ort hinweisen.

Damit soll ein alarmierendes Zeichen gegen die Sparpolitik der Regierung gesetzt und auf die chronische Unterfinanzierung und längst überfällige Honoraranpassung aufmerksam gemacht werden.
Seit Jahren geht die Zahl der öffentlichen Apotheken zurück. Auch im ersten Quartal dieses Jahres ist sie erneut gesunken, was zur Folge hat, dass Patienten möglicherweise weitere Wege auf sich nehmen müssen. Mit mehreren Protestaktionen im vergangenen Jahr haben Apotheker auf die Situation aufmerksam gemacht. Sie sehen vor allem den Gesetzgeber in der Pflicht, von dem sie bessere Rahmenbedingungen fordern.
Allein Bayern verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren einen Rückgang von über 500 Apotheken. Mit aktuell 2.768 der niedrigste Stand seit Ende der 70er Jahre. Ein Hauptgrund dafür ist aus Sicht der Apothekerschaft vor allem die unzureichende Vergütung für rezeptpflichtige Arzneimittel, die gesetzlich geregelt ist, sagt Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV). „Das ist zum einen in vielen Fällen die mangelnde Wirtschaftlichkeit, die daher rührt, dass unser Apothekenhonorar seit 20 Jahren nicht nennenswert angepasst wurde. Das andere ist der Mitarbeitermangel. Gerade Apotheken im ländlichen Bereich oder in strukturschwachen Gebieten finden immer weniger Mitarbeiter, die dort arbeiten möchten. Und das wird weiter verstärkt dadurch, dass die Apotheken die Mitarbeiter einfach zu wenig entlohnen können.“

Sofortmaßnahmen gegen den Apothekenrückgang

Der Apothekenrückgang betrifft ländliche Regionen und Städte gleichermaßen. Eigentlich braucht es mehr Apotheken, da die Bevölkerung nicht nur wächst sondern auch immer älter wird. Noch sei die Versorgung der Patienten gesichert, auch durch Zusatzangebote der Apotheken wie etwa Botendienste oder Rezeptsammelstellen. Dennoch brauche es Sofortmaßnahmen, fordert der BAV-Vorsitzende Hans-Peter Hubmann: „Sofortmaßnahme heißt, eine nennenswerte Steigerung des Apothekenhonorars, auf welchen Wegen auch immer. Egal, wie der Gesetzgeber das machen möchte. Aber wir brauchen eine nennenswerte Summe im System. Und diesen Willen sehen wir derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt. Und das ist es, was gerade viel Frustration bei den Apothekeninhabern hervorruft.“
Mit 22 Apotheken pro 100.000 Einwohnern liegt Deutschland im europäischen Vergleich übrigens im unteren Drittel. Es muss also gehandelt werden, damit die Bundesrepublik nicht bald schon das Schlusslicht markiert.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Apothekerverband e.V. (BAV) / Beitragsbild: Symbolfoto re / Foto: Entwicklung der Apotheken  Copyright Bayerische Apothekerverband e.V. (BAV))

Die Entwicklung der bayerischen Apotheken in Zahlen<br />
Copyright Bayerische Apothekerverband e.V. (BAV)
Tag der offenen Tür im Tierheim Ostermünchen

Tag der offenen Tür im Tierheim Ostermünchen

Ostermünchen / Rosenheim – Die Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. lädt zum Tag der offenen Tür ein, am Sonntag, 5. Mai  von 13 bis 16 Uhr im Tierheim Ostermünchen.

Man kann sich vor Ort über die Tierschutzarbeit des Vereins informieren. Die Tierhäuser sind zur Besichtigung geöffnet. Zudem erhalten die Besucher Auskunft über die zur Vermittlung stehenden Tiere.
Auf der Arbeitswiese werden die Tierheimhunde vorgestellt. Flohmarkt, Kellerflohmarkt und zusätzlicher Bücherflohmarkt laden zum Stöbern ein. Neben Info- und Verkaufsständen findet auch eine Tombola mit schönen Preisen statt. Kaffee und Kuchenbuffet stehen zur genussvollen Verköstigung bereit.
Mehr dazu unter: www.tierheim-ostermuenchen.de.
(Quelle: Pressemitteilung Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rad-Entdecker Tour rund um Prien

Rad-Entdecker Tour rund um Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Montag, 6. Mai geht es auf einer geführten Radl-Tour zu weniger bekannten aber durchaus spannenden Ecken in der Seegemeinde Prien.

Von Prien aus fahren die Teilnehmenden gemeinsam mit Reinmund Hobmaier zum E-Werk, das um die Jahrtausendwende gebaut worden ist und somit ein Relikt aus den Anfängen der Stromgewinnung in Bayern darstellt. Nach einer kurzen Führung radelt die Gruppe weiter über Nebenstraßen in den hügeligen Westen von Prien. Mit Blick auf die Alpenkette geht es vorbei an den landwirtschaftlichen Flächen der Direktvermarkter mit einem kurzen Stopp. Ein nahezu unbekanntes Kulturgut ist das alte Moorbad von Atzing. Darin haben schon königliche Hoheiten gebadet, jetzt dient das Gewässer als Löschweiher für die Feuerwehr. Ebenfalls nur wenigen Leuten bekannt ist der Weinberg von Zacking. Dort gibt es eine kurze Führung und Antworten zu allen Fragen rund um das Thema Weinbau im Chiemgau. In der Chiemseefischerei Stephan können sich die Radler mit einer Fischsemmel stärken und dabei den Fischern interessante Geschichten entlocken.
Abschließend geht es zum Greamandl in St. Salvator. Eigenes Fahrrad nicht vergessen. Treffpunkt zu der dreistündigen, rund 20 Kilometer langen Tour ist um 10 Uhr am Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11. Durchgeführt vom ADFC, Anmeldung erforderlich bei Reinmund Hobmaier unter Telefon +49 8051 61917. Erwachsene bezahlen 10 Euro, mit Gästekarte/Einheimische 8 Euro und ADFC-Mitglieder 3 Euro. Weiterer Termin Montag, 9. September.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien am Chiemsee)

Bayerns Städte schalten ihr Licht für den Artenschutz aus

Bayerns Städte schalten ihr Licht für den Artenschutz aus

Hilpoltstein / Bayern – Durch Straßenbeleuchtungen, Gebäudestrahler und Werbetafeln werden die Nächte auch in Bayern immer heller. Diese intensive Nachtbeleuchtung hat bedrohliche Folgen für Insekten. Als Reaktion wurden 2019 gesetzliche Vorgaben beschlossen, um die Lichtverschmutzung im Freistaat zu verringern. Fünf Jahre später zeigt sich bei einer stichprobenartigen Überprüfung bayerischer Innenstädte durch den LBV: Die Vorgaben werden mehrheitlich eingehalten.

„Es ist ein erfreuliches Zeichen, dass die Städte im Freistaat hier mit gutem Beispiel vorangehen und unnötige Lichtquellen reduzieren. Doch das kann nur der erste Schritt sein, wenn wir in Bayern wieder mehr Sterne und Glühwürmchen sehen wollen“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Schäffer weist gleichzeitig darauf hin: „Dass Kirchen und Rathäuser in Bayerns Innenstädten größtenteils nachts nicht mehr angestrahlt werden, ist ein Anfang mit Vorbildcharakter. Um die stetig zunehmende Lichtverschmutzung zu verringern und die negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt zu reduzieren, müssen auch Gemeinden und Gartenbesitzer auf unnötiges, nächtliches Kunstlicht verzichten und die Art der Beleuchtung anpassen.“
Die neue Gesetzgebung durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ hatte die Kommunen in die Pflicht genommen, die Beleuchtung öffentlicher Gebäude nach 23 Uhr auszuschalten. Beleuchtete Werbetafeln im Außenbereich und sogenannte „Himmelsstrahler“ sind seit Juli 2019 verboten. Durch die systematische Überprüfung von Webcams bayerischer Innenstädte nach Lichtquellen zeigen Analysen des LBV, dass die große Mehrheit den gesetzlichen Vorgaben nachkommt. „Wir haben dabei rund 70 bayerische Groß- und Kleinstädte von Rosenheim bis Gerolzhofen in Unterfranken überprüft. 80 Prozent davon schalteten die Beleuchtung ihrer öffentlichen Gebäude wie Kirchen, Rathäuser oder Burgen spätestens um 23 Uhr ab. Nur 12 Prozent ließen die Beleuchtung auch später nachweislich noch angeschaltet“, berichtet Norbert Schäffer. Gemeinden konnten bei der Analyse nicht berücksichtigt werden.
Aus Sicht des LBV zeigt die Umsetzung dieses Teils des Volksbegehrens durch die bayerischen Städte deutlich, wie einfach an vielen Stellen auf künstliche Beleuchtung verzichtet und damit eine völlig unnötige Umweltbelastung vermieden werden kann. „Wir appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu pochen, sofern dies in ihrer Kommune noch nicht der Fall ist. Lichtverschmutzung ist für viele Arten ein Problem und eines, dass sich eigentlich sehr einfach lösen lässt“, sagt Schäffer.

Auswirkungen der Lichtverschmutzung

Die Gefahr für Tier- und Pflanzenwelt durch die viel zu intensive Nachtbeleuchtung ist wissenschaftlich erwiesen. Besonders betroffen sind Insekten, immerhin werden 60 Prozent von ihnen erst in der Nach aktiv. Dann werden sie von künstlichen Lichtquellen wie zum Beispiel Straßenlaternen angezogen (der sogenannte “Staubsaugereffekt”), wodurch jeden Sommer schätzungsweise 100 Milliarden Insekten durch Erschöpfung oder Verbrennen verenden. Doch auch Vögel, Fledermäuse, Pflanzen und nicht zuletzt wir Menschen leiden unter den negativen Folgen künstlicher Beleuchtung. Zugvögel verlieren die Orientierung, beleuchtete Straßen werden zur Barriere für lichtscheue Fledermäuse, Bäume unter Straßenlaternen werfen ihre Blätter später ab und wir Menschen schlafen schlechter. „Wir müssen uns klar machen, dass wir mit künstlicher Beleuchtung Tieren und Pflanzen Lebensräume entziehen. Unser ohnehin stark gestresstes Ökosystem gerät damit weiter unter Druck“, erklärt Schäffer.

Bewusstseinswandel bei nächtlicher Beleuchtung

Um das Problem übermäßiger künstlicher Beleuchtung in den Griff zu bekommen, muss ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft erfolgen, der über die aktuell vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgeht. So haben einige Kommunen inzwischen auf umweltfreundliche Straßenbeleuchtung umgestellt und erfüllen dabei die Ansprüche von Bürgern, Artenschutz und Energiesparzielen gleichermaßen. Neben Unternehmen und Kommunen ist jede und jeder Einzelne gefragt, einen Beitrag zur Reduktion der künstlichen Beleuchtung zu leisten. „Wichtig ist, dass wir langfristig ein Umdenken bei den Menschen erreichen“, so Schäffer. „Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, die auf eine großflächige Beleuchtung verzichten und ihren Garten naturnah gestalten, werden vielleicht durch den Anblick von Glühwürmchen oder Fledermäusen belohnt. Nachts die Lichter auszuschalten, bedeutet weniger einen Verzicht, als eine Chance, der Natur und uns Menschen gleichermaßen etwas Gutes zu tun: die Wohltat einer dunklen Nacht zurückzugewinnen.“
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Exkursion mit dem Holztechnischen Museum

Exkursion mit dem Holztechnischen Museum

Rosenheim – Im Rahmen der Sonderausstellung „Werkstoffe aus Holzfasern“ im Holztechnischen Museum Rosenheim findet am Freitag, 26. April, eine kostenlose Werksführung um 13:30 Uhr bei der Firma Pyrus Panels in Bad Aibling statt.

Dort werden aus Holz Leichtbauprodukte unter anderem für den Innenausbau von Yachten oder Campern hergestellt.
Treffpunkt ist am Eingang des Firmengeländes in der Carl-von-Ossietzky-Str. 17-21 in Bad Aibling. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt. Bei größerer Nachfrage werden weitere Termine angeboten.
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung im Holztechnischen Museum Tel. 08031-16900 gebeten.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Grenke-Auto Eder: Patrick Casey wird Dritter

Grenke-Auto Eder: Patrick Casey wird Dritter

Siena / Rosenheim – Ein Etappensieg, vier Tage im Trikot des Gesamtführenden und am Ende ein starker dritter Platz in der Gesamtwertung, das ist die Bilanz des Rennradteam GRENKE – Auto Eder beim Etappenrennen Eroica Juniores.

Die viertägige Rundfahrt in der Region rund um Siena ist Teil des UCI Nations Cup, der wichtigsten Rennserie im U19-Radsport. Dementsprechend stark ist das Rennen traditionell besetzt. Auch bei der diesjährigen Auflage standen zahlreiche Nationalmannschaften sowie einige der stärksten europäischen Junioren-Teams am Start.
Das Team GRENKE – Auto Eder bewies dabei von Beginn an seine Stärke: So gewann das U19-Team von BORA – hansgrohe das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt deutlich und übernahm damit die Gesamtführung. Im weiteren Verlauf war es der irische Teamfahrer Patrick Casey, der das rote Führungstrikot mit einer klugen Fahrweise verteidigte und erst am allerletzten Tag abgeben musste. Dennoch schaffte Casey mit Rang drei in der Gesamtwertung ein absolutes Top-Resultat. Besonders beeindruckend: Casey kam über das Nachwuchsprogramm „Red Bull Junior Brothers“ zum Team GRENKE – Auto Eder. Nun feierte er seinen bis dato größten internationalen Erfolg.
Während die sportliche Bilanz des Team GRENKE – Auto Eder äußerst positiv ausfiel, musste man in Italien allerdings auch einige Rückschläge hinnehmen. Zahlreiche Stürze auf allen fünf Etappen sorgten dafür, dass viele Fahrer das Rennen mit Blessuren aufgeben mussten. Darunter befanden sich mit Paul Fietzke (Deutschland), Theodor August Clemmensen (Dänemark), Lorenzo Finn (Italien) und Thibaut Van Damme (Belgien) auch vier Athleten aus den Reihen von GRENKE – Auto Eder. Besonders bitter: Alle vier waren in ausgezeichneter Form, Fietzke hatte die Rundfahrt nach der ersten Etappe sogar angeführt.
Das nächste Rennen für das Team GRENKE – Auto Eder ist nun der Grand Prix West Bohemia am 27. und 28. April im tschechischen Kyšice.
(Quelle: Pressemitteilung Grenke-Auto Eder / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bilder, die Geschichten erzählen: Kunstausstellung „Hans Sagmeister – scheinbar real“

Bilder, die Geschichten erzählen: Kunstausstellung „Hans Sagmeister – scheinbar real“

Prien / Landkreis Rosenheim – In der Galerie im Alten Rathaus Prien finden nun schon seit einigen Jahren die Workshops „Kinder machen Kunst“ statt und die Nachwuchskünstler sind begeistert, Kunst auf ganz eigene Art zu erleben. Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Ingrid Fricke werfen acht Mädchen und Buben einen Blick in die Ausstellung „Hans Sagmeister – scheinbar real“.

Zunächst machen es sich die Kinder vor dem Gemälde „Gundel am Backofen“ gemütlich und lauschen gebannt einer Sage aus der Region. In dem Bild des Samerberger Künstlers gibt es wahnsinnig viel zu entdecken, es erzählt die Geschichte der „Gundel“, die einem armen Bettler kein Brot geben wollte und samt Backofen zu den zwei prägnanten Felsformationen am Heuberg verwandelt wurde. Voller Neugier durchstreifen die jungen Kunstinteressierten anschließend die Ausstellungsräumlichkeiten und bestaunen dabei einen detailgetreu gemalten Bären, einen Schmetterling, einen Feuersalamander und eine Weinbergschnecke. Doch die abgebildeten Tiere sind nur scheinbar real, auf den zweiten Blick merken die Kinder, dass beispielsweise die Schnecke im Vergleich zu dem Raum riesig ist. „Das ist die Freiheit der Künstler“, erklärt Inge Fricke den aufmerksamen Betrachtern. „Der Maler spielt in seinen Bildern mit verschiedenen Größen und Blickwinkeln.“
Angekommen im obersten Stockwerk, erwartet die Kinder ein Kunst-Quiz. Die Kunstvermittlerin nennt verschiedene Begriffe, die die jungen Teilnehmer in kürzester Zeit den 24 großformatigen Ölgemälden zuordnen. Dabei staunt sie nicht schlecht, was die Kinder über das eine oder andere Bild erzählen. Dann geht es ein Stockwerk tiefer, dort hat Fricke ein Atelier für die Kinder aufgebaut. Während der Besichtigung haben sich die Mädchen und Buben bereits ein Lieblingsmotiv ausgewählt, dass nun ausgedruckt auf Fotopapier als Vorlage dient. Ausgerüstet mit Staffelei, Leinwand, Ölfarben und Pinsel geht es auch schon ans Werk. Die selbst geschaffenen Ölgemälde dürfen die Nachwuchskünstler als Andenken an die Ausstellung „Hans Sagmeister – scheinbar real“ behalten. Tatsache ist, dass die farbenfrohen Kunstwerke erst eine Woche trocknen müssen, bevor sie zu Hause endlich aufgehängt werden können. „Die Trocknungszeit bei Ölfarbe ist sehr langsam. Am besten legt ihr euere Bilder für ein paar Tage oben auf den Schrank“, rät die Kunstvermittlerin abschließend.
(Quelle: Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien am Chiemsee)