55 Schulranzen für Erstklässler aus Stadt und Landkreis Rosenheim

55 Schulranzen für Erstklässler aus Stadt und Landkreis Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Für 55 Kinder aus Stadt und Landkreis Rosenheim beginnt die Schulzeit in diesem Jahr mit einem neuen Schulranzen samt Zubehör. Die Ausstattung wird von der Aktion Aufwind der Sparkassenstiftung Zukunft kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Aktion gibt es seit 2017.

Zum Schulstart am heutigen Dienstag (15. September) weist die Aktion Aufwind darauf hin, dass eine komplette Schulausstattung für manche Familien eine finanzielle Herausforderung sein kann. Ein hochwertiger Schulranzen kostet nach Angaben der Organisation schnell rund 200 Euro.

Unterstützung zum Schulstart

Die 55 Schulranzen werden nach Angaben der Aktion Aufwind an Erstklässler aus Familien verteilt, für die die Anschaffung eine finanzielle Belastung darstellt. Bei der Vermittlung arbeitet die Aktion mit der Rosenheimer Aktion für das Leben und den regionalen Tafeln zusammen.
Nach Angaben der Aktion Aufwind soll damit verhindert werden, dass die finanzielle Situation der Familie bereits beim Schulstart sichtbar wird oder Kinder auf notwendige Ausstattung verzichten müssen.

Die Aktion begründet ihr Engagement auch mit den Auswirkungen von Kinderarmut auf Bildungschancen. Dabei verweist sie auf den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Demnach leben in Deutschland 13,3 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Rund eine Million Kinder und Jugendliche seien von erheblicher materieller Entbehrung betroffen.

Die Finanzierung der Schulranzen erfolgt laut Aktion Aufwind ausschließlich über Spenden. Nach Angaben der Organisation kommen die Spenden vollständig der Unterstützung von Kindern zugute.
(Quelle: Pressemitteilung Sparkassenstiftungen Zukunft / Beitragsbild: Sparkassenstiftungen Zukunft)

Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Pfarrer Andreas Horn übernimmt zum 1. Dezember die Leitung der Stadtkirche Wasserburg am Inn und wird zugleich Pfarrer von St. Jakob in Wasserburg. Der 55-Jährige stammt selbst aus Wasserburg und war seit 2007 Pfarrer und Leiter des Pfarrverbands Grassau.

Das teilte die Erzdiözese München und Freising am Montag (14. September) mit. Horn folgt auf Pfarrer Bruno Bibinger, der Ende August die Stadtkirche Wasserburg verlassen hat. Bis zum Amtsantritt von Horn wird die Stadtkirche nach Angaben der Erzdiözese vorübergehend von Dekan Monsignore Thomas Schlichting geleitet.

Rückkehr in die Heimatstadt

Andreas Horn wurde 1971 in Wasserburg geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2003 in Freising war er zunächst als Kaplan in den Pfarrverbänden Bad Tölz und Erdweg tätig.
Seit 2007 stand Horn an der Spitze des Pfarrverbands Grassau. Nun kehrt er in seine Heimatstadt zurück und übernimmt dort die Leitung der Stadtkirche sowie die Pfarrstelle von St. Jakob.

Wer künftig den Pfarrverband Grassau leitet, steht nach Angaben der Erzdiözese noch nicht fest. Die Nachfolge werde derzeit geklärt. Die Entscheidung solle bekanntgegeben werden, sobald die notwendigen Schritte unter Einbeziehung der zuständigen Gremien abgeschlossen sind.
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München Freising /  Beitragsbild: Erzdiözese München Freising)

Zum Schulstart: Bündnis fordert sichere Schulwege für Kinder

Zum Schulstart: Bündnis fordert sichere Schulwege für Kinder

Bayern – Heute beginnt in Bayern das neue Schuljahr – und damit sind auch wieder viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen deshalb dazu auf, möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zur Schule zu kommen. Gleichzeitig fordern die Verbände von den Kommunen, mehr für sichere Schulwege zu tun.

Nach Angaben des Bündnisses „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ werden bundesweit rund 38 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht. Grundlage dafür ist der „Monitor Fußverkehr 2024“ des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums.
Gerade zu Schulbeginn und Schulende könne der Autoverkehr rund um die Schulen dadurch dicht und unübersichtlich werden, so die Verbände. Für Kinder, die erst lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, könne das problematisch sein.

Schulweg gemeinsam üben

Das Deutsche Kinderhilfswerk, der VBE und der VCD empfehlen Eltern deshalb, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern zu üben und möglichst auf das Auto zu verzichten. Ein aktiver Schulweg habe aus Sicht der Verbände mehrere Vorteile: Kinder würden selbstständiger, bewegten sich mehr und könnten den Weg gemeinsam mit Freunden zurücklegen.
Gleichzeitig sehen die Organisationen auch die Kommunen in der Verantwortung. Sie sollten die Möglichkeiten nutzen, die sich nach der Reform der Straßenverkehrsordnung im Jahr 2024 ergeben haben, und sichere Schulwege konsequenter voranbringen.

Als eine Möglichkeit nennt das Bündnis sogenannte Schulstraßen. Dabei wird der Bereich unmittelbar vor einer Schule zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt. Auch Elternhaltestellen könnten nach Ansicht der Verbände dazu beitragen, den Hol- und Bringverkehr vom direkten Schulumfeld fernzuhalten.
Langfristig fordern DKHW, VBE und VCD ein Verkehrssystem, das Kindern mehr selbstständige Mobilität ermöglicht. Dazu zählen nach ihren Vorstellungen unter anderem übersichtliche Kreuzungen, ausreichend lange Grünphasen an Ampeln und Tempo 30 auf Straßen, die von Kindern regelmäßig genutzt werden.

Aktionstage im September und Oktober

Das Bündnis ruft auch in diesem Jahr zu den bundesweiten Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Vom 21. September bis zum 2. Oktober 2026 können Eltern, Schulen und Kindergärten eigene Aktionen und Projekte rund um den Schulweg organisieren.

Weitere Informationen und Materialien gibt es auf der Internetseite des Aktionsbündnisses.
(Quelle: Pressemitteilung  Deutsches Kinderhilfswerk / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

3264 ABC-Schützen starten heute – und die Schülerzahlen in Rosenheim steigen weiter

3264 ABC-Schützen starten heute – und die Schülerzahlen in Rosenheim steigen weiter

Rosenheim / Landkreis – Für 3264 ABC-Schützen beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. 2633 Kinder werden im Landkreis Rosenheim eingeschult, 631 in der Stadt. Insgesamt sind es damit drei Erstklässler mehr als im vergangenen Schuljahr. Gleichzeitig wachsen die Schülerzahlen an den Grund- und Mittelschulen insgesamt weiter – allerdings gibt es dort vier Klassen weniger als im vergangenen Schuljahr.

Beim Pressegespräch mit dabei von links: Schulamtsdirektor Markus Kinzelmann, Schulamtsdirektor Wolfgang Baumann, Schulamtsdirektorin Petra Burkhardt und Schulamtsdirektor Herbert Unterreiner. Foto: Karin Wunsam

Beim Pressegespräch mit dabei von links:  Schulamtsdirektor Markus Kinzelmann, Schulamtsdirektor Wolfgang Baumann, Schulamtsdirektorin Petra Burkhardt und Schulamtsdirektor Herbert Unterreiner. Foto: Karin Wunsam

Am heutigen Dienstag, 15. September, beginnt für die Kinder in Bayern das neue Schuljahr. Auch in Stadt und Landkreis Rosenheim werden heute wieder viele Schultüten ausgepackt und neue Schulranzen eingeweiht. Hinter dem ersten Schultag stehen aber auch einige interessante Zahlen zur Entwicklung der Schulen.

Bei einem Pressegespräch in der Staatlichen Schulamtsverwaltung in der Rosenheimer Königstraße gaben die Schulamtsdirektoren Petra Burkhardt, Markus Kinzelmann, Herbert Unterreiner und Wolfgang Baumann einen Überblick über die Situation zum Schuljahresbeginn. Die Stimmung war dabei trotz einiger Herausforderungen entspannt. Eine wichtige Botschaft von Petra Burkhardt: „Der Pflichtunterricht kann komplett abgedeckt werden.“

Mehr Erstklässler in der Stadt, weniger im Landkreis

Bei den Schulanfängern gibt es zwischen Stadt und Landkreis einen deutlichen Unterschied. Im Landkreis Rosenheim werden in diesem Schuljahr 2633 Kinder eingeschult. Das sind 54 weniger als im vergangenen Jahr. In der Stadt Rosenheim sind es dagegen 631 Erstklässler – 57 mehr als 2025/26.
Unterm Strich gleichen sich die unterschiedlichen Entwicklungen fast vollständig aus: Insgesamt beginnen in Stadt und Landkreis drei Kinder mehr mit der ersten Klasse als im vergangenen Schuljahr.

Auch bei den Klassengrößen zeigt sich ein leicht verändertes Bild. Im Landkreis sind die ersten Klassen im Durchschnitt mit 22,13 Kindern besetzt. Im vergangenen Jahr waren es noch 22,39. In der Stadt liegt der Durchschnitt bei 22,54 Kindern pro erster Klasse, nach 22,96 im vergangenen Schuljahr.

Insgesamt 19.068 Schüler

Noch deutlicher wird die Entwicklung beim Blick auf alle Grund- und Mittelschüler. Im Schuljahr 2026/27 besuchen insgesamt 19.068 Kinder und Jugendliche eine Grund- oder Mittelschule in Stadt und Landkreis Rosenheim. Im vergangenen Jahr waren es 18.911.
Damit ist die Zahl innerhalb eines Jahres um 157 gestiegen. Im Landkreis gibt es 15.526 Grund- und Mittelschüler und damit 189 mehr als im Vorjahr. In der Stadt sind es 3542 – hier ist die Zahl um 32 gesunken.

Die Entwicklung zeigt sich auch über einen längeren Zeitraum: Seit 2020 ist die Zahl der Schüler im Grund- und Mittelschulbereich in Stadt und Landkreis insgesamt um 1790 gestiegen. Die Zahlen zu Schülern und Klassen umfassen dabei staatliche und private Schulen.

Mehr Schüler, aber weniger Klassen

Trotz der gestiegenen Schülerzahl gibt es in diesem Schuljahr insgesamt 884 Klassen an Grund- und Mittelschulen. Das sind vier weniger als im vergangenen Schuljahr.
719 Klassen entfallen auf den Landkreis, 165 auf die Stadt Rosenheim. Bei den Grundschulen gibt es im Landkreis mit 490 Klassen eine mehr als im vergangenen Jahr. In der Stadt sind es 109 und damit eine Klasse weniger. Die durchschnittliche Größe der Grundschulklassen liegt im Landkreis bei 21,91 Kindern, in der Stadt bei 22,19.

Bei den Mittelschulen zeigt sich dagegen eine deutlichere Entwicklung. Dort besuchen im Landkreis 4791 Schüler den Unterricht – 144 mehr als im Vorjahr. In der Stadt sind es 1123 und damit zwei mehr. Insgesamt gibt es damit 5914 Mittelschüler in Stadt und Landkreis.

Trotzdem ist auch hier die Zahl der Klassen gesunken: Im Landkreis gibt es 229 Mittelschulklassen, drei weniger als im vergangenen Jahr. In der Stadt sind es 56, also eine weniger. Die durchschnittliche Klassenstärke liegt damit im Landkreis bei 20,92 Schülern, in der Stadt bei 20,05.

Dass mehr Schüler auf weniger Klassen verteilt werden müssen, hängt auch mit der Personalsituation zusammen. „Das Stellenmoratorium bekommen wir sehr deutlich zu spüren“, sagte Petra Burkhardt. Gemeint ist damit der derzeitige Verzicht auf zusätzliche Stellen. Nach Angaben der Schulamtsleitung kann der Pflichtunterricht trotzdem vollständig abgedeckt werden.

Vier von fünf Klassen mit höchstens 25 Schülern

Bei den Klassengrößen bleibt die Situation insgesamt vergleichsweise stabil. 81,45 Prozent der Grundschüler besuchen eine Klasse mit höchstens 25 Kindern. Im vergangenen Schuljahr waren es allerdings noch 84,7 Prozent.

Bei den Mittelschulen liegen 81,38 Prozent der Schüler in Klassen mit maximal 25 Schülern. Im vergangenen Jahr waren es 87,4 Prozent.

Zum neuen Schuljahr wurden außerdem 143 Lehrkräfte in den Bereich der Rosenheimer Schulämter versetzt, darunter 62 Lehramtsanwärter. Hinzu kommen weitere Kräfte für die Mobile Reserve und zur Unterstützung bei Vertretungen.

Startchancenprogramm soll Bildungschancen verbessern

Ein Schwerpunkt im neuen Schuljahr ist das Startchancenprogramm. Es soll nach Angaben der Schulamtsleitung dazu beitragen, Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft zu verbessern. Das Programm läuft über zehn Jahre.

Im Zuständigkeitsbereich der Rosenheimer Schulämter nehmen acht Einrichtungen daran teil: die Grundschulen Fürstätt, Astrid-Lindgren, Happing und Prinz sowie die Mittelschulen Am Luitpoldpark und Fürstätt. Dazu kommen das Sonderpädagogische Förderzentrum Rosenheim und die Berufsschule I.

Stadt und Landkreis werden „Inklusive Region“

Eine weitere Neuerung betrifft die Inklusion. Stadt und Landkreis Rosenheim wurden für das Schuljahr 2026/27 als „Inklusive Region“ ausgewählt. Eine entsprechende Auszeichnung soll noch überreicht werden.
Nach Angaben der Schulamtsleitung ist Inklusion dabei nicht Aufgabe einer einzelnen Schule, sondern soll im Zusammenspiel verschiedener Einrichtungen funktionieren. Dazu gehören unter anderem Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Beratungsstellen, Förder- und Gesundheitseinrichtungen.

Im Raum Rosenheim gibt es dafür bereits verschiedene Angebote und Netzwerke, darunter regionale Beratungsstellen, inklusive Beratungsteams, eine Steuerungsgruppe Inklusion und die sogenannten MUT-Teams. Diese Angebote sollen künftig weiter ausgebaut werden.

Ganztagsanspruch startet mit den Erstklässlern

Für die 3264 Erstklässler bringt das neue Schuljahr außerdem eine weitere Veränderung: Seit diesem Schuljahr gilt für Kinder der ersten Klasse der gesetzliche Anspruch auf ganztägige Betreuung und Bildung. Der Anspruch wird in den kommenden Jahren schrittweise auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet und gilt ab dem Schuljahr 2029/30 für die Klassen 1 bis 4.

Vorgesehen sind Betreuung und Bildungsangebote von Montag bis Freitag bis zu acht Stunden täglich. Der Anspruch umfasst grundsätzlich auch die Ferien, wobei Feiertage und bestimmte Schließzeiten ausgenommen sind. In Bayern sind für die Umsetzung die Landkreise und kreisfreien Städte als öffentliche Träger der Jugendhilfe zuständig, die Kommunen organisieren und finanzieren die Ferienangebote.

Für die 3264 Kinder, die heute erstmals ihre Schule betreten, dürften diese großen Entwicklungen allerdings zunächst weit weg sein. Für sie geht es vor allem um die neue Klasse, den ersten Lehrer, den Weg zur Schule, die erste Pause – und natürlich um die Frage, was wohl in der Schultüte steckt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re / Foto: Karin Wunsam)

32. Hoffest des Simsseemarkts steigt in der Hofau

32. Hoffest des Simsseemarkts steigt in der Hofau

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 26. September 2026, wird es in der Hofau bei Familie Kaiser in Stephanskirchen wieder gesellig: Von 11 bis 17 Uhr findet dort das 32. Hoffest des Simsseemarkts statt. Besucher können regionale Produkte kennenlernen, Schmankerl genießen und ein buntes Rahmenprogramm erleben.

Beim Hoffest präsentieren sich Selbstvermarkter und Mitglieder des Simsseemarkt Stephanskirchen mit ihren regionalen Erzeugnissen. Dazu gibt es verschiedene Schmankerl und Getränke. Auch die Simsseer Braumanufaktur ist mit ihrem traditionellen Ausschank dabei.

Kunsthandwerk, Kinderprogramm und Hoffest-Quiz

Neben den regionalen Produkten gehört auch ein Rahmenprogramm zum Hoffest. Geplant sind unter anderem Kunsthandwerk und Angebote für Kinder. Beim traditionellen Hoffest-Quiz können die Besucher außerdem ihr Wissen unter Beweis stellen.
Für musikalische Unterhaltung und eine gesellige Atmosphäre soll ebenfalls gesorgt sein. Gefeiert wird von 11 bis 17 Uhr bei Familie Kaiser in der Hofau in Stephanskirchen.

Das 32. Hoffest des Simsseemarkts findet am Samstag, 26. September 2026, von 11 bis 17 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Hofau bei Familie Kaiser, 83071 Stephanskirchen
(Quelle: Mittteilung Kaiser / Beitragsbild: Symbolfoto re)

E-Werk-Stüberl, Rosenheim, 1902

E-Werk-Stüberl, Rosenheim, 1902

Endorfer Au / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1902. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das E-Werk-Stüberl in der Endorfer Au (Stadt Rosenheim) Zu dieser Zeit war es bereits eine Gaststätte – ursprünglich aber hatte das Gebäude mit Biergarten und Wirtshaus nichts zu tun: Es wurde als Bauernhof errichtet.

Das Anwesen entstand im Jahr 1862 als landwirtschaftlicher Betrieb. Die Flächen rund um das Gebäude wurden damals unter anderem für den Gemüseanbau und zur Selbstversorgung genutzt. Auch ein Backhaus gehörte zum Hof. Es ist auf der linken Seite unserer historischen Aufnahme noch zu erkennen. Bereits ein Jahr nach dem Foto, 1903, wurde es abgerissen.

Gaststätte „Zum Elektrizitätswerk“

Seinen Wandel erlebte der Hof im Zusammenhang mit dem Bau des Rosenheimer Elektrizitätswerks. Das Anwesen ging in den Besitz der Stadt über. Bereits 1901 eröffnete dort die Gaststätte „Zum Elektrizitätswerk“ mit Gaststube und Nebenzimmer.
1902 gab es auch das bereits angebaute Salettl – eine offene Halle, die vor allem im Sommer genutzt wurde. Einige Jahre später wurde das Gebäude weiter ausgebaut. 1909 kam ein Eiskeller hinzu, der unter anderem zur Kühlung der Getränke diente.
Im Laufe der Zeit setzte sich für die Gaststätte der Name „E-Werk-Stüberl“ durch. Über viele Jahrzehnte blieb sie ein beliebter Treffpunkt im Viertel.

Heute Bürgerhaus

Vom Bauernhof über das E-Werk-Stüberl zum Bürgerhaus: Das Gebäude hat inzwischen erneut seine Funktion verändert. Nachdem die Gaststätte geschlossen hatte und das Haus von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GRWS erworben worden war, wurde es für eine neue Nutzung umgebaut.
Seit 2004/2005 ist das ehemalige E-Werk-Stüberl das Bürgerhaus E-Werk der Sozialen Stadt Rosenheim und dient als Treffpunkt für die Stadtteile Endorfer Au und Oberwöhr. Im vergangenen Jahr konnte dort bereits das 20-jährige Bestehen als Bürgerhaus gefeiert werden.
Ein Gebäude also, das in mehr als 160 Jahren einiges erlebt hat – vom Bauernhof über die Gaststätte bis zum heutigen Bürgerhaus.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Rosenheimer Herbstfest 2026: Polizei zieht Bilanz

Rosenheimer Herbstfest 2026: Polizei zieht Bilanz

Rosenheim – Nach dem Ende des Rosenheimer Herbstfestes hat die Polizeiinspektion Rosenheim am Montag Bilanz gezogen. Nach Angaben der Polizei verliefen die beiden Festwochen im Wesentlichen ohne größere Störungen. Polizeidirektor Volker Klarner und Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer, die Einsatzleitung des Herbstfestes, führen dies unter anderem auf die starke Präsenz der Polizei sowie die Zusammenarbeit mit weiteren Einsatzkräften und Behörden zurück.

„Stark präsent, beherzt konsequent war und ist das Erfolgsrezept der Rosenheimer Polizei, um für die Bürgerinnen und Bürger einen sicheren Wiesnbesuch zu gewährleisten und für die Anwohner die Beeinträchtigung im Alltag so gering wie möglich zu halten“, erklären Klarner und Maurer in einer Mitteilung. Unterstützt wurde die Rosenheimer Polizei nach eigenen Angaben von Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bereitschaftspolizei. Zudem habe eine enge Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten stattgefunden.

Die Polizei war insbesondere an den einsatzreichen Wochenenden und in den Nachtstunden verstärkt präsent. Nach ihrer Einschätzung konnten dadurch aufkommende Streitigkeiten teilweise bereits im Vorfeld verhindert werden. Auch die Verkehrsüberwachung im Umfeld des Festgeländes habe dazu beigetragen, dass der Verkehr trotz des hohen Aufkommens ohne größere Störungen verlief.

55 Wiesnverbote ausgesprochen

Zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten sprach die Polizei nach eigenen Angaben 55 Wiesnverbote aus. Im vergangenen Jahr waren es 116. Ein Wiesnverbot gilt für das Festgelände. Wer trotz eines solchen Verbots erneut das Gelände betritt, muss laut Polizei mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs rechnen.

Weniger Körperverletzungen

Bei den Körperverletzungsdelikten registrierte die Polizei in diesem Jahr 11 Anzeigen. 2025 waren es 17. Nach Angaben der Polizei kam es bei den registrierten Fällen zu keinen gravierenden Verletzungen. Die Beteiligten seien dabei teilweise erheblich alkoholisiert gewesen.
Auch bei den Diebstahlsdelikten verzeichnete die Polizei einen Rückgang. Insgesamt wurden bislang 10 Eigentumsdelikte angezeigt, im Vorjahr waren es 19. Betroffen waren unter anderem Fahrräder, Mobiltelefone und Geldbeutel. Vier der zehn Fälle waren Fahrraddiebstähle.

Die Polizei führt die aus ihrer Sicht niedrige Zahl der Eigentumsdelikte unter anderem auf die präventiven Hinweise im Vorfeld des Herbstfestes und die Videoüberwachung auf dem Festgelände zurück.

Weniger Gewahrsamnahmen und Widerstände

Sieben Festbesucher wurden nach Angaben der Polizei in Gewahrsam genommen. Im Vorjahr waren es 11. Bei den Gewahrsamnahmen handelte es sich überwiegend um männliche Festbesucher.
Auch die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte ging zurück. Die Polizei registrierte vier Widerstandshandlungen, 2025 waren es noch 11. Bei einem dieser Vorfälle wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Er blieb nach Angaben der Polizei dienstfähig.

Kontrollen bei Kindern und Jugendlichen

Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Rosenheim führte die Polizei nach eigenen Angaben zahlreiche Kontrollen bei Kindern und Jugendlichen durch. Dabei ging es insbesondere um Rauchen, Drogen und Alkohol. Der Schwerpunkt lag im Umfeld des Herbstfestgeländes.

Nach Einschätzung der Polizei wurde an den bekannten Treffpunkten von Jugendlichen kaum noch offensichtlich Alkohol konsumiert. Rund 100 Kinder und Jugendliche wurden beim Rauchen in der Öffentlichkeit angetroffen. Im vergangenen Jahr waren es 120. Mehr als die Hälfte der dabei festgestellten Fälle betraf nach Angaben der Polizei sogenannte E-Zigaretten.

Vier Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Auch der Verkehr rund um das Herbstfest wurde von der Polizei überwacht. Nach ihren Angaben verlief der Pkw-Verkehr während der gesamten Festzeit sowie während der beiden Festzüge ohne größere Störungen.
Vier Fahrzeugführer wurden laut Polizei wegen zu hoher Alkoholwerte beziehungsweise drogentypischer Ausfallerscheinungen aus dem Verkehr gezogen. Bei allen vier Fällen bestand nach Angaben der Polizei ein konkreter Zusammenhang mit dem Herbstfestbesuch. Im Vorjahr waren es neun Fälle.

Weiter kontrollierte die Polizei das verbotswidrige Parken auf Behindertenparkplätzen sowie auf Not- und Rettungswegen. Insgesamt wurden nach ihren Angaben 133 Fahrzeuge abgeschleppt, im Vorjahr waren es 121. Die Zahl der Beanstandungen wegen einfacher Parkverstöße lag laut Polizei erneut im hohen dreistelligen Bereich.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehr als Geschmack: Was ein Brotprüfer in Rosenheim alles erkentn

Mehr als Geschmack: Was ein Brotprüfer in Rosenheim alles erkentn

Rosenheim – Der Duft von frisch gebackenem Brot liegt am Montagvormittag (13.9.2026) in der Geschäftsstelle der Meine Volksbank Raiffeisenbank an der Kufsteiner Straße. Auf den Tischen liegen Laibe in den unterschiedlichsten Formen und Größen, mehr als 100 verschiedene Brote warten auf ihre Prüfung. Es riecht nach Kruste, nach Getreide und ein bisschen nach dem, was viele mit einem guten Frühstück verbinden. Dann setzt Manfred Stiefel das Messer an. Die Kruste gibt mit einem leisen Knacken nach.

Doch ob ein Brot die Prüfung des Deutschen Brotinstituts besteht, entscheidet sich nicht allein beim Geschmack. Stiefel schaut zunächst genau hin, prüft die Form und das Aussehen des Laibs und nimmt die Kruste unter die Lupe. Sie darf weder zu dünn noch zu dick sein. Nach dem Anschnitt geht es um die Krume: Sind die Poren gleichmäßig verteilt? Ist das Brot locker und elastisch? Stiefel drückt mit dem Finger kurz hinein und beobachtet, wie die Krume reagiert. Erst danach kommen Geruch und Geschmack hinzu.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Seit 20 Jahren arbeitet Manfred Stiefel bereits als Brotprüfer. Fotos: Josefa Staudhammer

Rund 50 Brote prüft der 64-Jährige am heutigen ersten von zwei Tagen. Für jeden Laib nimmt er sich Zeit. Dass er dabei sehr genau hinschaut, hat einen einfachen Grund: Stiefel arbeitet seit 20 Jahren hauptberuflich als Brotprüfer für das Deutsche Brotinstitut. Der gebürtige Berliner, der heute in Konstanz lebt, ist vor allem im süddeutschen Raum unterwegs und reist von Innung zu Innung, um Brote, Brötchen und Stollen regionaler Handwerksbäcker zu beurteilen.

Ein Beruf für feine Sinne

Was für Außenstehende nach einer angenehmen Tätigkeit klingt, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn beim Brot können kleine Unterschiede über die Bewertung entscheiden. „Man braucht dafür sehr sensible, empfindliche Sinne“, erklärt Stiefel.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Über 100 Brote wurden bei der Brotprüfung wieder genau unter die Lupe genommen.

Auch bei der Krume kommt es auf Details an. Große Löcher sind beispielsweise nicht erwünscht. „Es darf keine großen Löcher haben. Ansonsten würde man ja den Tisch mit dem Aufstrich bestreichen“, sagt Stiefel und schmunzelt. Entscheidend sind eine gleichmäßige Porung, eine passende Lockerheit und die Elastizität des Brotes. Dazu kommen Geruch und Geschmack.

Über 3.000 verschiedene Brotsorten gibt es in Deutschland. In Rosenheim gehören Mischbrote nach Angaben von Innungsobermeister Wolfgang Sattelberger nach wie vor zu den beliebtesten Sorten. Und die Qualität, so die Einschätzung von Brotprüfer Stiefel, ist in den vergangenen 20 Jahren sogar noch besser geworden.

Die Brote werden bei der offiziellen Prüfung des Deutschen Brotinstituts übrigens nicht mit klassischen Schulnoten bewertet. Vergeben werden Prädikate, darunter „Gut“ und als höchste Auszeichnung „Sehr gut“. Erreicht ein Brot die erforderliche Mindestpunktzahl nicht, gibt es kein Qualitätssiegel. Manchmal kann dabei ein scheinbar kleines Detail den Ausschlag geben. „Ein Brot ohne Salz geht gar nicht“, sagt Stiefel.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Bei der Brotprüfung mit dabei waren auch wieder einige Ehrengäste wie Rosenheims Landrat Otto Lederer, Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Bezirksrat Sebastian Friesinger. 

Seit 47 Jahren wird in Rosenheim geprüft

Dass Stiefel seit zwei Jahrzehnten als Brotprüfer unterwegs ist, ist für die Rosenheimer Bäcker-Innung fast schon eine eigene kleine Zeitrechnung. Denn die Brotprüfung in Rosenheim gibt es nach Angaben von Wolfgang Sattelberger bereits seit 47 Jahren.

29 aktive Bäckereibetriebe gehören derzeit zur Bäcker-Innung Rosenheim. Ihre Brote stellen sich bei der jährlichen Prüfung dem kritischen Blick des Experten. Für Sattelberger ist der Termin deshalb nicht nur eine Qualitätskontrolle, sondern auch ein Stück gelebte Handwerkstradition.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Sieht man nicht alle Tage: ein Brot in Herzform. 

Und diese Tradition trifft an diesem Montag auf eine junge Generation. Eine von ihnen ist Melanie Winhart. Die 23-Jährige aus Bad Aibling hat ihre Ausbildung bei der Bäckerei Franz Winhart absolviert und anschließend die Meisterschule an der Bäckerakademie Lochham als Kursbeste abgeschlossen. Außerdem war sie die beste Bäckermeisterin in ganz Oberbayern.
Jetzt bringt sie ihr Können beim diesjährigen Bauernherbst-Brot ein. Die Bäcker-Innung Rosenheim entwickelt die besondere Brotkreation gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim (RegRo) jedes Jahr neu. Dabei kommen traditionell regionale Zutaten aus dem Rosenheimer Land zum Einsatz.

Brot gehört zu Rosenheims Geschichte

Wie eng Brot und Handwerk mit der Region verbunden sind, wurde auch bei den Gesprächen am Rand der Prüfung deutlich. Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Landrat Otto Lederer, Landratsabgeordneter Sepp Lausch und Bezirksrat Sebastian Friesinger, Vorsitzender von RegRo und Cheforganisator des Rosenheimer Bauernherbstes, waren am Montagvormittag ebenfalls dabei.

Erdogan erinnerte daran, welche Bedeutung das Bäckerhandwerk auch für die Geschichte Rosenheims hätten. Als Rosenheim 1894 von König Ludwig II. zur Stadt erhoben wurde, blickte der Ort bereits auf eine lange Geschichte als wichtiger Marktort zurück. Auch die Qualität der handwerklich hergestellten Waren spielten dabei natürlich eine wichtige Rolle. Und gerade das Brot habe dazu gehört und zum Vertrauen in Rosenheim als Handelsplatz beigetragen. „An diesem Termin heute sieht man, welche große Rolle dieses Handwerk auch heute noch spielt“, sagte Erdogan.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Brotprüfer Manfred Stiefel weiß genau, auf was es bei einem guten Brot ankommt. 

Landrat Otto Lederer verwies auf das diesjährige Erntedankfest zur Wiesnhalbzeit im Mangfallpark Süd und die Bedeutung von Lebensmitteln. „Auch da wurde wieder deutlich, dass Lebensmittel keine Selbstverständlichkeit sind“, sagte er.

Bei der Brotprüfung wird damit auch sichtbar, wie viel handwerkliches Wissen hinter einem Lebensmittel steckt, das im Alltag schnell als selbstverständlich wahrgenommen wird. Mehl, Wasser, Salz und Zeit werden zu einem Produkt, bei dem Fachleute kleinste Unterschiede erkennen können.

Brotprüfung 2026. Fotos: Innpuls.me

Melanie Winhart (Mitte) kreierte das Rezept für das diesjährige Bauernherbstbrot. 

Woran erkennt man gutes Brot?

Ganz so genau wie ein Brotprüfer muss man beim Einkauf allerdings nicht hinschauen. Einen einfachen Tipp hat Stiefel trotzdem: „Auf die Kruste achten. Ist sie nicht zu hell und nicht zu dunkel, ist das schon die halbe Miete.“
Wer wissen möchte, wie die Brote aus der Rosenheimer Prüfung schmecken, kann sie während der zweitägigen Veranstaltung selbst probieren. In der Geschäftsstelle der Meine Volksbank Raiffeisenbank an der Kufsteiner Straße werden die geprüften Brote jeweils von etwa 10 bis 13 Uhr zum Verkauf angeboten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Wirtschaftlicher Verband zieht positive Bilanz zum Rosenheimer Herbstfest 2026

Wirtschaftlicher Verband zieht positive Bilanz zum Rosenheimer Herbstfest 2026

Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest 2026 ist am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen. Der Wirtschaftliche Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim (WV) zieht als Veranstalter eine durchweg positive Bilanz. Nach Angaben des WV kamen rund eine Million Besucher auf die Loretowiese. Auch Festwirte und Schausteller hätten sich zufrieden mit dem Verlauf gezeigt.

Zwei Wochen lang wurde auf der Rosenheimer Wiesn gefeiert. Besonders das letzte Festwochenende sei noch einmal sehr gut besucht gewesen, teilt der Wirtschaftliche Verband mit. Von durchgängig vollen Gassen und Geschäften sowie einer guten Stimmung ist in der Bilanz des Veranstalters die Rede.

Auch mit Blick auf die Sicherheit fällt die Bilanz des WV positiv aus. Behörden und Sicherheitsdienste hätten von einem ruhigen Festverlauf mit einer überschaubaren Zahl an Vorkommnissen berichtet. Der Wirtschaftliche Verband führt dies unter anderem auf das aus seiner Sicht gute Zusammenspiel der beteiligten Kräfte zurück.

Festwirte und Schausteller zufrieden

Auch die Festwirtsfamilien Heinrichsberger, Kiesl, Schmidt und Fraenkel ziehen nach Angaben des Wirtschaftlichen Verbandes ein positives Fazit. „Wir hatten durchgehend großartiges Publikum, eine hohe Auslastung und sind froh und glücklich über den Festverlauf“, wird von den Festwirtsfamilien Heinrichsberger, Kiesl, Schmidt und Fraenkel mitgeteilt.

Der Wirtschaftliche Verband selbst lobt die Zusammenarbeit von Einsatzkräften, Sicherheitsdiensten, Reinigungsteams und den ehrenamtlichen Helfern bei den verschiedenen Rahmenveranstaltungen. Nach Einschätzung des Veranstalters hätten sich auch die logistischen Abläufe, das Sicherheitskonzept und die medizinische Versorgung bewährt.

Als Ergänzung zu den bisherigen Sicherheitsmaßnahmen hebt der WV die erstmals eingerichtete SafeNow Zone hervor. Diese habe sich nach Einschätzung des Veranstalters bewährt und solle deshalb auch beim Herbstfest 2027 wieder angeboten werden.

Veranstalter blickt bereits auf 2027

Festleiter Klaus Hertreiter bezeichnet das Herbstfest 2026 als „vollen Erfolg – in jeder Hinsicht“. „Wir danken allen, die dieses Fest möglich gemacht haben, und verstehen es als Auftrag wieder alles für eine ähnlich erfolgreiches Herbstfest 2027 zu tun“, wird Hertreiter in der Mitteilung des Wirtschaftlichen Verbandes zitiert.
Damit ist die Rosenheimer Wiesn 2026 Geschichte. Für den Wirtschaftlichen Verband beginnt damit zugleich bereits der Blick auf das nächste Herbstfest.
(Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftlicher Verband / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Schulbeginn: Polizei verstärkt Kontrollen rund um Schulen und Kindergärten

Schulbeginn: Polizei verstärkt Kontrollen rund um Schulen und Kindergärten

Oberbayern – Mit dem Start des neuen Schuljahres wird im südlichen Oberbayern wieder genauer hingeschaut: Vom 15. bis 18. September 2026 will die Polizei vor allem an Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen kontrollieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Sicherheitsgurte und die richtige Sicherung von Kindern im Auto.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd waren im vergangenen Jahr in Bayern 53 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, die nicht angegurtet waren. Darunter war auch ein Kind. Insgesamt starben 2025 im Freistaat 249 Menschen im Straßenverkehr. Damit war mehr als jeder fünfte tödlich verunglückte Pkw-Insasse nicht ausreichend gesichert.
Auch 2026 gab es bereits tödliche Unfälle, bei denen die fehlende Sicherung eine Rolle spielte. Nach Angaben des Polizeipräsidiums verloren bis Ende April 15 Menschen ihr Leben, weil sie in Fahrzeugen ohne ausreichende Sicherung mitfuhren.

Polizei nimmt Schulwege besonders in den Blick

Gerade zum Schulbeginn richtet die Polizei ihren Blick auch auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Deshalb sollen die Dienststellen im südlichen Oberbayern zwischen dem 15. und 18. September verstärkt im Umfeld von Schulen und Kindergärten sowie auf stark frequentierten Schulwegen kontrollieren.
Die Zahl der Schulwegunfälle ist im südlichen Oberbayern nach Angaben des Polizeipräsidiums im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. 2025 wurden 56 Unfälle registriert, 2024 waren es noch 59. Auch die Zahl der dabei verletzten Schüler sank von 64 auf 56.

Tödliche Schulwegunfälle mit Kindern gab es im südlichen Oberbayern 2025 glücklicherweise nicht. Die weiterhin hohe Zahl der Unfälle zeige aber, wie wichtig es sei, Kinder auf ihrem Schulweg bestmöglich zu schützen, so das Polizeipräsidium.

Polizei appelliert an Autofahrer

Zum Beginn des neuen Schuljahres bittet die Polizei nach eigenen Angaben alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksicht. Autofahrer sollten insbesondere auf Schulwegen, in Wohngebieten sowie an Haltestellen rund um Schulen und Kindergärten besonders aufmerksam sein und jederzeit damit rechnen, dass sich Kinder im Straßenverkehr unerwartet verhalten.
Außerdem weist die Polizei auf die besonderen Regeln an Schulbushaltestellen hin. Dort gilt für Autofahrer Schrittgeschwindigkeit, wenn die entsprechende Situation dies verlangt. Auch auf Schulweghelfer sollten Autofahrer achten, da diese Kindern beim sicheren Überqueren der Straße helfen.

An die Eltern richtet die Polizei ebenfalls einen Appell: Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen, selbst den Sicherheitsgurt anlegen und bei jeder Fahrt darauf achten, dass ihre Kinder entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und ihrem Alter beziehungsweise ihrer Größe richtig gesichert sind.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Wiesntor, Rosenheimer Herbstfest, 1955

Wiesntor, Rosenheimer Herbstfest, 1955

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1955. Das Wiesntor sah damals nicht nur ganz anders aus als heute – es stand sogar an einem anderen Platz.

Zu sehen ist eine aufwendig gestaltete Kulisse aus Holz und Leinwand mit einem Turm und einer Uhr. Als Vorbild diente das Rosenheimer Mittertor. Auch die Fenster gehörten zur gemalten Fassade der Kulisse.

Das Tor stand 1955 am südwestlichen Eingang der Loretowiese, dort, wo die Kaiserstraße auf das damalige Festgelände traf. Von der Altstadt aus gelangten die Besucher durch diesen Eingang auf die Wiesn. Grund: Dort, wo heute der Haupteingang war, war es zu dieser Zeit auf dem Gelände auf sehr matschig. 

Ein Kirchturm im Hintergrund

Spannend ist auch der Blick hinter das Tor. Zwischen den Bäumen ist ein Kirchturm zu erkennen. Nach der Perspektive der Aufnahme dürfte es sich um die Rosenheimer Klosterkirche handeln.

Mutter, Kind und eine geschlossene „Braterei“

Auf dem Foto sind außerdem eine Mutter und ihr Kind zu sehen. Die Wiesn hat offenbar noch nicht geöffnet. Die Stände warten auf die ersten Besucher. An einem ist deutlich das Wort „Braterei“ zu lesen.
Vieles wirkt noch kleiner und einfacher als auf der heutigen Wiesn. Gerade solche Details machen den Blick zurück interessant: Das Herbstfest von damals hatte mit der heutigen großen Wiesn noch einiges weniger gemeinsam.

Eine lange Geschichte

Auch das Wiesntor selbst hat eine wechselvolle Geschichte. Das historische Wiesntor war ein ehemaliger Stadteingang an der früheren Wiesngasse, der heutigen Kaiserstraße. Es wurde 1877 abgebrochen. Das heutige Wiesntor greift die Erinnerung an diesen historischen Stadteingang auf.
Das Tor auf unserem Foto von 1955 war dagegen eine Festkulisse, die sich am Mittertor orientierte. Es war also nicht das Wiesntor, das wir heute kennen – und es stand damals auch nicht dort, wo wir heute durch das Wiesntor auf die Wiesn gehen.

Mit diesem Foto endet unsere historische Wiesn-Zeitreise für dieses Jahr. Vielleicht ist es gerade deshalb ein schöner Abschluss: Es zeigt, wie sehr sich die Rosenheimer Wiesn im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.
Hättet Ihr auf Anhieb erkannt, dass dieses Tor einmal der Eingang zur Rosenheimer Wiesn war?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Fahrräder am Bahnhof Edling gestohlen

Fahrräder am Bahnhof Edling gestohlen

Edling / Landkreis Rosenheim – Am Bahnhof in Edling sind am vergangenen Wochenende mehrere Fahrräder gestohlen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurden dafür Fahrradschlösser beschädigt oder geöffnet. Auch zu Sachbeschädigungen kam es.

Die Taten ereigneten sich nach Angaben der Polizei zwischen Freitag, 11. September, gegen 16 Uhr und Samstag, 12. September, gegen 12 Uhr. Unbekannte beschädigten oder öffneten demnach mit einem Werkzeug mehrere Fahrradschlösser, um die damit gesicherten Fahrräder zu stehlen.
Die Polizeiinspektion Wasserburg am Inn hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer im genannten Zeitraum sein Fahrrad am Bahnhof Edling abgestellt hatte und es dort nicht mehr vorgefunden hat, soll sich bei der Polizei melden.

Auch wer am Bahnhof verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den bislang unbekannten Tätern geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08071/91770 bei der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn)