Wasserskooter, Rosenheimer Herbstfest, 1951

Wasserskooter, Rosenheimer Herbstfest, 1951

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1951. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Herbstfest, Fokus auf einem damals ganz besonderen Fahrgeschäft: dem Wasserskooter.

Das Prinzip erinnert tatsächlich ein wenig an den Autoscooter – nur dass die kleinen Fahrzeuge hier nicht über eine Fahrbahn rasten, sondern auf dem Wasser unterwegs waren. Die Fahrgäste saßen in schwimmenden Zweisitzern und steuerten damit über ein eigens aufgebautes Wasserbecken.

1951 sorgte der Wasserskooter auf der Rosenheimer Wiesn für eine Riesengaudi. Besonders viele Zuschauer versammelten sich am Rand des Beckens, um das Treiben auf dem Wasser zu beobachten. Allerdings war das Vergnügen offenbar  nicht ganz unkompliziert: Der Fahrgastwechsel in den schwimmenden Zweisitzern gestaltete sich schwierig, gleichzeitig waren Aufwand und Überschwemmungsgefahr groß. Lange blieb das ungewöhnliche Fahrgeschäft deshalb nicht auf dem Herbstfest.

Besonders sehenswert sind auf unserem Foto aber ohnehin das Duo im Wasserskooter. Ihr Gesichtsausdruck lässt so einiges vermuten. Ob die beiden gerade mit voller Konzentration um die nächste Kurve kämpften oder der Besuch im Bierzelt zuvor schon Spuren hinterlassen hatte, bleibt allerdings ihr Geheimnis. Sicher ist nur: Entspannt sieht anders aus.

Der Wasserskooter gehört damit zu den eher ungewöhnlichen Kapiteln in der Geschichte des Rosenheimer Herbstfestes – und unser Foto zeigt eindrucksvoll, wie die Wiesn vor 75 Jahren aussah: vielleicht weniger spektakulär als heute, aber nicht weniger einfallsreich.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Streit in der Adlzreiterstraße eskaliert – 19-Jähriger schlägt auf 25-Jährigen ein

Streit in der Adlzreiterstraße eskaliert – 19-Jähriger schlägt auf 25-Jährigen ein

Rosenheim – In der Rosenheimer Adlzreiterstraße ist am frühen Sonntagmorgen (6. September) ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert. Ein 19-Jähriger soll dabei einen 25-Jährigen am Hals gepackt, geschubst und mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen haben.

Der Rettungsdienst versorgte die Prellungen des 25-Jährigen im Gesichtsbereich noch vor Ort medizinisch. Ein Atemalkoholtest beim 19-Jährigen ergab nach den Angaben der Polizei einen Wert von mehr als 1,20 Promille.
Gegen den 19-Jährigen, der wie der 25-Jährige aus dem Stadtgebiet stammt, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: Von Liegestützten, zwei Promille und einem unfreiwilligen Spurensicherungsanzug

Wiesn-Blaulicht: Von Liegestützten, zwei Promille und einem unfreiwilligen Spurensicherungsanzug

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest steuerte am Samstag (5. September) auf seinen Höhepunkt zu. War das Wetter am Nachmittag noch bedeckt und regnerisch, lachte später dann doch die Sonne vom Himmel. Bei diesem Wiesnwetter kamen zahlreiche Besucher aus Stadt und Land nach Rosenheim und nutzten die Gelegenheit, ausgiebig auf der Festwiese zu feiern. Im Laufe des Abends hatte die Wiesnwache allerdings wieder alle Hände voll zu tun. Die Polizei berichtet von mehreren Vorfällen und Wiesnverboten.

„Wasser marsch“ – jetzt wird aber gepumpt

Zum Dienstbeginn konnte die Wiesnwache in einem Grünstreifen am Festgelände acht junge Männer aus dem schönen Bundesland Tirol feststellen. Aufgereiht standen sie dort und packten gerade ihre Hemden in die teilweise noch geöffneten Latzhosen ihrer Lederhosen.
Offenbar hatten sie einiges an Gerstensaft zu sich genommen, der nun auf natürlichem Weg wieder den Körper verlassen wollte. Die kräftigen Männer zeigten sich einsichtig und taten noch vor Ort Buße: Niederliegend reihten sie sich auf und pumpten jeweils 20 Liegestütze vor der Wiesnwache.

2 x Gerlos, 1 x St. Johann

Nicht einmal 15 Minuten dauerte es, bis drei Österreicher an drei unterschiedlichen Bierbuden auftauchten. Vermutlich tranken sie dort nicht, sondern schütteten das hopfige Getränk direkt in sich hinein.
Ob sich die beiden Männer aus Gerlos kannten, konnte nicht mehr herausgefunden werden. Was aber alle drei gemeinsam hatten, waren ihre Alkoholwerte: Fast punktgenau hatte jeder von ihnen zwei Promille intus. Und noch etwas war ihnen gleich: Jeder der drei bekam ein Wiesnverbot.

„Ola Policia“ – dann war eine Grenze überschritten

„Ola Policia“ rief ein 39-jähriger Mann aus der Slowakei einer Beamtin der Wiesnwache zu. Bis dahin war alles noch soweit in Ordnung. Doch dann vergriff sich der Mann im wahrsten Sinne des Wortes: Er fasste der Beamtin an das Gesäß und kniff sie.
Damit war eine Grenze, eine rote Linie, überschritten. Der 39-Jährige wurde zur Wiesnwache gebracht und erhielt ein Wiesnverbot. Mit knapp zwei Promille war der Slowake deutlich angetrunken. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Beleidigung eingeleitet.

Immerhin noch Socken und ein Hemd

Fast im Adamskostüm wurde ein 27-Jähriger aus Kufstein am Rand des Herbstfestes angetroffen. Als Bekleidung trug er lediglich noch Socken und ein Hemd, das er sich um die Hüfte gebunden hatte.
Hose, Schuhe und Weste seien irgendwo verstreut, erklärte der Mann. Doch auch für solche Fälle ist die Polizei gerüstet. Vielleicht modetechnisch nicht ganz en vogue, aber zweckmäßig, erhielt der 27-Jährige einen weißen polizeilichen Spurensicherungsanzug. Anschließend ging es mit dem Taxi ab nach Tirol.

Österreichische Verkehrspolizei im Einsatz

Die Wiesnwache wird während des Herbstfestes auch von Beamten aus Österreich unterstützt. Dass nun sogar die österreichische Verkehrspolizei Hilfe leistete, war allerdings neu.
An der Kreuzung vor der Rosenheimer Dienststelle stand plötzlich ein 18-Jähriger aus Tirol. Eifrig versuchte er, in seiner Lederhose den Verkehr zu lenken und wuchtete seine Arme kreuz und quer durch die Gegend.

So richtig funktionieren wollte das allerdings nicht. Keiner der Autofahrer nahm ihn ernst und ignorierte seine Zeichen und Weisungen. Auch die Polizei beendete das Trauerspiel. Der 18-Jährige wurde mit den polizeilichen Worten entlassen, künftig brav auf das grüne Fußgängersymbol an der Ampel – den Wiesntrommler – zu schauen und dann die Straße zu überqueren. Das Ergebnis: Als Angehöriger der Verkehrspolizei ist der 18-Jährige nicht geeignet.

Pannenfahrzeug auf der Fahrbahn

Was es nicht alles rund um das Herbstfest gibt: Sogar ein liegengebliebenes Fahrzeug, eine Art Pannenfahrzeug, beschäftigte die Polizei. Das Gefährt hatte bei seiner rasanten Fahrt wohl den einen oder anderen Reifen verloren und wurde anschließend vom Besitzer lieblos und achtlos zurückgelassen. Völlig allein stand der Eigenbau herum.

Erste polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass damit offenbar für einen Junggesellenabschied flüssige Nahrung transportiert worden war.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage: Hintergrund Innpuls.me, eingeblockt: Polizeiinspektion Rosenheim)

Wiesnblaulicht 2026. Pannenfahrzeug der anderen Art. Foto: Copyright Polizeiinspektion Innpuls.me
Erntedank in Rosenheim: Zwischen Tradition und politischen Tönen

Erntedank in Rosenheim: Zwischen Tradition und politischen Tönen

Rosenheim  / Landkreis .- Die Sonne strahlte vom weiß-blauen Himmel, als sich am Sonntagmorgen am Max-Josefs-Platz der Kirchenzug in Bewegung setzte. Zwischen Trachten, Blasmusik, Erntekronen und Blumengebinden wurde das Motto „Stadt und Land – Hand in Hand“ lebendig. Rund 1.000 Teilnehmer und Tausende Gläubige waren dabei. Doch beim Erntedankfest 2026, in einem für die Landwirtschaft schwierigen Jahr, gab es neben dem Dank für die Ernte noch andere Themen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Stadt und Land Hand in Hand beim Kirchenzug zum Mangfallpark Süd. Fotos: Copyright Innpuls.me

Das Rosenheimer Herbstfest lebt vom Trubel. Von Musik und Fahrgeschäften, von dichtem Gedränge und ausgelassener Stimmung. Der Erntedanksonntag setzt dazu einen anderen Akzent. Es geht um Glaube, Andacht und Tradition – und um den Dank für das, was die Erde hervorbringt.

Am Max-Josefs-Platz war davon am Sonntagmorgen viel zu sehen. Um 9.15 Uhr setzte sich der Kirchenzug in Bewegung. Bei strahlendem Sonnenschein ging es durch die Innenstadt zum Mangfallpark Süd. Rund 1.000 Teilnehmer waren dabei. Trachtenvereine, landwirtschaftliche Vereine und Musikkapellen aus Rosenheim und dem Landkreis reihten sich in den Zug ein.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Erntekronen, Blumengebinde und Blumengirlanden sorgten für farbenfrohe Akzente.

Zwischen den Trachten und Uniformen sorgten Erntekronen, Blumen und andere Erntesymbole für Farbtupfer. Dazu Musik, die durch die Straßen klang. Am Rand standen zahlreiche Menschen und verfolgten das Geschehen. Viele von ihnen begleiteten den Zug bis zum Mangfallpark, wo sich schließlich Tausende Gläubige aus Stadt und Land zur Feldmesse versammelten.

Das historische Motto des Erntedankfestes – „Stadt und Land – Hand in Hand“ – wurde dabei ganz unmittelbar sichtbar. Seit mehr als sechs Jahrzehnten erinnert das Fest an die landwirtschaftlichen Wurzeln des Rosenheimer Herbstfestes und verbindet die Stadt mit den Gemeinden des Umlands. Besonders deutlich wird diese Verbindung jedes Jahr am Erler Kreuz.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Auch seit vielen Jahren eine feste Konstante im Kirchenzug – das Erler Kreuz. 

160 Kilogramm auf sechs Schultern

Das mächtige Holzkreuz ist ein fester Bestandteil des Erntedankfestes und zugleich ein besonderer Blickfang. Rund 160 Kilogramm wiegt es. Sechs Männer tragen es auf ihren Schultern durch die Stadt, vier weitere Männer sichern den Transport ab.
Seinen Ursprung hat das Kreuz in den 1950er Jahren. Es wurde im Zusammenhang mit den Erler Passionsspielen angefertigt und verbindet seitdem das bayerische Inntal mit dem benachbarten Tirol. Seit 2002 bringen Mitglieder des Erler Trachtenvereins das Kreuz alljährlich zum Rosenheimer Erntedankfest.

Auch an diesem Sonntag zieht es viele Blicke auf sich, während sich der Zug langsam durch die Straßen bewegt. Ein schweres Stück Holz, getragen von sechs Männern – und gleichzeitig ein Symbol für eine Tradition, die seit Jahrzehnten über die Grenze hinweg gepflegt wird.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Bei der Predigt ging es diesmal viel um Politik.. 

Im Mangfallpark Süd angekommen, versammelten sich die Teilnehmer zur ökumenischen Feldmesse. Der katholische Rosenheimer Stadtpfarrer Monsignore Thomas Schlichting und die evangelische Dekanin Dagmar Häfner-Becker gestalteten den Gottesdienst gemeinsam.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Das Bauernehrenpaar mit Brot und Trauben. 

Eine besondere Aufgabe übernahm dabei das Bauernehepaar. In diesem Jahr repräsentierten Martin und Barbara Pichler aus Oberaudorf stellvertretend den Bauernstand. Sie brachten Brot und Trauben zum Altar – als Zeichen des Dankes für die Ernte und für die Arbeit der Landwirtschaft.

Ein Jahr mit Hitze und Trockenheit

Gerade 2026 ist dieser Dank mit besonderen Herausforderungen verbunden. Der Sommer brachte hohe Temperaturen und vielerorts wenig Regen. Für die Landwirtschaft bedeutete das schwierige Bedingungen, die sich auch bei der Ernte bemerkbar machten.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Beim Festzug nach dem Gottesdienst reihten sich auch die Gespanne der Brauereien mit ein.

In der Predigt griffen Schlichting und Häfner-Becker das Thema aber nur kurz gegen Ende auf. Der Sommer habe gezeigt, wie wichtig Wasser für die Landwirtschaft sei. Zuvor führten die beiden Geistlichen einen Dialog über andere Fragen. Ausgangspunkt war die Überlegung, warum einer mehr habe als ein anderer und weshalb Menschen dazu neigen, auf das zu schauen, was andere besitzen. Daraus entwickelte sich das Thema Neid.

Auch politische Themen kamen zur Sprache. Es ging um Zölle und die Politik von US-Präsident Donald Trump. Ebenso wurde die an diesem Sonntag stattfindende Wahl in Sachsen-Anhalt angesprochen.
Ein weiterer Teil des Gesprächs drehte sich um den Umgang mit Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Dabei ging es um die Frage, ob hinter Leistungen des Staates vorschnell Missbrauch vermutet werde oder ob grundsätzlich mehr Vertrauen angebracht sei. „Eine Gesellschaft, wo man Schwächen zugeben darf und sich gegenseitig hilft“, lautete ein Gedanke der beiden Geistlichen. Mit Blick auf den Umgang mit Sozialleistungen fiel außerdem der Satz, es sei besser, „mehr von Grundvertrauen auszugehen als von Grundsicherung“.

Vom Erntedank zurück zur Wiesn

Mit dem Ende der Feldmesse war der Erntedanksonntag aber längst nicht vorbei. Vor den Teilnehmern lag nun der zweite große Teil des Vormittags: der Festzug zur Loretowiese.
Wieder setzte sich eine lange Reihe aus Trachtenvereinen, landwirtschaftlichen Gruppen und Musikkapellen in Bewegung. Die Straßen füllten sich zunehmend mit Zuschauern. Familien standen am Rand, Kinder warteten gespannt auf die vorbeiziehenden Gespanne, immer wieder wurden Handys gezückt.

Auch die Gespanne der beiden Rosenheimer Brauereien reihten sich in den Festzug ein. Pferde zogen die geschmückten Wagen durch die Stadt, während Musik und Stimmen die Wegstrecke erfüllten.

Und spätestens hier begegneten sich wieder die beiden Seiten des Rosenheimer Herbstfestes: der stille, feierliche Beginn des Tages und der Trubel der Wiesn. Denn auf der Loretowiese wird der Erntedank auch am Nachmittag und am Abend weitergefeiert. Zwischen Festzelten, Fahrgeschäften und Musik bleibt damit eine Tradition lebendig, die ihre Wurzeln in der Landwirtschaft hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer und Karin Wunsam)

Hier viele Impressionen für Euch: 
Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me
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Kaniber besucht Höfe in Brannenburg und Oberaudorf

Kaniber besucht Höfe in Brannenburg und Oberaudorf

Brannenburg / Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat zwei landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Rosenheim besucht. Auf den Höfen der Familien Nagele in Brannenburg und Steinmüller in Oberaudorf informierte sie sich über hofnahe Schlachtung, Ökolandbau, Weidehaltung und Direktvermarktung.

Erste Station war der Hof von Sophie und Hubert Nagele in Brannenburg. Dort besichtigte Kaniber das EU-zugelassene Schlachthaus sowie ein Schlachtmobil, das der Betrieb mit Unterstützung des Förderprogramms LEADER angeschafft hat. Das mobile Schlachtangebot steht inzwischen auch anderen landwirtschaftlichen Betrieben in der Region zur Verfügung. „Das Schlachtmobil und die hofnahe Schlachtung ersparen den Tieren lange Transportwege und unnötig viel Stress. Genau das ist gelebtes Tierwohl“, betonte Kaniber. „Gleichzeitig erhalten wir damit wichtige Schlachtmöglichkeiten im ländlichen Raum. Unser Förderprojekt stärkt die bäuerlichen Betriebe, hält die Wertschöpfung in der Region und sichert die Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Das ist gut für die Tiere, gut für unsere Bauernfamilien wie auch für die Verbraucher.“

Ökolandbau und Direktvermarktung

Anschließend besuchte die Ministerin den Bio-Bergbauernhof der Familie Steinmüller in Oberaudorf. Josef Steinmüller, zweiter Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO), setzt dort unter anderem auf Ökolandbau, Weidehaltung und kuhgebundene Kälberaufzucht.
Zum Betrieb gehören neben der Landwirtschaft auch Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof und Bildungsangebote im Rahmen des Programms „Erlebnis Bauernhof“.

„Was die Familie Steinmüller hier auf die Beine stellt, ist beeindruckend: Sie bewahrt Tradition, setzt auf mehr Tierwohl und zeigt echten unternehmerischen Mut“, sagte Kaniber. „Unsere Bergbauern bewirtschaften nicht nur ihre Höfe. Sie pflegen unsere einzigartige Kulturlandschaft, schützen die natürlichen Lebensgrundlagen und machen unsere Heimat für Einheimische und Gäste lebenswert. Diese Leistungen sind für Bayern von unschätzbarem Wert.“
Begleitet wurde Kaniber bei ihrem Besuch unter anderem von Vertretern des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern sowie Stefanie Adeili, Managerin der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein.

Verein will Herkunft nachvollziehbar machen

Beide Familien engagieren sich außerdem im Verein „Rosenheimer Weidefleisch“. Gemeinsam mit der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein will der Verein nach Angaben des Ministeriums für Verbraucher nachvollziehbar machen, wo und unter welchen Bedingungen die angebotenen Lebensmittel entstehen. „Rosenheimer Weidefleisch steht für echten Geschmack, nachvollziehbare Herkunft und verantwortungsvolle Tierhaltung“, erklärte Kaniber. Sie fügte hinzu: „Wer bewusst zu regional erzeugtem Weidefleisch greift, entscheidet sich nicht nur für herausragende Qualität. Er oder sie unterstützt zugleich die Bauernfamilien, stärkt die heimische Wirtschaft und sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Regional einzukaufen ist praktizierte Heimatliebe.“

Zum Abschluss des Besuchs ging es auch um die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Kaniber sagte den Bergbauern dabei ihre Unterstützung zu: „Unsere Berglandwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, eine starke finanzielle Ausstattung und Regelungen, die zur Praxis auf den Höfen passen. Dafür werde ich mich mit ganzer Kraft einsetzen.“
(Quelle: Pressemitteilung StMELF / Beitragsbild: Copyright Steffi Büchl (StMELF)

Realschule Bruckmühl schließt sechste Bildungspartnerschaft

Realschule Bruckmühl schließt sechste Bildungspartnerschaft

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Die Staatliche Realschule Bruckmühl hat eine weitere Kooperation mit einem Unternehmen aus der Region vereinbart. Im Rahmen einer IHK-Bildungspartnerschaft arbeitet die Schule künftig mit der Spinner GmbH aus Feldkirchen-Westerham zusammen. Für die Realschule ist es bereits die sechste Bildungspartnerschaft.

Die Zusammenarbeit soll den Schülern Einblicke in die Arbeitswelt und verschiedene Ausbildungsberufe ermöglichen. Geplant sind unter anderem Praktika, Einblicke in den Betriebsalltag und Bewerbungstrainings. Schulleiterin Andrea Ranner sieht in der Kooperation eine Möglichkeit, die Berufsorientierung der Schüler stärker mit der regionalen Wirtschaft zu verbinden. „Wenn wir als Schule an einem Strang mit der heimischen Wirtschaft ziehen, verbessern wie die Berufsorientierung und ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern, einen guten Einblick in das Berufs- und Arbeitsleben zu bekommen, die große Bandbreite an Ausbildungsberufen in der Region kennenzulernen und hinter die Kulissen eines in der Region ansässigen Unternehmens zu blicken. Unsere bisherigen Bildungspartnerschaften waren schon sehr erfolgreich, deswegen bauen wir unser Netzwerk in der Region gerne weiter aus.“

Praktische Einblicke in verschiedene Berufe

Für die Spinner GmbH ist die Kooperation mit der Realschule Bruckmühl die zweite IHK-Bildungspartnerschaft. Personalleiterin Manuela Skarp erklärte, das Unternehmen wolle Jugendlichen unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen. „Die Schülerinnen und Schüler von heute sind unsere Fachkräfte von morgen“, betont Skarp. „Wir wollen den Jugendlichen im Rahmen der Bildungspartnerschaft zeigen, welche vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten sie in der Region haben und wie eine Ausbildung überhaupt abläuft. Wer verschiedene Berufsbilder kennenlernt und praktische Einblicke in den Arbeitsalltag bekommt, kann sich besser für seinen persönlichen Traumjob entscheiden.“

Auch Jens Wucherpfennig, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Rosenheim, sieht Vorteile in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen. „Je besser wir Jugendliche und Unternehmen miteinander vernetzen, desto erfolgreicher sind wir in der Berufsorientierung. Dank solcher Partnerschaften können Schülerinnen und Schüler die Vielfalt der Ausbildung in technischen und kaufmännischen Berufen kennenlernen. Die Betriebe können die Schüler schrittweise an ihre Ausbildungsangebote heranführen und nehmen ihnen damit Berührungsängste. Als IHK begrüßen wir es, dass das Netz von Bildungspartnerschaften in der letzten Zeit immer dichter wurde. Wir würden uns freuen, wenn jede allgemeinbildende Schule in der Region eigene Bildungspartnerschaften unterhält.“

IHK vermittelt Kontakte

Bei den IHK-Bildungspartnerschaften vermittelt die IHK nach eigenen Angaben zunächst Kontakte zwischen interessierten Schulen und Unternehmen. Sie unterstützt die Beteiligten außerdem bei der Umsetzung der Kooperation.
Mögliche Aktivitäten reichen von Berufsinfoabenden und Betriebsführungen über Praktika und Mitmach-Angebote bis hin zu Aktionen wie dem Girls‘ Day oder Boys‘ Day und Lehrerpraktika.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Copyright IHK für München und Oberbayern)

Jugendfeuerwehr Raubling gewinnt Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberaudorf

Jugendfeuerwehr Raubling gewinnt Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberaudorf

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Die Jugendfeuerwehr Raubling hat den diesjährigen Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberaudorf (Landkreis Rosenheim) gewonnen. Auf den zweiten Platz kam die Jugendfeuerwehr Großholzhausen, Rang drei belegte die Jugendfeuerwehr Nicklheim.

Mehr als 300 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis Rosenheim waren am Samstag in Oberaudorf dabei. Bei dem jährlichen Wettbewerb traten die Jugendgruppen an insgesamt zwölf Stationen gegeneinander an. Dabei waren sowohl feuerwehrtechnisches Können als auch Geschicklichkeit gefragt.
Auf dem Programm standen unter anderem Zielspritzen mit der Kübelspritze, das Anlegen von Feuerwehrknoten unter Zeitdruck und ein Leinenzielwurf. Beim Feuerwehrschlauchkegeln mussten die Jugendlichen möglichst genau zielen. Für spektakuläre Bilder sorgte das Kistenstapeln in mehreren Metern Höhe. Beim Schwammwerfen konnten sich die Teilnehmer bei den sommerlichen Temperaturen abkühlen.

Raubling holt den Wanderpokal

Am Ende setzte sich die Jugendfeuerwehr Raubling im Gesamtklassement durch und sicherte sich damit den Wanderpokal des Landkreises Rosenheim. Mit Großholzhausen auf Platz zwei und Nicklheim auf Platz drei gingen alle drei Podiumsplätze an Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Raubling.
Kreisjugendfeuerwehrwart Marco Polster verwies bei der Veranstaltung auf den Gemeinschaftsgedanken des Wettbewerbs: „Gewinner seid ihr heute aber alle zusammen, denn das zeichnet unsere große Feuerwehrfamilie als Gemeinschaft ja in der Jugendausbildung und später auch im aktiven Einsatzdienst aus“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Rosenheim / Beitragsbild Kreisfeuerwehrverband Rosenheim) 

Vier Betriebe aus dem Landkreis Rosenheim als „Ausgezeichnete GenussKüche“ geehrt

Vier Betriebe aus dem Landkreis Rosenheim als „Ausgezeichnete GenussKüche“ geehrt

Landkreis Rosenheim / München – Vier Gastronomiebetriebe aus dem Landkreis Rosenheim sind in diesem Jahr als „Ausgezeichnete GenussKüche“ geehrt worden. Die Auszeichnung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Bayern ging an den Aschbacher Hof in Feldkirchen-Westerham, die SonnenAlm Kampenwand in Aschau, den Gasthof „Zum Entenwirt“ in Törwang am Samerberg und „Zum Fischer am See“ in Prien am Chiemsee.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 29 Gastronomiebetriebe mit der Auszeichnung „Ausgezeichnete GenussKüche“ prämiert. Sieben der ausgezeichneten Betriebe erhielten zusätzlich eine Auszeichnung für „Ausgezeichnete Bierkultur“. Außerdem wurden 19 Festzeltwirte als „Ausgezeichnetes Festzelt“ geehrt.
Die Urkunden überreichten Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Bayern, bei einer Veranstaltung in München.

Regionale Küche im Mittelpunkt

Die Auszeichnung „Ausgezeichnete GenussKüche“ wird in drei Stufen mit bis zu drei Rauten vergeben. Nach Angaben des Ministeriums werden dabei unter anderem der Einsatz regionaler Produkte, regionaltypische Gerichte, Qualität von Küche und Service sowie das Ambiente der Betriebe bewertet.
Auch die vier ausgezeichneten Gastronomiebetriebe aus dem Landkreis Rosenheim gehören zu den diesjährigen Preisträgern. Neben dem Aschbacher Hof in Feldkirchen-Westerham wurden die SonnenAlm Kampenwand in Aschau, der Gasthof „Zum Entenwirt“ in Törwang und „Zum Fischer am See“ in Prien ausgezeichnet.

Sieben der insgesamt 29 Betriebe erhielten darüber hinaus die Auszeichnung „Ausgezeichnete Bierkultur“. Damit werden laut Ministerium Gastronomiebetriebe gewürdigt, die die Vielfalt bayerischer Bierspezialitäten besonders hervorheben.

Auch Festzelte ausgezeichnet

Neben den Gastronomiebetrieben standen bei der Veranstaltung die bayerischen Volksfeste im Mittelpunkt. 19 Festzeltwirte erhielten die Auszeichnung „Ausgezeichnetes Festzelt“.
Ministerin Michaela Kaniber erklärte, die Nachfrage der Gäste nach regionalen Speisen und Getränken auf Volksfesten nehme zu. Dies trage aus ihrer Sicht dazu bei, dass auch bayerische Erzeuger von der regionalen Wertschöpfung profitierten.

Die Auszeichnung „GenussKüche“ ist eine gemeinsame Initiative des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums und des DEHOGA Bayern und Teil der Dachmarke „Genuss Bayern – Heimat des Guten“.
(Quelle: Pressemitteilung StMELF / Beiitragsbild: Copyright Judith Schmidhuber / StMELF)

RoMed Kliniken setzen auf digitale Gesundheitsprävention

RoMed Kliniken setzen auf digitale Gesundheitsprävention

Rosenheim / Bad Aibling / Prien / Wasserburg – Die RoMed Kliniken wollen mit einem digitalen Präventionsangebot die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken. Dazu kooperiert der Klinikverbund künftig mit Sundi, einem von Bosch Health Campus und Charité – Universitätsmedizin Berlin initiierten Angebot.

Sundi stellt nach Angaben der RoMed Kliniken wissenschaftlich geprüfte Informationen zu Gesundheitsthemen bereit. Dazu gehören unter anderem Schlaf, Ernährung, Bewegung und der Umgang mit Stress. Ergänzt wird das Angebot durch einen virtuellen Gesundheitsassistenten auf Basis künstlicher Intelligenz.„Wir möchten Menschen möglichst frühzeitig dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Sundi stellt fundierte Informationen zur Verfügung und gibt praktische Tipps für den Alltag“, sagt Judith Hantl-Merget, RoMed-Pflegedirektorin und Prokuristin.

Informationen und praktische Tipps

Hintergrund der Initiative ist nach Angaben der RoMed Kliniken die große Zahl an Gesundheitsinformationen im Internet. Für Nutzer sei häufig schwer einzuschätzen, welche Empfehlungen wissenschaftlich belegt sind. Sundi wurde den Angaben zufolge vom Bosch Health Campus und der Charité gemeinsam mit Wissenschaftlern des Karolinska Institutet in Stockholm entwickelt. Die Inhalte werden laut RoMed von Experten der beteiligten Institutionen regelmäßig überprüft und auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert. Finanziert wird das Projekt vom Bosch Health Campus.

Das Angebot soll unter anderem dabei helfen, Gesundheitsziele im Alltag umzusetzen. Nutzer können beispielsweise festhalten, regelmäßig spazieren gehen zu wollen, und sich daran erinnern lassen. Auch Informationen zur Schlafhygiene sowie Anregungen für mehr Bewegung im Berufsalltag oder zum Umgang mit Stress gehören zum Angebot.

KI-Assistent verweist bei Diagnosen an Ärzte

Zum digitalen Angebot gehört außerdem ein KI-gestützter Gesundheitsassistent. Dieser soll Gesundheitsfragen nach Angaben der RoMed Kliniken in 80 Sprachen beantworten. Chatverläufe würden demnach nur anonymisiert gespeichert. Bei Fragen zu medizinischen Ratschlägen oder Diagnosen verweist der Assistent laut RoMed auf ärztliches Fachpersonal.

„Digitale Angebote schaffen nur dann einen Mehrwert, wenn Menschen ihnen vertrauen können“, sagt Projektleiter Simon Kitzeder. „Deshalb haben wir uns bewusst für ein Angebot entschieden, deren Inhalte wissenschaftlich geprüft werden und dessen KI-Assistent auch bei Fragen zu Medikamenten verantwortungsvoll reagiert.“

Zugang über die RoMed-Kliniken

Die RoMed Kliniken wollen auf das Angebot künftig unter anderem mit Flyern und Plakaten in ihren vier Häusern in Bad Aibling, Prien, Rosenheim und Wasserburg hinweisen. Der Zugang ist außerdem über die Internetseite der RoMed Kliniken sowie direkt über Sundi möglich.
Nach Angaben des Klinikverbunds arbeiten bei RoMed rund 4.000 Menschen. Jährlich werden demnach etwa 200.000 Patienten behandelt. Mit Sundi wolle man die medizinische Versorgung um ein digitales Präventionsangebot ergänzen.
(Quelle: Pressemitteilung  RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright RoMed Kliniken)

Flughafen München verliert Passagiere – Nürnberg und Memmingen legen zu

Flughafen München verliert Passagiere – Nürnberg und Memmingen legen zu

München / Bayern – Der Flughafen München hat im ersten Halbjahr 2026 weniger Passagiere abgefertigt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Fluggäste sank um 4,2 Prozent auf rund 18,9 Millionen. Damit ist München der einzige der drei bayerischen Verkehrsflughäfen, an dem das Passagieraufkommen zurückging. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervor.

Insgesamt wurden am Flughafen München von Januar bis Juni 144.234 Starts und Landungen registriert. Das waren 8,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. München bleibt damit allerdings mit großem Abstand der wichtigste Verkehrsflughafen Bayerns: Rund 83,4 Prozent aller Flugbewegungen und 83,1 Prozent aller Ein- und Aussteiger an den drei bayerischen Verkehrsflughäfen entfielen auf München.
Auch beim Frachtaufkommen zeigt sich eine andere Entwicklung. Die am Münchner Flughafen abgefertigte Luftfracht und Luftpost nahm um 4,7 Prozent auf 168.358 Tonnen zu.

Nürnberg und Memmingen mit mehr Passagieren

Anders entwickelte sich das Passagieraufkommen an den beiden anderen bayerischen Verkehrsflughäfen. Am Flughafen Nürnberg stieg die Zahl der Fluggäste im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent auf rund 2 Millionen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Starts und Landungen leicht um 0,7 Prozent auf 16.401 zu. Das Fracht- und Postaufkommen legte deutlich um 28,6 Prozent auf 2.104 Tonnen zu.
Der Flughafen Memmingen verzeichnete mit 12.216 Starts und Landungen zwar 2,9 Prozent weniger Flugbewegungen. Die Zahl der Passagiere stieg jedoch um 7,8 Prozent auf rund 1,8 Millionen.

Insgesamt weniger Passagiere in Bayern

Über alle drei bayerischen Verkehrsflughäfen hinweg ging das Passagieraufkommen im ersten Halbjahr 2026 um 2,5 Prozent auf rund 22,8 Millionen zurück. Die Zahl der Starts und Landungen sank um 7,1 Prozent auf 172.851.
Beim Luftfracht- und Postaufkommen gab es dagegen einen Anstieg. Insgesamt wurden an den drei Flughäfen 170.463 Tonnen abgefertigt – 5,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen stammen aus aktuellen Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und des Statistischen Bundesamtes.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fachtag in Rosenheim: Wie Bewegung Menschen mit Demenz unterstützen kann

Fachtag in Rosenheim: Wie Bewegung Menschen mit Demenz unterstützen kann

Rosenheim – Bewegung kann für Menschen mit Demenz eine wichtige Rolle spielen. Wie Sport- und Bewegungsangebote für Betroffene gestaltet und neue Angebote geschaffen werden können, darum geht es bei einem kostenfreien Fachtag des Gesundheitsamtes Rosenheim. Die Veranstaltung findet am Freitag (25. September) von 9 bis 14.30 Uhr im Landratsamt Rosenheim statt.

Der Fachtag trägt den Titel „Bewegung trotz(t) Demenz“ und richtet sich unter anderem an Sportvereine, Übungsleiter, Ehrenamtliche, Betreuungskräfte und soziale Einrichtungen. Auch interessierte Bürger sind eingeladen.

Bewegung und Demenz

Gerd Miehling vom Zentrum für Erwachsenen- und Seniorensport (ZEUS) gibt fachliche Informationen zur Bedeutung und Wirkung von Bewegung bei einer Demenzerkrankung. Außerdem geht es um praktische Fragen aus dem Alltag. Ein Thema ist beispielsweise, wie Menschen mit Demenz in bereits bestehende Sportgruppen integriert werden können.
Der Fachtag soll zudem Gelegenheit zum Austausch zwischen den Bereichen Betreuung und Sport bieten.

Die Projektleiterinnen Rosa Schnitzenbaumer von der Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige Rosenheim und Michaela Lichtinger vom Gesundheitsamt Rosenheim betonen die Bedeutung von Bewegung für Menschen mit Demenz. Regelmäßige körperliche Aktivität könne unter anderem die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützen, das Sturzrisiko verringern und das psychische Wohlbefinden stärken. Auch einer sozialen Isolation könne entgegengewirkt werden. Besonders motorische Fähigkeiten blieben bei Menschen mit Demenz häufig lange erhalten.

Kostenlose Teilnahme

Der Fachtag wird vom Landkreis Rosenheim gemeinsam mit der Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige Rosenheim, Pro Senioren e.V. Rosenheim und der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltungsort ist das Landratsamt Rosenheim, Wittelsbacherstraße 53.

Anmeldungen sind online oder bei Michaela Lichtinger vom Gesundheitsamt Rosenheim möglich. Sie ist unter der Telefonnummer 08031 392-6216 oder per E-Mail an michaela.lichtinger@lra-rosenheim.de erreichbar.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kanarienvögel zwischen Tradition und Tierschutz: Darauf kommt es bei der Haltung an

Kanarienvögel zwischen Tradition und Tierschutz: Darauf kommt es bei der Haltung an

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Kanarienvögel gehören neben Wellensittichen, Unzertrennlichen und Zebrafinken zu den häufig gehaltenen Ziervögeln. Wer die Tiere halten möchte, sollte allerdings einige Besonderheiten beachten – vom Platzbedarf über die Ernährung bis zur Frage, ob mehrere Tiere zusammen gehalten werden können.

Der Kanarienvogel ist die domestizierte Form des Kanarengirlitzes. Ursprünglich stammen die Vögel von den Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren. Bereits im 15. und 16. Jahrhundert gelangten die ersten Tiere nach Europa. Vor allem der Gesang der Männchen machte sie beim Adel beliebt.
Im Laufe der Zeit wurde intensiv mit den Tieren gezüchtet. Heute gibt es nach Angaben des Bundesverbands für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) mehr als 100 verschiedene Kanarienrassen. Sie werden in Gesangs-, Farb- und Positurkanarien eingeteilt.

Nicht jede Zuchtform ist unproblematisch

Bei den verschiedenen Zuchtformen gibt es laut BNA Unterschiede beim Tierwohl. Bei Gesangskanarien gebe es keine Hinweise auf Qualzuchten. Bei einigen Positurkanarien könnten dagegen auffällige Gefiederstrukturen, extreme Körperhaltungen oder Federhauben zu Problemen führen.
Bei den Farbkanarien seien nur wenige Farbschläge betroffen. „Die handelsüblichen roten, gelben oder gelbgescheckten Kanarienvögel sind als unbedenklich einzustufen“, erklärt Jonas Liebhauser, Referent für Heimtiere beim BNA.

Viel Platz zum Fliegen

Kanarienvögel können sowohl in einer Außenvoliere mit Schutzraum als auch in der Wohnung gehalten werden. Entscheidend ist nach Angaben des BNA, dass die Tiere ausreichend Gelegenheit zum Fliegen bekommen.
Für die Wohnungshaltung empfiehlt der Verband beispielsweise ein Vogelzimmer oder eine Voliere mit mindestens 150 x 60 x 100 Zentimetern und täglichem, mehrstündigem Freiflug. Wer keinen Freiflug ermöglichen kann, sollte für zwei Vögel eine Voliere mit mindestens zwei Quadratmetern Grundfläche und mindestens drei Kubikmetern Volumen zur Verfügung stellen. Ein mögliches Maß wäre beispielsweise 200 x 100 x 150 Zentimeter.
Zur Ausstattung gehören Sitzstangen mit unterschiedlichen Durchmessern, möglichst aus Naturästen, sowie eine Bademöglichkeit. Auch Beschäftigungsmöglichkeiten wie Wühlschalen oder mit Heu und Gräsern gefüllte Futterbälle können angeboten werden. Bei der Haltung in der Wohnung sollte außerdem auf flackerfreies Licht und eine Beleuchtung mit UV-A- und UV-B-Strahlung geachtet werden.

Was Kanarienvögel fressen

Kanarienvögel benötigen eine spezielle Saatenmischung. Diese enthält einen höheren Anteil ölhaltiger Sämereien als Futtermischungen für Wellensittiche oder Prachtfinken.
Um Übergewicht zu vermeiden, sollte die Futtermenge begrenzt werden. Als Richtwert nennt der BNA einen gehäuften Teelöffel Saatenmischung pro Tier und Tag. Ergänzend benötigen die Vögel Mineralien und Grit. Dabei handelt es sich um kleine Steinchen, die im Muskelmagen bei der Zerkleinerung der Nahrung helfen.

Frische Kräuter und Bittersalate wie Chicorée oder Radicchio können den Speiseplan ergänzen. Auch Gurke und geraspelte Karotte werden von den Tieren angenommen. Frisches Wasser sollte mindestens einmal täglich gewechselt werden.

Kanarienvögel sollten nicht allein leben

Nach Angaben des BNA sollten Kanarienvögel mindestens paarweise gehalten werden. Möglich sind demnach ein Männchen und ein Weibchen oder zwei Weibchen. Auch eine Gruppenhaltung kann funktionieren, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Bei mehreren Männchen kann es allerdings insbesondere während der Brutzeit zu Streit kommen. Aufgrund ihres Territorialverhaltens können sie Artgenossen gegenüber aggressiv werden oder Weibchen bedrängen. In solchen Fällen kann eine vorübergehende Trennung notwendig sein.

Das Geschlecht lässt sich äußerlich nur schwer unterscheiden. Ein deutliches Merkmal ist der Gesang: Das charakteristische Trällern wird nach Angaben des BNA nur von den Männchen vorgetragen.

Nachwuchs braucht Vorbereitung

Wer Kanarienvögel gezielt züchten möchte, muss entsprechende Nistmöglichkeiten anbieten. Dafür eignen sich beispielsweise schalenförmige Nistkörbchen aus Draht oder Schilfgewebe sowie Kokos-, Sisal- oder Jutefasern als Nistmaterial. Das Weibchen baut daraus ein napfförmiges Nest. Dort legt es meist vier bis sechs Eier, die etwa zwei Wochen bebrütet werden.
Soll kein Nachwuchs entstehen, sollten keine Nistmöglichkeiten und kein geeignetes Material für den Nestbau angeboten werden. Damit lässt sich verhindern, dass die Tiere zur Brut angeregt werden.
(Quelle: Pressemitteilung BNA / IVH /  Beitragsbild: Symbolfoto re)