Diebstähle aus zwei abgestellten Autos in Wasserburg und Reitmehring

Diebstähle aus zwei abgestellten Autos in Wasserburg und Reitmehring

Wasserburg am Inn – Gleich zwei Diebstähle aus geparkten Autos wurden am Mittwoch (26. August) bei der Polizeiinspektion Wasserburg angezeigt. In einem Fall hatte ein leicht geöffnetes Fenster die Tat offenbar ermöglicht, im anderen stand das Fahrzeug unversperrt auf einem Parkplatz. Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar.

Der erste Diebstahl ereignete sich am Nachmittag auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Münchner Straße in Wasserburg. Nach Angaben der Polizei wurde zwischen 14.30 und 15.10 Uhr ein Handy aus einem geparkten Auto gestohlen. Der unbekannte Täter soll bemerkt haben, dass ein Fenster des Fahrzeugs leicht geöffnet war, und das Handy durch die Öffnung an sich genommen haben.
Die Geschädigte konnte ihr Handy anschließend orten. Nach Angaben der Polizei wurde es schließlich hinter einem Lattenzaun an einer Wertstoffinsel in der Köbingerbergstraße wiedergefunden.

Zweiter Diebstahl am Bahnhof

Der zweite Fall wurde am Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof in Reitmehring angezeigt. Dort soll ein unbekannter Täter zwischen 6.40 und 16.30 Uhr aus einem unversperrten Auto zwei Herrenparfüms, einen FM-Transmitter und ein Ladekabel für Kfz-Batterien gestohlen haben. Die Polizeiinspektion Wasserburg hat nach eigenen Angaben in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Ob die Taten von demselben Täter begangen wurden, ist bislang offen.

Wer Hinweise zu den Diebstählen geben kann, wird gebeten, sich unter 08071/9117-0 an die Polizeiinspektion Wasserburg am Inn zu wenden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Äste und Steine auf Bahngleisen: Bundespolizei sucht Zeugen

Äste und Steine auf Bahngleisen: Bundespolizei sucht Zeugen

Mühldorf am Inn / Ampfing – Äste und bis zu 20 Zentimeter große Steine haben am Montagabend (24. August) auf der Bahnstrecke zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing gelegen. Ein Regionalzug überfuhr die Hindernisse. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen.

Nach Angaben der Bundespolizei meldete der Triebfahrzeugführer gegen 20.25 Uhr, dass sich mehrere Äste und Steine im Gleisbereich befanden. Er überfuhr die Gegenstände. Dabei seien ungewöhnliche Geräusche entstanden. Der Regionalzug wurde anschließend zur Überprüfung in eine Werkstatt gebracht.
Bei einer Nachschau stellten die Einsatzkräfte nach Angaben der Bundespolizei auf mehreren Metern Spuren der überfahrenen Steine und Äste fest. Die Spuren befanden sich im Bereich beider Gleise.

Kinder oder Jugendliche beobachtet

Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei könnten sich vor dem Vorfall Kinder oder Jugendliche mit Fahrrädern im Bereich der Gleise aufgehalten haben. Ob sie etwas mit dem Ablegen der Gegenstände zu tun hatten, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer am Abend des 24. August im Bereich der Bahnstrecke zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den bislang unbekannten Personen geben kann, wird gebeten, sich per E-Mail an bpoli.freilassing@polizei.bund.de oder unter 08654/7706-0 zu melden.
Die Bundespolizei weist nach eigenen Angaben eindringlich darauf hin, dass das Ablegen von Gegenständen auf Bahngleisen einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr darstellen kann. Auch kleinere Hindernisse können demnach dazu führen, dass Züge entgleisen oder eine Notbremsung einleiten müssen. Dadurch können Fahrgäste, Zugpersonal und weitere Personen gefährdet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

BBV erwartet unterdurchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

BBV erwartet unterdurchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

Bayern – Die Kartoffelernte in Bayern dürfte in diesem Jahr unterdurchschnittlich ausfallen. Das erwarten der Bayerische Bauernverband (BBV) und die Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern. Als Gründe nennen sie vor allem die Trockenheit und Hitze im Sommer. Hinzu kommt der Befall durch die Schilf-Glasflügelzikade.

Die Kartoffeln kamen zwischen Ende März und Ende April zunächst unter guten Bedingungen in den Boden. Örtlich verursachten Spätfröste Schäden am Kraut. Trotz zunehmender Trockenheit im Mai entwickelten sich die Bestände zunächst gut. Niederschläge Anfang Juni sorgten für kräftige Laubentwicklung und einen guten Knollenansatz.
Dann verschärfte sich die Situation. Die starke Hitze ab Ende Juni stoppte nach Angaben des BBV vielerorts das Wachstum. Gleichzeitig fehlte etwa die Hälfte der üblichen Niederschläge. In einer Umfrage bewerteten die Betriebe rund ein Drittel der bayerischen Bestände mit mangelhaft bis ungenügend. In Schwaben und im fränkischen Knoblauchsland kamen größere Hagelschäden hinzu.

Wie stark die Ernte ausfällt, unterscheidet sich allerdings von Region zu Region. Wo punktuell Regen fiel oder bewässert werden konnte, ist die Situation besser. BBV-Pflanzenbaupräsident Hermann Greif rechnet dennoch mit Folgen: „Wir rechnen mit kleineren Knollengrößen sowie spürbaren Ertrags- und Qualitätseinbußen.“

Weniger Kartoffelfläche in Bayern

Die Kartoffelanbaufläche in Bayern ist 2026 um rund vier Prozent auf etwa 37.400 Hektar zurückgegangen. Besonders bei Verarbeitungs- und Speisekartoffeln wurde die Fläche reduziert. Dagegen nahm der Anbau von Stärkekartoffeln zu.
Schwerpunkte des bayerischen Kartoffelanbaus liegen in Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz und Schwaben. Auch die Schilf-Glasflügelzikade stellt die Erzeuger zunehmend vor Probleme. Sie kann die Krankheiten Stolbur und SBR übertragen und dadurch Kartoffelbestände erheblich schädigen.

Der amtliche Pflanzenschutz-Warndienst rief in diesem Jahr für 40 Landkreise und zwölf kreisfreie Städte zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Schwerpunkte liegen unter anderem entlang der Donau und im Raum Würzburg. Für die Betriebe kommen zu den Wetter- und Schädlingsproblemen gestiegene Energie- und Düngemittelkosten hinzu. Gleichzeitig trafen die höheren Kosten zu Jahresbeginn auf niedrige Erzeugerpreise.

Kartoffelmarkt derzeit ausgeglichen

Die geringere Anbaufläche hat auch mit der Situation im vergangenen Jahr zu tun. Nach einer überdurchschnittlichen Ernte herrschten Überangebot sowie Preis- und Vermarktungsdruck. Die Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln empfahl ihren Mitgliedsbetrieben deshalb, die Anbauflächen zu reduzieren. „Uns ist wichtig, langfristig ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu halten“, erklärt Konrad Zollner, Vorsitzender der Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern.

Für die Verbraucher sei die Versorgung mit heimischen Kartoffeln derzeit weiterhin gut, so Zollner. Gleichzeitig bleibe die wirtschaftliche Situation vieler Kartoffelbetriebe angespannt.

Bewässerung wird wichtiger

Für die Zukunft sehen BBV und Erzeugergemeinschaften mehrere Herausforderungen. Neben Wetterextremen geht es um neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, aber auch um steigende Kosten und geopolitische Entwicklungen.
Bei der Bekämpfung der Zikade sieht Greif bereits Ansätze für eine gemeinsame Strategie von Politik, Forschung und Landwirtschaft. Gleichzeitig fordert er bessere Voraussetzungen für die Bewässerung.
„Gerade bei der Zikade zeigt Bayern schon jetzt, was möglich ist, wenn Politik, Forschung und Praxis an einem Strang ziehen“, so Greif. „Um unsere Ernten zu sichern, müssen wir aber auch über Bewässerung sprechen. Die Landwirtschaft hat nur einen kleinen Anteil an der gesamten Wassernutzung, braucht hier aber dringend bessere Planungssicherheit. Dabei geht es nicht um Luxus, sondern um die Sicherung unserer Grundversorgung.“

Für Verbraucher bedeutet die aktuelle Entwicklung zunächst keine leeren Kartoffelregale. Die Versorgung mit heimischen Kartoffeln ist nach Angaben der Erzeugergemeinschaften weiterhin gut. Für die Landwirte zeigt die Saison jedoch erneut, wie stark Ertrag und Qualität von Wetter, Schädlingsdruck und den Möglichkeiten zur Bewässerung abhängen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls laden zum öffentlichen Training und zur Mannschaftspräsentation

Starbulls laden zum öffentlichen Training und zur Mannschaftspräsentation

Rosenheim – Die neue Saison rückt näher: Am Freitag, 28. August, laden die Starbulls Rosenheim zum öffentlichen Training in die SPIE Arena ein. Anschließend werden die Mannschaft für die DEL2-Saison 2026/27 präsentiert und Game-Worn-Playoff-Trikots der vergangenen Saison verlost. Zum Abschluss steht die traditionelle Autogrammstunde auf dem Programm.

Los geht es um 16.45 Uhr mit dem Einlass. Wegen der weiterhin laufenden Bauarbeiten am Stadionvorbau ist der Zugang ausschließlich über den hinteren Eingang unter der Mangfallkurve möglich. Die Starbulls bitten Besucher, die Beschilderungen und Absperrungen rund um die Arena zu beachten.

Training mit zusätzlichen Einblicken

Um 17.10 Uhr beginnt das öffentliche Eistraining der ersten Mannschaft. Bis etwa 18 Uhr können die Fans die Spieler bei der Vorbereitung auf die neue Saison beobachten.
Durch die Trainingseinheit führt Patrick Ehelechner. Der ehemalige Eishockeyprofi und heutige MagentaSport-Moderator wird ausgewählte Übungen über die Stadionlautsprecher erklären und während des Trainings Stimmen von Spielern und Trainern einfangen.

Playoff-Trikots werden verlost

Schon beim Einlass können Fans Lose für die anschließende Verlosung kaufen. Die Lose werden von Spielern aus dem Starbulls-Nachwuchs am Eingang für 10 Euro pro Stück angeboten. Um 18.10 Uhr werden anschließend zahlreiche Game-Worn-Playoff-Auswärtstrikots der vergangenen Saison verlost. Die Trikots sind von den jeweiligen Spielern unterschrieben.

Der Ablauf im Überblick:
  • 16.45 Uhr: Einlass über den hinteren Eingang unter der Mangfallkurve
  • 17.10 Uhr: Öffentliches Eistraining
  • 18 Uhr: Ende des Trainings
  • 18.10 Uhr: Verlosung der Game-Worn-Playoff-Auswärtstrikots
  • 18.30 Uhr: Mannschaftspräsentation
  • ab etwa 19.30 Uhr: Autogrammstunde
Vorstellung des neuen Kaders

Um 18.30 Uhr folgt die offizielle Mannschaftspräsentation. Patrick Ehelechner stellt dabei den Kader der Starbulls für die kommende DEL2-Saison 2026/27 vor. Ab etwa 19.30 Uhr können die Fans die Spieler bei der traditionellen Autogrammstunde im oberen Stadionumlauf persönlich treffen. Für Essen und Getränke ist während der Veranstaltung gesorgt. Der Kiosk in der Mangfallkurve wird geöffnet sein.
(Quelle: Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer)

Der Blick als Brücke zwischen Menschen: Philosophin spricht in Prien über Verbundenheit

Der Blick als Brücke zwischen Menschen: Philosophin spricht in Prien über Verbundenheit

Prien / Landkreis Rosenheim – Was passiert, wenn Menschen einander wirklich ansehen? Dieser Frage widmete sich die Philosophin und Autorin Celina von Bezold Anfang Juli bei einem Vortrag in der Bücherei Prien (Landkreis Rosenheim). Rund 40 Besucher kamen, um Gedanken aus ihrem Buch „Der Blick – Sehen und Gesehenwerden als existenzielle Kraft“ zu hören. Auch die Hospizarbeit spielte dabei eine wichtige Rolle.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Bedeutung Sehen und Gesehenwerden für das menschliche Miteinander haben. Von Bezold beschreibt den Blick als etwas, das Menschen miteinander verbindet. Dabei ging es auch um die Frage, was den Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet.
Aus dem Publikum wurden unter anderem Empathie, Sprache und Vernunft genannt. Von Bezold ergänzte Selbstreflexion, Selbstwahrnehmung und das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit. Der Mensch sei vor allem „symbiosebegabt“ und damit auf Beziehungen angewiesen.

Autonomie entsteht nicht allein

Nach Ansicht der Philosophin werde Verbundenheit häufig mit Abhängigkeit verwechselt. Dabei stehe Autonomie nicht im Gegensatz zu Beziehungen. Im Gegenteil: Echte Selbstständigkeit könne gerade im Miteinander entstehen.
Zur Veranschaulichung verwies von Bezold darauf, dass Menschen im Vergleich zu anderen Säugetieren sehr unfertig zur Welt kommen und deshalb von Anfang an auf andere angewiesen sind. Ohne ein Gegenüber sei menschliches Leben nicht möglich.

Der Blick wurde dabei zum Sinnbild dieser Verbindung. Einander in die Augen zu schauen, könne bedeuten, sich auf den anderen einzulassen und auch die eigene Bedürftigkeit anzuerkennen. Im Blick des Gegenübers könne man sich selbst und den anderen erkennen.

Wenn Worte nicht mehr reichen

Eine besondere Bedeutung bekam dieser Gedanke im Zusammenhang mit der Hospizarbeit. Gerade bei der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen seien nicht immer viele Worte notwendig, so von Bezold. Ein Blick könne vermitteln: Du wirst gesehen. Du wirst als Mensch wahrgenommen.
Damit schlug die Philosophin den Bogen zum Thema der Hospiz-Gruppe Prien und des Jakobus Hospizvereins Rosenheim, mit denen die Veranstaltung organisiert wurde. Der Blick könne einem Menschen das Gefühl geben, angenommen zu sein – und ihn auch auf seinem letzten Weg begleiten.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit der Autorin.
(Quelle: Pressemitteilung Bücherei Prien / Beitragsbild: Copyright Markt Prien am Chiemsee)

Partielle Mondfinsternis über Rosenheim: Der Mond verschwindet fast im Erdschatten

Partielle Mondfinsternis über Rosenheim: Der Mond verschwindet fast im Erdschatten

Rosenheim – 93 Prozent des Mondes im Schatten der Erde: Dieses ungewöhnliche Schauspiel lässt sich am Freitagmorgen (28.8.2026)  auch über Rosenheim beobachten. Um 6.12 Uhr erreicht die partielle Mondfinsternis ihren Höhepunkt. Dann steht der Mond allerdings schon sehr tief über dem westlichen Horizont – wer ihn noch sehen möchte, braucht deshalb einen freien Blick und muss früh aufstehen.

Bereits um 3.23 Uhr beginnt das Himmelsschauspiel mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Zu diesem Zeitpunkt ist allerdings noch kaum etwas davon zu erkennen. Spannender wird es ab 4.33 Uhr: Dann erreicht der Mond den Kernschatten der Erde und die eigentliche partielle Finsternis beginnt.

Wer das Schauspiel beobachten möchte, sollte deshalb nicht erst zum Höhepunkt aus dem Bett steigen. Gegen 4.30 Uhr lohnt sich der Blick bereits. Der Mond steht dann noch rund 16 Grad über dem Horizont und befindet sich am südwestlichen Himmel.
Um 6.12 Uhr ist die maximale Verfinsterung erreicht. Rund 93 Prozent der Mondscheibe liegen dann im Kernschatten. Gleichzeitig steht der Mond von Rosenheim aus gesehen nur noch 2,2 Grad über dem Horizont. Rund 18 Minuten später, um 6.30 Uhr, geht er unter.

Freie Sicht nach Westsüdwesten

Für die Beobachtung ist deshalb vor allem eines wichtig: ein möglichst freier Horizont. Beim Maximum befindet sich der Mond in Richtung Westsüdwesten. Häuser, Bäume oder andere Hindernisse können den Mond dort bereits verdecken. Ein besonders dunkler Ort ist dagegen nicht zwingend nötig. Entscheidend ist die freie Sicht. Wer einen Standort mit möglichst offenem Blick nach Westen findet, hat bessere Chancen, den Mond auch in der letzten Phase der Finsternis noch zu erwischen.
Eine spezielle Ausrüstung braucht es nicht. Die Mondfinsternis kann mit bloßem Auge beobachtet werden. Ein Fernglas kann allerdings helfen, die Strukturen auf der Mondoberfläche und den Erdschatten besser zu erkennen.

Allerdings wird die Beobachtung zum Ende hin zunehmend schwieriger. Der Mond steht dann sehr tief und gleichzeitig wird es bereits hell. Das Planetarium Hamburg weist darauf hin, dass durch die Morgendämmerung auch das rötliche „Finsternislicht“ kaum zu erkennen sein dürfte.

Warum folgt schon wieder eine Finsternis?

Dass auf die partiell von Rosenheim aus sichtbare Sonnenfinsternis vom 12. August nun, gut zwei Wochen später, eine Mondfinsternis folgt, ist kein Zufall.
Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Das kann nur bei Neumond geschehen. Bei einer Mondfinsternis steht dagegen die Erde zwischen Sonne und Mond – dafür muss Vollmond sein.

Doch auch bei Neu- oder Vollmond kommt es normalerweise nicht zu einer Finsternis. Der Grund liegt in der Bahn des Mondes: Sie ist gegenüber der Erdbahnebene um rund fünf Grad geneigt. Meist zieht der Mond deshalb oberhalb oder unterhalb der Bereiche vorbei, in denen ein Schattenwurf möglich wäre.
Für eine Finsternis müssen Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer Linie stehen. Das ist nur möglich, wenn sich der Mond gleichzeitig in der Nähe eines sogenannten Mondknotens befindet. Damit werden die beiden Schnittpunkte bezeichnet, an denen die Mondbahn die Erdbahnebene kreuzt. Genau diese besondere geometrische Konstellation sorgt dafür, dass sich Sonnen- und Mondfinsternisse manchmal innerhalb von nur etwa zwei Wochen ereignen können. Astronomen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Finsternissaison.

Zwei Finsternisse, ein kosmisches Zusammenspiel

Damit gehören die beiden August-Ereignisse tatsächlich zusammen: Am 12. August schob sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Von Rosenheim aus war dabei eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Jetzt, gut zwei Wochen später, steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Das ist also kein außergewöhnlicher Zufall, sondern die Folge der Bewegungen von Erde und Mond und ihrer Bahnen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neues Sozialkaufhaus der Diakonie Rosenheim in Bernau eröffnet

Neues Sozialkaufhaus der Diakonie Rosenheim in Bernau eröffnet

Bernau / Landkreis Rosenheim – In Bernau hat die Diakonie Rosenheim ein neues Sozialkaufhaus eröffnet. Seit Anfang Juni können dort gut erhaltene Kleidung, Möbel und Haushaltsgegenstände günstig erworben werden. Gleichzeitig bietet die Einrichtung Menschen, die derzeit nicht oder noch nicht vollständig am Arbeitsleben teilnehmen können, Möglichkeiten für einen schrittweisen Wiedereinstieg. 

 von links nach rechts: Geschäftsbereichsleiter Diakonie Rosenheim, Sebastian Kurz, Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, Geschäftsführung Diakonie Rosenheim, Klaus Voss, evangelische Pfarrerin Sabine Huber und katholische Kollegin Conny Frey. Fotos: Copyright Diakonie Rosenheim

Der christliche Segen durfte nicht fehlen bei der Einweihung des neuen Sozialkaufhauses in Bernau. Foto zeigt von links nach rechts: Geschäftsbereichsleiter Diakonie Rosenheim, Sebastian Kurz, Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, Geschäftsführung Diakonie Rosenheim, Klaus Voss, evangelische Pfarrerin Sabine Huber und katholische Kollegin Conny Frey. Fotos: Copyright Diakonie Rosenheim

Zur Einweihung kamen unter anderem Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie Gäste aus der Region. „Wir öffnen weit mehr als ein Geschäft. Wir schaffen einen Ort, an dem ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe miteinander verbunden werden“, sagte Klaus Voss, Mitglied der Geschäftsleitung der Diakonie Rosenheim.

Das Sozialkaufhaus bietet sechs Zuverdienstplätze und sechs Plätze im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten. Sie richten sich an Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder anderer persönlicher Lebensumstände derzeit nicht oder noch nicht vollständig am Arbeitsleben teilnehmen können. Sie sollen dort schrittweise wieder Arbeitsstrukturen kennenlernen, Selbstvertrauen gewinnen und neue Perspektiven entwickeln. 

Viele Spenden zum Start

Seit der Eröffnung Anfang Juni sei das Sozialkaufhaus bereits gut angelaufen, berichtet Michael Jahn, Bereichsleiter der Diakonie Rosenheim. „Es läuft noch besser als wir erwartet haben. Wir bekommen wahnsinnig viele Spenden“, sagt er.
Vor allem Kleidung, Geschirr und Möbel werden abgegeben. Leiter Matthias Münx, die Mitarbeitenden und derzeit drei Ehrenamtliche nehmen die Sachspenden entgegen, bereiten sie auf und verkaufen sie anschließend zu günstigen Preisen.

Auch Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber begrüßte das neue Angebot. „Sie haben unseren Respekt und unsere volle Unterstützung, denn sie leisten einen unheimlich wertvollen Beitrag für das Leben in der Gemeinde“, sagte sie bei der Einweihung. Als kleine „Nervennahrung“ für den Arbeitsalltag überreichte sie dem Team einen Korb mit Schokolade. Anschließend segneten die evangelische Pfarrerin Sabine Huber und die katholische Kollegin Conny Frey die neuen Räume.

Sachspenden willkommen

Das Sozialkaufhaus befindet sich in der Chiemseestraße 84 in Bernau am Chiemsee und ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Gut erhaltene Sachspenden können während der Öffnungszeiten abgegeben werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch gut erhaltene Möbel abgeholt werden.
Mit dem neuen Standort in Bernau betreibt die Diakonie Rosenheim inzwischen fünf Sozialkaufhäuser in der Region. Weitere gibt es in Rosenheim, Bruckmühl, Hausham und Wasserburg.
(Quelle: Diakonie Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Diakonie Rosenheim)

Feuerwehren im Landkreis Traunstein: Weniger Einsätze, aber 20.000 Stunden mehr Arbeit

Feuerwehren im Landkreis Traunstein: Weniger Einsätze, aber 20.000 Stunden mehr Arbeit

Landkreis Traunstein – Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein mussten 2025 deutlich seltener ausrücken als im Jahr zuvor. Trotzdem stieg der Aufwand erheblich: Rund 100.000 Einsatzstunden kamen zusammen – etwa 20.000 mehr als 2024. Gleichzeitig gibt es positive Entwicklungen beim Nachwuchs und beim Anteil der Frauen im aktiven Feuerwehrdienst.

Im Kreisfeuerwehrverband Traunstein sind alle 80 Feuerwehren des Landkreises zusammengeschlossen. Insgesamt gehören ihnen rund 15.300 Mitglieder an. 4.928 davon leisten aktiven Einsatzdienst – 35 mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil stieg innerhalb eines Jahres von 13,05 auf 14,23 Prozent.
Auch beim Nachwuchs gibt es einen positiven Trend: In den Jugendfeuerwehren engagieren sich inzwischen 1.017 Jugendliche, fast 60 mehr als im Vorjahr. Der Mädchenanteil liegt bei 47 Prozent. Bei den Kinderfeuerwehren sind rund 340 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aktiv. Im Frühjahr wurde in Tittmoning die inzwischen 18. Kinderfeuerwehr im Landkreis gegründet.

149 Jugendliche wechselten im vergangenen Jahr in den aktiven Feuerwehrdienst, gleichzeitig gab es 80 Austritte. „Viele junge Menschen begeistern sich für die Feuerwehr. Unser Ziel muss es aber sein, sie langfristig im aktiven Dienst zu halten“, sagte Kreisbrandrat und Verbandsvorsitzender Christof Grundner.

Weniger Einsätze, mehr Aufwand

Insgesamt wurden 2025 im Landkreis 2.673 Feuerwehreinsätze registriert. Das waren rund 1.200 weniger als im Vorjahr. Als Grund nennt der Kreisfeuerwehrverband vor allem das Ausbleiben größerer Unwetter- und Naturereignisse.
Trotzdem rückte statistisch gesehen alle drei Stunden irgendwo im Landkreis eine Feuerwehr aus. Besonders häufig mussten die Einsatzkräfte Wohnungen öffnen. Durchschnittlich kam das alle ein bis zwei Tage vor. 70-mal kamen Drehleitern mit Rettungskorb zur Unterstützung des Rettungsdienstes zum Einsatz.

Deutlich zugenommen haben die Alarme durch Brandmeldeanlagen. 374-mal rückten die Feuerwehren deshalb aus, nach 282 Fällen im Jahr zuvor. Hinzu kamen 27 Einsätze wegen privater Rauchwarnmelder. Damit gab es nahezu alle 21 Stunden einen Alarm aus einem dieser beiden Bereiche. „Das Einsatzspektrum der Feuerwehren geht längst weit über die klassische Brandbekämpfung hinaus“, betonte Grundner.

Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf die Einsatzstunden: Obwohl die Zahl der Einsätze sank, stieg die geleistete Zeit von rund 80.000 auf etwa 100.000 Stunden. Grundner führt das unter anderem auf die zunehmende Komplexität der Einsätze zurück. Als Beispiele nannte er Brände mit Batteriespeichern oder Elektrofahrzeugen.

Neue Aufgaben für den Katastrophenschutz

Neben dem Einsatzgeschehen stand bei der Verbandsversammlung auch der Katastrophenschutz im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde unter anderem der neue CBRN-Erkundungswagen, der bei der Feuerwehr Traunreut stationiert ist.
Das vom Bund beschaffte Spezialfahrzeug kommt bei Gefahren durch chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe zum Einsatz. Es kann Schadstoffe erkunden und Messungen vornehmen.
Auch die Kreisbrandinspektion war im vergangenen Jahr stark gefordert. Die 26 ehrenamtlichen Mitglieder unterstützten bei rund 760 Einsätzen und absolvierten mehr als 4.200 Termine bei Lehrgängen, Übungen, Leistungsprüfungen und Besprechungen.

Die Bilanz zeigt damit: Weniger Einsätze bedeuten für die Feuerwehren nicht automatisch weniger Arbeit. Gleichzeitig wächst der Nachwuchs – eine wichtige Grundlage dafür, dass die überwiegend ehrenamtlich getragenen Feuerwehren auch künftig einsatzbereit bleiben.
(Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Archiv  Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Trailrunning das ganze Jahr: Neue Strecken in Oberaudorf eröffnet

Trailrunning das ganze Jahr: Neue Strecken in Oberaudorf eröffnet

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Laufen, wo andere wandern: In Oberaudorf können Trailrunner seit Juli zwei dauerhaft ausgeschilderte Bergstrecken nutzen. Die 12,4 und 24 Kilometer langen Routen führen über Wege und Steige rund um den Ort. Hinter dem neuen Angebot steckt auch ein touristisches Ziel: Oberaudorf möchte unabhängiger vom Wintersport werden und mehr Gäste für die Berge außerhalb der Skisaison gewinnen.

In Oberaudorf wurden zwei Trailrunningstrecken eröffnet. Fotos: Copyright SALTY/DYNAFIT)

Egal ob Schnee oder Sommerhitze: die neuen Trailrunning-Strecken in Oberaudorf laden das ganze Jahr über zu sportlicher Aktivität ein. Fotos: Copyright: SALTY/DYNAFIT)

Am 16. Juli wurden die beiden Strecken offiziell eröffnet. Ausgangspunkt ist jeweils der Kurpark Oberaudorf. Zur Auswahl stehen die Hocheck Short mit 12,4 Kilometern und rund 506 Höhenmetern sowie die deutlich anspruchsvollere Brünnstein Speed mit 24 Kilometern und 1.473 Höhenmetern. Beide Strecken wurden gemeinsam von der Gemeinde und Tourist-Information Oberaudorf, dem Trailrunning-Veranstalter SALTY und dem Bergsportunternehmen DYNAFIT entwickelt und beschildert.

🏃 Was ist eigentlich Trailrunning?

Trailrunning ist Laufen abseits befestigter Straßen und Wege. Die Strecken führen meist über Waldwege, Bergpfade, Wiesen und schmale Steige und können dabei ordentlich Höhenmeter sammeln.
Im Unterschied zum klassischen Straßenlauf geht es deshalb nicht nur um Tempo und Kilometer. Untergrund, Steigungen und Gefälle gehören zur Herausforderung dazu. Je nach Strecke kann Trailrunning vom entspannten Lauf in der Natur bis zum anspruchsvollen Berglauf reichen.

Und genau deshalb sind die beiden neuen Strecken in Oberaudorf so unterschiedlich: 12,4 Kilometer und 506 Höhenmeter auf der Hocheck Short sind etwas anderes als 24 Kilometer und 1.473 Höhenmeter auf der Brünnstein Speed.

Damit können Trailrunner die beiden Routen unabhängig vom Oberaudorf Trail Festival das ganze Jahr über nutzen. Die kürzere Hocheck-Short-Runde ist laut Tourist-Information für etwa zweieinhalb Stunden ausgelegt, die Brünnstein-Speed-Strecke für rund fünfeinhalb Stunden.

Vom Wintersportort zum Ganzjahresziel

Warum setzt Oberaudorf ausgerechnet auf Trailrunning? Die Antwort hat viel mit der Zukunft des Tourismus zu tun. Oberaudorf ist traditionell stark vom Wintersport geprägt. Doch verlässlichere Schneeverhältnisse können angesichts des Klimawandels schwieriger werden. Die Leiterin der Tourist-Information Oberaudorf, Martina Schweinsteiger, sieht deshalb in den neuen Strecken einen Baustein für eine breitere touristische Ausrichtung. Ziel sei es, neben dem Wintersport weitere Angebote zu schaffen, die ganzjährig funktionieren.

Das Trailrunning passt dabei ziemlich gut zur Landschaft: Bergwege gibt es unabhängig davon, ob gerade Schnee auf den Gipfeln liegt oder nicht. Und statt nur während eines mehrtägigen Festivals können die ausgeschilderten Strecken nun dauerhaft genutzt werden.

🏃 Oberaudorf Trail Festival 2026

Vom 1. bis 4. Oktober dreht sich in Oberaudorf wieder alles ums Trailrunning. Beim Oberaudorf Trail Festival stehen in diesem Jahr fünf Strecken mit Distanzen zwischen 12 und 100 Kilometern zur Auswahl. Erstmals gehört auch ein 100-Kilometer-Lauf zum Programm. Für den Nachwuchs gibt es einen eigenen Kids & Next Gen Run.
Das Festival findet im Kurpark Oberaudorf statt und zählt inzwischen mehr als 1.000 Teilnehmer. Veranstalter ist SALTY, Titelsponsor DYNAFIT. Mehr Informationen zum Festival gibt es bei SALTY / Oberaudorf Trail Festival.

Auch der Blick auf den Nachwuchs spielt eine Rolle. Laut Dominik Hartmann, Mitgründer von SALTY, sollen die festen Markierungen unter anderem für die Nachwuchsarbeit mit dem WSV Oberaudorf genutzt werden. Dort gibt es inzwischen eine eigene Sparte für Trailrunning.

12,4 Kilometer zum Einstieg – 24 Kilometer für Anspruchsvollere

Wer Trailrunning ausprobieren möchte, findet mit der Hocheck Short den leichteren Einstieg. Die Runde führt über 12,4 Kilometer und rund 500 Höhenmeter. Die anspruchsvollere Brünnstein Speed ist mit 24 Kilometern doppelt so lang und bringt rund 1.400 Höhenmeter mit sich.
Beide Strecken sind bereits Teil der bestehenden Streckenwelt des Oberaudorf Trail Festivals. Das Festival selbst geht in diesem Jahr vom 1. bis 4. Oktober in seine nächste Runde und bietet fünf Distanzen von 12 bis 100 Kilometern. Die Veranstaltung zählt inzwischen mehr als 1.000 Teilnehmer.

Für Oberaudorf sind die beiden permanenten Strecken damit gewissermaßen das ganze Jahr über sichtbare Verlängerung des Festivals: Das Rennen findet an wenigen Tagen statt, die Trainingsstrecken bleiben.
Und der Schritt passt auch zur geografischen Lage. Oberaudorf liegt im südlichen Landkreis Rosenheim direkt am Inn und an der Grenze zu Tirol. Die Bergwelt beginnt praktisch vor der Haustür – ideale Voraussetzungen für einen Sport, bei dem nicht die perfekte Laufbahn, sondern möglichst abwechslungsreiches Gelände gefragt ist. So könnte ausgerechnet das Laufen über Stock und Stein ein kleines Stück Zukunft für einen Ort werden, dessen touristische Geschichte bisher stark vom Schnee geprägt war.

(Quelle: Tourist-Information Oberaudorf / SALTY / DYNAFIT / Beitragsbild: SALTY/DYNAFIT)

Grand-Canyon-Momente an der Kampenwand

Grand-Canyon-Momente an der Kampenwand

Aschau im Chiemgau – Die Felsen wirken dunkel und rau, dazwischen fällt warmes Abendlicht. Einzelne Sonnenstrahlen finden ihren Weg durch die mächtigen Felstürme der Kaisersäle an der Kampenwand. Das Foto von H. Reiter lässt die bekannte Berglandschaft für einen Moment fast fremd wirken – ein bisschen wie eine Szenerie aus einem Canyon im amerikanischen Westen.

Die Kaisersäle liegen unterhalb des Ostgipfels der Kampenwand und bilden eine markante Felsschlucht zwischen der Steinlingalm und dem Gipfel. Durch den canyonähnlichen Durchgang führt der Weg hinauf zum Kampenwandgipfel mit dem Chiemgau-Kreuz.

Gerade am Abend verändert das Licht die vertraute Berglandschaft. Die Sonne steht bereits tief und ihre Strahlen bahnen sich ihren Weg zwischen den schroffen Felswänden hindurch. Dunkles Gestein, tiefe Schatten und die warmen Lichtstrahlen lassen die Kaisersäle auf dem Foto fast wie eine Landschaft aus einer anderen Welt erscheinen.

Wenn die Felsen im Abendlicht leuchten

Der Vergleich mit dem Grand Canyon drängt sich dabei geradezu auf. Natürlich trennen die Kampenwand und das berühmte Naturwunder in Arizona rund 8.000 Kilometer und auch bei den Dimensionen liegen Welten dazwischen. Doch manchmal braucht es für einen besonderen Landschaftsmoment eben keine Fernreise.

Die Kampenwand ist der Hausberg von Aschau im Chiemgau. Die Kaisersäle gehören zu den markanten Felsformationen unterhalb des Ostgipfels und liegen auf dem Weg zwischen Steinlingalm und Gipfel. Wer dort unterwegs ist, erlebt die Landschaft je nach Tageszeit immer wieder anders. Dieses Foto zeigt sie in einem besonders eindrucksvollen Augenblick.

Weitere Informationen zu Wanderungen in der Umgebung gibt es bei der Tourist Info Aschau im Chiemgau. Dort ist auch ein kostenloses Wanderfaltblatt erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter

Ohne Führerschein unterwegs – Polizei vollstreckt drei Haftbefehle

Ohne Führerschein unterwegs – Polizei vollstreckt drei Haftbefehle

Rosenheim – Bei einer Verkehrskontrolle in der Rechenauerstraße in Rosenheim hat die Polizei am Mittwoch (26. August) einen 33-Jährigen ohne Fahrerlaubnis erwischt. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten nach eigenen Angaben außerdem fest, dass gegen den Mann drei Haftbefehle vorlagen.

Die Beamten stoppten den Fahrer eines Kleinkraftrads gegen 12.30 Uhr. Einen Führerschein konnte der 33-Jährige nach Angaben der Polizei nicht vorzeigen. Nach längerem Zögern habe er eingeräumt, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein.
Eine Abfrage im Polizeisystem bestätigte dies. Die Fahrerlaubnis war dem Mann nach Angaben der Polizei bereits vor rund zehn Jahren entzogen worden. Die Polizei leitete deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Bei der Überprüfung stießen die Beamten laut Polizei noch auf weitere Erkenntnisse: Gegen den 33-Jährigen, der nach Angaben der Polizei ohne festen Wohnsitz ist, lagen demnach drei offene Haftbefehle vor. Diese standen laut Polizei im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten und dem Fahren ohne Fahrerlaubnis. Der Mann wurde aufgrund der offenen Haftbefehle in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
(Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Straßennamen in Rosenheim: Alte Landstraße

Straßennamen in Rosenheim: Alte Landstraße

Rosenheim – Wer heute durch die Alte Landstraße in Pang fährt, dürfte kaum vermuten, dass ihr Name an eine Zeit erinnert, in der Straßen noch echte Lebensadern waren. Heute ist es dort ruhig, Tempo 30 bestimmt das Tempo. Früher dagegen waren auf den Landstraßen Pferdefuhrwerke, Händler, Reisende und Postkutschen unterwegs. Und 56 Kilometer bis München konnten damals schon einmal sieben Stunden dauern.

Über 500 Straßen gibt es inzwischen im Rosenheimer Stadtgebiet. Manche erinnern mit ihrem Namen an bedeutende Persönlichkeiten, andere an Orte oder Ereignisse. Und dann gibt es Namen, die auf den ersten Blick so unspektakulär wirken, dass man sich kaum Gedanken darüber macht. „Alte Landstraße“ gehört eindeutig dazu. Dabei steckt in diesen drei Wörtern eine kleine Zeitreise durch die Rosenheimer Verkehrsgeschichte.

Heute liegt die Straße am südwestlichen Rand des Ortsteils Schwaig im Stadtteil Pang. Wohnhäuser und Anliegerverkehr prägen das Bild, Tempo 30 sorgt dafür, dass es gemütlich bleibt. Vom großen Verkehrsweg, den man bei einer „Landstraße“ vielleicht erwartet, ist hier nicht mehr viel zu sehen. Der Name allerdings ist geblieben – und erzählt davon, dass sich die Wege durch unsere Region im Laufe der Jahrhunderte gewaltig verändert haben.

Als eine Landstraße noch über das Land führte

Eine Landstraße war früher tatsächlich das, was der Name vermuten lässt: ein Verkehrsweg, der über das Land führte und Orte miteinander verband. Asphalt, Leitplanken und Straßenmarkierungen gab es nicht. Je nach Wetter wurde aus einem staubigen Weg schnell eine schlammige Strecke, und wer mit einem beladenen Wagen unterwegs war, wusste ziemlich genau, warum Pferdestärken damals noch wörtlich gemeint waren.

Pang lag dabei keineswegs abseits des Geschehens. Eine heimatkundliche Untersuchung beschreibt eine historische Verkehrsroute, die von Aibling über Pang und Aising weiter über Hochstraß, Redenfelden und Kirchdorf bis nach Brannenburg führte. Solche Wege waren wichtige Verbindungen durch das Rosenheimer Becken und weiter in Richtung Inntal und Tirol.

Unterwegs waren Bauern, Händler und Fuhrleute, die Waren transportierten, ebenso wie Reisende und Boten. Was heute eine kurze Autofahrt ist, bedeutete damals eine Reise, die sorgfältig geplant werden musste. Pferde mussten versorgt und gewechselt werden, Wagen konnten beschädigt werden und schlechtes Wetter machte aus einer ohnehin langsamen Fahrt schnell eine noch längere. Und dann war da natürlich noch die Post.

Als ein Brief noch wirklich auf Reisen ging

Heute schreibt man eine Nachricht und erwartet die Antwort möglichst sofort. Anfang des 19. Jahrhunderts war eine Nachricht dagegen tatsächlich unterwegs. Sie wurde einem Boten oder der Post übergeben und machte sich auf den Weg – mit Pferd und Kutsche.

Wie viel Zeit das bedeuten konnte, lässt sich an einer Strecke festmachen, die Rosenheim bis heute eng mit München verbindet. 1812 wurde die Straße von München über Rosenheim nach Salzburg zur Poststraße erhoben. Rosenheim erhielt in diesem Zusammenhang eine eigene Postexpedition, und die Postverbindungen nach München, Salzburg und Innsbruck wurden regelmäßig organisiert.

Die Entfernung zwischen Rosenheim und München betrug damals rund 56 Kilometer. Für diese Strecke brauchte eine Postkutsche ungefähr sieben Stunden. Sieben Stunden für 56 Kilometer – heute würde man bei dieser Entfernung vermutlich eher darüber nachdenken, wo man unterwegs einen Kaffee holt, als ob man überhaupt noch am selben Tag ankommt. Für die Menschen damals war eine solche Fahrt dagegen ein erheblicher Teil des Tages.

Man kann sich die Szene leicht vorstellen: Das Knarren der Kutsche, Pferdehufe auf dem Weg, das Rumpeln über Unebenheiten und vielleicht ein Reisender, der froh war, wenn die nächste Station erreicht war. Von Navi und Handy ganz zu schweigen. Wer einen Brief nach München schickte, konnte nicht einfach nachsehen, ob er schon angekommen war. Die Nachricht war unterwegs – und irgendwann würde sie schon ihr Ziel erreichen.

Zwölf Pferde für die Post

Dass der Postverkehr für Rosenheim durchaus bedeutend war, zeigt ein weiteres Detail. Der Posthalter musste nicht nur Briefe und Pakete verwalten, sondern auch die nötigen Pferde und Fahrzeuge bereitstellen.
Im Sommer mussten dafür zwölf Pferde und drei Postchaisen vorgehalten werden. Die Post war damals also nicht nur ein Briefkasten mit Öffnungszeiten, sondern ein kleines Logistikunternehmen mit lebendigem Personal auf vier Beinen.

1812 fuhren die Postkutschen zunächst zweimal pro Woche nach München und Salzburg und einmal wöchentlich nach Innsbruck. Mit der Zeit wurden die Verbindungen weiter ausgebaut. 1839 gab es beispielsweise Eilwagenverbindungen zwischen München und Salzburg über Rosenheim.
Schnell war allerdings auch damals ein dehnbarer Begriff: Für die Strecke München–Rosenheim mussten Reisende weiterhin viele Stunden einplanen.

Dann kam die Eisenbahn

Was Pferde und Kutschen in vielen Stunden bewältigten, sollte bald auf ganz andere Weise möglich werden. 1857 erreichte die Eisenbahn Rosenheim – und damit begann eine neue Ära.

Plötzlich konnten Menschen und Waren wesentlich schneller und zuverlässiger transportiert werden. Die Bedeutung der alten Verkehrswege veränderte sich. Der Postverkehr verlagerte sich zunehmend auf die Schiene, der Rosenheimer Poststall wurde zunächst aufgelöst und später in anderer Form weitergeführt. Mit der Einführung der Kraftpost und Postomnibussen war schließlich auch das Ende der Pferde im Postbetrieb besiegelt. 1923 wurde der Rosenheimer Poststall endgültig eingestellt.

Für alte Landstraßen bedeutete diese Entwicklung einen tiefen Einschnitt. Wo zuvor Wagenkolonnen, Händler und Reisende unterwegs gewesen waren, wurde es vielerorts ruhiger. Neue Verkehrswege übernahmen die Aufgaben der alten. Und genau hier bekommt das kleine Wort „Alte“ im Straßennamen seine Bedeutung.

Wenn aus der wichtigen Straße eine alte Straße wird

Straßennetze sind nichts Starres. Wenn eine neue Verbindung schneller, gerader oder besser ausgebaut ist, wandert der Verkehr dorthin. Der alte Weg bleibt bestehen, wird aber irgendwann zur Nebenstrecke.
Auch rund um Pang lässt sich diese Entwicklung nachvollziehen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts veränderte sich der Verkehr immer stärker, und neue Straßen übernahmen Aufgaben, die früher über die alten Ortsverbindungen liefen. Ein markantes Beispiel ist die Panorama-Schwaig-Verbindung, die 2007 eröffnet wurde und unter anderem dazu diente, Pang vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Was früher eine wichtige Verbindung durch die Region war, kann heute also ganz unspektakulär zwischen Wohnhäusern liegen. Und so passt der Name der Alten Landstraße eigentlich erstaunlich gut. Er erzählt nicht nur, dass die Straße alt ist. Er erinnert daran, dass sie zu einem Verkehrsnetz gehört, dessen Bedeutung sich mit der Zeit verändert hat.

Heute ruhig – früher mittendrin

Wer heute durch die Alte Landstraße fährt, muss keine sieben Stunden für 56 Kilometer einplanen. Genau genommen muss er überhaupt nicht weit fahren. Tempo 30, Anliegerverkehr und Wohnhäuser bestimmen inzwischen das Bild. Aber vielleicht lohnt sich beim nächsten Vorbeifahren ein kurzer Gedanke daran, was ein solcher Straßenname alles bewahren kann.

Denn unter „Alte Landstraße“ kann man sich eben auch eine andere Szene vorstellen: Pferde, die vor einem schweren Wagen stehen. Einen Fuhrmann, der seine Tiere antreibt. Einen Händler mit Waren für den nächsten Markt. Einen Boten, der einen Brief bei sich trägt. Und irgendwo vielleicht eine Postkutsche, die sich langsam ihren Weg durch die Landschaft bahnt. Damals waren Straßen nicht einfach die Strecke zwischen zwei Punkten. Sie waren Orte, an denen Menschen, Waren und Nachrichten unterwegs waren – und damit ein Stück weit die Lebensadern einer Region.

Die Alte Landstraße – wer hätte gedacht, dass in drei so unscheinbaren Wörtern so viel Rosenheimer Verkehrsgeschichte steckt?
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: KI generiert)