Rosenheim, Am Anger, 1979

Rosenheim, Am Anger, 1979

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Auf dem alten Foto zu sehen ist die Straße Am Anger. Wo damals der Stehausschank war, ist heute eine Apotheke. Gegenüber befindet sich das Sparkassenhochhaus. Dieses wurde 1969 errichtet.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv: Herbert Borrmann)

„KaroArt“ stellt im Landratsamt aus

„KaroArt“ stellt im Landratsamt aus

Großkarolinenfeld / Rosenheim – Der Kunst- und Förderverein „KaroArt“ feiert heuer seinen 20. Geburtstag. Anlass für eine Kunst-Ausstellung im Landratsamt Rosenheim (Wittelsbacherstraße 53, 83022 Rosenheim). Zu sehen sind die Werke noch bis zum 25. Mai  von Montag bis Freitag 8.15 bis 12 Uhr und zusätzlich donnerstagsnachmittags von 14 bis 17 Uhr.
(Quelle: Info, Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Blick durch Zimmerpalme auf Gemälde an Wänden
Zwei Gemälde an den Wänden
Mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen

Mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen

Rosenheim / Oberbayern – Anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am heutigen 5. Mai forderte der DGB-Regionsgeschäftsführer für Oberbayern Günter Zellner dazu auf, mehr Menschen mit Behinderungen auszubilden und zu beschäftigen: „Für Menschen mit Behinderungen ist der Arbeitsmarkt immer noch exklusiv, statt inklusiv.“

Die Corona-Pandemie habe hierbei einen negativen Impuls gesetzt. Wenn Menschen mit Behinderungen einmal ihren Arbeitsplatz verloren haben, sei es für sie deutlich schwerer, einen neuen zu finden. „Sie sind häufiger und länger arbeitslos und das, obwohl sie im Durchschnitt gut qualifiziert sind“, so Günter Zellner.
Die Unternehmen müssten ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen ernst nehmen. Bei der Ausbildung oder Beschäftigung dieser Zielgruppe könnten die Arbeitgeber auf vielfältige Unterstützungsangebote zurückgreifen: Lohnkostenzuschüsse, Finanzierung der Ausstattung des Arbeitsplatzes oder Begleitung durch Fachpersonal im Betrieb. Trotzdem seien viele Unternehmen noch zu zögerlich. Hier brauche es stärkere Anreize. „Insbesondere diejenigen, die keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen, sollten stärker in die Tasche greifen müssen wenn sie die Barrieren in ihren Köpfen nicht abbauen“, meint Günter Zellner.
Der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung sehe die Einführung einer vierten Staffel in der Ausgleichsabgabe vor für Unternehmen mit einer Beschäftigungsquote von 0 Prozent.

Der DGB fordert, die gesetzlich vorgesehene Abgabe für ausbleibende Beschäftigung schwerbehinderter Menschen sollte zügig und insgesamt angehoben werden (pro fehlendem Arbeitsplatz pro Monat):
– bei einer Beschäftigungsquote von drei bis weniger als fünf Prozent von 125 auf 250 Euro,
– bei einer Beschäftigungsquote von zwei bis weniger als drei Prozent von 220 auf 500 Euro,
– bei einer Beschäftigungsquote von weniger als zwei Prozent von 320 auf 750 Euro,
– bei einer Beschäftigungsquote von null Prozent soll eine vierte Staffel in der Ausgleichsabgabe eingeführt werden und die Ausgleichsabgabe hier zukünftig bei 1.300 Euro liegen.
(Quelle: DGB Region Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Vergifteter Mäusebussard gefunden

Vergifteter Mäusebussard gefunden

Altötting / München Hilpoltstein – Im Landkreis Altötting sind ein vergifteter Mäusebussard und zwei verendete Füchse in unmittelbarer Nähe zueinander gefunden worden. Ursache war wohl das bei das für Kinder und Hunde besonders gefährliche und verbotene Kontaktgift Carbofuran. „Zur eigenen Sicherheit, rufen wir zu erhöhter Vorsicht bei Spaziergängern und Hundehaltern in der Gegend auf“, sagt Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter für Naturschutz. Da die Tötung geschützter Vogelarten, wie des Mäusebussards, eine Straftat darstellt, haben die Naturschützer Strafanzeige gestellt.

In diesem aktuellen Fall legen die drei in nächster Nähe zueinander gefundenen toten Tiere sowie die pathologische Untersuchung des Greifvogels, nach Meinung von LBV und GLUS, nahe, dass die Füchse durch ein Gift getötet wurden. Der Mäusebussard wiederum vergiftete sich durch das Fressen an den Tieren und verendete daraufhin ebenfalls. „Dieser Fall zeigt eindrücklich, welche Auswirkungen ein einzelnes vergiftetes Tier haben kann. In der Natur wird Ass von vielen Tieren weiter verwertet. Das Gift kann so über die Nahrungskette weiteren Tieren schaden“, so von Lindeiner.

LBV und GLUS warnen Eltern
und Hundebesitzer

Der LBV und die GLUS appellieren an alle Eltern im Landkreis Altötting ihre Kinder keine herumliegenden toten Tiere oder anderes Verdächtiges anfassen zu lassen. Alle Hundehalter vor Ort sollten ihre Tiere an die Leine nehmen. „In den letzten Jahren wurde bei derartigen Fällen immer wieder das hochtoxische und in Deutschland verbotene Gift Carbofuran eingesetzt, das bereits bei Hautkontakt wirkt und selbst in geringen Dosen zu Krämpfen führt. Sowohl der Schutz der Öffentlichkeit als auch die Aufklärung der Vergiftungsfälle sind uns ein zentrales Anliegen“, sagt Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz. „Wir werden nicht weiterzusehen, wie langjährigen Schutzbemühungen um einheimische Tierarten durch illegale Tötung mit qualvollen Methoden – wie Vergiftung – zunichtegemacht werden und dafür sorgen, dass solche Straftaten in Bayern künftig strikter verfolgt werden.“

Aufklärung solcher illegaler
Wildtiertötungen ist schwierig

Die Aufklärung solcher illegaler Wildtiertötungen ist schwierig, deshalb hoffen der bayerische Naturschutzverband LBV und die Umweltstiftung auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Spaziergänger, die im betroffenen Raum oder andernorts einen toten Wildvogel oder Fleischreste an Wegen, auf einer Wiese oder im Feld finden, sollten dies der Polizei unter 110 und LBV und GLUS unter www.tatort-natur.de melden“, erklärt von Lindeiner.
(Quelle: Pressemitteilung LBV, GLUS, Tatort Natur / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Landrat Habermann neuer Erster Vizepräsident

Landrat Habermann neuer Erster Vizepräsident

Prien am Chiemsee/ Bayern – Nachdem der bisherige 1. Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags, Landrat Thomas Karmasin, Fürstenfeldbruck, zuvor zum Präsidenten des Verbandes gewählt wurde, folgte am gestrigen Nachmittag des 1. Tages der diesjährigen bayerischen Landkreisversammlung in Prien am Chiemsee die Ergänzungswahl für seine Nachfolge.

Landrat Thomas Habermann (CSU), Rhön-Grabfeld, wurde mit 65 Stimmen von insgesamt 120 abgegebenen gültigen zum Ersten Vizepräsidenten des Bayerischen Landkreistags gewählt. Habermann ist seit 2003 Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld und bereits seit 2013 Mitglied im Präsidium beim Bayerischen Landkreistag. Darüber hinaus ist er die Stimme der bayerischen Landkreise in Europa.
Als einer von zwei Vertretern des Deutschen Landkreistags vertritt der Unterfranke im AdR die Belange aller deutschen Landkreise und setzt sich dafür ein, dass Fragen der Daseinsvorsorge dort geregelt werden, wo sie umgesetzt werden: auf der Ebene der Kommunen. Der Jurist und ehemalige Richter am Oberlandesgericht ist zudem Mitglied im Ausschuss für Recht und Bildung des Bayerischen Landkreistags und war bisher Bezirksverbandsvorsitzender von Unterfranken.
(Quelle: Pressemeldung Bayerischer Landkreistag / Beitragsbild: Pressestelle Bayerischer Landkreistag, zeigt (von links) Landrat Thomas Karmasin (Fürstenfeldbruck) Präsident, mit dem neu gewählten Ersten Vizepräsidenten, Landrat-Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld))

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 5. Mai.

Namenstag haben: Gotthard, Jutta, Nunzio, Sigrid, 

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Karl Marx (1818 – war ein deutscher Philosoph und Gesellschaftstheoretiker.)

–  John Batterson Stetson (1830 –  war ein US-amerikanischer Hut-Hersteller und der Erfinder des Cowboy-Huts.)

– Adele (1988 –  ist eine erfolgreiche und vielfach ausgezeichnete britische Sängerin und Songschreiberin.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1891: In London können die ersten Briefmarken aus Automaten gekauft werden.
  • 1901: Nahe dem Piccadilly Circus entsteht Londons erstes Parkhaus, das sich über sieben Etagen erstreckt.
  • 1969: Queen Elisabeth II. beginn ihren ersten und einzigen Staatsbesuch in Österreich.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Erster Tag der Landkreisversammlung zu Ende

Erster Tag der Landkreisversammlung zu Ende

Prien am Chiemsee / Bayern – In Prien a. Chiemsee fand am heutigen Mittwoch der erste von zwei Tagen der Landkreisversammlung des Bayerischen Landkreistags statt. Gastgeber ist der Landkreis Rosenheim.

Im Fokus standen  die Wahl eines neuen Präsidenten des Bayerischen Landkreistags und vor allem der Austausch mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Landrat Thomas Karmasin, Fürstenfeldbruck, der zuvor an die Spitze des Verbandes gewählt worden war, musste dabei die großen Herausforderungen der bayerischen Landkreise gar nicht erst zur Agenda des Ministerpräsidenten machen. „Der Landkreistag ist eine der stärksten Vertretungen, die wir haben. Auf Euch kann man sich verlassen. Gemeinsam finden wir gute Lösungen“, so der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder.
Insbesondere für die Bewältigung aller Fragen im Zusammenhang mit den aktuellen Flüchtlingsströmen aus der Ukraine sicherte er den bayerischen Landrätinnen und Landräten die volle Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu. Der jüngste Beschluss der Bundesregierung, die Flüchtlinge künftig ins Sozialgesetzbuch II aufzunehmen, stelle die Landkreise vor enorme Schwierigkeiten. Geflüchtete Menschen würden somit künftig keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern Hartz IV erhalten. „Der Wunsch, den Menschen in dieser fürchterlichen Situation zu helfen, kommt für uns alle an erster Stelle. Dazu gehört es auch, gute, praktikable und finanzierbare Lösungen für ihre Unterbringung zu finden. Mit dem Wechsel in den Sozialgesetzbüchern endet die Unterbringungspflicht der Landkreise und die Geflüchteten müssen aus den Unterkünften ausziehen. Die Obdachlosigkeit für diese Menschen kann niemand wollen. Sollen sie dennoch in den von den Landkreisen bereitgestellten Unterkünften wohnen bleiben, müssen den Landkreisen aber die Kosten der Unterkunft auch vollständig vom Staat erstattet werden“, so der neu gewählte Präsident Thomas Karmasin. Bis heute ist ungeklärt, wie die durch den Vorstoß der Bundesregierung ausgelösten sozialen Belastungen gelöst werden sollen. Für den Bayerischen Ministerpräsidenten ist der Wechsel ins SGB II auch ein Anreiz, um alle Flüchtlingsströme nach Deutschland zu lotsen.

Auch Energieversorgung
intensiv diskutiert

Ebenso intensiv wurde über die Energieversorgung diskutiert. Die Sorgen um deren Sicherung und die drohenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer Energiekrise wiegen derzeit schwer. Man war sich einig, dass die nötige Klima- und Energiewende ohne Akzeptanz vor Ort nicht gelingen wird und zentralistische Vorgaben aus Berlin ohne eine substanzielle Beteiligung der Betroffenen vor Ort abgelehnt werden. Der Bayerische Ministerpräsident und der Präsident des Bayerischen Landkreistags waren sich einig, dass starre Flächenvorgaben für einzelne Energiequellen – wie der Windkraft – der falsche Ansatz seien. Stattdessen müssten temporär alle Energieträger genutzt und unter Beachtung der regionalen Stärken alle Arten der erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Der Bayerische Ministerpräsident sagte zudem zu, sich für eine zukünftige Befugnis der Landkreise, sich energiewirtschaftlich betätigen zu dürfen, einzusetzen. Die Landkreise betonten gleichzeitig ihren Willen, im Rahmen der Klima- und Energiewende auch weiterhin unterstützend tätig zu werden und wiederholten hierzu ihre Forderung nach den notwendigen Strukturen.
Die oftmals fehlende Langfristigkeit von (bundes-)politischen Maßnahmen sei eine große schwelende Klammer über vielen Herausforderungen der bayerischen Landkreise. So sei unter anderem das „9 für 90“-Ticket wenig hilfreich für den ÖPNV. In der Stadt würde man dadurch die Kapazitäten zusätzlich belastet. In dünn besiedelten Gebieten, wo Angebote fehlen, werde das Ticket nicht angenommen. Und nach drei Monaten verpuffe die Wirkung. Dabei sei keineswegs klar, ob die angesetzten 2,5 Mrd. Euro ausreichen.
Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hierzu: „Besser wäre es gewesen, die 2,5 Milliarden in die ÖPNV-Infrastruktur zu investieren. ÖPNV-Ausbau funktioniert über flexible Angebote. Trotzdem ist der ländliche Raum ohne Auto auf Dauer schwer benachteiligt. Die Bundesregierung hat 140 Mrd. neue Schulden gemacht. Dabei brauchen wir langfristige Strukturmaßnahmen.“
(Quelle: Pressestelle des Bayerischen Landtages / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Bayerische Milchkönigin gekrönt

Bayerische Milchkönigin gekrönt

Bayern – Die bayerischen Milchhoheiten für die Jahre 2022/23 sind gewählt: Viktoria Gschoßmann (23) aus Kühbach (Landkreis Aichach-Friedberg, links im Bild) im Regierungsbezirk Schwaben konnte die Jury und das Publikum am besten überzeugen. Die bayerische Milchprinzessin, Philomena Mögele aus Bobingen (Landkreis Augsburg, rechts im Bild) im Regierungsbezirk Schwaben, wird die Milchkönigin während ihrer Amtszeit tatkräftig unterstützen.

Mit Leidenschaft, Kompetenz und Charme werden die frischgewählten Hoheiten in den nächsten beiden Jahren die bayerische Milchwirtschaft bei Messen, Presseterminen sowie Fach- und Verbraucherveranstaltungen im In- und Ausland vertreten und für Milcherzeugnisse aus Bayern werben. Die beiden Milchbotschafterinnen repräsentieren im Auftrag des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) und von milch.bayern die bayerische Milchwirtschaft als wichtigsten und umsatzstärksten Produktionszweig der Ernährungswirtschaft in Bayern.

Acht Finalistinnen stellten
sich den Fragen der Jury

Acht Finalistinnen stellten sich  in Triesdorf, Standort des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Milchanalytik sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, den Fragen der Jury. Diese achtete besonders darauf, dass die Kandidatinnen über ein fundiertes Fachwissen zur Milcherzeugung und -verarbeitung verfügen, und sicher und sympathisch auftreten. Am Ende überzeugten zwei Bewerberinnen besonders: Die 23-jährige Viktoria Gschoßmann wurde heue nun offiziell zur neuen Milchkönigin gekrönt. Sie kommt aus Kühbach, stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und ist ausgebildete Groß- und Außenhandelskauffrau. Die neue Milchkönigin wird unterstützt von der 20-jährigen Milchprinzessin Philomena Mögele aus Bobingen, die an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ihr duales Studium für Landwirtschaft absolviert.
(Quelle: Verband der Milcherzeuger Bayern e. V / Beitragsbild: VMB – M.Kayser, zeigt von links: Milchkönigin Viktoria Gschoßmann und Milchprinzessin Philomena Mögele)

Ist „Floriansprinzip“ ein verstaubtes Auslaufmodell?

Ist „Floriansprinzip“ ein verstaubtes Auslaufmodell?

Traunstein / Bayern – Zum heutigen internationalen Tag der Feuerwehrleute ein Gast-Kommentar von Hubert Hobmaier vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. 

Holzfigur vom Heiligen Florian vor roter Wand

Gedanken zum Florianstag 2022

Der Heilige Florian ist insbesondere im bayerischen und österreichischen Raum untrennbar mit den Feuerwehrleuten verbunden und gilt seit dem 16. Jahrhundert als Schutzpatron der Feuerwehren und gegen Wassergefahr. Abgebildet mit einem Wasserkübel löscht er ein brennendes Haus und ziert in unseren Breitengraden unzählige Kirchen und Hausfassaden. Kein Funkspruch der Feuerwehrleute kommt ohne den Heiligen aus und beginnt stets mit „Florian kommen“. Als einer der 14 Nothelfer wird er „angerufen“, wenn eine Feuersbrunst abgewendet werden soll oder eine andere Gefahr für Hab und Gut droht.
„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ – und dies ohne Wenn und Aber oder mit „was springt da für mich raus“? Ein angestaubtes Bild, dass so gar nicht in unsere moderne und technisierte Welt passt! Hat die uneigennützige Hilfe für unsere Mitmenschen in unserer schnelllebigen Zeit überhaupt noch Platz und eine Daseinsberechtigung oder ist diese tief verwurzelte Überzeugung ein „verstaubtes Auslaufmodell vergangener Tage?“ Ist es aus der Mode gekommen, einfach da zu sein, wenn jemand Hilfe braucht?
„Mein Auto, mein Haus, mein Boot“, an erster Stelle stehe Ich! Das Streben nach Erfolg, finanzieller Unabhängigkeit und Reichtum ist unzertrennlich mit Wettbewerb und einer „Ellenbogengesellschaft“ verbunden, bei dem sich der Starke durchsetzt und Schwächere auf der Strecke bleiben. Vieles mag dem Wirtschaftssystem geschuldet sein – unsere Erfolgsgesellschaft fördert ja geradezu den Wettbewerb untereinander. Ein Wettbewerb bei dem es auch Verlierer gibt!
Gerade in den letzten Wochen, in denen mitten in Europa ein schrecklicher Krieg wütet, bekommen wir ohne eine „rosa Brille“ die nackten Tatsachen präsentiert, welche Folgen Macht, Gier und das Streben nach Einfluss haben können und wie schnell vormals wichtige Dinge in den Hintergrund rücken. Tausende Ukrainer auf der Flucht, menschliches Leid bestimmt das tägliche Nachrichtengeschehen, zerbombte Städte, Tod. Vielen von uns wird in diesen Tagen bewusst, wie wertvoll Frieden sein kann und wie wertvoll eine menschliche Unterstützung in schweren Stunden ist.
Eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt derzeit durchs Land. Viele Menschen öffnen für Geflüchtete ihre Häuser oder unterstützen mit Sachgütern oder Geldspenden. Es ist ein Zeichen gelebter Nächstenliebe, sich für die Menschen in und aus der Ukraine einzusetzen. Spricht man mit Menschen, die sich derzeit engagieren, so beschreiben sie ihr uneigennütziges Engagement häufig mit einer inneren Zufriedenheit, ein gutes Gefühl jemanden in einer Notlage geholfen zu haben, ja gerade in diesen Stunden „einfach zu helfen“ – ohne dabei an die eigenen Vorteile zu denken!

Gerade im Ehrenamt häufig
mit einem „guten Gefühl“ konfrontiert

Spannt man den Bogen weiter, so stellt man schnell fest, dass man gerade im Ehrenamt häufig mit einem „guten Gefühl“ konfrontiert ist, egal ob es sich um ein kulturelles, sportliches, soziales oder natur- bzw. tierschützendes Hobby handelt, Menschen mit einer sinnvollen Beschäftigung sind glücklicher – was unzählige Studien bereits vielfach wissenschaftlich belegt haben. Und das Schöne daran, ein glückliches Leben und Zufriedenheit im Herzen kann man immer noch nicht für Geld kaufen.
Was ist aber nun mit dem „angestaubten Bild des Heiligen Florian“ und der Unterstützung bei Feuersbrunst? Wenn es auch in unserer modernen Welt für viele Menschen schwer geworden ist, einem Ehrenamt nachzugehen, so fördert der Weg in die örtliche Feuerwehr sicherlich einige wichtige persönliche Eigenschaften wie Teamarbeit, Einsatzbereitschaft und Uneigennützigkeit. „Ellenbogeneinsatz“, Wettbewerb sowie das Streben nach Macht und Reichtum zählen auch heute nicht zu den Werten der Florianjünger. Was früher insbesondere aus Glaubensgründen wichtig war und meiner Meinung nach gerade in dieser krisengeplagten Zeit für den persönlichen Frieden noch immer seine Berechtigung hat, ist der Leitspruch der Feuerwehrleute „Gott (dem Heiligen Florian) zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“.
In diesem Sinne, einen schönen „Florianstag 2022“
(Quelle: Text / Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Foto: Wolfgang Gasser)

Viele Unternehmensgründungen in Stadt und Land

Viele Unternehmensgründungen in Stadt und Land

Rosenheim – Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben viele Existenzgründer in Stadt und Landkreis Rosenheim den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht: Die Zahl der Neugründungen ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr in der Stadt um 2,6 Prozent auf 650 zurückgegangen und im Landkreis um 4,2 Prozent auf 2.260 Neugründungen gestiegen, so Berechnungen der IHK für München und Oberbayern. Diese Zahlen beruhen auf Daten des bayerischen Landesamts für Statistik.

Neugegründet wurde in Stadt und Landkreis vor allem im Handel sowie im Dienstleistungsbereich. Neben den Neugründungen gab es 2021 in der Stadt Rosenheim zudem mehr als 70 Firmenübernahmen, vor allem im Bau- und Gastgewerbe. Im Landkreis waren es fast 120 Firmenübernahmen, ebenfalls vorwiegend im Handel und Gastgewerbe. Grundsätzlich sieht die IHK einen starken Trend zu Gründungen im E-Commerce und in digitalen Dienstleistungen.

Kampf gegen Corona hat Gründungen
Im Gesundheitssektor befördert

Der Kampf gegen Corona habe zudem Gründungen im Gesundheitssektor befördert. Selbstständige in Bereichen wie stationärem Handel, Gastronomie oder Veranstaltungswirtschaft hätten teilweise Neuanfänge gewagt. „Hochkonjunktur hat zudem wie in den Vorjahren das Gründen im Nebenerwerb. Im vergangenen Jahr dürfte die verbreitete Kurzarbeit diese Entwicklung noch einmal beflügelt haben“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. Er setzt sich mit Nachdruck für eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit ein. Dazu gehöre ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Bereits in der Schule müssen außerdem die Chancen und der Wert des Unternehmertums für die Gesellschaft deutlich gemacht werden“, fordert Bensegger.
Der Ausschussvorsitzende betont zudem die herausragende Rolle der Existenzgründer innerhalb der regionalen Wirtschaft: „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovationen und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge.“
Bensegger macht deutlich, dass es in der Region Rosenheim bereits regionale Projekte zur Förderung von Jungunternehmen und Start-Ups gibt. „Diese Projekte, etwa das Rosenheimer Stellwerk 18, müssen wir weiter ausbauen und stärken. Die Konzentration und Vernetzung von innovativen Geschäftsideen sowie Start-Ups erzeugen eine enorme Dynamik für die gesamte Wirtschaft in der Region sowie branchenübergreifend für alle Wirtschaftstreibenden.“
Positiv sieht die IHK den Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, der durch die Beratungsangebote der Kammer befördert wird. Auch der Trend zur Gründung im Nebenerwerb zeige, dass viele Gründer den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst mit
weniger Risiko ausprobieren und sich langfristiger vorbereiten. Ratgeber, Informationen und Tipps für Gründerinnen und Gründer finden sich unter www.ihk-muenchen.de/de/Service/Gründung
(Quelle: Pressemitteilung IHK München und Oberbayern/ Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Kindertour beim Rosenheimer Radmarathon

Kindertour beim Rosenheimer Radmarathon

Rosenheim – Endlich ist es wieder soweit! Nach zwei Jahren Pause kann am Sonntag, 26. Juni 2022. wieder die Kindertour im Rahmen des Rosenheimer Radmarathon stattfinden. Die geführte Tour steht auch diesmal wieder unter der Leitung der Tourengruppe des Skiclub Aising-Pang.

Start und Ziel ist wie bei den Erwachsenen beim Einrichtungshaus Weko in Rosenheim. Von dort aus geht es in einem 20 km Rundkurs über die Panger Felder zum Reischenharter See und über den Inndamm wieder zurück. Auf halber Strecke gibt es eine Rast mit Verpflegungsstation. Die Kinder werden in kleinen Gruppen von erfahrenen Tourenführern begleitet. Es besteht Helmpflicht. Die Fahrräder können vor dem Start auf Straßenverkehrssicherheit überprüft werden. Jedes Kind erhält eine Teilnahmeurkunde und eine Medaille. Besonders beliebt ist der Geschicklichkeitsparcours der Verkehrswacht, der im Anschluss von jedem Kind befahren werden kann. Hierbei erhält jedes Kind ein kleines Geschenk.
Das Startgeld ist nach Datum der Anmeldung gestaffelt, Näheres dazu auf der Internetseite www.rosenheimer-radmarathon.de unter Anmeldung. Die Startnummernausgabe beim Weko – Einrichtungshaus ist am Samstag, 25. Juni, von 17 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 26. Juni von 6 bis 9.30 Uhr. Hier besteht noch die Möglichkeit zur Anmeldung für kurzfristig Entschlossene.
Ab 9.50 Uhr sollen die Kinder am Startplatz sein, damit der Start pünktlich um 10 Uhr erfolgen kann.
(Quelle: Pressemitteilung Skiclub Aising-Pang / Beitragsbild: Skiclub Aising-Pang)
Start der Oberammergauer Passionsspiele

Start der Oberammergauer Passionsspiele

Oberammergau / Bayern – Nach zwei Jahren Wartezeit und sechs Monaten Probenzeit ist es nun endlich soweit: Die 42. Oberammergauer Passionsspiele feiern am 14. Mai Premiere. Am heutigen Mittwoch fand die Hauptpressekonferenz mit Fotoprobe statt.

Szene Passionsspiele Oberammergau 2022: Jesus beim letzten Abendmahl

„Nun stehen wir, nach zweijähriger Pause, nach der Absage der Passionsspiele im Jahr 2020, vor der Premiere der Spiele 2022. Seit Monaten proben wir, wir haben Bühnenbild und die Kostüme fertiggestellt und trotzdem konnten noch vor wenigen Wochen viele nicht an eine Premiere der Passionsspiele glauben. Täglich haben wir uns vor den Proben getestet, haben zuerst nur in kleinen Gruppen geprobt, Darsteller sind ausgestiegen und neue sind hinzugekommen und ständig haben wir die Inzidenzwerte, die einfach nicht sinken wollten, beobachtet. Und jetzt? Plötzlich hat alle das Passionsfieber gepackt, plötzlich ziehen alle an einem Strang.

Etwa 300 Mitwirkende
sind ausgestiegen

Es ist in diesem Jahr nichts wie vorher: Es sind etwa 300 Mitwirkende ausgestiegen, konnten sich nicht einen weiteren Sommer für das Spiel freinehmen, aber die Verbliebenen 1.400 Darstellerinnen und Darsteller und rund 400 Kinder sind umso motivierter. Wir wissen heute nicht wirklich, wie viele Menschen uns in diesem Jahr besuchen, wir wissen nicht, ob sich der schreckliche Krieg in der Ukraine ausweiten wird, wir wissen nicht, was Corona macht, ob es eine weitere Welle geben wird, aber wir haben unendliche Lust unser Passionsspiel auf die Bühne zu bringen und sind hochmotiviert.“, so Spielleiter Christian Stückl.
“Ich freue mich riesig, dass die Passionsspiele nach dieser langen Zeit des kulturellen Lockdowns wie geplant stattfinden können und wir als eine der ersten internationalen Großveranstaltungen viele Gäste aus der ganzen Welt bei uns willkommen heißen dürfen. Trotz erschwerter Umstände während der Vorbereitungsphase ist es gelungen, dieses Großprojekt umzusetzen.”, sagt 1. Bürgermeister Andreas Rödl.

Rund drei Viertel der 450.000 Karten
sind bereits verkauft

Auch Walter Rutz, der Werkleiter des Eigenbetrieb Kultur und Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG zeigt sich erleichtert: “Wir haben rund drei Viertel unserer 450.000 Karten verkauft. Das Interesse im deutschen Markt ist deutlich spürbar, unsere Gäste freuen sich, dass es endlich soweit ist und sie die Passionsspiele besuchen können.”
Auch von Übersee ist die Nachfrage weiterhin ungebrochen. Zu den Hauptmärkten zählen weiterhin die USA, die rund ein Drittel der derzeit verkauften Tickets ausmachen, sowie Großbritannien und Skandinavien.
Ein strenges Corona-Schutz-Konzept hat die Proben mit den 1.800 Mitwirkenden auf der Bühne möglich gemacht. “Vor jeder Probe müssen alle Teilnehmer einen Covid-19-Schnelltest machen”, erklärt Rutz. “Mit Hilfe des Bayerischen Roten Kreuzes und unseren Mitarbeitern war diese zusätzliche logistische Hürde zu meistern.”

Erstmals Vorstellungen ausschließlich
für Jugendliche und Junge Erwachsene

Erstmals werden am 7. und 8. Mai 2022 zwei Vorstellungen der Oberammergauer Passionsspiele ausschließlich für Jugendliche und junge Erwachsene stattfinden. Die Jugendtage haben das Ziel, insgesamt 8.000 Jugendliche zwischen 16 und 28 Jahren an diesen beiden Tagen in Oberammergau zu versammeln und ihnen den Besuch der Passionsspiele zu vergünstigten Konditionen zu ermöglichen. Durch eine Einführung ins Spiel und Gespräche mit Mitwirkenden wird der Hintergrund der Passionsspiele erläutert. Spielleiter Christian Stückl will sich mit diesem Projekt bewusst an alle Konfessionen und Nationalitäten richten und so den interkulturellen und interreligiösen Austausch fördern. Die Jugendtage werden im Rahmen des Förderprogramms „Regionalkultur“ des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat unterstützt.
(Quelle: Pressemitteilung Passionsspiele Oberammergau / Beitragsbild, Fotos: Passionsspiele 2022 Oberammergau – Birgit Gudjonsdottir)