Nach 20 Jahren wiederentdeckt: LBV findet seltene Heuschrecke im Allgäu

Nach 20 Jahren wiederentdeckt: LBV findet seltene Heuschrecke im Allgäu

Oberstdorf / Bayern – Pünktlich zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai gibt es eine besondere Nachricht aus dem Allgäu: Dort haben die Gebietsbetreuer des bayerischen Naturschutzverbands LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) an der Trettach bei Oberstdorf die seltene Türks Dornschrecke entdeckt. Im Allgäu war die vom Aussterben bedrohte Heuschreckenart seit mehr als 20 Jahren verschollen – Experten gingen daher bereits von einem Erlöschen der Population aus.

Deutschlandweit gibt es darüber hinaus nur noch wenige Vorkommen, die alle in Oberbayern liegen. „Der Fund zeigt, wie wichtig naturnahe Wildflüsse für viele bedrohte Arten sind. Solche Lebensräume sind heute selten geworden. Deshalb zählt jeder Meter, an dem ein Fluss noch wild fließen darf, wie hier an der Trettach“, sagt LBV-Gebietsbetreuerin Tanja König.

Die Türks Dornschrecke kommt nur dort vor, wo Flüsse noch Platz haben und durch Hochwasser immer wieder offene Kiesflächen entstehen. Auf dem Wildflussschotter findet ihr ganzes Leben statt: Sie ernähren sich von den Algen, Moosen und Gräsern, die dort vorkommen, pflanzen sich fort und legen ihre Eier gut getarnt in den Kies. Die Art ist nur etwa zehn Millimeter groß und reagiert sehr sensibel auf Veränderungen ihres Lebensraums: Werden Flüsse verbaut, beispielsweise durch Wasserkraftwerke, verschwindet auch die seltene Heuschrecke. Weil es in Deutschland kaum noch geeignete Lebensräume für die Türks Dornschrecke gibt, gilt die Art bundesweit als vom Aussterben bedroht.

Seltene Arten finden an der Trettach letzten Rückzugsort

Der betroffene Abschnitt der Trettach gehört zu den letzten weitgehend natürlichen Wildflusslandschaften im Allgäu. Dort finden nicht nur Türks Dornschrecken geeignete Bedingungen, sondern auch viele andere Tier- und Pflanzenarten wie der vom Aussterben bedrohte Flussuferläufer oder Alpenschwemmlinge wie die Alpen-Wachsblume. „Dieser Teil der Trettach bei Oberstdorf ist ein echtes Naturjuwel. Gerade solche wilden Flüsse zeigen, wie vielfältig und lebendig unsere Natur sein kann, wenn man ihr Raum lässt“, sagt Tanja König vom LBV.

LBV fordert konsequenten Schutz naturnaher Flüsse

Die Wiederentdeckung macht deutlich, wie wichtig naturnaher Flusslandschaften für die Artenvielfalt sind. Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt erinnert der LBV deshalb daran, wie dringend diese Lebensräume geschützt werden müssen. „Schon kleine Veränderungen können empfindliche Arten verdrängen. Dort wo es noch wilde Abschnitte von Flüssen gibt, sollte deshalb jede Art von Eingriff konsequent vermieden werden“, mahnt die Gebietsbetreuerin. Nur so haben Arten wie die Türks Dornschrecke auch künftig eine Überlebenschance.

Um die Türks Dornschrecke und anderer spezialisierter Arten zu fördern, führt der LBV insbesondere in Oberbayern das Bundesprojekt „Bayerns Seltenste – Arten der Trockenlebensräume“ durch. Infos zum Projekt: lbv.de/trockenlebensraeume/.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Eisstadion bleibt Besuchermagnet

Rosenheimer Eisstadion bleibt Besuchermagnet

Rosenheim – Das städtische Eisstadion in Rosenheim bleibt eine feste Größe im Sportkalender der Stadt: In der Saison 2025/2026 kamen zwischen September und Anfang April insgesamt 183.927 Besucher zu Eishockey, Eiskunstlauf, Stockschützensport und öffentlichem Eislauf.

Den größten Anteil machten dabei die Spiele der ersten Mannschaft der Starbulls Rosenheim aus. Mehr als 103.000 Zuschauer verfolgten die Heimspiele des Rosenheimer Eishockeyclubs im städtischen Eisstadion.

Auch der öffentliche Eislauf erfreute sich großer Beliebtheit: Über 28.500 Wintersportler nutzten das Angebot – darunter mehr als 12.500 Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schulaktivitäten.

Breitensport spielt wichtige Rolle

Weitere Besucherzahlen entfallen laut der Stadt Rosenheim auf den Nachwuchs- und Hobbyeishockeybereich, den Eiskunstlauf sowie die Stockschützen.
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betont die Bedeutung des Eisstadions für die Stadt: Neben den hohen Zuschauerzahlen bei den Starbulls freue ihn besonders, dass die Anlage intensiv von Kindern, Jugendlichen und Breitensportlern genutzt werde. Dies zeige den hohen Stellenwert des Eisstadions für das sportliche und gesellschaftliche Leben in Rosenheim.

Eine lange Pause gibt es nicht: Bereits Mitte August sollen Profi-, Nachwuchs- und Hobbyeishockeyspieler wieder aufs Eis gehen. Der öffentliche Lauf startet voraussichtlich im September.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TH Rosenheim startet Bikesharing für Campus-Mobilität

TH Rosenheim startet Bikesharing für Campus-Mobilität

Rosenheim – Mit einem Aktionstag unter dem Motto „Share your bike, share your ride“ hat die Technische Hochschule Rosenheim den offiziellen Start des neuen Bikesharing-Angebots im Rahmen des Forschungsprojekts „CaMoRoT“ gefeiert. Das Projekt steht für „Campus Mobilität Rosenheim Traunstein“ und soll die individuelle Pkw-Nutzung reduzieren und damit CO₂-Emissionen am Campus senken.

Im Fokus steht dabei die sogenannte letzte Meile zwischen Bahnhof und Hochschule: Studierende und Beschäftigte können seit Anfang Mai per App Fahrräder gegen eine geringe Gebühr buchen, um bequem zwischen Bahnhof und Campus zu pendeln. Ergänzend wurden bereits zu Jahresbeginn neue Fahrradabstellplätze an zentralen Campus-Standorten geschaffen, teils mit Überdachung als wettergeschützte Parkmöglichkeit. Voraussichtlich ab Anfang Juli soll zudem eine Mitfahrplattform online gehen, über die sich Hochschulangehörige unkompliziert zu Fahrgemeinschaften vernetzen können.

Mobilitätskonzept wächst Schritt für Schritt

Das Angebot basiert auf einer vorherigen Befragung von Studierenden und Mitarbeitenden, bei der Wünsche und Anforderungen an die Campusmobilität erhoben wurden. Ziel sei es, bestehende Lücken im Mobilitätsangebot zu schließen und so den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiver zu machen, erklärte Projekt-Mitarbeiterin Astrid Niederberger vom Campus Chiemgau in Traunstein.

Auch aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer stößt das Konzept auf Zustimmung. Mobilitätsbotschafterin Bettina Moser verwies darauf, dass sie künftig auf das Bikesharing umsteigen wolle, da ihr eigenes Fahrrad am Bahnhof wartungsintensiv sei. Besonders die geplante Mitfahrplattform sei für sie interessant. Ihr Kollege Andreas Uhlig betonte zudem die Bedeutung kurzer Wege und einer guten Erreichbarkeit von Wohn-, Arbeits- und Bildungsorten ohne Auto.

Beim Aktionstag selbst wurden die Maßnahmen an einem Informationsstand vorgestellt. Zudem fand eine gemeinsame Fahrradtour zwischen Hochschule und Bahnhof statt, bei der die Teilnehmenden anschließend von der Hochschulleitung empfangen wurden. Vizepräsident Professor Dr. Uwe Strohbeck unterstrich dabei die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz für die Hochschule und verwies auf den Beitrag des Projekts zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Anton Maier)

TSV 1860 Rosenheim U21 gewinnt torreich in Reichertsheim

TSV 1860 Rosenheim U21 gewinnt torreich in Reichertsheim

Rosenheim – In der Kreisliga hat die U21 des TSV 1860 Rosenheim ihr Auswärtsspiel beim SV Reichertsheim II mit 5:3 gewonnen. Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich eine offene und offensiv geführte Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.

Die U21 erwischte den besseren Start: Aini Merepeza traf früh doppelt (10., 13.) und brachte sein Team mit 2:0 in Führung. Nach dem Anschlusstreffer durch Tobias Lohmaier (18.) erhöhte Arbenit Krasniqi kurz darauf auf 3:1 (20.). Noch vor der Pause stellte Merepeza mit seinem dritten Treffer auf 4:1 (37.).

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel abwechslungsreich. Merepeza machte mit seinem vierten Tor des Tages (53.) das 5:1 perfekt. Ein Eigentor von Felix Jahn (65.) sowie ein weiterer Treffer von Lohmaier (72.) sorgten schließlich für den 5:3-Endstand. Mit dem Auswärtssieg überschritt die U21 zudem die Marke von 100 Saisontoren.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

IHK-Wahl: Neue Vertreter für Region Rosenheim stehen fest

IHK-Wahl: Neue Vertreter für Region Rosenheim stehen fest

Rosenheim / Landkreis – Bei der IHK-Wahl 2026 sind  Vertreter für den IHK-Regionalausschuss Rosenheim sowie einzelne Sitze in der IHK-Vollversammlung neu bestimmt worden. In Stadt und Landkreis Rosenheim waren nach Angaben der IHK rund 29.000 Unternehmen wahlberechtigt.

21 Sitze im Regionalausschuss vergeben

Für den IHK-Regionalausschuss Rosenheim wurden 21 Sitze an 32 Kandidierende vergeben. Vier Mitglieder ziehen dabei erstmals in das Gremium ein, 17 bisherige Mitglieder wurden wiedergewählt. Auch der amtierende Vorsitzende Andreas Bensegger wurde erneut bestätigt, sofern er erneut kandidiert hatte.

Der Regionalausschuss kommt laut IHK auf einen Altersdurchschnitt von 46 Jahren und liegt damit unter dem Durchschnitt aller IHK-Regionalausschüsse in Oberbayern (49 Jahre). Zudem sind knapp ein Viertel der Mitglieder Unternehmerinnen.

Die Zusammensetzung spiegelt unterschiedliche Wirtschaftsbereiche wider: Fünf Mitglieder kommen aus Industrie, Verkehr und Logistik, fünf aus Handel und Gastgewerbe sowie elf aus dem sonstigen Dienstleistungsgewerbe. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. In der konstituierenden Sitzung am 11. Juni soll der neue Vorsitz gewählt werden. Der oder die Vorsitzende sowie ein weiteres Mitglied erhalten anschließend automatisch einen Sitz in der IHK-Vollversammlung.

Vertreter aus der Region in der Vollversammlung

Auch die regionalen Direktkandidierenden für die IHK-Vollversammlung wurden bestimmt. Von neun Kandidierenden aus der Region konnten sich laut IHK vier durchsetzen: Denise Schurzmann, Kai Junghänel, Tobias Schuhmacher und Georg Dettendorfer.

Die IHK-Vollversammlung wird von mehr als 400.000 Mitgliedsunternehmen in ganz Oberbayern gewählt und soll am 8. Juli ihr neues Präsidium bestimmen.

Insgesamt hatten sich in Oberbayern rund 650 Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter um mehr als 400 ehrenamtliche Mandate beworben, darunter 350 Sitze in den 20 Regionalausschüssen.
Die IHK ist nach eigenen Angaben die gesetzliche Interessenvertretung der gewerblichen Wirtschaft und übernimmt verschiedene, vom Staat übertragene Aufgaben.
(Quelle: Pressemitteilung IHK / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Bund Naturschutz: „Hochwasser und Hitze sind hausgemacht“

Bund Naturschutz: „Hochwasser und Hitze sind hausgemacht“

Rosenheim / Landkreis – Bei seiner Jahreshauptversammlung 2026 in Rosenheim hat die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) den Zusammenhang von Klimawandelfolgen und Landnutzung in den Mittelpunkt gestellt. Nach Einschätzung der Naturschützer sind Artenschwund und Klimafolgen nicht nur globale Entwicklungen, sondern auch regional beeinflussbar.

Landnutzung als zentraler Einflussfaktor

Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Karl Auerswald, der mehrere Jahrzehnte für die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising tätig war, stellte in seinem Vortrag die Bedeutung der Landnutzung für Wasserhaushalt und Klima besonders heraus. Nach seiner Einschätzung sei der „landnutzungsgetriebene Klimawandel stärker als der CO₂-getriebene Klimawandel“.

Auerswald verwies darauf, dass Flutkatastrophen wie im Ahrtal 2021 oder in Valencia 2024 sowie Hitzerekorde meist im Zusammenhang mit dem atmosphärischen Klimawandel diskutiert würden. Dies könne jedoch auch zu einem Gefühl von Ohnmacht führen. „das lähmt, das macht uns fertig“, wird er zitiert.

Nach seiner Darstellung werde der Einfluss der regionalen Landnutzung dabei häufig unterschätzt. Der Gestaltungsspielraum vor Ort sei deutlich größer, als es die öffentliche Debatte nahelege. „Vielleicht verstehen Meteorologen von Landnutzung zu wenig“, habe er ergänzend gesagt.

„Hotspot“ Mangfalltal und Versiegelung

Die BN-Kreisgruppe sieht insbesondere das untere Mangfalltal und große Teile des Inntals als stark verändert an. Diese hätten sich aus ihrer Sicht durch Versiegelung, Drainage und Bodenverdichtung zu sogenannten „Hotspots“ entwickelt.

Laut Auerswald führe diese Entwicklung zu einer stärkeren Erwärmung und zu einem schnelleren Abfluss von Wasser. Als mögliche Gegenmaßnahmen wurden bei der Versammlung unter anderem mehr Bäume, Dachbegrünung sowie die Entsiegelung von Flächen genannt.

Auerswald verwies zudem auf langjährige Forschungsergebnisse zur Boden- und Wasserbilanz. Untersuchungen zeigten demnach, dass sich der Wasserabfluss selbst in kleinen Landschaftsräumen deutlich verzögern lasse. Straßen und Gräben hingegen führten Niederschläge sehr schnell ab.

Nach Darstellung des BN trage auch im ländlichen Raum die zunehmende Versiegelung zur Problematik bei. Ein typischer Forst mit befahrbaren Wegen erreiche teilweise eine Straßendichte wie städtische Gebiete. In Bayern seien inzwischen rund sechs Prozent der Landesfläche versiegelt.

„Wasser in der Fläche halten“

Auerswald plädierte laut BN dafür, Wasser möglichst lange in der Landschaft zu halten – sowohl zum Schutz vor Hochwasser als auch zur Stabilisierung des Grundwassers. Landwirte könnten durch Maßnahmen wie Hecken und Grünland das Mikroklima positiv beeinflussen und damit auch Erträge sichern, insbesondere in Trockenperioden.

Gleichzeitig betonte er, dass der langsame Ausstieg aus fossilen Energien zwar weiterhin eine Herausforderung sei, die Landnutzung jedoch bereits kurzfristig einen großen Einfluss auf Hitze und Verdunstung habe.

Beispiele aus der Region und politische Forderungen

Aus den Ortsgruppen Bernau und Wasserburg berichteten laut BN die Vorsitzenden Pia Ostler und Max Finster über konkrete Projekte. Besonders artenreiche Wiesen am Hitzelsberg sollen demnach als „geschützter Landschaftsbestandteil“ erhalten bleiben und nicht für ein geplantes Chaletdorf mit 39 Einheiten weichen.

Im Bereich der Weiher Filzen seien zudem Flächen mit Unterstützung des Landratsamts angekauft und wiedervernässt worden. Dadurch entstünden Lebensräume für Amphibien wie Spring- und Laubfrösche und gleichzeitig werde der Wasserrückhalt in der Landschaft verbessert.

BN-Kreisvorsitzender Rainer Auer äußerte sich zudem zum geplanten Ausbau der A8. Aus seiner Sicht würde eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs gegen die Planfeststellung im Januar 2027 auch dem Klima- und Bodenschutz dienen, da weitere Bodenversiegelung vermieden werden könnte.
(Quelle: Pressemitteilung Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim)

Unfall in Rosenheim: Fahrrad gestohlen – und kurz darauf wieder aufgetaucht

Unfall in Rosenheim: Fahrrad gestohlen – und kurz darauf wieder aufgetaucht

Rosenheim – Ein Verkehrsunfall in Rosenheim nahm am Dienstagnachmittag (19.5.2026)  nach Angaben der Polizei eine ungewöhnliche Wendung: Ein verletzter Radfahrer geriet nicht nur wegen eines Vorfahrtsverstoßes in den Fokus – sondern offenbar auch wegen eines kurz zuvor gestohlenen Fahrrads.

Zu dem Unfall kam es laut Polizei am Dienstag (19.5.2026) gegen 14 Uhr im Bereich Steinbökstraße / Frühlingstraße in Rosenheim. Ein 45-jähriger Radfahrer ohne festen Wohnsitz war auf der Steinbökstraße unterwegs und wollte anschließend in die Frühlingstraße einfahren. Dort fuhr ein 29-jähriger Autofahrer aus Rosenheim auf der vorfahrtsberechtigten Straße.

Nach den Angaben der Polizei missachtete der Radfahrer die Vorfahrt. Es kam zum Zusammenstoß mit dem Auto. Der 45-Jährige wurde von der Fahrzeugfront erfasst, stürzte über die Motorhaube auf die Fahrbahn und zog sich Prellungen sowie Schürfwunden zu. Der alarmierte Rettungsdienst behandelte ihn vor Ort ambulant.

Unfall mit Folgen für Ermittlungen

Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 3.000 Euro am Auto und etwa 100 Euro am Fahrrad.

Doch damit war der Einsatz offenbar noch nicht beendet: Während der Unfallaufnahme stellten die Beamten nach eigenen Angaben fest, dass gegen den 45-Jährigen ein Haftbefehl wegen Diebstahls bestand.

Fahrrad gestohlen – Zufall oder schneller Wiedererkennungsfall?

Fast zeitgleich ergab sich laut Polizei eine weitere überraschende Entwicklung: Eine 55-jährige Autofahrerin hielt eher zufällig an der Unfallstelle an und erklärte den Beamten, dass das Fahrrad ihrem Sohn kurz zuvor gestohlen worden sei.

Gegen den 45-Jährigen wurde deshalb laut Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrraddiebstahls eingeleitet. Aufgrund des bestehenden Haftbefehls wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zudem erwartet ihn ein Bußgeldverfahren wegen der Vorfahrtsmissachtung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Pfingstferien im Freilichtmuseum Amerang: Familienprogramm mit Mühlentag und Mitmachaktionen

Pfingstferien im Freilichtmuseum Amerang: Familienprogramm mit Mühlentag und Mitmachaktionen

Amerang / Landkreis Rosenheim – In den Pfingstferien lädt das Freilichtmuseum Amerang mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie ein. Besucher erwarten Vorführungen, offene Werkstätten, Führungen und spannende Einblicke in altes Handwerk und bäuerliches Leben.

Zum Auftakt der Ferien findet am Pfingstmontag, 29. Mai, der Deutsche Mühlentag statt. Ab 11 Uhr gibt es an der historischen Sägemühle Vorführungen mit Kurzführungen. Kinder können parallel in einer offenen Werkstatt mitmachen und kreativ werden. Am Nachmittag liest Wilma Pfeiffer in der Furthmühle Märchen für Kinder vor.

Offene Werkstätten und Honigernte

Auch in den Ferien stehen mittwochs von 13 bis 16 Uhr Mitmachaktionen für Familien auf dem Programm. Am 27. Mai dreht sich alles um Handwerk und Kreativität, am 3. Juni um Tiere und ihre Produkte. Außerdem können Besucher Imker Marinus Gasser bei der Honigernte über die Schulter schauen und mehr über Bienen und Imkerei erfahren.

Führung und Fotoausstellung

Zum Ferienabschluss gibt es am Sonntag, 7. Juni, eine offene Führung durch das Museum.

Zudem ist die Fotoausstellung „Hans. Eine kleine Geschichte vom Glück“ mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Fotograf Stefan Winkelhöfer zu sehen.

Das Museum ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website des Freilichtmuseums Amerang.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Die Sägemühle aus Waldhausen wird am bundesweiten Müh-lentag in Betrieb genommen. Copyright Bezirk Oberbayern, FLM Amerang, C. Heim)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 20. Mai – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass in fast jeder Deiner Zellen die komplette DNA gespeichert ist?
Sie enthält die Informationen für Deinen Körper.
Ein komplexes System im Kleinen.

Vielleicht wird Dir heute bewusst, wie viel in Dir steckt.

Wir wünschen Dir einen faszinierenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Kreisfeuerwehrverband Traunstein dankt Ausbildern – Abendessen im Schatten des Bergwaldbrands

Kreisfeuerwehrverband Traunstein dankt Ausbildern – Abendessen im Schatten des Bergwaldbrands

Kiebberg / Landkreis Traunstein – Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hat seinen ehrenamtlichen Ausbildern, Schiedsrichtern und Fachbereichsmitgliedern für ihren Einsatz gedankt. Wegen des laufenden Bergwaldbrands in Ruhpolding fand das Treffen in kleinerem Rahmen statt.

Im Landkreis Traunstein wird das gesamte Feuerwehrwesen ehrenamtlich getragen. Das gilt auch für die Ausbildung der rund 5.000 aktiven Feuerwehrdienstleistenden. Einen zentralen Beitrag leisten dabei die sogenannten Landkreis-Ausbilder, die ihr Wissen in zahlreichen Lehrgängen weitergeben.

Als Zeichen der Wertschätzung lud der Kreisfeuerwehrverband Traunstein seine Ausbilder, Schiedsrichter und Fachbereichsmitglieder auch in diesem Jahr zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Aufgrund des zeitgleich laufenden Bergwaldbrands in Ruhpolding, bei dem zahlreiche Einsatzkräfte gebunden waren, wurde die Veranstaltung bewusst verkleinert.

Dank für ehrenamtliches Engagement

Trotz der angespannten Lage folgten zahlreiche Ehrenamtliche der Einladung ins Gasthaus zur Post in Kienberg. Der Fach-Kreisbrandmeister für das Ausbildungswesen im Landkreis Traunstein, Florian Ettmayr, hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Ausbilder hervor. Ohne deren Engagement könne der Ausbildungsbedarf der Feuerwehren nicht gedeckt werden, da die staatlichen Feuerwehrschulen dies allein nicht leisten könnten.

Zugleich bedankte er sich für den großen Einsatz im Feuerwehrwesen und würdigte die Arbeit der Ausbilder als unverzichtbar für das gesamte System. Nach der kurzen Ansprache stand der kameradschaftliche Austausch im Mittelpunkt des Abends.

Dabei spielte auch der zeitgleiche Einsatz beim Bergwaldbrand am Saurüsselkopf eine große Rolle, bei dem zahlreiche Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis im Einsatz waren.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

TSV 1860 Rosenheim feiert Meisterschaft nach Last-Minute-Ausgleich in Grünwald

TSV 1860 Rosenheim feiert Meisterschaft nach Last-Minute-Ausgleich in Grünwald

Rosenheim / Grünwald – Der TSV 1860 Rosenheim hat sich in der Landesliga Südost die Meisterschaft gesichert. Beim TSV Grünwald reichte ein Last-Minute-Treffer zum 2:2-Unentschieden, das gleichzeitig den direkten Konkurrenten aus Wasserburg in die Relegation schickt.

 Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim hat am 18. Mai 2026 die Meisterschaft in der Landesliga Südost perfekt gemacht. Entscheidend war ein 2:2-Unentschieden beim TSV Grünwald, das durch einen Treffer in der Nachspielzeit zustande kam.

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber druckvoll. Grünwald hatte optisch mehr Ballbesitz, konnte sich jedoch zunächst kaum zwingende Torchancen erspielen. Dennoch gingen die Hausherren durch einen direkten Freistoß und einen individuellen Fehler mit 2:0 in die Halbzeitpause. Die Rosenheimer agierten in der ersten Hälfte zu fehleranfällig und mit Schwächen im Zweikampfverhalten.

Starke zweite Hälfte bringt die Wende

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TSV 1860 Rosenheim deutlich verbessert. Grünwald ließ im Laufe des Spiels körperlich nach und konnte sich zunehmend nur noch mit langen Bällen befreien, die überwiegend von der Rosenheimer Defensive abgefangen wurden.

In der 65. Minute gelang der Anschlusstreffer: Nach einem Pass von Liam Markulin traf Noah Markulin zum 2:1. Rosenheim blieb anschließend am Drücker und erspielte sich weitere Chancen, unter anderem durch einen Schuss von Michael Summer sowie einen Kopfball von Florian Grundner, der knapp über das Tor ging.

Der Ausgleich fiel schließlich in der fünften Minute der Nachspielzeit. Nach einem nicht konsequent geklärten Ball setzte sich Rosenheim im Angriff fest. Über Leon Tutic und Liam Markulin kam der Ball in die Mitte, wo Michael Summer per Kopf zum 2:2 traf.

Meisterschaft und Aufstieg perfekt

Direkt nach dem Schlusspfiff brachen bei den Rosenheimern alle Dämme. Mit der starken Rückrunde – 14 Siege aus 17 Spielen – sicherte sich das Team den Titel in der Landesliga Südost und den damit verbundenen Aufstieg.
Durch das Unentschieden muss der direkte Konkurrent aus Wasserburg in die Relegation.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

Schüler der Freien Waldorfschule zeigt Dokumentarfilm über Kenia-Reise im Marias Kino

Schüler der Freien Waldorfschule zeigt Dokumentarfilm über Kenia-Reise im Marias Kino

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Am 11. Juni präsentiert Valentin Hopf, Schüler der 12. Klasse der Freien Waldorfschule, seinen selbst produzierten Dokumentarfilm im Marias Kino in Bad Endorf. Der Film entstand während eines Sozialpraktikums in Kenia gemeinsam mit dem Projekt „upendo tamu“ und gibt persönliche Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort sowie in die bewegenden Erfahrungen der Reisegruppe.

Während seines Sozialpraktikums in Kenia begleitete Valentin Hopf die gesamte Reise mit der Kamera. Aus den Aufnahmen entstand eine persönliche Dokumentation, die Begegnungen, Alltagssituationen und besondere Momente der Reise festhält.
Der Film vermittelt nicht nur Eindrücke vom Leben der Menschen in Kenia, sondern zeigt auch die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse der Schüler während ihres Aufenthalts.

Die Vorführung findet am Donnerstag, 11. Juni, um 19:30 Uhr im Marias Kino (Eisenbartlinger Weg 4, 83093 Bad Endorf) statt.
Der Eintritt beträgt 3 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Freie Waldorfschule Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)