Neue App-Funktionen sollen Bauern Bürokratie erleichtern

Neue App-Funktionen sollen Bauern Bürokratie erleichtern

Feldkirchen-Westerham / Landkreis Rosenheim – Darf heute gemäht werden? Ist Mulchen auf einer bestimmten Fläche erlaubt? Antworten auf solche Fragen sollen Bayerns Landwirte künftig noch schneller erhalten. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat die Förder-App FAL-BY um neue Funktionen erweitert.

Vorgestellt wurden die Neuerungen auf den Flächen von Landwirt Johannes Köpke in Feldkirchen-Westerham. Die App unterstützt Landwirte bereits seit 2023 bei der Umsetzung von Fördervorgaben und beim Flächenmonitoring.

Nach Angaben des Ministeriums soll die neue Funktion „Feldinfo“ auf einen Blick zeigen, welche Vorgaben auf einer bestimmten Fläche aktuell gelten. Über einen Kalender können Nutzer sowohl den aktuellen Tag als auch ein gewünschtes Datum auswählen. Die Ergebnisse werden übersichtlich mit einem Ampelsystem dargestellt und anschließend erläutert.

Informationen direkt auf dem Feld

Ebenfalls neu ist das sogenannte „Mini-Merkblatt“. Es fasst wichtige Förderauflagen in kurzer Form zusammen und soll Landwirten den Blick in umfangreiche Regelwerke ersparen. Enthalten sind derzeit Informationen zu verschiedenen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie zu Öko-Regelungen.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sieht darin eine praktische Hilfe im Umgang mit bürokratischen Anforderungen. Ziel sei es, Landwirten die Einhaltung von Fördervorgaben zu erleichtern und notwendige Informationen direkt vor Ort verfügbar zu machen.

Weitere Funktionen geplant

Nach Angaben des Ministeriums wird die App bereits von immer mehr Landwirten genutzt. Die positiven Rückmeldungen hätten gezeigt, dass insbesondere die neuen Informationsangebote gefragt seien.

Deshalb soll FAL-BY künftig weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem zusätzliche Abfragen wie „Wo darf ich heute pflügen?“ sowie weitere Informationen zu förderrechtlichen Vorgaben.

Nach Einschätzung des Ministeriums leisten digitale Anwendungen wie FAL-BY einen wichtigen Beitrag dazu, die heimische Landwirtschaft bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und bürokratische Hürden zu verringern.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus / Beitragsbild: StMELF/Prien)

Brand in der Kirche St. Georg in Eggstätt

Brand in der Kirche St. Georg in Eggstätt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – In der Kirche St. Georg in Eggstätt (Landkreis Rosenheim)  ist es am Donnerstag (18.6.2026) zu einem Brand gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen zwischen etwa 7 und 16 Uhr.

Zeugen, die auf dem Friedhof Gartenarbeiten verrichteten, bemerkten Brandgeruch und verständigten die Einsatzkräfte. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Vorhang im linken Eingangsbereich der Kirche verbrannt war und die dahinterliegende Wand stark verrußt wurde.
Als die Freiwillige Feuerwehr Eggstätt eintraf, war das Feuer bereits erloschen. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Bereich vorsorglich weiter. Verletzt wurde niemand.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Polizeiinspektion Prien hat die Ermittlungen aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Leblose Person im Tinninger Weiher gefunden

Leblose Person im Tinninger Weiher gefunden

Riedering / Landkreis Rosenheim – Im Tinninger Weiher ist am Donnerstagnachmittag (18.6.2026) eine leblose Person entdeckt worden. Gegen 17.22 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ein Notruf ein.

Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht rückten daraufhin zum Weiher aus. Vor Ort konnte eine Person aus dem Wasser geborgen werden. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 76-jährigen aus dem Landkreis Rosenheim.
Die genauen Umstände sind noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Frage, ob es sich um einen Badeunfall handelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Importe steigen deutlich – besonders Erdöl und Erdgas legen stark zu

Importe steigen deutlich – besonders Erdöl und Erdgas legen stark zu

Bayern – Die bayerische Wirtschaft hat im April 2026 Waren im Wert von knapp 20,4 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders deutlich fällt dabei ein Bereich auf: Die Einfuhren von „Erdöl und Erdgas“ haben sich im Vergleich zum April 2025 mehr als verdoppelt (+100,4 Prozent).

Auch die Exporte Bayerns entwickelten sich im April positiv, wenn auch deutlich moderater. Sie stiegen um 1,5 Prozent auf rund 19,5 Milliarden Euro. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamt für Statistik hervor.

Energieimporte im Fokus

Neben klassischen Industriegütern wie Maschinen oder Fahrzeugteilen rückt vor allem der Energiesektor in den Zahlen in den Vordergrund. Erdöl und Erdgas zählen im April 2026 zu den auffälligsten Importgütern – mit einem Importwert von knapp 0,9 Milliarden Euro und einem starken Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Wichtigste Handelspartner bleiben stabil

Bei den Exportländern liegen weiterhin die USA, Österreich, Frankreich, Italien, Polen und China vorn – jeweils mit Exportwerten von über einer Milliarde Euro. Während die Ausfuhren in die USA und nach China zurückgingen, legten sie in mehreren europäischen Ländern zu.

Auf der Importseite bleibt China wichtigstes Herkunftsland für Bayern, gefolgt von Österreich, Tschechien, Italien, Polen und den USA. Besonders stark gestiegen sind dabei die Einfuhren aus den USA (+18,0 Prozent).

Einordnung der Redaktion: Warum Erdöl und Erdgas so stark zulegen

Der kräftige Anstieg bei den Importen von Erdöl und Erdgas (+100,4 Prozent) fällt in den aktuellen Außenhandelszahlen besonders ins Auge. Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich dabei um Wertangaben in Euro, nicht um die tatsächlich importierte Menge.

Die Redaktion ordnet die Entwicklung daher vor allem als statistischen Effekt ein. Ein wesentlicher Faktor sind schwankende Weltmarktpreise, die den Importwert deutlich nach oben treiben können, ohne dass sich der Energieverbrauch im gleichen Maß verändert.
Hinzu kommen unregelmäßige Einkaufszeitpunkte von Unternehmen und Energieversorgern, etwa zur Auffüllung von Speichern oder zur Absicherung gegen Preisschwankungen. Solche gebündelten Käufe können einzelne Monatswerte deutlich verzerren.

Auch ein sogenannter Basiseffekt spielt eine Rolle: Fällt der Vergleichsmonat des Vorjahres ungewöhnlich niedrig aus, entstehen schnell sehr hohe prozentuale Zuwächse.

Fazit: Der starke Anstieg ist nach Einschätzung der Redaktion vor allem eine Momentaufnahme der Importwerte – und kein automatischer Hinweis auf eine Verdopplung des tatsächlichen Energieverbrauchs in Bayern.

Gemischte Entwicklung bei Industrieprodukten

Bei den wichtigsten Exportgütern zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während etwa „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“ deutlich zulegten (+14,0 Prozent), gingen unter anderem die Ausfuhren von „Personenkraftwagen und Wohnmobilen“ spürbar zurück (-20,6 Prozent).

Insgesamt ergibt sich für die ersten vier Monate 2026 ein leichtes Plus: Die Exporte steigen um 1,7 Prozent, die Importe um 4,9 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik /Kasten: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Umweltausschuss des Landkreises vor Ort: Einblicke in Kompostieranlage in Bruckmühl

Umweltausschuss des Landkreises vor Ort: Einblicke in Kompostieranlage in Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – „Mehr Einblicke, weniger Beschlüsse“ – so fasst Landrat Lederer den jüngsten Außentermin des Umweltausschusses im Landkreis Rosenheim zusammen. Statt einer klassischen Sitzung stand in dieser Woche eine Besichtigung der Kompostieranlage Noderwiechs in Bruckmühl auf dem Programm.

Hintergrund ist die neu zusammengesetzte Runde nach den Kommunalwahlen im Mai: Neun der insgesamt 14 Mitglieder sind erstmals im Ausschuss vertreten. Der gemeinsame Vor-Ort-Termin sollte daher auch dem besseren Verständnis zentraler Aufgaben im Landkreis dienen.

Blick hinter die Kulissen der Kompostierung

In Bruckmühl erhielten die Mitglieder Einblicke in die Arbeit der Kompostieranlage, die eine wichtige Rolle in der regionalen Kreislaufwirtschaft spielt. Allein im Jahr 2025 wurden dort rund 65.000 Kubikmeter Grüngut verarbeitet.

Aus dem angelieferten Material entstehen hochwertige Kompostprodukte und Erden, die anschließend wieder im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden. Das schont natürliche Ressourcen und reduziert Transportwege. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger die Produkte direkt vor Ort für den eigenen Garten erwerben.

Aufgrund des steigenden Bedarfs wird die Anlage derzeit erweitert. Die entsprechenden Maßnahmen sollen voraussichtlich bis 2027 abgeschlossen sein.

Weitere Themen: Naturschutz, Biber und Nahverkehr

Im Anschluss an den Rundgang informierte die untere Naturschutzbehörde über Schutzgebiete im Landkreis sowie das aktuelle Bibermanagement. Außerdem gab es einen Überblick zum öffentlichen Nahverkehr als weiteres zentrales Thema der Landkreisarbeit.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Tag der offenen Gartentür im Landkreis Rosenheim: Blicke hinter private Gartenparadiese

Tag der offenen Gartentür im Landkreis Rosenheim: Blicke hinter private Gartenparadiese

Rosenheim / Landkreis – Wer schon immer einmal einen Blick über den eigenen Gartenzaun hinaus wagen wollte, bekommt dazu bald Gelegenheit: Am Sonntag, 28. Juni 2026, findet im Landkreis Rosenheim der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Zwischen 10 und 17 Uhr öffnen sich in den Gemeinden Breitbrunn, Eggstätt und Hemhof (Gemeinde Bad Endorf) sonst verborgene private Gartenparadiese.

Insgesamt laden neun Privatgärten sowie mehrere besondere Anlagen zum Entdecken ein – darunter der Gemeinschaftsgarten „Hemhofer Dorfgarten e.V.“, die Staudenpflanzungen am Rathaus Breitbrunn, der „Hofanger“ in Gstadt sowie ein „Erdmuttergarten“ nach keltischem Vorbild.

Vielfalt, Ideen und Austausch im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Aktion steht der Austausch rund um Gartenkultur und Gestaltungsideen. „Diese Aktion bietet Gelegenheit, Anregungen und neue Ideen für den eigenen Hausgarten zu gewinnen und den Gedanken- und Ideenaustausch zwischen Nachbarn, Natur- und Gartenfreunden zu fördern“, erklärt Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, Susanne Summerer.

Die Gärten sind im gesamten Gebiet über eine beschilderte Radrundtour miteinander verbunden. So lässt sich der Aktionstag nicht nur zu Fuß, sondern auch per Rad gut erkunden.

Schmankerl entlang der Route

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine sowie Gartenbesitzer bereiten an mehreren Stationen kleine Schmankerl vor. Am Hofanger in Gstadt gibt es etwa Bratwurstsemmeln vom Lamm aus regionaler Haltung, in Hemhof erwartet die Besucher ein großes Kaffee- und Kuchenbuffet.
Organisiert wird der Aktionstag von den Kreisfachberatern in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie den örtlichen Vereinen.

Weitere Informationen zu den teilnehmenden Gärten, der Radroute und einer begleitenden Broschüre sind online abrufbar unter www.landkreis-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Tourist Info Breitbrunn)

Jazzfest Rosenheim: Drei Tage Jazz, Soul und Bebop unter freiem Himmel

Jazzfest Rosenheim: Drei Tage Jazz, Soul und Bebop unter freiem Himmel

Rosenheim – Seit gestern Abend steht Rosenheim wieder ganz im Zeichen des Jazz: Das Jazzfest Rosenheim ist am Donnerstag, 18. Juni, gestartet und läuft noch bis Samstag, 20. Juni 2026. Der Eintritt ist frei, finanziert wird das Festival  über freiwillige Spenden im Hut.

Eingeführt wurde das  Jazzfest im Rahmen eines besonderen Jubiläums: Der Jazzclub „Le Pirate“ feiert sein 50-jähriges Bestehen. Hinter dem Festival steht der Kulturförderverein „Le Pirate Rosenheim“, der die Idee verfolgt, die musikalische Vielfalt des Clubs für drei Tage unter freiem Himmel erlebbar zu machen.

Und das Interesse ist groß: Schon der Auftaktabend wurde vom Wetterglück begleitet – die milden Bedingungen sorgten für einen gut gefüllten Ölberg und eine spürbar entspannte Festivalstimmung.

Musikprogramm mit klarer Struktur

An jedem der drei Festivaltage stehen jeweils zwei Konzerte auf dem Programm: Beginn ist jeweils um 18 Uhr, das zweite Konzert folgt um 20 Uhr. Musikalisch spannt das Festival den Bogen von modernem Jazz über Soul bis hin zu klassischem Bebop.

Der gestrige Donnerstag eröffnete mit Severin Rauch’s Leg Transporter, einer Formation des Münchner Schlagzeugers, die mit afrikanisch geprägten Jazz-Rhythmen einen modernen Einstieg bot. Im Anschluss sorgte das Titilayo Adedokun Quintett mit Gospel-, Soul- und afrikanischen Einflüssen für einen kraftvollen Ausklang des ersten Abends.

Am heutigen Freitag (19.6.2026) spielen Mangold (18 Uhr) und anschließend yellowfleet (20 Uhr). Der Samstag bildet schließlich das Finale mit Tenor Council, geprägt vom Zusammenspiel zweier Saxophone, sowie dem Jesse Davis Quartett, das mit energiegeladenem Bebop den Schlusspunkt setzt.

Wetter, Bühne und besondere Festivalatmosphäre

Eine überdachte Bühne bietet mehr Sicherheit bei unsicherer Wetterlage bietet. So sollen die Konzerte möglichst durchgehend am Ölberg stattfinden können. Nur bei starkem Regen wird in den Club „Le Pirate“ ausgewichen.

Das Konzept geht bewusst über ein klassisches Festival hinaus: Open Air, frei zugänglich und mit direkter Nähe zwischen Musikern und Publikum – genau diese Mischung macht das Jazzfest seit Jahren zu einem festen Termin im Rosenheimer Kultursommer. Mehr Infos hier.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsaam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Warum wir so oft schweigen

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Warum wir so oft schweigen

Rosenheim – Manchmal sind es nicht die großen politischen Debatten, die einen zum Nachdenken bringen, sondern eine ganz alltägliche Situation. Eine, die mich in dieser Woche zunächst geärgert hat und seitdem nicht mehr loslässt, weil ich glaube, dass in ihr erstaunlich viel von dem steckt, was wir auch in unserer Gesellschaft erleben.

Es sollte eigentlich ein Abend zum Abschalten werden, ein fester Termin in meiner Woche, einer dieser seltenen Momente, in denen das Handy schweigt, die Nachrichten Pause haben und für anderthalb Stunden einmal nicht die Probleme anderer Menschen im Mittelpunkt stehen.

Als ich ankam, standen die großen Türen zum Garten weit offen, die Vögel zwitscherten, die Sonne ging langsam unter und ein leichter Luftzug zog durch den Raum – es war einer dieser Sommerabende, an denen man sofort ein Stück weit herunterfährt.

Als plötzlich niemand mehr etwas sagte

Dann äußerte eine Teilnehmerin den Wunsch, die Türen zu schließen, ihr sei kalt. Die Kursleiterin kam diesem Wunsch nach, die Türen gingen zu – und plötzlich saßen wir in einem warmen Raum, der sich mit jeder Minute weiter aufheizte.

Ich schaute mich um und merkte schnell, dass ich nicht allein war: Einige wirkten unzufrieden, andere verdrehten kurz die Augen oder fächelten sich Luft zu. Doch niemand sagte etwas. Ich auch nicht.

Die Frau, die fror, war am Ende nicht die Person, über die ich mich am meisten geärgert habe. Geärgert habe ich mich über mich selbst, weil ich geschwiegen habe.

Denn die Teilnehmerin hatte lediglich ausgesprochen, was sie empfand – ich hatte es nicht getan. Und genau darin steckt der eigentliche Kern dieser Geschichte.

Warum ich geschwiegen habe? Vielleicht, weil ich niemanden vor den Kopf stoßen wollte, vielleicht, weil ich nicht als schwierig gelten wollte, vielleicht auch, weil ich gehofft habe, dass schon jemand anderes etwas sagen würde – oder einfach, weil Schweigen in solchen Momenten oft leichter ist als eine mögliche Diskussion.

Lautstärke ist nicht dasselbe wie Mehrheit

Erst später, auf dem Heimweg, ist mir aufgefallen, wie vertraut mir dieses Muster eigentlich ist – nicht nur in solchen kleinen Alltagssituationen, sondern auch in dem, was ich beruflich erlebe.

Denn oft entsteht der Eindruck, eine bestimmte Meinung sei überwältigend dominant, eine Position gebe den Ton an und alle anderen würden zustimmen. Doch manchmal ist das nur eine Illusion, denn Schweigen bedeutet nicht automatisch Zustimmung.

Vielleicht denken viele Menschen etwas anderes, vielleicht haben sie Zweifel, vielleicht wünschen sie sich einen Kompromiss – sie sprechen es nur nicht aus.

Als Journalistin begegne ich diesem Phänomen immer wieder: In Kommentarspalten sind es oft die lautesten Stimmen, die am meisten sichtbar sind, in politischen Debatten entsteht schnell der Eindruck, bestimmte Positionen seien unumstritten, und nicht selten erfährt man erst im persönlichen Gespräch, was Menschen tatsächlich denken.

Lautstärke ist nicht dasselbe wie Mehrheit.

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich mich gefragt, ob wir nicht zu viel über die Lauten sprechen und zu wenig über die Leisen.

Natürlich braucht eine Demokratie Menschen, die ihre Meinung äußern, aber sie lebt genauso davon, dass andere den Mut haben, ihre Sicht einzubringen – respektvoll, sachlich und ohne Beschimpfungen.

Denn wenn immer nur wenige sprechen und viele schweigen, entsteht schnell ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit. Dann wächst Frust im Verborgenen, dann wird weniger miteinander gesprochen als vielmehr hinterher übereinander, und dann ziehen sich Menschen aus Diskussionen zurück, weil sie glauben, ihre Stimme spiele ohnehin keine Rolle.

Das kann auf Dauer nicht gut sein

Rückblickend hätte ich an diesem Abend keinen Streit anfangen müssen. Ein einziger Satz hätte gereicht: „Mir ist ehrlich gesagt ziemlich warm. Können wir vielleicht einen Mittelweg finden?“

Vielleicht wäre alles genauso geblieben. Vielleicht auch nicht. Aber ich hätte ausgesprochen, was ich empfunden habe.

Und genau das nehme ich aus dieser Woche mit: Demokratie beginnt vielleicht nicht erst im Parlament, im Rathaus oder in einer Talkshow. Vielleicht beginnt sie viel früher – in den kleinen Situationen des Alltags, dort, wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen und Menschen miteinander reden, statt übereinander.

Und manchmal sogar an einem Ort, an dem man eigentlich nur zur Ruhe kommen wollte.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

Nikolausdienst der Gebirgsschützen Neubeuern sammelt 4.710 Euro für soziale Einrichtungen

Nikolausdienst der Gebirgsschützen Neubeuern sammelt 4.710 Euro für soziale Einrichtungen

Rosenheim – Mit ihrem traditionellen Nikolausdienst hat die Gebirgsschützen-Kompanie Neubeuern 4.710 Euro gesammelt. Die Spende geht an zwei Caritas-Einrichtungen im Landkreis Rosenheim und unterstützt dort konkrete soziale Angebote.

Der Nikolausdienst der Gebirgsschützen-Kompanie Neubeuern ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Adventszeit in der Gemeinde. Als Nikolaus, Krampus und Begleiter besuchen die Ehrenamtlichen Familien vor Ort und bringen nicht nur weihnachtliche Stimmung, sondern auch eine gelebte Tradition in die Häuser.
Die dabei gesammelten Spenden beliefen sich in diesem Jahr auf insgesamt 4.710 Euro. Der Betrag wurde vollständig an zwei soziale Einrichtungen in der Region weitergegeben.

Je 2.355 Euro erhielten das Haus Christophorus in Brannenburg sowie die Wendelstein Werkstätten. Beide Einrichtungen gehören zum Caritas-Verbund und setzen die Mittel direkt für ihre Angebote ein.

Einblicke in die Arbeit der Einrichtungen und geplante Förderung für Bewohner

Bei der symbolischen Scheckübergabe erhielten Vertreter der Gebirgsschützen, darunter Vorstand und Kompanieführer Josef Stadler sowie Leutnant Maximilian Tiefenmooser, Einblicke in die tägliche Arbeit der Werkstätten und der Förderstätte.

Die Spenden werden in den Wendelstein Werkstätten für Gruppenausflüge genutzt, im Haus  Christophorus werden davon zusätzliche Reittherapiestunden für die Bewohner  bezahlt.
(Quelle: Pressemitteilung Wendelstein Werkstätte Rosenheim / Beitragsbild: Von links nach rechts: Leutnant Maximilian Tiefenmooser, Hagen Rambow (Gruppenleiter Förderstätte), Hauptmann Josef Stadler Copyright Wendelstein Werkstätte Rosenheim, Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.)

AzubiSpot in Rosenheim: Bildungsmesse im Kino bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen

AzubiSpot in Rosenheim: Bildungsmesse im Kino bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen

Rosenheim – Berufsorientierung einmal anders: Am Dienstag, 29. September, findet im Kinopolis Rosenheim erneut der AzubiSpot – Die Bildungsmesse im Kino statt. Von 8.30 bis 13.30 Uhr haben Schüler die Möglichkeit, regionale und überregionale Arbeitgeber kennenzulernen und sich über Ausbildungsberufe, duale Studiengänge sowie Karrierewege zu informieren. Der Eintritt ist frei.

Während klassische Ausbildungsmessen häufig in Hallen oder Schulzentren stattfinden, setzt der AzubiSpot auf ein anderes Konzept. Veranstaltungsort ist das Kinopolis Rosenheim, das den Rahmen für persönliche Gespräche, Präsentationen und Vorträge bietet.
Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen präsentieren sich dabei nicht nur an ihren Messeständen, sondern stellen sich auch direkt auf der großen Kinoleinwand vor. Besucher erhalten so Einblicke in verschiedene Berufsfelder und können sich unmittelbar mit potenziellen Arbeitgebern austauschen.

Direkter Kontakt zu Ausbildungsbetrieben

Ziel der Veranstaltung ist es, junge Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen und Unternehmen mit potenziellen Nachwuchskräften aus der Region zusammenzubringen. Die Messe richtet sich insbesondere an Schüler, die sich über Ausbildungsmöglichkeiten, duale Studiengänge oder berufliche Perspektiven nach dem Schulabschluss informieren möchten.

Bundesweit an mehr als 50 Standorten

Das Veranstaltungsformat hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen wird der AzubiSpot an über 50 Standorten in Deutschland durchgeführt. Zahlreiche Unternehmen beteiligen sich regelmäßig und nutzen die Messe als Bestandteil ihres Ausbildungsmarketings und ihrer Nachwuchsgewinnung.
Nach Angaben der Veranstalter konnten über das Format bereits zahlreiche Ausbildungs- und Studienplätze vermittelt werden.

Termin im Überblick

AzubiSpot – Die Bildungsmesse im Kino Rosenheim 2026

  • Datum: Dienstag, 29. September 2026
  • Uhrzeit: 8:30 bis 13:30 Uhr
  • Ort: Kinopolis Rosenheim
  • Eintritt: kostenlos

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind zu finden unter: AzubiSpot
(Quelle: Infos AzubiSpot – Die Bildungsmesse im Kino, Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Prien startet mit Traditionsfest am Chiemsee in die Sommerferien

Prien startet mit Traditionsfest am Chiemsee in die Sommerferien

Prein / Landkreis Rosenheim – Mit Musik, Trachtentänzen, bayerischen Spielen und regionalen Schmankerln feiert Prien am Chiemsee am 31. Juli den Auftakt der bayerischen Sommerferien. Das kostenlose Familienfest „Prien hat Tradition“ lädt Einheimische und Urlaubsgäste an die Priener Schären direkt am Chiemsee ein.

Von 14 Uhr bis in die Abendstunden erwartet Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Brauchtum, Musik und Mitmachaktionen vor der Kulisse des Chiemsees.
Die Veranstaltung verbindet bayerische Tradition mit sommerlicher Urlaubsatmosphäre und richtet sich gleichermaßen an Familien, Einheimische sowie Gäste aus dem Chiemgau und darüber hinaus. Auf dem Festgelände sorgen traditionelle Tänze der Trachtler sowie musikalische Darbietungen für Unterhaltung.

Traditionelle Mitmachaktionen für die ganze Familie

Zahlreiche Mitmach-Stationen laden Groß und Klein zum Ausprobieren ein. Bei klassischen bayerischen Geschicklichkeits- und Kraftspielen wie der Maßkrugrutsche, dem Nuss-Hammer oder „Hau den Lukas“ können Besucher ihr Können unter Beweis stellen.
Auch kulinarisch hat das Fest einiges zu bieten: Bayerische Schmankerl und ein vielfältiger Getränkeausschank sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.

Der Eintritt ist frei. Bei sehr schlechter Witterung entfällt die Veranstaltung. Aktuelle Informationen veröffentlicht die Marktgemeinde Prien rechtzeitig über ihre offiziellen Informationskanäle.
Weitere Auskünfte erhalten Interessierte im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 6905-0 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen / Rosenheim – Die DB InfraGO AG führt Bauarbeiten durch, die von Montag, 29. Juni, bis Donnerstag, 2. Juli 2026, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im Netz Chiemgau-Inntal haben.

Auf der Strecke München Hauptbahnhof – Rosenheim – Kufstein kommt es nachts in beiden Richtungen bei einzelnen Verbindungen zu Fahrplanabweichungen, Teilausfall zwischen Brannenburg und Kufstein sowie zu Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Rosenheim und Brannenburg beziehungsweise Brannenburg und Kufstein. Züge und Busse fahren zu anderen Zeiten als die Züge im Standardfahrplan.

Fahrgäste finden auf der Webseite (www.brb.de) Sonderfahrpläne zum Download. Im Sonderfahrplan nicht aufgeführte Zugverbindungen fahren an allen Tagen ohne Abweichung nach dem Regelfahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)