Kind aus Fahrradanhänger geschleudert – Unfall an Kreuzung in Rosenheim

Kind aus Fahrradanhänger geschleudert – Unfall an Kreuzung in Rosenheim

Rosenheim – An einer Kreuzung im Rosenheimer Stadtgebiet ist es am Montagmittag (15.6.2026)  zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrradgespann gekommen. Ein Kind wurde dabei aus einem Fahrradanhänger geschleudert. Nach Angaben der Polizei blieben alle Beteiligten unverletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen 12.42 Uhr im Bereich Am Mitterfeld/Ebersberger Straße. Eine 72-jährige Autofahrerin aus Schechen war mit ihrem Pkw in südlicher Richtung unterwegs und wollte in die Ebersberger Straße einfahren.

Dabei übersah sie nach Angaben der Polizei einen 43-jährigen Radfahrer aus Rosenheim, der die Ebersberger Straße mit einem Fahrrad samt Fahrradanhänger überquerte und anschließend in die Straße Am Mitterfeld einbiegen wollte.
Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß. Dabei wurde der Fahrradanhänger touchiert. In der Folge wurde die vierjährige Tochter des Radfahrers aus dem Anhänger geschleudert und stürzte auf die Fahrbahn.
Nach bisherigen Erkenntnissen blieben alle Beteiligten unverletzt. Am Fahrradanhänger entstand nur geringer Sachschaden.

Die Polizei leitete gegen die 72-jährige Autofahrerin ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Ob der Radfahrer mögliche Sicherungspflichten verletzt hat, ist laut Polizei Gegenstand weiterer Ermittlungen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sozialbestattungen in Rosenheim: Öffentliche Trauerfeier für zehn Verstorbene

Sozialbestattungen in Rosenheim: Öffentliche Trauerfeier für zehn Verstorbene

Rosenheim – Wenn niemand für eine Beerdigung aufkommen kann oder Angehörige fehlen, sorgt die Stadt für eine würdevolle Bestattung: Bei einer Sozialbestattung werden Verstorbene gemeinsam beigesetzt. Am Mittwoch, 24. Juni, findet in Rosenheim erneut eine öffentliche Trauerfeier für zehn Verstorbene statt.

Am Mittwoch, 24. Juni 2026, werden auf dem städtischen Friedhof Rosenheim im Rahmen einer Sozialbestattung zehn Verstorbene gemeinsam beigesetzt. Die öffentliche Trauerfeier beginnt um 11 Uhr in der Aussegnungshalle. Bürger sind zur Teilnahme eingeladen.

Sozialbestattungen werden durchgeführt, wenn die Kosten einer Bestattung nicht von Angehörigen oder anderen verantwortlichen Personen übernommen werden können oder keine Angehörigen vorhanden sind. Auch wenn keine finanziellen Mittel hinterlassen wurden, kommt diese Form der Beisetzung zum Einsatz.

Rechtsgrundlage ist das in Artikel 149 der Bayerischen Verfassung verankerte Recht auf eine „schickliche Bestattung“. Damit ist sichergestellt, dass jeder Mensch unabhängig von Vermögen, sozialem Status oder Religionszugehörigkeit würdevoll beigesetzt wird.

Ökumenische Trauerfeier

Die Trauerfeier wird ökumenisch gestaltet. Beteiligt sind die katholische und evangelische Seelsorge sowie das Ordnungsamt und die Friedhofsverwaltung der Stadt Rosenheim.

Unterstützt wird die Bestattung auch durch lokale Betriebe: Eine Rosenheimer Gärtnerei stellt Blumengestecke für die Urnen kostenfrei zur Verfügung, die Holzurnen werden von einem Unternehmen gespendet.

Die Grabstätte für Sozialbestattungen wurde Ende 2025 neu gestaltet. Sie erhielt eine Steineinfassung, eine neue Bepflanzung sowie eine zusätzliche Namensplatte, auf der künftig die Namen der dort beigesetzten Verstorbenen verzeichnet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Radfahrer stirbt nach Sturz an der Loisach

Radfahrer stirbt nach Sturz an der Loisach

Garmisch-Partenkirchen – Ein 61-jähriger Radfahrer ist am Montagabend (15.6.2026)  am Loisachufer im Bereich Garmisch-Partenkirchen tödlich verunglückt. Die Polizei ermittelt zu den genauen Umständen des Sturzes.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd war der Mann am 15. Juni 2026 gegen Abend mit dem Fahrrad auf dem Radweg am Loisachufer im Bereich Garmisch-Partenkirchen unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte er etwa 100 Meter vor dem Kreuzsteg vom Radweg eine rund zwei Meter hohe Böschung in Richtung Loisach hinab.

Passanten aus Bremen entdeckten den Mann gegen 20.40 Uhr liegend im Bereich unterhalb des Radwegs. Ein 65-jähriger Arzt leistete sofort Erste Hilfe und leitete Reanimationsmaßnahmen ein. Ein wenig später eingetroffener Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 61-Jährigen feststellen.
Die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen hat die Ermittlungen übernommen. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II werden nun die genauen Umstände und die Todesursache untersucht.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Angst und Panik verstehen – warum Verständnis für Betroffene entscheidend ist

Angst und Panik verstehen – warum Verständnis für Betroffene entscheidend ist

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren: Panikattacken sind für Betroffene extrem belastend und werden im Umfeld dennoch häufig missverstanden. Das kbo-Inn-Salzach-Klinikum nutzt den Welt-Panik-Tag am 18. Juni, um über Panikstörungen aufzuklären und den Umgang mit Betroffenen zu verbessern.

Für Menschen mit einer Panikstörung sind die Symptome keine „Überreaktion“, sondern eine reale psychische und körperliche Ausnahmesituation. „Menschen, die selbst noch nie eine Panikattacke erlebt haben, können häufig nur schwer nachvollziehen, wie intensiv und bedrohlich sich solche Situationen anfühlen“, erklärt Prof. Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor des kbo-Inn-Salzach-Klinikums und Experte für Angst- und Panikstörungen. „Für Betroffene ist eine Panikattacke aber keine Einbildung und kein Zeichen von Schwäche, sondern eine reale, hochintensive körperliche und psychische Stressreaktion.“

Panikattacken treten meist plötzlich auf. Typische Symptome sind unter anderem Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Engegefühl in der Brust, Atemnot oder Schwindel. Viele Betroffene haben dabei das Gefühl, ohnmächtig zu werden oder sogar zu sterben. Nicht selten suchen Betroffene zunächst eine Notaufnahme auf, da die Beschwerden einem Herzinfarkt ähneln können.

„Das Besondere an Panikattacken ist, dass Körper und Gehirn in einen extremen Alarmzustand geraten – obwohl objektiv keine akute Gefahr besteht“, so Zwanzger. „Die Symptome sind dabei absolut real und für die Betroffenen oft hoch belastend.“

Teufelskreis aus Angst und körperlichen Reaktionen

Wie genau Panikstörungen entstehen, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus – darunter genetische Veranlagung, Stress, Lernerfahrungen sowie Veränderungen im Angst- und Stresssystem des Gehirns.

Häufig beginnen Panikattacken mit harmlosen körperlichen Signalen wie Herzklopfen oder Schwindel. Diese werden von Betroffenen jedoch als bedrohlich interpretiert. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Die Angst verstärkt die körperlichen Symptome, und die Symptome verstärken wiederum die Angst.

Wie Angehörige richtig reagieren können

Eine zentrale Rolle im Umgang mit Panikstörungen spielen Angehörige und das soziale Umfeld. Viele sind im Akutfall unsicher, wie sie reagieren sollen. Aus Sicht des kbo-Inn-Salzach-Klinikums ist vor allem Ruhe entscheidend.

„Betroffene brauchen in solchen Situationen keine Vorwürfe oder Bewertungen, sondern das Gefühl, ernst genommen und unterstützt zu werden“, erklärt Zwanzger. Hilfreich sei es, ruhig zu sprechen, Sicherheit zu vermitteln und keinen zusätzlichen Druck aufzubauen.

Gleichzeitig warnen Fachleute davor, Panikattacken zu verharmlosen, etwa mit Aussagen wie „Reiß dich zusammen“. Das könne das Gefühl von Isolation verstärken. Ebenso ungünstig sei es, alle angstauslösenden Situationen dauerhaft zu vermeiden, da sich die Störung sonst verfestigen könne. „Angehörige bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Fürsorge und unbeabsichtigter Verstärkung der Erkrankung“, so Zwanzger.

Hilfe ist möglich

Panikstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge erkranken rund 15 bis 20 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen Angststörung, etwa zwei bis drei Prozent entwickeln eine Panikstörung im engeren Sinne. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Die Behandlungsmöglichkeiten gelten als gut. Neben psychotherapeutischen Verfahren, insbesondere der Verhaltenstherapie, können je nach Fall auch Medikamente eingesetzt werden. Entscheidend sei, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, so das Klinikum.
„Viele Menschen schämen sich für ihre Symptome oder ziehen sich zurück“, sagt Zwanzger. „Dabei ist gerade Offenheit wichtig. Panikstörungen sind keine persönliche Schwäche, sondern behandelbare Erkrankungen.“

Erste Anlaufstellen sind Hausärzte, psychotherapeutische Praxen, psychiatrische Fachärzte, spezialisierte Ambulanzen sowie psychosoziale Beratungsstellen oder Krisendienste. Angehörige können Betroffene unterstützen, indem sie Hilfe behutsam anregen, ohne Druck auszuüben.

Über den Welt-Panik-Tag

Der Welt-Panik-Tag wird jährlich am 18. Juni begangen und soll auf die Lebensrealität von Menschen mit Panikstörungen aufmerksam machen. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und über Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.
(Quelle: Pressemitteilung kbo Inn-Salzach-Klinkum)

Natur wird Kunst: NILS-UDO in der Galerie im Alten Rathaus in Prien

Natur wird Kunst: NILS-UDO in der Galerie im Alten Rathaus in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Kunst, die nicht nur betrachtet, sondern direkt aus der Natur entsteht: Die Galerie im Alten Rathaus zeigt ab Juli Arbeiten des international bekannten Künstlers NILS-UDO und lädt zu einer besonderen Ausstellung zwischen Landschaft, Material und Wahrnehmung ein.

Vom Samstag, 11. Juli, bis Sonntag, 4. Oktober 2026 ist in der Galerie im Alten Rathaus in Prien die Ausstellung „ART IN NATURE“ von NILS-UDO zu sehen. Gezeigt wird ein umfassender Überblick über sein Werk aus verschiedenen Schaffensphasen – von fotografischen Dokumentationen bis hin zu Malerei und neueren Arbeiten.

NILS-UDO begann seine Laufbahn als Maler, bevor er 1972 die klassische Malerei hinter sich ließ und sich ganz der Arbeit in und mit der Natur widmete. Er gilt als europäischer Pionier der „Art in Nature“-Bewegung und realisierte seither Installationen in rund 40 Ländern. Dabei verwendet er ausschließlich Naturmaterialien wie Blätter, Beeren, Zweige, Steine, Wasser, Erde und Licht.

Seine Arbeiten entstehen direkt in der Landschaft und werden oft nur für kurze Zeit sichtbar. Dokumentiert werden sie anschließend fotografisch. Daneben umfasst sein Werk auch dauerhafte Arbeiten aus Stein und Basalt sowie seit einigen Jahren wieder Malerei, die aus Naturerfahrungen heraus entsteht.

Ein besonderer Bezug besteht zur Region: NILS-UDO lebt und arbeitet in Riedering im Chiemgau. Zudem verbindet ihn eine persönliche Geschichte mit Prien, wo seine Frau viele Jahre die „Kristall-Galerie“ im Ortszentrum führte.

Kunst zwischen Ausstellung und Landschaft

Ergänzt wird die Ausstellung durch die geplante ortsspezifische Außenarbeit „Wassernest“ am Fessler Weiher in Prien. Das Naturprojekt entsteht eigens für die Ausstellung und tritt in direkten Dialog mit Wasser, Landschaft und Umgebung.

Begleitend findet unter dem Titel „Spuren des Lebendigen – ART IN NATURE“ ein Rahmenprogramm mit Gesprächen, Film, Literatur und Führungen statt. Geplant sind unter anderem ein Künstlergespräch am 26. Juli, ein literarischer Abend zu Henry David Thoreaus „Walden“ am 16. August sowie ein Filmabend am 10. September in Mike’s Kino mit „Das Flüstern der Wälder“.

Zudem gibt es zwei Sonntagsrundgänge mit dem Künstler am 30. August und 4. Oktober sowie Kinderworkshops am 22. und 29. September. Führungen sind während der Laufzeit auf Anfrage möglich.

Die Galerie im Alten Rathaus ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, für Personen bis einschließlich 21 Jahre ist der Eintritt frei. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22.

Weitere Informationen gibt es unter galerie-prien.de sowie telefonisch unter +49 8051 6905-17.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright NILS-UDO)

Handwerk und Jodler im Freilichtmuseum Amerang

Handwerk und Jodler im Freilichtmuseum Amerang

Amerang / Landkreis –  Butter machen wie früher, traditionelle Handwerkskunst erleben und alpenländischen Klängen lauschen: Im Freilichtmuseum Amerang wartet am Sonntag, 21. Juni, ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.

Das Freilichtmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern lädt am Sonntag, 21. Juni 2026, zu einem Museumstag mit Vorführungen, Musik und historischen Einblicken ein.

Von 14 bis 16 Uhr zeigt Käsemeister Thomas Jaud aus Nußdorf am Inn im ehemaligen Kuhstall des Bernöderhofes, wie Milch früher zu Butter und Frischkäse verarbeitet wurde. Besucher können die hergestellten Produkte probieren und erhalten praktische Tipps zum Nachmachen.

Bereits ab 13 Uhr wird es musikalisch: Der Chiemgauer Jodelchor probt unter Leitung von Josef Ecker, Jodellehrer vom Hochfelln, im neuen Ausstellungsgebäude. Besucher erhalten dabei Einblicke in die Probenarbeit und das Training der typischen schnellen Registerwechsel.

Jodelkonzert und Spinnrad-Vorführungen

Im Anschluss an die Probe lädt der Chor zu einem Jodelkonzert mit Frühlingsliedern von der Alm ein.
Außerdem sind am Nachmittag Spinnerinnen im Museum zu Gast. Sie zeigen die traditionelle Arbeit am Spinnrad und beantworten Fragen rund um das historische Handwerk.

Weitere Informationen zum Programm und zu den Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite des Freilichtmuseums.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Copyright Bezirk Oberbayern, Freilichtmuseum Amerang)

Musikalischer Roadtrip mit Harmonic Brass

Musikalischer Roadtrip mit Harmonic Brass

Prien am Chiemsee / Landkreis Rosenheim – Blechblasmusik mit Tempo, Humor und großen Klängen: Harmonic Brass macht im Juli mit dem neuen Programm „Big Tripp“ Station in Prien und verspricht eine musikalische Reise quer durch verschiedene Stilrichtungen.

Am Freitag, 17. Juli 2026, gastiert das Ensemble Harmonic Brass um 19.30 Uhr im Chiemsee Saal in der Alten Rathausstraße 11 in Prien am Chiemsee. Unter dem Motto „Bitte anschnallen!“ präsentieren die fünf Musiker ihr neues Konzertprogramm „Big Tripp“.
Im Mittelpunkt steht dabei der Tourbus des Ensembles, der laut Ankündigung eine besondere Rolle spielt. Das Publikum soll auf eine musikalische Reise mitgenommen werden und dabei auch humorvolle Einblicke in das Quintett erhalten.

Das Programm reicht musikalisch von Werken des norwegischen Komponisten Edvard Grieg bis zu Musik von Karl Jenkins und Georg Friedrich Händel. Auch Maurice Ravels „Bolero“ sowie italienisch geprägte Klänge gehören zum Konzertabend.

Tickets im Vorverkauf erhältlich

Karten kosten 29,50 Euro in Preiskategorie 1 beziehungsweise 27,50 Euro in Preiskategorie 2. Erhältlich sind sie im Ticketbüro Prien in der Alten Rathausstraße 11, telefonisch unter 08051 / 965660, per E-Mail an ticketservice@tourismus.prien.de sowie an allen München-Ticket-Verkaufsstellen.

Ermäßigte Tickets mit zehn Prozent Nachlass gibt es für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte ab 70 Prozent sowie Rollstuhlfahrer ausschließlich im Ticketbüro Prien. Eingetragene Begleitpersonen erhalten freien Eintrittt,
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Harmonic Brass)

Nächtliche Zugausfälle zwischen Rosenheim und Holzkirchen

Nächtliche Zugausfälle zwischen Rosenheim und Holzkirchen

Holzkirchen / Rosenheim – Wer kommende Woche nachts mit der Bahn unterwegs ist, sollte genauer hinschauen: Wegen kurzfristiger Bauarbeiten der Deutschen Bahn kommt es auf der Strecke Holzkirchen–Rosenheim zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr.

Auf der Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim müssen sich Fahrgäste von Montag, 22. Juni, bis Donnerstag, 25. Juni 2026, auf Einschränkungen einstellen. Grund dafür sind kurzfristig notwendige Stopfarbeiten der DB InfraGO AG.

Betroffen sind einzelne nächtliche Verbindungen in beiden Richtungen im Netz Chiemgau-Inntal der Bayerischen Regiobahn (BRB). Dabei kommt es zu Fahrplanabweichungen sowie Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Holzkirchen und Rosenheim. Auch der Ersatzverkehr zwischen Holzkirchen und Westerham wird teilweise geändert.

Wichtig für Fahrgäste: Die Busse des Schienenersatzverkehrs fahren zu anderen Zeiten als die Züge im regulären Fahrplan.

Sonderfahrpläne online abrufbar

Die BRB stellt auf ihrer Webseite Sonderfahrpläne zum Download bereit. Zugverbindungen, die dort nicht aufgeführt sind, verkehren laut BRB regulär nach Fahrplan.

Außerdem können Fahrgäste einen Newsletter mit individueller Streckenauswahl abonnieren, um über größere Störungen und Baustellen informiert zu werden. Aktuelle Informationen in Echtzeit gibt es zudem über die Facebook-Seite „BRB Störungsinfo“ sowie die WhatsApp-Kanäle der BRB
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Buchtipp: „Das verschenkte Bauernkind“

Buchtipp: „Das verschenkte Bauernkind“

Rosenheim – Mit 86 Jahren schreibt Roswitha Gruber weiter unermüdlich Lebensgeschichten, die berühren. Ihr neues Buch „Das verschenkte Bauernkind“ erzählt vom bewegenden Schicksal einer Frau, die trotz schwerster Erfahrungen nie aufgegeben hat – und macht Mut.

Buchcover "Das verschenkte Bauernkind". Repro: Copyright Verlag Rosenheimer

Glückliche Kindertage auf dem Cover von „Das verschenkte Bauernkind“. Repro: Verlag Rosenheimer

Wenn Roswitha Gruber ein neues Buch veröffentlicht, dürfen sich ihre Leser auf mehr freuen als auf einen gewöhnlichen Roman. Denn die wohl bekannteste und erfolgreichste Autorin der Region Rosenheim erzählt keine erfundenen Geschichten – sie erzählt das wahre Leben. Nun ist im Rosenheimer Verlag ihr mittlerweile 50. Werk erschienen: „Das verschenkte Bauernkind“.

Und auch mit 86 Jahren widmet sich die Autorin ihrer großen Leidenschaft mit ungebrochener Energie. Viele ihrer Bücher handeln von Frauen – genauer gesagt von starken Frauen, deren bewegende Lebensgeschichten zeigen, wie viel Kraft Menschen selbst in schwersten Zeiten entwickeln können. Das echte Leben, so scheint es bei Roswitha Gruber immer wieder, schreibt oft die eindrucksvollsten Geschichten.

Für ihr neues Werk kam die Geschichte sogar direkt zu ihr. Im Herbst 2024 erhielt Roswitha Gruber eine E-Mail: Die Enkelin einer 88-jährigen Frau aus der Steiermark schrieb ihr, ihre Oma sei ein großer Fan, habe alle Bücher gelesen – manche sogar mehrfach. Immer wieder sage sie, ihr eigenes Leben würde ein ganzes Buch füllen. Ob Roswitha Gruber Interesse hätte, diese Geschichte aufzuschreiben?

Eine Kindheit mit schmerzhaftem Geheimnis

Die Autorin sagte zu – und machte sich auf den Weg in die Steiermark. Schnell wurde klar: Die Reise hatte sich gelohnt. Großmutter Irma hatte tatsächlich eine außergewöhnliche Geschichte zu erzählen – eine, die bewegt, erschüttert und zugleich Hoffnung macht.

Zunächst erlebt Irma eine glückliche Kindheit. Doch dann erfährt sie auf wenig einfühlsame Weise, dass Maria und Jakob nicht ihre leiblichen Eltern sind. Die Wahrheit trifft sie hart: Ihre biologische Mutter hatte sie im Alter von nur wenigen Wochen verschenkt.

Die Begegnung mit ihren leiblichen Eltern wird für Irma zur schmerzhaften Erfahrung. Es gelingt ihr nie, eine wirkliche Beziehung zu diesen fremden Menschen aufzubauen. Doch dieser Verlust bleibt nicht der einzige Schicksalsschlag ihres Lebens.

Was Irmas Geschichte jedoch besonders macht, ist ihre Haltung zum Leben. Aufgeben kommt für sie nie infrage. „Es geht immer weiter. Es muss weitergehen“, lautet ihr Lebensmotto – und genau dieser Geist zieht sich durch viele Werke Roswitha Grubers. Ihre Protagonistinnen sind Frauen, die trotz schwerer Prüfungen nicht zerbrechen.

Ihre Enkelin Astrid beschreibt im Buch, woher diese Stärke gekommen sein könnte: „Ich bin fest davon überzeugt, dass sie ihre Stärke aus ihrem unerschütterlichen Gottvertrauen bezogen hat.“

Ein Buch, das auch Mut macht

Besonders bewegend: Die Veröffentlichung ihrer Lebensgeschichte konnte Irma selbst nicht mehr erleben. Die letzten Seiten des 274 Seiten starken Buches gehören deshalb den Erinnerungen ihrer Enkelin Astrid. „Obwohl sie ein Leben lang nicht darüber hinweggekommen ist, dass ihre Mutter sie als Säugling verschenkt hat, war sie ein glücklicher und zufriedener Mensch. Mit ihrer positiven Lebenseinstellung könnte sie Vorbild für so manchen Menschen sein“, heißt es zum Schluss.

Und tatsächlich liegt genau darin vielleicht die größte Stärke dieses Buches: Beim Lesen begleitet man nicht nur ein außergewöhnliches Leben, sondern nimmt auch etwas für den eigenen Alltag mit. Gerade in Zeiten, in denen vieles schwer erscheint, erinnert Irmas Geschichte daran, wie viel Kraft in Zuversicht liegen kann.

Wie gewohnt ist „Das verschenkte Bauernkind“ weit mehr als ein Roman. Das Buch ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte, das frühere Lebenswelten anschaulich und einfühlsam lebendig werden lässt. Roswitha Gruber gelingt es erneut, einer Frau eine Stimme zu geben, deren Geschichte sonst vielleicht nie erzählt worden wäre.
(Quelle: Buchkritik: Karin Wunsam / Beitragsbild. Symbolfoto re – ai generiert / Foto: Cover-Verlag Rosenheimer)

„Das verschenkte Bauernkind“
Roswitha Gruber
Verlag Rosenheimer
ISBN 978-3-475-66041-6
19,95 Euro

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Dienstag, 16. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass einige Pflanzen ihre Blüten zu festen Zeiten öffnen und schließen?
Sie reagieren auf Licht und innere Rhythmen.
Eine natürliche Uhr in der Natur.

Vielleicht hörst Du heute auf Deinen eigenen Rhythmus.

Wir wünschen Dir einen harmonischen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

„Tosca“ eröffnete Jubiläumsjahr am Immling-Festival

„Tosca“ eröffnete Jubiläumsjahr am Immling-Festival

Bad Endorf/ Landkreis Rosenheim – Puccinis „Tosca“ feierte am vergangenen Samstag (13. 6.2026) beim Immling-Festival in Bad Endorf (Landkreis Rosenheim) Premiere – und eröffnet damit das 30. Festivaljahr. Im neuen Podcast mit unserem Kooperationspartner Radio Regenbogen blicken Cornelia von Kerssenbrock, musikalische Leiterin und Chefdirigentin des Festivals, und  Gründer und Intendant Ludwig Baumann auf drei Jahrzehnte Festivalgeschichte zurück und geben zugleich einen Ausblick auf das diesjährige Programm rund um das Jubiläum.

Im Gespräch geht es zurück zu den Anfängen: Vor 30 Jahren startete Immling als Open-Air-Projekt im Regen – ohne konkreten Plan für ein Opernfestival, aber mit viel Improvisation und Leidenschaft. Heute ist daraus eines der prägenden Kulturangebote im Landkreis Rosenheim geworden.

Cornelia von Kerssenbrock spricht im Podcast auch über die künstlerische Ausrichtung des Jubiläumsjahres und die besondere Bedeutung von „Tosca“ als Auftaktwerk. Die Oper wird von ihr als „Politthriller“ beschrieben, der gut zum Spannungsbogen des Festivals passe.

Das 30-jährige Jubiläum steht unter dem Motto „Friedensarbeit mit Taktgefühl“. Insgesamt umfasst das Festival vom 13. Juni bis 16. August 2026 37 Veranstaltungen, im Mittelpunkt stehen vier große Opern. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Kooperation mit der Rosenheimer Innphilharmonie.

Hier geht es zum Podcast: 

Gut Immling hat in den vergangenen drei Jahrzehnten einiges erlebt – von Starkregen bis zu technischen Ausfällen. Gerade diese Herausforderungen gehören für viele längst zum besonderen Charakter des Festivals dazu. Die idyllische Lage verstärkt dabei den Eindruck, dass Kultur hier schnell zum Gesamterlebnis wird.

Der Podcast bietet zudem Einblicke in die aktuelle Probenarbeit und zeigt, was das Publikum im Jubiläumsjahr erwartet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Reinhart Knirsch / Beitragsbild: Copyright Reinhart Knirsch)

Kinder erobern den Traunsteiner Stadtpark

Kinder erobern den Traunsteiner Stadtpark

Traunstein – Ein Familienfest mitten in Traunstein, viele kreative Stationen und ein klarer Fokus auf Kinderrechte: Der Stadtpark und das Jugendzentrum wurden am Samstag (13.6.2026) zum großen Treffpunkt für Familien aus der ganzen Region. Zwischen Sonnenschein, Spielangeboten und einer besonderen Auszeichnung stand vor allem eines im Mittelpunkt – die Kinder selbst.

Der Kinderschutzbund Traunstein und die Stadtbücherei hatten zum dritten Familien-Sommerfest eingeladen. Schon am Vormittag eröffnete Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer als Schirmherr die Veranstaltung. Nach einem verregneten Start zeigte sich pünktlich zum Festbeginn die Sonne und der Stadtpark füllte sich schnell mit hunderten Besuchern.

Auch im Jugendzentrum herrschte reger Betrieb. Durch die Eröffnung führte Kristina Dercks, die das Engagement der vielen Beteiligten hervorhob. Neben dem Stadtoberhaupt kamen auch Anette Hagenau von der Stadtbücherei und Alexander Fietz von der Karl-Orff-Grundschule zu Wort.

Kinderrechte im Mittelpunkt

Ein Höhepunkt war die Auszeichnung der Klassen 4a und 4b der Karl-Orff-Grundschule Traunwalchen. Sie wurden für ihr Engagement im bayernweiten Kinderrechteprojekt des Kinderschutzbundes geehrt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Margith Roth hatten die Kinder Kinderrechte weltweit kreativ aufgearbeitet – unter anderem mit Tagebüchern, bemalten Stühlen, einer Landkarte und einem gestalteten Reisekoffer.

Als Preis gab es eine Einladung zum Eisessen sowie ein gesundes Frühstück. Die Preise wurden von Oberbürgermeister Hümmer überreicht. Die Lehrerin zeigte sich beeindruckt vom Einsatz ihrer Klassen, die das Projekt über viele Monate hinweg begleitet hatten.

Kreativ, bunt und voller Ideen

Nach der offiziellen Übergabe wurde das Gelände schnell zur großen Mitmachfläche. Der „Maker Space Kinderrechte“ von Q3 – Quartier für Medien, Bildung und Abenteuer zog viele Kinder an. Hier wurde gestaltet, upgecycelt und im Podcast-Studio über eigene Wünsche gesprochen.

Für die Jüngsten gab es Vorlese- und Märchenstunden in der Stadtbücherei. Die Veitsgroma Zunft übernahm das Kinderschminken, die Pfadfinder sorgten mit Lagerfeuer und Stockbrot für Stimmung. Dazu kamen kreative Angebote der Städtischen Galerie gemeinsam mit der Schule der Phantasie, die Caritas-Erziehungsberatung mit Bastelaktionen sowie weitere Stationen wie eine Buttonmaschine und ein Glücksrad.

Am Ende zeigten sich die Organisatoren sehr zufrieden. Michaela Frank vom Kinderschutzbund betonte, im Mittelpunkt hätten Spiel, Kreativität und Kinderrechte gestanden. Möglich geworden sei das Fest auch durch viele Spenden und Unterstützer aus der Region sowie rund 30 Helfer. Der Erlös kommt der Arbeit des Kinderschutzbundes für Kinder, Jugendliche und Familien zugute.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Hubert Hobmaier)