Stadtspiel „Hoch hinaus“ feiert Premiere – und holt eine fast vergessene Rosenheimer Akademie zurück

Stadtspiel „Hoch hinaus“ feiert Premiere – und holt eine fast vergessene Rosenheimer Akademie zurück

Rosenheim – Rund 90 Darsteller, der Ludwigsplatz mit seinen historischen Häusern als Bühne und eine kaum bekannte Episode aus der Stadtgeschichte: Mit dem neuen Stadtspiel „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“ hat das Theater Rosenheim am Freitagabend (27.6.2026) eine Premiere gezeigt, die tief in die Vergangenheit führt – und ein Kapitel beleuchtet, das selbst in Rosenheim kaum jemand kennt.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Ratsch und Tratsch auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz. Nicht jedem gefällt die „Rosenheimer Akademie) Fotos: Josefa Staudhammer. 

Dass es eine „Rosenheimer Akademie“ tatsächlich gegeben hat, sorgte sogar für Staunen im Rathaus. „Da musste ich auch erst einmal beim Autor nachfragen“, meinte Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bei der Premiere.

Auch er war an diesem Abend im Publikum und verfolgte das Stadtspiel aus der ersten Reihe. Horst Rankl, Ehrenvorsitzender des Theater Rosenheim, hat für das neue Stück erneut viel Zeit in Recherchen in Archiven und historischen Gerichtsprotokollen verbracht. „Ohne ihn würde es das Rosenheimer Stadtspiel nicht geben“, würdigte Erdogan seine Verdienste um die Vermittlung der Stadtgeschichte.

Akademie, Aufklärung und wachsende Gerüchte

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Gründung einer „Rosenheimer Akademie“ im Jahr 1787. Bürger des damaligen Marktes Rosenheim versuchen im Geist der Aufklärung, ihre Lebensumstände zu verbessern – zunächst in kleinen, fast unscheinbaren Treffen.
Doch schon bald kippt die Stimmung. Während die Mitglieder der Gruppe auf Stillschweigen setzen, wächst im Ort das Misstrauen. Ehefrauen äußern öffentlich Kritik, Gerüchte über geheime Gesellschaften wie Illuminaten oder Freimaurer verbreiten sich.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

von links: Regisseur Jogi Gaschke, Autor und Ehrenvorsitzender des Theater Rosenheim Horst Rankl und Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan freuen sich über die gelungene Premiere. 

Auch die Obrigkeit wird aufmerksam. Eine Untersuchung aus München wird eingeleitet, bleibt jedoch ohne Ergebnis. Parallel verschärfen sich die Spannungen im Ort weiter, bis hin zu Konflikten und Übergriffen im Umfeld der „Akademie“.

Alltag, Anspruch und neue dramaturgische Wege

Im Vergleich zu früheren Stadtspielen setzt die neue Produktion bewusst andere Schwerpunkte. Weder kriegerische Auseinandersetzungen noch ein klassisches Liebespaar stehen im Mittelpunkt. Stattdessen geht es um bürgerliche Dynamiken, soziale Spannungen und das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Ein Großteil der Handlung spielt sich im „Wirtshaus“ ab. 

Neu ist auch die zeitliche Struktur: Während frühere Stücke oft über Jahrzehnte angelegt waren, spielt „Hoch hinaus“ innerhalb weniger Monate. Das erleichtert die Darstellung auf der Bühne, verlangt aber zugleich ein hohes Tempo in der Erzählung.

Figuren, Proben und Regiearbeit am Ludwigsplatz

Die Inszenierung lebt vom Zusammenspiel der rund 90 Mitwirkenden. Neben Erwachsenen wirken auch Kinder und Jugendliche mit, zudem sind auch Pferde Teil der Aufführung.

Einer, der das Stück von Beginn an begleitet, ist Walter Weinzierl. Er verkörpert in „Hoch hinaus“ Bürgermeister Johann Rieder – eine Rolle, die für ihn nicht neu ist. Schon bei vielen früheren Stadtspielen stand er in ähnlicher Funktion auf der Bühne. „Das ist meine Paraderolle“, sagte er kurz vor der Premiere schmunzelnd.

Nach den Proben in Innenräumen übernahm in diesem Jahr erstmals Jogi Gaschke die Regie. Für ihn bedeutete das bei dieser Größenordnung eine besonders koordinationsintensive Aufgabe. Im weiteren Verlauf wurde die Inszenierung direkt am Ludwigsplatz weiterentwickelt, wo die historische Umgebung selbst Teil des Spiels ist.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Schein und Sein – die aufgebrezelten Frauen der Herren „Akademiker“. 

Wirtshaustisch, Rollenwechsel und soziale Dynamiken

Im Zentrum der Inszenierung steht ein langer Wirtshaustisch. Hier treffen sich die Bürger der „Akademie“, diskutieren über Sprache, Reime, Geselligkeit oder Glücksspiel – und entwickeln Schritt für Schritt ein eigenes Selbstverständnis.

Aus den Treffen wird schnell ein Kreis mit wachsendem Anspruch. Die Beteiligten inszenieren sich zunehmend selbst als „Akademiker“ und versuchen, gesellschaftlich aufzusteigen. Auch die Frauen im Stück reagieren zunächst kritisch auf die geheimen Treffen, werden später jedoch selbst Teil der sich verändernden sozialen Ordnung.
„Ich finde, vieles in diesem Stück ist wieder sehr aktuell“, sagte Weinzierl. Gerade deshalb sei das Stadtspiel wichtig, auch um Stadtgeschichte lebendig zu vermitteln. „Ich habe dadurch selbst schon viel über Rosenheim gelernt.“

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Auch Pferde gehören diesmal wieder zum Ensemble.

Kostüme und ein überraschend mildes Ende

Ein prägender Teil der Inszenierung sind die historisch angelehnten Kostüme, dafür verantwortlich ist Renate Benner. Sie machen die Zeit um 1787 visuell greifbar und tragen wesentlich zur Atmosphäre bei.

Nach einer Eskalation im Ort endet die „Affäre“ schließlich vor Gericht. Die Verhandlung in München fällt jedoch überraschend mild aus: Die vermeintliche Verschwörung entpuppt sich als gut gemeinter Bürgerverein.
Und auch die Auflösung der „Rosenheimer Akademie“ erklärt das Stück mit einem augenzwinkernden Blick: Die Treffen dienten weniger der großen Weltverbesserung als vielmehr geselligen Abenden mit Wein und Gespräch. Als Druck und Misstrauen zunahmen, war der Rückzug letztlich die einfachste Lösung.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Das gesamte Ensemble auf der Bühne.

Premiere bei Sommerabendstimmung

Auch das Publikum zeigte sich gut vorbereitet auf die hochsommerlichen Bedingungen. Obwohl die Premiere erst um 20.30 Uhr begann, war es auf dem Ludwigsplatz noch immer spürbar warm. Viele Zuschauer hatten sich mit Fächern und Wasserflaschen ausgestattet und machten es sich so gut es ging bequem.

Stadtspiel 2026. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Spielfreude er Theaterspieler wird auch bei dem neuen Stadtspiel wieder spürbar. 

Immer wieder sorgten die humorvollen Dialoge für Schmunzeln im Publikum. Am Ende des Abends gab es für das Ensemble viel Applaus für eine Premiere, die Geschichte und Gegenwart auf dem Ludwigsplatz unmittelbar zusammenbrachte.

Noch neun weitere Aufführungen unter freiem Himmel stehen auf dem Programm. Informationen dazu gibt es beim Theater Rosenheim.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

BRK Rosenheim startet Juli-Aktion: Hausnotruf und Essen auf Rädern kostenlos testen

BRK Rosenheim startet Juli-Aktion: Hausnotruf und Essen auf Rädern kostenlos testen

Rosenheim – Wer jetzt vorsorgt, spart doppelt: Das Bayerische Rote Kreuz Kreisverband Rosenheim startet vom 1. bis 31. Juli eine Aktionskampagne für Neukunden. Im Fokus stehen zwei zentrale Dienstleistungen, die vor allem älteren oder hilfebedürftigen Menschen den Alltag erleichtern – Hausnotruf und Essen auf Rädern. Ideal für die Versorgung und Absicherung im Alltag.

Bald stehen die Sommerferien und die Hauptreisezeit vor der Tür und somit die Sorge um die älteren Angehörigen. Wer kümmert sich um sie, wenn die Familie im Urlaub unterwegs ist. Hier kommt das BRK ins Spiel. Sie bieten verschiedene Dienstleistungen an, die es ermöglichen, dass ältere Mitbürger alleine zuhause zurechtkommen. Der Hausnotruf und der Menüservice Essen auf Rädern gehören dazu. Im Juli kann man testen, ob die Angebote als Lösungen für die Familie in Frage kommen.

Sicherheit auf Knopfdruck – ein Monat gratis Hausnotruf

Im Aktionszeitraum entfällt beim Hausnotruf sowohl die Anschlussgebühr als auch die monatliche Grundgebühr für den ersten Monat.  

Heiß geliefert – eine Woche Essen auf Rädern kostenlos testen

Auch kann man eine Woche lang  vollwertige, heiß gelieferte Menüs ohne Berechnung bekommen – entweder durch Vorbestellung aus dem Katalog oder sofort aus unserem Lagerbestand (Verfügbarkeit abhängig vom Auftragsvolumen, Vorrat und nur im Heißessen-Liefergebiet).

Interessierte können sich unter der Aktions-Hotline 08031 / 3019-19 zu den Angeboten im Juli beraten lassen. Die Angebote gibt es ausschließlich beim BRK-Kreisverband Rosenheim.
(Quelle: Presssemiteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Teddybärkrankenhaus Rosenheim feiert 10-jähriges Jubiläum

Teddybärkrankenhaus Rosenheim feiert 10-jähriges Jubiläum

Rosenheim – Das Teddybärkrankenhaus Rosenheim öffnet am 10. und 11. Juli bereits zum zehnten Mal seine Türen. Kinder ab drei Jahren können mit ihren Kuscheltieren den Ablauf eines Krankenhausbesuchs spielerisch kennenlernen. Die Teilnahme ist kostenlos, aufgrund des großen Andrangs wird eine vorherige Anmeldung empfohlen.

Im Schüler- und Studentenzentrum Rosenheim in der Pettenkoferstraße 9 dreht sich am Freitag, 10. Juli, und Samstag, 11. Juli, jeweils von 8.30 bis 16 Uhr, alles um kranke Kuscheltiere. Kinder schlüpfen dabei selbst in die Rolle von Ärzten oder begleiten ihre Plüschpatienten durch die verschiedenen Stationen eines Krankenhausbesuchs.
Von der Aufnahme über die Untersuchung mit Stethoskop, Röntgen oder MRT bis hin zur Behandlung, einer Operation und dem Besuch der Apotheke lernen die Kinder spielerisch den Krankenhausalltag kennen. Je nach Verfügbarkeit gibt es außerdem eine Zahnputzstation, einen Organteddybären sowie einen echten Rettungswagen zu entdecken.

Barrierefrei, kostenlos und Anmeldung empfohlen

Das Teddybärkrankenhaus ist barrierefrei und heißt auch Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung willkommen. Parallel können sich Erwachsene vor Ort per Wangenabstrich als Stammzellspender registrieren lassen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Private Besucher (Kinder mit Eltern) können dieses Jahr selbst Zeiten buchen, um einen sicheren Platz zu haben, da der Andrang groß ist.

Denk Link zur Anmeldung und weitere Infos gibt es auf der Website www.teddybaerkrankenhaus-rosenheim.de oder auf Instagram und Facebook des Teddybärkrankenhaus Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Teddybärkrankenhaus / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Red Bull – Bora – hansgrohe geht mit Doppelspitze in die Tour de France

Red Bull – Bora – hansgrohe geht mit Doppelspitze in die Tour de France

Frankreich / Raubling – Remco Evenepoel und Florian Lipowitz führen Red Bull – Bora – hansgrohe als Doppelspitze in die Tour de France 2026. Für das deutsche WorldTeam ist es die dreizehnte Teilnahme am größten Radrennen der Welt.

Mit dem Belgier und dem Deutschen vereint das Team die beiden Fahrer, die bei den vergangenen beiden Tour-Ausgaben jeweils die Nachwuchswertung gewonnen und den dritten Gesamtrang erreicht haben. Nun treten sie erstmals gemeinsam als Leader-Duo an.

Die Stärken der beiden ergänzen sich dabei ideal: Evenepoel zählt zu den explosivsten und vielseitigsten Fahrern, Lipowitz hat sich zu einem der konstantesten Rundfahrer des Pelotons entwickelt. Die Kombination aus unterschiedlichen Profilen verleiht Red Bull – Bora – hansgrohe eine taktische Variabilität, die nur wenige Teams bieten können.

Unterschiedlichen Stärken geben dem Team taktische Möglichkeiten

Für Evenepoel ist es die dritte Tour de France in Folge, für Lipowitz der zweite Start. Beide haben ihre Saison gezielt auf den Juli ausgerichtet und sich in den vergangenen Wochen auf die Herausforderungen der Frankreich-Rundfahrt vorbereitet. Red Bull – Bora – hansgrohe geht mit dem klaren Anspruch an den Start, auch 2026 eine Rolle im Kampf um die Gesamtwertung zu spielen.

„Die Tour gewinnt man heute nicht nur mit einem außergewöhnlichen Fahrer, sondern mit einer außergewöhnlichen Mannschaft. Wir glauben, dass wir eines der komplettesten Teams an den Start bringen. Mit Remco und Florian haben wir zwei Leader, die bewiesen haben, dass sie auf dem Tour-Podium stehen können. Ihre unterschiedlichen Stärken geben uns taktische Möglichkeiten, die entscheidend sein können.“ so Zak Dempster, Chief of Sports.

Starkes Team für alle Rennszenarien

Mit Evenepoel, Lipowitz und dazu Jai Hindley verfügt Red Bull – Bora – hansgrohe über drei Fahrer, die bereits auf einem Grand-Tour-Podium standen. Das Team zählt damit zu den Mannschaften mit der größten Tiefe im Kampf um die Gesamtwertung. Gleichzeitig sorgen Maxim Van Gils, Mattia Cattaneo, Jan Tratnik, Nico Denz und Tim van Dijke für die notwendige Balance zwischen Kletterstärke und Kontrolle im Flachen.
Patxi Vila, Sportlicher Leiter sagt „Die Stärke dieses Aufgebots liegt nicht nur in Remco und Florian. Wir verfügen über erfahrene Kletterer, starke Allrounder und Fahrer, die in jeder Rennsituation Verantwortung übernehmen können. Jede Tour entwickelt ihre eigene Dynamik. Mit diesem Team haben wir auf nahezu jedes Rennszenario eine Antwort.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Brauchtumstag 2026: Tradition verbindet in der Rosenheimer Innenstadt

Brauchtumstag 2026: Tradition verbindet in der Rosenheimer Innenstadt

Rosenheim – Schuhplattler, Goaßlschnalzer, Blasmusik und Volkstänze prägten am Samstag (27.6.2026)  das Bild in der Rosenheimer Innenstadt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen blieben viele Passanten stehen, lauschten den Klängen und spendeten den Mitwirkenden immer wieder Applaus. Der Brauchtumstag zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition in Rosenheim ist – und setzte zugleich neue Akzente.

Rosenheimer Stadtkapelle beim Rosenheimer Brauchtumstag. Foto: Karin Wunsam

Wechselten mehrmals ihren Standort: der Rosenheimer Spielmannszug Fotos: Innpuls.me

Neu war in diesem Jahr die Beteiligung des Vereins Kinhuadi, der auf dem Max-Josefs-Platz traditionelle Trachten und Brauchtum aus dem Kongo präsentierte. Der Vereinsname bedeutet übersetzt „Zusammenhalt“ – und genau darum sollte es an diesem Tag gehen: Menschen über Brauchtum und Kultur miteinander ins Gespräch zu bringen.

Brauchtumsgruppe aus dem Kongo beim Brauchtumstag in Rosenheim. Foto: Karin Wunsam

Erstmals gab es nicht nur bayerisches Brauchtum. 

Bereits am Morgen hatte ein volksmusikalischer Frühschoppen den Aktionstag eröffnet. Danach verwandelten sich der Max-Josefs-Platz und weitere Orte der Altstadt in eine Bühne für Trachtenvereine, Musikgruppen und Brauchtumspfleger.
Veranstaltet wurde der Brauchtumstag gemeinsam vom Kulturamt der Stadt Rosenheim und dem Trachtenverein „D `Innviertler“ Rosenheim.

Schuhplattler, Volkstänze, Goaßlschnalzer und der Rosenheimer Spielmannszug wechselten sich mit musikalischen Darbietungen in den umliegenden Wirtshäusern ab. Auf dem Max-Josefs-Platz präsentierten sich außerdem verschiedene Vereine sowie erstmals auch der Stadtjugendring mit einem Informationsstand. Wer wollte, konnte sich sogar eine traditionelle Trachtenfrisur machen lassen.

Brauchtumstag in Rosenheim 2026. Foto: Karin Wunsam

An diesem Trachtentanz beteiligten sich gleich mehrere RosenheimerTrachtenvereine.

Gemeinsam für lebendiges Brauchtum

Ein schönes Zeichen setzte das Miteinander der Rosenheimer Trachtenvereine. Gemeinsam tanzten sie auf dem Max-Josefs-Platz und machten deutlich, dass der Brauchtumstag längst zu einem Gemeinschaftsprojekt geworden ist.

Für Wolfgang Hauck, Leiter des städtischen Kulturamts, könnte der Aktionstag künftig noch vielfältiger werden. Er kann sich vorstellen, dass sich weitere Kultur- und Brauchtumsgruppen beteiligen und zeigen, wie facettenreich gelebte Tradition in Rosenheim tatsächlich ist. „In den kulturpolitischen Leitlinien der Stadt Rosenheim wurde festgelegt, dass wir in unserer Stadt lebendiges Brauchtum haben wollen“, sagte Hauck. Der Brauchtumstag leiste dazu einen wichtigen Beitrag und bringe die Menschen zusammen.

Gelassen trotz Sommerhitze

Eine Herausforderung waren in diesem Jahr die hochsommerlichen Temperaturen. Die Trachtler nahmen die Hitze jedoch mit Gelassenheit. „Wir passen uns eben an und schauen, was der Tag so bringt. Wenn die Hitze zu groß wird, tanzen wir vielleicht etwas kürzer oder weichen auf Schattenplätze aus“, sagte Alfred Licht, erster Vorstand des traditionsreichen Rosenheimer Trachtenvereins „G.T.E.V. D’Innviertler“ Rosenheim. Für ausreichend Getränke war ebenfalls gesorgt.

Auch viele Besucher ließen sich von der Hitze nicht abschrecken. Immer wieder blieben Passanten stehen, verfolgten die Auftritte oder klatschten im Takt der Musik mit. So wurde der Brauchtumstag auch in diesem Jahr zu einem lebendigen Schaufenster für Tradition – und zeigte zugleich, dass Brauchtum in Rosenheim offen für neue Impulse ist.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Esbaumviertelfest: Zwischen Schatten und Sommerhitze

Esbaumviertelfest: Zwischen Schatten und Sommerhitze

Rosenheim – Zwischen den Bäumen, in den schmalen Gassen und rund um die kleinen Geschäfte war der Schatten am Samstag gefragt. Die Sommerhitze prägte das Esbaumviertelfest. Der ganz große Besucheransturm blieb zwar aus, doch viele Besucher nahmen sich Zeit zum Bummeln, Einkaufen und Mitmachen in einem der charaktervollsten Viertel der Rosenheimer Innenstadt.

Das Esbaumviertel gehört zu den besonderen Ecken der Rosenheimer Innenstadt. Historische Häuser, schmale Gassen, kleine Gärten und Wasserläufe verleihen dem Quartier einen fast dörflichen Charakter. Statt großer Filialisten prägen bis heute individuelle, oft familiengeführte Fachgeschäfte das Bild.

Genau diese persönliche Atmosphäre macht seit vielen Jahren auch den Reiz des Esbaumviertelfests aus. Die Gewerbetreibenden organisieren die Veranstaltung gemeinschaftlich und investieren viel Zeit und Herzblut, um ihren Stadtteil einmal im Jahr besonders erlebbar zu machen.

Tradition mit viel Herzblut

Fast 30 Grad zeigte das Thermometer bereits am Vormittag. Die hohen Temperaturen waren den Besuchern deutlich anzumerken. Mitmachaktionen und Bastelangebote verlagerten sich bevorzugt in den Schatten, während sich andere bei einer Erfrischung eine kleine Pause gönnten oder durch die Geschäfte schlenderten.
Die Gewerbetreibenden des Esbaumviertels hatten erneut mit viel Engagement ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Zahlreiche Geschäfte luden mit Rabattaktionen, Schnäppchen und Verkostungen zum Stöbern ein. Dazu kamen Informationsstände, eine Tombola mit vielen Gewinnen, eine Hüpfburg für Kinder und kreative Angeboten für Groß und Klein.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 28. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Eichhörnchen nicht alle ihre Vorräte wiederfinden?
Einige Samen bleiben im Boden und können zu neuen Pflanzen wachsen.
Vergessen hat hier einen positiven Effekt.

Vielleicht nimmst Du heute auch kleine Fehler gelassener.

Wir wünschen Dir einen leichten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

„Tag der offenen Gartentür“ verbindet drei Stationen in Eggstätt

„Tag der offenen Gartentür“ verbindet drei Stationen in Eggstätt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Am morgigen Sonntag, 28. Juni, führt die Radtour des Landkreises Rosenheim beim „Tag der offenen Gartentür“ auch durch Eggstätt. Drei private Gärten öffnen dort ihre Türen für Besucher.

Der Landkreis Rosenheim organisiert auch in diesem Jahr eine Radtour im Rahmen des „Tags der offenen Gartentür“. Die rund 30 Kilometer lange Strecke verbindet die teilnehmenden Gärten in Hemhof, Breitbrunn und Eggstätt miteinander.
In Eggstätt sind am Sonntag, 28. Juni, drei Stationen Teil der Route. Die Veranstaltung findet von 10 bis 17 Uhr statt.

Drei private Gärten in Eggstätt öffnen ihre Türen

Unter dem Motto „Spirituell gestaltet“ öffnet der sogenannte Erdmuttergarten von Garda Maria Vielhauer in Oberndorf 10. Der Garten ist nach dem keltischen Medizinrad ausgerichtet und enthält laut Beschreibung vor allem heimische und auch fremdländische Wildkräuter und Gehölze.
Ebenfalls Teil der Radtour ist der Garten der Familie Altinsoy im Ortsteil Weisham, Am Weiher 10. Auf rund 1.000 Quadratmetern sind dort unter anderem ein Gemüsegarten, ein gestalteter Wohlfühlbereich sowie selbstgebaute Spielgeräte zu sehen. Die Familie bietet zudem selbstgemachte Limonade und herzhafte Snacks an.

Ein weiterer Halt ist der Innenhof von Maria Wenzel in Meisham 7. Dort erwartet die Besucher eine Kombination aus Blumenbeeten, Kübelbepflanzungen und Hochbeeten. Ergänzt wird das Angebot durch hausgemachte Kuchen und Kaffee.
Die komplette Route mit allen teilnehmenden Gärten ist online auf der Website des Landkreises Rosenheim abrufbar.
(Quelle: Touristinfo Eggstätt / Beitragsbild: Copyright Tourist-Info Eggstätt)

LBV fordert mehr Stadtgrün als Schutz vor Hitze

LBV fordert mehr Stadtgrün als Schutz vor Hitze

Hilpoltstein / Bayern – Der bayerische Naturschutzverband LBV spricht sich angesichts hoher Temperaturen für mehr Grünflächen und Bäume in Städten aus. Hintergrund ist die EU-Renaturierungsverordnung, deren Umsetzung in Bayern politisch umstritten ist.

Angesichts der aktuell hohen Temperaturen fordert der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) mehr Stadtgrün als Maßnahme zur Klimaanpassung. Nach Einschätzung des Verbands könnten mehr Bäume und Grünflächen helfen, Hitzebelastungen in dicht bebauten Bereichen zu reduzieren.

„Bei fast 40 Grad wird das Leben in zubetonierten Städten zur ernsthaften Gesundheitsgefahr. Wer schon auf einem glühenden Asphaltparkplatz stand und dann wenige Schritte weiter im Schatten einer Baumgruppe spürbare Abkühlung gefunden hat, erlebt den Kühlungseffekt intakter Natur hautnah. Genau dieses Mehr an Grün brauchen unsere Städte jetzt schnell“, sagt Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV.

Hintergrund: EU-Renaturierungsverordnung

Nach Angaben des LBV sieht die EU-Renaturierungsverordnung unter anderem vor, dass Mitgliedstaaten die städtischen Grünflächen sowie den Baumbestand in Siedlungsräumen schrittweise ausbauen. Ab 2031 dürfe es demnach keine weitere Verringerung von Grünflächen geben.
Der Verband bewertet die Verordnung als wichtiges Instrument zur Anpassung an den Klimawandel in Städten.

Politische Diskussion in Bayern

Kritik äußert der LBV an der Haltung der Bayerischen Staatsregierung. Nach Darstellung des Verbands habe sich die Staatsregierung mehrfach gegen die EU-Verordnung positioniert und sich im Bundesrat sowie im Bayerischen Landtag für Änderungen beziehungsweise eine Abschwächung der Regelungen eingesetzt.
„Die Verordnung ist damit ein zentrales Instrument für lebenswerte Städte im Klimawandel“, so Schäffer weiter.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schwere Stahltreppe stürzt auf Bauarbeiter

Schwere Stahltreppe stürzt auf Bauarbeiter

Raubling / Landkreis Rosenheim – Bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Raubling (Landkreis Rosenheim) sind zwei Arbeiter schwer verletzt worden. Eine rund 600 Kilogramm schwere Stahltreppe stürzte aus bislang ungeklärter Ursache auf die Männer.

Bei einem Arbeitsunfall auf dem Gelände der Landkreismüllabfuhr in Raubling sind am Donnerstagvormittag (25.6.2026) zwei Bauarbeiter schwer verletzt worden.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Brannenburg waren ein 38-jähriger und ein 34-jähriger Mitarbeiter einer Metallbaufirma damit beschäftigt, eine etwa 600 Kilogramm schwere Stahltreppe in ein Treppenhaus zu heben.
Als sich die beiden Männer unter der Treppe befanden, stürzte diese aus bislang ungeklärter Ursache zu Boden und traf beide am Kopf.

Ermittlungen zur Unfallursache laufen

Durch die Wucht des Aufpralls erlitten die beiden Arbeiter schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensbedrohliche Kopfverletzungen.

Ein Verletzter wurde mit einem Rettungshubschrauber, der andere mit einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Beamte der Polizeiinspektion Brannenburg nahmen den Arbeitsunfall auf. Zur Ursache des Einsturzes der Stahltreppe dauern die Ermittlungen an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fahrbahnerneuerung auf der Simstalbrücke- zeitweise Sperrungen ab 29. Juni

Fahrbahnerneuerung auf der Simstalbrücke- zeitweise Sperrungen ab 29. Juni

Rosenheim / Landkreis – Auf der Simstalbrücke der Rosenheimer Umgehungsstraße wird ab Montag, 29. Juni, die Fahrbahn erneuert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 10. Juli. Während der Hauptverkehrszeiten bleibt die Strecke laut Staatlichem Bauamt Rosenheim in beiden Richtungen befahrbar.

Auf der Simstalbrücke der Rosenheimer Umgehungsstraße beginnen am Montag, 29. Juni, umfangreiche Sanierungsarbeiten. Betroffen ist der rund 1,1 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Auffahrt Richtung Stephanskirchen und der Abfahrt Richtung Kragling.
Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim sollen die Arbeiten voraussichtlich bis Freitag, 10. Juli, abgeschlossen sein.

Auf dem Abschnitt wird der schadhafte Fahrbahnbelag abgefräst und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Zusätzlich werden Leitpfosten erneuert, Bankette ertüchtigt und eine neue Fahrbahnmarkierung aufgebracht.

Arbeiten überwiegend in der Nacht

Ebenfalls saniert wird der Parkplatz unmittelbar nach der Simstalbrücke in Fahrtrichtung Stephanskirchen. Dort werden Pflasterarbeiten ausgeführt, der Asphalt erneuert und die Entwässerungseinrichtungen instand gesetzt.

Für die Bauarbeiten ist eine zeitweise halbseitige Sperrung erforderlich. Die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten sollen nach aktuellem Zeitplan überwiegend nachts zwischen 20 Uhr und 5.30 Uhr stattfinden.
Weitere Arbeiten an der Straßenausstattung sowie Restarbeiten sind laut Bauamt tagsüber zwischen 9 und 15 Uhr sowie abends zwischen 18 und 21 Uhr vorgesehen.

Während der Hauptverkehrszeiten bleibt die Umgehungsstraße nach Angaben des Staatlichen Bauamts in beiden Richtungen befahrbar. Auch Fußgänger und Radfahrer können die Brücke während der gesamten Bauzeit nutzen. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 320.000 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Staatliches Bauamt Rosenheim)

Studie: Nur ein kleiner Teil der Wohnungen in Rosenheim gilt als altersgerecht

Studie: Nur ein kleiner Teil der Wohnungen in Rosenheim gilt als altersgerecht

Rosenheim – In Rosenheim sind laut einer Untersuchung des Pestel-Instituts nur rund 1.900 von etwa 33.900 Wohnungen so ausgestattet, dass sie für ein Leben im Alter gut geeignet sind. Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) fordert deshalb mehr finanzielle Unterstützung für den altersgerechten Umbau von Wohnungen.

Nach einer regionalen Wohnungsmarktanalyse des Pestel-Instituts erfüllen in Rosenheim nur rund 1.900 Wohnungen die Kriterien für eine gute „Alterstauglichkeit“. Das entspricht nach Angaben der Forscher etwa sechs Prozent des gesamten Wohnungsbestands von rund 33.900 Wohnungen.

Im Fokus der Untersuchung steht die Frage, wie gut Wohnungen für ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen geeignet sind. Untersucht wurden dabei unter anderem Barrierefreiheit, Raumgrößen sowie die Ausstattung von Bädern und Küchen.

Nach Angaben des Pestel-Instituts ist insbesondere die Ausstattung der Badezimmer ein entscheidender Faktor. Bodengleiche Duschen gelten dabei als wichtiges Kriterium für barrierearmes Wohnen. Diese seien in Rosenheim aktuell in rund 6.700 Wohnungen vorhanden, heißt es in der Studie.

Forderung nach mehr altersgerechtem Wohnraum

Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) sieht angesichts der demografischen Entwicklung einen steigenden Bedarf an altersgerechten Wohnungen. In den kommenden zehn Jahren gingen in Rosenheim rund 9.100 Menschen in den Ruhestand, so die Einschätzung des Verbands.

„Rosenheim muss sich darauf vorbereiten, wie die Baby-Boomer demnächst wohnen können. Denn die kommen jetzt in die Jahre: Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, brauchen sie auch altersgerechte Wohnungen. Der Bund muss deshalb dringend ‚Boomer-Zuschüsse‘ für den Umbau von Wohnungen bereitstellen. Denn es wird höchste Zeit, dass aus Standard-Wohnungen mit Stufen und Stolperschwellen an der Dusche endlich barrierearme Wohnungen werden.“
Katharina Metzger
Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB)

Nach Angaben des Pestel-Instituts bestehen vor allem in älteren Gebäuden bauliche Einschränkungen für einen barrierefreien Umbau. So seien unter anderem Hausflure und Türen in einem Teil der Wohnungen zu schmal für Rollstühle oder Rollatoren.

Auch Küchen und Badezimmer seien häufig nicht ausreichend dimensioniert. In rund 10.700 Wohnungen in Rosenheim seien Küchen demnach nicht rollstuhlgerecht nutzbar, etwa 15.700 Badezimmer zu klein.
Ein weiterer Schwerpunkt sei die bauliche Umsetzung von bodengleichen Duschen. Diese seien laut Studie ein zentrales Kriterium für altersgerechtes Wohnen, aber bislang nur in etwa jedem fünften Haushalt vorhanden.
Der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther, verweist auf den steigenden Handlungsbedarf beim Umbau des Wohnungsbestands. Auch aus Sicht des BDB sei eine Vereinfachung und Ausweitung der staatlichen Förderung notwendig. Kritisiert wird dabei insbesondere der bestehende Mix aus unterschiedlichen Förderprogrammen.

Die Wissenschaftler sprechen sich nach eigenen Angaben für eine stärkere finanzielle Unterstützung des Umbaus aus, um den Wohnungsbestand schrittweise an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.
(Quelle: Pestel-Institut / Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) / Beitragsbild: Copyright Tobias Seifert)