Rosenheim: Falscher Schlafplatz endet in Ausnüchterungszelle

Rosenheim: Falscher Schlafplatz endet in Ausnüchterungszelle

Rosenheim – Ein Hausflur in der Rosenheimer Gießenbachstraße wurde in der Nacht zum ungewöhnlichen Schlafplatz eines 32-Jährigen. Für ihn endete die Nacht schließlich in einer Ausnüchterungszelle.

Anwohner entdeckten gegen 1 Uhr einen schlafenden Mann im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Gießenbachstraße. Da der Unbekannte nicht zu den Bewohnern gehörte, verständigten sie die Polizei.
Die alarmierten Beamten weckten den 32-Jährigen aus Gröbenzell. Wie er überhaupt in das Treppenhaus gelangt war, konnte er sich nach eigenen Angaben nicht erklären. Eine Alkoholisierung von knapp zwei Promille dürfte, nach den Angaben der Polizei, dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Für den Mann war die Nacht damit noch nicht beendet: Die Polizei brachte ihn in eine Ausnüchterungszelle, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch – Zwischen Förderlogik und Alltag: Wenn zwei Meldungen Fragen auslösen

Innpuls-Tagebuch – Zwischen Förderlogik und Alltag: Wenn zwei Meldungen Fragen auslösen

Rosenheim – Ein Wohlfahrtsverband baut in der Region sein Beratungsangebot für LGBTIQ+-Personen aus. Gleichzeitig zieht sich derselbe Träger aus der Verantwortung für einen Kindergarten in Rosenheim zurück. Nach Angaben des Trägers spielen dabei organisatorische Gründe eine Rolle – im Vordergrund steht jedoch die wirtschaftliche Situation des Betriebs.

Zwei Meldungen, die inhaltlich zunächst nichts miteinander zu tun haben, bei aufmerksamen Lesern aber trotzdem Fragen aufwerfen können.

Im einen Fall geht es um ein spezialisiertes Beratungsangebot für Menschen mit Fragen zu Identität, Coming-out oder ihrem Alltag im ländlichen Raum. Im anderen um klassische Kinderbetreuung, die unter steigenden Kosten und strukturellem Druck nicht mehr weitergeführt werden kann.

Auf den ersten Blick entsteht daraus ein Spannungsbild: neue, gezielte Angebote auf der einen Seite, Rückzug aus einem klassischen Pflichtbereich auf der anderen.

Unterschiedliche Logiken im System

Erklären lässt sich das weniger über inhaltliche Prioritäten als über unterschiedliche Finanzierungs- und Zuständigkeitslogiken.
Beratungsangebote werden häufig über Projekt- oder Fördermittel finanziert – zweckgebunden, zeitlich befristet und auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet. Kindergärten gehören dagegen zur kommunalen Daseinsvorsorge mit dauerhaft hohen Betriebskosten und festen strukturellen Vorgaben. Wenn diese Finanzierung nicht mehr trägt, geraten Träger wirtschaftlich unter Druck, unabhängig vom konkreten Bedarf vor Ort.

Trotz dieser Unterschiede bleibt der Eindruck, dass sich soziale Arbeit zunehmend in verschiedene Richtungen entwickelt: stärker spezialisierte, geförderte Angebote auf der einen Seite – und belastete klassische Einrichtungen auf der anderen.

Wenn Alltag sichtbar wird

Dieser Eindruck zeigt sich auch im Alltag sehr konkret.

Schüler, Lehrer und erboste Eltern berichten uns aktuell von Klassenräumen, die sich bei Hitze stark aufheizen. Unterricht bei über 30 Grad, stickige Luft und kaum Möglichkeiten zur Kühlung prägen derzeit vielerorts den Schulalltag. Für Klimaanlagen fehlt anscheinend in vielen Einrichtungen das Geld.

Fazit

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem solche Meldungen hängen bleiben: nicht wegen einzelner Entscheidungen, sondern weil im Alltag sichtbar wird, wie unterschiedlich soziale Aufgaben organisiert und abgesichert sind.

Viele Grüße aus der Redaktion
Karin

Am Samstag in Rosenheim: Peter- und Paul-Feuer ohne Feuer

Am Samstag in Rosenheim: Peter- und Paul-Feuer ohne Feuer

Rosenheim – Der Holzstoß am Thallerberg in der Kastenau steht bereits, die Vorbereitungen für das Peter- und Paul-Feuer laufen seit Tagen auf Hochtouren. Doch angezündet wird er am Samstagabend (27.6.2026)  nicht. Wegen der hohen Waldbrandgefahr hat die Stadt Rosenheim sämtliche Daxen- und Brauchtumsfeuer verboten. Betroffen ist neben dem Peter- und Paul-Feuer in der Kastenau auch das Sonnwendfeuer in Westerndorf am Wasen. Gefeiert wird dennoch – nur ohne Flammen.

Das Peter- und Paul-Feuer in der Kastenau gehört seit Jahren zu den festen Terminen im Stadtteil und zieht regelmäßig viele Besucher an. Der Holzstoß ist aufgebaut, entzündet wird er aber am Samstagabend mit Einsatz der Dämmerung nicht.
„Eine Überraschung war es nicht, als gestern bei mir der Brief der Stadt Rosenheim eintraf“, sagt Florian Schnitzer vom Burschenverein Kastenau im Gespräch mit Innpuls.me. Bei den aktuellen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit habe er bereits damit gerechnet.

Fest bleibt – nur das Feuer fällt aus

Am Programm ändert das Verbot wenig. Das Peter- und Paul-Fest am Thallerberg findet wie geplant statt, mit Brotzeiten, Barbetrieb, kühlen Getränken und Kindergaudi. Auch zusätzliche Spielangebote für die jüngeren Besucher werden derzeit geprüft, etwa eine Torwand.
Nur der Moment, auf den viele jedes Jahr warten, entfällt: der brennende Holzstoß als Höhepunkt des Abends.

Was mit dem bereits aufgeschichteten Holz passiert, ist noch offen. „Wenn die Waldbrandgefahr wieder gebannt ist, wollen wir das Feuer auf alle Fälle noch anzünden“, so Schnitzer. Ob im kleineren Rahmen oder mit Gästen, steht noch nicht fest.

Auch Westerndorf am Wasen betroffen

Nicht nur die Kastenau ist betroffen: Auch das Sonnwendfeuer in Westerndorf am Wasen darf am Samstag nicht entzündet werden. Dort wäre das Feuer nach dem Festgottesdienst zum Patrozinium traditionell der Abschluss gewesen. Auch hier gilt: Das Fest findet statt, nur das Feuer entfällt.
Glück hatten die Oberwöhrer. Dort fand das Sonnwendfeuer bereits am vergangenen Samstag statt.

Die Stadt Rosenheim verweist auf die derzeit hohe Waldbrandgefahr. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gilt in der Region aktuell Gefahrenstufe 4 von 5. Offene Feuer und Brauchtumsfeuer sind deshalb bis auf Weiteres untersagt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 26. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass die erste Computermouse aus Holz gefertigt wurde?
Sie wurde 1964 vom Ingenieur Douglas Engelbart entwickelt und hatte nur einen einzigen Knopf.
Kaum vorstellbar, wenn man heute an moderne Computer denkt.

Vielleicht erinnerst Du Dich heute daran, wie aus einfachen Ideen große Innovationen entstehen.

Wir wünschen Dir einen bewussten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Nach Rückkehr von Priesterjubiläum: 34 Gewehre in Reisebus sichergestellt

Nach Rückkehr von Priesterjubiläum: 34 Gewehre in Reisebus sichergestellt

Bad Reichenhall – Von einem Priesterjubiläum in Salzburg zurück nach Tirol – und an Bord 34 Gewehre: Die Bundespolizei hat am Mittwochabend (24.06.2026) in Bad Reichenhall einen Reisebus mit Schützenkompanien gestoppt und zahlreiche Langwaffen sichergestellt.

Gegen 22:45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte im Stadtgebiet einen voll besetzten Reisebus mit österreichischer Zulassung, der zuvor über die B 21 die Grenze passiert hatte. Den Beamten war im Vorbeifahren ein gewehrähnlicher Gegenstand im Fahrgastraum aufgefallen, weshalb der Bus angehalten und kontrolliert wurde.

Im Fahrzeug befanden sich rund 50 österreichische Staatsangehörige aus verschiedenen Schützenkompanien. Nach Angaben der Bundespolizei waren sie von einem Priesterjubiläum in Salzburg auf dem Rückweg in das Tiroler Pillerseetal.
Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte insgesamt 34 Karabiner der Hersteller Mauser und Mannlicher fest. Die Waffen waren teilweise im Gepäckbereich, teilweise im Sitzbereich des Busses verstaut.

Die erforderlichen waffenrechtlichen Dokumente konnten vor Ort nicht vorgelegt werden. Die Bundespolizei stellte die Waffen sicher und erhob in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 6.800 Euro. Gegen 34 Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet. In mehreren Fällen geht es zudem um mögliche Ordnungswidrigkeiten.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass beim grenzüberschreitenden Transport von Schusswaffen klare waffenrechtliche Vorschriften sowie Mitführ- und Nachweispflichten einzuhalten sind.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)

Warenautomat am Bahnhof Gräfelfing aufgebrochen – Tatverdächtige noch in Nähe gestellt

Warenautomat am Bahnhof Gräfelfing aufgebrochen – Tatverdächtige noch in Nähe gestellt

Gräfelfing  / München – Zwei junge Männer sollen in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (24.06.2026) einen Warenautomaten am Bahnhof Gräfelfing aufgebrochen und daraus Lebensmittel entwendet haben. Die Bundespolizei stellte beide noch im Nahbereich.

Gegen 04:45 Uhr ging ein Notruf über einen aufgebrochenen Automaten am Bahnhof ein. Eine Streife der Bundespolizei stellte vor Ort fest, dass der Automat gewaltsam geöffnet worden war.
Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion 45 gemeinsam mit der Bundespolizei zwei Tatverdächtige im Umfeld des Bahnhofs antreffen. Bei ihnen handelt es sich um zwei 19-jährige ukrainische Staatsangehörige.

Bei der Durchsuchung wurden Lebensmittel gefunden, die nach aktuellem Stand aus dem Automaten stammen dürften. Einer der beiden Männer wies zudem eine Schnittverletzung an der Hand auf, die er sich nach bisherigen Erkenntnissen beim Aufbrechen des Automaten zugezogen haben dürfte. Am Tatort wurden außerdem Blutspuren gesichert.

Besonders brisant: Einer der Tatverdächtigen hatte die Tat mit seinem Mobiltelefon gefilmt. Die Aufnahme wurde von den Beamten sichergestellt und dient nun als Beweismittel.
Beide Männer wurden zur weiteren Bearbeitung zur Bundespolizeiinspektion München gebracht. Dort erfolgten unter anderem eine erkennungsdienstliche Behandlung sowie DNA-Entnahmen. Ein Atemalkoholtest ergab Werte von 1,24 und 0,88 Promille.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls sowie Sachbeschädigung. Die Schadenshöhe ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)

Pfefferspray im Schulbus – mehrere Schüler klagen über Atemswegbeschwerden

Pfefferspray im Schulbus – mehrere Schüler klagen über Atemswegbeschwerden

Nußdorf / Landkreis Rosenheim – Ein Vorfall in einem Schulbus hat am Mittwochnachmittag (24.06.2026) für einen größeren Rettungseinsatz gesorgt. Nach Angaben der Polizei kam es während der Fahrt im Gemeindebereich Nußdorf am Inn zu einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen.

Im Verlauf des Streits setzte eine Jugendliche, nach den Angaben der Polizei, ein Tierabwehrspray (Pfefferspray) ein und sprühte es einem Jugendlichen ins Gesicht. Dieser erlitt Schmerzen sowie Schwellungen im Bereich von Augen und Gesicht.
Das Spray verteilte sich anschließend als Wolke im gesamten Bus. Mehrere weitere Fahrgäste klagten daraufhin über Atemwegsbeschwerden. Der Busfahrer reagierte und ließ alle Insassen an der nächsten Haltestelle aussteigen. Außerdem wurde der Rettungsdienst verständigt. Aufgrund der zunächst unklaren Lage rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Weitere schwere Verletzungen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht festgestellt.

Die Polizeiinspektion Brannenburg nahm den Sachverhalt vor Ort auf und ermittelte die Personalien der Beschuldigten, die sich nach dem Vorfall zu Fuß entfernt hatte. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Auslöser des Streits war nach Polizeiangaben das Spritzen mit einer Wasserspritzpistole durch den geschädigten Jugendlichen. Das verwendete Tierabwehrspray wurde sichergestellt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hitze legt Veranstaltungen lahm – erste Absagen in Stadt und Landkreis Rosenheim

Hitze legt Veranstaltungen lahm – erste Absagen in Stadt und Landkreis Rosenheim

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Bereits am heutigen Donnerstag (15.06.2026) werden in Stadt und Landkreis Rosenheim Temperaturen von über 30 Grad erreicht. Und es bleibt nicht dabei: Für die kommenden Tage sagen die Wetterberichte weiter steigende Werte voraus – regional sind sogar bis zu 40 Grad möglich. Die anhaltend hohen Temperaturen führen dazu, dass immer mehr Veranstalter vorsorglich reagieren und geplante Termine absagen oder anpassen.

Besonders betroffen sind Veranstaltungen im Freien, bei denen längere Aufenthalte in der Sonne für Besucher und Mitwirkende zur Belastung werden können. Neben organisatorischen Fragen steht dabei zunehmend auch der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund.

Ein Beispiel ist das Chiemsee-Kasperltheater. Das Ensemble hat seine Vorstellungen am kommenden Wochenende in Bergen (Samstag, 27.06.) und Bad Endorf (Sonntag, 28.06.) abgesagt. In der Mitteilung heißt es: „Wegen der großen Hitze haben wir uns entschieden, die Vorstellungen am kommenden Wochenende in Bergen (Samstag 27.06.) und Bad Endorf (Sonntag 28.06.) abzusagen.
Weitere Infos auf unserer Homepage (Link in der Bio)
Bleibt cool!“

Auch das Städtische Museum Rosenheim reagiert auf die angekündigten Temperaturen. Die für das Wochenende geplante historische Fahrradtour zu den Römer-Fundplätzen nördlich von Rosenheim wurde offiziell abgesagt. Als Grund werden die gesundheitlich bedenklichen Temperaturen genannt. Ein Ersatztermin ist für Ende September oder Anfang Oktober vorgesehen.

Zunehmende Vorsicht bei Veranstaltungen im Freien

Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Bei anhaltend hohen Temperaturen wächst in der Region die Bereitschaft, Veranstaltungen kritisch zu prüfen. Neben kompletten Absagen sind auch kurzfristige Änderungen oder Anpassungen der Abläufe möglich.
Betroffen sind vor allem Vereinsfeste, Märkte oder Sportveranstaltungen, die im Freien stattfinden und über mehrere Stunden dauern. Veranstalter prüfen zunehmend, ob eine sichere Durchführung unter den aktuellen Bedingungen gewährleistet werden kann.

Wer am Wochenende im Stadt- oder Landkreis Rosenheim eine Veranstaltung besuchen möchte, sollte daher unbedingt vorab die Hinweise der jeweiligen Veranstalter prüfen. Oft werden kurzfristige Änderungen oder Absagen direkt über Websites oder Social-Media-Kanäle bekannt gegeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

„Ich habe heute noch mit niemanden gesprochen“ – Einsamkeit im Fokus der Aktionswoche

„Ich habe heute noch mit niemanden gesprochen“ – Einsamkeit im Fokus der Aktionswoche

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche (22. bis 28. Juni 2026) rückt ein oft unsichtbares Thema in den Mittelpunkt: Einsamkeit. Mitarbeiter der Diakonie Rosenheim berichten aus ihrem Arbeitsalltag und geben Einblicke in sehr unterschiedliche Lebenssituationen. Die Schilderungen zeigen, wie still Einsamkeit beginnen kann – und wie stark sie den Alltag prägt.

„Ich habe heute noch mit niemandem gesprochen“ – dieser Satz steht exemplarisch für viele Lebensrealitäten, in denen soziale Kontakte fehlen oder nur noch selten stattfinden. Oft bleibt Einsamkeit im Verborgenen und wird erst im Gespräch oder in der Beratung deutlich.
Dabei ist allein sein nicht automatisch gleichbedeutend mit Einsamkeit. Einsamkeit entsteht, wenn die sozialen Beziehungen fehlen, die sich ein Mensch wünscht. Genau diese Lücke beschreiben Mitarbeiter der Diakonie Rosenheim aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Wenn Einsamkeit erst im Gespräch sichtbar wird

Für Birgit Zimmer, Leiterin der Telefonseelsorge Rosenheim, gehört das Thema zum Alltag. Besonders eindrücklich ist ihr ein nächtlicher Anruf eines jungen Mannes mit körperlicher Einschränkung in Erinnerung geblieben. Er habe erzählt, wie sehr er sich nach einer Partnerin sehne und unter seiner Einsamkeit leide. Darüber sprechen könne er nur mit der Telefonseelsorge.

„Oft melden sich Menschen zunächst ohne konkreten Anlass. Erst im Laufe des Gesprächs wird deutlich, dass hinter vielen Sorgen und Problemen Einsamkeit steht“, berichtet Zimmer. Häufig gehe sie mit psychischen Belastungen wie Ängsten oder Depressionen einher. Gleichzeitig beobachte sie, dass das Thema insgesamt zunimmt. Besonders in der Mailberatung, die häufiger von jüngeren Menschen genutzt wird, spiele Einsamkeit eine immer größere Rolle.

Auch in der kirchlichen Sozialarbeit zeigt sich, wie verborgen Einsamkeit oft bleibt. Stephanie Staiger von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) organisiert den Besuchsdienst von Diakonie und Caritas für ältere Menschen. „Die Menschen rufen selten an und sagen konkret: Ich bin einsam“, erzählt sie. Oft werde erst über Angehörige, Nachbarn oder andere Beratungsstellen sichtbar, wie stark soziale Kontakte fehlen.

Hintergrund: Aktionswoche gegen Einsamkeit

Die bundesweite Aktionswoche gegen Einsamkeit läuft vom 22. bis 28. Juni 2026 unter dem Motto „Gemeinsam aus der Einsamkeit“. Sie will auf die verschiedenen Facetten von Einsamkeit aufmerksam machen und zeigen, wie Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden können. Weitere Informationen stellt das Kompetenznetzwerk Einsamkeit (KNE) bereit.

Der Besuchsdienst bringt ehrenamtlich Engagierte mit älteren Menschen zusammen. Gemeinsam wird gesprochen, spazieren gegangen, gespielt oder einfach Zeit verbracht. Viele Seniorinnen und Senioren freuen sich lange im Voraus auf diese Besuche. Fällt ein Termin aus, ist die Enttäuschung groß. „Oh, jetzt muss ich wieder eine Woche warten, bis Sie wieder kommen, hören wir dann oft“, berichtet Staiger. Schon kleine Gesten könnten viel bewirken – ein Gespräch, ein freundliches Wort oder Aufmerksamkeit im Alltag.

Wenn Einsamkeit und Sucht sich verstärken

Auch in der Kontakt- und Begegnungsstätte Innkontakt der Diakonie Rosenheim spielt Einsamkeit eine zentrale Rolle. Dort werden Menschen mit Suchterkrankungen und psychischen Belastungen begleitet. Für Maximilian Jaroljmek, Bereichsleitung Ambulant Betreutes Wohnen, ist Einsamkeit häufig eng mit Scham, Rückzug und belastenden Lebenssituationen verbunden.

„Einsamkeit und Sucht beeinflussen sich häufig gegenseitig“, erklärt er. Fehlende soziale Kontakte können Suchtverhalten begünstigen, gleichzeitig führt eine Suchterkrankung oft zu weiteren Brüchen in Beziehungen und damit zu noch mehr Isolation. Besonders in der Abstinenz werde das deutlich: Kontakte aus dem Suchtumfeld werden bewusst beendet, stabile neue Beziehungen fehlen häufig.

Über Einsamkeit zu sprechen falle vielen Betroffenen schwer. Umso wichtiger sei es, Unterstützung anzunehmen und neue Kontakte aufzubauen. Wer diesen Schritt gehe, erlebe soziale Beziehungen oft schon nach einiger Zeit wieder als bereichernd. „Veränderung ist möglich“, sagt Jaroljmek. „Niemand muss dauerhaft mit diesem Gefühl allein bleiben.“
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gute Laune beim Sommerfest der Simssee Klinik

Gute Laune beim Sommerfest der Simssee Klinik

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Mehr als die Hälfte der rund 600 Beschäftigten der Simssee Klinik (Landkreis Rosenheim) hat am traditionellen Sommerfest des Hauses teilgenommen. Die Klinik ist der größte Arbeitgeber in Bad Endorf und feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen zahlreiche Mitarbeiter nach Feierabend zum Klinikgelände, um gemeinsam zu feiern. Das Sommerfest gehört seit Jahren zum festen Bestandteil des Klinikalltags und findet unabhängig vom Jubiläumsjahr regelmäßig statt.

Für die Besucher gab es Musik, gastronomische Angebote, eine Bar sowie eine Zaubershow. Die Bar wurde von volljährigen Auszubildenden der Gesundheitswelt Chiemgau betrieben.

Verlosung mit zusätzlichen Urlaubstagen

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die traditionelle Tombola. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Klinik wurden diesmal 50 Preise verlost. Darunter befanden sich auch insgesamt 20 zusätzliche Urlaubstage für die Mitarbeiter.

Für einen humorvollen Moment sorgte die Verteilung der Gewinne: Mehrere zusätzliche Urlaubstage gingen an Beschäftigte derselben Pflegeabteilung. Dies wurde von den Anwesenden scherzhaft mit der Bemerkung kommentiert, man müsse die Station nun wohl kurzzeitig schließen.
(Quelle: Pressemitteilung Gesundheiswelt Chiemgau AG / Beitragsbild: Copyright Gesundheitswelt Chiemgau AG)

Freibad, Rosenheim, 1956

Freibad, Rosenheim, 1956

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1956. Auf der historischen Aufnahme ist das Städtische Freibad Rosenheim zu sehen.

Der Sommer zeigte sich auch damals offenbar von seiner schönsten Seite. Am Sprungturm hat sich eine beachtliche Warteschlange gebildet. Geduldig warten die Badegäste darauf, endlich selbst den Sprung ins kühle Nass wagen zu dürfen. Die Szene vermittelt einen lebhaften Eindruck vom Badebetrieb jener Zeit.

Neues Funktionsgebäude

Auffällig ist auch der langgezogene zweigeschossige Bau auf der rechten Bildseite. Auf der oberen Etage haben sich einige Personen versammelt, die das Geschehen am Sprungturm verfolgen. Tatsächlich handelte es sich dabei um ein Funktionsgebäude des Freibads. Im Zuge der umfassenden Erneuerung der Anlage in den Jahren 1956 und 1957 entstand ein zweigeschossiger Bau mit Kasse, Umkleideräumen und einer Dienstwohnung für den Bademeister. Er ersetzte den alten Pavillon aus dem 19. Jahrhundert.

Die Aufnahme dokumentiert damit eine spannende Phase in der Geschichte des Rosenheimer Freibads. Die Anlage selbst blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits 1871 entstand zwischen Mangfall und Kaltenmühlbach die „Städtische Schwimm- und Badeanstalt“, die von vielen Rosenheimern schlicht „Schwimmschule“ genannt wurde.

Wer das Freibad heute besucht, wird manches aus dem Bild von 1956 nicht mehr wiederfinden. Der markante Sprungturm ist längst verschwunden, ebenso das langgezogene Gebäude am Beckenrand. Auch das Umfeld hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert.

Geblieben ist jedoch die besondere Rolle des Freibads als Treffpunkt an heißen Sommertagen. Und betrachtet man die lange Schlange am Sprungturm, wird schnell klar: Die Vorfreude auf eine Abkühlung war damals nicht kleiner als heute.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Rosenheim Hallenbad geht in die Sommerpause – elf Wochen Schließzeit

Rosenheim Hallenbad geht in die Sommerpause – elf Wochen Schließzeit

Rosenheim – Das Hans-Klepper-Hallenbad in Rosenheim (Stemplinger Straße 1) schließt ab Ende Juni für die jährlichen Revisionsarbeiten. Für elf Wochen bleibt das Bad damit für Besucher geschlossen.

Die Stadtwerke Rosenheim Stadtwerke Rosenheim starten die Arbeiten am Montag, 29. Juni 2026. In dieser Zeit wird das Hallenbad vollständig gewartet und technisch überprüft, bevor es in die neue Saison geht.

Die Wiedereröffnung ist für Montag, 14. September 2026 geplant – pünktlich zum Schulbeginn. Dann steht das Bad wieder allen Schwimmbegeisterten sowie für den Schulsport zur Verfügung. Die Öffnungszeiten bleiben dabei unverändert: Montag von 9 bis 18 Uhr sowie Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 21 Uhr.

Revisionsarbeiten im Sommer

Während der Schließzeit werden die turnusmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Dazu gehören unter anderem technische Prüfungen und Arbeiten, die im laufenden Betrieb nicht möglich sind.

Wiederöffnung zum Schulstart

Mit dem Ende der Sommerpause startet das Hallenbad wieder regulär in den Betrieb. Besonders für den Schul- und Vereinssport ist die Öffnung ein wichtiger Termin im Jahreskalender.
Informationen zu den Rosenheimer Bädern gibt es online unter swro.de/baeder sowie auf der Facebook-Seite „Rosenheimer Bäder“.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim / Beitragsbild: Stadtwerke Rosenheim)