Viele Besucher beim Peterlfeuer in Kammer

Viele Besucher beim Peterlfeuer in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Lodernde Flammen, gesellige Stimmung und großes Engagement der Kammerer Dorfjugend: Das Peterlfeuer auf der Buchleite in Rettenbach (Landkreis Traunstein)  lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher an.

Als die Dämmerung über den Chiemgauer Alpen einsetzte, wurde auf der Buchleite in Rettenbach das traditionelle Peterlfeuer entzündet. Zahlreiche Besucher aus Kammer, Rettenbach und den umliegenden Ortschaften kamen zusammen, um gemeinsam einen Sommerabend zu verbringen.
Das Peterlfeuer gehört seit Generationen zu den festen Bräuchen der Region. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Dorfjugend der Pfarrei Kammer. Rund 20 Jugendliche bereiteten das Fest vor, errichteten den Holzstoß und kümmerten sich um die Bewirtung der Gäste mit Getränken, Gegrilltem und einem Küchenbuffet.
Bis in die Nacht wurde gefeiert, während das weithin sichtbare Feuer über der Buchleite brannte.

Lob für das Engagement der Jugendlichen

Jugendleiter Andreas Gröbner zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden: „Unsere Jugendlichen haben einmal mehr bewiesen, dass sie ein hervorragend eingespieltes Team sind. Ohne ihren Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihre Begeisterung wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Darauf können wir wirklich stolz sein.“

Auch der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martin Pohl würdigte den Einsatz der Helfer: „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Herzblut sich unsere Jugendlichen für das Dorfleben einsetzen. Sie bewahren nicht nur eine liebgewonnene Tradition, sondern schaffen zugleich einen Ort der Begegnung für Jung und Alt. Das Peterlfeuer hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig unsere Dorfgemeinschaft ist.“
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 5. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Wasser unter bestimmten Bedingungen gleichzeitig gefrieren und fließen kann?
Dieser Zustand nennt sich „Tripelpunkt“.
Ein faszinierendes physikalisches Phänomen.

Vielleicht bleibst Du heute offen für Dinge, die ungewöhnlich erscheinen.

Wir wünschen Dir einen spannenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

54.000 Euro Fördergeld für Kinderdorf Irschenberg zugesagt

54.000 Euro Fördergeld für Kinderdorf Irschenberg zugesagt

Irschenberg / Landkreis Miesbach – Das Kinderdorf Irschenberg, das Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Rosenheim und Miesbach betreut, erhält eine Förderung in Höhe von 54.000 Euro. Die Förderzusage überbrachten die beiden Landtagsabgeordneten Josef Lausch und Martin Rosenberger (beide Freie Wähler) bei einem Besuch der Einrichtung.

Nach Angaben der beiden Abgeordneten stammen die Mittel aus einer Fraktionsinitiative der Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern im Bayerischen Landtag. Verwendet werden soll das Geld unter anderem für energetische Maßnahmen wie die Erneuerung der mehr als 40 Jahre alten Heizungsanlage, die Errichtung einer Photovoltaikanlage sowie die Verbesserung der Infrastruktur des Kinderdorfes.
Der Kontakt zur Einrichtung entstand nach Angaben von Josef Lausch bei einem von ihm initiierten Besuch im vergangenen September. Dabei tauschten sich die beiden Landtagsabgeordneten mit Verwaltungsleiter Hannes Klapos und Kinderdorfleiterin Pia Klapos über die Arbeit des Kinderdorfes aus.

Abgeordnete betonen Bedeutung der Einrichtung

Lausch und Rosenberger erklärten, sie hätten dabei Einblicke in die Arbeit der Einrichtung erhalten. Besonders die Zahl der Kinder, die bereits im Baby- und Kleinkindalter Unterstützung benötigten, habe sie bewegt. Nach Einschätzung der beiden Landtagsabgeordneten sei eine kontinuierliche Unterstützung notwendig, um die Arbeit des Kinderdorfes langfristig zu sichern. Sie kündigten an, den Austausch mit der Einrichtung fortsetzen und die gewonnenen Eindrücke in ihre politische Arbeit einfließen lassen zu wollen.
(Quelle: Büro des Landtagsabgeordneten Josef Lausch / Beitragsbild: Büro des Landtagsabgeordneten Josef Lausch)

Landkreis-Bürgermeister wandern mit Landtagsabgeordneten auf die Käser-Alm

Landkreis-Bürgermeister wandern mit Landtagsabgeordneten auf die Käser-Alm

Samerberg / Landkreis Rosenheim – Kommunalpolitik, Landespolitik und aktuelle Herausforderungen in den Gemeinden standen im Mittelpunkt eines Treffens auf dem Samerberg. Der Landtagsabgeordnete Daniel Artmann (CSU) hatte die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus seinem Stimmkreis Rosenheim-Ost zu einer gemeinsamen Wanderung mit anschließendem Austausch auf die Käser Alm eingeladen.

Teilgenommen haben nach Angaben des Abgeordneten die Gemeindeoberhäupter aus Aschau i. Chiemgau, Bad Endorf, Bernau am Chiemsee, Frasdorf, Griesstätt, Halfing, Prutting, Riedering und Samerberg. Nach dem gemeinsamen Aufstieg standen bei einer Brotzeit Gespräche über kommunal- und landespolitische Themen auf dem Programm.

Artmann erklärte die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs mit den Kommunen. „Mir ist der Austausch mit meinen Stimmkreis-Bürgermeisterinnen und -Bürgermeistern sehr wichtig – und zwar über Parteigrenzen hinweg. Nur mit einem vertrauensvollen Miteinander können wir das Beste für Stadt und Landkreis Rosenheim erreichen“, sagte der Landtagsabgeordnete.

Austausch über Herausforderungen und Projekte

Nach Angaben Artmanns nutzten insbesondere neu gewählte Bürgermeister die Gelegenheit, sich mit ihm und den anderen Gemeindeoberhäuptern über aktuelle Herausforderungen und geplante Projekte auszutauschen. Artmann erklärte dazu: „Zu wissen, was die Kolleginnen und Kollegen in den Gemeinden stemmen müssen, ist extrem wertvoll für meine Arbeit im Bayerischen Landtag. Und genauso wichtig ist es mir, aufzuzeigen, wo der Freistaat unterstützen kann.“
(Quelle: Büro des Landtagsabgeordneten Daniel Artmann / Beitragsbild: Copyright Christoph Leonhardt)

Wie Kultur besser in die Zeitung kommt – Dialog zur Pressearbeit

Wie Kultur besser in die Zeitung kommt – Dialog zur Pressearbeit

Rosenheim – Wie schafft es Kultur in die Zeitung – und was braucht es, damit Veranstaltungen dort auch wirklich sichtbar werden? Genau darum geht es bei einer Veranstaltung des Kulturforum Rosenheim mit Eva Gruber, Chefin vom Dienst beim Oberbayerischen Volksblatt. Im Mittelpunkt steht die praktische Pressearbeit für Kulturschaffende und Veranstalter.

Im ersten Teil gibt Eva Gruber Einblicke aus der Redaktionspraxis: Wie gelangen Fotos in die Zeitung, welche Inhalte eignen sich für Berichte und wie funktionieren Nachberichte zu Kulturveranstaltungen? Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie redaktionelle Entscheidungen entstehen und wie Kulturangebote gezielter platziert werden können.
Im zweiten Teil der Veranstaltung folgt ein offener Dialog. Dabei können Teilnehmer ihre Fragen und Wünsche direkt an die Redaktion richten. Eva Gruber steht für den Austausch zur Verfügung und nimmt Anregungen aus der Kulturszene auf.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 16. Juli, um 19:30 Uhr im Bildungszentrum St. Nikolaus in Rosenheim, Pettenkoferstraße 5. Die Teilnahme ist gebührenfrei. Organisiert wird der Abend in Kooperation mit dem Bildungswerk Rosenheim.

Eine Anmeldung ist beim Bildungswerk Rosenheim unter https://www.bildungswerk-rosenheim.de/veranstaltung/56521_kultur-in-der-zeitung-pressearbeit oder über die Homepage www.Bildungswerk-Rosenheim.de möglich.
(Quelle: Pressemitteilung Kulturforum Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bergahorn wird per Hubschrauber in Schlossinnenhof von Hohenaschau geflogen

Bergahorn wird per Hubschrauber in Schlossinnenhof von Hohenaschau geflogen

Aschau / Landkreis Rosenheim – Ein Baum, der nicht getragen, sondern geflogen wird: Auf Schloss Hohenaschau ist ein Bergahorn per Hubschrauber in den Innenhof gebracht worden. Die außergewöhnliche Pflanzaktion sorgte jüngst für einen seltenen Anblick über dem historischen Schloss und markiert zugleich einen sichtbaren Schritt in den laufenden Sanierungsarbeiten im Innenhof.

Auf Schloss Hohenaschau gehen die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Innenhof weiter sichtbar voran. Der historische Bereich erhält Schritt für Schritt einen neuen Charakter, das Ende der Arbeiten ist inzwischen absehbar. Ziel ist es, dem Innenhof wieder einen stimmigen, auf das Schloss abgestimmten Gesamteindruck zu geben.
Der Bergahorn stammt von der Firma Gartenbau Schwegler aus Bruckmühl. Vor Ort wurde der Baum von Gartenbaumeister Tobias Schwegler für den Transport vorbereitet. Anschließend hob ihn ein Hubschrauber der Firma Kitz-Air präzise in den Innenhof. Der Baum hat einen Stammumfang von 25 Zentimetern.

Mit der Pflanzung wird auch an historische Gestaltungen angeknüpft: Archivaufnahmen zeigen, dass bereits um die Zeit des Ersten Weltkriegs Zierbäume den Innenhof des Schlosses schmückten. Der neue Bergahorn soll diese Tradition fortführen und künftig sowohl das historische Ambiente ergänzen als auch an warmen Tagen Schatten spenden.

Präziser Einsatz im Innenhof

Der Hubschraubereinsatz ermöglichte die punktgenaue Platzierung des Baumes im Innenhof und war damit ein notwendiger Schritt im Ablauf der Pflanzung unter den gegebenen baulichen Bedingungen.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Foto: Copyright H. Reiter & S. Iser)

Aschau: Künstlergespräch zum Triptychon von Christian Huber

Aschau: Künstlergespräch zum Triptychon von Christian Huber

Aschau / Landkreis Rosenheim – Ein besonderer Kunstabend im Pfarrheim Aschau im Chiemgau hat Einblicke in ein Werk gegeben, das auf mehreren Ebenen funktioniert – bildlich, symbolisch und spirituell. Im Mittelpunkt stand das neue Triptychon von Christian Huba zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus. Der Künstler selbst erklärte vor einer interessierten Zuhörerschaft die Entstehung seines dreiteiligen Ölgemäldes und eröffnete dabei neue Zugänge zur Aussage seines Werks.

Ein Triptychon bezeichnet ein aus drei Teilen bestehendes Bildwerk, das inhaltlich und gestalterisch zusammengehört. Diese klassische Form der Kunstgeschichte nutzt Huba auch hier, um den Sonnengesang des Heiligen Franziskus in mehreren Bildfeldern zu entfalten. So entsteht ein Zusammenspiel der einzelnen Tafeln, das das zentrale Thema – Licht und Symbolik – verstärkt.

Der Aschauer Künstler Christian Huba erläuterte während des Abends die Entstehung seines Werks und gab Einblicke in seine künstlerische Arbeit. Unter den Gästen waren unter anderem die Kulturreferentin des Landkreises Rosenheim Anke Hellmann, Bürgermeister Simon Frank, Tourismuschef Herbert Reiter sowie der Kulturbeauftragte Winfried Wolke. Die Begrüßung übernahm der Bürgermeister, der die Bedeutung zeitgenössischer Kunst und das Werk Hubas hervorhob.

Pfarrer Paul Janßen führte durch das Gespräch. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Lesung des Sonnengesangs in altitalienischer Sprache und deutscher Übersetzung durch Pfarrer Janßen und Alraune Huba. Begleitet wurde der Moment von zwei Kerzen, die vor dem Kunstwerk entzündet wurden und die Atmosphäre des Abends vertieften.

Licht, Symbolik und Sommersonnenwende

Dass der Abend zur Sommersonnenwende stattfand, verlieh dem Treffen einen zusätzlichen Rahmen. Das Zusammenspiel aus Datum, Lichtmotiven des Triptychons und dem inhaltlichen Schwerpunkt wurde als stimmig beschrieben. Besonders das zentrale Motiv des Lichts zog sich durch den gesamten Abend.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Fürstätt, Rosenheim, 1936

Fürstätt, Rosenheim, 1936

Fürstätt / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1936. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Rosenheimer Stadtteil Fürstätt, aufgenommen vom Waisenhaus an der Schönen Aussicht aus.

Das Waisenhaus wurde erst wenige Jahre zuvor, in den Jahren 1934 bis 1935, errichtet. Der Neubau war das Ergebnis einer langen Vorgeschichte der Rosenheimer Waisenstiftung. Diese Stiftung war bereits 1895 gegründet worden, verlor jedoch in den Wirren der Hyperinflation der 1920er Jahre ihr gesamtes Vermögen. Erst durch neue Spenden sowie Einnahmen aus dem städtischen Glückshafen konnte der Bau schließlich für rund 230.000 Reichsmark realisiert werden. Das Haus bot Platz für etwa 50 bis 60 Kinder und trug an seiner Südseite ein großes Fresko mit dem Spruch „Gemeinnutz vor Eigennutz“.

Ein Gebäude mit wechselvoller Geschichte

Die Nutzung des Hauses sollte sich nur wenige Jahre nach der Aufnahme des Fotos deutlich verändern. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde es zunächst als Müttererholungsheim genutzt, ab 1940 dann als Wehrmachts-Reservelazarett. Zum Schutz vor Luftangriffen erhielt das Gebäude einen Tarnanstrich. Nach dem Krieg nutzte die US-Militärregierung das Haus als Lazarett für sogenannte „Displaced Persons“.

1950 wurde das Gebäude schließlich instand gesetzt und seiner ursprünglichen Bestimmung wieder zugeführt. Heute befindet sich dort das Kinderheim „Schöne Aussicht“ der Stiftung St. Zeno.

Der Standort auf dem Dachsberg über Fürstätt verdankt seinen Namen dem weiten Ausblick, der von den Reichenhaller Bergen bis zu den Schlierseer Bergen reicht. Für viele Rosenheimer Familien war der Weg hinauf zur Schönen Aussicht ein beliebtes Ausflugsziel. Damals befand sich dort noch eine hölzerne Sommerturnhalle des TSV 1860 Rosenheim, die 1938 einem neuen Sportheim mit Gaststätte wich.

Fürstätt zwischen Dorfgeschichte und Wachstum

Der Blick von 1936 zeigt zudem ein Fürstätt im Wandel. Im Vordergrund waren landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie erste Häuser an der heutigen Meraner- und Salurner Straße zu erkennen. Dahinter wuchs der Stadtteil bereits mit den Arbeitersiedlungen im Küpferling zusammen.

Fürstätt selbst blickt auf eine deutlich ältere Geschichte zurück als die Kernstadt Rosenheim. Archäologische Funde reichen bis zu 6.000 Jahre zurück, der Ort wurde bereits im 10. Jahrhundert als „Veresteti“ erwähnt. Über Jahrhunderte blieb er ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, eng verbunden mit den Klöstern Tegernsee und Rott.
Einen tiefgreifenden Wandel brachte der Eisenbahn-Boom ab den 1850er Jahren. Fürstätt wuchs, Gewerbebetriebe siedelten sich an, darunter auch Holzverarbeitung und die Parkettbodenfabrik Wiesböck. 1913 wurde der Ort schließlich nach Rosenheim eingemeindet.

Zur Zeit der Aufnahme im Jahr 1936 befand sich Fürstätt damit mitten in einer Phase des Übergangs – zwischen dörflicher Prägung und wachsender Stadtnähe.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Roboter, Weißbier und Industrie 4.0: Studierende zeigen Projekte am Campus Chiemgau

Roboter, Weißbier und Industrie 4.0: Studierende zeigen Projekte am Campus Chiemgau

Rosenheim / Landkreis – Wie sieht die Produktion von morgen aus? Studenten der Technischen Hochschule Rosenheim haben am Campus Chiemgau gezeigt, wie Robotik, KI und digitale Transformation in der Industrie zusammenspielen können. Im Mittelpunkt standen dabei ungewöhnliche Praxisprojekte mit starken Industriepartnern.

Am Campus Chiemgau in Traunstein haben Studenten des Masterstudiengangs Advanced Industrial Engineering (AIE) ihre Projekte im Rahmen der Veranstaltung „Digital Transformation in Manufacturing“ vorgestellt. Dabei arbeiteten sie gemeinsam mit Unternehmen aus der Region an konkreten Anwendungen für industrielle Prozesse.

Der Studiengang verbindet Ingenieurwissenschaften mit Betriebswirtschaft und legt einen Schwerpunkt auf digitale Transformation und Nachhaltigkeit. Studiengangsleiter Professor Andreas Straube erklärte, dass die Studenten im ersten Semester neue Technologien im Innovationslabor kennenlernen und diese im zweiten Semester in realen Projekten anwenden. So entstehe ein direkter Technologietransfer in regionale Unternehmen.

Robotik im Praxistest mit regionalen Unternehmen

Ein Schwerpunkt der Projekte lag in diesem Jahr auf humanoider Robotik. Möglich wurde das unter anderem durch einen neuen menschenähnlichen Roboter im Innovationslabor der Hochschule. Der rund 1,30 Meter große Roboter verfügt über 41 sogenannte Freiheitsgrade und wurde gemeinsam mit mehreren Industriepartnern eingesetzt.

Bei der Adelholzener Alpenquellen GmbH testeten die Studenten, wie der Roboter Fremdflaschen im Mehrweg-Glasflaschenprozess aussortieren kann. Die Aufgabe gilt als ergonomisch belastend und nur schwer flexibel zu automatisieren. Im Fokus standen dabei kamerabasierte Objekterkennung und KI-gestützte Trainingsmethoden.

Auch bei der BSH Hausgeräte GmbH und der Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG kam der Roboter zum Einsatz. Dort ging es um das Zuführen, Entnehmen, Stapeln und Transportieren von Werkstücken, um verschiedene Programmier- und Trainingsansätze zu vergleichen.

„Die Ergebnisse unterstützen uns bei der strategischen Bewertung humanoider Robotik als zukünftigem Anwendungs- und Innovationsfeld“, sagte Jakob Haunerdinger von Rosenberger. Eine Studentin berichtete zudem von einem besonderen Moment, als der Roboter erstmals einen Sortiervorgang selbstständig bewältigte.

Als Besonderheit wurde bei der Veranstaltung auch ein weiterer humanoider Roboter gezeigt – ein 1,80 Meter großer Prototyp des Modells Unitree H2.

Weißbierroboter und Praxisnähe im Studium

Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit einem sogenannten „Weißbierroboter“. Ziel war es, einen Roboter weiterzuentwickeln, der Bier einschenken kann. In der neuesten Version wurde unter anderem die Geschwindigkeit verbessert und der Flaschenöffnungsmechanismus optimiert. Zudem kann der Roboter nun auch Helles einschenken.

Für Studiengangsleiter Straube ist der Kontakt zu Unternehmen ein zentraler Bestandteil des Programms. Viele der Studenten kommen aus dem Ausland und sollen frühzeitig in die regionale Wirtschaft eingebunden werden. Nach seinen Angaben bleiben rund 70 Prozent der Absolventen nach dem Studium in Deutschland und starten hier ins Berufsleben.

Der Masterstudiengang Advanced Industrial Engineering wird seit 2023 angeboten und dauert drei bis fünf Semester. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Wirtschaftsingenieurwesen. Für den kommenden Start im Herbst sind rund 70 Studenten zugelassen.
(Quelle: Presemitteilung Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Anton Maier)

19-jähriger bei Bergtour am Vorderstaufen tödlich verunglückt

19-jähriger bei Bergtour am Vorderstaufen tödlich verunglückt

Piding / Landkreis Berchtesgadener Land – Im Bereich des Fuderheusteins am Vorderstaufen ist am Freitag (3.7.2026)  ein 19-jähriger Bergsteiger tot aufgefunden worden. Der junge Mann war zuvor als vermisst gemeldet worden.

Gegen 9.30 Uhr wurde der 19-jährige deutsche Staatsangehörige aus Bayreuth von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet. Daraufhin wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.
Der Mann hatte zuvor seinen letzten bekannten Aufenthaltsort mitgeteilt. Da von einer Notlage ausgegangen werden musste, starteten Polizei und Bergwacht umgehend eine koordinierte Suche im Bereich Vorderstaufen und Fuderheustein.

Großeinsatz mit Hubschraubern und Drohnen

Beteiligt waren unter anderem Einsatzkräfte der Bergwacht sowie der Polizei. Unterstützt wurde die Suche aus der Luft durch mehrere Drohnen sowie zwei Polizeihubschrauber und den Rettungshubschrauber „Christoph 14“.
Im Laufe des späten Nachmittags wurde der Vermisste schließlich leblos im Bereich des Fuderheusteins gefunden. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der 19-Jährige bereits am Vorabend in einer rund 200 Meter steilen Rinne abgestürzt war und dabei tödliche Verletzungen erlitt.

Der Verstorbene wurde im Anschluss mit einem Polizeihubschrauber geborgen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizeiinspektion Piding unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein.

Nach Angaben der Polizei waren mehr als 50 Einsatzkräfte sowie drei Alpinhunde an der Suche beteiligt, darunter Kräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Teisendorf-Anger, Freilassing, Traunstein und Ruhpolding sowie der Polizei, der Bundespolizei, der Grenzpolizei und der Polizeihubschrauberstaffel Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Stillstand gibt es nicht“ – IHK-Wirtschaftsempfang in Kolbermoor

„Stillstand gibt es nicht“ – IHK-Wirtschaftsempfang in Kolbermoor

Kolbermoor / Landkreis Rosenheim – Rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben sich in Kolbermoor zum 3. IHK-Wirtschaftsempfang für Stadt und Landkreis Rosenheim getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man mit Wandel umgeht – im Leben wie in der Wirtschaft.

Die IHK für München und Oberbayern hatte zum dritten Wirtschaftsempfang in das Kesselhaus in Kolbermoor eingeladen. Rund 250 Teilnehmer folgten der Einladung aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Unter ihnen waren auch Landrat Otto Lederer, der neue Rosenheimer Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

Waren mit dabei beim Wirtschaftsempfang der IHK in Kolbermoor: von links: Landtagsabgeordneter Daniel Artmann, Landrat Otto Lederer, Vorsitzender der IHK-Regionalausschusses Rosenheim Andreas Bensegger, Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl und Leiter der IHK-Geschäftsstelle Rosenheim Jens Wucherpfennig. Foto: Copyright IHK Rosenheim

Waren mit dabei beim Wirtschaftsempfang der IHK in Kolbermoor: von links: Landtagsabgeordneter Daniel Artmann, Landrat Otto Lederer, Vorsitzender der IHK-Regionalausschusses Rosenheim Andreas Bensegger, Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl und Leiter der IHK-Geschäftsstelle Rosenheim Jens Wucherpfennig. Foto: Copyright IHK Rosenheim

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag der Sportlerin Gela Allmann. Sie berichtete von ihrem Weg zurück ins Leben nach einem schweren Sturz aus 800 Metern Höhe. Dabei schilderte sie, wie Körper, Seele und Geist zusammenwirken müssen, um Krisen zu bewältigen. Die Frage „Wieso ich?“ führe nach ihren Worten nicht weiter. Wichtiger sei es, Herausforderungen als eine Art Training zu sehen. Auch Zweifel seien dabei normal.

Umgang mit Wandel im Fokus

Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim, betonte die Bedeutung von Veränderung für die Wirtschaft. „Stillstand gibt es nicht, man muss immer weitergehen“, sagte er. Unternehmen dürften sich nicht auf bestehenden Strukturen ausruhen, sondern müssten sich stetig weiterentwickeln.

In einer Gesprächsrunde machte auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan deutlich, dass die Region offen für Investitionen und neue Arbeitsplätze sei. Zugleich stellte er die Frage, wohin sich Stadt und Landkreis Rosenheim entwickeln sollen. Wandel geschehe immer – entscheidend sei, wie man ihn aktiv mitgestalte.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild, Foto: Copyright IHK)

Starbulls Rosenheim starten mit Topspielen in die DEL2-Saison 2026/27

Starbulls Rosenheim starten mit Topspielen in die DEL2-Saison 2026/27

Rosenheim – Der DEL2-Spielplan für die Saison 2026/27 steht fest. Für die Starbulls Rosenheim beginnt die neue Spielzeit direkt mit mehreren Duellen gegen starke Gegner – inklusive Derby und frühem Auswärtskracher.

Die DEL2 hat den offiziellen Spielplan für die Saison 2026/27 veröffentlicht. Für die Starbulls Rosenheim beginnt die neue Spielzeit am Freitag, 18. September 2026, um 19:30 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars in der SPIE Arena.

Bereits zwei Tage später steht die erste Auswärtsaufgabe an: Am Sonntag, 20. September, treten die Starbulls um 19:00 Uhr bei den EC Kassel Huskies an.

Auch das zweite Wochenende hat es in sich. Am Freitag, 25. September, kommt es um 19:30 Uhr zum Derby beim EV Landshut. Am Sonntag, 27. September, folgt das zweite Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers.

Auftaktprogramm im Überblick
  • 1. Spieltag (18.09.2026, 19:30 Uhr): Starbulls Rosenheim – Ravensburg Towerstars
  • 2. Spieltag (20.09.2026, 19:00 Uhr): EC Kassel Huskies – Starbulls Rosenheim
  • 3. Spieltag (25.09.2026, 19:30 Uhr): EV Landshut – Starbulls Rosenheim
  • 4. Spieltag (27.09.2026, 17:00 Uhr): Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers

Zum Auftakt warten mit Ravensburg, Kassel, Landshut und Bietigheim vier Gegner, die den Starbulls direkt ein anspruchsvolles Startprogramm bescheren.
Der vollständige DEL2-Spielplan ist auf den offiziellen Kanälen der Liga sowie auf der Website der Starbulls Rosenheim abrufbar.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Starbulls Rosenheim)