Starbulls Rosenheim suchen Verstärkung für ihr Team der Fanbeauftragten

Starbulls Rosenheim suchen Verstärkung für ihr Team der Fanbeauftragten

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim stellen ihr Team der Fanbeauftragten breiter auf. Nachdem Alexander Winkelhaus als neuer Fanbeauftragter vorgestellt wurde, sucht der Eishockeyverein nun zwei Personen aus der Fanszene, die sich künftig aktiv in die Fanarbeit einbringen möchten.

Die Fanbeauftragten sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den Fans und dem Verein. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem, ein offenes Ohr für Fragen, Wünsche und Anliegen aus der Fanszene zu haben, Heim- und Auswärtsspiele zu begleiten und den Austausch mit Fanclubs, dem Fanbeirat und Vereinsoffiziellen zu pflegen.
Auch mit den Fanbeauftragten anderer Clubs soll ein regelmäßiger Austausch stattfinden.

Starbulls wünschen sich neue Ideen für die Fanarbeit

Neben der Betreuung und dem Austausch mit den Fans sollen auch neue Ideen umgesetzt werden. Denkbar sind laut Starbulls beispielsweise Arbeitsgruppen, die gemeinsame Organisation von Auswärtsfahrten oder die Planung und Umsetzung von Choreografien bei Heimspielen.
Für das neue Team wünscht sich der Verein unterschiedliche Perspektiven und Persönlichkeiten, die die Vielfalt der Rosenheimer Fanszene widerspiegeln. Gesucht werden Menschen, die Lust darauf haben, die Fanarbeit der Starbulls aktiv mitzugestalten.

Wer sich für die Aufgabe interessiert, kann sich mit einer kurzen Bewerbung per E-Mail an info@starbulls.de wenden. Einige Zeilen reichen laut Verein aus. Darin soll beschrieben werden, warum Interesse an der Aufgabe besteht, wie die persönliche Verbindung zu den Starbulls, zum Rosenheimer Eishockey und zur Stadt Rosenheim aussieht und welche Ideen oder Fähigkeiten in die Fanarbeit eingebracht werden sollen.
(Quelle: Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG / Beitragsbild: re)

Ferienspaß in Amerang: Kinder machen selbst bayerische Reiberdatschi

Ferienspaß in Amerang: Kinder machen selbst bayerische Reiberdatschi

Amerang / Landkreis Rosenheim – Kartoffeln aus dem Acker, selbst reiben und anschließend knusprige Reiberdatschi probieren: Im Freilichtmuseum Amerang wurde das Ferienprogramm für mehr als 80 Kinder zum echten Erlebnis. Auch in den kommenden Tagen können Familien ohne Anmeldung mitmachen – mit neuen kreativen Aktionen rund um Seil, Faden und die Schätze des Gartens.

Kartoffeln aus dem Museumsacker holen, waschen, schälen und anschließend selbst reiben: Für mehr als 80 Kinder wurde der Besuch im Freilichtmuseum Amerang in den Sommerferien zu einem besonderen Erlebnis. Beim offenen Mitmachprogramm konnten sie selbst Hand anlegen und gemeinsam mit ihren Familien traditionelle bayerische Reiberdatschi zubereiten.
Auf dem alten Holzofen im Vierseithof brutzelte Angela Schreier die Kartoffelpuffer knusprig und leicht gebräunt. Die Kinder verfolgten aufmerksam, wie aus den selbst geernteten Kartoffeln Schritt für Schritt eine bayerische Spezialität entstand.

„Ich finde diese Idee toll“, sagte Maria Hirsch. Sie war aus Tübingen mit ihren Töchtern Theresa, Sophie und Hanna angereist und besuchte mit ihren Eltern das Museum. „Ich bin in der Region aufgewachsen und war früher öfter da. Es ist großartig, dass hier Traditionen weitergegeben werden. Meine Kinder interessieren sich sehr für alte Sachen.“

Auch die elfjährige Theresa war mit Begeisterung dabei. Sie rieb die Kartoffeln fast wie ein Profi. „Es ist toll, dass man hier die alten Bauernhäuser anschauen kann. Und dass ich selbst Reiberdatschi mache. Ich habe das noch nie gemacht, und ich habe auch noch keine gegessen.“

Reiberdatschi-Rezept aus dem Freilichtmuseum

Angela Schreier verriet den Kindern auch, was in echte Reiberdatschi gehört: geriebene Kartoffeln, ein Ei, Salz und etwas Grieß. Wer möchte, kann das Rezept abwandeln. „Man kann aber auch geriebene Zucchini dazugeben, oder Gelbe Rüben. Dann werden es echte Gemüsepuffer.“

Auch der zweijährige Benedikt aus Teisendorf durfte die frisch zubereiteten Reiberdatschi probieren. Beim Kartoffelwaschen konnte er bereits mithelfen, zum Reiben war er allerdings noch zu klein.
„Aber ihm hat‘s gefallen“, erzählte seine Mutter Theresa. Sie war spontan zur Gruppe dazugestoßen. „Ich wusste gar nicht, dass es stattfindet. Es ist schön, dass man dann einfach so mitmachen kann.“

Ferienprogramm in Amerang ohne Anmeldung

Genau diese spontane Teilnahme ist Teil des Konzepts des diesjährigen Ferienprogramms im Freilichtmuseum Amerang. Museumsleiterin Claudia Richartz hat sich bewusst für ein offenes Angebot entschieden, das Familien ohne vorherige Anmeldung besuchen können.
„So können Familien die Angebote unkompliziert und spontan in ihre Ferienplanung integrieren. Das Konzept hat sich bewährt, wie die große Resonanz zeigt.“

Das Mitmachprogramm findet während der Ferien jeden Mittwoch von 11 bis 16 Uhr statt. Dabei gibt es jede Woche ein anderes Thema.
Am Mittwoch, 2. September, dreht sich unter dem Motto „Seil und Faden“ alles um kreative Handarbeiten. Kinder und Erwachsene können unter anderem Freundschaftsbändchen knüpfen, Seile herstellen oder ein eigenes Mini-Buch binden.

Zum Abschluss des Ferienprogramms werden am Mittwoch, 9. September, die Schätze des Gartens entdeckt. Beim Ernten im Krautgarten sowie beim Flower Hammering oder Blaudruck können kleine Kunstwerke aus Naturmaterialien entstehen.

Das Freilichtmuseum Amerang befindet sich am Hopfgarten 2 in 83123 Amerang. Informationen zum Ferienprogramm und zu weiteren Veranstaltungen gibt es unter www.flm-amerang.de sowie telefonisch unter 08075/915090.
(Quelle: Pressemitteilung FLM Amerang / Beitragsbild: Angela Schreier erklärt Maria Hirsch und ihren Töchtern Theresa, Sophie und Hanna das Rezept für die Reiberdatschi. Copyright Bezirk Oberbayern, FLM Amerang)

Fischküche, Rosenheim, 1914

Fischküche, Rosenheim, 1914

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1914. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Rosenheimer Fischküche mit einer Außenansicht des Hauses und einem Blick in die damalige Gaststube. Vieles hat sich seitdem verändert – die Fischküche selbst gibt es aber bis heute.

Als dieses Foto entstand, war das markante Eckhaus an der Gillitzerstraße noch keine zehn Jahre alt. Der Aiblinger Baumeister Johann Meishammer hatte das viergeschossige Gebäude Anfang 1907 fertiggestellt. Noch im selben Jahr eröffnete Benedikt Bierbichler dort das „Rosenheimer Volksstüberl“. Der gelernte Fischermeister hatte sich auch das Weißbierbrauen angeeignet und machte Fischgerichte von Beginn an zu einer Spezialität seines Hauses.
Deshalb ließ Bierbichler die Aufschrift „Fischküche“ an der Fassade anbringen. Der Name blieb den Rosenheimern im Gedächtnis und setzte sich schließlich als Bezeichnung für das gesamte Wirtshaus durch. Seit den 1950er Jahren heißt die Gaststätte offiziell nur noch „Fischküche“.

1914 kam noch die Brauerei dazu

Das Jahr unserer Aufnahme ist für die Geschichte des Hauses ebenfalls interessant. 1914 ließ Benedikt Bierbichler im Rückgebäude ein eigenes Sudhaus einbauen. Damit bestand der Familienbetrieb zu dieser Zeit aus mehreren Bereichen: vorne die Gaststätte, im Hof die Fischhandlung und im Rückgebäude die Weißbierbrauerei. Das Bierbichler-Weißbier entwickelte sich zu einem wichtigen Teil des Geschäfts.
Auch ein Blick in die Gaststube ist auf dem historischen Foto möglich. Die Einrichtung wirkt deutlich schlichter als heute. Tische und Stühle stehen dicht beieinander, dazu kommen die für ein Wirtshaus jener Zeit typischen Holzmöbel. Es war eine andere Zeit – und auch das Wirtshausleben dürfte entsprechend anders ausgesehen haben.
Das Gebäude und die Gaststätte haben seitdem viele Veränderungen erlebt. Die Brauerei blieb allerdings noch Jahrzehnte Teil des Betriebs. Erst 1996/97 endete die Bierproduktion an diesem Ort. Das Bierbichler-Weißbier wird seitdem von der Flötzinger Brauerei nach dem ursprünglichen Rezept gebraut.

Die Gaststätte selbst ist dagegen geblieben. Nach vielen Jahrzehnten und verschiedenen Wirtsleuten wird die Fischküche heute weiterhin als Traditionsgasthaus geführt.
Mehr als 110 Jahre liegen zwischen der historischen Aufnahme und der heutigen Fischküche. Die Gaststube sieht inzwischen anders aus, das Leben im Haus hat sich verändert – aber der Name an der Gillitzerstraße ist geblieben.
Und genau das macht solche alten Aufnahmen für mich so spannend: Man schaut auf ein Rosenheim, das längst vergangen ist, und entdeckt darin gleichzeitig Orte, an denen unsere Stadtgeschichte bis heute weiterlebt.

Wer von Euch kennt die Fischküche noch aus früheren Jahrzehnten? Und erinnert Ihr Euch an eine ganz bestimmte Zeit oder einen Wirt?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wird das Rosenheimer Herbstfest irgendwann zum Freizeitpark?

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wird das Rosenheimer Herbstfest irgendwann zum Freizeitpark?

Rosenheim – Morgen (29.8.2026) beginnt das Herbstfest. Fröhlich, bunt und hoffentlich unbeschwert. Doch hinter dem Festvergnügen steht inzwischen ein immer aufwendigeres Sicherheitskonzept. Taschenkontrollen, Betonbarrieren, Videoüberwachung, Polizei, Security – und in diesem Jahr erstmals auch die SafeNow-App. Alles soll uns schützen. Aber verändert die zunehmende Sicherheit vielleicht genau das, was ein Volksfest eigentlich ausmacht? Und wird aus dem offenen Volksfest irgendwann eine Art Freizeitpark – eine künstliche Erlebniswelt hinter Zäunen und Sicherheitskonzepten?

Ich merke jedenfalls, dass ich beim Thema Sicherheit auf Volksfesten zwiegespalten bin. Natürlich müssen Veranstalter versuchen, gefährliche Gegenstände vom Festgelände fernzuhalten. Und natürlich müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit kein Fahrzeug in eine Menschenmenge fahren kann. Wir wissen leider, dass solche Szenarien keine abstrakte Vorstellung sind. Anschläge und schwere Gewalttaten haben in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, welche Folgen es haben kann, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

Auch dass Menschen auf einem Volksfest bedrängt, angegriffen oder Opfer von Gewalt werden können, ist leider keine theoretische Möglichkeit. Wenn deshalb Sicherheitskräfte vor Ort sind und Besucher im Notfall schnell Hilfe holen können, ist das richtig und wichtig.

Und trotzdem verändert all das etwas.

Wenn Betonbierkrüge plötzlich eine andere Bedeutung bekommen

Viele Besucher nehmen die Betonbierkrüge, die erstmals 2024 zum Einsatz kamen, inzwischen wohl einfach nur als Teil des Herbstfestbildes wahr. Nicht wenige sehen darin sogar ein originelles Fotomotiv. Ich kann sie allerdings nicht so ganz unbefangen betrachten. Denn ich weiß auch, warum sie dort stehen: Sie sollen verhindern, dass ein Fahrzeug auf das Festgelände rasen kann. Ein Gedanke, den man beim Betrachten eines überdimensionalen Bierkrugs eigentlich lieber verdrängt.

Nach den Betonbierkrügen kommen die Eingänge. Dort gibt es Stichprobenkontrollen von Taschen und Rucksäcken. Auch dafür habe ich größtes Verständnis. Trotzdem bleibt bei mir ein etwas mulmiges Gefühl, wenn ein fremder Mensch in meine Tasche schaut. Sie ist schließlich eine kleine persönliche Zone. Darin liegen Dinge, die andere Menschen normalerweise nichts angehen.

Der Kopf sagt: Diese Kontrolle ist vernünftig. Das Bauchgefühl sagt trotzdem: Schön ist das nicht.

Manche Menschen empfinden sichtbare Sicherheitsmaßnahmen vermutlich als beruhigend. Zäune, Polizei, Security und Kontrollen vermitteln ihnen das Gefühl: Hier wird aufgepasst, hier bin ich sicher.

Bei mir ist es eher umgekehrt. Je mehr Sicherheitsmaßnahmen ich wahrnehme, desto wachsamer werde ich. Ich schaue genauer hin, frage mich eher, ob irgendwo etwas auffällig ist, und denke damit plötzlich über Gefahren nach, über die ich vorher vielleicht gar nicht nachgedacht hätte.

Vielleicht gibt es bei diesem Thema tatsächlich zwei Arten, Sicherheit zu empfinden: Die einen fühlen sich sicherer, wenn sie sehen, dass kontrolliert und geschützt wird. Die anderen werden gerade dadurch daran erinnert, dass es offenbar etwas gibt, wovor man sich schützen muss. Ich gehöre eher zur zweiten Gruppe.

Die Sicherheitsmaßnahmen wachsen weiter

Auch in diesem Jahr kommt wieder etwas Neues dazu. Mit SafeNow können Besucher und Mitarbeiter erstmals auf dem gesamten Herbstfest per Knopfdruck die Security alarmieren. Der Standort wird dabei direkt an das Sicherheitspersonal übermittelt.
Ich finde die Idee grundsätzlich gut. Wenn sich jemand bedrängt fühlt oder eine Situation unangenehm wird, muss er nicht erst nach einem Sicherheitsmitarbeiter suchen. Vielleicht zeigt gerade diese neue Möglichkeit auch, wohin die Entwicklung geht: Sicherheit soll funktionieren, aber möglichst wenig auffallen. Gleichzeitig gehören Videoüberwachung, Wiesnwache, Taschenkontrollen, Besucherlenkung und die Sicherung der Eingänge inzwischen selbstverständlich zum Herbstfest.
Einzeln betrachtet ist jede dieser Maßnahmen nachvollziehbar. Zusammengenommen verändert sich dadurch aber das Bild des Festes.

Das Dilemma des Wirtschaftlichen Verbands

Dem Wirtschaftlichen Verband als Veranstalter kann man dabei keinen Vorwurf machen. Er steht vor einem schwierigen Spagat. Die Verantwortlichen müssen auf reale Gefahren reagieren, Sicherheitskonzepte vorlegen, Personal organisieren und immer neue Anforderungen erfüllen. Das kostet Geld.
Bei der Wiesn-Pressekonferenz im vergangenen Jahr wurde mitgeteilt, dass allein für Taschenkontrollen an den Eingängen und die Citykontrolle rund 100.000 Euro aufgewendet wurden. Für ein großes Fest wie das Herbstfest ist das viel Geld. Aber der Wirtschaftliche Verband hat zumindest die Strukturen, um solche Aufgaben zu stemmen.

Was passiert dagegen mit dem kleinen Vereinsfest?

Dort organisieren Menschen ein Fest neben ihrer eigentlichen Arbeit. Sie wollen gemeinsam feiern und eine Tradition weiterführen. Wenn dann professionelle Sicherheitskonzepte, Sicherheitskräfte, Absperrungen und zusätzliche Kosten dazukommen, wird irgendwann die Frage entscheidend, ob sich das überhaupt noch leisten lässt.
In der Region Rosenheim sind bereits kleinere Feste weggefallen, weil die Anforderungen und Kosten für die Veranstalter nicht mehr zu stemmen waren. Und das finde ich viel bedenklicher als einen weiteren Betonbierkrug auf der Loretowiese.
Denn wenn Sicherheit dazu führt, dass kleine Feste verschwinden, verlieren wir Orte, an denen Gemeinschaft und Brauchtum tatsächlich gelebt werden.

Wenn aus Offenheit eine Festung wird

Vielleicht klingt es zunächst etwas übertrieben, von einem „Festungscharakter“ zu sprechen. Aber genau dieses Bild habe ich manchmal im Kopf.
Eine Festung steht für mich für Abwehr, Abgrenzung und Misstrauen. Ein Volksfest sollte eigentlich das Gegenteil sein: offen, lebendig und zugänglich. Man geht hin, mischt sich unter die Menschen und lässt sich ein bisschen treiben.
Wenn wir aber immer mehr Bereiche absichern, Eingänge kontrollieren, Besucherströme lenken und das Gelände überwachen, verändert sich dieses Gefühl.
Und irgendwann frage ich mich: Wird aus dem Volksfest eine Art Freizeitpark?

Nicht wegen der Fahrgeschäfte. Sondern weil wir eine künstliche Erlebniswelt schaffen, die man durch bestimmte Eingänge betritt, innerhalb klar definierter Grenzen erlebt und möglichst sicher wieder verlässt.
Vielleicht ist das tatsächlich die Zukunft: eine geschützte Erlebniswelt, in der die Sicherheitsmaßnahmen möglichst wenig sichtbar sind und trotzdem überall vorhanden.
Aber wollen wir das?

Tradition bewahren – und dabei verändern

Das ist für mich das Bittere an dieser Entwicklung.
Wir wollen unsere Traditionen bewahren und müssen sie dafür gleichzeitig verändern. Traditionelle Werte können in der heutigen Zeit offenbar nur noch um den Preis ihrer eigenen Veränderung geschützt werden.

Was macht ein Volksfest eigentlich aus? Für mich ist es nicht nur das Bierzelt, das Fahrgeschäft, die Tracht oder die Musik. Es ist auch dieses Gefühl, einfach hinzugehen, sich unter Menschen zu mischen und ein bisschen treiben zu lassen, ohne ständig darüber nachzudenken, was alles passieren könnte.

Vielleicht werden wir uns an die neue Realität gewöhnen. Vielleicht wird Sicherheit irgendwann genauso selbstverständlich zum Volksfest gehören wie das Riesenrad und die Blasmusik.
Vielleicht schafft es die Technik sogar, uns genau diese Unbeschwertheit zurückzugeben, indem sie im Hintergrund arbeitet, statt sie sichtbar zu prägen.

Morgen zieht der Festzug wieder zur Loretowiese. Fröhlich, bunt und hoffentlich unbeschwert.
Wie lange dieses Gefühl noch so selbstverständlich zum Herbstfest gehören wird, weiß niemand. Für den Wirtschaftlichen Verband wird es jedenfalls nicht leichter, die Balance zwischen Sicherheit, Bezahlbarkeit und dem Charakter des Festes zu halten.

Und vielleicht ist genau das die Frage, die uns in den kommenden Jahren beschäftigen wird: Wie viel Sicherheit braucht ein Volksfest – und wie viel davon darf man spüren?
Denn es wäre paradox, wenn wir unsere Traditionen zwar erfolgreich schützen, sie dabei aber so verändern, dass sie irgendwann nicht mehr das sind, was wir eigentlich bewahren wollten.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Ein Knopfdruck zur Security: Neues Sicherheitskonzept fürs Rosenheimer Herbstfest

Ein Knopfdruck zur Security: Neues Sicherheitskonzept fürs Rosenheimer Herbstfest

Rosenheim – Wenn sich jemand auf einem Volksfest bedrängt fühlt oder eine Situation unangenehm wird, ist Hilfe nicht immer sofort in Sichtweite. Genau hier setzt ein neues Sicherheitskonzept an, das beim Rosenheimer Herbstfest in diesem Jahr erstmals auf dem gesamten Festgelände zum Einsatz kommt: Mit einem Knopfdruck über die App SafeNow können Besucher und Mitarbeiter die Security alarmieren.

Vorgestellt wurde das Konzept bei der traditionellen Wiesn-Pressekonferenz im Glückshafen auf der Loretowiese. Die WV-Veranstaltungs GmbH hat dafür eine auf drei Jahre angelegte Kooperation mit der SafeNow GmbH geschlossen.

Die Idee entstand nach einem persönlichen Erlebnis

Entwickelt wurde SafeNow vom Münchner Unternehmer Tilman Rumland. Die Idee dazu entstand nach einem persönlichen Erlebnis: Eine damalige Freundin von ihm wurde in einem Nachtclub von einem Mann verfolgt und sexuell bedrängt. Sicherheitspersonal war zwar vor Ort, bekam die Situation aber nicht rechtzeitig mit.
Rumland wollte deshalb eine Möglichkeit schaffen, mit der Menschen in einer solchen Situation schnell und möglichst unauffällig Hilfe anfordern können. Daraus entstand die SafeNow-App.

Das Prinzip: Über einen Button auf dem Smartphone wird ein Alarm ausgelöst. In einer sogenannten SafeNow Zone erhält das zuständige Sicherheitspersonal die Meldung und den Standort der Person und kann sich dorthin auf den Weg machen.

Vom Fahrgeschäft bis ins Festzelt

Beim Rosenheimer Herbstfest wird in diesem Jahr nach Angaben des Veranstalters erstmals das gesamte Festgelände zur SafeNow Zone. Dazu gehören die Fahrgeschäfte ebenso wie die Festzelte und Festhallen von Flötzinger, Tatzlwurm, Auerbräu, Johan Auer, Proseccostadel und Franz am Wiesntor.

Für die Besucher bedeutet das: Wer sich unwohl fühlt oder Unterstützung durch die Security benötigt, kann über die kostenlose App einen Alarm auslösen. Statt selbst einen Sicherheitsmitarbeiter suchen zu müssen, wird dieser gezielt zu der betreffenden Stelle gerufen.

Für medizinische Notfälle oder akute Gefahren bleiben Polizei und Rettungsdienst zuständig. SafeNow ist als zusätzliche Möglichkeit gedacht, das Sicherheitspersonal des Herbstfestes zu erreichen.

Auch die Bedienungen werden eingewiesen

Nicht nur die Besucher sollen die Funktion nutzen können. Auch die Bedienungen in den Festzelten werden in die App eingewiesen.
Das kann beispielsweise dann hilfreich sein, wenn ein Gast aggressiv wird, einer Bedienung zu nahe kommt oder sich eine Situation unangenehm entwickelt. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter muss dann nicht erst selbst nach der Security suchen, sondern kann den Alarm auslösen.

Dabei geht es auch um den Selbstschutz der Beschäftigten. Die Security soll bereits dann hinzugezogen werden können, wenn eine Situation aus Sicht des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin problematisch wird – und nicht erst, wenn tatsächlich etwas passiert ist.

Was ist mit Fehlalarmen?

Bei der Vorstellung des Konzepts kam auch die Frage auf, was passiert, wenn Besucher den Knopf ohne Grund oder aus Spaß drücken. Rumland sieht darin nach eigenen Angaben kein großes Problem. Mit Missbrauch habe man bislang keine Schwierigkeiten gehabt. Die Security sei ohnehin auf dem Gelände unterwegs. Wenn sie aufgrund eines Alarms zu einer Stelle gehe und dort keinen weiteren Handlungsbedarf feststelle, sei das aus seiner Sicht kein Problem. Seine Haltung: Lieber einmal zu viel nachschauen, als einmal zu wenig und dadurch passiert etwas.

Wie häufig die Funktion beim Rosenheimer Herbstfest tatsächlich genutzt wird und wie sich das System im laufenden Festbetrieb bewährt, wird sich allerdings erst zeigen.

Auch Freunde und Familie können alarmiert werden

SafeNow lässt sich auch außerhalb einer SafeNow Zone nutzen. Über eine Gruppenfunktion können Nutzer Familie, Freunde oder Kollegen hinterlegen. Wird ein Alarm ausgelöst, erhalten die ausgewählten Kontakte eine Benachrichtigung und können den Standort sehen.

Nach Angaben des Anbieters wird die App inzwischen von mehr als einer Million Menschen weltweit genutzt. SafeNow kommt unter anderem bei Veranstaltungen, in Stadien und Unternehmen zum Einsatz. Auch auf dem Münchner Oktoberfest gibt es bereits SafeNow-Zonen.
Beim Rosenheimer Herbstfest ist nun das komplette Festgelände einbezogen. Die Kooperation zwischen der WV-Veranstaltungs GmbH und SafeNow ist zunächst auf drei Jahre angelegt.

Ob der digitale Hilferuf für die Besucher und Beschäftigten tatsächlich zu einem häufig genutzten Instrument wird, dürfte sich im Laufe des Herbstfestes zeigen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 28. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass es Bauwerke gibt, die deutlich stärker geneigt sind als der berühmte Schiefe Turm von Pisa?
Einige moderne und historische Gebäude weisen durch ihre Konstruktion oder Veränderungen des Untergrunds extreme Neigungen auf.
Pisa ist also längst nicht der einzige Ort mit einem schiefen Wahrzeichen.

Vielleicht entdeckst Du heute das Besondere in Dingen, die nicht ganz perfekt sind.

Wir wünschen Dir einen schönen Start in den Tag, auch wenn heute nicht alles gerade läuft! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Bäckerei Buchecker, Rosenheim, 1970

Bäckerei Buchecker, Rosenheim, 1970

Rosenheim – Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Café Buchecker in der Münchener Straße in Rosenheim. Große Fenster, parkende Autos am Straßenrand, Passanten im typischen Look der damaligen Zeit – und mittendrin ein Café, das über Jahrzehnte zu den bekannten Treffpunkten der Rosenheimer Innenstadt gehörte.

Wer damals im Café Buchecker im ersten Stock saß, hatte dabei einen besonderen Logenplatz. Durch die großen Fenster ließ sich das Treiben auf der Münchener Straße beobachten. Direkt gegenüber lag der Salingarten. Ein bisschen Kaffeehaus, ein bisschen Stadtbeobachtung – und vermutlich gab es in Rosenheim wenige Orte, an denen man gemütlicher schauen konnte, was draußen gerade so los war.

Vom kleinen Caféstüberl zum beliebten Treffpunkt

Die Geschichte des Hauses reicht allerdings noch deutlich weiter zurück als unser Foto. 1868 erhielt Franz Xaver Buchecker die Genehmigung, an der Münchener Straße 14 eine Bäckerei einzurichten. Damals war die Umgebung noch deutlich weniger großstädtisch geprägt als später.
Als um 1896 der prachtvolle Gillitzerblock entstand, passte das ursprüngliche Buchecker-Gebäude nicht mehr recht zum neuen Umfeld. 1899 wurde es deshalb abgerissen und durch ein vierstöckiges Gebäude ersetzt.

Die Cafékultur zog erst viel später ein. 1956 entstand zunächst ein kleines „Caféstüberl“ im Erdgeschoss. Den großen Auftritt bekam Buchecker dann 1965: Im ersten Stock wurde das Terrassencafé mit seinen markanten großen Fensterflächen eingerichtet. Genau dieses Café sehen wir auf der Aufnahme von 1970.

Über Jahrzehnte war es ein beliebter Treffpunkt für ganz unterschiedliche Generationen. Hier traf man sich zum Kaffee und Ratschen, zur Mittagspause, während einer Freistunde oder zum Klassentreffen. Und natürlich konnte man dabei wunderbar beobachten, was sich auf der Münchener Straße abspielte.

Eine Straße, die heute anders aussieht

Auch außerhalb des Cafés hat das Foto einiges zu erzählen. Die Autos stehen dicht am Straßenrand, Menschen gehen über die Gehwege – und allein bei Kleidung und Fahrzeugen lässt sich erahnen, dass hier inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist. Die Münchener Straße wirkt auf dem Schwarz-Weiß-Foto zugleich vertraut und fremd. Der Blick auf das Café macht dabei besonders deutlich, wie sehr sich das Rosenheimer Stadtbild verändert hat.

Das Café Buchecker selbst blieb noch viele Jahrzehnte Teil davon. Erst im August 2014 schloss es endgültig seine Türen. Damit endete auch die Geschichte des Backbetriebs Buchecker, der an diesem Standort seit 1868 bestanden hatte.
Heute erinnert vor allem der Blick auf historische Aufnahmen daran, wie selbstverständlich das Café einst zum Rosenheimer Alltag gehörte. Wer damals hinter den großen Fenstern saß, konnte den Trubel auf der Münchener Straße beobachten. Heute beobachten wir aus der Distanz eines alten Fotos die Menschen, Autos und das Café – und bekommen für einen Moment einen Logenplatz im Rosenheim des Jahres 1970.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Lebkuchen Ende August: Wer kauft die eigentlich schon?

Lebkuchen Ende August: Wer kauft die eigentlich schon?

Rosenheim / Deutschland – In Rosenheim stehen die ersten Lebkuchen, Spekulatius und andere Weihnachtssüßigkeiten wieder in den Regalen. Dabei fühlt sich der August eigentlich noch nach Sommer an. Wer greift jetzt schon zu – und wann beginnt die große Zeit für Lebkuchen und Co. tatsächlich? Ein Blick auf die Zahlen zeigt Überraschendes.

Kaum neigt sich der Sommer dem Ende zu, beginnt in den Supermärkten die Weihnachtszeit. Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteine und andere saisonale Süßigkeiten sind bereits Ende August vielerorts erhältlich. Für viele Verbraucher fühlt sich das erstaunlich früh an. Doch die Verkaufszahlen zeigen: Die große Lebkuchenzeit ist im August noch längst nicht erreicht.

Nur wenige kaufen schon im August

Nach einer YouGov-Befragung aus dem Jahr 2025 kaufen gerade einmal 4 Prozent der Deutschen Weihnachtsgebäck bereits im August. 5 Prozent beginnen im September damit, 15 Prozent im Oktober. Die größte Gruppe wartet bis November: 45 Prozent gaben an, ab diesem Monat Weihnachtsgebäck zu kaufen. Weitere 20 Prozent beginnen erst im Dezember.
Für die Untersuchung wurden vom 29. August bis 1. September 2025 insgesamt 2.021 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland befragt. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert.

Das bedeutet: Auch wenn die Lebkuchen Ende August bereits prominent in den Regalen liegen, gehört nur eine kleine Minderheit zu den frühen Käufern.

November und Dezember sind die stärksten Monate

Noch deutlicher wird es beim Blick auf tatsächliche Einkaufsdaten. Das YouGov Shopper Panel wertete die Käufe von Weihnachts-Saisongebäck für die Jahre 2019 bis 2024 aus. Im Durchschnitt entfielen dabei 38 Prozent des Jahresabsatzes auf den November und 36 Prozent auf den Dezember. Der Oktober kam auf 18 Prozent.
Auch die konkreten Zahlen für 2024 zeigen, wann die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht: Im November wurden laut YouGov rund 177 Millionen Packungen Weihnachts-Saisongebäck gekauft, im Dezember waren es weitere 159 Millionen Packungen.
Beim Umsatz war ebenfalls der November der stärkste Monat. Hier wurden rund 477 Millionen Euro mit Weihnachts-Saisongebäck umgesetzt, im Dezember waren es 368 Millionen Euro.

Der August spielt dagegen beim tatsächlichen Weihnachtsgebäck-Konsum nur eine sehr kleine Rolle.

Im Herbst nimmt die Nachfrage zu

Ganz ohne Käufer bleiben Lebkuchen und Co. im Spätsommer allerdings nicht. Die YouGov-Auswertung zeigt, dass September und Oktober inzwischen durchaus wichtige Monate für das saisonale Geschäft sind.
Zwischen 2019 und 2024 stieg die Zahl der Käufer von Weihnachtsgebäck im September um 10,3 Prozent auf 10,8 Millionen Menschen. Im Oktober waren es 2024 rund 19,9 Millionen Käufer – 7,3 Prozent mehr als 2019.

Die eigentliche Weihnachtsgebäck-Saison beginnt also langsam im Herbst, ihren Schwerpunkt hat sie aber erst deutlich später.

Wird Weihnachten immer früher?

Der Eindruck, dass Lebkuchen jedes Jahr früher in den Regalen auftauchen, ist offenbar nicht so eindeutig, wie es angesichts der sommerlichen Temperaturen scheint. YouGov berichtete bereits 2021 davon, dass Weihnachtsgebäck teilweise schon Ende August beziehungsweise Anfang September angeboten wird. Auch in den folgenden Untersuchungen wird dieser Zeitraum als üblicher Saisonstart genannt.

Dass uns die Lebkuchen Ende August trotzdem besonders früh vorkommen, könnte auch daran liegen, dass sich der Verkaufsstart mit einer Zeit überschneidet, in der draußen häufig noch sommerliche Temperaturen herrschen. Weihnachtsmänner und Lebkuchen wirken zwischen Badehose und Freibadbesuch eben auffälliger als im November.

Produziert wird für Weihnachten schon im Sommer

Dass die Ware bereits Ende August in den Regalen liegt, hat zudem einen ganz praktischen Grund. Die Produktion läuft lange vorher an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 rund 81.000 Tonnen Lebkuchen in Deutschland produziert. 32 Prozent der Jahresproduktion entfielen dabei bereits auf die Monate Juli bis September.
Die Hersteller fahren ihre Produktion im dritten Quartal entsprechend hoch, damit die Ware rechtzeitig für die Saison im Handel zur Verfügung steht.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Diebstähle aus zwei abgestellten Autos in Wasserburg und Reitmehring

Diebstähle aus zwei abgestellten Autos in Wasserburg und Reitmehring

Wasserburg am Inn – Gleich zwei Diebstähle aus geparkten Autos wurden am Mittwoch (26. August) bei der Polizeiinspektion Wasserburg angezeigt. In einem Fall hatte ein leicht geöffnetes Fenster die Tat offenbar ermöglicht, im anderen stand das Fahrzeug unversperrt auf einem Parkplatz. Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar.

Der erste Diebstahl ereignete sich am Nachmittag auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Münchner Straße in Wasserburg. Nach Angaben der Polizei wurde zwischen 14.30 und 15.10 Uhr ein Handy aus einem geparkten Auto gestohlen. Der unbekannte Täter soll bemerkt haben, dass ein Fenster des Fahrzeugs leicht geöffnet war, und das Handy durch die Öffnung an sich genommen haben.
Die Geschädigte konnte ihr Handy anschließend orten. Nach Angaben der Polizei wurde es schließlich hinter einem Lattenzaun an einer Wertstoffinsel in der Köbingerbergstraße wiedergefunden.

Zweiter Diebstahl am Bahnhof

Der zweite Fall wurde am Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof in Reitmehring angezeigt. Dort soll ein unbekannter Täter zwischen 6.40 und 16.30 Uhr aus einem unversperrten Auto zwei Herrenparfüms, einen FM-Transmitter und ein Ladekabel für Kfz-Batterien gestohlen haben. Die Polizeiinspektion Wasserburg hat nach eigenen Angaben in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Ob die Taten von demselben Täter begangen wurden, ist bislang offen.

Wer Hinweise zu den Diebstählen geben kann, wird gebeten, sich unter 08071/9117-0 an die Polizeiinspektion Wasserburg am Inn zu wenden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Äste und Steine auf Bahngleisen: Bundespolizei sucht Zeugen

Äste und Steine auf Bahngleisen: Bundespolizei sucht Zeugen

Mühldorf am Inn / Ampfing – Äste und bis zu 20 Zentimeter große Steine haben am Montagabend (24. August) auf der Bahnstrecke zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing gelegen. Ein Regionalzug überfuhr die Hindernisse. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen.

Nach Angaben der Bundespolizei meldete der Triebfahrzeugführer gegen 20.25 Uhr, dass sich mehrere Äste und Steine im Gleisbereich befanden. Er überfuhr die Gegenstände. Dabei seien ungewöhnliche Geräusche entstanden. Der Regionalzug wurde anschließend zur Überprüfung in eine Werkstatt gebracht.
Bei einer Nachschau stellten die Einsatzkräfte nach Angaben der Bundespolizei auf mehreren Metern Spuren der überfahrenen Steine und Äste fest. Die Spuren befanden sich im Bereich beider Gleise.

Kinder oder Jugendliche beobachtet

Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei könnten sich vor dem Vorfall Kinder oder Jugendliche mit Fahrrädern im Bereich der Gleise aufgehalten haben. Ob sie etwas mit dem Ablegen der Gegenstände zu tun hatten, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer am Abend des 24. August im Bereich der Bahnstrecke zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu den bislang unbekannten Personen geben kann, wird gebeten, sich per E-Mail an bpoli.freilassing@polizei.bund.de oder unter 08654/7706-0 zu melden.
Die Bundespolizei weist nach eigenen Angaben eindringlich darauf hin, dass das Ablegen von Gegenständen auf Bahngleisen einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr darstellen kann. Auch kleinere Hindernisse können demnach dazu führen, dass Züge entgleisen oder eine Notbremsung einleiten müssen. Dadurch können Fahrgäste, Zugpersonal und weitere Personen gefährdet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

BBV erwartet unterdurchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

BBV erwartet unterdurchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

Bayern – Die Kartoffelernte in Bayern dürfte in diesem Jahr unterdurchschnittlich ausfallen. Das erwarten der Bayerische Bauernverband (BBV) und die Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern. Als Gründe nennen sie vor allem die Trockenheit und Hitze im Sommer. Hinzu kommt der Befall durch die Schilf-Glasflügelzikade.

Die Kartoffeln kamen zwischen Ende März und Ende April zunächst unter guten Bedingungen in den Boden. Örtlich verursachten Spätfröste Schäden am Kraut. Trotz zunehmender Trockenheit im Mai entwickelten sich die Bestände zunächst gut. Niederschläge Anfang Juni sorgten für kräftige Laubentwicklung und einen guten Knollenansatz.
Dann verschärfte sich die Situation. Die starke Hitze ab Ende Juni stoppte nach Angaben des BBV vielerorts das Wachstum. Gleichzeitig fehlte etwa die Hälfte der üblichen Niederschläge. In einer Umfrage bewerteten die Betriebe rund ein Drittel der bayerischen Bestände mit mangelhaft bis ungenügend. In Schwaben und im fränkischen Knoblauchsland kamen größere Hagelschäden hinzu.

Wie stark die Ernte ausfällt, unterscheidet sich allerdings von Region zu Region. Wo punktuell Regen fiel oder bewässert werden konnte, ist die Situation besser. BBV-Pflanzenbaupräsident Hermann Greif rechnet dennoch mit Folgen: „Wir rechnen mit kleineren Knollengrößen sowie spürbaren Ertrags- und Qualitätseinbußen.“

Weniger Kartoffelfläche in Bayern

Die Kartoffelanbaufläche in Bayern ist 2026 um rund vier Prozent auf etwa 37.400 Hektar zurückgegangen. Besonders bei Verarbeitungs- und Speisekartoffeln wurde die Fläche reduziert. Dagegen nahm der Anbau von Stärkekartoffeln zu.
Schwerpunkte des bayerischen Kartoffelanbaus liegen in Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz und Schwaben. Auch die Schilf-Glasflügelzikade stellt die Erzeuger zunehmend vor Probleme. Sie kann die Krankheiten Stolbur und SBR übertragen und dadurch Kartoffelbestände erheblich schädigen.

Der amtliche Pflanzenschutz-Warndienst rief in diesem Jahr für 40 Landkreise und zwölf kreisfreie Städte zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Schwerpunkte liegen unter anderem entlang der Donau und im Raum Würzburg. Für die Betriebe kommen zu den Wetter- und Schädlingsproblemen gestiegene Energie- und Düngemittelkosten hinzu. Gleichzeitig trafen die höheren Kosten zu Jahresbeginn auf niedrige Erzeugerpreise.

Kartoffelmarkt derzeit ausgeglichen

Die geringere Anbaufläche hat auch mit der Situation im vergangenen Jahr zu tun. Nach einer überdurchschnittlichen Ernte herrschten Überangebot sowie Preis- und Vermarktungsdruck. Die Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln empfahl ihren Mitgliedsbetrieben deshalb, die Anbauflächen zu reduzieren. „Uns ist wichtig, langfristig ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu halten“, erklärt Konrad Zollner, Vorsitzender der Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätskartoffeln in Bayern.

Für die Verbraucher sei die Versorgung mit heimischen Kartoffeln derzeit weiterhin gut, so Zollner. Gleichzeitig bleibe die wirtschaftliche Situation vieler Kartoffelbetriebe angespannt.

Bewässerung wird wichtiger

Für die Zukunft sehen BBV und Erzeugergemeinschaften mehrere Herausforderungen. Neben Wetterextremen geht es um neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, aber auch um steigende Kosten und geopolitische Entwicklungen.
Bei der Bekämpfung der Zikade sieht Greif bereits Ansätze für eine gemeinsame Strategie von Politik, Forschung und Landwirtschaft. Gleichzeitig fordert er bessere Voraussetzungen für die Bewässerung.
„Gerade bei der Zikade zeigt Bayern schon jetzt, was möglich ist, wenn Politik, Forschung und Praxis an einem Strang ziehen“, so Greif. „Um unsere Ernten zu sichern, müssen wir aber auch über Bewässerung sprechen. Die Landwirtschaft hat nur einen kleinen Anteil an der gesamten Wassernutzung, braucht hier aber dringend bessere Planungssicherheit. Dabei geht es nicht um Luxus, sondern um die Sicherung unserer Grundversorgung.“

Für Verbraucher bedeutet die aktuelle Entwicklung zunächst keine leeren Kartoffelregale. Die Versorgung mit heimischen Kartoffeln ist nach Angaben der Erzeugergemeinschaften weiterhin gut. Für die Landwirte zeigt die Saison jedoch erneut, wie stark Ertrag und Qualität von Wetter, Schädlingsdruck und den Möglichkeiten zur Bewässerung abhängen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kalender „Bilder aus Alt-Rosenheim“ beim Herbstfest zu gewinnen

Kalender „Bilder aus Alt-Rosenheim“ beim Herbstfest zu gewinnen

Rosenheim – Der Kalender „Bilder aus Alt-Rosenheim“ des Stadtarchivs Rosenheim erscheint 2027 bereits zum 33. Mal. Die neue Ausgabe mit seltenen historischen Aufnahmen kann beim Glückshafen des Rosenheimer Herbstfests noch vor dem offiziellen Verkaufsstart gewonnen werden.

Der Kalender zeigt historische Stadtansichten, Gebäude, Straßenszenen, Festlichkeiten und prägende Persönlichkeiten. Begleitende Texte des Stadtarchivs ordnen die Bilder historisch ein.

Wer beim Glückshafen kein Glück hat, kann den Kalender ab 15. September 2026 für 13 Euro im Stadtarchiv Rosenheim, Reichenbachstraße 1a, erwerben oder über www.stadtarchiv.de bestellen. Außerdem ist er im regionalen Buchhandel sowie im Städtischen Museum und im Holztechnischen Museum Rosenheim erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)