Auseinandersetzung am Münchner Ostbahnhof eskaliert – Mann vor Haftrichter

Auseinandersetzung am Münchner Ostbahnhof eskaliert – Mann vor Haftrichter

München – Eine Auseinandersetzung am Ostbahnhof ist am Donnerstagabend (3. September) eskaliert. Ein 32-Jähriger soll zunächst zwei Männer angegriffen haben. Als Bundespolizisten einschritten, widersetzte er sich den Maßnahmen, beleidigte die Beamten und soll sie mit dem Tod bedroht haben. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt.

Gegen 21 Uhr soll der 32-jährige afghanische Staatsangehörige im Zwischengeschoss des Ostbahnhofs im Vorbeigehen unvermittelt einen 55-jährigen Spanier gegen den Oberkörper geschlagen haben. Anschließend kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung.
Ein bislang unbekannter Zeuge wurde auf die Situation aufmerksam und versuchte, den Mann zu beruhigen. Auch ein 41-jähriger Deutscher bekam den Streit mit und wies den 55-Jährigen auf das Bundespolizeirevier im Ostbahnhof hin.

Vor der Dienststelle soll der 32-Jährige dann auch den 41-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben. Der 55-Jährige alarmierte daraufhin die Bundespolizei.
Ein weiterer bislang unbekannter Zeuge hielt den Angreifer bis zum Eintreffen von zwei Streifen fest. Anschließend entfernte er sich. Die Bundespolizei bittet gerade diesen Mann nun, sich als Zeuge zu melden.

Widerstand und Todesdrohungen

Auch gegenüber den Einsatzkräften blieb der 32-Jährige laut Bundespolizei aggressiv. Er widersetzte sich der Fesselung, beleidigte die Beamten und bedrohte sie während der weiteren Maßnahmen mit dem Tod.
Ein Bundespolizist wurde dabei leicht verletzt, blieb aber dienstfähig. Der 55-Jährige blieb augenscheinlich unverletzt, der 41-Jährige erlitt eine leichte Verletzung im Gesicht.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem 32-Jährigen einen Wert von 1,67 Promille. Auch ein freiwilliger Drogenschnelltest fiel positiv aus. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für Freitag (4. September) die Vorführung des Mannes beim Haftrichter an.

Gegen den in Deutschland wohnsitzlosen 32-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des unerlaubten Aufenthalts ermittelt.

Polizei sucht wichtigen Zeugen

Der bislang unbekannte Mann, der den 32-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei festhielt, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion München unter 089/515550-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Streit in Rosenheim eskaliert – Polizei sucht unbekannten Mann

Streit in Rosenheim eskaliert – Polizei sucht unbekannten Mann

Rosenheim – Ein Streit zwischen einer Autofahrerin, ihrem Beifahrer und einem Fußgänger ist am Donnerstagabend (3. September) in Rosenheim eskaliert. Der Unbekannte schlug zunächst gegen die Scheibe des Autos und verletzte anschließend den Beifahrer leicht. Danach flüchtete er.

Gegen 18.45 Uhr war eine 39-jährige Rosenheimerin mit ihrem Auto auf der Anton-Kathrein-Straße unterwegs und wollte in die Salinstraße abbiegen. Neben ihr saß ein 46-jähriger Begleiter. Während des Abbiegevorgangs querte plötzlich ein Fußgänger die Salinstraße. Er schob dabei ein Fahrrad neben sich.
Zwischen dem Fußgänger und den beiden Insassen entwickelte sich, nach den Angaben der Polizei, zunächst ein Wortgefecht. Dann schlug der Mann laut Polizei mit der Faust gegen die hintere rechte Scheibe des Autos.

Der 46-Jährige stieg daraufhin aus und wollte den Mann zur Rede stellen. Die Situation eskalierte weiter: Der Fußgänger spuckte den Rosenheimer an und schlug ihm anschließend mit der Faust gegen die Brust. Außerdem soll er versucht haben, sein Fahrrad nach dem 46-Jährigen zu werfen.
Nach dem Vorfall lief der Unbekannte davon. Der Rosenheimer wurde leicht verletzt. Eine medizinische Behandlung vor Ort war nicht erforderlich.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet und sucht nun nach dem unbekannten Mann.
Nach Angaben der Polizei wird er auf etwa 25 Jahre geschätzt und als dunkelhäutig mit schlanker Figur, kurzen schwarzen Haaren und Kinnbart beschrieben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls trug er eine dunkle Hose und einen dunklen Pullover.

Wer den Vorfall im Bereich Salin-/Anton-Kathrein-Straße beobachtet hat oder Hinweise zu dem Mann geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Falscher rumänischer Ausweis bei Kontrolle in Rosenheim entdeckt

Falscher rumänischer Ausweis bei Kontrolle in Rosenheim entdeckt

Rosenheim – Bei einer Personenkontrolle in der Hechtseestraße haben Polizeibeamte am Donnerstagabend (3. September) einen gefälschten Ausweis entdeckt. Ein 47-Jähriger hatte sich zunächst mit einem rumänischen Ausweisdokument ausgewiesen. Bei der Überprüfung kamen den Beamten jedoch Zweifel an der Echtheit.

Die Kontrolle fand gegen 21 Uhr statt. Zur weiteren Überprüfung wurde die Grenzpolizei aus Raubling hinzugezogen. Dabei bestätigte sich der Verdacht: Bei dem vorgelegten rumänischen Ausweis handelte es sich laut Polizei um eine Totalfälschung.Der 47-Jährige ist nach den bisherigen Erkenntnissen kein rumänischer Staatsangehöriger, sondern Staatsangehöriger aus Moldawien. Nach Angaben der Polizei hält er sich bereits seit mehreren Wochen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel in Deutschland auf.

Bei weiteren Durchsuchungsmaßnahmen fanden die Beamten schließlich auch den Originalpass des Mannes. Gegen den 47-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie wegen ausländerrechtlicher Verstöße eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto  re)

10 Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim: Zwei besondere Führungen im September

10 Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim: Zwei besondere Führungen im September

Rosenheim – Rosenheim feiert in diesem Jahr zehn Jahre als Fairtrade-Stadt. Im Rahmen der Fairen Woche von Freitag (11. September) bis Freitag (25. September) gibt es deshalb zwei besondere Führungen: eine Faire Turmführung in St. Nikolaus und eine Sonderführung durch die Rosenheimer Innenstadt.

Faire Turmführung in St. Nikolaus

Zum Auftakt geht es am Freitag (11. September) auf den Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Von 16 bis 18 Uhr erfahren die Teilnehmer während des Aufstiegs mehr über die Nachhaltigkeitsziele und den Fairen Handel.
Kleine Überraschungen sollen den Aufstieg für Kinder und Erwachsene abwechslungsreich gestalten. Treffpunkt ist am Turmaufgang. Die Führung ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist bis Freitagmittag (11. September) im Pfarrbüro unter st-nikolaus.rosenheim@ebmuc.de erforderlich.

Sonderführung durch Rosenheim

Am Freitag (18. September) lädt das Stadtmarketing zu einer Sonderführung anlässlich des zehnjährigen Bestehens als Fairtrade-Stadt ein. Start ist um 14 Uhr am Rathaus, Königstraße 24. Die rund 90-minütige Führung endet gegen 15.30 Uhr im Weltladen in der Innstraße. Dort ist eine Faire Kaffee-Verkostung vorgesehen.
Auf dem Rundgang werden verschiedene Stationen in der Innenstadt angesteuert. Dazu gehören unter anderem das Finsterwalder-Gymnasium, der Riedergarten, die Stadtbibliothek, das Mittertor mit dem „Mitter.Store“ und der Ludwigsplatz mit „Flower Power“. Abschluss ist im Weltladen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Anmeldungen nimmt die Touristinfo, Heilig-Geist-Straße 15, entgegen. Eine Anmeldung ist auch per E-Mail an tourismus@rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/365-9061 möglich.

Die Faire Woche findet bundesweit vom 11. bis 25. September statt. Rosenheim beteiligt sich daran in diesem Jahr mit den beiden Veranstaltungen und rückt dabei das zehnjährige Bestehen als Fairtrade-Stadt in den Mittelpunkt.
(Quelle: Pressemitteilung Faire Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: 31.453 Schritte und eine unsanfte Landung im Ballonstand

Wiesn-Blaulicht: 31.453 Schritte und eine unsanfte Landung im Ballonstand

Rosenheim – Schönstes Spätsommerwetter, gute Stimmung und viele Besucher: Der sechste Tag des Rosenheimer Herbstfestes (Donnerstag, 3. September) verlief für die Rosenheimer Wiesnwache insgesamt erfreulich ruhig. Trotz des guten Besucheraufkommens häuften sich die Einsätze nicht wesentlich. Ein paar „Ausreißer“ gab es aber trotzdem – und sogar einen neuen Rekord.

Wiesnwache läuft zu Höchstform auf

Die Wiesnwache ist auf dem Festgelände präsent, jederzeit ansprechbar, gibt Auskünfte und kümmert sich als amtlicher Problembeseitiger um die unterschiedlichsten Anliegen.  Wie viel Bewegung dabei tatsächlich dazugehört, zeigt ein neuer Rekord: Ein Angehöriger der Wiesnwache brachte es bei seinem Fußstreifengang am Donnerstag auf stolze 31.453 Schritte.
Das dürfte wohl der bisherige Spitzenwert der Wiesnwache sein. Fitnessstudio kann man sich damit jedenfalls sparen.

Jugendschutz bleibt im Blick

Ein Schwerpunkt der Rosenheimer Polizei ist auch in diesem Jahr der Jugendschutz. Deshalb wurde nicht nur auf dem Festgelände, sondern auch im Umfeld kontrolliert.
Bei mehreren Jugendlichen fanden die Beamten Zigaretten und E-Zigaretten. Auch Alkohol spielte wieder eine Rolle – darunter häufig Hochprozentiges. Das offenbar beliebte „Vorglühen“ hatte damit für einige Jugendliche ein vorzeitiges Ende. Die Polizei nahm die entsprechenden Sachen und Getränke ab und verständigte die Erziehungsberechtigten.

Über drei Promille und eine unfreiwillige Ballonfahrt

Dann gab es noch einen Einsatz, bei dem man sich tatsächlich fragen könnte: Kinderbuch oder Filmszene? Die Geschichte „Ein Luftballon geht auf die Reise“ dürfte allerdings nicht das Vorbild gewesen sein. Auch eine Nachstellung des computergenerierten Films „Oben“ war vermutlich nicht geplant.
Ein 40-jähriger Österreicher aus Tirol war am Donnerstag so stark alkoholisiert, dass es mit dem Gehen nicht mehr wirklich klappen wollte. Er stolperte mehr über den Festplatz, als dass er ihn aufrecht durchquerte.

Auf Höhe eines Verkaufsstandes mit Luftballons kam es schließlich zum kompletten Systemausfall der körperlichen Steuerung. Die Verbindung zwischen Kopf und Füßen schien bei einem Alkoholwert von mehr als drei Promille endgültig abgerissen zu sein. Der Tiroler krachte kopfüber in den Ballonstand.

Die Wiesnwache leitete daraufhin entsprechende „Luftrettungsmaßnahmen“ ein. Der 40-Jährige bedankte sich dafür allerdings nicht gerade überschwänglich und zeigte sich gegenüber den Beamten wenig einsichtig. Die Konsequenz war deshalb schnell gefunden: Wiesnverbot.
So endete die persönliche Ballonfahrt des Tirolers dann doch noch vor dem eigentlichen Abheben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bürgerversammlungen in Rosenheim: Fünf Termine in den Stadtteilen

Bürgerversammlungen in Rosenheim: Fünf Termine in den Stadtteilen

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim lädt auch in diesem Jahr zu fünf Bürgerversammlungen in verschiedenen Stadtbereichen ein. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan informiert dabei über die aktuelle und künftige Entwicklung der Stadt. Im Mittelpunkt sollen auch die Themen und Anliegen der jeweiligen Stadtteile stehen.

„Der persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig. Er zeigt auf, was die Rosenheimerinnen und Rosenheimer brauchen und welche Themen sie beschäftigen“, so Erdogan. Die Bürgerversammlungen würden deshalb auch in diesem Jahr direkt in den Stadtvierteln stattfinden, damit vor Ort über die Stadt und die jeweiligen Anliegen gesprochen werden könne.

Anliegen können vorab eingereicht werden

Bürger können Anliegen, Anfragen und Anträge, die bei der jeweiligen Bürgerversammlung behandelt werden sollen, bereits jetzt schriftlich einreichen. Möglich ist dies per E-Mail an oberbuergermeister@rosenheim.de oder postalisch an die Stadt Rosenheim, Königstraße 24, 83022 Rosenheim. Die Anträge müssen spätestens eine Woche vor der jeweiligen Bürgerversammlung eingegangen sein.
Auch Jugendliche ab 14 Jahren haben bei den Bürgerversammlungen ein Antrags-, Rede- und Stimmrecht. Dieses höchstpersönliche Recht gilt laut Stadt nicht für Vereine, Verbände und andere Organisationen.

Fünf Bürgerversammlungen im Oktober

Alle Bürgerversammlungen beginnen um 19 Uhr:

  • Stadtbereich Süd-Ost
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, Happinger Hof
    Dazugehörige Stadtteile: Aisinger Landstraße, Happing, Heilig Blut, Kaltmühl, Kaltwies und Kastenau
  • Stadtbereich Mitte Süd-West
    Montag, 12. Oktober 2026, Grund- und Mittelschule Fürstätt
    Dazugehörige Stadtteile: Aisingerwies, Am Gries, Endorferau, Fürstätt und Oberwöhr
  • Stadtbereich Süd
    Mittwoch, 14. Oktober 2026, Pfarrheim Pang
    Dazugehörige Stadtteile: Aising, Aisinger Landstraße, Heilig Blut, Hohenofen, Pang, Schwaig und Westerndorf am Wasen
  • Stadtbereich Nord
    Donnerstag, 22. Oktober 2026, Gasthof Höhensteiger
    Dazugehörige Stadtteile: Egarten, Erlenau, Langenpfunzen, Mitterfeld, Wehrfleck, Wernhardsberg und Westerndorf St. Peter
  • Stadtbereich Mitte
    Dienstag, 27. Oktober 2026, KuKo
    Dazugehörige Stadtteile: Küpferling und Stadtmitte

Bereits ab 18.30 Uhr können sich Bürger vor den jeweiligen Versammlungen unter anderem zum Thema Versorgung bei den Stadtwerken Rosenheim (SWRO) informieren.
Eine Neuerung gibt es bei der Bürgerversammlung für den Stadtbereich Mitte: Dort werden erstmals Gebärdendolmetscher vor Ort sein.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch: Warum sich die Rosenheimer Wiesn anders anfühlt

Innpuls-Tagebuch: Warum sich die Rosenheimer Wiesn anders anfühlt

Morgen ist Halbzeit auf dem Rosenheimer Herbstfest. Am Sonntag steht mit dem Erntedankfest schon das nächste Wiesn-Highlight an. Eigentlich also genau die Zeit, in der Rosenheim mitten in seiner fünften Jahreszeit steckt. Und trotzdem habe ich in diesem Jahr immer wieder das Gefühl: Irgendetwas ist anders.

Ich habe lange überlegt, ob das vielleicht einfach an mir liegt. Schließlich bin ich inzwischen 57 und meine Erinnerungen an die Wiesn als Kind und später als Jugendliche liegen gut 40 Jahre zurück. Aber je mehr ich mich in meinem Umfeld umhöre, desto weniger glaube ich, dass es nur meine persönliche Nostalgie ist. Von vielen Menschen höre ich Ähnliches. Und das sind keineswegs nur die Älteren. Gerade auch von Jüngeren kommt immer wieder die Rückmeldung, dass sich das Herbstfest für sie verändert hat.

Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum zu sagen: Früher war alles besser. Das wäre mir zu einfach. Aber früher hatte die Wiesn in Rosenheim für mein Empfinden einen ganz anderen Stellenwert.

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der die Vorfreude auf das Herbstfest enorm war. Nicht nur bei mir, sondern gefühlt in der ganzen Stadt. Wenn die Wiesn begann, war Rosenheim zehn Tage lang im Ausnahmezustand – im positiven Sinn. Die fünfte Jahreszeit war überall spürbar. Tracht gehörte plötzlich ganz selbstverständlich zum Stadtbild, und man traf Menschen aus allen möglichen Bereichen auf der Loretowiese.

Bier- und Hendlmarkerl wurden damals tatsächlich oft als alternatives Zahlungsmittel verwendet. Und man ging nicht einmal auf die Wiesn, sondern immer wieder. Ein kurzer Besuch nach der Arbeit? Natürlich. Mit Freunden ins Bierzelt? Sowieso. Mit der Familie über die Festwiese? Ebenfalls. Die Wiesn war weniger ein einzelnes Event, für das man sich einen Termin freihielt, sondern ein Teil des Alltags. Und heute?

Ich musste darüber in dieser Woche besonders nachdenken. Am Mittwochabend, nach dem Kindertag, war gegen 20.30 Uhr wunderschönes Wiesnwetter. Eigentlich beste Voraussetzungen. Umso erstaunter war ich, wie ruhig es auf dem Festgelände war. In einer großen Bierhochburg waren ungefähr die Hälfte der Plätze frei. Auch auf dem Gelände selbst wirkte es erstaunlich leer. Warum?

Ich glaube, ein wichtiger Punkt sind die Kosten. Man muss auf der Wiesn nämlich gar keinen ausschweifenden Abend verbringen, um mit einer vierköpfigen Familie schnell deutlich über 100 Euro zu landen. Ich habe das einmal ganz bewusst durchgerechnet.

Viermal Geisterbahn. Eine Maß Bier für den Vater, Limo für die Kinder und ein Wasser für die Mama. Zwei halbe Hendl.  Zwei Portionen Pommes. Ein Schweinsbraten. Zuckerwatte. Ein kleines Päckchen Lose: Und dann noch eine Runde Riesenrad für zwei Erwachsene und zwei Kinder. 
Das ist jetzt noch gar nicht so viel und dennoch komme ich bei meiner Überschlag-Rechnung so schon auf mindestens 130 Euro.

Und dabei fehlen noch  weitere kleine Ausgaben und eventuell Parken oder die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Viel Geld für einen vermeintlich kleinen Familienausflug.

Aus dem spontanen Besuch wird ein geplanter Ausflug

Ich glaube deshalb, dass sich auch das Verhalten verändert. Wer früher mehrmals oder sogar fast täglich auf die Wiesn gegangen ist, überlegt sich heute vielleicht genauer, wann es sich lohnt.
Gerade Familien müssen rechnen. Und auch für junge Leute ist ein Wiesnbesuch eine andere finanzielle Entscheidung als früher. Wer studiert, am Anfang des Berufslebens steht oder einfach noch nicht viel Geld zur Verfügung hat, kann nicht mal eben jeden zweiten Abend auf die Wiesn gehen.

Dazu kommt der veränderte Alltag. Mit dem heutigen Berufsleben lässt sich das tägliche Wiesngeher-Dasein für viele ohnehin kaum noch vereinbaren. Morgens früh zur Arbeit und andere Verpflichtungen – die zehn Tage Herbstfest lassen sich nicht einfach so mehr über den normalen Alltag stellen.
Aus dem spontanen „Komm, wir gehen heute noch auf die Wiesn“ wird damit eher ein geplanter Besuch. Vielleicht einmal mit den Kindern, einmal mit Freunden und dann noch zum Erntedankfest. Das kann natürlich dazu führen, dass es unter der Woche ruhiger ist und sich die Besucher stärker auf bestimmte Tage konzentrieren.

Auch die Maß Bier scheint für viele Rosenheimer nicht mehr das absolute Muss zu sein, das sie vielleicht einmal war. Und wenn die Zelte voll sind, fühlt sich die Stimmung für mich manchmal eher nach Club-Party als nach klassischem Bierzelt an.
Und dann ist da noch die Tracht Auch beim Thema Tracht fällt mir die Veränderung auf. Als Kind und Jugendliche gehörte sie für mich während der Wiesnzeit ganz selbstverständlich zum Rosenheimer Stadtbild. Nicht nur auf der Loretowiese, sondern für zwei Wochen auch überall im Alltag. 
Heute ist das anders. Selbst beim Festzug waren in diesem Jahr viele Menschen in ganz normaler Alltagskleidung unterwegs. Manche sogar in Jogginghosen. Das ist keine Wertung. Es zeigt einfach, dass sich die Wiesn und ihr Stellenwert verändert haben.

Und trotzdem möchte ich die Rosenheimer Wiesn keinesfalls schlechtreden. Denn wenn ich auf die Loretowiese schaue, sehe ich nach wie vor Kinder, die mit leuchtenden Augen vor den Fahrgeschäften stehen. Ich sehe Familien, die ihre eigenen Wiesntraditionen haben. Ich sehe ältere Rosenheimer, für die bestimmte Termine und Abläufe einfach dazugehören. Ich sehe Musik, Begegnungen, den Festzug, Erntedank und viele kleine Momente, die es eben nur während dieser zehn Tage gibt.

Und in diesem Jahr gibt es sogar für Nostalgiker wie mich einige ganz besondere Momente. Der Rotor ist zurück. Und bei einem anderen Fahrgeschäft musste ich sofort an den Taumler aus meiner Kindheit denken. Solche Augenblicke schaffen etwas, das ich sehr mag: Für einen Moment ist die Zeit plötzlich wieder ein bisschen aufgehoben. Man steht da, schaut zu und erinnert sich daran, wie sich die Wiesn vor gut 40 Jahren angefühlt hat.

Wie sieht die Wiesn der Zukunft aus?

Die Wiesn verändert sich. Das tut sie genauso wie Rosenheim und unser ganzes Leben. Die Frage ist deshalb vielleicht gar nicht, ob sie sich verändern darf. Sie tut es ohnehin. Die spannendere Frage ist, wie die Wiesn in Zukunft aussehen wird – und vor allem, wie sie sich anfühlen wird.

Vielleicht wird es noch wichtiger werden, dass ein Wiesnbesuch nicht zum Luxus wird. Vielleicht braucht es Angebote, bei denen auch Familien und junge Leute mit kleinerem Budget einfach einmal spontan auf die Loretowiese gehen können. Vielleicht wird gleichzeitig die Tradition wieder stärker zum Thema. Nicht als Rückkehr in die Vergangenheit, sondern als etwas, das der Wiesn ihre eigene Rosenheimer Identität gibt.
Denn genau das wünsche ich mir: eine Wiesn, die mit der Zeit geht, ohne dabei beliebig zu werden. Eine Wiesn, auf der Kinder auch in Zukunft mit großen Augen vor den Fahrgeschäften stehen, junge Leute ihre eigenen Wiesnerinnerungen sammeln und wir Älteren manchmal plötzlich vor einem Fahrgeschäft stehen und denken: Das kenne ich doch noch.

Morgen ist Halbzeit. Es gibt als noch reichlich Gelegenheit, die Wiesn zu erleben.  Und vielleicht schaue ich in den nächsten Tagen einfach einmal ganz bewusst hin. Nicht nur darauf, was anders geworden ist. Sondern auch auf das, was geblieben ist.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Rosenheimer Stadtkapelle zum Antrittsbesuch beim Oberbürgermeister

Rosenheimer Stadtkapelle zum Antrittsbesuch beim Oberbürgermeister

Rosenheim – Die Rosenheimer Stadtkapelle hat Oberbürgermeister Abuzar Erdogan zu einem Antrittsbesuch im Rathaus getroffen. Bei dem Austausch ging es um die Bedeutung der Kapelle für das musikalische Leben der Stadt und ihren künstlerischen Anspruch.

Erdogan würdigte die Arbeit der Stadtkapelle und betonte: „Unsere Stadtkapelle ist weit mehr als eine klassische Stadtkapelle. Sie hat einen großen künstlerischen Anspruch und wir können stolz sein, dass wir eine musikalisch so hochwertige Kapelle in Rosenheim haben.“
Auf dem gemeinsamen Foto sind von links Peter Weber, Dr. Wolfgang Bergmüller, Veronika Kloska, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Martin Diriggl zu sehen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 4. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Krähen einzelne Menschen anhand ihres Gesichts unterscheiden können?
Sie können sich sogar über längere Zeit merken, ob ihnen jemand freundlich oder bedrohlich begegnet ist.
Ein erstaunliches Gedächtnis für einen Vogel.

Vielleicht überlegst Du heute, welchen Eindruck Du bei anderen hinterlässt.

Wir wünschen Dir einen aufmerksamen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Herbstfest, Rosenheim, 1980

Herbstfest, Rosenheim, 1980

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück ins Jahr 1980. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Herbstfest mit Fahrgeschäften, die einst Kult waren. Besonders ins Auge fällt die Enterprise, die damals noch zu den aufregenden Neuheiten auf deutschen Volksfesten gehörte. Aber auch die große Wellenrutsche und die damals noch sichtbaren Schausteller-Wohnwagen erzählen einiges über das Rosenheimer Herbstfest vor mehr als 45 Jahren.

Die Loretowiese sieht auf der Aufnahme deutlich anders aus als heute. Zwischen den Fahrgeschäften stehen Wohn- und Packwagen der Schausteller. Heute werden die logistischen Bereiche auf einem Volksfestplatz in der Regel anders organisiert und stärker vom Publikumsbereich getrennt.

Die Enterprise – Nervenkitzel ohne Sicherheitsbügel

Ein echter Hingucker ist die Enterprise. Das Fahrgeschäft gehörte Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre zu den großen Attraktionen auf den Volksfestplätzen. Das Besondere: Die Gondeln bewegten sich mit dem rotierenden Fahrgeschäft schließlich kopfüber – gehalten wurden die Fahrgäste dabei durch die Fliehkraft.
Aus heutiger Sicht wirkt das Konzept beinahe abenteuerlich. Gerade deshalb ist die Enterprise vielen Besuchern dieser Zeit bis heute in Erinnerung geblieben. Für eine Generation von Volksfestbesuchern gehörte sie zum modernen Nervenkitzel auf der Wiesn.

Die Wellenrutsche als Publikumsmagnet

Daneben ist auf der Aufnahme eine große Wellenrutsche zu sehen. Solche Rutschen gehörten in den 1970er und 1980er Jahren zu den festen Bestandteilen vieler größerer Volksfeste. Mit einer Matte unter dem Körper ging es die Wellen hinunter – ein Vergnügen, das damals ebenso zum Volksfest gehörte wie Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Fahrchips.
Auch daran lässt sich erkennen, wie sehr sich die Auswahl der Fahrgeschäfte im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Manche Klassiker verschwanden irgendwann von den Festplätzen, andere feiern später sogar ein Comeback.

Ein Blick auf die Wiesn von damals

Besonders interessant ist bei historischen Herbstfest-Aufnahmen oft nicht nur das große Fahrgeschäft im Mittelpunkt. Es sind die kleinen Details am Rand, die eine solche Aufnahme zu einem Stück Zeitgeschichte machen: die Fahrzeuge der Schausteller, die Gestaltung der Geschäfte oder die Art, wie der Festplatz damals genutzt wurde.
45 Jahre später ist das Rosenheimer Herbstfest größer, moderner und bei den Fahrgeschäften technisch deutlich weiterentwickelt. Doch eines ist gleich geblieben: Auf der Loretowiese geht es um die Mischung aus Fahrgeschäften, Buden und Volksfeststimmung.

Wer 1980 auf der Rosenheimer Wiesn unterwegs war, dürfte beim Blick auf dieses Foto deshalb so manche Erinnerung wiederentdecken.
(Quelle: Beitragsbild: Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Radfahrer in Prien gefährdet – Polizei sucht Fahrer eines VW

Radfahrer in Prien gefährdet – Polizei sucht Fahrer eines VW

Prien am Chiemsee – Ein Radfahrer ist am Dienstagabend (1. September) in der Hochriesstraße in Prien am Chiemsee gefährdet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam es dabei zu einer Berührung zwischen einem grauen VW-Kombi und dem Lenker eines Gravelbikes. Der bislang unbekannte Autofahrer fuhr anschließend weiter.

Der Vorfall ereignete sich gegen 19 Uhr. Ein junger Mann war mit seinem Gravelbike auf der Hochriesstraße in Richtung eines kleinen Kreisverkehrs unterwegs. Hinter ihm fuhr eine weitere Radfahrerin.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei näherte sich von hinten ein grauer VW-Kombi, der ebenfalls in Richtung Kreisverkehr unterwegs war. Nach den bisherigen Schilderungen soll der Fahrer in der Nähe der Radfahrer lautstark beschleunigt haben. Im weiteren Verlauf soll er den Gravelbike-Fahrer im Bereich der Einfahrt zum Kreisverkehr sehr knapp überholt haben.

Dabei kam es nach Angaben der Polizei zu einer Berührung zwischen dem Pkw und dem Lenker des Fahrrads. Der Radfahrer musste daraufhin abrupt ausweichen. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei nahm der VW anschließend unvermittelt die erste Ausfahrt des Kreisverkehrs.

Polizei sucht Zeugen

Zum Zeitpunkt des Vorfalls saß neben dem Fahrer noch eine weitere Person auf dem Beifahrersitz. Der Fahrer des grauen VW-Kombis ist bislang unbekannt.
Die Polizeiinspektion Prien hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Nun werden Zeugen gesucht, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum Fahrzeug, zum Fahrer oder zum weiteren Geschehen geben können.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Prien unter der Telefonnummer 08051/90570 entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ernte 2026: Minister spricht von Krise nationaler Tragweite – Bauernverband fordert mehr Hilfen

Ernte 2026: Minister spricht von Krise nationaler Tragweite – Bauernverband fordert mehr Hilfen

München / Bayern – Die Zahlen zur Ernte 2026 zeigen deutliche Einbußen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer spricht deshalb von einer „Krise von nationaler Tragweite“. Besonders betroffen sind Regionen im Süden und Südwesten Deutschlands. Dort kommen zu geringeren Erträgen auch Futterknappheit und hohe Kosten für Diesel und Dünger hinzu.

Die deutsche Getreideernte wird in diesem Jahr nach vorläufigen Ergebnissen auf rund 37,4 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Hektarertrag liegt voraussichtlich bei 69,1 Dezitonnen und damit 5,6 Prozent unter dem Wert von 2025.
Besonders deutlich fällt der Rückgang beim Winterweizen aus. Von der wichtigsten Getreideart Deutschlands werden voraussichtlich 20,2 Millionen Tonnen geerntet – 10,4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Auch beim Winterraps wird mit einem Rückgang um 11,5 Prozent gerechnet.

Besonders der Süden ist betroffen

Hinter den bundesweiten Zahlen verbergen sich große regionale Unterschiede. Im Süden und Südwesten haben Trockenheit und Hitze den Mais besonders stark getroffen. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wuchs er dort vielerorts kaum, teilweise bildeten die Pflanzen überhaupt keine Kolben aus. Auch bei der Getreideernte mussten die Landwirte in diesen Regionen deutliche Einbußen hinnehmen.
Auch die Futtersituation ist demnach angespannt. Dem Erntebericht zufolge ist auf vielen Wiesen im Süden und Südwesten nach dem ersten Schnitt kaum noch Gras nachgewachsen. Einige Betriebe mussten deshalb bereits im Sommer auf Futterreserven zurückgreifen, die eigentlich für Herbst und Winter vorgesehen waren.

Hinzu kommen hohe Kosten für Betriebsmittel. Diesel und Dünger belasten die Betriebe, gleichzeitig stehen insbesondere Betriebe mit Tierhaltung wirtschaftlich unter Druck. Für das Bundeslandwirtschaftsministerium ergibt sich daraus ein Gesamtbild, das über eine schwächere Ernte hinausgeht.

Rainer spricht von „Krise von nationaler Tragweite“

„Meine Bewertung ist eindeutig: Wir haben es mit einer Krise von nationaler Tragweite zu tun“, sagte Alois Rainer bei der Vorstellung des Ernteberichts. Der Minister betont dabei, dass die Erntezahlen allein die Situation der Landwirtschaft nicht vollständig abbilden. Entscheidend sei das Zusammentreffen mehrerer Belastungen – von Dürre und regionalen Ernte- und Qualitätsverlusten über Futterknappheit bis zu hohen Kosten für Diesel und Dünger sowie wirtschaftlichen Problemen in der Tierhaltung.
Der Bund kündigte deshalb weitere Unterstützung an. Unter anderem soll das Soforthilfeprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank im kommenden Jahr um 300 Millionen Euro auf insgesamt 500 Millionen Euro aufgestockt werden. Geplant ist zudem ein weiteres Liquiditätsprogramm mit günstigen Zinsen und längeren Laufzeiten. Hinzu kommen unter anderem EU-Düngemittelhilfen in Höhe von 60 Millionen Euro.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um die Ausrufung eines formalen „Schadensereignisses von nationalem Ausmaß“, wie es beispielsweise bei der Dürre 2018 oder dem Hochwasser 2021 der Fall war. Eine solche Einstufung hätte weitere Möglichkeiten für staatliche Hilfen eröffnet.

Bauernverband fordert mehr Unterstützung

Dem Bayerischen Bauernverband gehen die angekündigten Maßnahmen nicht weit genug. Generalsekretär Carl von Butler fordert unter anderem, den Bundeszuschuss zu den Beiträgen zur Landwirtschaftlichen Sozialversicherung zu erhöhen, statt ihn wie geplant zu senken. Außerdem soll Deutschland die EU-Düngemittelhilfe aufstocken.
Der BBV fordert darüber hinaus eine neue Bund-Länder-Nothilfe nach dem Vorbild der Dürrehilfe von 2018. „Wer von einer Krise nationalen Ausmaßes spricht, muss auch wirksame Hilfen liefern, statt diese Krise auszusitzen und auf ein besseres 2027 zu hoffen“, sagt von Butler.

Auch langfristig sieht der Bauernverband Handlungsbedarf. Gefordert werden unter anderem ein starkes EU-Agrarbudget ab 2028 mit mindestens 500 Milliarden Euro sowie weniger Bürokratie und Auflagen für die landwirtschaftlichen Betriebe.

„Statt nur eine kurzfristige Hilfestellung zu geben, muss sich die Bundesregierung in Brüssel für eine echte schnelle und langfristige Entlastung auf den Betrieben einsetzen“, betont von Butler.
(Quelle: Pressemitteilungen BBV und Bundeslandwirtschaftsministerium / Beitragsbild: Symbolfoto Archiv Gisela Schreiner)