Wiesn-Notizen: Landräte treffen sich auf dem Rosenheimer Herbstfest

Wiesn-Notizen: Landräte treffen sich auf dem Rosenheimer Herbstfest

Rosenheim – In der AuerBräu-Festhalle auf dem Rosenheimer Herbstfest stand das Landrätetreffen auf dem Programm. Mit dabei war auch Rosenheims Landrat Otto Lederer sowie Oberbürgermeister Abuzar Erdogan.

Abseits der politischen Bühne standen bei dem Treffen das Miteinander und das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt. Dass dabei das eine oder andere politische Thema zumindest kurz angeschnitten wurde, dürfte allerdings ebenfalls naheliegen.
Angesichts der strahlenden Gesichter war die Stimmung jedenfalls bestens. Und so gab es in der AuerBräu-Festhalle sicher auch das eine oder andere Prost auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.🍻
(Quelle: Pressemitteilung Auerbräu / Beitragsbild: Copyright Auerbräu)

20-Jähriger soll Gaststättenmitarbeiter in Gesicht geschlagen haben

20-Jähriger soll Gaststättenmitarbeiter in Gesicht geschlagen haben

Rosenheim – Ein 20-Jähriger aus Bad Aibling soll in der Nacht auf Montag (7. September) in einem Lokal an der Kaiserstraße einen Mitarbeiter geschlagen haben. Nach Angaben der Rosenheimer Polizei war der junge Mann mit mehr als zwei Promille stark alkoholisiert.

Der 20-Jährige war gegen 1.30 Uhr als Gast in dem Lokal. Nach Angaben der Polizei schlug er über den Tresen hinweg einem 30-jährigen Mitarbeiter ins Gesicht.
Der Mitarbeiter erlitt dabei Prellungen. Eine medizinische Behandlung war nach Angaben der Polizei vor Ort nicht erforderlich.
Anschließend wurde der 20-Jährige von Bekannten mit nach Hause genommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fahrgast will 50 Euro nicht zahlen – Unbekannter schlägt zu

Fahrgast will 50 Euro nicht zahlen – Unbekannter schlägt zu

Rosenheim – Ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim wollte in der Nacht auf Montag (7. September) nach Hause und nahm das Angebot eines Unbekannten an, ihn mit dem Auto zu fahren. Nach kurzer Fahrt kam es offenbar zu einem Streit über den Fahrpreis. Der Mann soll den 28-Jährigen anschließend geschlagen und getreten haben.

Der 28-Jährige war nach Angaben der Rosenheimer Polizei mit mehr als zwei Promille stark alkoholisiert, als er gegen 2.45 Uhr in der Kaiserstraße von einem Unbekannten angesprochen wurde. Dieser fragte ihn, ob er ein „Taxi“ brauche. Der 28-Jährige nahm das Angebot an und stieg in das Fahrzeug.

Streit um 50 Euro

Nach einer kurzen Fahrt wurde dem 28-Jährigen schlecht und er bat den Fahrer, anzuhalten. Für die knapp zwei Kilometer lange Strecke verlangte der Unbekannte nach Angaben der Polizei rund 50 Euro.
Der 28-Jährige wollte den Betrag nicht bezahlen. Daraufhin soll der Fahrer plötzlich mit den Fäusten auf ihn eingeschlagen haben. Der 28-Jährige stieg daraufhin fluchtartig aus dem Fahrzeug aus. Dabei stolperte er. Der Unbekannte soll anschließend am Straßenrand mit den Füßen auf ihn eingetreten haben.

Der 28-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei Prellungen und Schürfwunden. Die Rosenheimer Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein.

Polizei sucht Zeugen

Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen silberfarbenen BMW der 3er-Serie mit bulgarischem Zulassungskennzeichen gehandelt haben.
Den Fahrer beschreibt die Polizei als etwa 1,70 Meter groß und rund 85 Kilogramm schwer. Er habe eine schwarze Halbglatze gehabt und ein hellgrünes T-Shirt sowie eine weite kurze Hose getragen. Außerdem soll er weiße „Badelatschen“ getragen haben.

Zeugen, die in der Nacht entsprechende Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum Fahrzeug oder Fahrer machen können, werden gebeten, sich bei der Rosenheimer Polizei unter 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Peter Maffays signierter Hocker bringt 1.900 Euro für die Kinderklinik

Peter Maffays signierter Hocker bringt 1.900 Euro für die Kinderklinik

Rosenheim – Was ein von Peter Maffay signierter Sitzhocker mit der Kinderklinik Rosenheim zu tun hat? Der Hocker wurde nach dem Rosenheimer Sommerfestival versteigert. Zusammen mit einer zusätzlichen Spende kamen dadurch 1.900 Euro für den Förderverein der Kinderklinik zusammen.

Peter Maffay hatte den Sitzhocker der Rosenheimer Bensegger GmbH beim Rosenheimer Sommerfestival signiert. Unter die Unterschrift setzte der Musiker die Worte „We love Rock ’n’ Roll“. Anschließend wurde das Einzelstück im Rahmen einer Online-Auktion versteigert. Den Zuschlag erhielt Detlev Eberhardt, Vorstand der Rosenheimer topfact AG. Er bot 1.400 Euro für den signierten Hocker.

Auf die Aktion wurde nach Angaben der Bensegger GmbH auch die meine Volksbank Raiffeisenbank aufmerksam. Das Kreditinstitut stockte den Auktionserlös um weitere 500 Euro auf. Damit kamen insgesamt 1.900 Euro für den Förderverein der Kinderklinik Rosenheim zusammen.

Geld kommt Kindern und Eltern zugute

Der Förderverein unterstützt mit seinen Mitteln unter anderem die Frühchenstation der Kinderklinik. Finanziert werden beispielsweise medizinische Ausstattung und Elternbetten für die Station. Auch Bücher, Bastelmaterialien und Spielzeug für die Kinder gehören zu den Anschaffungen. Darüber hinaus ermöglicht der Förderverein die wöchentlichen Besuche der KlinikClowns in der Kinderklinik.

Bei der Übergabe der Spende waren Helena Lohner vom Förderverein der Kinderklinik, Detlev Eberhardt von der topfact AG, Andreas Bensegger und Susanne Glas von der Bensegger GmbH, Andreas Präg von der meine Volksbank Raiffeisenbank sowie Mihaela Hammer, Vorsitzende des Fördervereins, dabei.
(Quelle: Pressemitteilung Bensegger GmbH / Beitragsbild: Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH)

Wiesn-Blaulicht: Vermisste Kinder schnell wieder bei ihren Eltern

Wiesn-Blaulicht: Vermisste Kinder schnell wieder bei ihren Eltern

Rosenheim – Sonnig und warm zeigte sich der Wiesnsonntag (6. September) und lockte zahlreiche Besucher in die Rosenheimer Innenstadt. Viele säumten zunächst die Straßen, um den Teilnehmern des Festzuges zuzujubeln, bevor es für sie selbst auf die Loretowiese ging.

Auch bei der Wiesnwache herrschte reger Betrieb. Die Beamten präsentierten sich dabei als „Freund und Helfer“ und sorgten dafür, dass die Besucher aus Nah und Fern ihren Wiesnbesuch möglichst sorgenfrei genießen konnten. Besonders viele Familien mit Kindern waren unterwegs. „Schee, dass ma alle da san!“ – so könnte das Motto des Tages gelautet haben.

Vermisst und schnell wiedergefunden

Bei vermissten Kindern gilt bei der Wiesnwache ein ehrgeiziges Ziel: Keine Vermissung auf dem Festgelände soll länger als 15 Minuten dauern. Bislang konnte dieses Zeitlimit eingehalten werden.
Am Sonntag ging es sogar deutlich schneller. Gegen 13 Uhr meldeten sich fast zeitgleich zwei Mütter bei der Wiesnwache. Sie hatten ihre drei- beziehungsweise achtjährigen Kinder im Getümmel aus den Augen verloren. Die Suche war jeweils nach kurzer Zeit erfolgreich. Innerhalb von weniger als fünf Minuten konnten beide Kinder wieder mit ihren Müttern zusammengeführt werden.

Dreikäsehoch büxt aus

Am späten Nachmittag entwischte seinen Eltern ein dreijähriger Bub. Besucher machten die Wiesnwache auf den kleinen Ausreißer aufmerksam, der verloren vor einem Fahrgeschäft stand.
Die Beamten übernahmen kurzerhand den vorübergehenden Betreuungsauftrag. Mit Gummibärlis und einem Luftballon ließ es sich der Dreijährige bei der Wiesnwache offenbar ganz gut gehen. Vielleicht lag es aber dann doch mehr an unserer sympathischen Miss Herbstfest. Auch sie kümmerte sich um den kleinen Burschen.

Allzu lange musste der Dreikäsehoch allerdings nicht auf seine Eltern warten. Diese meldeten sich wenig später bei der Wiesnwache – und so endete auch dieser kleine Wiesn-Ausflug mit einer glücklichen Wiedervereinigung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 7. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass die Zeit in größerer Höhe minimal schneller vergeht als näher am Meeresspiegel?
Der Unterschied ist winzig, lässt sich mit hochpräzisen Atomuhren aber tatsächlich messen.
Ein Mensch auf einem Berg reist also, wenn auch nur minimal, schneller durch die Zeit.

Vielleicht lässt Dich dieser Gedanke heute die Zeit mit etwas anderen Augen sehen.

Wir wünschen Dir einen zeitlosen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Wiesn-Notizen: Wirtschaftlicher Verband zieht positive Halbzeitbilanz

Wiesn-Notizen: Wirtschaftlicher Verband zieht positive Halbzeitbilanz

Rosenheim – Halbzeit auf dem Rosenheimer Herbstfest: Am heutigen Samstag (6. September) findet bereits der achte Festtag statt. Mit dem Erntedankfest am Vormittag stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm (wir berichteten). Bei Sonnenschein und blauem Himmel ist heute entsprechend viel los auf der Wiesn. Der Wirtschaftliche Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim (WV) zieht nach der ersten Festwoche eine positive Bilanz.

Nach Angaben des WV verlief die erste Hälfte des Rosenheimer Herbstfestes 2026 „bemerkenswert friedlich“ und mit vielen Besuchern. Die Stimmung sei von Beginn des Festes an gut gewesen, heißt es in der Halbzeitbilanz des Verbandes, die dieser gemeinsam mit Schaustellern, Sicherheitskräften und Besuchern zieht.

„Die erste Festhälfte verlief bemerkenswert friedlich. Die Stimmung unter den vielen bisherigen Besuchern war vom Einzug weg ausgezeichnet“, sagt Klaus Hertreiter, Herbstfestleiter des WV. Das sommerliche Wetter habe nach Einschätzung des Verbandes zu einem hohen Besucheraufkommen bereits ab der Mittagszeit beigetragen. Schausteller, Gastronomen sowie die beteiligten Blaulichtorganisationen und Behörden zeigten sich demnach zufrieden. „Besonders hervorzuheben ist, dass alle Betriebe bisher vollkommen störungsfrei laufen“, so Hertreiter weiter.

Auch die Fahrgeschäfte und weiteren Attraktionen würden nach Angaben des WV von den Besuchern gut angenommen. Dabei verweist der Verband auf Zuspruch bei Fahrgästen und Besuchern jeden Alters. „Wir freuen uns über die ausgelassene Stimmung und das respektvolle Miteinander auf dem gesamten Festplatz“, ergänzt Denise Schurzmann, stellvertretende Vorsitzende des WV.

Für die zweite Festhälfte hoffen die Veranstalter auf weiterhin gutes Wetter und eine anhaltend positive Stimmung. Das Herbstfest läuft noch bis Sonntag (14. September).
(Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftlicher Verband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Wasserskooter, Rosenheimer Herbstfest, 1951

Wasserskooter, Rosenheimer Herbstfest, 1951

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1951. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Rosenheimer Herbstfest, Fokus auf einem damals ganz besonderen Fahrgeschäft: dem Wasserskooter.

Das Prinzip erinnert tatsächlich ein wenig an den Autoscooter – nur dass die kleinen Fahrzeuge hier nicht über eine Fahrbahn rasten, sondern auf dem Wasser unterwegs waren. Die Fahrgäste saßen in schwimmenden Zweisitzern und steuerten damit über ein eigens aufgebautes Wasserbecken.

1951 sorgte der Wasserskooter auf der Rosenheimer Wiesn für eine Riesengaudi. Besonders viele Zuschauer versammelten sich am Rand des Beckens, um das Treiben auf dem Wasser zu beobachten. Allerdings war das Vergnügen offenbar  nicht ganz unkompliziert: Der Fahrgastwechsel in den schwimmenden Zweisitzern gestaltete sich schwierig, gleichzeitig waren Aufwand und Überschwemmungsgefahr groß. Lange blieb das ungewöhnliche Fahrgeschäft deshalb nicht auf dem Herbstfest.

Besonders sehenswert sind auf unserem Foto aber ohnehin das Duo im Wasserskooter. Ihr Gesichtsausdruck lässt so einiges vermuten. Ob die beiden gerade mit voller Konzentration um die nächste Kurve kämpften oder der Besuch im Bierzelt zuvor schon Spuren hinterlassen hatte, bleibt allerdings ihr Geheimnis. Sicher ist nur: Entspannt sieht anders aus.

Der Wasserskooter gehört damit zu den eher ungewöhnlichen Kapiteln in der Geschichte des Rosenheimer Herbstfestes – und unser Foto zeigt eindrucksvoll, wie die Wiesn vor 75 Jahren aussah: vielleicht weniger spektakulär als heute, aber nicht weniger einfallsreich.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Streit in der Adlzreiterstraße eskaliert – 19-Jähriger schlägt auf 25-Jährigen ein

Streit in der Adlzreiterstraße eskaliert – 19-Jähriger schlägt auf 25-Jährigen ein

Rosenheim – In der Rosenheimer Adlzreiterstraße ist am frühen Sonntagmorgen (6. September) ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert. Ein 19-Jähriger soll dabei einen 25-Jährigen am Hals gepackt, geschubst und mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen haben.

Der Rettungsdienst versorgte die Prellungen des 25-Jährigen im Gesichtsbereich noch vor Ort medizinisch. Ein Atemalkoholtest beim 19-Jährigen ergab nach den Angaben der Polizei einen Wert von mehr als 1,20 Promille.
Gegen den 19-Jährigen, der wie der 25-Jährige aus dem Stadtgebiet stammt, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: Von Liegestützten, zwei Promille und einem unfreiwilligen Spurensicherungsanzug

Wiesn-Blaulicht: Von Liegestützten, zwei Promille und einem unfreiwilligen Spurensicherungsanzug

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest steuerte am Samstag (5. September) auf seinen Höhepunkt zu. War das Wetter am Nachmittag noch bedeckt und regnerisch, lachte später dann doch die Sonne vom Himmel. Bei diesem Wiesnwetter kamen zahlreiche Besucher aus Stadt und Land nach Rosenheim und nutzten die Gelegenheit, ausgiebig auf der Festwiese zu feiern. Im Laufe des Abends hatte die Wiesnwache allerdings wieder alle Hände voll zu tun. Die Polizei berichtet von mehreren Vorfällen und Wiesnverboten.

„Wasser marsch“ – jetzt wird aber gepumpt

Zum Dienstbeginn konnte die Wiesnwache in einem Grünstreifen am Festgelände acht junge Männer aus dem schönen Bundesland Tirol feststellen. Aufgereiht standen sie dort und packten gerade ihre Hemden in die teilweise noch geöffneten Latzhosen ihrer Lederhosen.
Offenbar hatten sie einiges an Gerstensaft zu sich genommen, der nun auf natürlichem Weg wieder den Körper verlassen wollte. Die kräftigen Männer zeigten sich einsichtig und taten noch vor Ort Buße: Niederliegend reihten sie sich auf und pumpten jeweils 20 Liegestütze vor der Wiesnwache.

2 x Gerlos, 1 x St. Johann

Nicht einmal 15 Minuten dauerte es, bis drei Österreicher an drei unterschiedlichen Bierbuden auftauchten. Vermutlich tranken sie dort nicht, sondern schütteten das hopfige Getränk direkt in sich hinein.
Ob sich die beiden Männer aus Gerlos kannten, konnte nicht mehr herausgefunden werden. Was aber alle drei gemeinsam hatten, waren ihre Alkoholwerte: Fast punktgenau hatte jeder von ihnen zwei Promille intus. Und noch etwas war ihnen gleich: Jeder der drei bekam ein Wiesnverbot.

„Ola Policia“ – dann war eine Grenze überschritten

„Ola Policia“ rief ein 39-jähriger Mann aus der Slowakei einer Beamtin der Wiesnwache zu. Bis dahin war alles noch soweit in Ordnung. Doch dann vergriff sich der Mann im wahrsten Sinne des Wortes: Er fasste der Beamtin an das Gesäß und kniff sie.
Damit war eine Grenze, eine rote Linie, überschritten. Der 39-Jährige wurde zur Wiesnwache gebracht und erhielt ein Wiesnverbot. Mit knapp zwei Promille war der Slowake deutlich angetrunken. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Beleidigung eingeleitet.

Immerhin noch Socken und ein Hemd

Fast im Adamskostüm wurde ein 27-Jähriger aus Kufstein am Rand des Herbstfestes angetroffen. Als Bekleidung trug er lediglich noch Socken und ein Hemd, das er sich um die Hüfte gebunden hatte.
Hose, Schuhe und Weste seien irgendwo verstreut, erklärte der Mann. Doch auch für solche Fälle ist die Polizei gerüstet. Vielleicht modetechnisch nicht ganz en vogue, aber zweckmäßig, erhielt der 27-Jährige einen weißen polizeilichen Spurensicherungsanzug. Anschließend ging es mit dem Taxi ab nach Tirol.

Österreichische Verkehrspolizei im Einsatz

Die Wiesnwache wird während des Herbstfestes auch von Beamten aus Österreich unterstützt. Dass nun sogar die österreichische Verkehrspolizei Hilfe leistete, war allerdings neu.
An der Kreuzung vor der Rosenheimer Dienststelle stand plötzlich ein 18-Jähriger aus Tirol. Eifrig versuchte er, in seiner Lederhose den Verkehr zu lenken und wuchtete seine Arme kreuz und quer durch die Gegend.

So richtig funktionieren wollte das allerdings nicht. Keiner der Autofahrer nahm ihn ernst und ignorierte seine Zeichen und Weisungen. Auch die Polizei beendete das Trauerspiel. Der 18-Jährige wurde mit den polizeilichen Worten entlassen, künftig brav auf das grüne Fußgängersymbol an der Ampel – den Wiesntrommler – zu schauen und dann die Straße zu überqueren. Das Ergebnis: Als Angehöriger der Verkehrspolizei ist der 18-Jährige nicht geeignet.

Pannenfahrzeug auf der Fahrbahn

Was es nicht alles rund um das Herbstfest gibt: Sogar ein liegengebliebenes Fahrzeug, eine Art Pannenfahrzeug, beschäftigte die Polizei. Das Gefährt hatte bei seiner rasanten Fahrt wohl den einen oder anderen Reifen verloren und wurde anschließend vom Besitzer lieblos und achtlos zurückgelassen. Völlig allein stand der Eigenbau herum.

Erste polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass damit offenbar für einen Junggesellenabschied flüssige Nahrung transportiert worden war.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage: Hintergrund Innpuls.me, eingeblockt: Polizeiinspektion Rosenheim)

Wiesnblaulicht 2026. Pannenfahrzeug der anderen Art. Foto: Copyright Polizeiinspektion Innpuls.me
Erntedank in Rosenheim: Zwischen Tradition und politischen Tönen

Erntedank in Rosenheim: Zwischen Tradition und politischen Tönen

Rosenheim  / Landkreis .- Die Sonne strahlte vom weiß-blauen Himmel, als sich am Sonntagmorgen am Max-Josefs-Platz der Kirchenzug in Bewegung setzte. Zwischen Trachten, Blasmusik, Erntekronen und Blumengebinden wurde das Motto „Stadt und Land – Hand in Hand“ lebendig. Rund 1.000 Teilnehmer und Tausende Gläubige waren dabei. Doch beim Erntedankfest 2026, in einem für die Landwirtschaft schwierigen Jahr, gab es neben dem Dank für die Ernte noch andere Themen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Stadt und Land Hand in Hand beim Kirchenzug zum Mangfallpark Süd. Fotos: Copyright Innpuls.me

Das Rosenheimer Herbstfest lebt vom Trubel. Von Musik und Fahrgeschäften, von dichtem Gedränge und ausgelassener Stimmung. Der Erntedanksonntag setzt dazu einen anderen Akzent. Es geht um Glaube, Andacht und Tradition – und um den Dank für das, was die Erde hervorbringt.

Am Max-Josefs-Platz war davon am Sonntagmorgen viel zu sehen. Um 9.15 Uhr setzte sich der Kirchenzug in Bewegung. Bei strahlendem Sonnenschein ging es durch die Innenstadt zum Mangfallpark Süd. Rund 1.000 Teilnehmer waren dabei. Trachtenvereine, landwirtschaftliche Vereine und Musikkapellen aus Rosenheim und dem Landkreis reihten sich in den Zug ein.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Erntekronen, Blumengebinde und Blumengirlanden sorgten für farbenfrohe Akzente.

Zwischen den Trachten und Uniformen sorgten Erntekronen, Blumen und andere Erntesymbole für Farbtupfer. Dazu Musik, die durch die Straßen klang. Am Rand standen zahlreiche Menschen und verfolgten das Geschehen. Viele von ihnen begleiteten den Zug bis zum Mangfallpark, wo sich schließlich Tausende Gläubige aus Stadt und Land zur Feldmesse versammelten.

Das historische Motto des Erntedankfestes – „Stadt und Land – Hand in Hand“ – wurde dabei ganz unmittelbar sichtbar. Seit mehr als sechs Jahrzehnten erinnert das Fest an die landwirtschaftlichen Wurzeln des Rosenheimer Herbstfestes und verbindet die Stadt mit den Gemeinden des Umlands. Besonders deutlich wird diese Verbindung jedes Jahr am Erler Kreuz.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Auch seit vielen Jahren eine feste Konstante im Kirchenzug – das Erler Kreuz. 

160 Kilogramm auf sechs Schultern

Das mächtige Holzkreuz ist ein fester Bestandteil des Erntedankfestes und zugleich ein besonderer Blickfang. Rund 160 Kilogramm wiegt es. Sechs Männer tragen es auf ihren Schultern durch die Stadt, vier weitere Männer sichern den Transport ab.
Seinen Ursprung hat das Kreuz in den 1950er Jahren. Es wurde im Zusammenhang mit den Erler Passionsspielen angefertigt und verbindet seitdem das bayerische Inntal mit dem benachbarten Tirol. Seit 2002 bringen Mitglieder des Erler Trachtenvereins das Kreuz alljährlich zum Rosenheimer Erntedankfest.

Auch an diesem Sonntag zieht es viele Blicke auf sich, während sich der Zug langsam durch die Straßen bewegt. Ein schweres Stück Holz, getragen von sechs Männern – und gleichzeitig ein Symbol für eine Tradition, die seit Jahrzehnten über die Grenze hinweg gepflegt wird.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Bei der Predigt ging es diesmal viel um Politik.. 

Im Mangfallpark Süd angekommen, versammelten sich die Teilnehmer zur ökumenischen Feldmesse. Der katholische Rosenheimer Stadtpfarrer Monsignore Thomas Schlichting und die evangelische Dekanin Dagmar Häfner-Becker gestalteten den Gottesdienst gemeinsam.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Das Bauernehrenpaar mit Brot und Trauben. 

Eine besondere Aufgabe übernahm dabei das Bauernehepaar. In diesem Jahr repräsentierten Martin und Barbara Pichler aus Oberaudorf stellvertretend den Bauernstand. Sie brachten Brot und Trauben zum Altar – als Zeichen des Dankes für die Ernte und für die Arbeit der Landwirtschaft.

Ein Jahr mit Hitze und Trockenheit

Gerade 2026 ist dieser Dank mit besonderen Herausforderungen verbunden. Der Sommer brachte hohe Temperaturen und vielerorts wenig Regen. Für die Landwirtschaft bedeutete das schwierige Bedingungen, die sich auch bei der Ernte bemerkbar machten.

Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me

Beim Festzug nach dem Gottesdienst reihten sich auch die Gespanne der Brauereien mit ein.

In der Predigt griffen Schlichting und Häfner-Becker das Thema aber nur kurz gegen Ende auf. Der Sommer habe gezeigt, wie wichtig Wasser für die Landwirtschaft sei. Zuvor führten die beiden Geistlichen einen Dialog über andere Fragen. Ausgangspunkt war die Überlegung, warum einer mehr habe als ein anderer und weshalb Menschen dazu neigen, auf das zu schauen, was andere besitzen. Daraus entwickelte sich das Thema Neid.

Auch politische Themen kamen zur Sprache. Es ging um Zölle und die Politik von US-Präsident Donald Trump. Ebenso wurde die an diesem Sonntag stattfindende Wahl in Sachsen-Anhalt angesprochen.
Ein weiterer Teil des Gesprächs drehte sich um den Umgang mit Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Dabei ging es um die Frage, ob hinter Leistungen des Staates vorschnell Missbrauch vermutet werde oder ob grundsätzlich mehr Vertrauen angebracht sei. „Eine Gesellschaft, wo man Schwächen zugeben darf und sich gegenseitig hilft“, lautete ein Gedanke der beiden Geistlichen. Mit Blick auf den Umgang mit Sozialleistungen fiel außerdem der Satz, es sei besser, „mehr von Grundvertrauen auszugehen als von Grundsicherung“.

Vom Erntedank zurück zur Wiesn

Mit dem Ende der Feldmesse war der Erntedanksonntag aber längst nicht vorbei. Vor den Teilnehmern lag nun der zweite große Teil des Vormittags: der Festzug zur Loretowiese.
Wieder setzte sich eine lange Reihe aus Trachtenvereinen, landwirtschaftlichen Gruppen und Musikkapellen in Bewegung. Die Straßen füllten sich zunehmend mit Zuschauern. Familien standen am Rand, Kinder warteten gespannt auf die vorbeiziehenden Gespanne, immer wieder wurden Handys gezückt.

Auch die Gespanne der beiden Rosenheimer Brauereien reihten sich in den Festzug ein. Pferde zogen die geschmückten Wagen durch die Stadt, während Musik und Stimmen die Wegstrecke erfüllten.

Und spätestens hier begegneten sich wieder die beiden Seiten des Rosenheimer Herbstfestes: der stille, feierliche Beginn des Tages und der Trubel der Wiesn. Denn auf der Loretowiese wird der Erntedank auch am Nachmittag und am Abend weitergefeiert. Zwischen Festzelten, Fahrgeschäften und Musik bleibt damit eine Tradition lebendig, die ihre Wurzeln in der Landwirtschaft hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer und Karin Wunsam)

Hier viele Impressionen für Euch: 
Erntedank 2026. Fotos: Innpuls.me
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Kaniber besucht Höfe in Brannenburg und Oberaudorf

Kaniber besucht Höfe in Brannenburg und Oberaudorf

Brannenburg / Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat zwei landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Rosenheim besucht. Auf den Höfen der Familien Nagele in Brannenburg und Steinmüller in Oberaudorf informierte sie sich über hofnahe Schlachtung, Ökolandbau, Weidehaltung und Direktvermarktung.

Erste Station war der Hof von Sophie und Hubert Nagele in Brannenburg. Dort besichtigte Kaniber das EU-zugelassene Schlachthaus sowie ein Schlachtmobil, das der Betrieb mit Unterstützung des Förderprogramms LEADER angeschafft hat. Das mobile Schlachtangebot steht inzwischen auch anderen landwirtschaftlichen Betrieben in der Region zur Verfügung. „Das Schlachtmobil und die hofnahe Schlachtung ersparen den Tieren lange Transportwege und unnötig viel Stress. Genau das ist gelebtes Tierwohl“, betonte Kaniber. „Gleichzeitig erhalten wir damit wichtige Schlachtmöglichkeiten im ländlichen Raum. Unser Förderprojekt stärkt die bäuerlichen Betriebe, hält die Wertschöpfung in der Region und sichert die Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Das ist gut für die Tiere, gut für unsere Bauernfamilien wie auch für die Verbraucher.“

Ökolandbau und Direktvermarktung

Anschließend besuchte die Ministerin den Bio-Bergbauernhof der Familie Steinmüller in Oberaudorf. Josef Steinmüller, zweiter Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO), setzt dort unter anderem auf Ökolandbau, Weidehaltung und kuhgebundene Kälberaufzucht.
Zum Betrieb gehören neben der Landwirtschaft auch Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof und Bildungsangebote im Rahmen des Programms „Erlebnis Bauernhof“.

„Was die Familie Steinmüller hier auf die Beine stellt, ist beeindruckend: Sie bewahrt Tradition, setzt auf mehr Tierwohl und zeigt echten unternehmerischen Mut“, sagte Kaniber. „Unsere Bergbauern bewirtschaften nicht nur ihre Höfe. Sie pflegen unsere einzigartige Kulturlandschaft, schützen die natürlichen Lebensgrundlagen und machen unsere Heimat für Einheimische und Gäste lebenswert. Diese Leistungen sind für Bayern von unschätzbarem Wert.“
Begleitet wurde Kaniber bei ihrem Besuch unter anderem von Vertretern des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern sowie Stefanie Adeili, Managerin der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein.

Verein will Herkunft nachvollziehbar machen

Beide Familien engagieren sich außerdem im Verein „Rosenheimer Weidefleisch“. Gemeinsam mit der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein will der Verein nach Angaben des Ministeriums für Verbraucher nachvollziehbar machen, wo und unter welchen Bedingungen die angebotenen Lebensmittel entstehen. „Rosenheimer Weidefleisch steht für echten Geschmack, nachvollziehbare Herkunft und verantwortungsvolle Tierhaltung“, erklärte Kaniber. Sie fügte hinzu: „Wer bewusst zu regional erzeugtem Weidefleisch greift, entscheidet sich nicht nur für herausragende Qualität. Er oder sie unterstützt zugleich die Bauernfamilien, stärkt die heimische Wirtschaft und sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Regional einzukaufen ist praktizierte Heimatliebe.“

Zum Abschluss des Besuchs ging es auch um die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Kaniber sagte den Bergbauern dabei ihre Unterstützung zu: „Unsere Berglandwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, eine starke finanzielle Ausstattung und Regelungen, die zur Praxis auf den Höfen passen. Dafür werde ich mich mit ganzer Kraft einsetzen.“
(Quelle: Pressemitteilung StMELF / Beitragsbild: Copyright Steffi Büchl (StMELF)