Rosige Zeiten in Rosenheim: Neues Konzept, großer Besucherandrang

Rosige Zeiten in Rosenheim: Neues Konzept, großer Besucherandrang

Rosenheim – Die Rosenheimer Innenstadt war am Freitagabend (2. Oktober) gut besucht: Bei den „Rosigen Zeiten“ konnten die Besucher bis 22 Uhr shoppen, Musik hören, Lichtinstallationen entdecken und eine Akrobatik-Feuershow erleben. Das Konzept hatte sich dabei gegenüber den früheren Jahren verändert. Statt auf eine große zentrale Bühne setzte das City-Management diesmal auf mehrere kleinere Erlebniszonen, die über die Innenstadt verteilt waren.

Rosige Zeiten 2026. Fotos: Innpuls.me

Der Andrang bei den Rosigen Zeiten in der Rosenheimer Innenstadt war heuer wieder groß. Fotos: Innpuls.me

Bunte Regenbogen, farbenprächtige Blumen und beleuchtete Pylonen zogen sich als leuchtende Wegweiser durch die Innenstadt. Ganz so umfangreich wie bei den „Rosigen Zeiten“ früherer Jahre war die Lichtgestaltung allerdings nicht. Im Salingarten blieb es dunkel. Den dort einst beliebten „Zauberwald“ mit Nebelmaschinen, Lichtinstallationen und verschiedenen Lichtspielen gab es auch diesmal nicht. Ebenso fehlte weiterhin die große Open-Air-Modenschau auf dem Max-Josefs-Platz, die früher einmal zu den Höhepunkten der „Rosigen Zeiten“ gehörte.

Stattdessen gab es diesmal mehr Musik an verschiedenen Stellen der Innenstadt. Einer der Höhepunkte war die Akrobatik-Feuershow der Flying Freaks auf dem Ludwigsplatz. Dort sorgten außerdem Musik und eine große Regenbogen-Lichtinstallation für Aufmerksamkeit. Im Esbaum-Viertel entstand ein Herzerlwald. Als Walking Act zogen zwei Stelzengeher durch die Innenstadt.

Rosige Zeiten 2026. Fotos: Innpuls.me

Was trägt man diesen Herbst und Winter? Modetrends  charmant präsentiert bei einer kleinen Modenschau. 

Die finanziellen Möglichkeiten setzen dabei weiterhin einen Rahmen. „Die Finanzierung bleibt ein Thema. Das Rosenheimer City-Management hat heuer 7000 Euro in die Rosigen Zeiten investiert und zusätzlich gab es großzügige Unterstützung der Stadtwerke Rosenheim und der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling“, sagte Kathrin Schrubar, Leiterin des Rosenheimer City-Managements, im Vorfeld im Gespräch mit Innpuls.me.

Viele Besucher in der Innenstadt

Der veränderte Schwerpunkt tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: In der Innenstadt war am Freitagabend viel los. Vor allem Familien waren unterwegs, schlenderten durch die Fußgängerzone, schauten sich die verschiedenen Aktionen an oder nutzten die verlängerten Öffnungszeiten der Geschäfte.

Rosige Zeiten 2026. Fotos: Innpuls.me

Kein Ufo – sondern Lichterspiel am Salinplatz.

Das Wetter spielte dabei ebenfalls mit. Bei milden Temperaturen ließ es sich gut draußen unterwegs sein. Dazu kam, dass am folgenden Samstag ein Feiertag war und viele Besucher den Abend entsprechend entspannt ausklingen lassen konnten.
Auch in den Geschäften gab es einiges zu entdecken. Einige Händler boten eigene Aktionen an, darunter kleine Modenschauen. Auf dem Ludwigsplatz vor dem Gerinne sorgte ein als Werbeträger eines Möbelhauses aufgestelltes Polsterbett für manchen neugierigen Blick.

Rosige Zeiten 2026. Fotos: Innpuls.me

Die  Lichtinstallationen waren auch in diesem Jahr wieder beliebte Fotomotive.

Lichtkunst und offene Museen

Eine feste Konstante der „Rosigen Zeiten“ ist inzwischen die Lichtkunst am Salinplatz. Auch diesmal präsentierte Lichtkünstler Urs Hasler dort seine Arbeiten und setzte die Fassaden mit farbigem Licht in Szene.
Daneben öffneten mehrere kulturelle Einrichtungen länger ihre Türen. Das Städtische Museum, das Holztechnische Museum und die Städtische Galerie konnten auch am Abend besucht werden. Ergänzt wurde das Angebot durch die besondere Stadtführung „Im Namen der (Rosenheimer) Rose“.

Rosige Zeiten 2026. Fotos: Innpuls.me

Die Akrobatik-Feuershow war einer der Höhepunkte der Rosigen Zeiten 2026.

Auch musikalisch verteilte sich das Programm über die Innenstadt. Die Band OansNo war als Walking Act unterwegs, am Ludwigsplatz spielten Sevi & Juli. Im Esbaum-Viertel sorgten Daniel von musicmadewithlove und das DJ-Duo wms.dj für Musik.

Schluss bereits um 22 Uhr

Eine weitere Veränderung gab es bei der Dauer der Veranstaltung. Während die „Rosigen Zeiten“ in früheren Jahren bis 23 Uhr liefen, endete die lange Einkaufsnacht diesmal bereits um 22 Uhr.
Nach Auskunft von Kathrin Schrubar entsprach das dem Wunsch der beteiligten Geschäfte. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hätten gezeigt, dass es nach 22 Uhr in der Innenstadt deutlich ruhiger werde.
Nach der abgespeckten Ausgabe im vergangenen Jahr präsentierten sich die „Rosigen Zeiten“ heuer mit einer veränderten Ausrichtung. Weniger großflächige Lichtinszenierungen, dafür mehrere über die Innenstadt verteilte Erlebnisbereiche, mehr Musik und eine Feuershow auf dem Ludwigsplatz. Dass das Konzept viele Besucher in die Innenstadt lockte, zeigte sich am gut gefüllten Stadtzentrum am Freitagabend.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 3. Oktober – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass es im antiken Griechenland bereits einen Automaten gab, der gegen eine Münze eine bestimmte Menge Weihwasser ausgab?
Der Mechanismus funktionierte dabei ganz ähnlich wie das Grundprinzip moderner Verkaufsautomaten.
Manche Ideen sind viel älter, als wir vermuten.

Vielleicht entdeckst Du heute etwas Modernes mit ganz alten Wurzeln.

Wir wünschen Dir einen staunenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Serie von Juwelier-Diebstählen in Rosenheim – Polizei bittet um Hinweise

Serie von Juwelier-Diebstählen in Rosenheim – Polizei bittet um Hinweise

Rosenheim – Die Polizei bittet jetzt um Hinweise zu einer Serie von Diebstählen und Diebstahlsversuchen in mehreren Juweliergeschäften in Rosenheim. Die Taten ereigneten sich bereits am 15. Juli 2026. Nun veröffentlicht die Polizei weitere Details zu den Tatverdächtigen und Fahndungsfotos und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

In einigen Fällen erbeuteten die Täter Schmuck, in anderen blieb es beim Versuch. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd betraten sie die Geschäfte und ließen sich verschiedene Schmuckstücke zeigen. Dabei hätten sie gezielt nach Schmuckstücken ohne Steine oder andere auffällige Merkmale gefragt. Während der Beratung lenkten sie das Verkaufspersonal ab und steckten unbemerkt Schmuck ein.
Nach bisherigen Ermittlungen waren zwei Personen an den Taten beteiligt. Während ihres Aufenthalts in den Geschäften hätten sie sich untereinander in einer romanischen Sprache unterhalten. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um Spanisch oder Portugiesisch gehandelt haben könnte.
Der Gesamtwert der gestohlenen Schmuckstücke liegt nach Angaben der Polizei im mittleren vierstelligen Bereich. Zu den gestohlenen Gegenständen gehört unter anderem ein Panzerarmband aus Gelbgold mit eingesetzten Saphiren.

Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos

Die Polizei hat Aufnahmen aus den Videoüberwachungen der betroffenen Geschäfte veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der beiden Tatverdächtigen.
Die männliche Person wird von der Polizei als etwa 40 Jahre alt, von durchschnittlicher Größe und Statur sowie mit „südländischem Aussehen“ beschrieben. Zudem habe sie einen Dreitagebart und einen Oberlippenbart getragen.
Die weibliche Person wird von der Polizei als etwa 35 Jahre alt und eher kräftig beschrieben. Sie habe lange, dunkelblonde Haare.

Die Fotos und weitere Informationen zur Fahndung hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd veröffentlicht.
Die Polizeiinspektion Rosenheim bittet um Hinweise dazu, wer die beiden Personen am 15. Juli in Rosenheim beobachtet hat oder Angaben zu ihnen machen kann. Auch Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Schmuckstücke nimmt die Polizei entgegen.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 08031/200-0 bei der Polizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbil: Symbolfoto re)

SEK-Einsatz in Wasserburg: 52-Jähriger in Gewahrsam genommen

SEK-Einsatz in Wasserburg: 52-Jähriger in Gewahrsam genommen

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – In Wasserburg (Landkreis Rosenheim) ist am Donnerstagnachmittag (1. Oktober) ein 52-Jähriger nach einem Polizeieinsatz von Spezialeinsatzkräften in Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd befand sich der Mann zuvor in einer psychischen Ausnahmesituation und hatte Einsatzkräfte bedroht und mit Eisenstangen nach ihnen geworfen.

Gegen 15.25 Uhr ging demnach über den Polizeinotruf die Mitteilung ein, dass sich der 52-Jährige aus Wasserburg in einer psychischen Ausnahmesituation befinden soll. Bei der ersten Kontaktaufnahme mit der Polizei habe der Mann die eingesetzten Beamten bedroht und Eisenstangen nach ihnen geworfen. Anschließend zog er sich laut Polizei in sein Wohnanwesen zurück.

Nach Einschätzung der Polizei lagen zu diesem Zeitpunkt konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass von dem Mann eine mögliche Gefahr für andere ausgehen könnte. Deshalb wurden unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weitere Einsatzkräfte aus umliegenden Dienststellen sowie das Spezialeinsatzkommando Südbayern (SEK) und die Verhandlungsgruppe angefordert.
Das Wohngebäude, in dem sich der 52-Jährige aufhielt, wurde zunächst von Einsatzkräften umstellt. Gleichzeitig wurde laut Polizei ein möglicher Zugriff durch das SEK vorbereitet. Die Spezialkräfte nahmen den Mann kurze Zeit später in Gewahrsam. Anschließend wurde er zur Durchführung weiterer polizeirechtlicher Maßnahmen an die Polizeiinspektion Wasserburg übergeben.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder das unmittelbare Umfeld des Mannes.
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Biberdamm in der Attler Au unerlaubt entfernt

Biberdamm in der Attler Au unerlaubt entfernt

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – In der Attler Au bei Wasserburg ist ein Biberdamm aus einem Entwässerungsgraben entfernt worden. Nach Angaben der Polizei geschah dies zwischen Montag, 24. August, und Montag, 31. August, ohne die dafür erforderliche Genehmigung.

Da der Biber zu den streng geschützten Tierarten gehört, ermittelt die Polizeiinspektion Wasserburg wegen eines möglichen Verstoßes gegen die artenschutzrechtlichen Vorschriften. Ob tatsächlich ein solcher Verstoß vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Polizeiinspektion Wasserburg hat die Ermittlungen aufgenommen und stimmt das weitere Vorgehen mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein ab.

Die Polizei bittet nun um Hinweise: Wer im genannten Zeitraum im Bereich der Attler Au verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben dazu machen kann, wer den Biberdamm entfernt hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08071/9177143 bei der Polizeiinspektion Wasserburg zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg a. Inn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kleintransporter kippt in Bad Endorf auf Wiese

Kleintransporter kippt in Bad Endorf auf Wiese

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Ein Kleintransporter ist am Donnerstagvormittag in Bad Endorf (Landkreis Rosenheim) von einer Ortsverbindungsstraße abgekommen und auf einer angrenzenden Wiese umgekippt. Der Unfall ereignete sich gegen 9.10 Uhr. Nach Angaben der Polizeiinspektion Prien ist bislang unklar, warum der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor.

Der Fahrer wurde nach den Angaben der Polizei bei dem Unfall leicht an der Halswirbelsäule verletzt und zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.
Am Kleintransporter entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von rund 12.000 Euro. Auch die Wiese wurde leicht beschädigt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tresor aus Gaststätte in Eggstätt gewaltsam herausgerissen

Tresor aus Gaststätte in Eggstätt gewaltsam herausgerissen

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – In eine Gaststätte in Eggstätt sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (30. September auf 1. Oktober) Unbekannte eingebrochen. Die Täter hebelten eine Terrassentür auf und gelangten so in den Schankbereich. Anschließend brachen sie mehrere Innentüren auf und drangen bis in die Büroräume vor.

Dort hatten sie es offenbar gezielt auf einen Tresor abgesehen. Der fest an der Wand montierte Tresor wurde gewaltsam herausgerissen. Daraus erbeuteten die Täter Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich.
Die Polizeiinspektion Prien ermittelt und bittet um Hinweise. Wer in der Tatnacht in Eggstätt verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonstige Hinweise zum Einbruch geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08051/90570 bei der Polizei zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim 1979: Als an der Münchener Straße ein neues Bankhaus entstand

Rosenheim 1979: Als an der Münchener Straße ein neues Bankhaus entstand

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Die Aufnahme entstand an der Ecke Kufsteiner Straße / Münchener Straße und zeigt eine Rosenheimer Innenstadt im Wandel. Die Autos am Straßenrand verraten ebenso wie die Architektur, aus welcher Zeit das Foto stammt. Der Blick geht zum Karstadt-Gebäude mit seiner markanten Waschbetonfassade – und mitten im Bild entsteht gerade ein neues Bankhaus.

Denn das Foto dokumentiert den Abbruch des alten Bankgebäudes an dieser Stelle und den Beginn einer neuen Ära. Wo zuvor die ehemalige Königliche Filialbank beziehungsweise Bayerische Staatsbank stand, entstand nun das Gebäude der Bayerischen Vereinsbank.

Von der Königlichen Filialbank zur Vereinsbank

Das ursprüngliche Bankhaus war bereits 1905 eröffnet worden. Die Königliche Filialbank war nach Plänen des Münchner Architekten Eugen Drollinger errichtet worden und sollte als markanter Abschluss der Münchener Straße wirken.
Nach dem Ende der Monarchie wurde aus der Königlichen Filialbank die Bayerische Staatsbank. 1971 fusionierte die Bayerische Staatsbank mit der Bayerischen Vereinsbank. Nur wenige Jahre später veränderte sich auch das Rosenheimer Gebäude grundlegend.

1979 wurde das alte Bankhaus abgebrochen. Dabei blieb allerdings ein Teil der historischen, straßenseitigen Fassade erhalten und wurde in den Neubau integriert. Genau diese Phase des Umbruchs hält unser Foto fest.

Auch der Blick nach vorne erzählt auf dem Foto von ihrer Zeit. Das Karstadt-Gebäude mit seiner Waschbetonfassade steht für das moderne Rosenheim der Nachkriegsjahrzehnte – während beim Bankgebäude gleichzeitig Geschichte bewahrt und mit einem neuen Bau verbunden wurde.
Und dann sind da noch die Autos am Straßenrand. Sie machen aus der Baustelle mehr als nur ein Dokument der Baugeschichte und geben der Aufnahme einen zusätzlichen Blick auf das Rosenheim des Jahres 1979.
(Quelle: Stadtarchiv Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann/ Artikel: Karin Wunsam)

Rosenheim: Alkoholverbot am Salzstadel endgültig beschlossen

Rosenheim: Alkoholverbot am Salzstadel endgültig beschlossen

Rosenheim – Das geplante Alkoholverbot am Rosenheimer Salzstadel ist beschlossen. Der Stadtrat stimmte der Verordnung mit drei Gegenstimmen aus den Reihen von Linken und FDP zu. Die Stadt begründet die Maßnahme mit den wiederholten Beschwerden über die Situation vor Ort.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sieht das Alkoholverbot dabei als eine Möglichkeit, auf bestehende Konfliktlagen zu reagieren. „Ein Alkoholverbot alleine löst keine Probleme, aber es schafft die Grundlage, um bei bestehenden Konfliktlagen einschreiten zu können“, sagte er.

Linke und FDP bleiben bei ihrer Kritik

Nicht anfreunden können sich die Mitglieder der Linken im Stadtrat mit der Maßnahme. „Es besteht definitiv ein Spannungsfeld am Salzstadel, aber wir glauben nicht, dass sich das durch ein Alkoholverbot lösen lässt“, sagte Stadträtin Madlen Löffler. Nach ihrer eigenen Beobachtung sei es mit Beginn der kühleren Jahreszeit bereits deutlich ruhiger am Salzstadel. Dadurch gewinne man Zeit, um nach anderen Lösungen zu suchen, statt die dort anzutreffenden Menschen zu verdrängen.

Auch FDP-Stadtrat Marcus Moga stimmte gegen den Antrag. Er schloss sich der Kritik der Linken an und verwies darauf: „Die Polizei kann auch jetzt schon ohne Alkoholverbot für Recht und Ordnung sorgen.“

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Erdogan verwies dagegen auf die besondere Bedeutung des Salzstadels als „Platz für Kinderrechte“. Dieser wurde in diesem Jahr offiziell als solcher ausgewiesen. Dort hielten sich Kinder und Familien auf, so der Oberbürgermeister. Diese sollten nicht durch die Situation vor Ort beeinträchtigt werden.
Gleichzeitig betonte Erdogan, dass das Alkoholverbot aus seiner Sicht nur eine erste, kurzfristige Maßnahme sein könne. Parallel müssten auch sozialpolitische Angebote in den Blick genommen werden. Dazu gehöre insbesondere Streetwork. Entsprechende Gespräche liefen bereits.

Das Alkoholverbot gilt auf den öffentlichen Flächen am Salzstadel. Genehmigte Freischankflächen der Gastronomie und genehmigte Veranstaltungen sind davon ausgenommen.
(Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Rosenheim: Parkhaus P1 mehrheitlich beschlossen – Zickzackkurs-Vorwürfe im Stadtrat

Rosenheim: Parkhaus P1 mehrheitlich beschlossen – Zickzackkurs-Vorwürfe im Stadtrat

Rosenheim – Der Stadtrat hat den Ersatzbau des Parkhauses P1 am Hammerweg und eine neue Gebührenordnung für das Parken in Rosenheim mehrheitlich beschlossen. Die bisher kostenlose erste Stunde in den Parkhäusern fällt weg – eine Änderung, die bereits für Unmut sorgt. Gleichzeitig wurde die Entscheidung im Stadtrat deutlich kontroverser als noch eine Woche zuvor im Haupt- und Finanzausschuss: Dort war der Antrag noch einstimmig gebilligt worden. Nun gab es 12 Gegenstimmen aus den Reihen von Grünen und Linken. Zwischen Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und den Grünen ging es dabei auch um den Vorwurf eines „Zickzackkurses“ beim Thema Mobilität.

Parkhaus Zentrum Rosenheim Innpuls.me

Das Parkhaus P1 wird in absehbarer Zeit wohl ersetzt- und soll damit auch um einiges höher werden. Fotos: Innpuls.me

Grüne sehen neue Fragen

Für die Grünen hatten sich seit der Ausschusssitzung noch einige Fragen ergeben, erklärte Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter. Eine davon betrifft die Kosten von rund 13,4 Millionen Euro – auch mit Blick auf die städtischen Finanzen. Eine weitere Frage sehen die Grünen in der geplanten kostenlosen ersten halben Stunde am Straßenrand. Sie befürchten dadurch zusätzlichen Parkplatzsuchverkehr in der Innenstadt. „Wir wollen das Auto nicht aus der Stadt verdrängen. Es geht darum die Verkehrsströme sinnvoll zu lenken“, gab Gintenreiter zu bedenken.
Auch ihre Fraktionskollegin Anna Rutz äußerte Bedenken zum geplanten Ersatzbau. Bei einer Entscheidung dieser Größenordnung müsse man über den Tellerrand hinausschauen. Statt das Parkhaus isoliert zu betrachten, brauche es ein Gesamtkonzept, das berücksichtige, wie sich die Mobilität in den kommenden 50 bis 60 Jahren weiterentwickle.
Die Grünen warfen Oberbürgermeister Erdogan deshalb einen Zickzackkurs beim Thema Mobilität vor. Erdogan gab den Vorwurf zurück und verwies auf die Zustimmung der Grünen im Haupt- und Finanzausschuss, die erst wenige Tage zuvor erfolgt war.

Zustimmung von den anderen Fraktionen

Für Alexandra Linordner von der CSU-Stadtratsfraktion war die Entscheidung dagegen nachvollziehbar. „Wenn wir wollen, dass die Leute in die Stadt kommen, müssen wir Parkraum schaffen“, meinte sie. Zustimmung zum Antrag kam auch aus den anderen Fraktionen. 12 Stadträte stimmten dagegen. Die Gegenstimmen kamen aus den Reihen von Grünen und Linken.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 
Neue Gebühren sollen auch P1 mitfinanzieren

Mit dem Beschluss wird die bisher kostenlose erste Stunde in den Parkhäusern abgeschafft. Stattdessen wird die Gebührenstruktur neu geordnet. Zentrale Parkhäuser wie das künftige P1 und das P2 am KU’KO werden teurer, weiter vom Zentrum entfernte Parkmöglichkeiten günstiger. Gleichzeitig bleibt die erste halbe Stunde beim Parken am Straßenrand in der Innenstadt kostenlos; dort wird die maximale Parkdauer auf eine Stunde begrenzt. Die neuen Gebühren in den Parkhäusern treten zum 1. Dezember in Kraft.
Hinter der Neuordnung steht auch die Finanzierung des P1. Das bestehende, sanierungsbedürftige Parkhaus am Hammerweg soll durch einen größeren Ersatzbau ersetzt werden. Geplant sind künftig rund 700 Stellplätze statt bisher etwa 430. Die Kosten werden mit rund 13,45 Millionen Euro veranschlagt. Die zusätzlichen Einnahmen aus den Parkgebühren sollen auch dazu beitragen, die Investition und die künftig höheren Betriebskosten zu finanzieren.

Neubau oder Ersatzbau?

Bei der Frage, wie das Vorhaben eigentlich zu bezeichnen ist, wurde es im Stadtrat ebenfalls interessant. Oberbürgermeister Erdogan betonte, dass es sich nicht um ein zusätzliches Parkhaus auf einer neuen Fläche handle: „Das ist kein neues Parkhaus auf der grünen Wiese, sondern ein Ersatzbau auf einer bereits versiegelten Fläche.“
Interessant: In der Pressemitteilung der Stadt nach der Sitzung ist dann wieder vom „Neubau des Parkhauses P1“ die Rede.

Der bestehende Standort soll also neu bebaut und das Parkhaus dabei deutlich vergrößert werden. Die Stadt prüft außerdem, ob der Bau künftig weitere Nutzungen ermöglichen könnte, etwa eine Kletterwand an der Fassade oder Veranstaltungen auf dem Dach.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Starbulls Rosenheim Nachwuchs vor intensivem Wochenende: Heim-Doppelpack und Derby

Starbulls Rosenheim Nachwuchs vor intensivem Wochenende: Heim-Doppelpack und Derby

Rosenheim – Das nächste Eishockey-Wochenende steht vor der Tür und für den Nachwuchs der Starbulls Rosenheim warten erneut spannende Aufgaben. Während die U20 zweimal auf Bietigheim trifft, ist die U17 sowohl daheim als auch auswärts gefordert. Die U15 reist am Samstag nach Regensburg.

Für die U20 stehen am Wochenende zwei Duelle gegen Bietigheim auf dem Programm. Das erste Aufeinandertreffen steigt am Samstag, 3. Oktober, um 19:30 Uhr, ehe beide Mannschaften am Sonntag um 10:30 Uhr erneut aufeinandertreffen.

Nach den beiden knappen 2:3-Niederlagen in Schwenningen wollen sich die Young Bulls diesmal für ihren Einsatz und Kampfgeist belohnen. Die starken Aufholjagden des vergangenen Wochenendes haben gezeigt, dass die Mannschaft bis zum Schluss an sich glaubt. Daran gilt es nun anzuknüpfen und vor heimischer Kulisse die nächsten Punkte einzufahren.

U17 mit Derby und Auswärtsspiel

Auf die U17 wartet ein intensives Wochenende mit zwei unterschiedlichen Aufgaben. Los geht es am Samstag um 16:30 Uhr vor heimischem Publikum gegen Bad Tölz.

Nach dem 5:2-Auswärtserfolg im vergangenen Derby wollen die Starbulls auch das nächste Aufeinandertreffen für sich entscheiden und den positiven Schwung mitnehmen.
Viel Zeit zur Erholung bleibt anschließend nicht: Bereits am Sonntag um 13:45 Uhr steht die U17 in Augsburg wieder auf dem Eis. Zwei Spiele innerhalb kurzer Zeit verlangen der Mannschaft einiges ab, umso wichtiger werden Einsatz, Konzentration und Teamgeist sein.

U15 reist nach Regensburg

Nach dem 14:2-Heimsieg gegen Ottobrunn steht für die U15 am Sonntag die nächste Herausforderung an. Die Mannschaft reist nach Regensburg, wo die Partie um 14:30 Uhr beginnt.

Die Young Bulls wollen an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und auch auswärts mit Spielfreude und Einsatz auftreten.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch: Was die Bombenentschärfung über Information in Ausnahmesituationen zeigt

Innpuls-Tagebuch: Was die Bombenentschärfung über Information in Ausnahmesituationen zeigt

Am Mittwoch mussten rund 1.500 Menschen in Rosenheim ihre Wohnungen verlassen. Grund war eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei „Bauer in der Au“ gefunden worden war. Warn-App, Lautsprecherwagen, Bürgertelefon, Internet und soziale Medien sollten dabei helfen, die Betroffenen zu informieren. Und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – wird es nicht unbedingt einfacher, dass die richtige Information auch bei jedem ankommt.

Genau das haben wir an diesem Nachmittag in der Redaktion erlebt. Bei uns meldeten sich Leser mit ganz konkreten Fragen: Bin ich vom Evakuierungsgebiet betroffen? Wo muss ich hin? Kann ich noch nach Hause? Was mache ich, wenn ich die Lautsprecherdurchsage gar nicht mitbekommen habe?

Bei manchen hatte die Warn-App nicht funktioniert, andere waren während der Durchsagen bei der Arbeit. Wir konnten nicht jede Frage sofort beantworten und mussten selbst bei der Stadt nachfragen. So konnten wir einigen Lesern schnell weiterhelfen – gleichzeitig wurde uns dabei sehr deutlich, wie schwierig es ist, in einer Ausnahmesituation wirklich jeden Menschen mit genau den Informationen zu erreichen, die er gerade braucht.

Wenn Informationen nicht automatisch ankommen

Denn Informationen können durchaus vorhanden sein und trotzdem nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Wer bei der Arbeit ist, hört einen Lautsprecherwagen nicht. Wer keine Warnung auf dem Handy bekommt, weiß möglicherweise gar nicht, dass sich vor der eigenen Haustür etwas abspielt. Und wer nicht genau weiß, wo die Grenze des Evakuierungsgebiets verläuft, hat trotz aller Informationen noch immer dieselbe Frage: Bin ich betroffen oder nicht?

Dabei möchte ich ausdrücklich nicht den Eindruck erwecken, bei der Bombenentschärfung sei etwas schiefgelaufen. Im Gegenteil: Die verschiedenen Möglichkeiten zur Information wurden genutzt, die Entschärfung verlief erfolgreich und um 19.30 Uhr gab es Entwarnung. Rund 1.500 Menschen konnten wieder nach Hause.
Aber solche Situationen sind jedes Mal anders. Selbst wenn vieles vorbereitet ist, lässt sich nicht jede Frage vorhersehen, die bei den Betroffenen entsteht. Und genau deshalb stellt sich für mich die Frage, wie es bei einer deutlich größeren oder unübersichtlicheren Lage wäre. Dann könnten die gewohnten Wege der Information möglicherweise an ihre Grenzen kommen.

Auch wir als Innpuls.me-Redaktion sind schließlich darauf angewiesen, dass das Internet funktioniert. Wir können schnell recherchieren, veröffentlichen, über soziale Medien informieren und mit unseren Lesern in Kontakt bleiben. Gerade bei der Bombenentschärfung hat sich aber auch gezeigt, welche zusätzliche Stärke darin steckt: Unsere Leser haben sich gegenseitig geholfen. Einer hat den Evakuierungsradius auf einer Stadtkarte sichtbar gemacht, andere haben geschildert, wie sie die Situation gerade erleben und was sie selbst unternehmen.

Das war für mich eine schöne Form digitaler Nachbarschaftshilfe. Gleichzeitig zeigt sich gerade in solchen Situationen, wie wichtig es ist, Informationen nicht einfach ungeprüft weiterzugeben. Eine Vermutung kann schnell zur vermeintlichen Tatsache werden und damit mehr Verwirrung schaffen, als sie beseitigt. Hilfreich ist deshalb vor allem das, was tatsächlich bekannt und verlässlich ist.

Wenn digitale Wege nicht mehr reichen

Was aber bleibt, wenn digitale Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen?
Dann gibt es keine Karte, die schnell in einer Facebook-Gruppe geteilt werden kann, keine WhatsApp-Nachricht und keine Warn-App. Dann könnte plötzlich wieder das wichtig werden, was im Alltag manchmal fast selbstverständlich verloren gegangen ist: der direkte Kontakt.

Der Nachbar, der nebenan klingelt. Menschen, die sich an einem Sammelpunkt gegenseitig erzählen, was sie wissen. Einer, der bei einem älteren Nachbarn nachschaut, ob er Hilfe braucht. Informationen, die nicht über einen Bildschirm weitergegeben werden, sondern von Mensch zu Mensch.
Ich glaube deshalb, dass wir das Analoge nicht verlernen sollten. Nicht aus Nostalgie, sondern weil direkte Kommunikation auch dann möglich ist, wenn technische Möglichkeiten einmal nicht zur Verfügung stehen.

Das gilt auch für uns als lokales Medium. Wenn wir nicht mehr online berichten könnten, würde unser Auftrag ja nicht plötzlich verschwinden. Dann müssten wir andere Wege finden, um bei den Menschen zu sein: an einem Sammelpunkt, auf der Straße, dort, wo Fragen entstehen. Zuhören, nachfragen, herausfinden, was die Menschen gerade wissen müssen und welche Informationen fehlen. Und sobald es wieder einen Weg gibt, Informationen weiterzugeben, würden wir genau das tun.

Vielleicht ist die Aufgabe eines lokalen Mediums in einer solchen Situation deshalb am Ende gar nicht nur, möglichst schnell Informationen ins Internet zu bringen. Vielleicht geht es viel grundlegender darum, dort zu sein, wo die Menschen sind.
Sollte es jemals so weit kommen, werden wir auf alle Fälle Wege suchen, weiter unserem Auftrag gerecht zu werden.

Die Bombenentschärfung bei „Bauer in der Au“ hat mir damit noch einmal gezeigt, wie selbstverständlich wir uns inzwischen auf unsere vielen digitalen Möglichkeiten verlassen. Und vielleicht sollten wir bei aller Digitalisierung eines nicht verlernen: miteinander zu reden. Nicht per WhatsApp, nicht über Facebook und nicht über irgendeine App – sondern tatsächlich miteinander. Von Mensch zu Mensch.

Denn wenn irgendwann einmal gar nichts mehr funktioniert, könnte genau das noch funktionieren.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin