NS-Zeitzeuge Karel Hobo stirbt im Alter von 97 Jahren

NS-Zeitzeuge Karel Hobo stirbt im Alter von 97 Jahren

Rosenheim – Ein Leben, das eng mit der NS-Geschichte in Rosenheim verbunden ist, ist zu Ende gegangen: Karel Hobo ist im Alter von 97 Jahren in Neuseeland verstorben. An sein Schicksal erinnert ein Gedenkzeichen am Rosenheimer Bahnhof.

Die Stadt Rosenheim trauert um Karel Hobo, der während des Zweiten Weltkriegs aus den Niederlanden nach Rosenheim verschleppt und dort als Zwangsarbeiter am Bahnhof eingesetzt worden war.

Sein persönliches Tagebuch aus dieser Zeit gilt als außergewöhnlich wertvolles historisches Dokument und wird im Stadtarchiv Rosenheim aufbewahrt. Es ermöglicht einen sehr persönlichen Einblick in das Leben während der NS-Zeit in Rosenheim und enthält unter anderem Schilderungen der alliierten Luftangriffe auf die Stadt in den letzten Kriegsmonaten.

„Mit Karel Hobo verlieren wir einen wichtigen Zeitzeugen, der uns eindrucksvoll vor Augen geführt hat, wohin Ausgrenzung und Unmenschlichkeit führen können“, würdigt Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März den Verstorbenen.

Die Stadt Rosenheim betont, dass die Erinnerung an die NS-Verfolgung in Rosenheim ein zentraler Bestandteil der städtischen Erinnerungskultur bleibt und dauerhaft sichtbar gehalten wird.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Julian Dolan)

Heimtiermarkt bleibt stabil – 33,4 Millionen Tiere in Haushalten

Heimtiermarkt bleibt stabil – 33,4 Millionen Tiere in Haushalten

Deutschland – Trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen bleibt der deutsche Heimtiermarkt im Jahr 2025 auf stabilem Niveau. Besonders deutlich wird die enge Bindung der Menschen zu ihren Tieren: In 43 Prozent der Haushalte in Deutschland lebt mindestens ein Heimtier.

Die Branche erzielte nach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) gemeinsam mit dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) einen Gesamtumsatz von knapp 7 Milliarden Euro. Der stationäre Handel erwirtschaftete gut 5,3 Milliarden Euro, hinzu kamen mehr als 1,5 Milliarden Euro im Online-Handel sowie 134 Millionen Euro für Wildvogelfutter.

„Die gesamtwirtschaftliche Lage ist derzeit für alle herausfordernd, für die Hersteller von Heimtierprodukten ebenso wie für Tierhalterinnen und Tierhalter“, so Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V. „Umso mehr freut uns die insgesamt konstante Entwicklung der Umsätze unserer Branche.“

33,4 Millionen Heimtiere in Deutschland

In deutschen Haushalten lebten 2025 insgesamt 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel. Hinzu kommen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere.

Die Katze bleibt mit 15,7 Millionen Tieren das beliebteste Heimtier und lebt in rund 24 Prozent der Haushalte. Es folgen rund 10 Millionen Hunde in etwa jedem fünften Haushalt. Außerdem wurden 4,4 Millionen Kleintiere sowie 3,3 Millionen Ziervögel gezählt.

In 4 Prozent der Haushalte werden Aquarien mit insgesamt 2,1 Millionen Fischen betrieben. Auch Terrarien und Gartenteiche sind verbreitet, ebenso sogenannte Homefarming-Tiere wie Hühner oder Wachteln in einem kleinen Teil der Haushalte.

„Katzen, Hunde, Nager und Co. können das Leben ihrer Halterinnen und Halter auf vielfältige Weise bereichern und gerade auch in wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten großen Halt geben“, so Georg Müller.

Die Zahlen basieren auf einer haushaltsrepräsentativen Erhebung des Marktforschungsinstituts Skopos im Auftrag von IVH und ZZF.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Abschlussprüfungen bei der IHK starten – für rund 750 Auszubildende aus der Region Rosenheim

Abschlussprüfungen bei der IHK starten – für rund 750 Auszubildende aus der Region Rosenheim

Rosenheim / Landkreis / Region – Rund 750 Auszubildende aus der Region Rosenheim stehen ab Dienstag (28.04.2026) vor einem wichtigen Schritt ihrer Ausbildung: den Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Nach Angaben der IHK beginnen zunächst die schriftlichen Prüfungen für rund 570 Prüflinge in kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen. Dazu zählen unter anderem Einzelhandels-, Bank- und Industriekaufleute. Ab dem 05.05.2026 folgen die Prüfungen für etwa 180 Auszubildende in technischen Berufen wie Industriemechanik, Mechatronik und Elektronik.
Die IHK spricht von mehr als 460 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, aus denen die künftigen Fachkräfte stammen. Hubert Schöffmann, Bereichsleiter Berufliche Bildung der IHK und Bildungspolitischer Sprecher der bayerischen IHKs, betont die Bedeutung der Prüfungen: Die Absolventinnen und Absolventen könnten nach erfolgreichem Abschluss auf gute berufliche Perspektiven bauen. Die Wirtschaft setze auf eigenen Nachwuchs, um im Wettbewerb zu bestehen und künftige Herausforderungen zu meistern.

Schriftlich, mündlich und praktisch gefordert

Um den Berufsabschluss zu erreichen, sind neben den schriftlichen auch mündliche und praktische Prüfungen erforderlich. Diese beginnen laut IHK ab Mitte Mai.
Bayernweit werden die Prüfungen in 60 kaufmännischen und 82 gewerblich-technischen Berufen durchgeführt. Unterstützt wird die IHK dabei von mehr als 7.300 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern aus Unternehmen sowie Lehrkräften der Berufsschulen. Die schriftlichen Prüfungen finden unter anderem im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum (KUKO) statt.
Die IHK verantwortet nach eigenen Angaben rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in Deutschland, gefolgt vom Handwerk sowie weiteren zuständigen Stellen im öffentlichen Dienst und in der Agrarwirtschaft.
(Quelle: Pressemitteilung IHK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Radsport: Remco Evenepoel holt Podium bei Lüttich-Bastogne-Lüttich für Red Bull – Bora – hansgrohe

Radsport: Remco Evenepoel holt Podium bei Lüttich-Bastogne-Lüttich für Red Bull – Bora – hansgrohe

Belgien / Raubling – Starker Auftritt im Radsport-Monument: Remco Evenepoel hat beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich den dritten Platz belegt und damit erneut ein Top-Ergebnis für das Team Red Bull – Bora – hansgrohe eingefahren. Den Sieg sicherte sich Tadej Pogačar vor Paul Seixas, während Evenepoel den Sprint der Verfolgergruppe gewann.

Nach der Flandern-Rundfahrt hat Remco Evenepoel auch sein zweites Monument im Trikot von Red Bull – Bora – hansgrohe als Dritter beendet. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gewann der 26-Jährige den Sprint einer großen Verfolgergruppe hinter Tadej Pogacar und Paul Seixas.
Anders als geplant fand sich Remco gemeinsam mit Nico Denz schon nach wenigen Kilometern in einer riesigen Spitzengruppe wieder, die vom Feld zunächst nicht verfolgt wurde und deswegen einen großen Vorsprung herausfahren konnte. Als es in den entscheidenden Teil des Tages ging, blieb die Zusammenarbeit jedoch auf der Strecke, sodass das Rennen 80 Kilometer vor dem Ziel bei Null begann.

Frühe Ausreißergruppe prägt das Rennen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

An der immer wieder rennentscheidenden Cote de la Redoute bei noch 35 zu fahrenden Kilometern war dann kein Kraut gegen Pogacar und Seixas gewachsen. An der Seite von Jai Hindley, der das Ziel ebenfalls in der großen Verfolgergruppe erreichte, kämpfte Remco darum, alle weiteren Ausreißversuche zu unterbinden, um in Lüttich schließlich noch aufs Podium zu sprinten.

Nach dem Abschluss seiner ersten Saisonphase mit sieben Saisonsiegen, unter anderem dem beim Amstel Gold Race, sowie den beiden Podiumsplatzierungen in den Monumenten, steht für Remco nun eine Pause an. Danach beginnt mit einem Höhentrainingslager und der Tour Auvergne – Rhône-Alpes die Vorbereitung auf die Tour de France.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re) 

Zwei Fahrradstürze an einem Tag – eine Radfahrerin schwer verletzt

Zwei Fahrradstürze an einem Tag – eine Radfahrerin schwer verletzt

Bad Endorf / Frasdorf – Innerhalb weniger Stunden kommt es im Bereich Bad Endorf und Frasdorf (Landkreis Rosenheim)  zu zwei Fahrradstürzen ohne Fremdbeteiligung – in einem Fall endet der Unfall mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Prien stürzte am Sonntag (26.04.2026) gegen 11.30 Uhr ein 39-jähriger Radfahrer in der Hofhammer Straße in Bad Endorf. Er zog sich dabei leichte Verletzungen an der linken Schulter zu.
Am Abend gegen 18.00 Uhr kam es in Frasdorf in der Aschauer Straße zu einem weiteren Unfall. Eine 58-jährige Radfahrerin stürzte und erlitt eine Kopfplatzwunde, eine Gehirnerschütterung sowie eine Schulterfraktur.

In beiden Fällen waren keine weiteren Fahrzeuge beteiligt, teilt die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen trugen die Beteiligten keinen Fahrradhelm.

Die Verletzten wurden jeweils durch den Rettungsdienst erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizeiinspektion Prien hat die Unfälle aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto rre)

Jugendliche randalieren nachts und werfen Pflanze in Fenster

Jugendliche randalieren nachts und werfen Pflanze in Fenster

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Was als Ruhestörung begann, endete in Bad Endorf (Landkreis Rosenheim) in der Nacht auf Montag (27.4.2026) mit einer Sachbeschädigung: Eine Pflanze wurde aus einem Blumenbeet heraus in Richtung eines Wohnungsfensters geworfen.

Gegen 01.45 Uhr meldete ein Zeuge mehrere lautstark randalierende Jugendliche im Bereich der Bahnhofstraße, Abzweigung Moosbauerplatz. Nach Angaben der Polizeiinspektion Prien hielten sich die Personen vor seiner Wohnung auf und sorgten dort für erhebliche Ruhestörung.
Im weiteren Verlauf wurde aus einem gegenüberliegenden Blumenbeet eine Pflanze in Richtung eines Fensters geworfen. Die Jugendlichen flüchteten anschließend vom Ort.

Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.
Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen nimmt die Polizeiinspektion Prien unter der Telefonnummer 08051/90570 entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mann steigt aus Auto aus und läuft Kindern im Bikepark hinterher

Mann steigt aus Auto aus und läuft Kindern im Bikepark hinterher

Edling / Landkreis Rosenheim – Ein weißer Audi, der sich quer über eine Straße stellt, ein Beifahrer, der aussteigt und auf zwei Kinder zugeht – ein Vorfall im Bikepark in Edling (Landkreis Rosenheim), hat am Samstagabend (25.4.2026)  für einen Schreckmoment gesorgt. Die Kinder konnten sich rechtzeitig entfernen und in Sicherheit bringen.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn hielten sich ein 7- und ein 10-jähriges Kind gegen 20.30 Uhr im Bikepark in der Viehhausener Straße in Edling auf. Beim Verlassen des Geländes habe sich ein weißer Audi quer über die Straße gestellt.
Der Beifahrer sei anschließend ausgestiegen und auf die Kinder zugegangen, so die Polizei weiter. Als die Kinder mit ihren Fahrrädern davonfuhren, sei der Mann kurzzeitig hinter ihnen hergelaufen. Ein weiteres Zusammentreffen habe es nicht gegeben. Die Kinder seien im Anschluss sicher zu ihren Erziehungsberechtigten zurückgekehrt.

Nähere Erkenntnisse zum Fahrzeug oder zur Identität des Mannes liegen derzeit nicht vor. Laut Polizei sind bislang keine weiteren gleichgelagerten Vorfälle bekannt.
Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall oder dem Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn unter Telefon 08071/9177-0 zu melden.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, Kinder für den Umgang mit unbekannten Personen zu sensibilisieren. Zudem solle bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend der Polizeinotruf 110 gewählt werden. Von Spekulationen in sozialen Medien oder Messengerdiensten wird abgeraten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Nach Max-Josefs-Platz: Urheberrecht wird auch beim Rosenheimer Bahnhofsvorplatz zum Knackpunkt

Nach Max-Josefs-Platz: Urheberrecht wird auch beim Rosenheimer Bahnhofsvorplatz zum Knackpunkt

Rosenheim – Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes sorgt weiter für Diskussionen: zu viel versiegelte Fläche, zu wenig Schatten. In der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses ging es nun um einen SPD-Antrag, der ein Begrünungs- und Aufenthaltskonzept für den Platz fordert. Doch die Umsetzung stößt auf rechtliche Hürden – das Urheberrecht des damaligen Wettbewerbssiegers spielt eine zentrale Rolle. Kein Einzelfall: Auch die geplante Umgestaltung des Max-Josefs-Platzes gerät dadurch ins Stocken.

Bereits seit den 1980er Jahren gab es Überlegungen zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes (Südtiroler Platz), umgesetzt wurde das Projekt schließlich ab 2020/2021. Schon bei der Einweihung 2024 gab es deutliche Kritik, unter anderem von den Grünen, die von einer „Steinwüste“ sprachen und auf den Verlust von Bäumen hinwiesen (Innpuls.me berichtete).

SPD fordert mehr Grün – Verwaltung prüft Spielraum

Die SPD-Stadtratsfraktion will nun nachbessern und fordert ein Konzept für mehr Begrünung, Schatten und Aufenthaltsqualität. Der Platz heize sich im Sommer stark auf und biete kaum Möglichkeiten zum Verweilen, so die Begründung im Antrag.

Im Ausschuss wurde der Vorstoß grundsätzlich diskutiert, gleichzeitig aber auf die bestehenden rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen verwiesen. Schnell stand dabei die Frage im Mittelpunkt, wie weit eine Umgestaltung überhaupt möglich ist.

Urheberrecht als zentrale Hürde bei Umbauten

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist bei Änderungen am Bahnhofsvorplatz das Urheberrecht des damaligen Wettbewerbssiegers zu beachten. Die Verwaltung will deshalb zunächst mit dem verantwortlichen Architekturbüro klären, welche Anpassungen am Gesamtentwurf zulässig sind.

INFO-BOX: Urheberrecht bei der Umgestaltung öffentlicher Plätze

Bei der Planung und Gestaltung öffentlicher Räume wie Plätzen oder Straßen können Architekten und Planer Urheberrechte am Entwurf besitzen, wenn dieser eine ausreichende gestalterische Eigenleistung aufweist.

Wird ein Projekt im Rahmen eines Wettbewerbs vergeben und anschließend umgesetzt, bleiben bestimmte Rechte beim Urheber bestehen. Dazu gehört insbesondere der Schutz vor wesentlichen Veränderungen, die das Gesamtkonzept oder die gestalterische Wirkung des Entwurfs verändern.

Für Kommunen bedeutet das: Umbauten oder Weiterentwicklungen sind grundsätzlich möglich, müssen aber entweder vertraglich geregelt oder mit dem Urheber abgestimmt werden. Gleichzeitig können öffentliche Interessen wie Barrierefreiheit, Klimaanpassung, Sicherheit oder veränderte Nutzungsanforderungen eine Anpassung rechtfertigen.
In der Praxis führt das regelmäßig zu Abwägungen zwischen dem Schutz des ursprünglichen Entwurfs und den veränderten Anforderungen an öffentliche Räume.

Zusätzlich müssen auch Vorgaben des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Deutschen Bahn berücksichtigt werden. Teile des Areals sind weiterhin als Evakuierungs- und Sammelflächen vorgesehen. Auch mögliche Auswirkungen auf Städtebaufördermittel aus dem ursprünglichen Wettbewerb von 2012 werden geprüft.

Stadtdezernent Herbert Hoch verwies im Ausschuss darauf, dass sich die Bewertung solcher Flächen im Laufe der Jahre verändert habe. 2012 sei das Thema Hitzeschutz noch deutlich weniger im Fokus gewesen.

Grünen-Stadtrat Franz Lukas widersprach dieser Einschätzung deutlich: „Ich bin schon erstaunt, dass 2012 eine andere Denkweise war. Ich bin mir sicher, dass meine Fraktion damals schon was zu den Bäumen gesagt hat. Es ist natürlich schön, wenn die Erkenntnis kommt, aber schon beschämend, wenn es dafür 14 Jahre dauert“.

Auch aus anderen Fraktionen kam Kritik am aktuellen Zustand. SPD-Stadträtin Gabriele Leicht machte mit Blick auf den Brandschutz deutlich: „So ein Feuerwehrauto kann ja auch mal über eine Wiese fahren.“

Freie-Wähler-Stadträtin Dr. Beate Burkl sprach sich ebenfalls für mehr Grün aus und regte an, wieder Bäume in den Bereich zu integrieren. Ohne diese wirke der Platz schnell „wie eine Wüste“, so ihre Einschätzung.

Im Anschluss an die Diskussion kündigte die Verwaltung an, zunächst alle offenen Punkte zu klären – insbesondere im Austausch mit dem Architekturbüro, der Deutschen Bahn sowie den zuständigen Sicherheitsbehörden. Erst danach soll über das weitere Vorgehen im Gremium entschieden werden.

Parallelfall in der Stadt: Max-Josefs-Platz ebenfalls betroffen

Dass Urheberrechte kommunale Umgestaltungen deutlich beeinflussen können, zeigt sich auch am Max-Josefs-Platz in Rosenheim. Dort soll seit längerem eine barrierefreie Verbesserung umgesetzt werden.

Ziel ist es, das historische, unebene Kopfsteinpflaster besser begehbar zu machen – insbesondere für Menschen mit Gehhilfen, Rollstühlen oder Kinderwagen. Vorgesehen ist ein pragmatischer Ansatz: Das bestehende Pflaster soll weitgehend erhalten bleiben, ergänzt um einen glatten, fugenfreien Streifen zur barrierefreien Querung.

Der Stadtrat hatte diesem Vorgehen grundsätzlich zugestimmt  Auch zusätzliche barrierefreie Anbindungen wurden diskutiert.

Zuletzt kam jedoch die Ernüchterung: Der ursprünglich mit der Gestaltung beauftragte Planer beruft sich Medienberichten zufolge auf sein Urheberrecht. Dadurch liegt der geplante Umbau derzeit auf Eis – auch hier sind weitere Abstimmungen zwischen Stadt und Architekt erforderlich.

Weiterer Lesestoff passend zum Artikel:
Weiteres Vorgehen der Stadt

Nach Angaben der Stadtverwaltung will diese nun mit dem Preisträger des Wettbewerbs „Bahnhofvorplatz Rosenheim“ in Kontakt treten, um zu klären, welche Änderungen am Gesamtentwurf grundsätzlich möglich sind. Dabei ist das Urheberrecht des Planers zwingend zu berücksichtigen.

Parallel dazu müssen auch der Brand- und Katastrophenschutz sowie die Deutsche Bahn eingebunden werden. Zu klären ist insbesondere, welche Flächen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes für mögliche Umgestaltungen zur Verfügung stehen und welche weiterhin als Evakuierungs- und Sammelflächen freigehalten werden müssen.

Darüber hinaus verweist die Verwaltung darauf, dass für die Umsetzung des Wettbewerbs im Jahr 2012 Städtebaufördermittel geflossen sind. Offen ist daher auch, ob Fördergeber einer Umplanung zugunsten von mehr Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität zustimmen würden.

Erst nach Klärung dieser offenen Punkte soll im zuständigen Gremium über das weitere Vorgehen entschieden werden.
(Quelle: Artikel: Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Babybegrüßungsfest in Rosenheim: Treffpunkt für junge Familien

Babybegrüßungsfest in Rosenheim: Treffpunkt für junge Familien

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim lädt am 8. Mai zum traditionellen Babybegrüßungsfest ein: Im Bildungswerk Rosenheim erhalten Eltern von Neugeborenen Informationen zu Angeboten rund um Familie, Gesundheit und Erziehung. Organisiert von der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen Rosenheim bietet die Veranstaltung neben Beratung und Austausch auch ein Willkommensgeschenk für die jüngsten Bürger.

Die Feier für alle Neugeborenen der letzten Monate und deren Familien beginnt um 14:30 Uhr im Bildungswerk Rosenheim, Pettenkoferstraße 5.
Das Babybegrüßungsfest bietet frischgebackenen Eltern die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen, sich auszutauschen und sich über die vielfältigen Unterstützungsangebote rund um die Themen Familie, Erziehung und Gesundheit in Rosenheim zu informieren.

Informationen, Begegnung und ein Geschenk für die Kleinsten

Zum Beispiel wird die Familienplattform familien-rosenheim.de vorgestellt, die einen umfassenden Überblick über lokale Angebote und Veranstaltungen liefert. Und auch über Kinderrechte kann man Einiges erfahren. Am Stand der städtischen Initiative „Platz für Kinderrechte“ können Eltern erste Einblicke in die Thematik gewinnen und sich über deren Bedeutung im Familienalltag informieren.
Neben den informativen Programmpunkten und einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen dürfen sich die Familien auf den Wärmeotter “Rotti“ als Willkommensgeschenk freuen. Rotti spendet wohlige Wärme, tröstet, beruhigt und begleitet die Kinder in ihren ersten Lebensmonaten.

Organisiert wird das Fest von der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen- KoKi des Jugendamtes der Stadt Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem kath. Bildungswerk Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Fahrplanabweichungen im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen / Rosenheim – Fahrgäste im Raum Holzkirchen sowie entlang der Strecke München – Rosenheim – Kufstein müssen sich Anfang Mai auf Einschränkungen einstellen: Aufgrund von Bauarbeiten der DB InfraGO AG kommt es vom 5. bis 7. Mai 2026 im Netz Chiemgau-Inntal der Bayerische Regiobahn zu Fahrplanabweichungen, Teilausfällen und Schienenersatzverkehr.

Die DB InfraGO AG führt Bauarbeiten durch, die von Dienstag, 5. bis Donnerstag, 7. Mai, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im Netz Chiemgau-Inntal haben. Auf der Strecke München Hauptbahnhof – Rosenheim – Kufstein kommt es nachts bei einzelnen Verbindungen zu Fahrplanabweichungen, Teilausfällen und Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Rosenheim und Brannenburg beziehungsweise Kufstein und Brannenburg. Die Busse fahren zu anderen Zeiten als die Züge im Regelfahrplan.

Fahrgäste finden auf der Webseite (www.brb.de) Sonderfahrpläne zum Download. Im Sonderfahrplan nicht aufgeführte Zugverbindungen fahren an allen Tagen ohne Abweichung nach dem Regelfahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Pfarrgemeinderäte in die Traunsteiner Stadtkirche St. Oswald eingeführt

Neue Pfarrgemeinderäte in die Traunsteiner Stadtkirche St. Oswald eingeführt

Traunstein  – In den Pfarreien der Stadtkirche Traunstein sind am 1. März 2026 die neuen Pfarrgemeinderäte gewählt worden. Die Gremien gestalten in den kommenden vier Jahren das kirchliche Leben vor Ort mit und beraten gemeinsam mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern über pastorale Fragen in den Gemeinden.

Mit einem Gottesdienst wurden die Staffelstäbe der Pfarrgemeinderäte innerhalb der Stadtkirche Traunstein weitergereicht. Fotos: Hubert Hobmaier

Mit einem Gottesdienst wurden die Staffelstäbe der Pfarrgemeinderäte innerhalb der Stadtkirche Traunstein weitergereicht. Fotos: Hubert Hobmaier

Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Stadtpfarrkirche St. Oswald wurden nun die ausgeschiedenen Mitglieder der Pfarrgemeinderäte der Stadtkirche Traunstein verabschiedet und die neu gewählten Gremien offiziell vorgestellt. Zur Stadtkirche gehören die Pfarreien Haslach, Heilig Kreuz, Kammer, St. Oswald und Surberg.
Den Gottesdienst gestalteten Stadtpfarrer Konrad Roider, Pfarrvikar Josef Heiß, Diakon Tobias Raab, die Gemeindereferenten Monika Angerer und Uli Englmaier sowie Verwaltungsleiterin Elke Küblböck.

„Ostern ist der Anfang von allem Neuem“

In seiner Predigt betonte Stadtpfarrer Konrad Roider: „Ostern ist der Anfang von allem Neuem“ und wünschte insbesondere den neu gewählten Mitgliedern, das christliche Wirken im Alltag und in den Aufgaben der Pfarreien sichtbar zu machen.
Zum Abschluss wurden die neuen sowie die bestehenden Pfarrgemeinderäte der einzelnen Pfarreien namentlich vorgestellt. In St. Oswald übernimmt Silke Slodczyk den Vorsitz, unterstützt von Mariya Diener und Markus Schmid als Stellvertretung. Weitere Mitglieder sind unter anderem Waltraud Grill, Dr. Elisabeth Blakert und Johannes Engel.
In Heiligkreuz steht Corinna Heintel dem Gremium vor, in Haslach Viktoria Schwarzer und in Kammer Dr. Martin Pohl. In Surberg führt Josef Wimmer den Pfarrgemeinderat.
Im Anschluss wurden die ausgeschiedenen Mitglieder der Pfarrgemeinderäte mit Dankurkunden und kleinen Geschenken verabschiedet. In St. Oswald waren dies unter anderem Mitglieder mit Amtszeiten von zwei bis 20 Jahren.

Stehempfang zum Ausklang

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Stehempfang statt. Dabei nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum Austausch über die vergangene Amtszeit und die kommenden Aufgaben in den Pfarrgemeinderäten.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

TH-Professorin Claudia Schäfle erhält bayerischen „Preis für gute Lehre“

TH-Professorin Claudia Schäfle erhält bayerischen „Preis für gute Lehre“

Rosenheim / Augsburg – Professor Dr. Claudia Schäfle von der Technischen Hochschule Rosenheim ist mit dem „Preis für gute Lehre“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde im Rahmen des „Bayerischen Tags für gute Lehre“ in Augsburg verliehen.

Nach Angaben des Ministeriums werden mit dem Preis herausragende Leistungen in der Hochschullehre gewürdigt. Insgesamt wurden 21 Lehrende aus ganz Bayern ausgezeichnet. Wissenschaftsminister Markus Blume betonte bei der Verleihung: „Gute Lehre ist der Herzschlag der Wissenschaft. […] Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind Helden der Lehre und machen den Unterschied im Hörsaal.“

Innovative Lehrkonzepte im Einsatz

Professor  Dr. Claudia Schäfle lehrt an der Fakultät für Angewandte Natur- und Geisteswissenschaften Grundlagen der Physik sowie Strömungsmechanik. Sie setzt nach Angaben der Hochschule auf eine studierendenzentrierte, wissenschaftlich fundierte Didaktik. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Konzepte wie Just-in-Time Teaching, Peer Instruction sowie das SCALE-UP-Lernraumkonzept.

An der TH Rosenheim wurden unter ihrer Mitwirkung zwei SCALE-UP-Lehrräume eingerichtet, die kollaboratives Lernen ermöglichen und inzwischen auch als Vorbild für andere Hochschulen dienen.

Die Wirkung der Lehrmethoden sei laut Hochschule auch messbar, unter anderem durch gesteigerte Bestehensquoten und positives Feedback der Studierenden.

Professor Dr. Schäfle erklärte zu ihrem Lehrverständnis: „Gute Lehre ist für mich studierendenzentriert, aktivierend und auf tiefes Konzeptverständnis ausgerichtet, schafft Raum für Austausch und begleitet Lernprozesse wissenschaftsbasiert.“

Die Nominierung für den Lehrpreis erfolgte auch durch Studierende. Der studentische Vertreter Benedikt Hammerschmid sagte dazu: „Durch gezielte Unterstützung schafft sie es, ein tieferes Verständnis zu fördern und die Studierenden zur eigenständigen Auseinandersetzung mit den Inhalten zu motivieren.“

Die Hochschulleitung der Technischen Hochschule Rosenheim gratulierte zur Auszeichnung. Präsident Prof. Heinrich Köster erklärte: „Mit Prof. Dr. Claudia Schäfle verfügt unsere Hochschule über eine Lehrpersönlichkeit, die Maßstäbe setzt. Ihr Engagement verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit innovativer Didaktik und wirkt weit über die Hochschule hinaus.“
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Axel König/StMWK)