Tarifstreit in der Milchwirtschaft: NGG kündigt weitere Warnstreiks an

Tarifstreit in der Milchwirtschaft: NGG kündigt weitere Warnstreiks an

München / Bayern – Im Tarifstreit der bayerischen Milchwirtschaft drohen weitere Warnstreiks. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kündigt Arbeitsniederlegungen in Molkereien und Käsereien an. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband.

Betroffen sind rund 19.000 Beschäftigte in der bayerischen Milchwirtschaft. Nach Darstellung der NGG haben die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde ihr bisheriges Angebot zurückgezogen. „Das ist eine Rolle rückwärts. Das ist beispiellos. Und das ist eine unglaubliche Provokation – eine knallharte Kampfansage“, sagt Mustafa Öz, Landesvorsitzender der NGG Bayern.

Unterschiedliche Vorstellungen bei Löhnen und Entlastung

Nach Angaben der Gewerkschaft hatte der Arbeitgeberverband der bayerischen Ernährungswirtschaft zunächst zwei zusätzliche Entlastungstage in Aussicht gestellt, diese Zusage aber wieder zurückgenommen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht. Die Verhandler des Arbeitgeberverbandes brüskieren damit die Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft und diskreditieren das Arbeitgeberlager. Denn die wichtigste Währung am Tariftisch ist gegenseitiges Vertrauen. Genau das hat der Arbeitgeberverband jetzt aber aufs Spiel gesetzt“, sagt Öz.
Die NGG fordert in der aktuellen Tarifrunde ein Lohnplus von 4,1 Prozent für zwölf Monate. Für Auszubildende verlangt die Gewerkschaft 80 Euro mehr pro Monat sowie eine zusätzliche Zahlung im Umfang von fünf Arbeitstagen zur flexiblen Nutzung.

Die Arbeitgeber hätten zuletzt 2,1 Prozent für 13 Monate angeboten, teilt die NGG mit. Außerdem kritisiert die Gewerkschaft, dass die Arbeitgeber die Übernahme der Fahrkosten zur Berufsschule für Auszubildende nicht anpassen wollten. „Sie waren nicht einmal bereit, für ihre Auszubildenden die Übernahme der Fahrkosten zur Berufsschule anzupassen. Insgesamt sind die Arbeitgeber damit auf ihr Einstiegsangebot aus der ersten Verhandlungsrunde am 10.06.2026 zurückgefallen. Es ist eine Tarifverhandlung im Rückwärtsgang: Ein bislang einmaliger skurriler Prozess“, sagt Mustafa Öz.

NGG bereitet Warnstreiks vor

Die Gewerkschaft kündigt an, die Arbeitskampfmaßnahmen auszuweiten. Mustafa Öz spricht dabei von einem möglichen „Milch-Blackout“ in Bayern. „Die Produktion von Milchprodukten wird landesweit in mehreren Betrieben und vor allem auch für längere Zeit zum Stillstand kommen, als das bislang jemals bei Warnstreiks der Fall war. Bayern steht vor einem ‚Milch-Blackout‘“, sagt Öz.

Die NGG erklärt, in den kommenden Wochen seien ausgeweitete und flächendeckende Warnstreiks in der bayerischen Milchwirtschaft möglich.

Gewerkschaft verweist auf Belastung der Beschäftigten

Als Begründung für ihre Forderungen verweist die NGG auf die Arbeitsbedingungen in der Branche. Nach Einschätzung der Gewerkschaft sei die Menge der in Bayern verarbeiteten Milch gestiegen, während die Zahl der Beschäftigten in vielen Betrieben gleich geblieben oder gesunken sei.
„Die Tonnen an Milch, die in Bayern verarbeitet werden, werden mehr. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Beschäftigten in den meisten Betrieben konstant oder sie sinkt sogar. Das bedeutet für die Beschäftigten mehr Arbeit – und das für viele frühmorgens, spätabends, nachts und auch am Wochenende. Denn die Michverarbeitung läuft im 24-Stunden-Schichtsystem“, sagt Mustafa Öz.

Die Gewerkschaft warnt außerdem vor einem zunehmenden Fachkräftemangel. Um Beschäftigte zu halten und neue Mitarbeiter zu gewinnen, seien aus Sicht der NGG bessere Lohnbedingungen notwendig.„Es ist höchste Zeit für den Arbeitgeberverband, zu überlegen, wie die Boomer, die in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden, ersetzt werden können. Ansonsten droht der Milchwirtschaft in Bayern ein erheblicher Fachkräftemangel. Um den zu verhindern, müssen jetzt Lohnanreize gesetzt werden“, so Öz.

Die NGG verweist zudem auf die wirtschaftliche Lage der Branche und erklärt, die Milchwirtschaft arbeite in Bayern profitabel. Der Lohnkostenanteil liege nach Angaben der Gewerkschaft im Durchschnitt bei sieben Prozent.

Arbeitgeber und Gewerkschaft weiter auseinander

Die NGG kritisiert, dass die Arbeitgeber auch nach mehreren Warnstreiks bislang nicht ausreichend auf die Forderungen eingegangen seien. „Es wird in den kommenden Wochen ausgeweitete und flächendeckende Warnstreiks in der Milchwirtschaft Bayerns geben“, kündigt Mustafa Öz an.’Die Gewerkschaft erklärt, die Streiks würden erst beendet, wenn die Arbeitgeber mit einem aus ihrer Sicht verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch zurückkehren.
(Quelle: Pressemitteilung NGG Bayern / Bearbeitung: Karin Wunsam)

Frasdorfer Tanzlmusi spielt bei „Aufg’spuit!“ in Bad Aibling

Frasdorfer Tanzlmusi spielt bei „Aufg’spuit!“ in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Zünftige Volksmusik, bayerische Tradition und geselliges Beisammensein: Die Veranstaltungsreihe „Aufg’spuit! Handgemachte Heimatklänge“ lädt am Donnerstag, 30. Juli, wieder in den Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling ein.

Von 19 bis 21.30 Uhr sorgt die Frasdorfer Tanzlmusi mit Märschen, Polkas, Landlern und almerischen Weisen für musikalische Unterhaltung. Die Musikgruppe spielt seit mehr als 50 Jahren gemeinsam und wurde 2014 für ihre Verdienste um die Pflege der Volksmusik mit dem Kulturpreis des Landkreises Rosenheim ausgezeichnet.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, Küche und Ausschank öffnen bereits um 18.30 Uhr. Die Plätze im Brunnenhof sind überdacht, sodass die Veranstaltung auch bei Regen stattfinden kann.
Die Reihe ist Teil des Open Air Kultursommers 2026. Weitere Informationen und das gesamte Programm gibt es unter www.bad-aibling.de.
(Quelle: Pressemitteilung AIB-KUR GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Frasdorfer Tanzlmusi Copyright Frasdorfer Tanzlmusi)

Kultur im Park: „Die Haberer“ bringen Austropop nach Bad Aibling

Kultur im Park: „Die Haberer“ bringen Austropop nach Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Die Konzertreihe „Kultur im Park“ sorgt auch in diesem Sommer wieder für stimmungsvolle Freitagabende im Brunnenhof des Kurhauses in Bad Aibling. Am Freitag, 31. Juli, steht die Band „Die Haberer“ auf der Bühne.

Das Quintett präsentiert bekannte Austropop- und Mundart-Hits von Künstlern wie Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, STS, der Spider Murphy Gang und Willy Michl.
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr und endet gegen 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Ausschank und Küche öffnen bereits um 18.30 Uhr. Die meisten Plätze sind überdacht, bei schlechtem Wetter wird – sofern möglich – in den Saal ausgewichen. Weitere Informationen gibt es unter www.bad-aibling.de/open-air-kultursommer oder telefonisch unter 08061 90800 (bis 17.30 Uhr).
(Quelle: Pressemitteilung AIB-KUR GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Copyright 2023 DIE HABERE)

Vom Kitten bis zur Seniorkatze: Was Katzen in jedem Alter wirklich brauchen

Vom Kitten bis zur Seniorkatze: Was Katzen in jedem Alter wirklich brauchen

Deutschland / Bayern – Katzen begleiten ihre Halter oft viele Jahre, und mit jedem Lebensabschnitt verändern sich ihre Bedürfnisse. Während junge Stubentiger vor allem spielerisch die Welt entdecken, legen erwachsene Katzen Wert auf Routinen. Im Alter rücken Komfort, Gesundheit und regelmäßige Kontrollen in den Mittelpunkt. Worauf Katzenhalter in den einzelnen Lebensphasen achten sollten erfährt man hier.

Die ersten Lebensmonate sind für Katzen eine besonders wichtige Entwicklungsphase. Kitten sind neugierig, verspielt und sammeln täglich neue Erfahrungen. In dieser Zeit werden entscheidende Grundlagen für ihr späteres Verhalten gelegt, sowohl im Umgang mit Menschen als auch mit anderen Katzen oder Haustieren.
„Gerade in der Kittenphase lernen Katzen fürs Leben“, sagt Tierärztin Dr. Franziska Kuhne, die in ihrer Praxis Fachtierärztliche Verhaltensberatungen für Hunde und Katzen anbietet. „Positive Erfahrungen, regelmäßige Beschäftigung und ein sicher gestaltetes Umfeld helfen, Vertrauen zu entwickeln. Erste feste Routinen, etwa bei der Fütterung oder Fellpflege, geben Orientierung im Alltag. Ganz wichtig ist außerdem das sogenannte Medical Training für spätere Tierarztbesuche: Die Katze sollte sich von klein auf daran gewöhnen, einfühlsam an den sensiblen Pfoten, Ohren oder im Gesicht berührt zu werden.“

Auch abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten fördern die geistige und körperliche Entwicklung junger Katzen. Gleichzeitig geben feste Abläufe Sicherheit und erleichtern den Alltag.

Erwachsene Katzen mögen feste Routinen

Mit etwa einem Jahr gelten Katzen als ausgewachsen. Jetzt zeigt sich ihr individueller Charakter besonders deutlich. Viele Tiere bleiben verspielt und aktiv, bevorzugen jedoch einen geregelten Alltag.
„Erwachsene Katzen sind Gewohnheitstiere“, erklärt die Expertin. „Veränderungen sollten nun nur noch langsam und mit Geduld eingeführt werden, um Stress zu vermeiden.“

Neben täglicher Beschäftigung gehören Kratzmöglichkeiten, erhöhte Liegeflächen und ruhige Rückzugsorte zu den wichtigsten Bedürfnissen erwachsener Katzen. Eine abwechslungsreiche Umgebung sorgt zusätzlich dafür, dass die Tiere geistig ausgelastet bleiben.

Seniorkatzen brauchen mehr Ruhe und Aufmerksamkeit

Ab etwa sieben Jahren zeigen viele Katzen erste Alterserscheinungen. Spätestens zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr gelten sie als Senioren. Mit zunehmendem Alter werden Ruhephasen länger, die Aktivität nimmt ab und auch die Beweglichkeit lässt nach.

„Bei den Liegeplätzen sollte man jetzt mehr darauf achten, dass sie leicht erreichbar sind“, so Dr. Kuhne. „Ebenso ändert sich das Fressverhalten, sodass die Ernährung angepasst werden muss. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen dabei, dass die Katze ein gesundes Gewicht hält.“

Schmerzen bleiben oft unbemerkt

Katzen gelten als Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Statt offensichtlicher Beschwerden ziehen sich viele Tiere zurück oder wirken ungewöhnlich ruhig.
„Leider werden Schmerzen mit steigendem Alter immer wahrscheinlicher. Verhält sich die Katze also plötzlich verdächtig unauffällig, sollte man sie aufmerksam beobachten“, rät die Tierärztin.

Auch Veränderungen des Fells, der Bewegungen oder des allgemeinen Verhaltens sollten ernst genommen werden. Da im Alter zudem Seh- und Hörvermögen nachlassen können, empfehlen Experten regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Jede Lebensphase stellt andere Ansprüche

Vom neugierigen Kitten über die routinierte erwachsene Katze bis hin zum ruhigen Senior verändern sich die Ansprüche der Tiere kontinuierlich. Wer die jeweiligen Bedürfnisse kennt und Haltung, Beschäftigung sowie Pflege entsprechend anpasst, schafft die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes und glückliches Katzenleben.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue E-Ladesäulen in Eggstätt in Betrieb

Neue E-Ladesäulen in Eggstätt in Betrieb

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – In Eggstätt  (Landkreis Rosenheim) stehen künftig zwei weitere öffentliche Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Die Gemeinde hat am Rathausplatz und am Hartseeparkplatz neue E-Ladesäulen in Betrieb genommen.

Am Hartseeparkplatz wurde die neue Ladesäule offiziell von Bürgermeister Christoph Kraus, Geschäftsleiter Johannes Halser und Thomas Paffenzeller, Referent für regionale Projekte bei Energie Südbayern GmbH, in Betrieb genommen. Auch am Rathausplatz können Elektrofahrzeuge nun geladen werden.
„Ich freue mich, dass wir endlich in die Umsetzung gekommen sind. E-Ladesäulen auf kommunalem Grund sind inzwischen Standard – wir werden je nach Bedarf eine Aufrüstung ansteuern.“, so Bürgermeister Kraus.

Am Rathausplatz stehen eine 50-Kilowatt-Schnellladesäule (Alpitronic Hypercharger 50) sowie eine Normalladesäule (Mennekes Amedio) zur Verfügung. Der Standort am Hartseeparkplatz wurde mit einer Normalladesäule (ebenfalls Mennekes Amedio) ausgestattet.
Am Hartsee wurde außerdem bereits die bauliche Voraussetzung für eine spätere Erweiterung um eine weitere Ladesäule mit zwei Ladeplätzen geschaffen.

Eine Übersicht über öffentliche Ladesäulen in Bayern sowie Informationen zum aktuellen Status der Ladepunkte bietet der Ladeatlas Bayern. Dort können Nutzer unter anderem sehen, ob ein Ladepunkt frei, belegt oder defekt ist.
(Quelle: Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Gemeinde Eggstätt)

Kulturstrand Rosenheim startet wieder am Innspitz

Kulturstrand Rosenheim startet wieder am Innspitz

Rosenheim – Musik unter freiem Himmel gibt es auch in diesem Sommer wieder am Rosenheimer Innspitz. Vom 30. Juli bis zum 22. August lädt der Kulturstrand Rosenheim zu insgesamt zwölf Konzertabenden mit unterschiedlichen Musikrichtungen ein. Der Eintritt ist frei.

Initiiert vom Kulturamt der Stadt Rosenheim, findet der Kulturstrand jeweils von Donnerstag bis Samstag statt. Die Konzerte beginnen um 18 Uhr, das Gelände öffnet bereits um 17 Uhr.

Von Rock und Soul bis Liedermacher und Volksmusik

Das Programm ist auch 2026 breit gefächert. Zum Auftakt spielt das Toby Heinz Trio akustische Versionen bekannter Rock-, Pop- und Soulklassiker. Danach folgen unter anderem Leo Meixner mit einer Verbindung aus Volksmusik und Liedermacherkunst sowie Folxklub mit einer Mischung aus traditionellen Einflüssen und modernen Elementen.

Weitere Programmpunkte sind Groove-Pop mit JB’S FIRST, ein Liedermacherprogramm des jannemacher Trios sowie Soul- und Jazzmusik von SoulSofa. Strawanza bringt tanzbare Musik auf die Bühne, Taxi YéYé steht für eingängige Popstücke. Außerdem treten Endton mit Vero Reiser, die Jugendband Los Colitas, das Susi Weiss Trio und zum Abschluss die HulaBoys mit Rock’n’Roll-Elementen auf.

Nachwuchstalente bekommen Bühnenzeit

Ein Schwerpunkt des Kulturstrands liegt auch in diesem Jahr auf der Förderung junger Musiker aus der Region.
Mit Sevi & Juli, dem Duo Schroeder & Dunker sowie Theo Horbaschek erhalten drei Nachwuchsacts die Möglichkeit, im Vorprogramm etablierter Bands aufzutreten. Die jungen Musiker waren Teilnehmer des diesjährigen Jugendmusikpreises und bekommen damit Gelegenheit, Bühnenerfahrung vor einem größeren Publikum zu sammeln.
(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Das Programm im Überblick
  • Donnerstag, 30. Juli: Toby Heinz Trio
  • Freitag, 31. Juli: Leo Meixner
  • Samstag, 1. August: Folxklub
  • Donnerstag, 6. August: JB’S FIRST
  • Freitag, 7. August: Susi Weiss Trio
  • Samstag, 8. August: jannemacher Trio
  • Donnerstag, 13. August: SoulSofa
  • Freitag, 14. August: Strawanza
  • Samstag, 15. August: Taxi YéYé
  • Donnerstag, 20. August: Endton Band mit Vero Reiser
  • Freitag, 21. August: Los Colitas
  • Samstag, 22. August: HulaBoys

Alle Konzerte finden am Innspitz statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Vor der Sitzung: Wie gut ist Rosenheim auf Starkregen vorbereitet?

Vor der Sitzung: Wie gut ist Rosenheim auf Starkregen vorbereitet?

Rosenheim – Starkregen, mögliche Überflutungsgefahren und die Zukunft der Abwasserentsorgung: Im Werkausschuss der Stadtentwässerung Rosenheim stehen am Mittwoch, 22. Juli, mehrere Themen auf der Tagesordnung, die wichtige Fragen zur Infrastruktur der Stadt betreffen. Besonders interessant dürften die Ergebnisse der Starkregenhinweiskarte für den Südosten und Südwesten Rosenheims sowie die Inbetriebnahme der neuen Abwasserleitung aus Raubling sein.

Der Werkausschuss der Stadtentwässerung tagt am morgigen Mittwoch. Die Sitzung ist öffentlich. Wie immer stehen mehrere Punkte auf der Tagesordnung. Zwei Themen könnten dabei für viele Bürger besonders interessant sein.

Starkregen: Welche Bereiche sind besonders gefährdet?

Starkregenereignisse können innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen bringen und auch dort für Überschwemmungen sorgen, wo kein Fluss oder Bach in der Nähe ist. Um besser einschätzen zu können, welche Bereiche im Stadtgebiet besonders betroffen sein könnten, erarbeitet die Stadt Rosenheim derzeit eine Starkregenhinweiskarte.
Bereits im Juni 2025 hatte die Stadt über die laufenden Arbeiten informiert. Die Karte soll zeigen, wo bei außergewöhnlichen oder extremen Niederschlagsereignissen Wasser abfließen kann, welche Fließwege entstehen und welche Überflutungstiefen möglich sind.
Nun werden im Werkausschuss die Ergebnisse für die Bereiche Süd-Ost und Süd-West vorgestellt. Dabei geht es um die Frage: Welche Gefahren ergeben sich in diesen Stadtteilen bei starken Regenfällen und welche Erkenntnisse können daraus für den Schutz von Gebäuden und Grundstücken gewonnen werden?

Die Starkregenhinweiskarte soll Bürgern, Immobilieneigentümern und Bauplanern helfen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu treffen.

Abwasser aus Raubling: Rosenheimer Kläranlage übernimmt weitere Aufgaben

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betrifft die Zusammenarbeit zwischen Rosenheim und Raubling. Die Gemeinde Raubling leitet ihr Schmutzwasser künftig direkt zur Kläranlage der Stadt Rosenheim.

Hintergrund ist die alte Kläranlage in Pfraundorf, die nach rund 30 Jahren Betrieb technisch an ihre Grenzen gekommen war. Nach längeren politischen und wirtschaftlichen Überlegungen entschied sich die Gemeinde für eine Kooperation mit Rosenheim statt für einen Neubau der eigenen Anlage.
Dafür wurde eine rund drei Kilometer lange Abwasserdruckleitung zwischen Raubling und Rosenheim gebaut. Die neue Pumpstation in Pfraundorf ging im April 2026 in Betrieb.

Für Raubling bedeutet die Zusammenarbeit eine langfristige Lösung für die Abwasserentsorgung. Rosenheim übernimmt damit neben den eigenen Abwässern auch weiterhin Aufgaben für mehrere Umlandgemeinden. Im Ausschuss geht es nun um die Bekanntgabe der  Inbetriebnahme.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Buchtipp: „Bitter – das neue Süß“: Wie heimische Kräuter Körper und Geist bereichern

Buchtipp: „Bitter – das neue Süß“: Wie heimische Kräuter Körper und Geist bereichern

Rosenheim – Bitterstoffe galten lange Zeit als unerwünschter Geschmack und wurden aus vielen Obst- und Gemüsesorten regelrecht herausgezüchtet. Mit ihrem Buch „Bitter – das neue Süß. Leber und Seele regenerieren“ lädt die österreichische Kräuterexpertin Margot Fuchs dazu ein, diese fast vergessenen Pflanzenstoffe neu zu entdecken. Entstanden ist ein ebenso informatives wie liebevoll gestaltetes Sachbuch, das wissenschaftliche Erkenntnisse, traditionelles Kräuterwissen und zahlreiche praktische Tipps miteinander verbindet.

Cover. Foto: re

Das Buchcover. Foto: re

Margot Fuchs lebt im Bregenzerwald in Vorarlberg, den sie als ihren persönlichen Kraftort und wichtigste Inspirationsquelle beschreibt. Nach 18 Jahren in der Gastronomie entschied sie sich für einen neuen Weg und widmet sich seither mit großer Leidenschaft der Kräuterheilkunde. Sie ist diplomierte Kräuterexpertin der Vereinigung FNL (Freunde Naturgemäßer Lebensweise), zertifizierte Knospenexpertin, Buchautorin und Referentin. Seit vielen Jahren vermittelt sie ihr Wissen in Seminaren und stellt hochwertige Kräuterprodukte her.

Eine faszinierende Idee als Ausgangspunkt

Bereits im Vorwort nimmt Margot Fuchs ihre Leser mit auf ihre persönliche Reise. Auslöser war ein Zeitungsartikel über eine alte Vorstellung der Volksheilkunde: die Idee, dass die Natur dem Menschen genau die Pflanzen zur Verfügung stellt, die er gerade braucht. Diese als Signaturenlehre oder Resonanzprinzip bekannte Denkweise hat eine lange Tradition und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Auch wenn diese Sichtweise wissenschaftlich nicht belegt ist, regt sie zum Nachdenken an. Margot Fuchs versteht sie vor allem als Einladung, die Natur vor der eigenen Haustür wieder bewusster wahrzunehmen. Tatsächlich lässt sich aus ökologischer Sicht nachvollziehen, dass Pflanzen auf bestimmte Boden- und Umweltbedingungen reagieren – auch wenn sie natürlich nicht mit einer gezielten Absicht wachsen.

Bitterstoffe neu entdecken

Im Mittelpunkt des Buches stehen jedoch die Bitterstoffe selbst. Margot Fuchs beschreibt, welche Bedeutung sie nach ihrer Auffassung für das Wohlbefinden haben und wie sie sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen.

Dabei greift sie auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf.  Bitterstoffe regen unter anderem die Bildung von Speichel sowie Verdauungssäften an und unterstützen dadurch die Verdauung. Darüber hinaus beschreibt die Autorin, welche positiven Auswirkungen Bitterstoffe ihrer Ansicht nach auf Stoffwechsel, Leber und das allgemeine Wohlbefinden haben können.

Vom Kräuterwissen bis zur eigenen Hausapotheke

Besonders gelungen ist der hohe Praxisbezug. Das Buch stellt zahlreiche heimische Wildkräuter wie Löwenzahn, Schafgarbe, Wegwarte oder Brennnessel vor und erklärt, wann sie gesammelt werden können und wie sie sich verwenden lassen.
Zu jeder Pflanze gibt es eine übersichtliche Zusammenfassung mit Anwendungsgebieten, Inhaltsstoffen, verwendeten Pflanzenteilen und praktischen Einsatzmöglichkeiten. Ergänzt werden die Pflanzenporträts durch zahlreiche Rezepte sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Tees, Tinkturen, Oxymel und weitere Kräuterzubereitungen. Auch Themen wie Räuchern mit Pflanzen oder Rituale zur bewussten Entschleunigung finden ihren Platz.

Leidenschaft, die ansteckt

Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, mit wie viel Herzblut Margot Fuchs dieses Buch geschrieben hat. Ihre Begeisterung für heimische Kräuter ist in jeder Zeile spürbar und überträgt sich schnell auf den Leser. Statt trockenem Fachwissen erwartet den Leser ein leicht verständlich geschriebenes Buch, das neugierig macht und Lust darauf weckt, den eigenen Garten oder die Natur mit offenen Augen zu erkunden.              Hinzu kommt die liebevolle Gestaltung. Zahlreiche Fotos lockern den Text auf und machen das Buch zu einem Begleiter für alle, die sich intensiver mit heimischen Heilpflanzen beschäftigen möchten.

Natürlich bewegt sich Margot Fuchs bei einigen Themen auch im Bereich der Erfahrungsheilkunde. Nicht jede ihrer Sichtweisen lässt sich wissenschaftlich eindeutig belegen. Das schmälert jedoch den Gesamteindruck kaum. Denn das Buch erhebt nicht den Anspruch eines medizinischen Fachwerks, sondern versteht sich als Einladung, traditionelle Kräuterkunde mit modernen Erkenntnissen zu verbinden und dabei die Natur wieder bewusster wahrzunehmen.
Wer sich für Heilpflanzen interessiert oder einfach neugierig ist, welche Schätze direkt vor der eigenen Haustür wachsen, findet in „Bitter – das neue Süß“ einen inspirierenden Begleiter mit vielen praktischen Anregungen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Hintergrund: re – eingeblockt Cover: Freya Verlag / Foto: Cover: Freya Verlag)

Bitter – das neue Süß. Leber und Seele regenerieren
Margot Fuchs
Freya Verlag
ISBN: 978-3-99025-533-9
24,90 Euro

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Dienstag, 21. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass warme Luft leichter ist als kalte?
Deshalb steigt sie nach oben und sorgt für Bewegung in der Atmosphäre.
Ein Grundprinzip unseres Wetters.

Vielleicht lässt Du heute Dinge leichter werden.

Wir wünschen Dir einen leichten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Frisch aus dem Innpuls-Garten: So reich fällt unsere Ernte heuer aus

Frisch aus dem Innpuls-Garten: So reich fällt unsere Ernte heuer aus

Rosenheim – Drei Körbe voller frischem Gemüse – so sieht die bisherige Bilanz in unserem Innpuls-Garten aus. Zucchini, Auberginen, Gurken, Petersilie und Bohnen wachsen heuer besonders üppig. Warum viele Hobbygärtner derzeit ebenfalls Grund zur Freude haben, weshalb die Landwirtschaft dennoch mit Sorgen auf die Ernte blickt – und warum sich ausgerechnet Zucchini sogar zu leckeren Brownies verarbeiten lassen, darüber berichten wir in diesem Beitrag.

Zucchini-Brownie neben gelber Zucchini auf Holztisch. Foto: Josefa Staudhammer

Zucchini in Kuchen – geht das? Ja, es gibt sogar viele leckere Kuchenrezepte mit diesem Gemüse – wie Zucchini-Brownie. Rezept findet Ihr weiter unten im Artikel. Foto: Josefa Staudhammer

Der Gang in den Garten gehört derzeit fast schon zur täglichen Routine. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht wieder eine Zucchini erntereif ist oder Bohnen gepflückt werden können. Auch die Auberginen entwickeln sich heuer prächtig und die Petersilie wächst so üppig, dass sie regelmäßig frisch in der Küche landet.

Mit unserer Freude über die Ernte dürften wir nicht allein sein. Gemüse aus dem eigenen Garten erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Nach Angaben der Bayerischen Gartenakademie bleibt die Tomate die unangefochtene Königin des Gemüsebeets. Direkt dahinter folgt die Zucchini, die wegen ihrer unkomplizierten Art und ihrer oft reichen Erträge in vielen Hobbygärten nicht fehlen darf.

Bayerns Gärten werden bunter

Wie die Bayerische Gartenakademie beobachtet, hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Stand früher vor allem die Selbstversorgung mit klassischem Gemüse im Mittelpunkt, wächst heute die Lust auf neue Sorten und außergewöhnliche Kulturen. Neben unterschiedlichen Bohnenarten finden sich immer häufiger Chili, Paprika oder sogar Wassermelonen in den Gärten. Verantwortlich dafür sind nicht nur die Freude am Ausprobieren, sondern auch die zunehmend warmen Sommer. Selbst alte Gemüsesorten erleben eine Renaissance – etwa bunte Möhren, gelbe oder geringelte Rote Bete oder historische Tomatensorten mit ungewöhnlichen Farben und Formen.

Auf den Feldern sieht die Lage oft anders aus

Während viele Hobbygärtner heuer zufrieden auf ihre Beete blicken, fällt die Bilanz der Landwirtschaft deutlich verhaltener aus. Der Bayerische Bauernverband rechnet für das Erntejahr 2026 vielerorts bestenfalls mit einer durchschnittlichen Ernte. Besonders Weizen und Raps litten unter der langen Trockenheit und den hohen Temperaturen. Je nach Region seien die Unterschiede sogar zwischen benachbarten Feldern groß. 

Für uns heißt es dagegen zumindest momentan: Die Erntekörbe füllen sich fast täglich. Und ganz ehrlich – wenn gleich mehrere Zucchini gleichzeitig reif werden, stellt sich irgendwann nicht mehr die Frage, ob es Zucchini gibt, sondern nur noch in welcher Form sie heute auf den Teller kommen.

Rezepttipp: Saftige Zucchini-Brownies

Zutaten

  • 120 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Butter
  • 200 g Zucchini
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 60 g Weizenmehl
  • 4 EL Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Schokotropfen

Zubereitung

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Backform einfetten und leicht mit Mehl bestäuben.

Die Zartbitterschokolade grob zerkleinern und zusammen mit der Butter bei niedriger Hitze schmelzen. Anschließend etwas abkühlen lassen.

Die Zucchini waschen, trocken tupfen und grob raspeln.

Eier, Zucker und Vanillezucker einige Minuten schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig ist.

In einer zweiten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit Mehl, Backkakao, Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Die trockenen Zutaten zur Eiermasse geben und kurz unterrühren.

Nun die abgekühlte Schokoladen-Butter-Mischung einarbeiten. Zum Schluss die geraspelten Zucchini unterheben, bis ein gleichmäßiger, leicht zähflüssiger Teig entsteht.

Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und die Schokotropfen darüberstreuen. Die Brownies etwa 25 bis 30 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen und in Stücke schneiden.

Tipp: Die Zucchini macht die Brownies besonders saftig – geschmacklich tritt das Gemüse dabei kaum in Erscheinung.

Passend dazu haben wir heute noch einen Rezepttipp für saftige Zucchini-Brownies – vielleicht ist das ja auch eine Idee für Eure nächste Ernte.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Eduard Staudhammer / Foto: Josefa Staudhammer)

Gervais, Rosenheim, ca. 1950

Gervais, Rosenheim, ca. 1950

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1950. Auf der historischen Aufnahme sehen wir zwei Fahrzeuge mit dem Schriftzug der Rosenheimer Gervais AG.

Die beiden Autos erzählen von einer Zeit, in der das Rosenheimer Traditionsunternehmen gerade einen großen Aufschwung erlebte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das Werk in der Schönfeldstraße wieder vollständig in die Gervais AG integriert worden und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Arbeitgeber und Milchverarbeiter der Region.

Gegründet worden war der Rosenheimer Standort bereits 1930. Die deutsche Gervais AG, die ursprünglich 1920 in Köln entstanden war, hatte damals wegen der Weltwirtschaftskrise den Import von Frischkäse aus Frankreich einstellen müssen. Um weiterhin produzieren zu können, übernahm das Unternehmen eine verschuldete Genossenschaftsmolkerei in Rosenheim. Ausschlaggebend für den Standort war unter anderem das große Milcheinzugsgebiet rund um die Stadt.

Vom kleinen Anfang zum Großbetrieb

Die Entwicklung war rasant: Während 1930 rund 500 Milchbauern etwa drei Millionen Liter Milch pro Jahr lieferten, stieg die verarbeitete Milchmenge bis 1949 auf rund 68.000 Liter täglich. In Spitzenzeiten waren es sogar mehr als 100.000 Liter am Tag.
Die Nachkriegszeit brachte eine kuriose Besonderheit mit sich: Im Rosenheimer Werk entstand zeitweise sogar die „Original Gervais Brennerei und Likörfabrik Rosenheim“. Aus dem bei der Milchverarbeitung anfallenden Milchzucker wurde Alkohol gewonnen, der unter anderem zu Likören wie „Old Bobby dry“ oder „Edelkirsch“ verarbeitet wurde.

Was genau auf dem historischen Foto im Hintergrund zu sehen ist, gibt uns etwas Rätsel auf. Wer dazu Infos hat, gerne unter dem Foto kommentieren. Die Umgebung wirkt wie ein Teil der damaligen Nachkriegsstadt. Sicher ist dagegen: Die Fahrzeuge mit dem Gervais-Schriftzug waren damals sichtbare Zeichen eines Unternehmens, das fest zum Rosenheimer Stadtbild gehörte.

Gervais, Danone und das Ende einer Ära

1967 fusionierte Gervais mit dem französischen Milchkonzern Danone. In Rosenheim wurden später bekannte Produkte hergestellt – darunter ab 1964 Hüttenkäse, ab 1973 Obstgarten und ab den 1980er-Jahren auch die beliebten Fruchtzwerge.

Nach mehr als 90 Jahren endete die Geschichte des Gervais-Danone-Werks in Rosenheim. Im August 2021 wurde der Standort wegen gesunkener Auslastung geschlossen. Das Gelände blieb der Lebensmittelbranche jedoch erhalten: Das Münchner Familienunternehmen A. Saumweber GmbH übernahm das Areal und produziert dort heute unter anderem Butterschmalz und körnigen Frischkäse.
Das historische Foto erinnert damit an eine Zeit, in der der Name Gervais untrennbar mit Rosenheim verbunden war.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Große Resonanz bei der WM-Tauschbörse in der Bücherei Prien

Große Resonanz bei der WM-Tauschbörse in der Bücherei Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Sammelbilder-Tauschbörse gehört in der Bücherei Prien seit Jahren zu den festen Begleitveranstaltungen großer Fußballturniere. Auch während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, in der Kinderabteilung der Bücherei doppelte Sticker und Sammelkarten zu tauschen.

An insgesamt sechs Nachmittagen trafen sich Sammler aller Altersgruppen, um fehlende Motive für ihre Alben zu finden und sich über Lieblingsspieler, Nationalmannschaften und das Turnier auszutauschen. Dabei entstand eine lebendige WM-Atmosphäre, die Fußballbegeisterte generationsübergreifend zusammenbrachte.
Büchereileiterin Melanie Schieber zeigte sich erfreut über die große Resonanz. „Besonders schön war zu sehen, dass auch dieses Mal wieder verschiedenste Altersgruppen vertreten waren, vom Kind bis zum Großvater. Teilweise wurden fehlende Sticker sogar verschenkt, damit andere ihrem vollständigen Album ein Stück näherkommen konnten.“

Stadion-Rallye als zusätzlicher Höhepunkt

Für zusätzlichen Abwechslung sorgte am ersten Tag der Weltmeisterschaft die Stadion-Rallye der Bücherei. An elf Stationen konnten die Teilnehmer ihr Wissen über bekannte Fußballstadien aus aller Welt unter Beweis stellen und ein Lösungswort ermitteln. Knapp 30 erfolgreiche „Stadien-Detektive“ wurden im Anschluss mit einer Urkunde ausgezeichnet.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Gemeinsam zum vollen Album: Bei der WM-Tauschbörse in der Bücherei Prien wurden doppelte Sticker getauscht, fehlende Motive gesucht und Fußballleidenschaft geteilt. Copyright Markt Prien a. Chiemsee)