MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 19. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Sterne je nach Temperatur verschieden leuchten?
Von rötlich bis bläulich – jede Farbe hat eine Bedeutung.
Der Himmel ist vielfältiger, als er wirkt.

Vielleicht siehst Du heute genauer hin.

Wir wünschen Dir einen strahlenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Sarah Connor mit „Wilden Nächten“ im Mangfallpark – Rosenheimer Sommerfestival geht ins Finale

Sarah Connor mit „Wilden Nächten“ im Mangfallpark – Rosenheimer Sommerfestival geht ins Finale

Rosenheim – Das Rosenheimer Sommerfestival 2026 geht am heutigen Samstag (18.7.2026 mit einer musikalischen Zeitreise durch die Pop-, Soul- und Funkgeschichte zu Ende. Einer der Höhepunkte des Festivals war am gestrigen Freitagabend der Auftritt von Sarah Connor im Mangfallpark.

Die Sängerin präsentierte bei ihrem Konzert im Rahmen ihrer „Wilde Nächte – Open Air 2026“-Tour eine Mischung aus neuen Liedern ihres aktuellen Albums „Freigeistin“ und ihren bekannten Erfolgen. Für einen besonderen Moment sorgten auch persönliche Gäste: Sarah Connors Schwester und ihre Tochter waren beim Konzert dabei.

Schon am Vorabend campten Fans vor dem Eingang zum Mangfallpark.  Die Stimmung am Konzertabend dann dementsprechend gut. Bei den bekannten Liedern sangen viele Besucher lauthals mit. 

Finale mit ABBA-Hits und Kool & the Gang

Zum Abschluss des Rosenheimer Sommerfestivals steht an diesem Samstag eine musikalische Reise zurück in vergangene Jahrzehnte auf dem Programm.
Den Auftakt übernimmt die Tribute-Band ABBA 88. Sie bringt das Lebensgefühl der 1970er-Jahre nach Rosenheim und präsentiert die bekannten Hits der schwedischen Popgruppe.

Ab 20.30 Uhr folgt der Hauptact: Kool & the Gang. Das Konzert in Rosenheim ist der offizielle Auftakt der neuen Europatournee der US-Band und gleichzeitig ihr einziges Konzert in Deutschland in diesem Jahr.
Die Formation gehört seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den prägenden Namen der internationalen Musikszene. Die mehrfach ausgezeichnete Band wurde unter anderem mit zwei Grammys und sieben American Music Awards geehrt.

Festival mit Wetterglück

Mit dem Abschlussabend endet das Rosenheimer Sommerfestival 2026. Schon jetzt lässt sich festhalten: Das Wetter spielte in diesem Jahr gut mit und ermöglichte zahlreiche Konzertabende unter freiem Himmel. Mit Sarah Connor am Freitag und Kool & the Gang zum Abschluss setzt das Festival noch einmal musikalische Höhepunkte, bevor der Mangfallpark wieder zum Alltag zurückkehrt
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Herbert Borrmann)

Bäckerei Finsterwalder,  Rosenheim, 1979

Bäckerei Finsterwalder, Rosenheim, 1979

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Bäckerei Finsterwalder am Rosenheimer Ludwigsplatz.

Das Foto zeigt einen vertrauten Anblick für viele Rosenheimer: Die traditionsreiche Bäckerei mit ihrer klassischen Beschriftung über den Schaufenstern, direkt am Ludwigsplatz und noch mit fließendem Verkehr vor der Ladentür. Nur wenige Jahre später sollte sich das Bild an dieser Stelle grundlegend verändern.

Eine Bäckertradition seit dem 17. Jahrhundert

Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. Das Anwesen am Ludwigsplatz 22 befand sich bereits seit dem Jahr 1640 im Besitz der Rosenheimer Bäckerfamilie Amann.
Den Namen Finsterwalder erhielt die Bäckerei im Jahr 1860. Damals heiratete der aus der Nähe von Weilheim stammende Bäcker Johann Finsterwalder die Bäckerstochter Anna Amann und übernahm den Betrieb. Damit begann die Geschichte der Bäckerfamilie Finsterwalder am Ludwigsplatz.

Veränderung am Ludwigsplatz

Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 1979 war die Bäckerei noch ein fester Bestandteil des Rosenheimer Stadtbilds. Zwei Jahre später änderte sich die Situation rund um das Geschäft: 1981 wurde das Mittertor für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt und der Bereich am Ludwigsplatz zur Fußgängerzone umgestaltet.

Das historische Foto zeigt damit noch die Zeit, als Fahrzeuge direkt vor den Geschäften am Ludwigsplatz parkten.

Ende einer langen Tradition

Ende der 1990er Jahre schloss die Bäckerei Finsterwalder nach jahrhundertelanger Handwerkstradition ihre Türen. Das markante Bürgerhaus an der Ostseite des Ludwigsplatzes nahe dem Mittertor ist jedoch bis heute erhalten geblieben. In die ehemaligen Geschäftsräume im Erdgeschoss zog später eine Eisdiele ein.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

 

Rosenheimer Industrie erwirtschaftet fast jeden zweiten Euro im Ausland

Rosenheimer Industrie erwirtschaftet fast jeden zweiten Euro im Ausland

Rosenheim – Die Industrie in Stadt und Landkreis Rosenheim bleibt stark vom Exportgeschäft geprägt. Im vergangenen Jahr erzielten die erfassten Industriebetriebe der Region einen Auslandsumsatz von rund 2,7 Milliarden Euro. Das teilte die IHK für München und Oberbayern mit.

Grundlage der Zahlen ist der Jahresbericht „Verarbeitendes Gewerbe in Bayern“ des Bayerischen Landesamts für Statistik. Erfasst wurden 28 Industriebetriebe in der Stadt Rosenheim sowie 183 Betriebe im Landkreis Rosenheim.

Exportquote liegt bei 44 Prozent

Insgesamt erwirtschafteten die Industriebetriebe in der Region Rosenheim im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro. In den Unternehmen arbeiteten insgesamt etwa 22.000 Beschäftigte.
Der Anteil des Umsatzes aus dem Auslandsgeschäft lag damit bei rund 44 Prozent. Damit wurde fast jeder zweite Euro der regionalen Industrie im Ausland erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Exportquote nahezu stabil. Der Auslandsumsatz ging um rund ein Prozent zurück.

Nach Angaben der IHK zählen vor allem Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse zu den wichtigen Exportprodukten. Zu den wichtigsten Absatzmärkten Bayerns gehörten 2025 die USA, Österreich, Frankreich, Italien und China.

IHK sieht Auslandsgeschäft als wichtige Stütze

„Die Beliebtheit von Produkten ‚Made in Bavaria‘ bleibt weltweit ungebrochen. Während viele Unternehmen aufgrund der Wirtschaftskrise eine fehlende Inlandsnachfrage beklagen, erweist sich das Auslandsgeschäft als stabiler Anker für die Wirtschaft“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

Bewerbung für Exportpreis Bayern möglich

Die IHK weist außerdem auf den Exportpreis Bayern 2026 hin. Der Wettbewerb richtet sich an innovative, exportorientierte Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Juli möglich.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

BBV sieht Fortschritt bei Regeln zur Öko-Weidepflicht

BBV sieht Fortschritt bei Regeln zur Öko-Weidepflicht

München / Bayern – Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments hat einem Änderungsantrag zur sogenannten Öko-Weidepflicht zugestimmt. Der Bayerische Bauernverband (BBV) begrüßt die Entscheidung und fordert nun eine entsprechende Umsetzung in den weiteren Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Rat und EU-Kommission.

Kern der geplanten Änderung: Der Grundsatz „Kein Öko-Betrieb ohne Weide“ soll nach Angaben des BBV bestehen bleiben. Gleichzeitig sollen Bio-Betriebe, die aufgrund bestimmter betrieblicher Hindernisse nicht alle Tiere vollständig auf der Weide halten können, unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin als Öko-Betriebe anerkannt werden können.

Ausnahmen bei bestimmten Hindernissen geplant

Nach dem vom Agrarausschuss angenommenen Antrag sollen unter anderem strukturelle Gründe berücksichtigt werden. Dazu zählen laut BBV beispielsweise Betriebe in Ortslagen, fehlende angrenzende Weideflächen oder die Lage an stark befahrenen Straßen.
Nicht ausreichend wäre demnach eine reine Arbeitserleichterung. Die Weidehaltung soll grundsätzlich weiterhin möglich sein, wenn keine objektiven Hindernisse entgegenstehen.

Carl von Butler, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbands, erwartet von der Entscheidung ein Signal für die weiteren Verhandlungen: „Wir erwarten, dass dieses eindeutige Votum ein Signal ist für die Trilogverhandlungen zwischen EU-Rat, Parlament und Kommission, damit die nötige Flexibilisierung umgesetzt werden kann.“

BBV fordert mehr Spielraum für Betriebe

Der Bayerische Bauernverband setzt sich nach eigenen Angaben seit Anfang 2025 für eine flexiblere Auslegung der Weidepflicht in der EU-Öko-Verordnung ein. Der Verband argumentiert, dass es Betriebe gebe, die aus strukturellen Gründen nicht alle Tiergruppen jederzeit auf die Weide bringen könnten. Als Beispiele nennt der BBV unter anderem Höfe mit Ställen mitten im Ort, fehlende Weideflächen oder ungünstig geschnittene kleine Flächen. „Weidehaltung ist für alle Bio-Betriebe mit Pflanzenfressern Pflicht; dazu steht der BBV ohne Wenn und Aber“, wird Carl von Butler in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig brauche es aus Sicht des Verbandes Lösungen für Betriebe mit besonderen Voraussetzungen.

Weitere Änderungen für Bio-Ställe beschlossen

Der Agrarausschuss hat laut BBV außerdem Regelungen zu sogenannten innovativen Stallkonzepten angepasst. Dabei geht es unter anderem um Mindestflächen für Innen- und Außenbereiche sowie um Vorgaben für Überdachungen bei Rinder- und Schweineställen. Nach Angaben des BBV soll künftig keine starre Grenze für den überdachten Anteil gelten, sondern eine stärkere Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten möglich sein.

Der Verband verweist darauf, dass aufgrund der bisherigen Regelungen in Bayern bereits mehr als 300 Betriebe aus dem Ökolandbau ausgestiegen seien. Diese Zahl nennt der BBV als Folge der aktuellen Vorgaben. Ob und in welcher Form die geplanten Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, hängt von den weiteren Beratungen auf EU-Ebene ab.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

E-Roller aus Indien darf nicht eingeführt werden

E-Roller aus Indien darf nicht eingeführt werden

Reischenhart / Bayern – Ein im Internet bestellter E-Roller aus Indien darf nicht in Deutschland genutzt werden. Das Zollamt Reischenhart (Landkreis Rosenheim) stellte das Fahrzeug vor kurzem sicher, weil Bedenken hinsichtlich der Produktsicherheit und der Zulassung für den Straßenverkehr bestanden.

Der Empfänger aus dem Landkreis Rosenheim hatte den Roller bestellt. Eine Wiederausfuhr kam für ihn nach Angaben des Hauptzollamts Rosenheim nicht infrage, da die Kosten dafür zu hoch gewesen wären. Deshalb wird der E-Roller nun vernichtet.

Zusätzliche Kosten für den Empfänger

Neben dem Kaufpreis entstehen dem Empfänger weitere Kosten. Neben Zoll und Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von rund 450 Euro müssen auch die Kosten für die aufwändige Vernichtung getragen werden. „Sie ersparen sich unnötige Kosten und Ärgernisse, indem Sie nur geprüfte Waren kaufen und importieren“, wird Marion Dirscherl, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Rosenheim, zitiert.

Bestehen bei der Zollabfertigung Hinweise auf mögliche Mängel bei der Produktsicherheit, informiert der Zoll die zuständige Marktüberwachungsbehörde über die geplante Einfuhr. Diese prüft dann, ob die Ware den geltenden Vorschriften entspricht.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild: Presse HZA Rosenheim)

Wespennester nicht selbst entfernen: Experten raten zur Vorsicht

Wespennester nicht selbst entfernen: Experten raten zur Vorsicht

Bayern – Ein Wespennest am Balkon, im Rollladenkasten oder auf dem Dachboden kann im Sommer für Unsicherheit sorgen. Doch wer ein Nest entdeckt, sollte nicht selbst zur Tat schreiten: Wespen und Hornissen stehen unter Artenschutz. Das eigenmächtige Entfernen, Töten oder Zerstören eines Nestes kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Darauf weist die ADAC Zuhause Versicherung mit Blick auf die Sommermonate hin. Je nach Bundesland und Art können bei Verstößen Bußgelder von mehreren tausend Euro, in besonders schweren Fällen auch von mehr als 50.000 Euro, möglich sein.

Ruhe bewahren statt eingreifen

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage der ADAC Zuhause Versicherung wissen inzwischen 72 Prozent der Befragten, dass ein unsachgemäßer Umgang mit Wespen strafbar sein kann. Gleichzeitig fühlen sich laut der Befragung 62 Prozent der Menschen in der Nähe eines Wespennestes gestresst.
Experten raten jedoch dazu, zunächst Abstand zu halten und Ruhe zu bewahren. Wespen und Hornissen gelten grundsätzlich nicht als aggressiv. Gefährlich kann es vor allem werden, wenn Menschen hektisch nach den Tieren schlagen, sie anpusten oder das Nest erschüttern.

„Wespen und Hornissen gelten gemeinhin nicht als aggressiv. Gefährlich wird es, wenn jemand im Haushalt eine Insektengiftallergie hat. Oft wissen Betroffene gar nicht, ob sie auf Wespen allergisch sind. Außerdem können Stiche in den Hals oder in den Mundbereich – auch ohne Allergie – kritisch werden“, erklärt der Biologe und Wespennestexperte Stefan Busko.

Nicht jedes Nest muss entfernt werden

Ein Wespennest bedeutet nicht automatisch eine Gefahr. In vielen Fällen ist ein Zusammenleben von Mensch und Tier möglich. Erst wenn die Situation es tatsächlich erfordert, sollte ein Fachbetrieb eingeschaltet werden. Wichtig ist dabei die konkrete Lage des Nestes: Befindet es sich direkt an einem häufig genutzten Bereich wie einem Balkon, Eingang oder Spielbereich, kann eine fachkundige Einschätzung sinnvoll sein.

Fachgerechte Hilfe statt Eigenversuch

Für die Entfernung oder Umsiedlung eines Nestes sind Fachleute gefragt, die die gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz kennen und die Situation beurteilen können.
Der ADAC weist darauf hin, dass qualifizierte Fachbetriebe bei Bedarf unterstützen können. Auch andere regionale Ansprechpartner wie Schädlingsfachbetriebe oder zuständige Naturschutzstellen können beraten, wenn ein Wespennest Probleme bereitet.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC Zuhause Versicherung / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehlbeeren: Kleine Bäume mit großer Bedeutung für die Alpen

Mehlbeeren: Kleine Bäume mit großer Bedeutung für die Alpen

Chiemgau / Berchtesgadener Land- Sie ist vielen Menschen unbekannt, obwohl sie auch in unserer Region vorkommt: die Mehlbeere. Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich eine spannende Pflanzengruppe, die Wissenschaftler des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) genauer untersuchen. Der Grund: Einige seltene Mehlbeeren-Arten sind stark gefährdet.

Ein Team aus Botanikern sucht am Jenner nach Mehlbeer-Hybriden. Foto: Copyright Stephanie Millonig

Ein Team aus Botanikern sucht am Jenner nach Mehlbeer-Hybriden. Fotos: Copyright Stephanie Millonig

Die Mehlbeere gehört zur Familie der Rosengewächse und ist ein kleiner bis mittelgroßer Baum. Sie trägt im Frühjahr weiße Blüten und im Herbst rote Früchte, die vor allem für Vögel eine wichtige Nahrungsquelle sind. Besonders gut kommt sie mit trockenen und warmen Standorten zurecht – weshalb sie auch als möglicher Klimabaum zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Viele Arten, komplizierte Verwandtschaft

So einfach, wie der Name vermuten lässt, sind die Verwandtschaftsverhältnisse bei Mehlbeeren allerdings nicht. Die verschiedenen Arten können sich untereinander kreuzen und sogenannte Hybride bilden – also Pflanzen mit Merkmalen mehrerer Elternarten.

„Bald jeder Gebirgsstock hat seine eigene Mehlbeere“, sagt Norbert Meyer, ein Kenner der bayerischen Mehlbeeren. Eine besondere Rolle spielt dabei die Berchtesgadener Mehlbeere, die nur in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen vorkommt. Wissenschaftler untersuchen deshalb mit Hilfe von DNA-Analysen, wie die verschiedenen Arten miteinander verwandt sind und wo genau die seltenen Kleinarten vorkommen.

Seltene Arten brauchen Schutz

Nach der aktuellen Roten Liste von 2024 sind fünf Mehlbeeren-Arten vom Aussterben bedroht, weitere 13 Arten gelten als stark gefährdet. Im Rahmen eines Artenhilfsprogramms erfassen Fachleute des LfU gemeinsam mit dem Bayerischen Amt für Waldgenetik und dem Nationalpark Berchtesgaden die Vorkommen und entwickeln Schutzmaßnahmen.
Dazu gehören unter anderem Pflegemaßnahmen, die Schaffung lichter Waldstrukturen sowie die Vermehrung seltener Arten in sogenannten Keimlingsgärten.

Auch die Echte Mehlbeere ist interessant

Die Echte Mehlbeere selbst gilt laut LfU zwar nicht als gefährdet, soll aber trotzdem gefördert werden. Grund dafür sind ihre besonderen Eigenschaften: Sie kommt mit Hitze und Trockenheit gut zurecht und kann deshalb im Klimawald eine wichtige Rolle spielen.
Auch als Stadtbaum wird sie interessant. Im alpinen Schutzwald hilft sie, Erosion zu verhindern. Gleichzeitig bietet sie Vögeln, Insekten und Kleinsäugern wie der Haselmaus Nahrung und Lebensraum.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Uwmelt / Beitragsbild, Foto Copyright Stephanie Millonig)

Immer weniger Kinder pro Frau in Bayern – Oberbayern liegt unter dem Durchschnitt

Immer weniger Kinder pro Frau in Bayern – Oberbayern liegt unter dem Durchschnitt

Oberbayern – In Bayern bekommen Frauen im Durchschnitt so wenige Kinder wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag im Jahr 2025 im Freistaat bei 1,34 Kindern pro Frau. Auch Oberbayern liegt mit 1,31 Kindern je Frau unter dem bayerischen Durchschnitt und deutlich unter dem Wert von vor zehn Jahren.

Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer beschreibt, wie viele Kinder eine Frau durchschnittlich bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten dem aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweiligen Kalenderjahr entsprechen würde.

Höchststand im Jahr 2021

Der aktuelle Wert setzt den Rückgang fort, der nach dem Geburtenhoch im Jahr 2021 begonnen hat. Damals erreichte die Geburtenziffer in Bayern mit 1,61 Kindern je Frau den höchsten Stand seit 1972.
Zum Vergleich: Zwischen 2000 und 2015 lag die Geburtenziffer im Freistaat durchschnittlich bei 1,38 Kindern pro Frau. In den Jahren 2016 bis 2020 pendelte sie sich bei 1,55 beziehungsweise 1,56 Kindern ein. Im Jahr 2024 lag der Wert noch bei 1,39.

Oberbayern mit niedrigem Wert

Von den sieben bayerischen Regierungsbezirken weist Oberbayern mit 1,31 Kindern je Frau den zweitniedrigsten Wert auf. Nur Oberfranken liegt mit 1,29 noch darunter. Den höchsten Wert erreicht Schwaben mit 1,43 Kindern je Frau.
Auch im Vergleich zu 2015 zeigt sich in Oberbayern ein deutlicher Rückgang. Damals lag die Geburtenziffer noch bei 1,49 Kindern je Frau.

Universitätsstädte mit besonders niedrigen Werten

Besonders niedrige Werte verzeichnet das Bayerische Landesamt für Statistik in mehreren Universitätsstädten. In München lag die Geburtenziffer 2025 bei 1,19 Kindern je Frau. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 1,38.
Nach Angaben des Landesamts hängt dies unter anderem damit zusammen, dass Universitätsstädte zwar viele junge Frauen im gebärfähigen Alter haben, der Fokus vieler Frauen dort aber zunächst auf Ausbildung und Berufseinstieg liegt. Dadurch verteilt sich die Zahl der Geburten auf eine größere Zahl von Frauen zwischen 15 und 49 Jahren.

Weniger Kinder bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit

Unterschiede zeigen sich auch bei der Staatsangehörigkeit. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Geburtenziffer 2025 in Bayern bei 1,25 Kindern je Frau. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit betrug sie 1,70 Kinder je Frau.
Damit lag die Geburtenziffer in beiden Gruppen niedriger als zehn Jahre zuvor. 2015 betrug sie bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit noch 1,43 und bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 1,81 Kinder je Frau.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim: U17 sichert sich Klassenerhalt in der Landesliga

TSV 1860 Rosenheim: U17 sichert sich Klassenerhalt in der Landesliga

Rosenheim – Die U17 II des TSV 1860 Rosenheim bleibt in der Landesliga. Nach einem 3:0-Auswärtssieg im Entscheidungsspiel beim TSV Mögeldorf steht fest, dass die Mannschaft auch in der Saison 2026/27 in der U17-Landesliga antreten wird.

Nach dem letzten Spieltag schien der Abstieg zunächst besiegelt. Erst nach Abschluss aller Auf- und Abstiegsregelungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) erhielt die Mannschaft als Viertletzter der Landesliga Süd noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt in einem Entscheidungsspiel zu sichern.

Überzeugender Auftritt im Entscheidungsspiel

Diese Chance nutzten die Rosenheimer Nachwuchsspieler eindrucksvoll. Beim TSV Mögeldorf setzte sich die U17 II mit 3:0 durch und sicherte sich damit den Verbleib in der Landesliga.
Das Trainerteam um Dominik Stroh-Engel und Philip Messing zeigte sich nach der Partie erleichtert. „Wir sind natürlich froh darüber, noch einmal die Chance bekommen zu haben, den Klassenerhalt in der Landesliga zu schaffen. Die Jungs haben unseren Matchplan überragend umgesetzt und gegen eine physisch starke Mannschaft sehr gut dagegengehalten“, wird das Trainerteam in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Über die gesamte Spielzeit habe die Mannschaft die bessere Leistung gezeigt. „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung“, so die Trainer weiter. Der TSV 1860 Rosenheim freut sich damit auf ein weiteres Jahr U17-Landesliga-Fußball in Rosenheim.
(Quelle: TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

TSV 1860 Rosenheim beendet Vorbereitung mit Sieg

TSV 1860 Rosenheim beendet Vorbereitung mit Sieg

Rosenheim – Die Herrenmannschaft des TSV 1860 Rosenheim hat die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem Erfolg abgeschlossen. Im letzten Testspiel vor dem Pflichtspielstart gewann die Mannschaft beim FC Deisenhofen mit 5:2. Auch die U19 war am Wochenende im Einsatz und sammelte in zwei Partien gegen Herrenteams wichtige Spielpraxis.

Wechselhafte Ergebnisse in der Vorbereitung

In den vorangegangenen Testspielen zeigte sich die Mannschaft von Trainerteam des TSV 1860 Rosenheim mit unterschiedlichen Ergebnissen. Gegen den Bayernliga-Konkurrenten SV Kirchanschöring unterlagen die Rosenheimer mit 2:4. Offensiv hielten sie mit dem Gegner mit, leisteten sich nach Angaben des Vereins aber in der Defensive zu viele Fehler.
Ein 3:1-Erfolg gegen den SV Aubing folgte am vergangenen Sonntag. In einer ausgeglichenen und intensiv geführten Partie sorgten zwei späte Treffer für den Sieg.

Auch beim TuS Holzkirchen musste sich der TSV 1860 Rosenheim geschlagen geben. Nach einer starken ersten Halbzeit unterlagen die Rosenheimer am Ende mit 0:2, nachdem die Gastgeber in der Schlussphase zweimal trafen.
Beim ASV Dachau gab es anschließend eine 1:2-Niederlage. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequenter und entschieden die Partie für sich.

Zum Abschluss der Testspielserie gelang dann der deutliche 5:2-Erfolg beim FC Deisenhofen. Der TSV 1860 Rosenheim erwischte einen perfekten Start und führte bereits nach 30 Minuten mit 4:0. Nach der Pause entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie, am verdienten Auswärtserfolg änderte sich jedoch nichts.

U19 mit Sieg und Niederlage

Auch die U19 des TSV 1860 Rosenheim absolvierte ein intensives Wochenende mit zwei Testspielen gegen Herrenmannschaften.
Das Team unterlag dem TSV Eching mit 2:4. Trotz zahlreicher Torchancen gingen die Rosenheimer mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gastgeber ihre Erfahrung und drehten die Partie.
Nur einen Tag später zeigte die U19 eine Reaktion und gewann beim SV Ostermünchen mit 5:2. Bereits nach rund einer Stunde führte der Nachwuchs mit 5:0 und legte damit den Grundstein für den deutlichen Auswärtserfolg. Die beiden Gegentreffer in der Schlussphase änderten nichts am insgesamt überzeugenden Auftritt.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

Motorradfahrer mit 132 km/h statt erlaubten 60 km/h unterwegs

Motorradfahrer mit 132 km/h statt erlaubten 60 km/h unterwegs

Samerberg / Landkreis Rosenheim – Bei Geschwindigkeitskontrollen auf einer bei Motorradfahrern beliebten Strecke am Samerberg (Landkreis Rosenheim) haben Beamte der Polizeiinspektion Brannenburg mehrere erhebliche Verstöße festgestellt. Die Messungen fanden am Dienstag (14.7.2026) statt.

Den gravierendsten Verstoß registrierten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei bei einem Motorradfahrer. Er wurde bei erlaubten 60 km/h mit einer Geschwindigkeit von 132 km/h gemessen.
Auf den Fahrer kommen nun ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot zu.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Nach Angaben der Polizei zählt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. Besonders auf den kurvenreichen und bei Motorradfahrern beliebten Straßen rund um den Samerberg könne nicht angepasste Geschwindigkeit schwerwiegende Folgen haben.
Die Polizeiinspektion Brannenburg kündigt deshalb an, auch in den kommenden Tagen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen im Dienstbereich durchzuführen. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit zu verhindern.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)