Eggstätt: Georg Blank muss Gemeinderat verlassen – Thomas Rohrmüller rückt nach

Eggstätt: Georg Blank muss Gemeinderat verlassen – Thomas Rohrmüller rückt nach

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Im Eggstätter Gemeinderat kommt es zu einer personellen Veränderung. Das Landratsamt Rosenheim hat ein Amtshindernis für Gemeinderat Georg Blank (CSU/ÜWG) festgestellt. Grund ist die Unvereinbarkeit seiner Tätigkeit als Leiter des gemeindlichen Bauhofs mit dem Gemeinderatsmandat. Für ihn wird Thomas Rohrmüller in das Gremium nachrücken.

Mit Bescheid vom 10. Juli hat das Landratsamt Rosenheim festgestellt, dass bei Gemeinderat Georg Blank (CSU/ÜWG) ein Amtshindernis vorliegt. Ausschlaggebend ist seine berufliche Funktion als Leiter des gemeindlichen Bauhofs, die nach den geltenden rechtlichen Vorgaben nicht mit einem Sitz im Gemeinderat vereinbar ist.
Blank war bei der Kommunalwahl 2026 erstmals in den Gemeinderat gewählt worden und gehörte dort dem Kultur- und Tourismusausschuss an.

Bürgermeister verweist auf rechtliche Vorgaben

Eggstätts Bürgermeister Christoph Kraus betont, dass die Entscheidung nichts an der persönlichen Wertschätzung gegenüber Blank ändere.

„Ich persönlich schätze Herrn Blank sehr – als Leiter unseres Bauhofes und auch auf Grund seiner langjährigen Erfahrung und seines enormen Wissens. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass die rechtlichen Voraussetzungen, die sich in den letzten Jahren im Wahlrecht verändert haben, unbedingt eingehalten werden.“
Nach Angaben der Gemeinde hätten Bürgermeister Kraus, Wahlleiter und Geschäftsleiter Johannes Halser bereits bei der Einreichung der Wahlvorschläge im Januar auf die rechtliche Problematik hingewiesen.

Dazu erklärt Kraus: „Natürlich war Herr Blank zum Zeitpunkt der Kommunalwahl wählbar, durch die ‚Doppelfunktion‘ als Bauhofleiter lag in unseren Augen aber ein Amtshindernis nach Artikel 31 der Gemeindeordnung vor“.

Auch bei der Feststellung des Wahlergebnisses habe Geschäftsleiter Johannes Halser den Wahlausschuss auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Der Wahlausschuss habe sich dennoch mehrheitlich für die Zulassung des Mandats entschieden. Nach Auffassung der Gemeinde wurde dieser Beschluss nun durch das Landratsamt Rosenheim korrigiert.

Thomas Rohrmüller rückt in den Gemeinderat nach

Als Listennachfolger der CSU/ÜWG wird Thomas Rohrmüller künftig dem Eggstätter Gemeinderat angehören. Seine Vereidigung sowie die Neubesetzung der Ausschüsse sollen in der Gemeinderatssitzung am 28. Juli erfolgen.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

ADAC-Test: Bayerische Rastplätze schneiden schlecht ab

ADAC-Test: Bayerische Rastplätze schneiden schlecht ab

München / Bayern –  Kein getesteter Rastplatz in Bayern hat beim aktuellen ADAC-Test die Note „gut“ erreicht. Besonders die Sanitäranlagen sorgen für Kritik. Bundesweit wurden 50 unbewirtschaftete Rastplätze mit WC-Anlagen untersucht.

Die Qualität unbewirtschafteter Rastplätze an deutschen Autobahnen hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Das zeigt ein aktueller Test des ADAC. Von den elf überprüften Anlagen in Bayern erreichte keine die Bewertung „gut“. Die Ergebnisse reichten von „ausreichend“ bis „sehr mangelhaft“.
Bundesweit fiel fast jeder zweite getestete Rastplatz mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch. Die Note „sehr gut“ wurde überhaupt nicht vergeben. Hauptproblem sind laut ADAC die Sanitäranlagen. Im Vergleich zum letzten Test vor vier Jahren hätten sich knapp zwei Drittel der bundesweit untersuchten Anlagen verschlechtert.
Auch in Bayern zeigt sich diese Entwicklung: Nur ein erneut getesteter Rastplatz konnte sein Ergebnis halten, alle anderen schnitten schlechter ab als 2022.

Bester bayerischer Rastplatz erreicht nur „ausreichend“

Im Durchschnitt liegen die bayerischen Rastplätze zwar etwas über dem bundesweiten Ergebnis. Für eine gute Bewertung reicht es aber bei keinem der getesteten Standorte.
Am besten schnitt der Rastplatz Schlossberg an der A93 zwischen Pfreimd und Nabburg ab. Er erreichte die Note „ausreichend“ und landete bundesweit auf Rang zehn.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema – aus dem Jahr 2022: 

Am schlechtesten bewertet wurde in Bayern der Rastplatz Fuchsberg-West an der A8 zwischen Sulzemoos und Dachau/Fürstenfeldbruck. Er erhielt die Note „sehr mangelhaft“ und belegte im bundesweiten Vergleich Rang 43. Neben Problemen bei den Sanitäranlagen wirkten sich dort auch Einschränkungen durch eine Baustelle negativ auf das Ergebnis aus.

Ebenfalls mit „mangelhaft“ bewertet wurden die Rastplätze Fronberg Süd (A3), Mühlbuck West (A7) und Bärenholz West (A93).

Toiletten als größtes Problem

Die größten Schwächen sehen die Tester bei den Sanitäranlagen. Kritisiert wurden unter anderem verschmutzte Toiletten, fehlendes Toilettenpapier, defekte oder leere Seifenspender, nicht funktionierende Handtrockner sowie Mängel bei der Barrierefreiheit.
Besser bewertet wurden dagegen häufig die Verkehrsführung, die Parkplatzanlagen und teilweise auch die Außenbereiche. Laut ADAC zeigt sich damit ein bundesweiter Trend: Die grundlegende Infrastruktur für Fahrzeuge funktioniere meist, während bei Toiletten und Aufenthaltsqualität Verbesserungsbedarf bestehe.

ADAC fordert bessere Reinigung und Wartung

„Niemand erwartet auf einem unbewirtschafteten Rastplatz Luxus. Saubere und funktionierende Toiletten sowie ein sicherer Aufenthalt müssen aber selbstverständlich sein. Dass kein einziger getesteter Rastplatz im Freistaat die Note ,gut‘ erreicht, zeigt den Handlungsbedarf deutlich“, sagt Alexander Kreipl, verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern.

Eine begleitende Nutzerbefragung bestätigt laut ADAC die Testergebnisse. Für die Befragten sei Sauberkeit der wichtigste Punkt bei einem Rastplatz – gleichzeitig werde genau dieser Bereich am häufigsten kritisiert. 42 Prozent der Befragten gaben an, mit den Gegebenheiten auf Rastplätzen (sehr) unzufrieden zu sein. Nur 28 Prozent äußerten sich (sehr) zufrieden.
Der ADAC fordert deshalb unter anderem eine konsequentere Reinigung der Sanitäranlagen, eine zuverlässige Wartung der technischen Ausstattung sowie Verbesserungen bei Beleuchtung und Notrufeinrichtungen. Zuständig für die Rastplätze an Autobahnen ist die Autobahn GmbH des Bundes.

Auch die Nutzer selbst seien gefordert, die Anlagen sauber zu halten. Der ADAC verweist dabei auf zunehmenden Vandalismus – von Graffitis und Aufklebern bis hin zu mutmaßlicher Zerstörung von Inventar.
„Wie grobe Verschmutzungen fällt auch Vandalismus nicht vom Himmel. Es sind leider vermehrt Nutzer, die die Anlagen für andere Reisende oft nur noch schwer erträglich machen”, so Kreipl.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

OB Erdogan nach Sicherheitsgespräch: „Rosenheim ist sicher!“

OB Erdogan nach Sicherheitsgespräch: „Rosenheim ist sicher!“

Rosenheim – Wie sicher ist Rosenheim? Mit dieser Frage beschäftigten sich Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Vertreter der Sicherheitsbehörden bei einem Gespräch im Rosenheimer Rathaus. Dabei stellten das Polizeipräsidium Oberbayern Süd und die Rosenheimer Bundespolizei ihre Kriminalitätsstatistiken für das Jahr 2025 vor.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden in der Stadt Rosenheim rund sieben von zehn Straftaten aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 68,3 Prozent und damit über dem bayernweiten Durchschnitt. „Rosenheim ist sicher!“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan nach dem Gespräch. Er dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit: „Danke, dass Sie Rosenheim zu einem sicheren Ort machen.“

Mehr Sicherheit durch Kontrolle und Prävention

Gleichzeitig betonte Erdogan, dass die Stadt die Sicherheitslage weiter verbessern wolle. „Jede einzelne Straftat ist zu viel, in Summe gesehen ist Rosenheim aber eine sichere Stadt“, sagte der Oberbürgermeister.
Nach seinen Angaben habe sich die Situation im Salingarten nach der Eröffnung des neuen Spielplatzes deutlich verbessert. Außerdem verwies er darauf, dass die Polizei die Überwachungskameras im Stadtgebiet kürzlich auf den neuesten Stand der Technik gebracht habe.
Erdogan setzt sich nach eigenen Angaben für eine Ausweitung der Videoüberwachung sowie für mehr Personal bei den Streetworkern ein. „Ich bin davon überzeugt, dass eine ausgewogene Mischung aus Kontrolle und Prävention die Sicherheit in Rosenheim spürbar erhöhen wird“, so der Oberbürgermeister.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Stadt Rosenheim) 

Wo Bayerns Einkommensmillionäre leben – neue Steuerstatistik liegt jetzt vor

Wo Bayerns Einkommensmillionäre leben – neue Steuerstatistik liegt jetzt vor

Bayern – Mehr als jeder zweite Einkommensmillionär Bayerns lebt in Oberbayern. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik. Die Zahlen stammen aus dem Steuerjahr 2022 – aus gutem Grund: Erst nach Abschluss der Steuerveranlagungen können sie belastbar ausgewertet werden.

Im Jahr 2022 lebten in Bayern 8.034 sogenannte Einkommensmillionäre. Das waren 327 mehr als im Vorjahr – ein Plus von 4,2 Prozent. Als Einkommensmillionäre gelten Steuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von mindestens einer Million Euro im Jahr.
Mehr als die Hälfte dieser Spitzenverdiener – genau 54,2 Prozent – hatte ihren Wohnsitz in Oberbayern. Allein in der Stadt und im Landkreis München lebten 2.481 Einkommensmillionäre.

Landkreis Starnberg bleibt Spitzenreiter

Gemessen an der Einwohnerzahl weist der Landkreis Starnberg erneut die höchste Millionärsdichte Bayerns auf. Dort kamen 2022 rund 25 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Dahinter folgen der Landkreis München (17,1), der Landkreis Miesbach (16,4), die Stadt München (12,6) und die kreisfreie Stadt Landshut (9,6).
Im bayernweiten Durchschnitt entfielen 6,1 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Fünf Jahre zuvor waren es noch 4,4. Seit 2017 ist die Zahl der Einkommensmillionäre damit um rund 41 Prozent gestiegen.

Kleine Gruppe mit großem Steueranteil

Obwohl Einkommensmillionäre nur rund 0,1 Prozent aller Steuerpflichtigen in Bayern ausmachten, erzielten sie 5,9 Prozent des gesamten Einkommens. Gleichzeitig entfielen auf diese Gruppe 11,6 Prozent der festgesetzten Einkommensteuer. Nach Angaben des Landesamts ist der höhere Steueranteil auf den progressiven Einkommensteuertarif zurückzuführen.
Den größten Teil ihrer Einkünfte erzielten die Einkommensmillionäre aus Gewerbebetrieben. Diese machten mit 14,7 Milliarden Euro rund 65 Prozent aller Einkünfte dieser Gruppe aus. Weitere 4,2 Milliarden Euro stammten aus nichtselbstständiger Arbeit.

Warum erscheinen die Zahlen erst jetzt? Die Lohn- und Einkommensteuerstatistik wird grundsätzlich erst mit mehrjähriger Verzögerung veröffentlicht. Der Grund: Zunächst müssen nahezu alle Steuererklärungen bearbeitet und die Daten vollständig ausgewertet werden. Erst dann stehen belastbare Ergebnisse für die amtliche Statistik zur Verfügung
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re).

Ausstellung im Gesundheitsamt informiert über Hitze- und UV-Schutz für Kinder

Ausstellung im Gesundheitsamt informiert über Hitze- und UV-Schutz für Kinder

Rosenheim – Kinder reagieren deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen und starke UV-Strahlung als Erwachsene. Wie Eltern ihre Kinder an heißen Sommertagen schützen können, zeigt ab sofort die Ausstellung „Hitze- und UV-Schutz für Groß und Klein“ im Gesundheitsamt Rosenheim.

Die Ausstellung ist bis Ende September im Wartebereich des Gesundheitsamtes in der Prinzregentenstraße 19 zu sehen. Besucher erhalten dort leicht verständliche Informationen und praktische Tipps zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes können Kinder ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene, da ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt sind. Dadurch steigt das Risiko für Überhitzung. „Ein roter Kopf ohne Schweiß ist Warnsignal Nummer eins!“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl.

Warnzeichen ernst nehmen

Zu den ersten Anzeichen einer Überhitzung gehören Schwindel, Erschöpfung und Kopfschmerzen. Bei einem Hitzschlag können zusätzlich heiße, gerötete Haut, fehlendes Schwitzen, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle auftreten. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.

Besteht der Verdacht auf hitzebedingte Beschwerden, sollte das Kind umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt außerdem, ausreichend trinken zu lassen, enge Kleidung zu lockern und mit feuchten Tüchern für Abkühlung zu sorgen. Bessern sich die Beschwerden nicht oder besteht der Verdacht auf einen Sonnenstich oder Hitzschlag, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden.

So lassen sich heiße Tage besser überstehen

Um gesundheitliche Probleme möglichst zu vermeiden, sollten Kinder nach Möglichkeit zwischen 11 und 17 Uhr nicht in der prallen Sonne spielen, sondern sich in kühleren Innenräumen aufhalten. Leichte, luftdurchlässige Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie regelmäßiges Trinken helfen zusätzlich. Gerade beim Spielen vergessen Kinder häufig das Trinken. Eltern sollten deshalb aktiv und möglichst stündlich Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte anbieten.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Gesundheitsamtes zu sehen: montags bis freitags von 7.30 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 13 bis 17 Uhr. Sie entstand in Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes Rosenheim mit der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim im Rahmen des kommunalen Hitzemanagements.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Fünf Schafe sterben nach Unfall auf Staatsstraße bei Söchtenau

Fünf Schafe sterben nach Unfall auf Staatsstraße bei Söchtenau

Söchtenau / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2095 im Gemeindegebiet von Söchtenau (Landkreis Rosenheim) sind am Mittwochabend (15.7.2026) fünf Schafe getötet worden. Ein weiteres Tier wurde schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei war ein 23-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Rosenheim gegen 22.30 Uhr auf der Staatsstraße 2095 unterwegs, als ihm eine Schafherde entgegenlief. Die Tiere waren aus bislang ungeklärter Ursache von einer nahegelegenen Weide entkommen und auf die Fahrbahn geraten.
Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kollidierte mit mehreren Tieren der Herde. Fünf Schafe starben noch an der Unfallstelle, ein weiteres wurde schwer verletzt.
Der entstandene Sachschaden am Auto wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.

Der 51-jährige Besitzer trieb die übrigen Schafe zurück in den Stall. Das verletzte Tier wurde ebenfalls zurückgebracht und anschließend tierärztlich versorgt. Warum die Herde die Weide verlassen konnte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Donnerstag, 16. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Luftwiderstand Bewegungen verlangsamt?
Er sorgt dafür, dass Dinge nicht unendlich schnell werden.
Ein unsichtbarer Einfluss im Alltag.

Vielleicht nutzt Du heute bewusst kleine Pausen.

Wir wünschen Dir einen entspannten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Erneut Vandalismus in Ameranger Kirche: Polizei sucht Zeugen

Erneut Vandalismus in Ameranger Kirche: Polizei sucht Zeugen

Amerang / Landkreis Rosenheim  – In der Pfarrkirche St. Rupert  in Amerang (Landkreis Rosenheim) ist es erneut zu einer Sachbeschädigung gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden Opferkerzen beschädigt und das Weihwasser verunreinigt.

Die Tat ereignete sich am Montag (13.7.) zwischen 8.30 und 18.30 Uhr. Ein bislang unbekannter Täter beschädigte laut Polizei sämtliche Opferkerzen und verunreinigte deren Ablage. Außerdem wurde Wachs in das Weihwasser eingebracht.

Religionsausübung gestört

Der entstandene Sachschaden liegt nach Polizeiangaben im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich. Schwerer wiegt nach Einschätzung der Ermittler jedoch, dass durch die Verunreinigung des Weihwassers die Religionsausübung gestört wurde.
Die Polizeiinspektion Wasserburg hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum Täter machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 08071/9177-0 bei der Polizeiinspektion Wasserburg zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

München – Bei einer Rangierfahrt ist am Dienstagnachmittag (14.7.2026) ein Bauzug im Bereich der Bahnstrecke zwischen Hackerbrücke und Donnersbergerbrücke entgleist. Verletzt wurde dabei niemand. Nach Angaben der Bundespolizei entstand ein Sachschaden von mindestens 500.000 Euro.

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es gegen 15.20 Uhr während eines Rangiervorgangs zu einer Fehlhandlung des verantwortlichen Rangierführers. In der Folge entgleiste ein Waggon des Bauzuges im Bereich einer Weiche. Der Zug kam nach kurzer Strecke zum Stehen. Der 32-jährige Rangierführer blieb unverletzt.

Bundespolizei ermittelt

Durch die Entgleisung wurden nach Angaben der Bundespolizei unter anderem Gleise, Bahnschwellen, eine Weiche sowie der betroffene Waggon beschädigt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt.
Die Bundespolizei hat gegen den 32-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.

Die Bergung des entgleisten Waggons begann gegen 18.30 Uhr und war gegen 21.30 Uhr abgeschlossen. Während dieser Zeit waren die Strecken in Richtung Landshut gesperrt. Nach Angaben der Bundespolizei kam es dennoch zu keinen Auswirkungen auf den Bahnverkehr, da Ausweichgleise genutzt werden konnten.
Zur Dokumentation des Unfallortes setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber der Fliegerstaffel Oberschleißheim ein, der Übersichtsaufnahmen anfertigte.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Handspaten, Messer und Schneeschaufel: Streit in Wohngemeinschaft eskaliert

Handspaten, Messer und Schneeschaufel: Streit in Wohngemeinschaft eskaliert

Rosenheim – In einer sozialen Wohngemeinschaft in der Rosenheimer Brunnholzstraße ist am Dienstagabend (14.7.2026) ein Streit zwischen zwei Bewohnern eskaliert. Nach Angaben der Polizei wurden dabei neben Fäusten auch Messer, eine Schneeschaufel und ein Handspaten eingesetzt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei gerieten ein 46-Jähriger und ein 27-Jähriger zunächst aus einem nach Polizeiangaben nichtigen Anlass in eine lautstarke Auseinandersetzung. Diese mündete schließlich in eine Schlägerei, bei der beide Männer mit den Fäusten aufeinander einschlugen. Im weiteren Verlauf griff der 27-Jährige laut Polizei zu einer herumstehenden Schneeschaufel, die er wie einen Schutzschild vor sich hielt. Der 46-Jährige zog daraufhin zwei Messer und hielt sie vor seinen Körper. Als der jüngere Mann die Messer bemerkte, legte er die Schneeschaufel weg und nahm stattdessen einen herumliegenden Handspaten als Drohwerkzeug an sich.

Beide Beteiligten verletzt

Die alarmierten Polizeibeamten trennten die beiden Kontrahenten. Ein Atemalkoholtest ergab beim 46-Jährigen rund 1,5 Promille, beim 27-Jährigen knapp ein Promille. Beide Männer erlitten nach Angaben der Polizei Prellungen sowie blutende Verletzungen am Kopf und Oberkörper, lehnten eine medizinische Behandlung jedoch ab.
Die Rosenheimer Polizei ermittelt nun gegen beide Männer wegen des Verdachts der gegenseitigen gefährlichen Körperverletzung. Da sich der 27-Jährige auch nach dem Einsatz nicht beruhigen ließ und laut Polizei weiterhin aggressiv und gewaltbereit war, wurde er in Gewahrsam genommen und in einer Polizeizelle untergebracht.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Von Hamburg nach Ghana: Wie eine Schlangenbändigerin zur Götting wurde

Von Hamburg nach Ghana: Wie eine Schlangenbändigerin zur Götting wurde

Rosenheim – Was hat ein Werbeplakat aus Hamburg mit einer westafrikanischen Göttin zu tun? Genau dieser ungewöhnlichen Geschichte widmet sich die Städtische Galerie Rosenheim im Rahmen ihrer Ausstellung „BIG PROMISES. Gemalte Filmplakate aus Ghana“. Im Mittelpunkt steht die Figur Mami Wata, die in vielen Regionen Westafrikas als Wassergeist verehrt wird – und deren heutiges Erscheinungsbild nach Angaben der Ausstellungsmacher überraschende Wurzeln in einem Hamburger Zirkusplakat des 19. Jahrhunderts haben soll.

Die Schlangenbändigerin - ein wiederkehrendes Motiv in der Ausstellung. Foto: Copyright Städtisches Museum Rosenheim

Die Schlangenbändigerin – ein wiederkehrendes Motiv in der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Copyright Städtische Galerie Rosenheim

Eine immer wiederkehrende Figur auf den handgemalten Filmplakaten aus Ghana ist Mami Wata. Sie gilt als Schenkerin von Schönheit, Reichtum und Wohlstand, zugleich aber auch als geheimnisvolle und ambivalente Gestalt, deren Gaben ihren Preis haben können. Auf vielen Plakaten wird sie als Frau mit Schlangen und häufig auch mit einem Fischschwanz dargestellt.

Nach Angaben der Städtischen Galerie geht dieses Bild unter anderem auf ein Werbeplakat des Hamburger Tierhändlers und Zirkusunternehmers Hagenbeck zurück. Darauf war Ende des 19. Jahrhunderts eine Schlangenbändigerin mit einer Python um den Hals zu sehen. Das Motiv wurde später in Großbritannien und Indien vielfach nachgedruckt und gelangte schließlich über Handelswege nach Ghana.

Ein Bild bekommt eine neue Bedeutung

Dort wurde die Frau auf dem Plakat offenbar nicht mehr als Zirkusartistin wahrgenommen, sondern mit der Wassergeist-Göttin Mami Wata in Verbindung gebracht. Nach Angaben der Ausstellungsmacher passten Details wie die Schlangen, der Schmuck und die lange Haarpracht zu den Vorstellungen, die mit der Gottheit verbunden werden. So entwickelte das ursprünglich europäische Werbemotiv in Westafrika eine völlig neue kulturelle Bedeutung.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Diese Geschichte ist eines von vielen Beispielen dafür, wie Bilder über Länder und Kontinente hinweg neue Bedeutungen annehmen können.

Ausstellung noch bis Mitte August zu sehen

Die Ausstellung „BIG PROMISES. Gemalte Filmplakate aus Ghana“ ist noch bis 16. August 2026 in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen. Präsentiert werden mehr als 100 handgemalte Filmplakate, die zwischen den 1980er- und 2000er-Jahren für mobile Wanderkinos in Ghana entstanden. Die Künstler interpretierten Filme dabei oft frei, ergänzten Szenen oder steigerten deren Dramatik bewusst.

Die gezeigten Werke stammen aus der Sammlung des Rosenheimer Historikers Dr. Wolfgang Stäbler, der über viele Jahre mehr als 500 ghanaische Filmplakate zusammengetragen hat.
(Quelle: Pressemitteilung Städtische Galerie Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright Städtische Galerie Rosenheim)

TH-Präsident Heinrich Köster erhält Bayerischen Verdienstorden

TH-Präsident Heinrich Köster erhält Bayerischen Verdienstorden

Rosenheim / München – Professor Dr. h. c. Heinrich Köster, Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim, ist mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Markus Söder überreichte ihm die Ehrung für seine Verdienste um Wissenschaft, Bildung und den Hochschulstandort Bayern.

Der Bayerische Verdienstorden wird seit 1957 für besondere Verdienste um den Freistaat Bayern verliehen. Die Zahl der lebenden Ordensträger ist auf 2.000 begrenzt.

Professor Köster steht seit 2009 an der Spitze der TH Rosenheim. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Hochschulstandorte in Mühldorf am Inn, Burghausen und im Chiemgau. Zudem wurde der Ausbau der Hochschule mit Technologietransferzentren in Waldkraiburg und Freilassing vorangetrieben.

Engagement auch über Bayern hinaus

Neben seiner Tätigkeit als Hochschulpräsident engagiert sich Köster seit vielen Jahren im Bereich der Holzwirtschaft. Er war Mitbegründer des Vereins Forum Holzbau und setzte sich nach Angaben der TH Rosenheim für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein. Außerdem wirkte er am Aufbau von Hochschulstandorten mit Schwerpunkt Holzwirtschaft in der Schweiz und Kanada mit. Auch der regionale Wirtschaftsverband Seeoner Kreis geht auf seine Initiative zurück.

Glückwünsche aus Hochschule und Kuratorium

„Heinrich Köster verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wie kaum ein anderer. Mit seinem strategischen Weitblick hat er die TH Rosenheim zu einer der erfolgreichsten und angesehensten Hochschulen Bayerns entwickelt“, sagt der Vorsitzende des Hochschulrats, Klaus Stöttner.

Daniel Artmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, erklärt: „Wir sind stolz auf Heinrich Köster. Sein außergewöhnliches Engagement und seine Tatkraft haben die Hochschule und die gesamte Region nachhaltig geprägt.“
Professor Köster selbst sagt zu der Auszeichnung: „Die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und ist für mich eine besondere Ehre. Ich nehme diese Auszeichnung nicht nur als Anerkennung meines persönlichen Wirkens entgegen, sondern auch als Wertschätzung für die damit verbundene Arbeit vieler engagierter Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben.“
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Bayerische Staatskanzlei)