Bahnhofstoilette in Aschau verwüstet

Bahnhofstoilette in Aschau verwüstet

Aschau / Landkreis Rosenheim – In Aschau im Chiemgau wurde die Bahnhofstoilette verwüstet. Weil auch eine Toilettenpapierrolle in Brand gesteckt wurde, musste auch die Feuerwehr anrücken.

Der Vorfall ereignete sich nach den Angaben der Polizei am gestrigen Freitagabend. Die Gläser der Eingangstür wurden mit Steinen eingeworfen und das Toilettenpapier in Brand gesetzt. Durch das Feuer entstand glücklicherweise kein Schaden am Gebäude. Die glimmenden Überreste wurden durch die Feuerwehr Aschau abgelöscht. 
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Prien unter Telefon 08051 / 9057-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sternsinger in Aschau unterwegs

Sternsinger in Aschau unterwegs

Aschau / Landkreis Rosenheim – Fünf Sternsinger-Gruppen der Pfarrei „Darstellung des Herrn“ Aschau im Chiemgau sind in diesem Jahr wieder von Haus zu Haus unterwegs gewesen, um die Friedensbotschaft zu verbreiten.

Die Sternsinger haben das Kreidezeichen auf die Türstöcke „C+M+B“ 2023 geschrieben. Dies bedeutet nicht, wie oft vermutet, Caspar, Melchior und Baltasar, sondern „Christus mansionem benedicat“ und heißt aus dem Lateinischen übersetzt „Christus segne dieses Haus“. In Versform wünschen dabei die Weisen aus dem Morgenland den Bewohnern im Priental Gesundheit und Glück im neuen Jahr 2023. Ein besonders farbenfrohes Bild ergab beim Hochamt in der Katholischen Aschauer Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“, bei dem Pfarrer Hermann Overmeyer die Sternsinger segnete und aussand. In diesem Jahr kam der Erlös in Höhe von 3192,00 Euro wieder für dem Hilfsprojekte „The Nest“ in Kenia zugute.
(Quelle: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Wenn der Segen mit der Kutsche kommt

Wenn der Segen mit der Kutsche kommt

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Wenn der Segen mit der Kutsche kommt! Die Sternsinger im Bergsteigerdorf Sachrang fahren am heutigen Heilig-Drei-König-Tag sogar mit der Kutsche von Haustür zu Haustür.

Ausgesandt wurden die Heiligen Drei Könige in der Sachranger Pfarrkirche St. Michael. Die Familie von Alois Schmid aus Hainbach haben die Pferde eingespannt und die Kinder und Enkelkinder, die als Heilige Drei Könige unterwegs waren, mit der Kutsche von Haus zu Haus gefahren. Unser Beitragsbild entstand im Aschauer Gemeindeteil Schossrinn.
(Quelle: Artikel: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Förderung von Öko-Modellregionen

Förderung von Öko-Modellregionen

Landkreis Rosenheim / Bayern – 2022 stellte das Bayrische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erstmalig ein zusätzliches Förderinstrument für alle 27 Bayerischen Öko-Modellregionen bereit mit einem Verfügungsrahmen zwischen 1.000 und 20.000  Euro Netto für Kleinprojekte. Profitiert davon haben auch Kleinprojekte der Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein.

Insgesamt standen den Bayerischen Ökomodellregionen insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. 90 Prozent der Förderung steuerte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei, die anderen 10 Prozent der Fördersumme wurden von den beteiligten Gemeinden der Ökomodellregionen (ÖMR)  eingebracht – ein finanzielles Engagement der Kommunen der ÖMR, die Steffi Adeili (Projektmanagerin) „zu schätzen weiß.“

Ein sechsköpfiges Gremium entschied dann Anfang Februar 2022 über die Förderfähigkeit der insgesamt acht eingereichten Projekte. Das niedrigschwellige, einfach gehaltene Antragsprozedere und die Aussicht auf einen maximalen Fördersatz von 50 Prozent begründeten die vergleichbar hohe Beteiligung. Eine Nachricht, die nicht nur die Gemeinde Frasdorf als verantwortliche Stelle für die gesamte Abwicklung der Förderung der Öko-Modellregion mit Bürgermeister Daniel Mair (Mitglied des Entscheidungsgremiums), erfreute.

Dank der Befürwortung und finanzieller Beteiligung konnte die Gemeinde Aschau im Chiemgau zwei Erfolge in der Bewilligung von Anträgen durch das Engagement hiesiger Akteure verzeichnen.

Mittel werden u. a.
für Direktvermarktung eingesetzt

So trug die Initiative des Prientaler Bergbauernladens Aschau im Chiemgau Früchte, denn dank der Unterstützung konnten heuer die Umbaumaßnahmen am Laden realisiert werden. Auch der Dorfladen Sachrang UG beteiligte sich mit Erfolg am Förderprogramm und freut sich nun, die Mittel für die Weiterentwicklung seiner Direktvermarktung einsetzen zu können (Wärmeofen, Verbesserung der Einkaufssituation an der Gemüseabteilung, besser zugänglicher Kühlschrank, Dosierspender für Trockenwaren wie Nudeln zur Vermeidung von Packungsmaterial).
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Gemeinde Aschau im Chiemgau, zeigt von links: Michael Andrelang (2. Bürgermeister), C. Spieth-Hölzl (Kulturreferat), Steffi Adeili (Projektmanagement ÖMR HKW), Wast Pertl (Prientaler Bergbauernladen Aschau i.Ch.)

Alphornklänge zum Jahresausklang

Alphornklänge zum Jahresausklang

Aschau / Landkreis Rosenheim – Möge das neue Jahr 2023 der Region Rosenheim „Sau viel Glück“ bringen. Unsere Aufnahme zeigt die Katholische Pfarrkirche von Aschau im Chiemgau, Darstellung des Herrn und den durch Aschau schlängelnden Fluss, die Prien. Andächtig und sanft klingt das „alte Jahr 2022“ am Fuße der Kampenwand aus.

Alphornweisen erklingen zum Jahreswechsel und zum Gedenken an die verstorbenen langjährigen aktiven Gründungsmitglieder der Aschauer Alphornbläser, Adolf Kieweg, Konrad Anner und Wolfgang Fischer. Um 15 Uhr werden zum Jahresausklang die Aschauer Alphornbläser an der Fischerkapelle in Engerndorf spielen. Ebenfalls am Silvestertag, 31.Dezember gibt es um 16 Uhr eine feierliche Jahresschlussandacht in der Katholischen Aschauer Pfarrkirche.
(Quelle: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Warum es „Bus Reiter“ bald nicht mehr gibt

Warum es „Bus Reiter“ bald nicht mehr gibt

Aschau / Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Tränen am Ende eines Lebensweges. Das bekannte Busunternehmen „Reiter“ aus Aschau im Chiemgau gibt es in wenigen Tagen nicht mehr. „Ich habe geweint, wie ein kleines Kind“, sagt Gerhard Reiter und erzählt die Gründe, die zu dieser Entscheidung führten.

Keine Fahrer. Corona-Rettungsgelder, die bis heute nicht bezahlt sind. Der nicht überwiesene Ausgleich für das Neun-Euro-Ticket und im Jahr 2022 125.000 Euro Mehrkosten für Diesel und AdBlue. Das war der Moment, an dem Busunternehmer Gerhard Reiter und seine Lebensgefährtin Petra Schmidtchen, die Organisatorin im Hintergrund, beschlossen, die Reißleine zu ziehen. Ab dem 1. Januar 2023 gibt es „Bus Reiter“ nicht mehr.

„MVV-Betrieb ist
wirtschaftlich nicht mehr zu machen“

„Wir betreiben unser Busunternehmen eigenwirtschaftlich. Subventionen vom Staat bekommen wir – entgegen der landläufigen Meinung – übers Jahr weg keine“, sagt Gerhard Reiter. Und nun schwebe zu allem anderen auch noch das Damoklesschwert MVV über den Busunternehmern. „MVV-Betrieb ist wirtschaftlich nicht mehr zu machen“, ist sich Reiter sicher.
Nach über vier Jahrzehnten gibt er auf. Ja, er sei froh, dass der RVO seine elf Busse übernimmt und auch all seinen Fahrern ein Angebot gemacht hat. Trotzdem seien nach der Vertragsunterzeichnung eine Stunde lang Tränen geflossen, gesteht der 60-Jährige freimütig. Gerade die langjährigen Mitarbeiter ziehen lassen zu müssen, sei nicht einfach. Er hätte schon gerne noch ein paar Jahre weitergemacht, sagt Reiter, scheitere aber an der generellen Situation.

Bei den Schulbuslinien
fehlt es an Personal

Leid tue es ihm um die Schulbuslinien. Die Gemeinden Stephanskirchen, Riedering und Aschau im Chiemgau hätten ihm während der Coronapandemie geholfen, wo sie konnten, ist er heute noch dankbar. Seit sechs Monaten sitzt Reiter wieder den ganzen Tag am Steuer, weil ihm das Personal fehlt. Dabei hat er festgestellt, dass es zwar immer noch nette Kinder gibt, aber auch viele, denen der Respekt vor dem Fahrer gänzlich fehlt. „Das geht schon damit los, dass sie weder ‚Guten Morgen‘ noch ‚Pfiadi‘ sagen.“ Die Schulbuslinien bleiben laut RVO zumindest bis zum Schuljahreswechsel unverändert. Auch für alle anderen Fahrgäste ändere sich nichts.
„Wir freuen uns, dass wir die Busflotte der Firma Reiter übernehmen können“, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn, Betreiberin des RVO. Bis auf einen kämen zum Jahreswechsel erfreulicherweise auch alle Fahrer von Reiter zum RVO.

„Uns wird vom Staat das
Zepter aus der Hand genommen“

„Uns wird vom Staat das Zepter aus der Hand genommen“, klagt Reiter. Neue Busse anschaffen? Nur noch mit alternativen Antrieben wie Wasserstoff, für alles andere gibt es keine Zuschüsse mehr. Diese Antriebe sind aber für ein kleines bis mittelständisches Unternehmen laut Reiter nicht zu finanzieren und zudem uninteressant. Beim RVO mit seinen dann rund 60 Bussen sehe das anders aus. Und: Die Suche nach Fahrern werde immer schwieriger, deren Ausbildung immer teurer.
Jene elf Busse, die der RVO übernimmt, bleiben bis auf den Firmenschriftzug unverändert. Der RVO mietet auch die Busgarage im Aschauer Ortsteil Außerkoy an. Ganz ohne Busse muss Reiter auch nach dem Jahreswechsel nicht auskommen. Buswerkstätten sind schwer zu finden. Deswegen übernimmt Gerhard Reiter für den RVO die nächsten Jahre noch die Wartung und Pflege „seiner“ Busse.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Information Aschau im Chiemgau – Text: Sylvia Hampel / Beitragsbild: H. Reiter, zeigt Gerhard Reiter mit Mutter und Lebensgefährtin)