Gebäudereinigung: Mindestlohn ab Januar bundesweit auf 15 Euro – Auch Rosenheimer Beschäftigte profitieren

Gebäudereinigung: Mindestlohn ab Januar bundesweit auf 15 Euro – Auch Rosenheimer Beschäftigte profitieren

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Rund 420 Reinigungskräfte sorgen in Rosenheim in Büros, Klassenzimmern und Krankenhäusern für Sauberkeit. Ab Januar erhalten sie mehr Geld: Der Stundenlohn für Beschäftigte in der Gebäudereinigung steigt auf mindestens 15 Euro. Das teilt die IG BAU Oberbayern mit. Die Gewerkschaft beruft sich bei den Zahlen auf Angaben der Arbeitsagentur.

„Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Harald Wulf von der IG BAU Oberbayern. Alle 34 Gebäudereiniger-Unternehmen in Rosenheim müssten sich daran halten. „Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen in Rosenheim einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, ergänzt Wulf.

Auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich: „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so der Vorsitzende der IG BAU Oberbayern.
(Quelle: Pressemitteilung NGG / Beitragsbild: IG Bau- Tobias Seifert)

Kater in Bad Wiessee mit Luftgewehr verletzt

Kater in Bad Wiessee mit Luftgewehr verletzt

Bad Wiessee / Landkreis Miesbach – Ein Kater in Bad Wiessee hat eine schwere Verletzung erlitten, die offenbar durch ein Luftgewehr verursacht wurde. Ein 41-jähriger Katzenhalter bemerkte um den Jahreswechsel eine Verletzung am Vorderbein seines Tieres.

Beim Tierarzt wurde, nach den Angaben der Polizei, ein Diabolo-Projektil im linken Vorderlauf des Katers festgestellt, das typischerweise mit Luftdruckwaffen verschossen wird. In einer Notoperation konnte das Projektil entfernt werden. Die Behandlungskosten belaufen sich auf rund 4.000 Euro.

Nach ersten Erkenntnissen dürfte sich die Tat in den Tagen vor Weihnachten im Ortsteil Abwinkl ereignet haben. Zeugen, die Hinweise auf den noch unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Wiessee unter der Telefonnummer 08022 98780 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Polizeieinsatz in Fischbachau: 33-jähriger nach Bedrohung mit Armbrust schwer verletzt

Polizeieinsatz in Fischbachau: 33-jähriger nach Bedrohung mit Armbrust schwer verletzt

Fischbachau / Landkreis Miesbach – Ein 33-jähriger Mann bedrohte am frühen Neujahrsmorgen Rettungssanitäter und später Polizeibeamte mit einer geladenen Armbrust. Im Rahmen des Einsatzes von Spezialeinsatzkräften (SEK) kam es in einem Wohnanwesen in Fischbachau zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Der Mann wurde schwer verletzt und zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht. Lebensgefahr besteht nach Angaben der behandelnden Ärzte inzwischen nicht mehr.

Gegen 03:00 Uhr verständigte die Besatzung eines Rettungswagens die Polizeieinsatzzentrale, nachdem sie vor einem Wohnanwesen auf den Mann getroffen waren. Sie hatten erste Hilfe leisten wollen, wurden aber nach eigenen Angaben von dem Mann mit einer Armbrust bedroht und zogen sich zurück.

Daraufhin fuhren mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Miesbach und umliegender Dienststellen zum Einsatzort. Da der Mann über eine Sportarmbrust mit Pfeilen verfügte, wurden zusätzlich SEK-Kräfte aus München alarmiert.

Der 33-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt wieder in dem Haus, in dem seine Lebensgefährtin und Angehörige leben. Nach bisherigen Erkenntnissen stand er in einer psychischen Ausnahmesituation und hatte gegenüber der Lebensgefährtin auch suizidale Äußerungen gemacht.

Die Polizei sperrte das Umfeld des Hauses ab und versuchte, mit dem Mann zu kommunizieren. Gegen 04:45 Uhr musste der Mann vom SEK gestoppt werden, um eine Eigen- oder Fremdgefahr auszuschließen. Dabei kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch; der Mann wurde im Rumpfbereich getroffen und zunächst intensivmedizinisch behandelt.

Alle Beteiligten werden sowohl durch ein Kriseninterventionsteam (KIT) als auch durch polizeiliche Betreuer betreut. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II übernahm das Bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs.

Hinweis für Betroffene: Menschen, die selbst Suizidgedanken haben oder psychisch belastet sind, können sich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Auch die Online-Beratung unter www.telefonseelsorge.de
steht kostenfrei zur Verfügung.

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Jeder Dritte in Bayern streamt Filme, Serien oder Sport

Jeder Dritte in Bayern streamt Filme, Serien oder Sport

Fürth / Bayern – Streaming wird in Bayern immer beliebter: Fast ein Drittel der Bevölkerung nutzt inzwischen kostenpflichtige Dienste für Filme, Serien oder Sport. Auch Musik-Streaming gewinnt deutlich an Bedeutung.

Im Jahr 2025 greifen knapp 31 Prozent der Bayerinnen und Bayern zwischen 16 und 74 Jahren auf kostenpflichtige Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+, Amazon Prime Video oder DAZN zurück. Das entspricht rund drei Millionen Personen. Damit hat der Anteil der Nutzer solcher Abonnements im Vergleich zu 2022 deutlich zugenommen – damals lag er bei 17 Prozent.

Die Zeitverwendungserhebung 2022 zeigt zudem, dass Personen ab zehn Jahren in Bayern täglich etwa zwei Stunden mit Fernsehen, Streaming und Video-on-Demand verbringen.

Anstieg auch beim Musik-Streaming

Auch Musik-Streaming ist weit verbreitet: 27 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren nutzen 2025 kostenpflichtige Musikdienste wie Spotify, Amazon Music oder Apple Music. Gegenüber 2022 entspricht das einem Anstieg um zehn Prozentpunkte.
Weniger verbreitet sind Abonnements für Online-Nachrichtenseiten (neun Prozent) oder Video- und Computerspiele-Streaming (sieben Prozent). Kostenpflichtige Gesundheits- oder Fitness-Apps nutzen rund 589 000 Personen beziehungsweise sechs Prozent der Bevölkerung.

Die Ergebnisse stammen aus der Erhebung zur privaten Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 2025 sowie der Zeitverwendungserhebung 2022 des Bayerischen Landesamts für Statistik. Sie verdeutlichen, wie sich das Mediennutzungsverhalten in Bayern in den letzten Jahren verändert hat: Streaming-Dienste gewinnen zunehmend an Bedeutung, während klassische Medien parallel weiterhin genutzt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Copyright re)

Schafbestand in Bayern sinkt weiter

Schafbestand in Bayern sinkt weiter

Fürth / Bayern – Weniger Tiere, fast gleich viele Betriebe: In Bayern ist der Schafbestand im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Neue Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen, wie sich die Situation entwickelt hat.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden zum Stichtag 3. November 2025 in Bayern rund 262 000 Schafe gehalten. Das sind etwa 11 000 Tiere weniger als im Jahr zuvor und entspricht einem Rückgang von 4,0 Prozent. Gleichzeitig zählte die Statistik rund 2 140 schafhaltende Betriebe – nahezu genauso viele wie im Vorjahr.
Im Durchschnitt hielt jeder Betrieb im Jahr 2025 etwa 122 Schafe. Damit liegt die Zahl pro Betrieb um rund fünf Tiere unter dem Wert von 2024. Schafe spielen in Bayern unter anderem eine wichtige Rolle bei der Pflege der Kulturlandschaft sowie bei der Erzeugung von Fleisch, Milch und Wolle.

Besonders deutlich ging im Jahresvergleich die Zahl der sogenannten anderen Mutterschafe ohne Milchschafe zurück. Sie sank um 4,7 Prozent auf rund 185 900 Tiere. Das entspricht einem Minus von etwa 9 200 Tieren.

Einen leichten Zuwachs verzeichneten dagegen die Schafböcke zur Zucht: Ihre Zahl stieg um 6,3 Prozent auf rund 4 400 Tiere. Auffällig ist zudem die Entwicklung in der Kategorie der „anderen Schafe“. Hier gab es einen starken Anstieg um 125,5 Prozent, der laut Statistik auf Umwidmungen einzelner größerer Betriebe hinsichtlich des Nutzungszwecks zurückzuführen ist.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Abschusszahlen für Bayern 2024/2025 liegen vor – PETA kritisiert Jagdpraxis

Abschusszahlen für Bayern 2024/2025 liegen vor – PETA kritisiert Jagdpraxis

München / Stuttgart – Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat die Abschusszahlen für das Jagdjahr 2024/2025 veröffentlicht. Demnach wurden in Bayern 122.905 Füchse getötet – mehr als jemals zuvor. Auch andere Tierarten wie Dachse und Waschbären verzeichneten hohe Abschusszahlen. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert die Praxis scharf.

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, erklärte: „Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass die Fuchsjagd unnötig ist. Doch während Luxemburg deshalb dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum des Fuchsjagdverbotes feiert, werden in Bayern Jahr für Jahr völlig sinnlose Fuchsmassaker durchgeführt. Es gibt überhaupt keinen Grund, die Tiere zu bejagen. Sie sind wichtig für den Erhalt eines gesunden Ökosystems und dürfen nicht der Ausübung einer Freizeitbeschäftigung zum Opfer fallen. Die Landespolitik muss endlich handeln und die Massentötungen von Füchsen und anderen Tierarten stoppen.“

PETA fordert die Landesregierung in einer aktuellen Pressemitteilung auf, Füchse und andere Beutegreifer von der Liste der jagdbaren Arten zu streichen.
(Quelle: Pressemitteilung PETA / Beitragsbild: Symbolfoto: re)