Ochsenbraterei wird zu Johann Auer auf der Wiesn

Ochsenbraterei wird zu Johann Auer auf der Wiesn

Rosenheim – Die Ochsenbraterei auf der Rosenheimer Wiesn ist Geschichte! Nach über drei Jahrzehnten hat die Erweiterung der Auerbräu Festhalle während der Herbstfestzeit ausgedient. Stattdessen kommt der „Johann Auer“. 

Auerbräu setzt heuer auf ein neues Konzept, wie der Wirtschaftliche Verband Rosenheim in seinem aktuellen Quartalsbrief meldet. Im „Johann Auer“ sollen sich die Besucher wie in einem Gasthaus fühlen, wo man entspannt essen und feiern kann mit einem deutlichen Fokus auf Bier und regionale Spezialitäten. Für das nötige Ambiente soll ein Holzbau sorgen. Die Aufbauarbeiten laufen derzeit nach Plan und sollen vor dem Einzug der Schausteller abgeschlossen sein. 
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info Wirtschaftlicher Verband / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Herbstfest Rosenheim 2022 ist vorbei

Herbstfest Rosenheim 2022 ist vorbei

Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest 2022 ging am gestrigen Sonntag zu Ende. Leider präsentierte sich das Wetter beim Endspurt nicht von seiner schönsten Seite. Aber insgesamt gab es viele sonnige Tage. Die Stimmung war gut. Die Zahl der Besucher war aber in der Zeit vor Corona schon mal größer – vor allem in den Bierhochburgen.

 

Innpuls.me hat mit zwei treuen Wiesnfans gesprochen, die jeden Tag auf dem Herbstfest waren. Ihr übereinstimmendes Fazit lautete: 20 bis 30 Prozent weniger Besucher in Festzelt und Festhalle. Vorteil: Nach Jahren, in denen man gefühlt schon mehr Zeit damit verbrachte, einen Sitzplatz zu finden, als nachher griabig zu feiern, war es heuer keinen Problem, eine leere Bierbank zu ergattern.

Auch aus Sicht der Polizei war es eine „schöne und friedliche Wiesn“. Sie zieht eine positive Bilanz zu den vergangenen 16 Festtagen.

Hier ein paar Zahlen dazu (Stand der Zahlen ist der 11. September, 12 Uhr) :

 

Wiesnverbote: 105 Wiesnverbote wurden ausgesprochen. 2019 waren es 119 und 2016 104.
Körperverletzungen: Mit 29 Anzeigen ging die Zahl im Vergleich zum Herbstfest 2019 zurück. Da waren es noch 35 Delikte
Gewahrsam: Mit 34 Fällen (2019: 37) bewegten sich die Arreste 2022 der überwiegend erwachsenen, männlichen Festbesucher auf einem Wert aus dem Jahr 2019.
Diebstahl: 30 Eigentumsdelikte wurden auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. „Ein erfreulicher Trend“, so die Polizei.
Jugend: Das völlig neu überarbeitete konzeptionelle Vorgehen der Polizei und dem Jugendamt der Stadt Rosenheim habe sich bewährt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden hinsichtlich Rauchen, Drogen und Alkohol überprüft. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag dabei aber wesentlich mehr im Umfeld des Herbstfestgeländes, als auf dem Gelände selbst. Alkohol in Form des „Vorglühens“ sei bei den Jugendlichen eher kein Thema mehr, dafür nun der Konsum von Tabak. Rund 80 und Jugendliche wurden rauchend in der Öffentlichkeit gesehen, die Hälfte davon mit einer sogenannte „E-Zigarette“. Zum Vergleich: 2019 waren es 9 Jugendliche.
Verkehr: Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit laut Polizei zumeist reibungslos, auch während der Festzüge. Zehn Fahrer wurden mit zu hohen Alkoholwerten oder drogentypischen Ausfallerscheinungen aus dem Verkehr gezogen. 2019 waren es 14.
Parken: Gegen Falschparker ging die Polizei konsequent vor. 57 Autos wurden 2022 abgeschleppt, weil sie verbotswidrig auf Behindertenparkplätzen oder auf Not- und Rettungswegen standen. 2019 wurden 5 Fahrzeuge abgeschleppt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild und Feuerwerk Rainer Nitzsche / Fotos: Karin Wunsam, Josefa Staudhammer, Gisela Schreiner)

Und zum Abschluss – weils so schee war – noch ein paar Bilder für Euch von der Wiesn 2022: 

Pferd schaut neugierig eine Kamera an
Brillant-Feuerwerk auf dem Herbstfest Rosenheim 2022
Kettenkarussell beleuchtet in der Daemmerung auf dem Herbstfest Rosenheim
Regenbogen spannt sich ueber das Herbstfest Rosenheim
Erntedankfest Rosenheim 2022
Erntedankfest Rosenheim 2022
Erntedankfest Rosenheim 2022
Erntedankfest Rosenheim 2022
Auf dem Herbstfest Rosenheim - Lebkuchenherzen mit der Aufschrift: "Gruss vom Herbstfest Rosenheim" mit blau-weissem Rand
Gladiator-Eintritt auf dem Herbstfest Rosenheim
Riesenrad auf dem Herbstfest Rosenheim - Blick ueber das Festgelaende
Erntedankfest Rosenheim 2022
Karin links und Josefa rechts von Innpuls.me beim Test der Fahrgeschaefte auf dem Herbstfest Rosenheim
Familientag auf dem Rosenheimer Herbstfest
Herbstfest Rosenheim - zwei kleine Besucher bei der Fahrt im Riesenrad
Rosenheimer Herbstfest 2022
Rosenheimer Herbstfest bei Nacht - Blick auf das Kettenkarussell
Rosenheimer Herbsfest
Rosenheimer Herbstfest 2022
Rosenheimer Herbstfest 2022
Messerangriff auf dem Rosenheimer Herbstfest?

Messerangriff auf dem Rosenheimer Herbstfest?

Rosenheim – Ein Post auf Social-Media sorgt seit dem gestrigen Samstagnachmittag für Unruhe bei den Besuchern des Rosenheimer Herbstfestes: Bei einem Messerangriff am Freitagabend sei ein Mann auf dem Herbstfestgelände von mehreren Tätern niedergestochen worden, so der Post. Der Rosenheimer Polizei ist aber kein solcher Vorfall bekannt.

Screenshot der Polizei zur angeblichen Messerstecherei auf dem Rosenheimer Herbstfest -

Das ist die betreffende Meldung. Screenshot: Copyright PP Oberbayern Süd

Gegen 23 Uhr sei am Freitagabend, 9. September, auf dem Rosenheimer Herbstfest ein Mann niedergestochen worden, so schreibt die vermeintliche Verfasserin des Social-Media-Posts. Auch eine angebliche Täterbeschreibung und ein Zeugenaufruf der Polizei findet sich in den Zeilen, die offensichtlich am Samstagnachmittag veröffentlicht wurden.

Rosenheimer Polizei ist
kein Messerangriff bekannt

In Wirklichkeit ist der Rosenheimer Polizei bislang kein Messerangriff am Freitagabend bekannt. Entsprechende Recherchen blieben ergebnislos. Ob tatsächlich ein Mann durch eine Messerattacke von unbekannten Tätern verletzt wurde oder ob es sich dabei um Fake-News handelt, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Deshalb bittet die Rosenheimer Polizei vornehmlich das vermeintliche Opfer, sich zu melden. Auch Zeugen des Vorfalls und die, offensichtlich weibliche Verfasserin des Posts werden gebeten, sich dringend bei der Rosenheimer Polizei unter Telefon 08031 / 200-0 zu melden. Hinweise können auch persönlich bei der Polizeiinspektion in der Ellmaierstraße oder direkt bei der Wiesnwache im Glückshafen auf dem Herbstfestgelände abgegeben werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Herbstfest-Bericht der Polizei: Tag 14

Herbstfest-Bericht der Polizei: Tag 14

Rosenheim – Ein „Bierbank-Belastungstest“ beschäftigte die Rosenheimer Polizei am Tag 14 auf dem Rosenheimer Herbstfest.  Außerdem verschönerte ein Flintsbacher die Ausnüchterungszelle mit Toilettenpapier-Girlanden. Hier der Wiesnbericht der Polizei im Wortlaut.

„So a bissal Regen trübt die Stimmung glei gar ned“ – Zumindest bei der Wiesnwache war die Stimmung sehr gut und wenn man die Festbesucher so beobachten konnte, auch sie waren bestens gelaunt. Und die paar Tropfen da, die stören doch nicht.

Österreicher kam bei der
Frauenwelt nicht gut an

Weil ein 40-jähriger Österreicher aus dem Ötzthal mit seinen rund zwei Promille meinte, er sei für die „Frauenwelt“ unwiderstehlich oder gar umwerfend, war am Ende die Wiesnwache im Einsatz. Irgendwie kam er bei den Damen nicht so gut an und seine Stimmung schwappte um, er pöbelte herum. Die Wiesnwache nahm „Amor“ mit und erteilt ihm ein Wiesnverbot. Aber nur eine Stunde später konnte er wieder auf dem Festgelände angetroffen werden und meinte „Bin wieder da“. Die Beamten erwiderten „Nicht mehr lange“ und verwiesen den 40-Jährigen vom Festgelände. Ob der Liebespfeil später noch ins Schwarz traf, darüber liegen der Polizei keine Ermittlungsergebnisse vor.

„Überschreitung
zulässiges Gesamtgewicht“

Etwas überschwänglich und vielleicht auch zusammenfassend a bissal zu schwer für eine Bierbank, stand eine Gruppe auf der Sitzgelegenheit. Plötzlich brach die Bank in sich zusammen. Beim Herunterfallen tat sich niemand weh, aber man geriet mit dem Sicherheitdienst in eine rege Diskussion. Letztlich einigte man sich durch die Schiedsentscheidung der Wiesnwache, dass die Bank im Nachgang bezahlt wird. Böse Absicht war zumindest nicht gegeben.

Ausnüchterungszelle
mit Toilettenpapier verschönert

Am Ende des Einsatzes mussten die Beamten dann doch schmunzeln, aber zunächst war ihnen nicht zum Lachen zumute. Ein 54-jähriger Flintsbacher beleidigte kurz vor Ende beim Verlassen des Herbstfestes Beamte der Wiesnwache als „Vollpfosten“. Da der 54-Jährige dann mehr und mehr aggressiv wurde, musste er in Gewahrsam genommen werden. Die Ausnüchterungszelle der Rosenheimer Polizei ist leicht spartanisch eingerichtet. Offenbar gefiel das Interieur auch ihm nicht. Mit Toilettenpapier verschönerte der 54-Jährige die Zelle. Wie Girlanden, kreuz und quer, hängte er Bahnen von Klopapier auf. Irgendwie auch schnuggelig und in einem halben Jahr vielleicht eine gute Dekoration für Fasching.

Abschluss eines Versicherungsvertrags
auf der Wiesn geht schief

Ob jetzt wirklich ein Vertragsgespräch gesucht wurde, so richtig konnte das nicht aufgeklärt werden. Jedenfalls geriet ein 25-jähriger aus dem Landkreis Traunstein beim Verlassen des Festgeländes mit einem anderen Gast in Streit. Man kam sich über die Formalitäten einer Versicherung nicht überein und der Unbekannte schlug dem Traunsteiner ins Gesicht. Er verletzt sich leicht, der Schläger konnte unerkannt entkommen.

„Aber i muas
doch do nei“

In der Kaiserstraße wollten zwei Irschenberger kurz vor Mitternacht unbedingt in ein Lokal. Die Gaststätte war aber schon gut gefüllt und die beiden konnten nicht mehr ins Innere, der Türsteher versuchte es ihnen zu erklären. Die angeregte Diskussion verschob sich dann direkt auf die Kaiserstraße und einer der Irschenberger kugelte auf die Fahrbahn. Auf den Streit aufmerksam geworden, versuchte die Polizei zu vermitteln und musste auch die Straße kurz sperren, um den Irschenberger wieder auf die Füße zu helfen. Sie Beamten hörten dann nur, „Mia mias`n unbedingt do nei“. Heute leider nicht, so die Antwort der Polizei. Das Duo ging dann weiter, wohl suchten sie sich ein anderes Lokal. Mit leichtem Kopfschütteln und einem leicht erkennbaren Grinsen war auch dieser Einsatz für die Rosenheimer Polizei beendet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

 

Wiesnendspurt mit Regenbogen eingeläutet

Wiesnendspurt mit Regenbogen eingeläutet

Rosenheim – Nur noch zwei Tage und dann ist Schluss mit der fünften Jahreszeit in Rosenheim. Das Ende des Rosenheimer Herbstfestes naht. Eingeläutet wurde der Wiesnendspurt am gestrigen Freitagabend nach einem regnerischen Tag mit Regenbogen und sehr fotogenem Sonnenuntergang.

So viel lässt sich schon mal für die Wiesn 2022 sagen: Es gab viele Stunden Sonnenschein. Das letzte Herbstfestwochenende wird aber laut Wettervorhersage wohl leider sehr regnerisch sein. Nicht so gut für die Fahrgeschäfte und anderen Schausteller auf dem Festgelände. Aber dafür könnte es vielleicht noch mal in den Bierhochburgen sehr voll und zünftig werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Gisela Schreiner)

 

Kettenkarussell beleuchtet in der Daemmerung auf dem Herbstfest Rosenheim
Sonnenuntergang auf dem Herbstfest Rosenheim
Sonnenuntergang ueber dem Proseccostadel auf dem Herbstfest Rosenheim mit bunter Kuhfigur auf rechter Seite
Aktueller Corona-Lagebericht

Aktueller Corona-Lagebericht

Rosenheim / Landkreis – Rosenheimer Herbstfest in Zeiten von Corona. Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Wiesn und dem aktuellen Anstieg der Infektionszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz liege in der Stadt Rosenheim nun knapp unter 400 und habe sich damit im Vergleich zum Stand vor zwei Wochen mehr als verdoppelt. Der Landkreis steuere auf 300 zu.

Seit dem letzten Covid-19-Lagebericht mit Stand 25. August, wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 1507 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet (letzter Covid-19-Lagebericht 1289 Fälle).
Laut Dr. Wolfgang Hierl hat die Infektionsaktivität damit deutlich zugenommen. Das Wellental nach abgeklungener Sommerwelle sei beendet.
Zum Endspurt für das Rosenheimer Herbstfest mahnt er deshalb zu überlegtem Verhalten: „Wir sehen einen klaren Zusammenhang zwischen der Rosenheimer Wiesn und dem Anstieg der Infektionszahlen. Das zeigen uns auch die Erfahrungen anderer Kommunen, wie zuletzt dem Gäubodenfest in Straubing und dem Volksfest in Dachau“.

Für eine endgültige Beurteilung der
Lage sei es noch zu früh

Noch sei es zu früh, um sich abschießend über den Effekt auf das Infektionsgeschehen zu äußern, noch sei nicht klar, wie sich die Zunahme der Infektionsfälle beim Personal auf den Betrieb von Heimen und Kliniken auswirken werde. Aber eines sei klar: Bierzelte und dichtes Gedränge in Menschenmassen seien Hotspots für Virusübertragung. Dr. Wolfgang Hierl appelliert deshalb, die Rosenheimer Wiesn nur mit vollständigem Corona-Impfschutz zu besuchen. Bei typischen Erkältungssymptomen sei die Wiesn absolut tabu.

Situation auf den Intensivstationen
aktuell noch konstant

Die Fallzahlen in den Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim waren nach den Worten von Dr. Hierl auf den Normalstationen in den letzten zwei Wochen im Durchschnitt leicht rückläufig und auf den Intensivstationen konstant.
Problematisch bleibe jedoch der hohe krankheitsbedingte Personalausfall in ärztlichen und pflegerischen Bereich. Dadurch komme es in den RoMed-Kliniken zu einer massiven Belastung des Betriebs.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)