Chronische Schmerzen: Wege zurück zu mehr Lebensqualität

Chronische Schmerzen: Wege zurück zu mehr Lebensqualität

Prien / Landkreis Rosenheim – Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland leidet an chronischen Schmerzen. Multimodale Therapieansätze kombinieren Bewegung, Beratung und Schmerzmanagement, um die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.

Chronische Schmerzen sind weit verbreitet: Etwa 10 bis 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, manche Erhebungen gehen sogar von bis zu einem Drittel aus, wenn die Dauer von mehr als drei Monaten berücksichtigt wird. Viele Betroffene warten lange auf eine wirksame Behandlung – mehr als die Hälfte länger als zwei Jahre. Neben körperlichen Einschränkungen berichten rund 50 Prozent über Auswirkungen auf Arbeit und Alltag.

Chronische Schmerzen als eigenständiges Krankheitsbild

Halten Beschwerden wie Rücken-, Gelenk- oder Nackenschmerzen länger als drei Monate an, werden sie als chronische Schmerzen bezeichnet. Häufig entwickelt sich ein sogenanntes „Schmerzgedächtnis“: Das Nervensystem empfängt weiterhin Schmerzsignale, obwohl die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. „Viele Patienten sind bereits länger in Behandlung, wenn sie zu uns kommen“, sagt Christoph Burkl, ärztlicher Leiter der Abteilung für Schmerzmedizin und konservative Orthopädie an der RoMed Klinik Prien am Chiemsee. „Die Schmerzen bestehen weiterhin, und unser Ziel ist es, ihnen mit einer individuell angepassten Therapie neue Perspektiven zu eröffnen.“

Multimodale Therapie statt Einzellösung

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfolgt häufig multimodal, also in Kombination verschiedener Ansätze. In Prien umfasst dies ärztliche Schmerztherapie, Physiotherapie, Bewegungstraining, Yoga- und Kunsttherapie, psychologische Begleitung sowie Entspannungsverfahren. „Schmerz ist selten nur ein rein körperliches Problem“, erklärt Burkl. „Stress, Ängste oder Schonhaltungen können die Beschwerden verstärken. Deshalb reicht es meist nicht, allein Medikamente einzusetzen.“ Ziel ist nicht nur die Reduktion der Schmerzintensität, sondern eine spürbare Verbesserung der Vitalität und Funktionsfähigkeit.

Stationäre Therapie und konservative Orthopädie

Eine stationäre Behandlung kommt vor allem dann infrage, wenn ambulante Maßnahmen ausgeschöpft sind oder zusätzliche psychische Belastungen bestehen. Sie ermöglicht eine enge Verzahnung aller Therapiebausteine und unmittelbare Anpassung an Veränderungen.

Ein Schwerpunkt liegt auf konservativen orthopädischen Verfahren – also Behandlungen ohne Operation. „Eine Operation ist manchmal sinnvoll, aber nicht automatisch die beste Lösung“, erläutert der Schmerzmediziner. „Oft lassen sich Beschwerden durch gezielte Bewegung, Veränderung von Bewegungsmustern, Muskelaufbau und ein besseres Verständnis für die eigenen Belastungsgrenzen deutlich verbessern.“

Psychologische Begleitung

„Chronische Schmerzen sind keine Einbildung“, betont der ärztliche Leiter: „Unser Gehirn spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Schmerz. Wer lernt, anders damit umzugehen, kann die Intensität und das Leiden spürbar verringern.“ Die Kombination aus körperlicher und psychologischer Behandlung kann langfristig das Wohlbefinden steigern.

Frühzeitiges Eingreifen

Je früher eine Chronifizierung erkannt wird, desto größer sind die Chancen, das Schmerzgedächtnis zu beeinflussen. Hausärzte sind meist die erste Anlaufstelle und können einschätzen, wann spezialisierte Therapie sinnvoll ist. „Unser Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Menschen trotz Schmerzen wieder mehr Lebensfreude spüren können“, so Burkl.

Informationsveranstaltung am 24. April 2026

Unter dem Motto „Erfolgreiche Schmerztherapie erleben“ laden Christoph Burkl und sein Team der Schmerztherapie am 24. April von 15 bis 17 Uhr in die RoMed Klinik Prien, Harrasser Straße 61–63, ein.
Der Nachmittag bietet ein vielseitiges Programm mit Informations- und Mitmachangeboten aus verschiedenen Fachbereichen:

  • Physiotherapie: aktive Übungen und Bewegung mit dem Pezziball gegen den Schmerz
  • Psychotherapie: Achtsamkeit und Entspannung, neue Impulse zum Umgang mit Schmerz
  • Aromatherapie: wie Düfte unterstützen können
  • Vorstellung des Behandlungskonzepts vom Ärztlichen Leiter der Schmerztherapie, Christoph Burkl

Die Veranstaltung möchte Betroffene ermutigen, neue Wege im Umgang mit chronischen Schmerzen zu entdecken. Dabei werden moderne Therapieansätze erklärt, praxisnahe Alltagsstrategien vorgestellt und konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, den eigenen Alltag bewusster und selbstbestimmter zu gestalten.
Weitere Informationen und Anmeldung  unter: RoMed
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Bewegungstraining als Baustein der multimodalen Schmerztherapie; Copyright RoMed Kliniken)

Palliativmedizin in Rosenheim: RoMed Klinikum baut Versorgungsstruktur ab April aus

Palliativmedizin in Rosenheim: RoMed Klinikum baut Versorgungsstruktur ab April aus

Rosenheim – Das RoMed Klinikum Rosenheim stärkt seine Palliativversorgung: Ab April 2026 ergänzt ein neuer konsiliarischer Palliativdienst die bestehende Palliativstation und bringt spezialisierte Betreuung direkt auf alle Stationen – für mehr Lebensqualität und gezielte Unterstützung schwerstkranker Patienten im Klinikalltag.

Wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist, verschiebt sich der Fokus der Therapie. Neben weiterhin möglichen medizinischen Maßnahmen rückt stärker in den Vordergrund, was für den einzelnen Patienten sinnvoll und angemessen ist: Lebensqualität, Symptomlinderung sowie Orientierung und Unterstützung für Patienten und Angehörige. Genau hier setzt das RoMed Klinikum Rosenheim künftig noch intensiver an.

Ab April 2026 erweitert das Haus sein bestehendes Angebot: Ergänzend zur etablierten Palliativstation wird ein stationsübergreifender Dienst aufgebaut. Er bringt spezialisierte, palliativmedizinische Expertise dorthin, wo sie im Klinikalltag zusätzlich gebraucht wird – auf die Normalstationen ebenso wie auf die Intensivbereiche.

Unterstützung im Hintergrund – Behandlung bleibt auf der Station

Die Palliativstation bleibt ein zentraler Ort für Menschen mit besonders komplexen Symptomen und hohem Betreuungsbedarf. Gleichzeitig benötigen viele schwerstkranke Patienten rechtzeitig spezielle Begleitung, ohne dass eine Verlegung notwendig ist. „Wir erleben, dass medizinisch-ethische Fragestellungen häufig schon früh im Krankheitsverlauf entstehen“, sagt Dr. Daniel Drexler, ärztlicher Leiter der Palliativmedizin. „Mit dem neuen Angebot stellen wir sicher, dass diese Kompetenz strukturiert und bedarfsgerecht in allen Fachbereichen zur Verfügung steht.“

Der Dienst arbeitet konsiliarisch: Auf Anforderung des behandelnden Arztes kommt das Team auf die jeweilige Station, berät und begleitet. Die medizinische Gesamtverantwortung bleibt bei der Fachabteilung. Im Fokus stehen die Linderung belastender Beschwerden wie Schmerzen oder Luftnot, die gemeinsame Klärung von Therapiezielen sowie die Unterstützung bei komplexen Entscheidungsprozessen. „Palliativmedizin bedeutet nicht automatisch den Verzicht auf aktive medizinische Maßnahmen“, betont Drexler. „Sie stellt den Menschen mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen in dieser speziellen Situation in den Mittelpunkt und richtet die Behandlung bewusst danach aus.“

Orientierung in schwierigen Situationen

Gerade wenn lebensbegrenzende Erkrankungen fortschreiten, entstehen Fragen: Was dient dem Patienten in dieser Lebensphase am besten? Wo liegen seine persönlichen Grenzen? Wie kann unnötige Belastung vermieden werden? Der neue Dienst begleitet solche Gespräche multiprofessionell und bezieht Angehörige ausdrücklich ein. Auch die Planung der weiteren Versorgung – etwa in Richtung spezialisierte ambulante Palliativversorgung oder Hospiz – wird frühzeitig mitgedacht.

In der Aufbauphase rechnet das RoMed Klinikum mit rund 350 bis 400 konsiliarischen Mitbehandlungen pro Jahr. Das Kernteam besteht aus zwei Fachärzten und zwei speziell qualifizierten Pflegefachkräften; bei Bedarf werden Physiotherapie, Sozial- und Entlassmanagement, Psychoonkologie oder Seelsorge eingebunden. Ausgewählte ergänzende Angebote, etwa aromatherapeutische Anwendungen bei Unruhe oder Übelkeit, musiktherapeutische Elemente zur emotionalen Stabilisierung und Angstreduktion sowie psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung, sollen indikationsbezogen auf allen Stationen zugänglich sein.

Pflege als zentrale Säule

Auf vielen Normalstationen gehören palliative Situationen längst zur täglichen Versorgungsrealität und verlangen neben medizinischem Wissen vor allem Zeit, kommunikative Kompetenz und große Sensibilität. „Solche Krankheitsverläufe stellen hohe Anforderungen an alle Beteiligten“, sagt Markus Thumes, Stationsleiter und Fachkraft für Palliative Care. Das palliativmedizinische Konsilteam unterstützt dort, wo zusätzliche Expertise gebraucht wird, etwa bei vielschichtigen Beschwerdebildern oder in herausfordernden Gesprächssituationen mit Angehörigen.

„Pflegende nehmen Veränderungen oft als Erste wahr“, sagt Thumes. „Unsere Nähe zu den Patienten ist ein großer Wert – und eine Verantwortung. Sie verlangt Feinfühligkeit und Achtsamkeit, besonders wenn Therapieziele neu überdacht werden müssen. Der Palliativdienst stärkt diese Rolle, indem er fachliche Perspektiven bündelt und den Austausch im Sinne der Betroffenen fördert.“

Mehr Informationen über die Palliativmedizin im RoMed Klinikum Rosenheim: www.romed-kliniken.de/de/rosenheim/palliativmedizin.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Qualitätsvertrag gegen Mangelernährung: AOK Bayern und RoMed Klinikum Rosenheim starten neues Versorgungsmodell

Qualitätsvertrag gegen Mangelernährung: AOK Bayern und RoMed Klinikum Rosenheim starten neues Versorgungsmodell

Rosenheim – Mangelernährung betrifft laut der Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. jeden vierten bis fünften Krankenhauspatienten in Deutschland und erhöht das Sterberisiko deutlich. Um Diagnose, Therapie und Prävention systematisch zu verbessern, haben die AOK Bayern und das RoMed Klinikum Rosenheim einen Qualitätsvertrag geschlossen. Nach einer Analyse der aktuellen Versorgung startet im April die Umsetzungsphase mit Screening, individueller Ernährungstherapie und strukturierter Nachsorge.

Jeder vierte bis fünfte Patient, der in deutschen Krankenhäusern stationär aufgenommen wird, ist von Mangelernährung betroffen. Sie bleibt oft unbehandelt und erhöht dadurch laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) die Sterblichkeit um das Dreifache. Die AOK Bayern und das RoMed Klinikum Rosenheim haben im Oktober einen Qualitätsvertrag geschlossen, der nach einer Erhebung der Ist-Situation im April in die Umsetzungsphase übergeht, um die Ernährung von Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Das Ziel: Eine Versorgungsstruktur aufbauen, die eine bessere Diagnose, Behandlung und Prävention von Mangelernährung ermöglicht.

„Mangelernährung ist kein neues Phänomen. Trotzdem bekommt sie im klinischen Alltag immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Deshalb ist es uns ein Anliegen, mit dem neuen Qualitätsvertrag eine bessere Versorgungsstruktur zu schaffen. Wir wollen die Gesundheitskompetenz der Patienten steigern und somit ihren Allgemeinzustand verbessern“, so Dr. Tobias Hermann, Geschäftsbereichsleiter Stationäre Versorgung bei der AOK Bayern. Gerade vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Krebserkrankte seien von Mangelernährung betroffen.

Mit Screening und Ernährungsplänen gegen Mangelernährung vorgehen

Die Vereinbarung sieht ein systematisches Screening für erwachsene Versicherte der AOK Bayern vor, die stationär im RoMed Klinikum Rosenheim behandelt werden. Ein Ernährungsteam erstellt daraufhin ein Konzept für eine individualisierte Therapie. Diese beinhaltet einen auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan, eine Ernährungstherapie und eine Ernährungsberatung. Während des stationären Aufenthalts kümmert sich das Team der Ernährungsmedizin um die Patienten. Vor der Entlassung erhalten Mangelernährte Informationen, wie sie die Therapie zu Hause fortsetzen. “Wir erwarten uns von diesem Projekt eine nachhaltige und verbesserte Versorgung der betroffenen Patienten“, macht Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim deutlich.

Die Vereinbarung läuft bis März 2028. Danach erfolgt eine Auswertung durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), um den Nutzen eines systematischen Screenings zu bewerten. „Wir sind überzeugt, dass eine interdisziplinäre, moderne ernährungsmedizinische Versorgung gut umsetzbar ist und erheblich die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten verbessert. Unser Ziel ist es, nach positiver Bewertung, die Leistungen dauerhaft in die Regelversorgung zu überführen. Perspektivisch streben wir an, die geschaffenen Strukturen auszubauen, damit möglichst viele Patienten von den positiven Effekten profitieren können“, betont Prof. Dr. von Delius.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Kliniken

Bereits im Jahr 2024 hat die AOK Bayern einen vergleichbaren Qualitätsvertrag mit dem Krankenhaus Barmherzige Brüder in München abgeschlossen. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt: Durch ein speziell eingerichtetes Ernährungsteam und ein standardisiertes Screening wird Mangelernährung frühzeitig erkannt und gezielt behandelt. Auch Ernährungs- und Gesundheitskompetenz während und nach dem Krankenhausaufenthalt werden geschult.
„Unsere Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern zeigt, dass eine strukturierte und patientenorientierte Versorgung bei Mangelernährung wichtig ist. Seit Vertragsstart sind inzwischen rund 20 weitere Krankenkassen als Partner hinzugekommen“, erklärt Dr. Hermann von der AOK Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Eine bedarfsgerechte Ernährung fördert eine erfolgreiche Behandlung und beschleunigt die Genesung. Copyright RoMed Kliniken)

Infoveranstaltung zu Epilepsie: RoMed Kliniken laden nach Rosenheim ein

Infoveranstaltung zu Epilepsie: RoMed Kliniken laden nach Rosenheim ein

Rosenheim – Anlässlich des Tags der Epilepsie veranstalten die RoMed Kliniken am Samstag, 21. Februar, eine Informationsveranstaltung in Rosenheim. Unter dem Titel „Epilepsie verstehen, gezielt behandeln, gemeinsam austauschen“ sind Patienten, Angehörige sowie Interessierte ab 13 Uhr ins Bildungszentrum St. Nikolaus (Pettenkoferstr. 5) eingeladen.

Im Mittelpunkt steht die moderne Versorgung von Menschen mit Epilepsie. Die RoMed Kliniken bauen ihr spezialisiertes Angebot kontinuierlich aus. Mit der Einführung der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) im Jahr 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, weitere spezialisierte Angebote sind bereits in Planung.
Im Rahmen des Patientenforums stellt sich das interdisziplinäre Team vor: Chefarzt Prof. Dr. Joji Kuramatsu sowie die Epileptologen Dr. Johannes Lang und Dr. Tamara Welte informieren über aktuelle Therapieverfahren, individuelle Behandlungsmöglichkeiten und besondere medizinische Herausforderungen bei Epilepsie.
Ergänzt wird das Programm durch einen Vortrag der Epilepsieberatung München und Oberbayern gGmbH, der sozialmedizinische Aspekte und Unterstützungsangebote beleuchtet. Eine Kaffeepause sowie eine offene Diskussionsrunde bieten Raum für persönlichen Austausch und individuelle Fragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte auf der Website der RoMed Kliniken.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: von Links, Dr. Johannes Lang, Dr. Tamara Welte, Prof. Dr. Joji Kuramatsu; Copyright RoMed Kliniken)

Faschingsgilde bringt närrische Stimmung ins RoMed Klinikum Rosenheim

Faschingsgilde bringt närrische Stimmung ins RoMed Klinikum Rosenheim

Rosenheim – Es ist eine feste Tradition am Rosenmontag: Die Rosenheimer Faschingsgilde besucht das RoMed Klinikum Rosenheim und bringt Farbe, Musik und gute Laune in die Eingangshalle. Auch in diesem Jahr verwandelte sich das Foyer zur Mittagszeit in eine kleine Faschingsbühne.

Mit ihrem schwungvollen Gardemarsch begeisterten die Gardemädchen das Publikum und sorgten für viel Applaus. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Prinzessin Ursula I., „glitzernde Künstlerin aus dem Lande der unendlichen Tanzträume“, und Prinz Korbinian I., „schwungvoller Regent aus dem Königreich der sprudelnden Heizkreise“. Ihr Walzer riss die Zuschauer mit und brachte spürbar närrische Stimmung in den Klinikalltag.
Im Rahmen des Besuchs überreichte Prinz Korbinian I. zudem den Rosenheimer Faschingsorden an Dr. Martina Bielawski, Kaufmännische Leiterin des RoMed Klinikums Rosenheim. Sie bedankte sich herzlich für die langjährige Verbundenheit und ließ es sich nicht nehmen, die Mitglieder der Faschingsgilde vor ihrem nächsten Auftritt mit Lunchpaketen zu stärken.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Traditionell besuchte die Faschingsgilde Rosenheim das RoMed Klinikum. Mittendrin Kaufmännische Leiterin Dr. Martina Bielawski, die von Prinz Korbinian I den Rosenheimer Faschingsorden verliehen bekam. Copyright RoMed Kliniken)

Weltkrebstag: Medizinische Kompetenz und menschliche Nähe im Kampf gegen Krebs

Weltkrebstag: Medizinische Kompetenz und menschliche Nähe im Kampf gegen Krebs

Rosenheim – Eine Krebsdiagnose verändert alles. Sie wirft Fragen auf, verunsichert, verlangt Entscheidungen. Am Weltkrebstag am 4 Februar wird sichtbar, dass moderne Krebsmedizin nicht nur präzise Diagnostik und wirksame Therapien braucht, sondern oft auch Nähe, Austausch und Menschen, die ihre Erfahrungen teilen.

Selbsthilfegruppen geben Betroffenen Orientierung und ergänzen die medizinische Behandlung.
Seit vielen Jahren arbeitet der RoMed-Klinikverbund eng mit Selbsthilfegruppen zusammen. Ärzte, Pflegekräfte und Betroffene begegnen sich auf Augenhöhe – mit dem gemeinsamen Ziel, Patienten bestmöglich zu helfen.

Kooperatives Brustkrebszentrum Südostbayern: Medizin mit Zertifikat und Nähe

Ein Beispiel ist das nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Kooperative Brustkrebszentrum Südostbayern am RoMed Standort Rosenheim. Es wurde 2003 gegründet und war das erste Brustkrebszentrum in Bayern, das eine DKG-Zertifizierung erhielt. Bereits bei dieser Zertifizierung war die Frauenselbsthilfe Krebs e.V. eingebunden – eine Kooperation, die bis heute intensiv gepflegt wird.
„Die Frauenselbsthilfe Krebs hier vor Ort ist für unsere Patientinnen von großer Bedeutung“, sagt PD Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt und Leiter des Brustkrebszentrums. „Dort treffen sie auf Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, was eine Krebserkrankung bedeutet. Dieses Verständnis gibt Halt, hilft bei der Einordnung der Situation und dabei, Schritt für Schritt ins Leben zurückzufinden – etwas, das Medizin allein nicht leisten kann.“

Leben mit und nach Krebs: Begleitung auch über die Therapie hinaus

Die Möglichkeiten für Krebserkrankte, auch über die Behandlung hinaus begleitet zu werden, haben sich spürbar erweitert. Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt und Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums, engagiert sich mit Chefarzt Prof. Dr. Stefan von Delius und regionalen Partnern für verschiedene Projekte.
Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Rosenheim bestehen Workshops zu Ernährung und Lebensstil als auch kulturelle Angebote wie „Singen macht glücklich – ein Chor für Erkrankte“. Ergänzt werden sie durch Aktionen wie „Boxen gegen Krebs“ in Zusammenarbeit mit dem Sportbund DJK Rosenheim e.V.
„Bei diesen Aktivitäten erlebe ich, wie sehr unsere Patienten davon profitieren“, sagt Nowak. Die onkologischen Zentren unterstützen die Betroffenen bewusst auch über das Ende der Therapie hinaus. Der Austausch mit Selbsthilfegruppen und Initiativen aus der Region wird von beiden Seiten als bereichernd erlebt.

Unter einem Dach: Wie das Onkologische Zentrum Fachwissen bündelt

Das Onkologische Zentrum im RoMed Klinikum Rosenheim vereint mehrere nach DKG zertifizierte Organkrebszentren. Die Fachdisziplinen reichen von Gynäkologie, Chirurgie, Urologie und Internistischer Onkologie über Radiologie, Pathologie und Strahlenmedizin bis hin zu Gastroenterologie und Pneumologie.
Diese Struktur bündelt die Experten aus allen Bereichen, sorgt für klare Abläufe und garantiert hohe Qualitätsstandards. In den interdisziplinären Tumorkonferenzen stimmen sie jede Therapie gemeinsam ab. Die DKG-Zertifizierung steht für Transparenz, regelmäßige Überprüfung und den Zugang zu modernen Behandlungen – einschließlich klinischer Studien.

Früher erkennen, besser vorbeugen: Prävention als gemeinsame Aufgabe

Über 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Krebs, etwa vier Millionen leben mit der Krankheit. „2025 wurde im Onkologischen Zentrum bei rund 1.000 Patienten erstmalig eine Krebserkrankung diagnostiziert“, sagt Zentrumsleiter Dr. Gerhard Puchtler. „Krebs ist leider weit verbreitet, doch ein erheblicher Teil ließe sich durch gesunde Lebensweise vermeiden. Prävention und Früherkennung sind daher zentrale Bausteine unserer Arbeit. Auch die Selbsthilfegruppen spielen hier eine wichtige Rolle: Sie informieren und motivieren die Betroffenen, aktiv auf ihre Gesundheit zu achten.“
Prävention beginnt lange vor einer Behandlung. Wer sich ausgewogen ernährt, bewegt, nicht raucht und regelmäßig an empfohlenen Screenings teilnimmt, kann sein persönliches Risiko maßgeblich senken. Viele Krebserkrankungen lassen sich früh erkennen – und dann deutlich besser behandeln.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind empfohlen und ab welchem Alter?
  • Ab 20 Jahren: Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane (Frauen)
  • Ab 30 Jahren: Brustkrebsvorsorge (Frauen)
  • Ab 35 Jahren: Hautkrebs-Screening (alle 2 Jahre), Gebärmutterhalskrebs (alle 3 Jahre)
  • Ab 45 Jahren: Prostatakrebsvorsorge (Männer)
  • Ab 50–54 Jahren: Darmkrebsvorsorge (Stuhltest)
  • Ab 50–75 Jahren: Mammografie-Screening (Frauen)
  • Ab 55 Jahren: Darmspiegelung (Frauen und Männer)
  • Ab 50–75 Jahren: Lungenkrebsscreening für Risikogruppen (z. B. starke Raucher)

Der Weltkrebstag zeigt, worauf gute Krebsmedizin baut: fachliche Qualität, menschliche Nähe und das Zusammenspiel von Kliniken, Selbsthilfegruppen und Menschen, die Verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen.

Infostand am 4. Februar im RoMed Klinikum Rosenheim

Anlässlich des Weltkrebstags informiert das RoMed Klinikum Rosenheim über moderne Krebsversorgung und die zentrale Rolle der onkologischen Fachpflege. Am Mittwoch, 4. Februar, steht Patienten, Angehörigen sowie Interessierten eine Fachpflegekraft des Onkologischen Zentrums von 11 bis 14 Uhr für persönliche Gespräche zur Verfügung. Der Informationsstand befindet sich in der Eingangshalle, Haus 2, Ellmaierstraße 23, Rosenheim.
„Krebserkrankungen sind für Betroffene und Angehörige oft eine große Herausforderung. Am Weltkrebstag können Besucher am Informationsstand Fragen stellen und Orientierung finden“, sagt Pflegeexpertin APN Onkologie Stefanie Horn, MScN. „In unserer täglichen Arbeit begleiten wir die Patienten fachlich und persönlich, geben Sicherheit und helfen, Wege zu finden, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern.“

Kontaktmöglichkeit für Betroffene und Angehörige:
Rosenheim | Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Patient und onkologische Fachpflegekraft im Gespräch; Copyright RoMed Kliniken)