Bundespolizei rettet verletzte Taube am Münchner Hauptbahnhof

Bundespolizei rettet verletzte Taube am Münchner Hauptbahnhof

München – Am Mittwochnachmittag, 26. November, hat die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof eine verletzte Taube rechtzeitig vor einem einfahrenden Zug gerettet. Die schnelle Reaktion der Beamten und die Unterstützung einer aufmerksamen Bürgerin ermöglichten es, das Tier sicher an die Taubenschutzbeauftragte zu übergeben.

Gegen 16 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizei von einer Bürgerin auf eine verletzte Taube auf Gleis 31 hingewiesen. Das Tier hatte offenbar einen gebrochenen Flügel und befand sich in unmittelbarer Nähe eines einfahrenden Zuges.

Die Beamten reagierten umgehend, sicherten den Gleisbereich und entdeckten die Taube etwa 50 Meter vor dem Prellbock. Ein Beamter nahm das Tier vorsichtig auf und übergab es der zuvor verständigten Taubenschutzbeauftragten.

Dank der schnellen Hilfe konnte die verletzte Taube gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Die Bundespolizei bedankte sich bei der Bürgerin für ihre Aufmerksamkeit und wies darauf hin, dass solche Vorfälle stets mit der gebotenen Sorgfalt behandelt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)

Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Herrsching: Europa Zukunft im Fokus

Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Herrsching: Europa Zukunft im Fokus

Herrsching / Landkreis Starnberg – Unter dem Motto „Zukunft Europa?!“ trafen sich in Herrsching am Ammersee  (Landkreis Starnberg) rund 150 Delegierte des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um über die strategische Ausrichtung der Landwirtschaft in Europa zu beraten. Im Zentrum standen Fragen zur Ernährungssicherheit, zum Bürokratieabbau und zu den politischen Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre.

BBV-Präsident Günther Felßner eröffnete die Landesversammlung 2025 und unterstrich die zentrale Rolle der Land- und Forstwirtschaft für Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Biodiversität und regionale Wertschöpfung. „Ernährungssicherheit ist kein Selbstläufer. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe stehen für Versorgungssicherheit, Klimaanpassung, erneuerbare Energien und gelebte Demokratie im ländlichen Raum“, betonte Felßner. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass verlässliche politische Rahmenbedingungen von der Europäischen Union über die Bundesregierung bis hin zur Bayerischen Staatsregierung entscheidend seien.

Bürokratieabbau gefordert

In seiner Rede äußerte Felßner Bedenken, dass zunehmende Regulierung die Betriebe überfordere und freiwillige Leistungen gefährde. Er sprach sich für einen Bürokratieabbau aus und forderte Anpassungen bei verschiedenen EU-Vorgaben, darunter die Naturwiederherstellungsverordnung, die EU-Entwaldungsverordnung, das EU-Bodenschutzgesetz, die EU-Nitratrichtlinie sowie die Industrieemissionsrichtlinie. Auch die drohenden Kürzungen des Agrarbudgets ab 2028 wurden kritisch bewertet. „Für Ernährungssicherung, erneuerbare Energien und Biodiversität brauchen wir mehr Mittel – nicht weniger. Die EU-Kommission legt sonst die Axt an die gemeinsame Agrarpolitik und die Stabilität in Europa“, sagte Felßner. Zudem äußerte der BBV seine Ablehnung des geplanten Mercosur-Abkommens in der aktuellen Fassung, da europäische Standards in Landwirtschaft und Tierhaltung unterlaufen würden.
Als Hauptredner des öffentlichen Teils sprach MdEP Alexander Bernhuber aus Niederösterreich. Er wies darauf hin, dass nicht jedes Problem in der Landwirtschaft ein europäisches Problem sei, gleichzeitig aber viele Lösungen derzeit in Brüssel gesucht würden. „Wir brauchen eine EU, die Prioritäten setzt: weniger Bürokratie, mehr Versorgungssicherheit und ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Ein Sparkurs, der unsere bäuerlichen Familienbetriebe schwächt, trifft letztlich jeden Bürger Europas“, erklärte Bernhuber.

Felßner würdigte erste Entlastungen der Bundesregierung, wie die Streichung der Stoffstrombilanz und die vollständige Agrardieselrückvergütung, forderte jedoch weitere Maßnahmen, darunter Reformen im nationalen Düngerecht, die Weiterentwicklung der Tierhaltungskennzeichnung, Anpassungen in der Marktorganisation und die steuerliche Risikoausgleichsrücklage. Mit Blick auf Bayern hob er die Bedeutung des Zukunftsvertrags hervor, mahnte aber ein zügiges Umsetzungstempo an, besonders bei Schlachtstrukturen, Investitionsförderungen und Genehmigungsverfahren. Die geplante Einführung eines Wasserentgelts im Bayerischen Wassergesetz bewertete er kritisch: „Die Regelung im aktuellen Gesetzentwurf ist für die Landwirtschaft nicht akzeptabel. Viele unserer Vorschläge wurden nicht berücksichtigt. Stattdessen sollen nach aktuellen Plänen Bauernhöfe mit zusätzlichen Kosten belastet werden – und zwar ohne irgendeinen ökologischen Nutzen.“

Abschließend betonte Felßner, dass die Landwirtschaft ihren Beitrag für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Energie und Biodiversität leisten könne und wolle, sofern die politischen Rahmenbedingungen Zusammenarbeit statt Misstrauen förderten. „Wir wollen konstruktiv arbeiten – gemeinsam, nicht gegeneinander. Packen wir’s an für unsere gemeinsame Zukunft in Europa“, sagte der Präsident des BBV.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Holzkirchen: Vorfahrtsverstoß auf B318 verursacht hohen Sachschaden

Holzkirchen: Vorfahrtsverstoß auf B318 verursacht hohen Sachschaden

Holzkirchen /Landkreis Miesbach – Ein Vorfahrtsfehler auf der Bundesstraße 318 bei Holzkirchen führte am Donnerstagnachmittag (27.11.2025)  zu einem Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen und erheblichem Sachschaden.

Gegen 13 Uhr fuhr ein 42-jähriger Lkw-Fahrer aus Dietramszell mit seinem Kippmuldenfahrzeug der Marke MAN von einer Tankstelle im Ortsteil Marschall auf die B318 in Richtung Miesbach auf. Dabei übersah er, nach den Angaben der Polizei, einen von Holzkirchen kommenden Pkw Kia, gesteuert von einem 75-jährigen Fahrer aus Gmund am Tegernsee.

Der Lkw touchierte mit seiner linken vorderen Seite die rechte hintere Fahrzeugseite des Kia. Der Pkw wurde dadurch von der Fahrbahn abgedrängt und stieß gegen einen Zaun eines Autohandels. In der Folge kollidierte der Kia mit einem dort abgestellten Fahrzeug, das wiederum weitere vier Fahrzeuge nach hinten schob, sodass insgesamt sieben Fahrzeuge beschädigt wurden.

Der Schaden am Lkw beschränkt sich auf die Frontstoßstange und wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. Am Kia entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von rund 7.000 Euro. Die fünf weiteren Fahrzeuge auf dem Autohandelsgelände wurden insgesamt auf etwa 15.000 Euro geschätzt.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Feuerwehr Holzkirchen war mit 15 Einsatzkräften vor Ort, sicherte die Unfallstelle ab und regelte den Verkehr. Die Fahrbahn war zeitweise halbseitig befahrbar, es kam zu einem leichten Rückstau.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ladendiebstahl in Rosenheim endet mit Polizei-Einsatz

Ladendiebstahl in Rosenheim endet mit Polizei-Einsatz

Rosenheim – Beim Versuch, Bierdosen und Prosecco aus einem Supermarkt in Rosenheim zu stehlen, wurde ein 23-Jähriger von der Polizei festgenommen.

Am Mittwoch (27.11.2025) beobachtete ein Ladendetektiv in einem Supermarkt in der Salinstraße einen 23-jährigen Rosenheimer, der mehrere Bierdosen und Flaschen Prosecco im Wert von rund 30 Euro in seinen Rucksack steckte.
Beim Verlassen des Geschäfts sprach der Detektiv, nach den Angaben der Polizei, den Mann an und begleitete ihn ins Mitarbeiterbüro. Dort nahm der 23-Jährige eine Glasflasche aus dem Sortiment und warf sie in Richtung des Detektivs. Die Flasche traf den Mitarbeiter am Bein, wodurch eine Prellung entstand.

Die alarmierte Rosenheimer Polizei nahm den Mann vorläufig in Gewahrsam, nachdem er weiterhin aggressiv auftrat und den Detektiv verbal beleidigte. Gegen den 23-jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Ladendiebstahls, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Töging: Eine Frau verstirbt nach Balkonbrand

Töging: Eine Frau verstirbt nach Balkonbrand

Töging am Inn – Bei einem Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Töging ist am Sonntagabend  (23.11.2025) eine Frau verstorben. Die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn ermittelt weiterhin zu den Umständen des Vorfalls.

Gegen 21:45 Uhr, ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein eine Mitteilung über einen Brand auf einem Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Töging ein. Die sofort alarmierten Feuerwehren konnten das Feuer rasch löschen. Während der Löscharbeiten wurde eine tote Person aufgefunden. Eine zweifelsfreie Identifizierung war zunächst nicht möglich.

Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeiinspektion Altötting. Noch am Abend wurde der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein hinzugezogen. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führt das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn die Ermittlungen weiter.

Bei der am Montagnachmittag, 24. November 2025, im Institut für Rechtsmedizin München durchgeführten Obduktion wurde bestätigt, dass es sich bei der Verstorbenen um die 56-jährige Bewohnerin der betroffenen Wohnung handelt. Nach erster Einschätzung der Rechtsmediziner gibt es „keinerlei Hinweise darauf, dass der Tod durch das Feuer oder Rauchgase verursacht wurde“. Vielmehr könnte ein medizinischer Notfall ausschlaggebend gewesen sein.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Kundgebung vor Stadtratssitzung in Rosenheim: Diskussion um Strafanzeigen

Kundgebung vor Stadtratssitzung in Rosenheim: Diskussion um Strafanzeigen

Rosenjeim Vor der gestrigen Rosenheimer Stadtratssitzung (19.11.2025)  versammelte sich das Bündnis „StadtratNazifrei Rosenheim“ zu einer Kundgebung vor dem Rathaus. Anlass war die Debatte über die Strafanzeigen, die nach der Vereidigung des parteilosen Stadtrats Stefan Bauer im Januar 2025 gegen Aktivisten der linken Szene gestellt wurden. Begleitet wurde die Kundgebung von hoher Polizeipräsenz und Ausweiskontrollen bei den Besuchern, bevor im Stadtrat über die Rücknahme der Strafanzeigen diskutiert wurde.

Vor dem Rathaus bot sich ein kontrastreiches Bild: Rund zehn Aktivisten standen etwas abseits vom Zugang zu den Sitzungssälen. Auf dem Boden ausgebreitet hatten sie ein Transparent mit der Aufschrift: „Nazischweine raus aus dem Stadtrat“. Dem gegenüber stand starke Polizeipräsenz: Um das Rathaus herum postierten sich etwa 50 Einsatzkräfte der Polizei, zusätzlich sicherten Security-Mitarbeiter das Foyer. Besucher und Pressevertreter mussten ihre Ausweise vorzeigen, um sicherzustellen, dass niemand Zutritt erhielt, gegen den ein Hausverbot bestand.

Hintergrund der ursprünglichen Strafanzeigen: Am 30. Januar 2025 wurde der ehemalige AfD-Stadtrat Stefan Bauer als Nachrücker für den verstorbenen AfD-Stadtrat Hans Raß in den Stadtrat aufgenommen – nun als parteiloser Stadtrat. Bauer hatte während der Corona-Zeit für Kontroversen gesorgt, unter anderem durch öffentliche Auftritte auf der Straße und in sozialen Medien. Besonders umstritten war ein Video, das er an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen drehte.
Bei der Sitzung störten Aktivisten der linken Szene die Vereidigung durch lautstarke Parolen, woraufhin es zu einem Polizeieinsatz im Sitzungssaal kam. Oberbürgermeister Andreas März stellte danach Strafanzeige gegen 14 Personen, um das Hausrecht zu schützen.

Tagesordnungspunkt wurde vorgezogen

Bei der gestrigen Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt zu den Strafanzeigen, ursprünglich an Platz 26, vorgezogen und als Top 2 behandelt. Oberbürgermeister Andreas März erklärte, dass Rathäuser der Kern der Demokratie seien und es seine Pflicht sei, sicherzustellen, dass Sitzungen ordnungsgemäß und sicher ablaufen. Aus diesem Grund habe er die Strafanzeigen nicht zurückgenommen: „Über deren Rechtmäßigkeit und Folgen sollen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte entscheiden.“
SPD-Fraktionsvorsitzender Erdogan Abuzar äußerte Verständnis für das Vorgehen gegen Störer, kritisierte aber, dass nicht alle, die nun vor Gericht stünden, tatsächlich an der Störung beteiligt gewesen seien. „Es werden auch völlig unbeteiligte Menschen betroffen und die Gerichte unnötig beschäftigt“, so Abuzar.
Grünen-Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter bezeichnete das Vorgehen als „absolut nicht verhältnismäßig“ und appellierte für die Rücknahme der Strafanzeigen. AfD-Stadtrat Andreas Kohlberger argumentierte dagegen, dass der Oberbürgermeister alles richtig gemacht habe und eine Störung der Sitzung nicht demokratisch sei.
Nach Meinung von Robert Multrus, Sprecher der Freien Wähler, wurde der Polizeieinsatz bei der Sitzung bewusst provoziert. Auch die CSU unterstützte März: „Es entscheiden die Gerichte und nicht Meinungen“, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller.

Stefan Bauer selbst verfolgte die Debatte lange Zeit ruhig, ergriff dann aber das Wort, um zu schildern, wie er die Störaktion während seiner Vereidigung wahrgenommen habe. Die Parolen wie „Nazi platt machen“ habe er als persönliche Mordaufforderung empfunden. „Wie hätten Sie sich gefühlt, wenn das Ihnen gegolten hätte?“, fragte er an die Runde der Stadträte – eine direkte Antwort erhielt er nicht.

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März blieb dabei: Die Strafanträge werden nicht zurückgenommen: „Über deren Rechtmäßigkeit und Folgen sollen die Staatsanwaltschaft und die zuständigen Gerichte entscheiden“.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)