Christopher Ehrenböck als OB-Kandidat der Freien Wähler / UP vorgestellt

Christopher Ehrenböck als OB-Kandidat der Freien Wähler / UP vorgestellt

Rosenheim – Die Freien Wähler UP haben ihren Kandidaten für das Amt des Rosenheimer Oberbürgermeisters vorgestellt: Christopher Ehrenböck, Unternehmer und Vater, soll bei der kommenden Wahl antreten.

Bei der Präsentation des Kandidaten betonte Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler UP: „Ein Rosenheimer Geschäftsmann mit politischen Ambitionen passt hervorragend zu uns – und dazu ist er auch noch jung!“

Unternehmer mit Blick auf Stadtentwicklung

Ehrenböck selbst sieht sich als Unternehmer täglich mit den vielschichtigen Herausforderungen der Stadtgesellschaft konfrontiert, die es zu meistern gilt. Bekannt ist er als Inhaber eines Textilreinigungsbetriebs, der bereits in fünfter Generation in Rosenheim besteht.

Besondere Aufmerksamkeit will Ehrenböck den Themen Umwelt und Energie widmen. Die Wohnraumsuche der bei ihm Beschäftigten unterstützt er nach Kräften. Für die Zukunft kündigte er an, die Schaffung von Wohnungen in Rosenheim aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus wolle er die Mobilität und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern, gleichzeitig Sicherheit gewährleisten, um Rosenheim „noch viel schöner“ zu machen, so Ehrenböck.

Unterstützung durch die Parteivorsitzende

Christine Degenhart, Vorsitzende der Freien Wähler UP, äußerte sich ebenfalls zur Kandidatur: „Power mit einem guten Gespür für die Menschen und die wirtschaftlichen Zusammenhänge in der Stadt, das ist es, was Rosenheim braucht!“
(Quelle: Pressemitteilung Freie Wähler / UP Rosenheim / Beitragsbild: privat)

80 Jahre Bildungswerk Rosenheim – Feierlicher Adventsgottesdienst

80 Jahre Bildungswerk Rosenheim – Feierlicher Adventsgottesdienst

Rosenheim – Das Bildungswerk Rosenheim feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum lädt die Einrichtung zu einem feierlichen Gottesdienst am 1. Advent, Sonntag, 30. November um 16 Uhr in der Kirche St. Nikolaus in Rosenheim ein.

Der Gottesdienst wird von Monsignore Schlichting zelebriert. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Damengruppe „Die Spontanetten“. Mit Harfe, Hackbrett, Akkordeon, Gitarre, Flöte und Kontrabass bringen sie traditionelle Stubenmusik mit Schwung und Herz zur Aufführung. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Organisatoren möchten damit eine Stunde voller Musik, Besinnung und Gemeinschaft bieten und gemeinsam mit den Besuchern den Advent begrüßen sowie das Jubiläum feiern.
(Quelle: Pressemitteilung Bildungswerk Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Adventsbasar an der Freien Waldorfschule Rosenheim lädt ein

Adventsbasar an der Freien Waldorfschule Rosenheim lädt ein

Rosenheim – Am Samstag, 22. November, öffnet die Freie Waldorfschule Rosenheim, Mangfallstraße 53, wieder ihren traditionellen Adventsbasar. Von 13 bis 18 Uhr können Besucher auf dem Campus ein umfangreiches Programm erleben, das sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht.

Auf die Gäste warten zahlreiche Geschenkideen für die Weihnachtszeit: Kunsthandwerk, Bücher, Edelsteine, regionale Bioprodukte, Honig, Adventskränze, Erzeugnisse aus dem Schulgarten, Filzfiguren und vieles mehr. Wer selbst kreativ werden möchte, kann Kerzen ziehen, Kränze binden oder in der Druckwerkstatt aktiv werden.

Für die kleinen Besucher gibt es den Hexenwald, die Märchenstunde, das Zwergengärtlein und verschiedene Zauberwelten zu entdecken.

Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Pizza aus dem Holzofen, Herzhaftes vom Grill, Backfisch und Pommes, selbstgebackene Plätzchen, herzhaftes und süßes Gebäck, Kuchen, Punsch, Kaffee und andere Getränke laden zum Verweilen ein.
Der Adventsbasar findet dieses Jahr wieder drinnen und draußen statt. Mitmachaktionen und Aussteller verteilen sich über das gesamte Schulhaus, den Kindergartenbereich und das Haus der Mittagsbetreuung. In der Mensa im Untergeschoss gibt es zudem ein gemütliches Café.

Der Adventsbasar hat an der Freien Waldorfschule Rosenheim schon Tradition und bietet eine gute Gelegenheit, die Schulgemeinschaft zu treffen, sich auf die Adventszeit einzustimmen und Geschenke für das Weihnachtsfest zu entdecken.
(Quelle: Mitteilung Freie Waldorfschule Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Gefäßmalformationen: Neue Therapien bringen Hoffnung

Gefäßmalformationen: Neue Therapien bringen Hoffnung

Rosenheim – Gefäßmalformationen sind seltene, oft schwer erkennbare Erkrankungen des Gefäßsystems, die in verschiedenen Körperregionen auftreten können. Professorin Dr. Natascha Platz Batista da Silva, leitende Oberärztin der Radiologie am neuen Interdisziplinären Zentrum für Gefäßmalformationen (IZG) des RoMed Klinikums Rosenheim, erklärt im Interview, wie diese Fehlbildungen entstehen und welche innovativen Therapieoptionen Betroffenen jetzt zur Verfügung stehen.

Frage: Frau Professorin Platz, was genau versteht man unter einer Gefäßmalformation?
Antwort: Gefäßmalformationen sind seltene, meist angeborene Fehlbildungen von Blut- oder Lymphgefäßen, die alle Körperregionen betreffen können. Man unterscheidet zwei Formen: solche mit schnellem Blutfluss („fast-flow“) und solche mit langsamem Fluss („slow-flow“). Je nach Gefäßtyp gibt es venöse, arteriovenöse, lymphatische oder kapilläre Malformationen. Meist entstehen sie durch eine spontane genetische Mutation, die zu einer „Fehlkodierung“ des Gewebes führt.

Frage: Wie stark unterscheiden sich die Auswirkungen bei den Betroffenen?
Antwort: Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein: Manche spüren gar nichts, andere leiden unter sichtbaren Veränderungen oder Schmerzen. Die Fehlbildungen wachsen in der Regel ein Leben lang mit den betroffenen Patienten mit, sofern sie nicht ursächlich behandelt werden.

Frage: Wie wird eine Gefäßmalformation diagnostiziert?
Antwort: Die Diagnose beginnt immer mit einem ausführlichen Gespräch und einer gründlichen körperlichen Untersuchung. Je nach Befund helfen bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT das Ausmaß der Gefäßfehlbildung genauer sichtbar zu machen – wichtig vor allem für die Therapieplanung. Bei arteriovenösen Malformationen (AVM), kann zudem vor der Behandlung eine Angiographie sinnvoll sein.

Gefäßmalformationen – das Wichtigste auf einen Blick
  • Definition: Angeborene oder selten erworbene Fehlbildungen der Blut- oder Lymphgefäße
  • Symptome: Schwellungen, Hautveränderungen, Schmerzen, Funktionseinschränkungen, Infekte, Entzündungen, Blutungen
  • Diagnose: Untersuchung, Ultraschall, MRT, ggf. Angiographie
  • Therapie: Minimal-invasive Verfahren (Sklerosierung, Embolisation, BEST, BEET), konservative Maßnahmen, selten Operation
  • Prognose: Heilung bei klar begrenzten Befunden möglich, sonst langfristige Symptomkontrolle als Ziel

Frage: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es heute?
Antwort: Am IZG bieten wir ein breites Spektrum konservativer und invasiver Therapien. Je nach Lokalisation, Anomalieart und Beschwerdesymptomatik erstellen wir für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. Im Vordergrund stehen minimal-invasive Verfahren: Slow-Flow-Malformationen behandeln wir durch Sklerosierung, also Verödung. High-Flow-Malformationen durch Embolisation, das heißt, durch gezieltes Verschließen der Gefäße. Besonders innovativ sind die neuen Methoden Bleomycin-Elektrosklerotherapie (BEST) und Elektroembolotherapie (BEET). Sie eröffnen erstmals wirksame Optionen für Krankheitsbilder, die zuvor kaum behandelbar waren. Neben einer sklerosierenden bzw. embolisierenden Wirkung, was letztlich so etwas wie eine Narbenbildung erzeugen soll, wird durch die neuen Verfahren ein Untergang der Gefäßmalformation hervorgerufen.

Frage: Wie sehr profitieren die Patientinnen und Patienten davon?
Antwort: In der Regel führen die Behandlungsoptionen zu einer deutlichen Symptomlinderung und neuer Lebensqualität. Viele Betroffene haben eine lange Leidensgeschichte. Durch diese Verfahren erfahren sie oft erstmal spürbare Erleichterung und schöpfen neue Hoffnung.

Frage: Welche Rolle spielt die Psyche im Umgang mit der Erkrankung?
Antwort: Um meinen Patienten nicht nur Wissen über ihre Krankheit zu vermitteln, sondern auch den individuellen Umgang damit zu erleichtern, versuche ich sie in ausführlichen Gesprächen aufzufangen und abzuholen. Viele Betroffene gehen erstaunlich positiv mit ihrer Malformationserkrankung um. Allerdings gibt es auch gegenteilige Verläufe. Manche leiden unter chronischen Schmerzen und entwickeln Depressionen. Hier helfen persönliche Gespräche und die Empfehlung einer psychologischen Begleitung. Denn allein den Körper zu therapieren reicht nicht.

Frage: Gehen Gefäßmalformationen häufig mit anderen Erkrankungen oder Komplikationen einher?
Antwort: Das hängt ganz von der Art und Schwere der Gefäßanomalie und Organbeteiligung ab. Manche Betroffene haben nur leichtere Beschwerden, etwa eine chronische Venenschwäche. In anderen Fällen kann es jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen – zum Beispiel zu Problemen mit Herz, Lunge oder Leber, die im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich werden. Gerade deshalb ist es entscheidend, dass Patienten mit Gefäßmalformationen langfristig in einem spezialisierten Zentrum betreut werden. Leider gibt es in Deutschland nur wenige, weshalb eine gezielte Überweisung besonders wichtig ist.

Frage: Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Behandlung?
Antwort: Die Forschung konzentriert sich zunehmend auf genetische Ursachen. Wir versuchen bis heute zu verstehen, wie die Anomalien entstehen, warum sie sich verhalten, wie sie es tun und die Patienten entsprechende Symptome haben. Ziel ist es, die Signalwege, die Fehlbildungen auslösen, medikamentös zu beeinflussen. Ein absoluter Game Changer sind die Verfahren BEST und BEET. Sie ermöglichen erstmals, bestimmte arteriovenöse Malformationen (AVM) oder mikrozystische lymphatische Malformationen dauerhaft zu behandeln, die zuvor in vielen Fällen unbehandelbar waren und trotz mehrfacher Eingriffe immer wieder auftraten. Heute wissen wir, es sind nicht nur die Gefäße an sich, sondern auch das Umgebungsgewebe, welches behandelt werden muss. Ich bin mir sicher, dass wir damit beispielsweise die Amputationsrate bei Patienten mit Gefäßfehlbildungen an Armen oder Beinen deutlich senken können. Auch bei Lymphgefäßmalformationen können diese Methoden oft schon in einer einzigen Behandlung wirksam sein.

Frage: Was empfehlen Sie Menschen, die eine Gefäßmalformation vermuten?
Antwort: Wer den Verdacht hat, sollte frühzeitig zum Arzt gehen. Der eigene Haus- oder Kinderarzt kann eine erste Einschätzung geben und bei Bedarf an spezialisierte Zentren überweisen. Umfangreiche Informationen einschließlich bildgestützter Patientenbeispiele bietet die Webseite www.compgefa.de. Grundsätzlich gilt: Gefäßmalformationen sind gutartig und in jedem Alter behandelbar. Eine Beratung im spezialisierten Zentrum hilft, die passenden Therapieoptionen zu finden und den Leidensdruck zu verringern. Auch unser IZG steht jederzeit für Fragen zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Grießnockerlsuppe gerät auf Herd in Brand

Grießnockerlsuppe gerät auf Herd in Brand

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Eine Grießnockerlsuppe auf dem Herd löste am Freitagabend (7,11,205) in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) den Einsatz der Feuerwehr aus.

Eine 84-jährige Frau wollte sich abends noch eine Grießnockerlsuppe auf dem Herd erwärmen. Nachdem die Speise langsam zu kochen begann, verließ sie, nach den Angaben der Polizei, die Wohnung, ohne den Herd auszuschalten.

Der Rauchmelder löste aus, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Über das Küchenfenster konnten die Einsatzkräfte in die Wohnung gelangen und das angebrannte Essen vom Herd nehmen. Die Wohnung wurde anschließend gelüftet. Durch den starken Rauch entstand kein nennenswerter Sachschaden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Vogelgrippe erreicht Landkreis Rosenheim

Vogelgrippe erreicht Landkreis Rosenheim

Rott am Inn / Landkreis Rosenheim – Seit Anfang Oktober werden in ganz Deutschland zahlreiche Fälle von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI), auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt, festgestellt. Besonders betroffen sind derzeit Kraniche auf ihrem Flug in den Süden. Am Mittwoch (5.11.20259 wurde das Virus vom Subtyp H5N1 auch bei einer verendeten Lachmöwe im Landkreis Rosenheim, Gemeindebereich Rott am Inn nachgewiesen.

„Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens bei Wildvögeln und der steigenden Anzahl verendeter Tiere erhöht sich die Gefahr des Eintrags in Nutzgeflügelbestände“, so das Landratsamt Rosenheim in einer aktuellen Pressemitteilung. Um Haus- und Nutzgeflügelbestände vor einem Virus-Eintrag zu schützen, sind Tierhalter dringend dazu aufgerufen die bekannten Vorbeugungs- und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Für die Allgemeinbevölkerung wird das Risiko einer H5N1-Infektion vom Robert-Koch-Institut weiterhin als gering eingestuft. Der Kontakt zu kranken oder verendeten Wildtieren sollte vermieden werden. Ein erhöhtes Risiko besteht in der Regel nur bei engem Kontakt zu infiziertem Geflügel. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grippeschutzimpfung auch für Personen mit beruflich bedingtem Kontakt zu Vögeln und Geflügel. Weiterhin empfiehlt das RKI, bei beruflichem Kontakt zu erkrankten oder toten (Wild-)Vögeln entsprechende Schutzmaßnahmen, wie z.B. das Tragen einer adäquaten Schutzausrüstung.

Aktuell keine Aufstallungspflicht erforderlich

Nach Einschätzung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (Stand 05.11.2025) ist aktuell keine Aufstallungspflicht erforderlich. Dies kann sich jedoch aufgrund der hochdynamischen Seuchenlage jederzeit ändern. Dazu befindet sich das Veterinäramt Rosenheim in ständigem Austausch mit der Regierung von Oberbayern.
Seit Anfang Oktober werden in ganz Deutschland zahlreiche Fälle von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI), auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt, festgestellt. Besonders betroffen sind derzeit Kraniche auf ihrem Flug in den Süden. Am 5. November 2025 wurde das Virus vom Subtyp H5N1 auch bei einer verendeten Lachmöwe im Landkreis Rosenheim, Gemeindebereich Rott a. Inn nachgewiesen.

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens bei Wildvögeln und der steigenden Anzahl verendeter Tiere erhöht sich die Gefahr des Eintrags in Nutzgeflügelbestände. Um Haus- und Nutzgeflügelbestände vor einem Virus-Eintrag zu schützen, sind Tierhalter dringend dazu aufgerufen die bekannten Vorbeugungs- und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Für die Allgemeinbevölkerung wird das Risiko einer H5N1-Infektion vom Robert-Koch-Institut weiterhin als gering eingestuft. Der Kontakt zu kranken oder verendeten Wildtieren sollte vermieden werden. Ein erhöhtes Risiko besteht in der Regel nur bei engem Kontakt zu infiziertem Geflügel. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grippeschutzimpfung auch für Personen mit beruflich bedingtem Kontakt zu Vögeln und Geflügel. Weiterhin empfiehlt das RKI, bei beruflichem Kontakt zu erkrankten oder toten (Wild-)Vögeln entsprechende Schutzmaßnahmen, wie z.B. das Tragen einer adäquaten Schutzausrüstung.

Nach Einschätzung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (Stand 05.11.2025) ist aktuell keine Aufstallungspflicht erforderlich. Dies kann sich jedoch aufgrund der hochdynamischen Seuchenlage jederzeit ändern. Dazu befindet sich das Veterinäramt Rosenheim in ständigem Austausch mit der Regierung von Oberbayern.

In Freilandhaltungen sind direkte Kontakte des Geflügels mit infizierten Wildvögeln möglich. Aber auch in scheinbar geschlossenen Stallhaltungen kann das Virus durch indirekte Kontakte eingetragen werden: Unter anderem stellen die Einstallung von Tieren, Personen- und Fahrzeugverkehr, Waren, Futter und Wasser Risiken für eine Einschleppung dar. Hierbei ist vor allem der indirekte Eintrag über mit Virus etwaig verunreinigtem Futter, Wasser, Geräten oder Einstreu in Betracht zu ziehen. Bereits geringe, anhaftende Spuren von virushaltigem Kot bzw. Nasensekreten von Wildvögeln oder Geflügel aus anderen infizierten Beständen reichen für die Übertragung aus.

Das Veterinäramt Rosenheim empfiehlt allen Geflügelhaltern im Landkreis Rosenheim bereits jetzt Vorsorge zu treffen, falls es aufgrund der aktuellen Gefährdungslage zu einem Aufstallungspflicht von Geflügel für den Landkreis kommen sollte. Die Empfehlungen lauten:

  • Stellen Sie ausreichend Ställe und Versorgungseinrichtungen zur Verfügung.
  • Beachten Sie, dass sich durch die Aufstallung eine für Ihr Geflügel ungewohnte Situation ergibt. Stellen Sie daher ausreichend Platz zur Verfügung.
  • Optimieren Sie Ihre Geflügelhaltung durch zusätzliche Sitzstangen, Beschäftigungsmaterial und Rückzugsmöglichkeiten.
  • Stellen Sie sicher, dass ausreichend Einstreumaterial zur Verfügung steht, welches vor Wildvögeln geschützt gelagert werden kann.

Ziel der Schutzmaßnahmen ist, die Verschleppung der Tierseuche zu vermeiden und Erkrankungen in einem frühen Stadium gezielt bekämpfen zu können. Dazu müssen außerdem alle Geflügelhaltungen dem Veterinäramt bekannt sein. Neben Hühnern, Enten, Puten und Gänsen sind auch Tauben, Fasane, Rebhühner und Wachteln anzugeben.

Das Veterinäramt Rosenheim beobachtet die Lage und passt die Präventionsmaßnahmen laufend an die aktuelle Seuchenlage an. Um einen eventuellen Eintrag der Geflügelpest frühzeitig zu erkennen, wird die Bevölkerung gebeten, verendet aufgefundene Zug- und/oder Wasservögel möglichst mit Angabe des Fundortes dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 08031/392-6310 oder per E-Mail vetamt@lra-rosenheim.de zu melden. Das Team des Veterinäramtes Rosenheim steht unter dieser Telefonnummer auch für Fragen gerne zur Verfügung.

Informationen zur Geflügelpest, der aktuellen Tierseuchensituation sowie Hinweise zu Schutzmaßnahmen speziell für Geflügelhalter gibt es hier.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt  Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)