AfD gründet Ortsverband im Inntal

AfD gründet Ortsverband im Inntal

Landkreis Rosenheim – Die AfD hat im Inntal einen neuen Ortsverband gegründet. Damit ist die Partei nun flächendeckend mit Ortsverbänden im gesamten Landkreis Rosenheim vertreten.

Die Gründungsversammlung fand in Flintsbach (Landkreis Rosenheim) statt und wurde trotz laufender Kommunalwahlkampfzeit gut besucht.
Zum Vorsitzenden des neuen Ortsverbands wurde Benny Müller aus Kiefersfelden gewählt. Als Stellvertreter wurden Eric Stricker aus Flintsbach und Johannes Neiderhell aus Raubling bestimmt. Helmut Adlmeier übernahm das Amt des Schatzmeisters.
(Quelle: Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Andreas Winhart (AfD) / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Verkehrsunfälle in Rosenheim – Radfahrer und Fußgänger verletzt

Verkehrsunfälle in Rosenheim – Radfahrer und Fußgänger verletzt

Rosenheim – Am Freitag (13.2.2026) kam es in Rosenheim zu zwei Unfällen innerhalb weniger Stunden. Ein Radfahrer und ein Fußgänger wurden dabei verletzt, die Fahrzeuge erlitten Schäden, die Fahrer müssen sich nun strafrechtlich verantworten.

  • Äußere Münchener-/Oberaustraße: Eine 82-jährige Autofahrerin aus Rosenheim wollte nach rechts in die Oberaustraße abbiegen und übersah dabei einen 62-jährigen Radfahrer auf dem Geh-/Radweg. Der Radfahrer stürzte, erlitt Prellungen und Schürfwunden und konnte nach Untersuchung durch den Rettungsdienst vor Ort entlassen werden. Am Pkw und Fahrrad entstand ein Sachschaden von rund 2.500 Euro. Gegen die 82-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
  • Inn-/Schönfeldstraße: Ein 56-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Traunstein wollte bei Grünlicht nach links in die Innstraße abbiegen und übersah einen 85-jährigen Fußgänger. Der Mann wurde erfasst, erlitt Prellungen und Schürfwunden und wurde zur weiteren ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Am Pkw entstand kein nennenswerter Schaden. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Pkw landet im Gleisbett – Bahnverkehr stundenlang gesperrt

Pkw landet im Gleisbett – Bahnverkehr stundenlang gesperrt

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Am Samstagabend (14.2.2026), gegen 19 Uhr, landete ein 43-jähriger Autofahrer aus dem südlichen Landkreis Rosenheim beim Abbiegen in die Simsseestraße in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) mit seinem Pkw im Gleisbett eines Bahnübergangs in Eitzing. Eigenständig konnte er sein Fahrzeug nicht mehr befreien, sodass Rettungskräfte den Bahn- und Zugverkehr sofort sperrten.

An Pkw und Bahnanlagen entstand, nach den Angaben der Polizei, kein erkennbarer Schaden. Das Auto musste geborgen und abgeschleppt werden. Bei dem Fahrer wurde starker Alkoholgeruch festgestellt – ein Atemalkoholtest ergab rund zwei Promille. Der Führerschein wurde sichergestellt, zudem wurde eine Blutentnahme durchgeführt.
Aufgrund der Bergungsarbeiten blieb der Bahnverkehr bis etwa 22:00 Uhr gesperrt. Gegen den 43-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Messerfund in Rosenheim – Zwei Männer in Polizeigewahrsam

Messerfund in Rosenheim – Zwei Männer in Polizeigewahrsam

Rosenheim – In der Nacht auf Samstag (15.2.2026) gegen 02:30 Uhr, alarmierten Zeugen die Polizei: Sie hatten in der Weinstraße in Rosenheim zwei Männer beobachtet, von denen einer mit einem Messer hantierte.

Die Einsatzkräfte stellten die beiden zunächst fest, doch beim Versuch einer Kontrolle rannten die Männer davon. Nach kurzer Verfolgung wurden ein 26-jähriger Mann aus Bruckmühl und ein 19-jähriger Kolbermoorer eingeholt. Bei dem Älteren wurde ein Einhandmesser mit ausgeklappter Klinge sichergestellt.

Während der Kontrolle verhielten sich beide, nach den Angaben der Polizei, aggressiv und gewaltbereit. Ausgesprochene Platzverweise ignorierten sie, deshalb wurden beide in Gewahrsam genommen und in Polizeizellen gebracht. Gegen den 26-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim wählt richtig – Teil 3: Was bedeutet eigentlich Panaschieren?

Rosenheim wählt richtig – Teil 3: Was bedeutet eigentlich Panaschieren?

Rosenheim / Bayern – Teil 3 der Innpuls-Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. Gestern ging es um das Kumulieren – heute wird es spannend: Wir erklären, wie du durch Panaschieren gezielt einzelne Kandidaten unterstützen oder ausbremsen kannst.

In der Serie „Rosenheim wählt richtig“ erklären wir Schritt für Schritt, wie das bayerische Kommunalwahlrecht funktioniert. Wer bei der Kommunalwahl in Rosenheim sein Kreuz setzt, hat mehr Einfluss, als viele denken. Das bayerische Wahlrecht gibt dir mächtige Werkzeuge an die Hand – man muss sie nur kennen. In Teil 2 unserer Serie ging es um das Kumulieren. Dabei kannst du eine Liste oder Wählergruppe markieren und innerhalb dieser Liste Kandidaten bevorzugen oder streichen. Wer das noch einmal nachlesen möchte, findet den Beitrag von gestern auf Innpuls.me.
Heute geht es um Panaschieren.

Panaschieren: Stimmen mischen und Wunschliste zusammenstellen

Der Begriff Panaschieren stammt vom französischen „panacher“, was „mischen“ bedeutet. Beim Panaschieren kannst du deine Stimmen auf Kandidaten aus verschiedenen Listen verteilen. Du findest den freundlichen Bäcker von Liste 1 kompetent, schätzt aber auch deine alte Lehrerin auf Liste 3 oder den jungen Fahrlehrer von Liste 6? Dann gib jedem deiner Favoriten eine oder mehrere Stimmen – ohne dich auf eine einzige Partei festlegen zu müssen.

Normalerweise bestimmt die Reihenfolge der Kandidaten auf einer Parteiliste, wer die besten Chancen auf ein Mandat hat. Panaschieren bricht diese starre Hierarchie auf. Durch gezielte Einzelstimmen können Kandidaten von hinteren Listenplätzen sogenannte „Listenführer“ überholen. In Bayern zählt oft der Kopf und das Vertrauen in die Person mehr als das Parteibuch.

So funktioniert Panaschieren auf dem Wahlzettel

Du hast so viele Stimmen, wie Sitze im jeweiligen Gremium zu vergeben sind. Im Rosenheimer Stadtrat sind das 44 Stimmen, im Landkreis 70. Beim Panaschieren verteilst du diese Stimmen einzeln, als Doppel- oder Dreifachstimme (Kumulieren) quer über den Stimmzettel. Vor jedem Kandidaten gibt es dafür entsprechende Felder, in die du 1, 2 oder 3 einträgst.

Die Gesamtzahl der Stimmen darf nicht überschritten werden. Wer mehr Kreuze als Stimmen vergibt, macht seinen Stimmzettel ungültig. Viele nutzen deshalb zusätzlich das „Listenkreuz“: du kreuzt deine bevorzugte Partei an und verteilst zusätzlich Einzelstimmen an Kandidaten quer durch die Listen. Das Wahlsystem zählt zuerst die Einzelstimmen und rechnet die restlichen Stimmen automatisch der gewählten Liste zu. Auch hier gilt: Wird die maximale Stimmenzahl überschritten, bleibt der Stimmzettel ungültig.

Ein Gewinn für die lokale Demokratie

Kritiker sagen, das System sei kompliziert und die Auszählung dauere zu lange. Für die lokale Demokratie ist Panaschieren aber ein Gewinn: Kandidaten müssen sich persönlich vorstellen und können nicht nur auf den Erfolg ihrer Partei oder Wählergruppe hoffen.

Der bayerische Stimmzettel wird so zu einer Art Wunschzettel: Du entscheidest nicht nur über politische Richtungen, sondern stellst dein persönliches „Dream-Team“ für die Heimatgemeinde zusammen. Ein gut gewählter Stadtrat macht den Mehraufwand bei der Auszählung mehr als wett.

Zur Einordnung: Die Serie basiert auf Einschätzungen des Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom Bernhard Baron Boneberg. Foto Copyright BBB. Eingeblockt Zeichnung Urnengang: reVerwaltungswirts Bernhard Baron Boneberg. Er hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an rund 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

HinweisInnpuls.me begleitet die Kommunalwahl mit einer mehrteiligen Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. 

Hier geht es zum 2. Teil unserer Serie:

Das Interview zur Serie:

Wie geht es bei unserer Innpuls.me-Serie weiter?

Im abschließenden Teil 4 unserer Serie zeigen wir die häufigsten Fehler bei der Stimmabgabe und wie du sie vermeiden kannst. Dazu dann morgen mehr.
(Quelle: Artikel Bernhard Baron Boneberg / Portrait: BBB / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Letzte Kreistagssitzung der Wahlperiode: Stellvertreter des Rosenheimer Landrats verabschiedet

Letzte Kreistagssitzung der Wahlperiode: Stellvertreter des Rosenheimer Landrats verabschiedet

Landkreis Rosenheim – Mit der jüngsten Sitzung des Rosenheimer Kreistags neigt sich die laufende Wahlperiode dem Ende entgegen. Für die Kreisrätinnen und Kreisräte war es die letzte Sitzung in dieser Zusammensetzung, bevor nach den anstehenden Wahlen ein neu gewähltes Gremium seine Arbeit aufnehmen wird.

Im Rahmen der Sitzung wurde Josef Huber in den Ruhestand verabschiedet. Huber war 24 Jahre lang stellvertretender Landrat und prägte besonders die Jahre von 2018 bis 2020, als er Landrat Wolfgang Berthaler nach einem Unfall dauerhaft vertrat. Gleichzeitig war Huber in dieser Zeit Bürgermeister von Babensham – eine Phase, die ihn in besonderer Weise forderte.

Landrat Otto Lederer dankte seinen Stellvertreterinnen und dem Stellvertreter Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner und Sepp Hofer. Nicht auf dem Bild ist Marianne Loferer. Foto: Landratsamt Rosenheim.

Landrat Otto Lederer dankte seinen Stellvertreterinnen und dem Stellvertreter Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner und Sepp Hofer. Nicht auf dem Bild ist Marianne Loferer. Foto: Landratsamt Rosenheim.

Landrat Otto Lederer lobte die unaufgeregte und sachliche Art seines langjährigen Stellvertreters sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit ohne Eitelkeiten, „um die ihn viele Landräte beneiden würden“. Huber selbst bedankte sich für den Zusammenhalt auch in stressigen Zeiten und für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung. In der Rückschau sagte er:

„Dass es eine Arbeit war, bei der man sehr viel bewegen kann und sehr viel Verantwortung hat.“

Lederer nutzte die Gelegenheit außerdem, den weiteren stellvertretenden Landrätinnen und Landräten für ihr langjähriges Engagement zu danken. Dazu gehören Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner, Marianne Loferer und der stellvertretende Landrat Sepp Hofer, die alle erneut für den Kreistag kandidieren.

Dass der Kreistag trotz unterschiedlicher Meinungen richtungsweisende Themen wie den MVV-Beitritt oder den Haushalt mit großen Mehrheiten beschlossen habe, wertete Lederer als positives Signal:

„Ich habe den Eindruck, dass es allen darum geht, das Beste für die Region und für den Landkreis zu wollen.“

(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Landratsamt Rosenheim)