Bundespolizei ermittelt nach Prügelei am Rosenheimer Bahnhof

Bundespolizei ermittelt nach Prügelei am Rosenheimer Bahnhof

Rosenheim – Am frühen Sonntagmorgen (8.2.2024) ist es am Bahnhof Rosenheim zu einer Auseinandersetzung gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei sollen drei Männer auf einen 38-Jährigen eingeschlagen haben, nachdem dieser sie gebeten hatte, ihre Unterhaltung in der Bahnhofshalle leiser zu führen. Gegen die drei Männer wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die alarmierten Bundespolizisten fanden zunächst zwei der Beteiligten auf dem Boden vor und trennten die Männer. Zeugen berichteten, dass ursprünglich drei Männer auf das Opfer eingeschlagen hätten. Durch die Schläge erlitt der 38-Jährige mehrere Platzwunden im Gesicht. Eine weitere medizinische Versorgung wollte er nicht in Anspruch nehmen.

Auf Grundlage von Personenbeschreibungen konnte die Polizei die beiden flüchtigen Verdächtigen fassen: einer im Umfeld des Bahnhofs, der andere im angrenzenden Stadtgebiet. Die mutmaßlichen Täter sind 35, 31 und 28 Jahre alt und stammen aus Jemen, Eritrea und Sierra Leone. Laut Bundespolizei waren sie in Deutschland ausländerbehördlich registriert. Alkoholtests ergaben bei allen Werten zwischen rund einem und knapp zwei Promille.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer aus dem Gewahrsam entlassen. Sie müssen mit einem Strafverfahren rechnen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild:  Bundespolizei)

Rosenpavillon, Rosenheim, 1975

Rosenpavillon, Rosenheim, 1975

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1975. Auf der alten Aufnahme zu sehen ist der Rosenpavillon beim Salingarten in Rosenheim.

Der Rosenpavillon beim Salingarten in Rosenheim blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wann genau er entstanden ist, konnten wir bisher leider nicht in Erfahrung bringen. Wer dazu Infos hat, gerne unter dem Artikel kommentieren.
Historischen Aufnahmen zufolge muss es einst aber sogar zwei dieser kleinen runden Gebäude an der Münchener Straße gegeben haben. Aktuell steht der Rosenpavillon leer, zumindest temporär soll dort bald ein Cafè eröffnen (wir berichteten).
Im Jahr 1975 wurde der Pavillon saniert, wie unser heutiger Fotooldie zeigt. Zu dieser Zeit war in dem kleinen Gebäude ein Tabakshop mit Eisverkauf beheimatet. Das Eis soll sehr beliebt gewesen sein. Wer sich daran erinnert und etwas zu erzählen und teilen hat – bitte ebenfalls gerne unter dem Artikel.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Fußgängerzone Münchener Straße bleibt Thema – Neustart weiter offen

Fußgängerzone Münchener Straße bleibt Thema – Neustart weiter offen

Rosenheim – Der erste Versuch ist gescheitert, die Idee aber lebt weiter: Die Fußgängerzone in der Münchener Straße bleibt politisch gewollt. Ein Neustart ist erklärtes Ziel von Stadtrat und Verwaltung – doch bevor es so weit ist, müssen noch zentrale Fragen geklärt werden. Vor allem der Busverkehr gilt dabei als entscheidender Knackpunkt.

Bereits Anfang 2025 war der Abschnitt zwischen Gillitzer- und Salinstraße als Fußgängerzone eingerichtet worden. Das Vorhaben sorgte von Beginn an für kontroverse Diskussionen. Zahlreiche Autofahrer ignorierten die Durchfahrtsverbote, was immer wieder zu Unmut und Unsicherheiten führte. Mitte März 2025 sollte der Bereich deshalb ursprünglich wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Dieser Schritt verzögerte sich jedoch durch einen sogenannten Nachprüfungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler/UP, ÖDP und FDP. Anfang April 2025 folgte schließlich die Entscheidung im Stadtrat: Mit 26 zu 16 Stimmen wurde beschlossen, den Abschnitt der Münchener Straße wieder für den gesamten Verkehr zu öffnen. Der Verkehrsversuch galt damit offiziell als gescheitert.

Fußgängerzone politisch weiter gewollt

Trotz dieser Entscheidung waren sich nahezu alle Stadträte und auch die Stadtverwaltung einig, dass die neue Fußgängerzone langfristig kommen soll. Ein konkreter Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. Ein Neustart wurde an zwei zentrale Voraussetzungen geknüpft.

Zum einen an die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen im Salingarten. Diese sollen im Laufe des Jahres 2026 beginnen. Als erste Maßnahme ist dort die Realisierung eines Kinderspielplatzes vorgesehen. Zum anderen spielt die zukünftige Führung des Busverkehrs eine entscheidende Rolle.

Beim ersten Versuch durfte der öffentliche Personennahverkehr – anders als der Auto- und Motorradverkehr – weiterhin durch die Münchener Straße fahren. Diese Regelung wurde nicht von allen Beteiligten positiv bewertet und gilt als einer der Knackpunkte des Projekts.

CSU und SPD beantragen Prüfung zur Busumleitung

Vor diesem Hintergrund stellten die Stadtratsfraktionen von CSU und SPD einen gemeinsamen Antrag. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob und wie der Busverkehr so umgeleitet werden kann, dass die Münchener Straße im Bereich zwischen dem Kaufhaus Galeria und der Einmündung Salinstraße künftig zur Fußgängerzone umgewandelt und zugleich baulich aufgewertet werden kann.

Zusätzlich wurde die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in diesem Bereich vorzulegen. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Baumallee, konsumfreie Aufenthaltsräume sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten – insbesondere dort, wo aktuell wieder der Verkehr fließt.

„Die Münchener Straße bedarf im Bereich des Salingartens einer Aufwertung. Ziel ist es, den Aufenthalt in diesem Bereich für die Besucher zu einem Erlebnis zu machen und zugleich ein attraktiveres Handelsumfeld zu schaffen“, heißt es in dem Antrag. Eine Verkehrsberuhigung würde nach Ansicht von CSU und SPD nicht nur die Aufenthaltsqualität erhöhen, sondern auch die Sicherheit für Fußgänger verbessern. Zugleich solle der Handel und die Gastronomie nachhaltig gestärkt werden. Durch eine intelligente Umleitung des Busverkehrs könnten zudem die Belange des öffentlichen Nahverkehrs weiterhin gewährleistet bleiben. Ziel sei ein moderner, grüner und lebenswerter Stadtraum, der den Anforderungen an Klimaanpassung, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität gerecht wird.

Keine eindeutige Lösung für den Busverkehr

Behandelt wurde der Antrag in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV. In der Sitzungsvorlage schilderte die Stadtverwaltung zunächst den aktuellen Zustand des Busverkehrs. Sowohl der Stadt- als auch der Regionalbusverkehr verkehren derzeit von der zentralen Haltestelle Stadtmitte über die Gillitzer- und Münchener Straße zur Haltestelle Atrium und anschließend weiter in Richtung Bahnhof.

Die Haltestelle Atrium gilt als stark frequentiert. Nach Einschätzung der Verwaltung sollte sie deshalb auch bei einer möglichen Umfahrung weiterhin bedient werden. Mehrere Varianten zur Umleitung des Busverkehrs wurden geprüft, eine eindeutige Ideallösung konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Die Empfehlung der Verwaltung lautet daher, zunächst die laufenden Untersuchungen des MVV abzuwarten. Erst auf dieser Grundlage solle weiter darüber beraten werden, ob eine Umfahrung des Busverkehrs möglich ist und wie diese konkret aussehen könnte.

Weitere offene Fragen zur Ausgestaltung

Unabhängig davon besteht weiterer Diskussionsbedarf zur konkreten Ausgestaltung einer künftigen Fußgängerzone. Daniela Dickerhoff von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sprach sich dafür aus, den Bereich auch für Radfahrer freizugeben. Das wiederum stieß bei der CSU auf deutliche Ablehnung. „Es heißt nicht Buszone – und es heißt auch nicht Fahrradzone, sondern es heißt Fußgängerzone“, erklärte ein CSU-Stadtrat in der Sitzung.

Von Seiten der Grünen wurde zudem angeregt, bei einer Realisierung der Fußgängerzone auch die Kurve vor dem Kaufhaus Galeria in Richtung Kufsteiner Straße in die verkehrsfreie Zone einzubeziehen. Nur so könne eine direkte Anbindung an die bestehende kleine Fußgängerzone gewährleistet werden. Andernfalls müsse man zunächst wieder ein Stück Straße mit Verkehr zurücklegen, bevor man erneut in eine Fußgängerzone gelange.

Am Ende der Diskussion stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu, zunächst die Ergebnisse der MVV-Prüfung abzuwarten. Christine Degenhart von den Freien Wählern/UP betonte dabei ausdrücklich, dass diese Prüfung ergebnisoffen erfolgen müsse. Dieser Hinweis soll auch entsprechend vermerkt werden.

Damit bleibt die Fußgängerzone in der Münchener Straße weiterhin ein Projekt mit Perspektive – ein konkreter Neustarttermin ist jedoch nach wie vor offen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Panoramafoto, Rosenheim, 1973

Panoramafoto, Rosenheim, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1973. Wir präsentieren Euch eine Panoramaaufnahme der Rosenheimer Innenstadt

Fotografiert wurde auf dem Kirchturm St. Nikolaus. Der Blick geht in Richtung Rosenheimer Klinikum, heute RoMed Klinikum.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Bildtext Karin Wunsam)

Bald wieder Leben im Rosenheimer Rosenpavillon: Stadt prüft Cafè-Nutzung am Salingarten

Bald wieder Leben im Rosenheimer Rosenpavillon: Stadt prüft Cafè-Nutzung am Salingarten

Rosenheim – Im derzeit leerstehenden Rosenpavillon am Salingarten könnte schon in diesem Frühahr wieder Leben einkehren: Die Stadt Rosenheim prüft, das historische Gebäude an der Münchener Straße künftig – zunächst befristet – als Café zu nutzen. Entsprechende Überlegungen wurden kürzlich im Ausschuss für Verkehrsfragen und Öffentlichen Personennahverkehr vorgestellt und fanden breite Zustimmung.

Der kleine Pavillon blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist für viele Rosenheimer mit persönlichen Erinnerungen verbunden. In der Ausschusssitzung erinnerte CSU-Fraktionssprecher Dr. Wolfgang Bergmüller daran, dass der Rosenpavillon in der Vergangenheit unterschiedliche Nutzungen hatte: „Ich kann mich noch erinnern, dass man da früher einmal auch Eis kaufen konnte.“ Neben Kiosk, Tabakladen und Blumenladen war das Gebäude auch zeitweise als Verkehrsbüro genutzt worden.

Zuletzt war in dem Pavillon über viele Jahre ein Blumenladen untergebracht, der seinen Betrieb Ende Juni 2025 einstellte. Seither steht das Gebäude leer. In den vergangenen Monaten wurde im Zuge der geplanten Umgestaltungsmaßnahmen für den Salingarten wiederholt über eine künftige Nutzung des Rosenpavillons diskutiert.

Stadtverwaltung sieht Pavillon als kurzfristige Lösung

In einem gemeinsamen Antrag fordern die CSU- und die SPD-Stadtratsfraktion unter anderem, die Voraussetzungen für ein Stadtcafé am Salingarten zu schaffen und eine Ausschreibung für potenzielle Interessenten vorzubereiten. Die Stadtverwaltung schlägt in diesem Zusammenhang vor, den Rosenpavillon zumindest temporär für eine Café-Nutzung heranzuziehen.

In der Sitzungsvorlage heißt es, es gebe bereits mehrere Interessenten für die Nutzung des sogenannten Rosenpavillons. Eine Sanierung oder ein Umbau für den Cafébetrieb sei – vorbehaltlich der abschließenden bau- und ordnungsrechtlichen Prüfungen – mit vergleichsweise geringem Aufwand und in kurzer Zeit möglich. Eine Umsetzung könne demnach bereits im Frühjahr 2026 erfolgen. Vorgesehen ist eine Vermietung für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren.

Breite Zustimmung im Ausschuss

Unterstützung für diesen Ansatz kam auch von Oberbürgermeister Andreas März. „Ich persönlich befürworte das Vorhaben“, erklärte er in der Sitzung. Zustimmung signalisierten zudem Vertreter anderer Fraktionen. Robert Lappy von der Grünen-Stadtratsfraktion betonte, dass bei einer Nutzung als Café der Parkcharakter des Salingartens erhalten bleiben müsse und für das Projekt keine Bäume gefällt werden dürften.

Auch Ricarda Krüger von der SPD-Stadtratsfraktion sprach sich grundsätzlich für ein Café im Rosenpavillon aus, wies jedoch auf die aus ihrer Sicht unzureichende Toilettensituation im Salingarten hin. Oberbürgermeister März stellte hierzu in Aussicht, dass auch hierfür eine Lösung geprüft werde – zunächst ebenfalls in temporärer Form.

Ob und wann der Rosenpavillon tatsächlich wieder genutzt wird, hängt von den weiteren Prüfungen und der konkreten Umsetzung durch die Stadt ab. Klar wurde im Ausschuss jedoch: Der Wunsch, das traditionsreiche Gebäude wieder mit Leben zu füllen, wird fraktionsübergreifend geteilt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Grüne Rosenheim diskutierten Stadtteilthemen in Oberwöhr

Grüne Rosenheim diskutierten Stadtteilthemen in Oberwöhr

Rosenheim – Die Grünen Rosenheim luden Bürger des Stadtteils Oberwöhr zu einer Stadtteilveranstaltung in der Gaststätte Turneralm ein. Ziel der Veranstaltung war es, Herausforderungen wie Hochwasserschutz, Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität im Stadtteil zu besprechen und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Johannes Becher (MdL, Freising), der von seinen Erfahrungen mit dem Hochwasser 2024 berichtete. Anschließend lud Anna Rutz, Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, die Bürger ein, mit ihr, Grünen-Kollegen und untereinander ins Gespräch zu kommen. Dazu standen vier Flipcharts zu den Themen Hochwasserschutz, Verkehr, Bebauung und soziales Leben bereit, an denen Wünsche und Probleme notiert werden konnten. Viele Bürger nutzten auch die Gelegenheit, sich direkt mit den Stadtratskandidaten der Grünen auszutauschen. An Tischen und in Gängen bildeten sich kleine Gesprächsgruppen, in denen über die Themen diskutiert wurde.

Die zentralen Anliegen der Bürger:
  • Hochwasserschutz: Fertigstellung der Schutzmaßnahmen, stärkere Bürgerbeteiligung, ein aktualisiertes Gutachten sowie ein Schutzkonzept, das auch die Zusammenarbeit mit flussaufwärts gelegenen Gemeinden einbezieht.
  • Verkehr: Bezahlbarer ÖPNV, Busse auch am Sonntag, sichere Radwege im Ort und an der Mangfall, einschließlich Beleuchtung und Schneeräumung. Außerdem wurde die angespannte Parksituation auf Nebenstraßen thematisiert, die teilweise den Zugang der Feuerwehr behindert.

Anna Rutz erklärte zum Abschluss, dass die Ergebnisse des Abends in die Arbeit der Grünen im Stadtrat einfließen werden. Sie betonte: „Wir müssen ein neues, unabhängiges Gutachten erstellen lassen, das nach den neuesten Erkenntnissen schaut: Wo kommt das Wasser her und mit welchen Maßnahmen können wir die bestehende Bebauung schützen?“ Außerdem hob sie die Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts für Oberwöhr hervor: „Da brauchen wir ein Gesamtkonzept, das alle wichtigen Themen berücksichtigt und zusammen betrachtet, nicht jedes einzeln für sich: Die Parkplatzfrage, sichere Radwege, genügend Kitaplätze und, nicht zu vergessen, bezahlbaren Wohnraum gerade für die jungen Leute.“
(Quelle: Pressemitteilung Grüne Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Grüne Rosenheim)