Hochwasser, Rosenheim, 1954

Hochwasser, Rosenheim, 1954

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1954.  Zu sehen ist die überschwemmte Rosenheimer Mangfallbrücke. 

Das Foto entstand im Juli 1954. Damals erschütterte eine verheerende Hochwasserkatastrophe ganz Südbayern, ausgelöst durch extrem, tagelange Regenfälle. Ursache war eine sogenannte Vb-Wetterlage vom 7. bis 11. Juli: Tagelange intensive Niederschläge trafen auf bereits wassergesättigte Böden. In Rosenheim führten sowohl Inn und Mangfall Hochwasser. Zahlreiche Brücken im Stadtgebiet wurden überflutet – auch die Rosenheimer Mangfallbrücke in der Innstraße. 
Noch eine Info zur Bogenbrücke auf unserem Fotooldie: Sie ersetzte im Jahr 1899 die bis dahin hölzerne Brücke. 1975 wurde sie dann durch eine Konstruktion ohne Bogen ersetzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Jusos Rosenheim-Stadt fordern mehr konsumfreie Räume in der Rosenheimer Innenstadt

Jusos Rosenheim-Stadt fordern mehr konsumfreie Räume in der Rosenheimer Innenstadt

Rosenheim – Die Jusos Rosenheim-Stadt setzen sich für mehr konsumfreie Räume ein – Orte, an denen Menschen sich aufhalten, begegnen und entfalten können, ohne etwas kaufen zu müssen. Dazu zählen zum Beispiel Jugendräume, kreative Zentren, Zwischennutzungen in Leerständen oder öffentliche Plätze mit Aufenthaltsqualität.

„Gerade für junge Menschen entscheidet der Zugang zu Freizeit und Kultur oft über soziale Teilhabe. Wenn man überall nur willkommen ist, solange man konsumiert, schließen wir viele Menschen aus“, erklärt Juso-Co-Vorsitzender Jonah Werner. „Konsumfreie Räume sind keine nette Ergänzung, sondern eine Frage von Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Stadt.“

Die Jusos weisen darauf hin, dass Rosenheim zwar über viele engagierte Initiativen und Vereine verfüge, es aber an niedrigschwelligen, offenen Räumen fehle, in denen man einfach sein könne – zum Lernen, Kreativsein, Austauschen oder gemeinsamen Verweilen. Leerstehende Flächen in der Innenstadt eröffnen nach Ansicht der Jusos großes Potenzial für temporäre Nutzungen wie offene Ateliers, Jugendtreffs, Co-Working-Spaces oder kulturelle Projekte.

„Eine lebendige Stadt definiert sich nicht nur über Geschäfte und Gastronomie, sondern über Begegnung, Vielfalt und Mitgestaltung“, betont Juso-Co-Vorsitzende Reka Molnar. „Wir wollen ein Rosenheim, in dem man sich aufhalten kann, ohne Geld ausgeben zu müssen – egal ob man jung ist, wenig verdient oder einfach einen Ort zum Durchatmen sucht.“

Stadt auch nach Ladenschluss lebendig halten

Konsumfreie Räume seien zudem ein wichtiger Beitrag gegen die Verödung der Innenstadt. Statt leerstehender Ladenflächen brauche es kreative und soziale Zwischennutzungen, die neue Impulse setzten und die Stadt auch nach Ladenschluss lebendig hielten.
„Wenn wir wollen, dass Rosenheim für junge Menschen attraktiv bleibt, müssen wir ihnen Raum geben – echten Raum, nicht nur symbolisch“, so Jonah Werner weiter.
(Quelle: Pressemitteilung Jusos Rosenheim-Stadt / Beitragsbild: Copyright SOMA PRODUCTIONS)

Oberbayerische Kommunen abwartend beim neuen Ladenschlussgesetz

Oberbayerische Kommunen abwartend beim neuen Ladenschlussgesetz

München / Bayern – Mehr Einkaufsnächte, Sonntagsöffnungen und Erleichterungen für Souvenirverkäufer – das neue bayerische Ladenschlussgesetz, das seit 1. August 2025 gilt, enthält zahlreiche Erleichterungen für den Einzelhandel. In vielen oberbayerischen Kommunen steckt die Umsetzung jedoch noch in den Anfängen. Das zeigt eine Umfrage der IHK für München und Oberbayern.

Laut Umfrage haben bislang nur rund 10 Prozent der befragten Gemeinden die notwendige Verordnung für kommunale Einkaufsnächte verabschiedet. Weniger als die Hälfte der Gemeinden war im Vorfeld mit dem örtlichen Einzelhandel im Gespräch.
„Vielerorts warten die Einzelhändler noch auf die im neuen Ladenschlussgesetz angekündigten Verbesserungen“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „Statt den lokalen Kaufleuten die gesetzlich erlaubten Freiheiten auch zu geben und sie einfach mal machen zu lassen, warten fast alle Kommunen noch ab und entscheiden nicht. Angesichts verhaltener Kauflaune und starker Online-Konkurrenz brauchen unsere stationären Händler aber dringend die Chance, die neuen Ladenöffnungsoptionen nutzen zu können, wenn sie es möchten. Die Stadträte von Eichstätt und Geretsried beispielsweise haben schnell alle acht gesetzlich möglichen kommunalen Einkaufsnächte verabschiedet.“

Die Umfrage zeigt zudem, dass vorerst keine der befragten Gemeinden plant, zusätzliche touristische Bereiche auszuweisen, um dort den Verkauf von Souvenir- und Reisebedarf an Sonn- und Feiertagen zu erlauben. München hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht: Zwischen April und Mitte Oktober darf in der Fußgängerzone der Altstadt touristischer Bedarf sonn- und feiertags verkauft werden. Viele Händler und die IHK hätten sich jedoch gewünscht, dass aufgrund der zahlreichen touristischen Hotspots das gesamte Stadtgebiet als touristischer Bereich ausgewiesen wird.

Zur Umfrage: Für die Erhebung kontaktierte die IHK über 70 Wirtschaftsförderer in oberbayerischen Landratsämtern und Gemeinden. 59 Gemeinden beteiligten sich, darunter 12 Kommunen mit mehr als 25.000 Einwohnern.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild:ai generiert)

Fasching in Rosenheim: Ball der Wendelstein Werktstätten

Fasching in Rosenheim: Ball der Wendelstein Werktstätten

Rosenheim – Fasching Helau – Am Freitag, 6. Februar 2026, heißt es in der Auerbräu Festhalle in Rosenheim wieder Fasching feiern beim traditionellen Ball der Wendelstein Werkstätten. Alle sind willkommen, egal ob alt oder jung, mit oder ohne Handicap. Wer Lust auf gute Laune hat, kann dabei sein.

Für Stimmung sorgen die Band „Sixpack“ und der mitreißende Showauftritt der Rock’n’Roll-Tanzgruppe „Hot Socks“. Höhepunkt des Abends ist das Rosenheimer Prinzenpaar mit Garde, Elferrat und Showtanz.
Auch die jungen Gäste sind aktiv eingebunden: Schüler der Ergofachschule Rosenheim haben die Dekoration, Mitmachstände, die Maskenprämierung sowie einen Schminkstand gestaltet. Für das beste Einzel- und Gruppenkostüm gibt es Kinogutscheine.
Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, die Tanzfläche meist bis Mitternacht gut gefüllt. Beginn ist um 19.30 Uhr.
(Quelle:  Pressmitteilung Caritasverband der Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Archiv Caritasverband der Erzdiözese München und Freising)

Polizei Rosenheim: Mann schlägt auf Einsatzkräfte ein – Beamter vorübergehend dienstunfähig

Polizei Rosenheim: Mann schlägt auf Einsatzkräfte ein – Beamter vorübergehend dienstunfähig

Schechen / Landkreis Rosenheim – Ein Routineeinsatz in einer Wohnung im Schechener Ortsteil Pfaffenhofen (Landkreis Rosenheim) eskalierte am Donnerstagabend (29.1.2026): Ein 26-Jähriger ging auf die Polizei los und verletzte mehrere Beamte. Einer von ihnen ist aktuell nicht mehr dienstfähig. 

Beamte der Polizei Rosenheim wurden zu einem Streit in einer Wohnung im Schechener Ortsteil Pfaffenhofen gerufen. Einer der Beteiligten soll zuvor mit einem Messer gedroht haben.

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte einen 26-Jährigen aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim an. Dieser verschränkte die Arme und folgte zunächst nicht den Anweisungen, die Hände zu zeigen. Zwangsmaßnahmen wurden mehrfach angedroht.

Beim Herantreten ging der Mann, nach den Angaben der Polizei, auf die Beamten los und schlug mehrfach um sich. Dabei wurden eine 25-jährige Beamtin und ein 27-jähriger Kollege im Kopfbereich getroffen. Ein 35-jähriger Beamter wurde mit der Faust im Kieferbereich verletzt und ist derzeit nicht mehr dienstfähig. Alle verletzten Beamten mussten ambulant medizinisch versorgt werden.
Der 26-Jährige wurde im weiteren Verlauf handfest fixiert und zur Rosenheimer Polizeiinspektion zur Gewahrsamnahme gebracht. Teile des Vorfalls wurden durch die BodyCam der Einsatzkräfte dokumentiert.

Gegen den 26-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung eingeleitet. Das im Zusammenhang genannte Messer wurde später im Umfeld gefunden und sichergestellt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Führerschein-Reform – Rosenheimer Fahrschule skeptisch bei Preissenkung

Führerschein-Reform – Rosenheimer Fahrschule skeptisch bei Preissenkung

Rosenheim / Bayern / Deutschland  – Der Führerschein soll günstiger werden. Die angekündigte Reform sorgte bundesweit für einen deutlichen Rückgang bei den Anmeldungen in Fahrschulen – auch in Rosenheim. Innpuls.me hat mit Alex Breu von der Rosenheimer Fahrschule Habenstein und Breu über die aktuelle Situation, seine Einschätzung der Reformpläne und Tipps zum Sparen gesprochen.

Deutlicher Rückgang der Anmeldungen

Bundesweit warteten viele Fahrschüler zunächst ab, in der Hoffnung, dass die Kosten für den Führerschein bald sinken würden.  „In den Monaten vor Weihnachten gab es deutlich weniger Anmeldungen. Jetzt im Januar, nachdem klar ist, dass die Reform frühestens 2027 greift, hat sich die Lage wieder etwas normalisiert“, erzählt Breu.

Nach der Ankündigung im Oktober 2025 hatte sich Breu wie viele andere Fahrschulen per Schreiben an das Bundesverkehrsministerium gewandt, um auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen. Personal und Fuhrpark waren betroffen, manche mussten Anpassungen vornehmen, da finanzielle Engpässe drohten. Mittlerweile hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) seine Aussagen aus dem Herbst relativiert. Er machte öffentlich deutlich, dass mögliche Entlastungen durch Reformen frühestens ab 2027 greifen und Fahrschüler kurzfristig nicht mit niedrigen Preisen rechnen sollen.

Digitalisierung und Fahrpraxis

Die Reform sieht unter anderem die verstärkte Nutzung von Fahrsimulatoren, digitale Lernangebote und kürzere Prüfungszeiten vor. Breu setzt schon seit Jahren auf digitale Technik: „Mit dem Fahr-Simulator können Schüler das Anfahren, Schalten der Kupplung und andere grundlegende Abläufe üben, bevor sie ins echte Auto steigen. Fahrsimulatoren können die Fahrerlaubnisausbildung am Anfang gezielt unterstützten und den Fahrschülern die Ausbildung erleichtern, ersetzt aber keine realen Fahrstunden und den Präsenzunterricht“, ist der Rosenheimer überzeugt.

Tipps, um Kosten zu sparen

Alex Breu empfiehlt:

  • Voll konzentrieren: Den Führerschein in einer Phase machen, in der andere Prüfungen, Wettkämpfe oder Auslandsaufenthalte nicht ablenken. Längere Pausen führen dazu, dass bereits Gelerntes wieder vergessen wird.
  • Kompakte Zeitplanung: Den Führerschein in einem überschaubaren Zeitraum absolvieren, ohne Unterbrechungen.
  • Frühzeitig Geld ansparen: Wer schon früh regelmäßig Geld beiseitelegt, ist finanziell besser vorbereitet. Dabei nicht vergessen: Nach dem Führerschein fallen zusätzliche Kosten für ein Auto an.
  • Gründliche Theorievorbereitung: Regelmäßiges Lernen verhindert teure Wiederholungen.
  • Während der Ausbildung viel Rücksprache mit dem Fahrlehrer und dem Fahrschulbüro halten
  • Theoretische und praktische Prüfungssimulationen durchführen, um ein realistisches Feedback über den Ausbildungsstand und der Prüfungsreife zu erhalten
Vorbereitung und Zusatzangebote

Bei der Fahrschule Habenstein und Breu gibt es seit neuestem ein Zusatzangebot: die 100 schwierigsten Theoriefragen werden gesondert geübt. Dieses Angebot hat sich bereits sehr bewährt, berichtet Breu. „Unsere Schüler sind damit viel besser vorbereitet, und die Zahl der Durchfaller in der Theorie ist deutlich gesunken.“

Die Zahl der Theorie-Durchfaller liegt bundesweit bei rund 50 Prozent. In Rosenheim schaffen nach Breus Erfahrung etwa 75 bis 80 Prozent der Fahrschüler die Prüfung beim ersten Versuch. Hier sei die Fahrschule verpflichtet, Lernstandskontrollen durchzuführen und letztendlich die Prüfungsreife festzustellen, bevor die Anmeldung zur richtigen Prüfung erfolgt. „Der Fahrschuler muss so lange lernen und unterstützt werden, bis er Prüfungsreif ist“, betont Breu. Auf „Gut Glück“ funktioniere das leider nicht.

Breu betont: „Berücksichtigt man Inflation und steigende Kosten, war der Führerschein noch nie wirklich günstiger. Oft kommt es vor, dass aktuelle Preise solchen gegenüber gestellt werden, die man früher einmal für gleiche Produkte oder Dienstleistungen bezahlt hat. Schon vor 25 Jahren musste man während seiner Lehre von der Ausbildung, je nach Verdienst, ca. drei volle Monatsgehälter einplanen. Das ist heute nicht viel anders. Wenn man die Preise von damals mit der Einkommensentwicklung ins Verhältnis setzt, so ist der Gesamtbetrag genau genommen nicht gestiegen. Manche Fahrschüler brauchen manchmal heutzutage halt nur leider mehr Fahrstunden“:
Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: re)