Kommunale Realschule Prien: Emotionaler Abschied nach 48 Jahren

Kommunale Realschule Prien: Emotionaler Abschied nach 48 Jahren

Prien / Landkreis Rosenheim – Mit einem feierlichen Festakt in Prien sind am heutigen Donnerstag (13.6.2024) die Leistungen der kommunalen Realschule Prien in den vergangen 48 Jahren gewürdigt worden. Hintergrund ist die Überleitung der kommunalen Realschule in die staatliche Realschule. Ab Beginn des neuen Schuljahres wird es in Prien dann nur noch eine Realschule unter Trägerschaft des Freistaats Bayern geben. Zum Festakt waren Gründer, Weggefährten und Förderer der kommunalen Realschule aus Politik und Schulfamilie gekommen. Die Festredner betonten einhellig die besondere Geschichte der Schule und die damit verbundene starke Stellung in der Marktgemeinde.

Die scheidende Schulleiterin Andrea Dorsch mit Landrat Otto Lederer. Fotos: Copyright Landratsamt Rosenheim

Die scheidende Schulleiterin Andrea Dorsch mit Landrat Otto Lederer. Fotos: Copyright Landratsamt Rosenheim

„Ohne die Leistungen der kommunalen Realschule wäre der Schulstandort heute nicht, was er ist“, sagte Landrat Otto Lederer im voll besetzen König-Ludwig-Saal. „Dieses Fundament steht fest für die Zukunft kommender Schülergenerationen.“ Dank der Leistungen der Schulfamilie in den vergangenen Jahrzehnten können man mit Stolz auf die bemerkenswerte Geschichte der Realschule zurückblicken.

Marktgemeinde Prien hatte die Schule selbst auf den Weg gebracht

Der Freistaat Bayern hatte 1976 keinen Bedarf für die Gründung einer Realschule in Prien gesehen und hatte es entsprechend abgelehnt, in der Marktgemeinde ein entsprechendes Projekt umzusetzen. Die Marktgemeinde Prien hatte daraufhin die Schule selbst auf den Weg gebracht, unterstützt vom Landkreis Rosenheim und von einer gut organisierten Elternschaft.
„Hier ist eine Kraft am Wirken gewesen, die Gutes getan hat. Möglich gemacht wurde das durch Menschen, die sich über das durchschnittliche Maß hinaus engagiert haben“, betonte Wilhelm Kürzeder, Ministerialbeauftragter a.D. der Realschulen Oberbayern-Ost. Er dankte allen Beteiligten, die in den vergangenen Jahren die beiden Schulen unaufgeregt, professionell, geradlinig und kompetent bei der Überleitung begleitet haben.

Ähnlich äußerte sich Priens Bürgermeister Andreas Friedrich. Er bezeichnete seine eigenen Jahre als Schüler der kommunalen Realschule als schönste Zeit seines Schullebens. Die Schule habe sich immer durch überdurchschnittlichen Praxisbezug und außerordentlich hohe Innovationskraft ausgezeichnet. Als Beispiel nannte er das Fach Informatik. Als eine der ersten Schulen in Bayern hatte die kommunale Realschule in Prien 1982 einen voll ausgestatteten Computerraum. Und auch das Sprachlabor setze damals neue Maßstäbe. „Unsere kommunale Realschule ist staatlichen Realschulen in all den Jahren ins Nichts nachgestanden. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben“, so Friedrich.

„Wir waren nicht nur cool und erfolgreich…“

Schulleiterin Andrea Dorsch ging in ihrem Grußwort umfassend auf die Geschichte der Realschule ein, gewürzt mit zahlreichen Anekdoten aus Vergangenheit und Gegenwart. Unter anderem dankte sie den Wegbegleitern der ersten Stunde, darunter auch der frühere Landrat Dr. Max Gimple, der ebenfalls unter den Festgästen war. Für die Gründung der Schule seien guter Wille, Geld, Sachverstand und Gesetzessicherheit nötig gewesen. „Und es brauchte auch Lehrer, die sich trauten, an dieser exotischen kommunalen Schule zu unterrichten“, so Dorsch. Sie und das Lehrerkollegium hätten mit der Entscheidung zur Überleitung in die staatliche Realschule Frieden geschlossen. „Wir waren nicht nur cool und erfolgreich, sondern auch exklusiv und teuer“, räumte die Schulleiterin schmunzelnd ein. Sie sei überzeugt, dass die verbliebenen Schüler der kommunalen Realschule, die zum neuen Schuljahr an die staatliche Realschule wechseln, dort eine hervorragende, neue schulische Heimat finden werden.

Welche Bedeutung die Schule als Heimat für die Schülerinnen und Schüler hat, wurde im Redebeitrag der Schülersprecherin Nora Kirschner und ihres Mitschülers Hubert Maier deutlich. „Wir haben erst während Corona gemerkt, wie sehr uns die Schule abgeht.“ Elternbeiratsvorsitzende Doris Schlosser unterstrich die Bedeutung von engagierten Eltern für eine gelungene Schulfamilie. Die Gründungsgeschichte und ein bis zuletzt überdurchschnittlich engagierter Förderverein, haben das bei der kommunalen Realschule Prien besonders sichtbar gemacht. Schlosser blickte zufrieden auf die Übergangsphase der vergangenen Jahre zurück: „Danke für das Fingerspitzengefühl für unsere Kinder.“

Umrahmt wurde der Festakt von Musikgruppen der Priener Schulfamilie. Vorgestellt wurde an dem Vormittag auch die Chronik der kommunalen Realschule Prien, die erstmals als Buch die Geschichte der Schule ausführlich beleuchtet.

Schüler versprüht in Schultoilette Chili-Spray – Mehrere Schüler verletzt

Schüler versprüht in Schultoilette Chili-Spray – Mehrere Schüler verletzt

Rosenheim – Ein Schüler versprühte am heutigen Donnerstag (13.6.2024) in einer Toilette in der Johann-Rieder-Realschule (Stadt Rosenheim) ein Chili-Spray. Mehrere Schüler wurden verletzt. 

Kurz nach 12 Uhr wurden die Rosenheimer Rettungskräfte zu der Schule gerufen. Dort klagten mehrere Schüler über Augenreizungen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Nach derzeitigem Sachstand der Polizei versprühte ein Schüler in den Sanitäranlagen der Schule den Inhalt einer Spraydose gegenüber anderen Mitschülern auf der Schultoilette. 
Der Inhalt der Dose basierte auf Chili und anderen Wirkstoffen und erzeugte einen stark übel riechenden Geruch. 
Auch Rettungshubschrauber wurden angefordert, da zuerst nicht klar war, welches Ausmaß die Verletzungen haben. 
Nach ersten Maßnahmen vor Ort konnte Entwarnung gegeben werden. Die betroffenen. Schüler wurden auf dem Areal der Schule kurz untersucht und konnten noch vor Ort entlassen werden. Eine stationäre Aufnahme der Schüler in ein Krankenhaus war nicht erforderlich. 
Der unangenehm riechende, beißende Geruch verzog sich nach und nach. Nach Lüften durch die Rosenheimer Feuerwehr wurde der Sanitärbereich wieder freigegeben. Der Rettungshubschrauber drehte von der Einsatzstelle wieder ab.
Die Rosenheimer Polizei hat nun die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, zumindest gegen einen Schüler, aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schüler-Theater „Die Beraubten“ auf dem Rosenheimer Salzstadel

Schüler-Theater „Die Beraubten“ auf dem Rosenheimer Salzstadel

Rosenheim  – Das P-Seminar „Theater in der Stadt“ des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums zeigt am Donnerstag, 11. Juli, eine Theaterperformance mit dem Titel „Die Beraubten“ auf dem Rosenheimer Salzstadel.

Bei der Theaterperformance geht es um gesellschaftliche Rollen, Erwartungen und hoffnungsvolle Träume auf der Suche nach Selbstverwirklichung. Bei Regen findet das Theater in der Mensa der Schule statt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von „StadtLeben – Veranstaltungen am Salzstadel“ statt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtbibliothek Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Penzberg / Murnau: 47-jähriger löst Polizei-Großeinsatz aus

Penzberg / Murnau: 47-jähriger löst Polizei-Großeinsatz aus

Penzberg / Murnau (Landkreis Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen) – Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am vergangenen Donnerstag (16.5.2024) in einer Berufsschule in Penzberg. Ein 47-jähriger erlitt einen Kreislaufstillstand. In einer Flasche führte er eine hochgiftige Substanz mit sich. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Donnerstag (16. Mai 2024), gegen 13:40 Uhr, wurde über die Integrierte Leitstelle Oberland mitgeteilt, dass in der Berufsschule für Pflegekräfte in Penzberg eine Person das Bewusstsein verlor. Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten vor Ort einen 47-jährigen Mann feststellen, welcher in einem Klassenzimmer der dortigen Berufsschule kollabierte und in reanimationspflichtigen Zustand war. Der Mann wurde unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in das Unfallklinikum Murnau verbracht. Leider konnte dem Mann nicht mehr geholfen werden, so dass er im Klinikum verstarb.
Im Zuge der Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde bekannt, dass der Verstorbene eine Flasche mit einer zunächst unbekannten pulvrigen Substanz mit sich geführt hatte.

Bei der Substanz handelte es sich um Natriumazid

Zur Abklärung möglicher Gefahren, insbesondere für Personen, welche mit dem Verstorbenen im Rahmen der Erste-Hilfe-Maßnahmen in unmittelbaren Kontakt kamen, wurde der Verstorbene sowie das Fläschchen mit unbekanntem Inhalt im Bereich der Notaufnahme isoliert.
Mit Unterstützung der Feuerwehr Garmisch-Partenkirchen sowie der Analytischen Taskforce der Berufsfeuerwehr München wurde die Substanz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und hohem Aufwand untersucht, ehe feststand, dass es sich bei der Substanz um Natriumazid handelte. Dieser Stoff führt auch bei oraler Einnahme von geringen Mengen zum Tod. Nach Rücksprache mit den Medizinern des Klinikums Murnau war jedoch auch klar, dass eine hohe Gefahr, insbesondere mit irreversiblen Gesundheitsschäden, für Personen im unmittelbaren Umfeld des 47-Jährigen ausgeschlossen werden konnte.
Dennoch klagten mehr als ein Dutzend Personen der betroffenen Schulklasse über Symptome wie Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen. Diese Personen wurden zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser verbracht und vorsorglich stationär aufgenommen.
Der Einsatz wurde unter Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit einer Vielzahl an Polizeidienststellen geführt. Neben regionalen Rettungskräften und Feuerwehren waren auch Vertreter des zuständigen Gesundheitsamtes vor Ort.

Noch vor Ort übernahmen Beamte des Fachkommissariats 1 für Todesermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim die weiteren Untersuchungen in dieser Sache. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II erfolgen nun die weiteren Ermittlungen in dem Fall.

Nach derzeitigen Erkenntnissen geht die Kriminalpolizei davon aus, dass der 47-jährige Penzberger seinen Suizid herbeigeführt hat. Ob er hierfür die mitgeführte Substanz Natriumazid eingenommen hat, ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Ebenfalls ist nun von großer Bedeutung, wie der Mann in Besitz dieser hochtoxischen Substanz kam. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen den Ermittlern keinerlei Anhaltspunkte vor, dass der 47-Jährige andere Personen gefährden oder gar vorsätzlich schädigen wollte. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Ausbildungsmesse in der Gabor-Halle

Rosenheimer Ausbildungsmesse in der Gabor-Halle

Rosenheim – Die Ausbildungsmesse „Future Fit“ findet am Samstag, 4. Mai, in der Rosenheimer Gaborhalle (Ebersberger Straße 32A) statt – ergänzend zur IHK-Jobfit, die am gleichen Tag stattfindet (wir berichteten).

Veranstalter ist die FutureFit Sportconsulting GmbH In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Rosenheim, dem Arbeitskreis Schulewirtschaft Rosenheim und der Kreishandwerkerschaft. Insgesamt präsentieren sich von 9 bis 16 Uhr rund 60 Unternehmen.
Schüler aus Stadt und Landkreis Rosenheim können sich vor Ort über duale Ausbildungsmöglichkeiten in der Region und über die Unternehmen selbst informieren.

Die Rosenheimer Ausbildungsmesse findet ergänzend am gleichen Tag zur IHK Jobfit! statt. Beide Messen gemeinsam präsentieren mit mehr als 200 Ausstellern einen großartigen Arbeitsmarkt in der Region Rosenheim und bieten dem Berufsnachwuchs ein umfangreiches Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten übergreifend über alle Berufsfelder und Branchen.
„Es freut mich sehr, dass wir dieses Jahr die Ausbildungsmesse in der Gabor-Halle durchführen. Hier bieten wir ergänzend zur IHK Jobfit! den Unternehmen der Region eine optimale Plattform zur Präsentation für den Berufsnachwuchs und den angehenden Auszubilden und Berufsanfängern eine umfangreiche Möglichkeit zum Kennenlernen vielfältiger Berufsfelder und Branchen“, so der Geschäftsführer des Veranstalters FutureFit Sportconsulting GmbH, Daniel Bucheli.
(Quelle: Pressemitteilung Future FIt Sport Consulting / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ein Jahr USA: Bewerben und PPP-Botschafter werden

Ein Jahr USA: Bewerben und PPP-Botschafter werden

Berlin / Rosenheim – Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bietet auch für das Programmjahr 2025/2026 wieder Schülern und jungen Berufstätigen die Chance, während eines einjährigen Auslandsaufenthalts spannende internationale Erfahrungen für das Leben zu sammeln. Die Bewerbungsphase für das nächste Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) startet am 2. Mai und endet am 13. September 2024.

„Ich möchte auch in diesem Jahr wieder geeignete Bewerber auf das PPP-Programm aufmerksam machen und sie ermutigen, sich um einen Platz zu bewerben. Es ist wichtig, dass junge Menschen über den eigenen Tellerrand hinausblicken, eigenständige Erfahrungen sammeln und dabei Verständnis für andere Kulturen entwickeln. Deshalb bin ich immer wieder gern Patin für zahlreiche junge Menschen und habe sie schon in den vergangenen Jahren regelmäßig “über den großen Teich“ geschickt“, erklärte Daniela Ludwig.
Das Parlamentarische Patenschafts-Programm bietet die hervorragende Gelegenheit, um ein Jahr lang als Botschafter in den USA für Deutschland Flagge zu zeigen, in einer Highschool oder in einem amerikanischen Betrieb.
„Das Austauschjahr bringt den jungen Menschen enorm viel, auch für die persönliche Entwicklung und Reifung. Die Teilnehmer werden nach einem Jahr garantiert um viele kulturelle Eindrücke reicher wieder nach Deutschland zurückkehren. Und authentisches USA-Feeling und verbesserte Englischkenntnisse gibt es dazu noch on top“, ist sich Daniela Ludwig sicher.
Die Bewerbungsunterlagen und weiterführende Informationen finden sich hier.(Quelle: Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Copyright Wahlkreisbüro Daniela Ludwig)