Grünes Licht für Klassenzimmer-Container

Grünes Licht für Klassenzimmer-Container

Landkreis Rosenheim – Sowohl das Gymnasium in Bruckmühl aus auch das Inntal-Gymnasium in Raubling (Landkreis Rosenheim) verzeichnete in den vergangenen Jahren wachsende Schülerzahlen. Dieser Trend an den weiterführenden Schulen im Landkreis Rosenheim wird sich laut Schulbedarfsprognose weiter  fortsetzen. Um den daraus resultierenden wachsenden Platzbedarf zu decken, hat der Schulausschuss nun grünes Licht gegeben für die Anmietung von Klassenzimmercontainern für beide Schulen als Interimsmaßnahme sowie einer Erweiterung des Gymnasiums in Bruckmühl.

Langfristig ist laut Landratsamt Rosenheim für beide Schulen mit einem Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen. Dies ergibt sich unter anderem durch den Anstieg der Schülerzahl im Einzugsbereich sowie die hohen Übertrittsquoten von der Grundschule ans Gymnasium. Der Einfluss der Landeshauptstadt München mache sich hier bemerkbar, aber auch die Zuwanderung aus dem Ausland, vor allem aus Ländern der Europäischen Union.

Das Gymnasium Bruckmühl hat seit dem Schuljahr 2019/2020 drei Jahre hintereinander einen Zugang von 118 bis 120 Schülerinnen und Schülern in der 5. Klasse. Dies bedeutet jeweils vier Klassen in der 5. Jahrgangsstufe und nachfolgend auch in den höheren Jahrgängen und daraus folgend eine Anhebung des als dreizügig konzeptionierten Gymnasiums auf die Vierzügigkeit. Gegenwärtig sind die 21 Klassenzimmer sowie die Fachunterrichtsräume zumeist vollständig ausgelastet. Auch am Inntal-Gymnasium steigen die Schülerzahlen. Im Schuljahr 2022/2023 haben sich insgesamt 157 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Das hatte die Bildung von sechs anstelle der bisherigen fünf Eingangsklassen zur Folge. Das Inntal-Gymnasium verfügt derzeit über 37 Klassenzimmer zuzüglich der Fach- und Sportunterrichtsräume. Die Turnhalle steht momentan aufgrund der flüchtlingsbedingten Belegung nicht zur Verfügung. Auch hier herrscht Raummangel.

Wiedereinführung des G9 wirkt sich ebenfalls auf die Schülerzahlen aus

Verschärfend kommt hinzu, dass aufgrund der Wiedereinführung des G9 im Schuljahr 2025/2026 mit einem sprunghaften Anstieg der Schülerzahlen gerechnet wird. Nach Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums wird es 2025/2026 erstmals wieder eine 13. Jahrgangsstufe geben. Im Frühjahr 2025 finden demnach keine Abiturprüfungen statt (alle Schüler der Q12 gehen dann erstmalig in die Q13). Gleichzeitig wurden bei der Wiedereinführung des G9 pädagogische Konzepte bzw. Vorgaben zur Klassenteilung des G8 beibehalten, welche den Raumbedarf bei vergleichbaren Schülerzahlen erhöhen. Geteilte Klassen in den Intensivierungsstunden, im Förderunterricht, im Fremdsprachenunterricht und im Religions-/Ethikunterricht sowie die zunehmende Integration von Schülerinnen und Schülern mit Inklusionsbedarf bedingen einen zusätzlichen Raumbedarf.
Das Inntal-Gymnasium geht deshalb ab dem Schuljahr 2025/2026 von einem Bedarf von zusätzlich sechs Unterrichtsräumen aus. Ab dem Schuljahr 2025/2026 rechnet das Gymnasium Bruckmühl mit einem zusätzlichen Raumbedarf von vier Klassenzimmern.

Bis 2040 werden nach Schätzungen jedoch zehn zusätzliche Klassenzimmer und Fachräume in Bruckmühl benötigt. Das Gymnasium Bruckmühl ist in U-Form gebaut. In der Öffnung dessen können weitere vier Klassenzimmer gebaut werden.

Sowohl der Erweiterung des Gymnasiums Bruckmühl als auch der Interimslösungen mittels Klassenraumcontainer für beide Schulen hat der Schulausschuss nun einstimmig zugestimmt. Laut Beschlussvorschlag werden ab dem Schuljahr 2025/2026 bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen vier Container für das Gymnasium Bruckmühl und für das Inntal-Gymnasium in Raubling sechs Container angemietet. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, das notwendige Vergabeverfahren durchzuführen sowie den Kreisausschuss über die Vergabe zu informieren. Die für die Anmietung der Container notwendigen Haushaltsmittel werden (vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags) in den Haushaltsplan des Jahres 2024 und der Folgejahre eingestelllt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schulbesuch bei den Tachinger Floriansjüngern

Schulbesuch bei den Tachinger Floriansjüngern

Taching / Landkreis Traunstein – Die allseits bekannte Aussage aus der Zeichentrickserie „Grisu, der kleine Drache“ aus den 1970er Jahre dürfte vielen großen und kleinen Fernsehzuschauern bestens bekannt sein. Und für unzählige Feuerwehrmänner und natürlich auch Feuerwehrfrauen war diese Serie wohl auch die Initialzündung, sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr zu engagieren. Dieser Funke der Begeisterung ist kürzlich bei den Schülern der Tachinger Grundschule (Landkreis Traunstein) übergesprungen, als sie einen Blick hinter die Kulissen ihrer Feuerwehr wagten.

Die Buben und Mädchen hatten viele Fragen. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Große Begeisterung für die Feuerwehr herrschte beim Besuch der beiden dritten Klassen, die einen erlebnisreichen Vormittag bei der Freiwillige Feuerwehr Taching am See verbringen durften. „Wir haben uns natürlich über den Besuch sehr gefreut und gerne die Tore unseres Feuerwehrhauses geöffnet“, so die stellvertretende Vorsitzende Jana Mayer.
Zu Beginn stellte Kommandant Michael Lechner den Grundschülern die Tachinger Feuerwehr vor. Dazu griff er auf Einsatzbilder vergangener Einsätze zurück, um den Kindern anschaulich die vielfältigen Aufgaben zu erklären. Auf dem Stundenplan stand auch der Notruf und was man nach dem Wählen der Nummer 112 alles für Fragen beantworten muss.

Anschließend folgte ein Rundgang durch das Gerätehaus der Wehr mit spannenden Einblicken in die Räumlichkeiten. Die drei Feuerwehrfrauen Lisa Huber, Sandra Huber und Jana Mayer erklärten darüber hinaus den Schulkindern die beiden Einsatzfahrzeuge. Große Augen bekamen die kleinen Gäste bei der Vorführung einer sogenannten Fettbrandexplosion. Ein mächtiger Feuerball stieg in die Himmel als die Brandschützer etwas Wasser in ein Gefäß mit heißem Öl schütteten. Die dargebotene Explosion beeindruckte alle Besucher außerordentlich.
„Wir hoffen, den Kindern auch in diesem Jahr wieder ein paar spannende Stunden bei der Feuerwehr bereitet zu haben“, so Jana Mayer am Ende des Vormittages und nutzte gleich die Möglichkeit Werbung für die Jugendgruppe der Feuerwehr Taching zu machen. „Es würde uns schon freuen, wenn wir einige bekannte Gesichter beim diesjährigen Ferienprogramm wieder sehen würden und vielleicht sogar naher Zukunft in unsere Jugendfeuerwehr aufnehmen dürften“.

Ab zwölf Jahren können Buben und Mädchen in der Jugendfeuerwehr Taching einsteigen und sind dort bis zum 18. Lebensjahr herzlich willkommen, ehe sie in die Aktive Mannschaft wechseln. „Aktuell sind 13 Jugendliche bei uns mit dabei“, erzählt Jana Mayer. 
„Auch die aktive Mannschaft sucht immer Verstärkung“, ergänzt Tachings Kommandant Michael Lechner. „Für alle die als Quereinsteiger ab 18 Jahren bei uns mitmachen möchten, haben wir natürlich Platz in unseren Feuerwehrfahrzeugen“. Unter www.ff-taching.feuerwehren.bayern findet man die Ansprechpartner der Feuerwehr Taching.
Auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein (www.kfv-traunstein.de) finden sich neben vielen spannenden und aktuellen Feuerwehrberichten eine Auflistung aller Ansprechpartner der Jugendfeuerwehren sowie für die aktive Mannschaft aller 80 Feuerwehren im Landkreis Traunstein.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier, Thomas Pfeffer / Beitragsbild, Foto: Feuerwehr Taching)

Dreiklang für das Berufliche Schulzentrum Wasserburg

Dreiklang für das Berufliche Schulzentrum Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Feierstunde am Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg am Inn. Jüngst wurde dort die Fertigstellung der insgesamt fünfjährigen Baumaßnahmen gefeiert. Gleichzeitig wurde die Schulleiterin Claudia Romer in den Ruhestand verabschiedet und ihr Nachfolger Gerhart Zimmermann vorgestellt.

Im Rahmen der Baumaßnahmen wurde das gesamte Gebäude des Beruflichen Schulzentrums neu organisiert. Rund 3300 Quadratmeter wurden saniert, knapp 6000 Quadratmeter neu gebaut. Das Hauptgebäude beinhaltet nun neue Werkstätten für die Fachrichtungen „Kunststofftechnik“ und „Technische Produktdesigner“, Klassen- und Gruppenräume, moderne CAD-Arbeitsplätze sowie die Schulverwaltung und die Schulmensa mit einer Großküche. Vor dem Hintergrund einer Lehrplanänderung hat der Landkreis zudem eine Erstausstattung für die Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik beschafft.
„Die modernisierten Räumlichkeiten bieten jungen Menschen im Landkreis nun ein zeitgemäßes Lernumfeld und die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Talente bestmöglich zu entfalten“, sagte Landrat Otto Lederer. „Ich darf mich herzlich bedanken, dass hier Schulfamilie und Planer zusammengefunden haben, um den Schulalltag wirklich zukunftsfähig zu machen.“

Das neue Raumkonzept biete optimale Voraussetzungen für Schüler, Lehrer und Schulverwaltung. Bei der Sanierung habe man nicht nur auf eine moderne und funktionale Ausstattung der Klassenräume geachtet, sondern auch für eine verbesserte Akustik und ein angenehmes Raumklima gesorgt. Mit einer hochgedämmte Gebäudehülle erfülle das Gebäude die ökologischen Anforderungen für klimagerechtes Bauen. Eine Solaranlage mit einer Leistung von 75 Kilowattpeak beliefert sowohl die Schule als auch das öffentliche Stromnetz. Die großen Maschinen der Werkstätten und die neue Wärmepumpe profitieren unmittelbar von dem Strom, der durch die Photovoltaikanlage bereitgestellt wird.

Landkreis Rosenheim hat rund 37 Millionen Euro in den Bau investiert

Beginn der Baumaßnahmen war im Herbst 2018. In drei Bauabschnitten wurde Stück für Stück abgerissen, saniert und neugebaut. Dadurch konnte der Schulbetrieb, teilweise in Containern, parallel weiterlaufen. An dem Bau waren über 60 Firmen beteiligt. Als Sachaufwandsträger hat der Landkreis Rosenheim insgesamt rund 37 Millionen Euro investiert.

Schulleiterin Claudia Romer (mitte) mit ihrem Nachfolger Gerhart Zimmermann (links) und Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (rechts). Fotos: Landratsamt Rosenheim

Schulleiterin Claudia Romer (mitte) mit ihrem Nachfolger Gerhart Zimmermann (links) und Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (rechts). Fotos: Landratsamt Rosenheim

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Schulleiterin Claudia Romer in den Ruhestand verabschiedet. Landrat Otto Lederer dankte Romer für die herausragende Arbeit und sprach von einem Glücksfall für die Schulgemeinschaft: „Claudia Romer hat das Bauprojekt mit viel Engagement bis zum Abschluss betreut. Gleichzeitig hat sie durch die notwendigen Umstrukturierungen die Grundlage dafür geschaffen, dass aus vier Schulen ein Schulzentrum geformt wird.“
Der Regierungspräsident von Oberbayern, Dr. Konrad Schober, hob das überdurchschnittliche Engagement von Claudia Romer hervor sowie ihre Verdienste um die Schulfamilie. „Sie pflegten einen durch und durch demokratischen Führungsstil, getragen von Respekt, Anstand, Wertschätzung und Menschlichkeit. Insofern waren Sie auch ein wichtiges Vorbild für demokratische Bildung.“ Gleichzeitig gab Schober bekannt, dass Gerhart Zimmermann die Leitung des Berufliches Schulzentrums übernehmen wird. Zimmermann war zuletzt stellvertretender Schulleiter.

Seit dem laufenden Schuljahr sind unter dem Dach des Beruflichen Schulzentrums Wasserburg die Berufsschule, die Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie, die Fachoberschule sowie die Berufsoberschule zusammengefasst.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Landratsamt Rosenheim)

Zwischenzeugnis als Teiletappe im Schuljahr

Zwischenzeugnis als Teiletappe im Schuljahr

Bayern – Am heutigen Freitag, 23. Februar endet in Bayern das erste Schul-Halbjahr mit der Vergabe der Zwischenzeugnisse. „Jetzt ist Halbzeit und unsere Schüler in Bayern können stolz darauf sein, was sie bisher geleistet haben“, so Kulturministerin Anna Stolz. 

In Bayern erhalten Schüler der Grund-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen ihre Zwischenzeugnisse immer am letzten Schultag der zweiten vollen Schulwoche im Februar. An Mittelschulen können Lernentwicklungsgespräche in den Jahrgangstufen 5 bis 9 die Zwischenzeugnisse ersetzen oder ergänzen. An Gymnasien und Realschulen ist es möglich, die Zeugnisse in den Klassen 5 bis 8 durch schriftliche Notenübersichtigen zu ersetzen, basierend auf einer Entscheidung der Lehrerkonferenz und des Elternbeirats. Für Grundschulkinder der Klassen 1 bis 3 kann ein Lernentwicklungsgespräch anstelle des Zeugnisses treten. Viertklässler erhalten bereits im Januar einen Leistungsbericht zur frühzeitigen Rückmeldung vor dem Übertrittszeugnis.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Zweiter Schulleitungsdialog zum Thema KI und MINT

Zweiter Schulleitungsdialog zum Thema KI und MINT

Landkreis Rosenheim – Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Landkreisschulen haben sich zum zweiten Schulleitungsdialog im Landratsamt Rosenheim zusammengefunden. Thematische Schwerpunkte waren KI an Schulen und die neue MINT-Region Rosenheim. Darüber hinaus war Raum für den persönlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulleitern.

„Ich weiß, dass die Schulleitungen jetzt bereits sehr viele Termine haben. Deswegen fragt sich der ein oder andere vielleicht, warum es noch einen Schulleitungsdialog braucht. Ich sage, dass diese Termine sehr wichtig sind, um sich auch einmal informell und schulartübergreifend auszutauschen, gerade weil die Schulleitungen sehr viel Arbeit auf dem Tisch haben. Es gibt sehr viele Themen, die alle bewegen, wie zum Beispiel das Thema Künstliche Intelligenz und hier eignet sich ein Schulleitungsdialog hervorragend, um so ein Thema zu besprechen“, erklärte Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim.

Herausforderungen und Chancen der neuen technischen Errungenschaften

Ziel des Austausches war es, die Herausforderungen und Chancen, die die neuen technischen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz für Schulen bereithalten, von unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dazu gaben Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München einen Einblick über die gesellschaftliche Bedeutung von KI. Der technische Fortschritt verlange, vergleichbar mit der Einführung des Taschenrechners, dass Bildungseinrichtungen Prüfungsfragen anpassen. Für Schulen sei es darüber hinaus wichtig, Kindern und Jugendlichen die nötige Reflexionsfähigkeit mit auf den Weg zu geben, damit diese gezielt KI als Werkzeug für sich nutzen können. Dafür brauche es eine Sensibilisierung für die Gestaltung sowie die Gestaltbarkeit von KI, um eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Landrat Otto Lederer bestärkte die Anwesenden: „Von diesen großen gesellschaftlichen Entwicklungen sind Schulen selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Wenn heute ein Trend entsteht, haben wir ihn morgen an den Schulen. Auch wenn es noch in keinem Lehrplan vorgesehen ist, müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen.“.

Im Anschluss stellte Steffi Panhans, Projektleitung „MINTnetz18+“ von der TH Rosenheim die Aktivitäten der MINT-Region vor. Die MINT-Regionen sind regionale Netzwerke zur Stärkung der Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Stadt und Landkreis Rosenheim waren lange ein weißer Fleck auf der MINT-Landkarte, den die Technische Hochschule Rosenheim unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bildungsregion Rosenheim nun geschlossen hat.

„Schüleraustausche sind wirklich wichtig“

Neben dem Gespräch mit Experten, war auch dieses Jahr wieder Raum für weitere Themen, die die Schulen betreffen. Rosenheims Landrat Otto Lederer nutzte die Gelegenheit um die Bedeutung von Schüleraustauschen zu betonen. „Schüleraustausche sind kein nice to have, sondern wirklich wichtig.“ Angesichts jüngster Entwicklungen sagte er „Es ist wichtiger denn je Schüler für Europa zu begeistern“.

Die Veranstaltung ist auf Initiative von Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim im Rahmen der Zertifizierung von Stadt und Landkreis Rosenheim zu „(Digitalen) Bildungsregion“ entstanden. Bereits 2023 war die Auftaktveranstaltung zum Thema „W3 – Wissen.Werte.Wir“ ein Erfolg. Der Schulleitungsdialog soll in Zukunft jährlich stattfinden und Raum für fachlichen sowie persönlichen Austausch bieten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim, zeigt. Schulvertreter und Experten im Foyer des Landratsamtes Rosenheim. Foto: Landratsamt Rosenheim)

Zweiter Schulleitungsdialog im Landratsamt Rosenheim

Zweiter Schulleitungsdialog im Landratsamt Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der 23 Landkreisschulen haben sich zum zweiten Schulleitungsdialog im Landratsamt Rosenheim zusammengefunden. Thematische Schwerpunkte waren KI an Schulen und die neue MINT-Region Rosenheim. Darüber hinaus war Raum für den persönlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulleitern.

Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler vom IISF München gaben den Schulleitern einen Einblick in die gesellchaftliche Bedeutung von KI. Foto: Landratsamt Rosenheim

Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler vom IISF München gaben den Schulleitern einen Einblick in die gesellchaftliche Bedeutung von KI. Fotos: Landratsamt Rosenheim

„Ich weiß, dass die Schulleitungen jetzt bereits sehr viele Termine haben. Deswegen fragt sich der ein oder andere vielleicht, warum es noch einen Schulleitungsdialog braucht. Ich sage, dass diese Termine sehr wichtig sind, um sich auch einmal informell und schulartübergreifend auszutauschen, gerade weil die Schulleitungen sehr viel Arbeit auf dem Tisch haben. Es gibt sehr viele Themen, die alle bewegen, wie zum Beispiel das Thema Künstliche Intelligenz und hier eignet sich ein Schulleitungsdialog hervorragend, um so ein Thema zu besprechen“, erklärte Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim.

KI vergleichbar mit der Einführung des Taschenrechners

Ziel des Austausches war es, die Herausforderungen und Chancen, die die neuen technischen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz für Schulen bereithalten, von unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dazu gaben Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München einen Einblick über die gesellschaftliche Bedeutung von KI. Der technische Fortschritt verlange, vergleichbar mit der Einführung des Taschenrechners, dass Bildungseinrichtungen Prüfungsfragen anpassen. Für Schulen sei es darüber hinaus wichtig, Kindern und Jugendlichen die nötige Reflexionsfähigkeit mit auf den Weg zu geben, damit diese gezielt KI als Werkzeug für sich nutzen können. Dafür brauche es eine Sensibilisierung für die Gestaltung sowie die Gestaltbarkeit von KI, um eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Landrat Otto Lederer bestärkte die Anwesenden: „Von diesen großen gesellschaftlichen Entwicklungen sind Schulen selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Wenn heute ein Trend entsteht, haben wir ihn morgen an den Schulen. Auch wenn es noch in keinem Lehrplan vorgesehen ist, müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen.“.

Steffi Panhans, Projektleitung "MINTnetz18+" von der Technischen Hochschule Rosenheim stellte den Anwesenden die Aktivitäten des Netzwerkes vor. Foto: Landratsamt Rosenheim

Steffi Panhans, Projektleitung „MINTnetz18+“ von der Technischen Hochschule Rosenheim stellte den Anwesenden die Aktivitäten des Netzwerkes vor.

Im Anschluss stellte Steffi Panhans, Projektleitung „MINTnetz18+“ von der TH Rosenheim die Aktivitäten der MINT-Region vor. Die MINT-Regionen sind regionale Netzwerke zur Stärkung der Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Stadt und Landkreis Rosenheim waren lange ein weißer Fleck auf der MINT-Landkarte, den die Technische Hochschule Rosenheim unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bildungsregion Rosenheim nun geschlossen hat.

„Schüleraustausche sind wirklich wichtig“

Neben dem Gespräch mit Experten, war auch dieses Jahr wieder Raum für weitere Themen, die die Schulen betreffen. Rosenheims Landrat Otto Lederer nutzte die Gelegenheit um die Bedeutung von Schüleraustauschen zu betonen. „Schüleraustausche sind kein nice to have, sondern wirklich wichtig.“ Angesichts jüngster Entwicklungen sagte er „Es ist wichtiger denn je Schülerinnen und Schüler für Europa zu begeistern“.

Die Veranstaltung ist auf Initiative von Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim im Rahmen der Zertifizierung von Stadt und Landkreis Rosenheim zu „(Digitalen) Bildungsregion“ entstanden. Bereits 2023 war die Auftaktveranstaltung zum Thema „W3 – Wissen.Werte.Wir“ ein Erfolg. Der Schulleitungsdialog soll in Zukunft jährlich stattfinden und Raum für fachlichen sowie persönlichen Austausch bieten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Landratsamt Rosenheim)