Mindestens jeder fünfte Betrieb in Bayern Opfer von Cyberangriff

Mindestens jeder fünfte Betrieb in Bayern Opfer von Cyberangriff

München / Bayern – Cyberangriffe sind längst keine abstrakte Bedrohung mehr: Laut der jüngsten IHK-Digitalisierungsumfrage waren 20 Prozent der rund 540 befragten bayerischen Unternehmen im vergangenen Jahr von mindestens einem erheblichen Cybersicherheitsvorfall betroffen. Besonders kleine und mittlere Betriebe schützen sich noch unzureichend – oft fehlen Cyberversicherungen, Notfallpläne, IT-Sicherheitsbeauftragte oder regelmäßige Notfallübungen.

BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl warnt: „Unsere Unternehmen – egal, ob internationale Großkonzerne oder kleine Betriebe – sind längst Zielscheibe von Kriminellen. Die internationalen Konflikte, etwa der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, verschärfen das Risiko deutlich. Es ist keine Frage mehr, ob man als Betrieb einem Cyberangriff ausgesetzt ist, sondern nur eine Frage, wann man Opfer wird.“ Er appelliert daher an alle Firmen, sich präventiv zu schützen und auf mögliche Notfälle vorzubereiten.

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen großen und kleinen Betrieben:

  • Risikomanagement: 82 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten führen Risikoanalysen durch, bei Betrieben unter 250 Beschäftigten sind es nur 52 Prozent.
  • Mitarbeiterschulungen: Regelmäßige IT-Sicherheitsschulungen führen 85 Prozent der großen Unternehmen durch, bei kleinen und mittleren Betrieben nur 48 Prozent.

Etwa 30 Prozent der Cyberangriffe zielen auf Betrug, Spionage, Datendiebstahl oder Lösegeldforderungen durch Verschlüsselung von Daten und Netzwerken ab. Gößl betont, dass neben den Unternehmen selbst auch Politik und Behörden gefordert sind: „Gerade kleine Betriebe können einem Angriff hilflos ausgeliefert sein. Die bayerischen IHKs informieren und schulen Unternehmen bereits und geben Handreichungen – aber wir alle müssen noch mehr leisten.“
Cyberangriffe stellen laut BIHK eine erhebliche Gefahr für den Wirtschaftsstandort Bayern dar.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wenn Rebhühner flirten: Balzzeit beim Vogel des Jahres beginnt

Wenn Rebhühner flirten: Balzzeit beim Vogel des Jahres beginnt

Bayern – Der Vogel des Jahres 2026, das Rebhuhn, geht ab Mitte Februar auf Partnersuche. LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson erklärt: „Wer in den kommenden Tagen und Wochen ein scharrendes ‚Kirräck‘ beim Spaziergehen in der Dämmerung hört, kann sich glücklich schätzen. Denn das Rebhuhn ist in Bayern selten geworden.“ Für eine erfolgreiche Brut sind strukturreiche Lebensräume mit Blüh- und Brachflächen entscheidend – der LBV fordert deshalb den Ausbau entsprechender Förderprogramme.

Mit ihrem charakteristischen, rauen Revierruf machen die Männchen auf sich aufmerksam. Haben sich Hahn und Henne gefunden, bleiben sie sich nach einer ausgedehnten Kennenlernphase oft ein – wenn auch eher kurzes – Leben lang treu. Erst im Mai kommt es zur Paarung. Kurz darauf legt die Rebhenne bis zu 20 Eier. Bis das Gelege vollständig ist, können mehrere Wochen vergehen. Anschließend brütet die Henne 24 bis 25 Tage lang gut verborgen in dichter Vegetation, stets wachsam vor Nesträubern wie dem Fuchs.

Strukturreiche Lebensräume sind entscheidend

Damit Rebhühner ihren Nachwuchs erfolgreich großziehen können, sind strukturreiche Lebensräume notwendig. Entscheidend ist ein Mosaik aus Feldern, Wiesen, Hecken, Blühflächen und Brachen. Die LBV-Biologin erklärt: „Es muss dringend mehr Lebensraum durch Brach- und Blühflächen sowie Gehölze in der Agrarlandschaft geschaffen werden.“ Der LBV fordert die zuständigen Ministerien auf, Förderprogramme auszubauen und bessere Anreize für Landwirtinnen und Landwirte zu schaffen.

„Davon profitiert nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch wir Menschen. Denn eine vielfältige, lebendige Landschaft bietet Raum für Naturerleben und Erholung“, so Angelika Nelson.

Jeder kann helfen

Wer selbst dazu beitragen möchte, die Situation des Jahresvogels 2026 zu verbessern, kann schon beim Einkauf ansetzen: „Der Kauf von Bio-Produkten unterstützt eine naturverträglichere Landwirtschaft mit weniger Pestizideinsatz. Davon profitieren das Rebhuhn und viele andere Feldvögel“, erklärt die LBV-Biologin.

Rebhuhnerfassung als Einstieg ins Vogelmonitoring

Ein wichtiger Baustein für den Schutz des Rebhuhns ist die Kenntnis über aktuelle Vorkommen und Bestände. Der LBV engagiert sich als Partner des Dachverbands Deutscher Avifaunisten bei der Kartierung von Rebhühnern im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB). Die nächste Erfassungsperiode findet während der Balz von Mitte Februar bis Mitte März statt. Die Mitarbeit eignet sich besonders für Einsteiger, da sie zeitlich wenig aufwendig ist und der Fokus auf einer Art liegt. Mehr Informationen zum Brutbestandsmonitoring Rebhuhn: www.dda-web.de/monitoring/msb/module/rebhuhn
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) / Beitragsbild: re)

Baugenehmigungen in Bayern 2025: Mehr Einfamilienhäuser

Baugenehmigungen in Bayern 2025: Mehr Einfamilienhäuser

Schweinfurt / Bayern – Im Jahr 2025 wurden in Bayern insgesamt 54.149 Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden erteilt. Damit stieg das Genehmigungsvolumen im Vergleich zu 2024 um 5,1 Prozent beziehungsweise 2.636 Wohnungen, wie die Fachgruppe des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt.

Von den insgesamt erteilten Genehmigungen entfallen 44.297 Wohnungen (83,7 %) auf Neubauten und 8.637 Wohnungen (16,3 %) auf Baumaßnahmen. Hinzu kommen 1.215 Genehmigungen für Wohnungen in Nichtwohngebäuden.

Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen nach Gebäudetypen zeigt unterschiedliche Entwicklungen:

  • Einfamilienhäuser: +19,2 %
  • Mehrfamilienhäuser: 26.824 Wohnungen, +3,2 %
  • Wohnheime: +26 % bzw. 568 Genehmigungen
  • Zweifamilienhäuser: −7 %

Auf Ebene der Regierungsbezirke ergibt sich folgendes Bild:

  • Mittelfranken: stärkster Zuwachs mit +42 % (2.380 zusätzliche Genehmigungen)
  • Schwaben und Oberbayern: Rückgang im einstelligen Prozentbereich
  • In den anderen Bezirken stiegen die Baugenehmigungen moderat an.

Auf Kreisebene zeigen sich ebenfalls Unterschiede:

  • Kreisfreie Städte: keine Veränderung im Vergleich zu 2024
  • Großstädte: Rückgang der Baugenehmigungen um 5,3 %
  • Landkreise: Anstieg um 7,7 %

(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

12,4 Prozent der Bayerischen Bevölkerung armutsgefährdet

12,4 Prozent der Bayerischen Bevölkerung armutsgefährdet

Fürth / Bayern – Rund 1,6 Millionen Menschen in Bayern gelten laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik als armutsgefährdet. Das entspricht 12,4 Prozent der Bevölkerung und bedeutet, dass ihr Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Damit liegt Bayern unter dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent, während die Quote im Jahr 2024 noch bei 11,8 Prozent lag.

Als armutsgefährdet gelten Personen laut EU-Definition, die weniger als 60 Prozent des Median-Äquivalenzeinkommens der Bevölkerung zur Verfügung haben. Das sogenannte Äquivalenzeinkommen berücksichtigt die Synergieeffekte gemeinsamer Haushaltsführung, etwa bei Paaren oder Familien, und ist damit aussagekräftiger als ein einfaches Pro-Kopf-Einkommen.

Die Armutsgefährdungsschwellen für 2025 betragen:

  • Alleinlebende: 1 446 Euro pro Monat
  • Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren: 1 879 Euro pro Monat
  • Zwei Erwachsene ohne Kinder: 2 168 Euro pro Monat
  • Zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren: 3 036 Euro pro Monat
Alleinlebende und Alleinerziehende besonders betroffen

Besonders stark betroffen sind in Bayern Alleinlebende und Alleinerziehende. Von den rund 2,5 Millionen Alleinlebenden (19,3 Prozent der Bevölkerung) gelten 28,0 Prozent als armutsgefährdet – das sind etwa 712 000 Personen. Bei Alleinerziehenden liegt die Armutsgefährdungsquote bei 24,0 Prozent, rund 140 000 Personen sind betroffen. Beide Quoten liegen unter dem Bundesdurchschnitt, der für Alleinlebende bei 30,9 Prozent und für Alleinerziehende bei 28,7 Prozent liegt.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik, Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Bayerisches Ministerpräsident zeichnet Rosenheimer Ehrenamtliche aus

Bayerisches Ministerpräsident zeichnet Rosenheimer Ehrenamtliche aus

Rosenheim – Am Montagnachmittag (2.2.2026) wurden im Rosenheimer Rathaus drei Rosenheimer mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten“ für langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Oberbürgermeister Andreas März überreichte die Ehrenzeichen und würdigte die Bedeutung des Ehrenamts für die Stadt.

Unter den Geehrten sind zwei langjährige Mitglieder des Trachtenvereins Alt Rosenheim: Beate Teichner-Aerzbäck und Johann Löw. Die dritte Ausgezeichnete ist Yolande Buchholz, die sich seit vielen Jahren in der Seelsorge am RoMed Klinikum engagiert.

Überreichung Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten 2026. Fotos: Karin Wunsam

Beate Teichner-Aerzbäck vom Trachtenverein Alt Rosenheim. Fotos: Karin Wunsam

Beate Teichner-Aerzbäck ist seit 2005 Mitglied im Trachtenverein Alt Rosenheim. Dort bekleidet sie zahlreiche Ämter, unter anderem als 1. Dirndlvertreterin. Auch außerhalb des Vereins setzt sie sich für den Erhalt von Brauchtum und Tradition ein, etwa im Bayerischen Inngau-Trachtenverband. Außerdem singt sie in einem Rosenheimer Kirchenchor. Johann Löw war von 2005 bis 2014 1. Vorstand des Trachtenvereins und ist seit 2017 1. Vorplattler. Neben seinem Engagement für Tradition und Brauchtum ist er seit vielen Jahren auch im Sportbereich der Region aktiv.

Überreichung Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten 2026. Fotos: Karin Wunsam

Johann Löw vom Trachtenverein Alt Rosenheim.

Yolande Buchholz widmet sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich der Seelsorge am RoMed Klinikum. Mehrmals wöchentlich besucht sie Patienten und deren Angehörige und begleitet sie in schwierigen Situationen.

Überreichung Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten 2026. Fotos: Karin Wunsam

Yolande Buchholz engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren ehrenamtlich für andere.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt wird seit 1994 verliehen. Es würdigt Rosenheimer, die sich durch langjährige, herausragende ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, Organisationen oder Gemeinschaften verdient gemacht haben. Die Auszeichnung gilt vor allem für Verdienste im örtlichen Bereich und setzt in der Regel ein Engagement von mindestens 15 Jahren voraus.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Hausnotruf des BRK: Sicherheit auf Knopfdruck für Menschen in ganz Bayern

Hausnotruf des BRK: Sicherheit auf Knopfdruck für Menschen in ganz Bayern

München / Rosenheim – Der Hausnotruf des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sorgt für Sicherheit und Entlastung in den eigenen vier Wänden. Kunden können im Ernstfall rund um die Uhr Hilfe anfordern – ganz gleich, ob es nach einem Sturz lediglich darum geht, wieder auf die Beine zu kommen, oder ob eine akute medizinische Notlage vorliegt.

Auch Situationen unterhalb eines klassischen Notfalls werden berücksichtigt: Angehörige, Nachbarn oder hinterlegte Vertrauenspersonen können informiert und gebeten werden, nach der betroffenen Person zu sehen. Sind diese nicht erreichbar, entsendet das BRK bei nicht-medizinischen Vorfällen den eigenen Hausnotruf-Einsatzdienst. In medizinischen Notfällen wird über die zuständige Integrierte Leitstelle umgehend der Rettungsdienst alarmiert.
„Über den Knopf am Handgelenk oder an der Halskette werden Sie sofort mit der Hausnotrufzentrale verbunden, die Sie kennt, weiß wo Sie sind, über etwaige Vorerkrankungen und Medikationen informiert ist und passgenaue Hilfe schickt“, erklärt BRK-Landesgeschäftsführer Robert Augustin.

Hilfe auf Knopfdruck – unabhängig vom Alter

Der Hausnotruf richtet sich dabei längst nicht nur an Menschen im hohen Alter oder Personen mit Pflegegrad. Aktuelle Zahlen des Bayerischen Roten Kreuzes zeigen: Rund jeder zweite Hausnotruf-Kunde verfügt über keinen Pflegegrad. Viele nutzen das Angebot bewusst als Vorsorgemaßnahme – etwa, weil sie allein leben und im Notfall nicht auf sich gestellt sein möchten. Ganz nach dem Prinzip: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
„Oft wird der Hausnotruf erst nach einem einschneidenden Erlebnis angeschafft. Lassen Sie es nicht darauf ankommen, der Hausnotruf ist ein echter Schutzengel und gibt nicht nur Kundinnen und Kunden Sicherheit, sondern auch den Angehörigen“, so Augustin.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Landesgeschäftsstelle / Beitragsbild: Symbolfoto re)