Hoher Besuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein

Hoher Besuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein

Traunstein – Der Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle, Dienstvorgesetzter aller zehn südbayerischen Staatsanwaltschaften, besuchte die Staatsanwaltschaft Traunstein zu seinem Abschied. Röttle, der seit knapp acht Jahren das Amt des Generalstaatsanwalts innehatte, wird zum Präsidenten des Bayerischen Obersten Landesgerichts befördert und nutzte den Besuch für einen kurzen Rückblick.

Bei seinem Amtsantritt hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein, die mit ihrer Zweigstelle Rosenheim die Strafverfolgung in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf am Inn, Rosenheim und der kreisfreien Stadt Rosenheim obliegt, 38,5 Staatsanwaltsstellen. Inzwischen ist die Behörde auf insgesamt 55,5 Staatsanwaltsstellen angewachsen, auch der Geschäftsstellenbereich wurde aufgrund des deutlich erhöhten Arbeitsanfalls erheblich verstärkt. Der Bevölkerungszuwachs in der Region, zunehmender Tourismus, viele Durchreisende sowie die Flüchtlings- und Migrationskrise führten zu einer deutlichen Steigerung der Fallzahlen.

Der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Traunstein, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Wolfgang Beckstein, bedankte sich gemeinsam mit den Abteilungsleitern und dem Geschäftsleiter bei Generalstaatsanwalt Röttle für die stetige Unterstützung. Besonders hervorgehoben wurde, dass Röttle der Initiator des im August 2018 eingeführten „Traunsteiner Modells“ zur Verfolgung grenzüberschreitender und organisierter Kriminalität war. Durch zusätzliche Staatsanwälte konnten Ermittlungsverfahren spezialisiert und konzentriert bearbeitet werden – ein Ansatz, der inzwischen auf alle bayerischen Grenzstaatsanwaltschaften ausgeweitet wurde.

Aktenflut im Herbst 2022

Beckstein dankte Röttle zudem für die schnelle und unbürokratische Hilfe im Herbst 2022, als die Schleuser- und Flüchtlingszahlen sprunghaft anstiegen. Durch die Abordnung eines Staatsanwalts und einer Geschäftsstellenmitarbeiterin von der Generalstaatsanwaltschaft München sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen und spätere zusätzliche Stellen konnte die Staatsanwaltschaft Traunstein arbeitsfähig bleiben und die Aktenflut bewältigen.
Der Behördenleiter berichtete, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein trotz weiterhin hoher Arbeitsbelastung durch die entspanntere Lage an den Grenzen, den Rückgang der Schleuser- und illegalen Einreiseverfahren sowie die Stellenmehrungen gut aufgestellt ist. So können aufwändige Ermittlungen gegen Hinterleute und organisierte Banden geführt werden, um die Bevölkerung zu schützen, entwendete Vermögenswerte zurückzubringen und Opfer zu unterstützen.

Generalstaatsanwalt Röttle zeigte sich beeindruckt von den Leistungen und bedankte sich bei sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Traunstein für ihren überobligatorischen Einsatz. Er wünschte der Behörde alles Gute für die Zukunft.

Quelle: Staatsanwaltschaft Traunstein

EV Rosenheim vertritt Bayern bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen

EV Rosenheim vertritt Bayern bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen

Füssen / Rosenheim – Der EV Rosenheim bei der ersten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Eiskunstlaufen in Füssen vertreten und ging mit fünf Läuferinnen an den Start. Gemeinsam mit dem EV Augsburg und dem ERC München repräsentierte der Verein den Freistaat Bayern bei dem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Eislauf Union.

Am 17. und 18. Januar nahmen fünf Sportlerinnen des EV-Rosenheims, begleitet von Trainerin Katharina Krawietz, in Füssen bei der Ersten Deutschen Vereinsmeisterschaften teil. Diese richtete sich an Eiskunstläufer zwischen 12 und 27 Jahren. Über 100 Eiskunstläufer aus ganz Deutschland gingen an den Start. Darunter Vereine aus Berlin, Düsseldorf und Krefeld.
Der EV-Rosenheim konnte zusammen mit dem EV-Augsburg und dem ERC München, bei dem Wettbewerb der Deutschen Eislauf Union, Bayern vertreten.
Die Ausschreibung des völlig neuen Wettbewerbsformats war kompliziert und ungewohnt: So durfte in jeder Kategorie immer nur ein Läufer pro Verein starten; andererseits mussten aber mindestens 6 der 8 ausgeschriebenen Kategorien gemeldet werden. Dadurch konnte der EV-Rosenheim, genauso wie der ERC Stuttgart, dieses Jahr leider nicht in der Teamwertung berücksichtigt werden. Dies hinderte die heimischen Sportlerinnen aber nicht daran in ihren Kategorien sowie einem verpflichtenden Show Tanz ihr Bestes zu geben.

Starke Einzelleistungen und ausdrucksstarker Showtanz des EV Rosenheim

Lilly Weinzierl bekam für ihre Kür in der Gruppe „Basic Stars“ sehr gute Bewertungen in den B-Komponenten, insbesondere den Skating Skills, und sicherte sich den 10. Platz. Bei den Intermediate Stars zeigte Liliana Rothhammer sehr sichere Doppelsprünge und erreichte den 9. Platz. Sarah Marek fuhr unter anderem mit einer schönen Kombipirouette ebenfalls auf Platz 9.
Das Show Team, bestehend aus Celine Fortner, Kiliana van der Linden, Liliana Rothhammer und Lilly Weinzierl konnte den 11. Platz erreichen. Sie zeigten einen ausdrucksstarken Showtanz, den Trainerin Amelie Wölflick zur Musik Vampire von Olivia Rodrigo feinfühlig choreografiert hatte.

Ergebnisse im Überblick:

Basic Stars: Lilly Weinzierl 10. Platz;
Intermediate Stars: Liliana Rothhammer 9. Platz;
Young Adult Stars: Sarah Marek 9. Platz;
Show Team: Celine Fortner, Kiliana van der Linden, Liliana Rothhammer und Lilly Weinzierl 11. Platz;
(Quelle: Pressemitteilung EV Rosenheim / Beitragsbild: Das Showteam des EV-Rosenheims, bestehend aus (v.l.) Lilly Weinzierl, Kiliana van der Linden, Celine Fortner und Liliana Rothhammer, zeigte einen ausdrucksstarken Showtanz Copyright Lucasphoto)

ÖPNV-Streik. ver.di ruft in Bayern zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf

ÖPNV-Streik. ver.di ruft in Bayern zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf

Bayern – In der aktuellen Tarifrunde bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten für Montag, 02. Februar 2026 in ganz Bayern zu ganztägigen Warnstreiks auf.

Betroffen sein können laut einer aktuellen Pressemitteilung von ver.di Bayern alle Verkehrsunternehmen, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Anwendung findet. Insbesondere in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt ist demnach mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen. Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.

Und mit Blick auf Rosenheim: Der Stadtverkehr Rosenheim meldet aktuell auf Instagram, dass die Verkehrsgesellschaft Rosenheim am Montag, 2. Februar, nicht bestreikt wird. Alle Busse verkehren regulär.

Der Tarifvertrag Nahverkehr findet in über 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von ca. 9.000 Beschäftigten.

Das sind die Forderungen von ver.di

ver.di fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75€ sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. „Mit der Anhebung der Löhne würden Differenzen im Lohngefüge beglichen werden: Zum einen die, die innerhalb des Personals in den Werkstätten der Stadtwerkekonzerne besteht. Zum anderen könnten die Einstiegsgehälter im Fahrdienst in Bayern zu denen in Baden-Württemberg aufschließen. Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und die Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden würden der hohen Belastung im Schichtbetrieb entgegenwirken und wären somit ein wichtiges Element im Rahmen des Gesundheitsschutzes“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Bereits im vergangenen Jahr fanden Gespräche zwischen ver.di und dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) statt. Im Rahmen dieser hatte ver.di gefordert, die Lohnsteigerungen aus dem Tarifvertrag im öffentlichen Dienst auf den Nahverkehr zu übertragen (Gehaltssteigerung von ca. 5,8% in zwei Schritten), um im Jahr 2026 ausschließlich über die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhandeln. ver.di hatte dabei unterschiedliche Kompromisswege vorgeschlagen, die von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt wurden.

„Die Eskalation in der Tarifrunde liegt allein in der Verantwortung der Verhandler*innen auf der Seite der Arbeitgeber*innen“, so Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen. „Wir haben im letzten Jahr deutlich gemacht, dass wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Beschäftigten in Bayern mit einer langfristigen Strategie verbessern und sichern wollen. Dies wäre über die Verabredung verschiedener Etappenziele möglich gewesen. Einzig zu einem Tarifabschluss, bei dem uns die Bedingungen diktiert werden, waren wir nicht bereit.“ Sinan Öztürk, stellvertretener Landesbezirksleiter ver.di Bayern betont: „Wir erwarten ein positives Signal der Arbeitgeber*innen schon vor der zweiten Verhandlungsrunde am 13. Februar 2026 und kein Mauern der anderen Seite, andernfalls ist mit steigender Intensität der Streiks in den kommenden Tagen und Wochen zu rechnen.“
(Quelle: Pressemitteilung ver.di Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Beschäftigung in Bayern stagniert im Jahr 2025

Beschäftigung in Bayern stagniert im Jahr 2025

Fürth / Bayern – Nach mehreren Jahren mit kontinuierlichem Beschäftigungswachstum ist die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern im Jahr 2025 kaum noch gestiegen. Auch bundesweit zeigt sich eine stagnierende Entwicklung. Besonders betroffen ist das Produzierende Gewerbe, während im Dienstleistungssektor weiterhin ein – wenn auch abgeschwächtes – Wachstum verzeichnet wird.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilt, waren im Jahr 2025 in Bayern insgesamt rund 7,87 Millionen Menschen erwerbstätig. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 4.000 Personen gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Plus von 0,1 Prozent liegt Bayern damit leicht über dem Bundesdurchschnitt, in dem die Erwerbstätigkeit nahezu unverändert blieb.

Bayern stellt weiterhin einen überdurchschnittlich hohen Anteil an der Gesamtbeschäftigung in Deutschland. 17,1 Prozent aller Erwerbstätigen – bundesweit insgesamt 45,98 Millionen Personen – arbeiten im Freistaat, obwohl der Bevölkerungsanteil Bayerns lediglich 15,9 Prozent beträgt. In der längerfristigen Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sich das Beschäftigungswachstum bereits seit 2023 sowohl in Bayern als auch bundesweit spürbar abschwächt. Im Jahr 2025 kommt diese Entwicklung nahezu zum Stillstand.

Der geringe Zuwachs bei der Erwerbstätigkeit in Bayern ist vor allem auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen. Dort erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 0,6 Prozent auf 5,72 Millionen Personen. Im Produzierenden Gewerbe hingegen ging die Erwerbstätigkeit zurück: Hier sank die Zahl der Beschäftigten um 1,4 Prozent auf 2,04 Millionen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik, Pressemitteilung / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bayerisches Gesundheitsministerium unterstützt KlinikClowns mit Spende

Bayerisches Gesundheitsministerium unterstützt KlinikClowns mit Spende

Bayern / Rosenheim – Mitarbeiter des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention haben den KlinikClowns Bayern e. V. mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro unterstützt. Das Geld stammt aus dem Erlös einer Weihnachtstombola und kommt der Arbeit der KlinikClowns in bayerischen Einrichtungen zugute.

Übergeben wurde der Betrag im Rahmen eines Besuchs im Gesundheitsministerium durch Gesundheitsministerin Judith Gerlach an die Vereinsvorsitzende Elisabeth Makepeace und einen Vertreter der KlinikClowns.
Die Spende stammt aus dem Erlös der Weihnachtstombola der Mitarbeiter des Ministeriums und unterstützt die Arbeit des Vereins, der seit 28 Jahren kranke und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderung begleitet. Die KlinikClowns sind regelmäßig in Kinderkliniken, Krankenhäusern, Seniorenheimen, Hospizen und weiteren Einrichtungen in ganz Bayern im Einsatz.
Finanziert werden die sogenannten Clownsvisiten in derzeit rund 125 Einrichtungen überwiegend durch Spenden. Ziel der Besuche ist es, den Patienten sowie Bewohnern Abwechslung zu bieten und ihr Wohlbefinden zu stärken.
(Quelle: Pressemitteilung KlinikClowns Bayern e. V. / Beitrgsbild: Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (Mitte) überreicht Elisabeth Makepeace (Vorsitzende von KlinikClowns Bayern e.V., 2. von rechts) und KlinikClown „Dr. Mathilda Pfiffikus“ die Spende; Copyright: StMGP)

Flaute trotz Frost: Wintervögel im Garten auf Rückzug

Flaute trotz Frost: Wintervögel im Garten auf Rückzug

Bayern -Bei Bayerns 21. Stunde der Wintervögel vom 9. bis 11. Januar 2026 zählten rund 29.600 Teilnehmer in über 21.300 Gärten insgesamt 626.600 Vögel. Die Mitmachaktion des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern) und NABU zeigt: Seltene Gäste wie Kranich und Wiedehopf sorgten zwar für Aufsehen, der Trend weist jedoch weiterhin auf rückläufige Vogelzahlen hin.

Das winterliche Wetter mit Schnee, Eis und klirrender Kälte erschwerte vielen Vogelarten die Futtersuche im Freien. „Der große Einflug von Wintergästen aus dem Norden blieb heuer aus“, erklärt LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Stattdessen zogen manche heimischen Vögel wie Kraniche auf der Suche nach schnee- und eisfreien Flächen Richtung Süden.

Die durchschnittliche Vogelzahl pro Garten lag 2026 bei etwa 29 Individuen – leicht unter dem Vorjahreswert. Große Einflüge von Bergfinken oder Erlenzeisigen, die die Zahlen sonst erhöhen, blieben aus. „Ein schleichender, aber kontinuierlicher Rückgang der Vogelzahlen ist deutlich erkennbar“, so Nelson. Viele Arten leiden unter fehlenden Lebensräumen und einem Rückgang von Insekten als Nahrungsquelle.

Die Top Ten der Wintervögel

An der Spitze bleiben Haussperling, Kohlmeise und Feldsperling stabil. Dahinter folgen Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Grünfink, Rotkehlchen und Rabenkrähe. Der Bergfink, im Vorjahr noch Platz sieben, tauchte 2026 kaum auf.

Besondere Beobachtungen

Teilnehmer berichteten von fliegenden Kranichen und Kormoranen, die auf der Suche nach eisfreien Gewässern unterwegs waren. Besonders bemerkenswert waren seltene Überwinterer wie Wiedehopf, Bekassine, Zippammer und Brachvogel. „Der Wiedehopf ist eine wärmeliebende Langstreckenzieher-Art, die normalerweise südlich der Sahara überwintern“, erklärt Nelson. Meldungen mit Fotobeweis kamen unter anderem aus dem Landkreis Forchheim.

Die nächste Mitmachaktion, die Stunde der Gartenvögel, findet vom 8. bis 10. Mai 2026 statt. Dann werden Bürger erneut aufgerufen, Brutvögel in ihren Gärten und Parks zu zählen.
(Quelle: Pressemitteilung LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)