Ludwigsplatz, Rosenheim, 1907

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1907

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1907. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Ludwigsplatz in Rosenheim.

Das Foto entstand zu einer Zeit, in der es noch keine Supermärkte und Discounter gab, dementsprechend viel los war auf dem Markt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Rosenheim, Innenstadt, 1979

Rosenheim, Innenstadt, 1979

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Wir präsentieren Euch eine Panorama-Aufnahme der Stadt Rosenheim. 

Der Blick geht zur Kirche St Nikolaus. Dahinter zu erkennen das Rosenheimer Klinikum.
(Quelle: Beitragsbild: Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Zwischen Not und Neuanfang: Ausstellung zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Städtischen Museum Rosenheim

Zwischen Not und Neuanfang: Ausstellung zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Städtischen Museum Rosenheim

Rosenheim –  Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Rosenheim präsentiert das P-Seminar Geschichte des Karolinen-Gymnasiums in Kooperation mit dem Stadtarchiv Rosenheim und dem Städtischen Museum Rosenheim eine Ausstellung mit dem Titel „Stunde O“.

Ausstellung "Stunde 0" im Städtischen Museum Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Die Rosenheimer Historikerin Lydia Zellner mit einem C.A.R.E-Karton. Fotos: Karin Wunsam

Am 8. Mai endete der zweite Weltkrieg offiziell. Aber damit waren Leid, Zerstörung und Gewalt nicht unmittelbar beendet. Mit der „Stunde 0“ begannen auch in Rosenheim zuerst einmal lange  Jahre zwischen Not und Neuanfang. 

Ausstellung "Stunde 0" im Städtischen Museum Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Aufgrund von Papiermangel fielen auch die Wahlplakate in den Jahren nach dem Krieg klein aus. 

Die Sonderausstellung im Städtischen Museum gibt Einblicke in das Leben der Menschen in Rosenheim zwischen Hunger und Hoffnung. Dokumentiert werden neben den vielen Herausforderungen des Alltags auch die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Nachkriegsjahren. Dazu zählen auch die teils nahtlosen Karrieren ehemaliger Nationalsozialisten wie beispielsweise Johann Gmelch, der sich 1952 sogar erneut als Oberbürgermeisterkandidat für die „Sozialen Rosenheimer“ aufstellen ließ, einer Gruppierung von Alt-Nationalsozialisten. „Das so etwas möglich war, hat die Schüler des P-Seminars bei ihren Recherchen besonders bewegt“, weiß die Rosenheimer Historikerin Lydia Zellner, die die Schüler bei Planung der Sonderausstellung unterstützt hat.  

Ausstellung "Stunde 0" im Städtischen Museum Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Dieses Motiv schmückte die einstige Bogensiedlung in Rosenheim.

Mit großem Engagement sammelten die Jugendlichen historische Fotografien und Orginalobjekte, die das Leben in diesen schwierigen Zeiten greifbar machen. Da sind beispielsweise kleine Babyschuhe, gekauft von einer werdenden Mutter nach der Währungsreform, mit der, nach vielen Jahren der Not, endlich der wirtschaftliche Aufschwung kam. 

Zu der Ausstellung gehören auch drei Hörstationen der Zeitzeugin Erika Perr. Sie wurde 1925 in Rosenheim geboren, besuchte das Karolinen-Gymnasium während des Krieges und absolvierte 1845 ihr Abitur. Sie schildert anschaulich ihre persönlichen Erlebnisse in den Jahren nach dem Krieg. Außerdem werden Fotos aus den „National Archives“ in Washington D.C. gezeigt, die die durch Bombenangriffe zerstörte Infrastruktur in Rosenheim dokumentieren.
Zu sehen ist die Sonderausstellung noch bis Anfang Oktober 2025.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

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Pang, Rosenheim, 1975

Pang, Rosenheim, 1975

Pang / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1975.  Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Rosenheimer Stadtteil Pang. 

Im dem Jahr, in dem der Fotooldie entstand, war Pang noch eine eigenständige Gemeinde. Erst im Jahr 1978 wurde Pang im Rahmen der bayerischen Gebietsreform in die Stadt Rosenheim eingemeindet. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Simssee, Landkreis Rosenheim, 1934

Simssee, Landkreis Rosenheim, 1934

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1934. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Simssee im Landkreis Rosenheim. 

Der Simssee im Nordosten von Rosenheim grenzt an fünf Gemeinden: Bad Endorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting und Söchtenau. Aufgrund seiner idyllischen Lage ist er schon lange ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

 

175 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim

175 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim

Rosenheim – Mit Kirchgang, Gefallenenehrung, Festansprachen und Auszeichnungen hat die Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim am vergangenen Sonntag (29.6.2025) sein 175-jähriges Bestehen gefeiert.
175 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim. Fotos: re
Zug zum Kriegerdenkmal der Stadt Rosenheim. Fotos: Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Rosenheim ist einer der ältesten Rosenheimer Vereine. In den vergangenen 175 Jahren durchlebte die Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim so manch stürmische und den Namen wechselnde Zeiten. So nannte sich das KSK-Rosenheim von 1850 – 1884 ursprünglich „Veteranenverein“ Rosenheim. 1865 wurde die erste Fahne feierlich eingeweiht und zehn Mitglieder des Veteranenvereins Rosenheim nahmen am Feldzug 1870/71 gegen Frankreich teil.

In den Jahren 1876-1885 besuchte Kaiser Wilhelm I. neunmal die Stadt Rosenheim und der Veteranenverein Rosenheim stand dabei mit seinen Feldzugteilnehmern immer „Ehrenspalier“. So kam es auch zum Namen Kaiserbad, nachdem Kaiser Wilhelm I. im damaligen Heilbad Rosenheim siebenmal kurte. Das Kaiserbad befand sich neben der Lorettowiese und wurde vor Jahren abgerissen.

175 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim. Fotos: re
Auch Festansprachen standen auf dem Programm.

Auf Anregung der Stadt Rosenheim wurde 1907 vor der Südseite des Rathauses die Errichtung eines Kriegerdenkmals für die 1866 und 1870/71 gefallenen Soldaten Rosenheims errichtet. Den Entwurf erstellte der Bildhauers Georg Albertshofer und Architekt Herman Bestelmeyer baute das Kriegerdenkmal. Am 23.Juni 1907 wurde das Kriegerdenkmal im Beisein der Rosenheimer Vereine feierlich eingeweiht. Die Betreuung des Kriegerdenkmals wurde von beiden Rosenheimer Kriegervereinen übernommen. 1961 wurde das Kriegerdenkmal an den Innspitz verlegt und 2007 nach einer Zwischenlagerung im Bauhof Rosenheim neben dem städtischen Friedhof in der Herbststraße wieder aufgebaut.
1908 wurde zum Andenken an die gefallenen und gestorbenen Vereinsmitglieder der Jahre 1848, 1866 und 1870/71 eine Gedenktafel im Altar der Vorhalle der Lorettokapelle eingeweiht. Ein weiteres Großereignis war 1911 die Verleihung des unentgeltlichen Bürgerrechts an die Feldzugteilnehmer, anlässlich des 90.Geburtstages des Prinzregenten Luitpold von Bayern.

Mit dem Beginn des 1.Weltkrieges mussten 300 Rosenheimer in den Krieg ziehen und 26 Vereinsmitglieder kamen daraus nicht mehr zurück. Am 13.April 1915 verunglückten der bayerische Militärflieger Leutnant Karl von Lohr und Unteroffizier Matthäus Meier unweit von Fürstätt. Beiden Fliegern wurde am 10.Mai 1915 eine Kapelle, die so genannte Fliegerkapelle, gewidmet und der ab 1884 in den Namen Veteranen und Kriegerverein Rosenheim umgewandelte Verein, übernahm die Patenschaft.

1923 wurde das Kriegerdenkmal der Stadt Rosenheim eingeweiht

Am 9.September 1923 erfolgt die Einweihung des Kriegerdenkmals der Stadt Rosenheim bei der Lorettokirche, welches zum Gedenken der 458 gefallenen Rosenheimer Söhne des 1.Weltkrieges errichtet wurde.
Während des 2.Weltkrieges mussten zahlreiche Vereinsmitglieder einrücken und in den Krieg ziehen. Viele Vereinsmitglieder sind dabei gefallen, wurden vermisst oder kamen verletzt aus dem Krieg zurück. 1945- 1952 wurden durch die damalige Militärregierung alle Vereine in Rosenheim aufgelöst. Am 6.November 1952 gründete der Rosenheimer Kaufmann Franz Huber die Veteranen- und Kriegerkameradschaft Rosenheim neu. Mit Beschluss der Generalversammlung von 1966 erhielt die Veteranen- und Kriegerkameradschaft ihre endgültige Bezeichnung „Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim e.V.“.

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim e.V. besteht aus noch derzeit wenigen Mitgliedern der ehemaligen Wehrmacht, aus Mitgliedern des ehemaligen Bundesgrenzschutzes, der Bundespolizei, der Bundeswehr und aus Reservisten sowie aus Veteranen der Bundeswehr. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim e.V. sucht und pflegt gemäß ihrer Satzung die Förderung der Völkerverständigung, sowie der gegenseitigen Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und sucht Kontakte zu ausländischen Organisationen von Veteranen und Reservisten. Besuche ausländischer Mahnmale sollen die Förderung der Versöhnung dienen. Der Verein fördert ebenso die Errichtung, Erhaltung und Pflege von Gedenkstätten und Ehrenmahlen für Kriegsopfer.

Die Vorstandschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim konstituiert sich aus dem: 1.Vorsitzenden Stadtrat Rudolf Hötzel, dem stellvertretenden Vorsitzenden Werner Öggl, dem Schatzmeister Harald Haase und der Schriftführerin Ingeborg Scheffler. Weiter durch den stellvertretenden Schatzmeister Henryk Scheffler, der stellvertretenden Schriftführerin Ursula Huber und den Beisitzern/innen Erwin Grabmeier, Peter Schellenberg, Hans Haag und Sylvia Öggl.

Archivaufnahme Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim. Foto: Copyright Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim
Blick zurück: Dieses Bild entstand am 1. September 1895 mit 52 Feldzugssoldaten Rosenheim. In der Mitte ist Premierleutnant a.D. Gustav Rödl zu sehen.

Die Feierlichkeiten anlässlich des 175-jährigen Bestehens starteten am vergangenen Sonntag mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche St. Sebastian. Anschließend ging es zur Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal an der Loretokapelle. Danach standen Festansprachen, Auszeichnungen und gemütliches Beisammensein auf dem Programm.
(Quelle: Artikel: Adalbert Schömer / Beitragsbild, Fotos: Krieger- und Soldatenkameradschaft Rosenheim )