Rosenheimer Starkbierfest: Stefan Kröll begeistert als neuer Fastenprediger

Rosenheimer Starkbierfest: Stefan Kröll begeistert als neuer Fastenprediger

Rosenheim – Der Auftakt der Starkbierzeit 2026 in der Auerbräu-Festhalle  in Rosenheim hatte am Donnerstagabend (26.2.2026)  einen ganz besonderen Höhepunkt: den ersten Auftritt des neuen Fastenpredigers Stefan Kröll. Nachdem sein Vorgänger Peter Kirmair das Publikum noch einmal auf eine historische Zeitreise mit Johann Auer, dem Gründer der Brauerei, mitgenommen hatte, übernahm Kröll die Bühne – und das Publikum war vom ersten Moment an gebannt.

Die Premiere des Kabarettisten überzeugte zu 100 Prozent – sowohl inhaltlich als auch in der Vortragsweise. Kröll sprach deutlich, pointiert und gut verständlich. Er pickte sich einige prominente Personen und aktuelle Ereignisse aus Rosenheim, dem Landkreis und der Region heraus, führte sie in dramaturgischen Schleifen immer wieder zusammen und überraschte das Publikum mit witzigen, teils verblüffenden Verknüpfungen. Für reichlich Lacher und Zwischenapplaus war gesorgt.

Der Livebericht vom Starkbierauftakt in der Auerbräu-Festhalle: 

Besondere Höhepunkte der Derbleckereien waren unter anderem:

  • der „Hühnerquetscher Andi Arbeit“ – eine Anspielung auf Wahlplakate von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März,
  • „Otto I. von Rosenheim“ – ein humorvoller Vergleich von Landrat Otto Lederer mit den Wittelsbachern
  • der UNESCO-„Held“ Klaus Stöttner, ehemaliger Landtagsabgeordneter und Protektor der Königsschlösser, vorgeschlagen als Bundespräsident
  • Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger mit den „Straßeneinweihungs-Scherenhänden“.

Kröll verzichtete erfreulicherweise auf Bemerkungen zur Landes-, Bundes- oder Weltpolitik und bot stattdessen zum Abschluss einen amüsanten Rundflug über Stadt und Landkreis, bei dem er seine Derbleckten noch einmal aus der Vogelperspektive präsentierte. Einzig der östliche Landkreis rund um Prien blieb unberücksichtigt, was bei einigen Gästen für leichte Verwunderung sorgte.

Alles in allem war die erste Fastenpredigt von Stefan Kröll ein rundum gelungener, gefeierter Auftakt der Starkbierzeit – niveauvoll, witzig und voller Überraschungen. Das Publikum verabschiedete ihn mit viel Applaus und Standing Ovations. Die Erwartungen an die kommenden Jahre als Fastenprediger könnten kaum höher sein.
Quelle: Kulturkritik: Hendrik Heuser – Innpuls.me / Beitragsbild: Hendrik Heuser)

Viele Neuheiten beim Starkbierfest: Wer hält heuer die Fastenpredigt in Rosenheim?

Viele Neuheiten beim Starkbierfest: Wer hält heuer die Fastenpredigt in Rosenheim?

Rosenheim – Auftakt mit Spannung: Am heutigen Donnerstagabend (26.2.2026) startet das Starkbierfest in der Auerbräu-Festhalle auf der Rosenheimer Loretowiese – und selten zuvor war im Vorfeld so viel spekuliert worden. Mehrere Neuerungen sorgen heuer für frischen Wind. Allen voran die Frage: Wer steht künftig als Fastenprediger auf der Bühne?

Geheimnis um neuen Fastenprediger

26 Jahre lang prägte Peter Kirmair die Fastenpredigt. Im vergangenen Jahr verabschiedete er sich mit seiner Starkbier-Tanzshow „Let’s danz’n“ vom Publikum (wir berichteten). Seitdem brodelt die Gerüchteküche. Wer tritt seine Nachfolge an? Oder wird es vielleicht erstmals eine Fastenpredigerin?

Die Verantwortlichen geben sich betont geheimnisvoll. Der Name wird bis zum heutigen Abend streng unter Verschluss gehalten. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn der Fastenpredigt gegen 19 Uhr.

Damit verbunden ist auch die zweite große Neuerung: Die traditionelle Fastenpredigt findet heuer erstmals am Abend statt. In den vergangenen Jahren war sie stets am Nachmittag angesetzt.

Starkbierzeit vom 27. Februar bis 14. März

Nach dem heutigen Auftakt mit Politik-Prominenz dauert das Starkbierfest von Freitag, 27. Februar, bis einschließlich 14. März. Gefeiert wird in der Auerbräu-Festhalle auf der Loretowiese.
Eine weitere Premiere wartet ebenfalls auf die Besucher: Erstmals gibt es ein großes Indoor-Weißbierkarussell – die dritte Neuheit in diesem Jahr.

Der Eintritt ist an allen Tagen frei – außer an den Sonntagen. Dann kostet der Eintritt fünf Euro pro Person.

80er/90er-Party und Box-Sonntage

Auch im Rahmenprogramm setzt man auf besondere Akzente:

Am Donnerstag, 5. März, steigt Rosenheims größte 80er/90er-Jahre-Party.

Am 2. und 8. März heißt es jeweils „Starkes Bier. Starke Fäuste“ beim Box-Sonntag. Talente aus Bayern und Österreich steigen in den Ring. Beginn der Kämpfe ist jeweils um 11 Uhr.

Ob neue Fastenpredigt, Abend-Premiere oder Weißbierkarussell – das Starkbierfest 2026 verspricht einige Überraschungen. Spätestens am heutigen Abend wird sich eines der bestgehüteten Geheimnisse der Region lüften. Innpuls.me ist natürlich mit dabei.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Die besten Sprüche beim Politiker-Derblecken in Rosenheim

Die besten Sprüche beim Politiker-Derblecken in Rosenheim

Rosenheim – Der Starkbieranstich ist auch in Rosenheim die Veranstaltung, zu der die Politikprominenz mit etwas mulmigen Gefühl hingehen, aber dann  enttäuscht ist, wenn sie beim Politiker-Derblecken nicht auftauchen. Am gestrigen Freitag (2.3.2024) war es wieder soweit. Hier die besten Sprüche von Fastenprediger Peter Kirmair.

Kirmair als Schwimmmeister. Foto: Hendrik Heuser

Peter Kirmair teilte auch heuer wieder bei seiner Fastenpredigt in der Auerbräu-Festhalle kräftig aus. Fotos: Hendrik Heuser

Sympathiebekundung für Mittelstand und Bauern

Die Auerbräu-Festhalle in Rosenheim war wie immer voll besetzt (wir berichteten) und die Spannung groß, wer diesmal bei der Fastenpredigt von Peter Kirmair sein Fett wegkriegt. Kirmair fuhr diesmal dann mit einem Rasenbulldog durch das Publikum zur Bühne aus Sympathie für den Mittelstand und die Bauern, wie er klar stellte: „I find des guad, dass ma sich nimma oiss gfoin lasst, Kante zoagt. Demos vor allem von und für Mittelstand und de Bauern. Bravo! Drum heid a aus Sympathie unser Einzug mit unsere Bullogs. Na ja, symbolisch hoid“.

Auf der Bühne aufgebaut war ein Schwimmbecken, denn Kirmair präsentierte sich diesmal als Schwimmmeister in seiner ganz speziellen Schwimmschule für Politiker, dabei nahm sich der Kabarettist die Bundespolitik ebenso zu Brust wie die Politik in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Hier die besten Sprüche der Rosenheimer Fastenpredigt 2024: 
  • „De Schulze Kathl, unsere bis dato noch zu junge Ministerpräsidentin in wahrscheinlich ewiger Wartestellung bevorzugt Rücken, weils do a untam schwimma no de Goschn aufmacha konn“.
  • „Delfin wia da Merz Friedrich, der schaut ja a a bißl aus wia da Flipper“.
  • „Brust wia de Wagenknecht Sarah, im roten Baywatch-Badeanzug, mit links-rechts-woaß-ma-ned Drall und imma Kopf hoch, damit da Dutt ned noß werd“.
  • „Kopfsprung, dann kraulen vo oam Rand zum andern, wia da Markus. Imma Schauend, wenn oana neba eahm aufdaucht, dass er den owedaucht, damit der, die, des dann nimma auftaucht.“
  • „Untertauchen und schnorcheln, dass ma ned dasauft, wia da SPDler von Brunn, weil ja do koa Auftrieb do is mit de paar Prozental Luft“.
  • „De Ricarda Lang konn überhaupt nix ofanga mitn Wasser. Mei über d`Rutschn konnst as a ned owelossn, de hob i dann oiwei im Kinderplantschbecken parkt“.
  • „Synchronschwimmen mit Lindner und Habeck, war ein fast unmögliches Unterfangen“.
  • „An Özdemir hob i vom 5-Metr-Bredl springa lossn, ins 1,50 Meter diafe Beckn. Hod eahm ned so guad do“.
  • „De Annalena Baerbock is nia kemma zum Schwimmunterricht, dera is da Regierungsfliega oiwei kaputt ganga bei da Anreise“.
  • „Und da Scholz Olaf. Mei, für den muaß erst ein Stil erfunden werdn. Ampeln vielleicht. Und er sogt ja nia nix genaues aus wia ers mog. Und es is a schwierig bei eahm mit Schwimmhilfn, er nimmts ned o. Und wenn dann doch amoi, dann rutscht er überoi durch“.
  • „Oiso wer in Koibamoor zu schnell fahrt, der hod Pech ghabt. Do gibts de erste kommunale stationäre Geschwindigkeitsmessung in einer geschlossenen Ortschaft im Freistaat Bayern. Wahnsinn, ha? Do hams 35.000 blitzt im letzten Jahr. I konn des versteh, des war ja früher scho so, dass ma durch Kolbermoor schnellstmmöglich durchwoit, weil de Leid Angst ghabt ham, dass eahna untam fahrn de Radl owestehln.“
  • „Mia dean natürlich a regelmäßig des Wasser messn wega de Keime. Do schau ma dann a noch, ob do no da Corona drinn umananda schwimmt, und in Zukuft a wia vui vom Lauterbach seine Cannabiatn eahnane Rückstände dobloßn“.
  • „Des is ja as hächste ha, dass da Lauterbach, der frischverliebte Gockl, oiso wer den mog, oiso dass der de Globloikugal nimma zoin wui. Weil er wahrscheinle moant, des brauchts ja dann nimma, wenn a jeda sei Cannabis-Plantage im Garten oda aufn Balkon hod zum Eigengebebrauh. Und des is a a Naturheilmittel“.
  • „Oda wos sogn Sie Frau Broccoli, oh Entschuldigung Frau Ludwig.“
  • „Außerdem hod ja da Herr März seine eigenen Ideen. Er hod mit seinem Expertenteam seiner großartigen Verwaltung einen Vorschlog gmachg – die Bahntrasse weida nach Norden verlegen, oiso weida weg von Rosenheim, und dann den Rotter Forst und an Inn untertunneln. Und olle ham gjubelt, unter dem Motto „Heiliger St. Florian behüt unsa Stod, zünd andre an“.
  • „Aba Herr Landrat, dass da Hofer Sepp Eahnam Kernforderungskatalog bloß an Dreier gibt, is eine Frechheit. Aba i dat des ned überbewerten, des hod der eh bloß gmacht, dass er heid do erwähnt werd“.
  • „Na, da März Andi is überhaupts sehr pragmatisch. Er hod zum Beispui gsogt, die Neugestaltung vom Grünen Markt tangiert eahm ned so. Des soin Leid macha, de wos verstengan, oiso ned er und sei schwerfällige Verwaltung. „We do it the Rosenheim Way“. Ja, und die Erde ist eine Scheibe“.
  • „Drum hoff i ja, dass da Karstdt bleibt. Ned wegan eikaffa, wurscht. Ich liebe den 4. Stock. Ja, do is des sauberste öffentlich zugängliche Kloo vo Rosenheim. Und ma konn vo oben auf diesen Benko, diesen österreichischen Insolvenzler, dem mia mit 700 Millionen Stueuergeld….auf den konn ma dann dings…owe…, ja Sie wissen scho, wos i moan.“
  • „Und ihr Schwarzn, ihr woits doch den Salinpark attraktiver macha. Dann kannt ma doch do diese appetitlichen grauen Bieslglockn vom Herbstfest aufstelln, wo jeder dann zuschaun konn. War des nix?“
  • „Guad, jetzt kriagn ma dann neben dem Park a neie Fußgängerzhone, de Münchner Straß. Des werd super, do kennan de Leid dann no schneller durcherauschn, vorbei am attraktiven Leerstand“.
  • „Ihr habts überhaupt olle no al Glück, dass da März Andi die Parkscheinautomaten auf da Loretowiesn no eigenmächtig zruggehoitn hod. Sonst müassats heid wenigstens do drauss wos löhnen.“
  • „In de anspruchsvollen Medien, oiso de Buld-Zeitung und OVB, hods ja da Borrmann Herbert a gschafft. Ned wegan Sex, um Gottswuin. Na, bloss, weil er sich unter anderem auch mit der Straßenverkehrsordnung ned so gescheid auskennt. Losst er as Seitenfenster vo sein Auto auf und geht schnell zum eikaffa und krieagt deswegen einen Strafzettel über 15 Euro, weil as Fenster zua sei muaß. Do hod er sich aufgregt, da Herbert, über so eine bekloppte Vorschrift. Mei, i sog amoi, do konn de Vorschrift nix dafür“.
  • „A guade Idee war ja, dass heier wieda da Stadt- und Landball war. Dem WV sei Dank, des war a super Entscheidung. Nur ein Tipp – i persönlich nimm mir nächstes Jahr mei Brotzeit selba mit, weils do im KuKo um dreiviertel Achte scho nix gscheidts mehr zum Essen gebn hod“.
  • „Auch demokratisch beschlossn is ja des Bürgergeld wordn, und i fid des soi bleibn. Schauns, ich war moi in Oabling in da Sauna und do iss eine Frau dringhockt de hod gsogt I bin ja so froh um des Bürgergeld, sonst kannt i mia so an Dog in da Therme ned leistn“. Is doch schee, oda?“
  • „Apropos, is da Hong Long Erdogan do, der Vorsitzende des neuen Ausschusses zur Erhaltung der langjährige asiatischen Gastronomie in der Stadtmitte. Ja, da sitzt er mit sein rotn Häuffal, findt ma leicht. Do hams Eahna aba ganz sche einegsteigert und de Leid narrisch gmacht, ha? „
  • „Obwoi der Vorschlag von de Freien Wähler a ganz lustig war. De Frau Degenhart und da Herr Multrus ham gmoant, ma kannt ja mit der Touristinfo oiwei moi wandern, des war innovativ. In am Wohnwagen vielleicht ha? Oiso ihr Freien habts scho a moanchmoi so Ideen.“
  • „Und Politiker, positioniert eich für Allgemeinwohl über olle Parteigrenzen hinweg. Denn gehts ned übern BErg, gehts um den Berg rum, aba weidageh muaß“.
    (Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)