Herbstfest, Rosenheim, 1951

Herbstfest, Rosenheim, 1951

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1951. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Wiesn-Festkutsche der Flötzinger Brauerei im Jahr 1951 auf ihrem Weg zum Festgelände.

Die prächtig geschmückten Festkutschen der Brauerein, die das süffige Wiesnbier befördern, dürfen auch heute noch nicht fehlen beim Rosenheimer Herbstfest – wenn mittlerweile natürlich nur noch symbolisch.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Herbstfest, Rosenheim, 1972

Herbstfest, Rosenheim, 1972

Rosenheim – Am heutigen Samstag, 31. August, startet in Rosenheim die Herbstfestzeit. Zur Einstimmung gibt es dazu einen Fotooldie aus dem Jahr 1972.

Attraktionen, wie beispielsweise eine Achterbahn gab es natürlich auch damals schon. Ebenso den Autoscooter und eine Schießbude. Die Schaustellerwagen waren zu dieser Zeit noch direkt auf dem Gelände stationiert. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext Karin Wunsam)

Friedhof am Kapuzinerkloster: Wieder Winteröffnungszeit

Friedhof am Kapuzinerkloster: Wieder Winteröffnungszeit

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim informiert: Mit dem Beginn der Rosenheimer Wiesn gilt auf dem Friedhof am Kapuzinerkloster die Winteröffnungszeit. Ab dem 31. August öffnet der Friedhof um 7 Uhr und schließt um 18 Uhr.

Auf das Schließen der Tore wird – wie üblich – durch das Läuten der Friedhofsglocke hingewiesen. Nach Schließung kann das Friedhofsgelände jederzeit über das Drehkreuz am Nordausgang verlassen werden.
Die frühzeitige Änderung der Öffnungszeiten ist der unmittelbaren Nähe des Friedhofs zum Herbstfestgelände geschuldet.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Mit dem Bus zur Wiesn und wieder zurück? – Auch heuer gibt es da Probleme

Mit dem Bus zur Wiesn und wieder zurück? – Auch heuer gibt es da Probleme

Rosenheim –  Am Sonntag mit dem Bus zum Herbstfest und wieder zurück. Oder nach dem Wiesnbesuch noch auf ein Getränk in eine Bar und dann mit dem Öffentlichen wieder nach Hause. Beides wird auch heuer in Rosenheim nicht  – beziehungsweise nur sehr eingeschränkt möglich sein. 
Bus mit Promille-Express-Aufkleber. Foto: Archiv Innpuls.me
Dieses Foto entstand 2023 – Da machten Aufkleber an den Bussen noch auf den Promilleexpress aufmerksam. Foto: Archiv Innpuls.me

Autofahren und Alkohol – das ist eine schlechte Kombi. Eine gute Alternative war da gut 30 Jahre lang in Rosenheim der sogenannte „Promilleexpress“. Die nächtlichen Spezialfahrten während der Herbstfestzeit erfreuten sich großer Beliebtheit, wie auch unser Archivfoto aus dem Jahr 2019 zeigt.
Im vergangenen Jahr war mit diesem Service dann Schluss. Begründet wurde diese Entscheidung von Seiten der Stadt mit dem deutschlandweiten Fahrermangel.
Die Aufregung danach war groß. Im Ferienausschuss 2023 wurde dann sogar darüber diskutiert, was nun eigentlich der „Promilleexpress“ ist (wir berichteten). Umgangssprachlich werden zur Herbstfestzeit gerne alle Nachtbuslinien so bezeichnet. Doch bei der Stadt sieht man das wesentlich differenzierter, wie es nun auch aktuell wieder in einer Stellungnahme zum Thema „Busverkehr zur Herbstfestzeit“ an Innpuls.me heißt: “ In Wirklichkeit in der Promilleexpress lediglich die Verbindung Stadtmitte zum Herbstfesteingang Kaiserstraße und zurück“.

Foto: Ganz schön eng wurde es in der Vergangenheit im Promilleexpress. Foto: Archiv aez
Dieses Foto entstand im Jahr 2019. Da wurde es im Promilleexpress oftmals ganz schön eng Foto: Archiv aez

Viel wichtiger als diese Definitionsfrage ist aber, wie es denn nun generell mit den Busverbindungen zur Herbstfestzeit aussieht. Und da wird es erneut wieder nicht viel mehr geben als das reguläre Angebot:  Nach Auskunft der Stadt fährt der  „Promille-Express“ ab 20.01 Uhr im Halbstundentakt durchgängig  vom Herbstfesteingang Kaierstraße über Stadtmitte zum Bahnhof und der Ringlinie Aising / Pang  (Linie 421 und 422) und wieder zurück.

Erneut keine Sonntagsfahrten

Sonntagsfahrten wird es auch heuer nicht geben. Eine Anwohnerin aus dem Rosenheimer Stadtteil Hohenofen kann das nicht verstehen. Schließlich seien die Busse in der Vergangenheit immer gut nachgefragt gewesen – an allen Wiesn-Tagen. Sie denkt dabei nicht nur an Hohenofen, sondern auch an die vielen Tausend Menschen in den anderen Stadtteilen im Rosenheimer Süden wie beispielsweise Pang, Aising, Happing, Kastenau, Heilig Blut, Westerndorf am Wasen, Oberwöhr und Schwaig. „Am mittleren Sonntag sind das Erntedankfest und am Abend der Blasmusik-Abend im Flötzinger-Festzelt. Da ist den ganzen Tag über viel los“, sagt sie. Ihr Mann pflichtet ihr bei. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass sich mit der Übernahme des Stadtverkehrs durch die Stadt die Situation im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert“, sagt er. Doch dem sei nicht so – im Gegenteil. Beide wollen sich deshalb erst einmal noch überlegen, ob sie das Herbstfest heuer an den Sonntagen überhaupt noch besuchen.

Auch für Nachtschwärmer bleibt es schwierig

Keine Alternative ist der Bus auch für Herbstfest-Besucher, die nach dem Schankschluss in den Bierburgen den Abend noch in den Bars und Clubs in der Stadt ausklingen lassen wollen. Der bisher letzte Kurs in den Rosenheimer Süden um 0.37 Uhr wurde in diesem Jahr sogar gestrichen. Damit ist von Montag bis Samstag bereits um 0.10 Uhr die letzte Fahrt. Zwar gibt es um 1.30 Uhr noch eine letzte Verbindung. Dieser Bus bedient aber nicht mehr die gesamte Strecke. Auch auf der stark genutzten Kolbermoorer Linie gibt es nicht mehr Fahrten als im Vorjahr, als noch der Regionalverkehr Oberbayern den Stadtverkehr organisiert hatte.. Wer nach Happing und in die Kastenau möchte, muss sich ebenfalls sputen: Letzte Abfahrt ist um 0.49 Uhr. Wer wie früher möglich um 2 Uhr, 3 Uhr oder sogar 4.30 Uhr noch den Bus nehmen will, bleibt dann wortwörtlich auf der Strecke. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Busbetrieb in den späten Nachtstunden hinein vom Rosenheimer Publikum nicht in Anspruch genommen wird. Daher wird es dieses Jahr keine Ausweitung der Fahrzeiten kommen;“ heißt es dazu als Begründung von der Stadt Rosenheim.

Auch 1-Euro-Tickets an den Samstagen gibt es nicht mehr

Ebenfalls Vergangenheit ist das 1-Euro-Ticket an den Samstagen, für das die Stadt noch 2023 während der Herbstfestzeit geworben hat (wir berichteten) Mit Einführung des MVV-Tarifs Ende 2023 wurde es wieder eingestellt. „Die Stadt Rosenheim ist Ende des Jahres 2023 dem MVV beigetreten. Damit geht auch die Tarifbindung des MVV positiv wie negativ einher. Das 1-Euro-Ticket kann daher nicht mehr angeboten werden“; so die Antwort der Stadtverwaltung auf diese Frage.
Bleibt wieder oft nur das reguläre Taxi. Aber auch bei dieser Alternative gibt es Probleme: Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) verkehrt täglich lediglich bis 1 Uhr in der Nacht und bedarf einer Voranmeldung. Die Anmeldefrist wurde zudem von 30 auf 60 Minuten erhöht. Wer also um 1 Uhr einfahren will, muss sich spätestens um 24 Uhr anmelden – und etwas tiefer in die Tasche greifen als bisher. Eine Fahrt in die äußeren Stadtteile kostet inzwischen 5 Euro pro Person.
(Quelle Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: aez, Foto: Archiv Innpuls.me)

Keine Trostpreise mehr auf der Rosenheimer Wiesn?

Keine Trostpreise mehr auf der Rosenheimer Wiesn?

Rosenheim – Schlüsselanhänger, Mini-Schraubenzieher, Stoffblumen…Viele dieser typischen Trostpreise landen schnell im Abfall. Im Sinne der Nachhaltigkeit probiert man es beim Rosenheimer Herbstfest heuer mit einer Alternative. 

„Wir wollen das Thema Nachhaltigkeit beim Rosenheimer Herbstfest 2024 in den Vordergrund rücken“, erklärte dazu Klaus Hertreiter, Projektleiter des Rosenheimer Herbstfestes jüngst bei der Wiesn-Pressekonferenz. Insbesondere denkt er dabei auch an die vielen Trostpreise, die es an den verschiedenen Schaustellerbuden gibt,  nimmt man beispielsweise die Schießstände oder das Büchsenwerfen. Alle, denen das Glück dort nicht hold ist, bekommen quasi als Entschädigung einen kleinen Preis – den sogenannten Trostpreis. Das Problem: Viele dieser Kleinigkeiten werden schnell wieder entsorgt.

Wertmarken statt Trostpreise

Darum will es Klaus Hertreiter diesmal mit einer Alternative probieren, um Abfall zu reduzieren und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu fördern. Und das sieht so aus: Statt dem Trostpreis bekommen die Wiesnbesucher Wertmarken, die sich dann für einen guten Zweck spenden können.

So geht es: die Wertmarken kann man in dafür bereit gestellte Behältnisse bei den jeweiligen Schaustellerbuden einwerfen. „Über den Gegenwert der Wertmarken haben wir uns mit den jeweiligen Schaustellern abgesprochen“, erläutert Klaus Hertreiter. Wenn es dabei auch oft nur um ca. 10 Cent pro Wertmarke geht, kommt dann doch schnell ein ansehnlicher Betrag zusammen – wenn viele Wiesnbesucher  diese Möglichkeit auch tatsächlich nutzen.  Ob das so ist, wird sich zeigen. Darüber kann auch Klaus Hertreiter erst mal nur spekulieren.

Den Glückshafen betrifft diese Neuerung übrigens nicht. „Da gibt es a keine Trostpreise, sondern nur Gewinne“, erläutert dazu der Wiesnchef.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

„Mondlandschaft“ Kaiserstraße – das soll bis zur Wiesn fertig werden?

„Mondlandschaft“ Kaiserstraße – das soll bis zur Wiesn fertig werden?

Rosenheim – Derzeit erinnert die Kaiserstraße in Rosenheim an eine „Mondlandschaft“-  Zum Wiesnstart soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden – bis dahin sind es nur noch knapp zwei Wochen. Kann das klappen? 🤔

Klaus Hertreiter vom Wirtschafltichen Verband zeigte sich dazu bei der Wiesn-Pressekonferenz zuversichtlich. „Die Kaiserstraße soll bis dahin fertig sein“; sagte er. Wenn man dann aber an der Baustelle vorbeigeht, mag man das nicht so recht glauben. Die Arbeiten laufen aktuell noch auf vollen Touren. Die Straße gleicht aktuell einer „Mondlandschaft“. 
Darum hat Innpuls.me auch noch direkt bei der Stadtverwaltung zum Stand der Dinge nachgefragt. Antwort dort: „Ja, es klappt“. Die Kaiserstraße wird also tatsächlich, sollte es nicht noch größere wettertechnische Probleme geben, pünktlich zum Wiesneinzug am 31. August fertig sein. 
Zur „Partymeile“ wie im Mai diesen Jahres von der SPD-Stadtratsfraktion gefordert (wir berichteten), wird die Kaiserstraße aber nicht. Der Antrag wurde von den Stadträten mehrheitlich abgelehnt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)