Ein Auto für den Tierschutz

Ein Auto für den Tierschutz

Rosenheim / Rumämien – Hilfe für den Tierschutz mal anders: der Rosenheimer Bernhard Baron Boneberg aus dem Ortsteil Alt-Happing hat einen seiner Captivas aus seiner Autoflotte ausgemustert und für einen guten Zweck an die Tierhilfe Hoffnung e.V. gespendet.

Der verein Tierhilfe Hoffnung e.V betreibt in Rumänien die „Smeura“ das größte Tierheim der Welt mit mehreren tausend Hunden (etwa 6000) sowie ungezählten Katzen (zwischen 200 und 450). Bereits seit 25 Jahren wird dort den Tieren geholfen. Der Betriebsaufwand und die laufenden Kosten für die Einrichtung sind hoch. So freut sich der Verein nicht nur wenn Geld gespendet wird sondern auch über Sachspenden.
Das gespendet Auto von dem Rosenheimer wird in der eigenen Werkstatt der Tierhilfe in Rumänien generalüberholt und nach Möglichkeit zu Gunsten  des Vereins verkauft, als Mitarbeiter Fahrzeug genutzt oder als Nutzfahrzeug auf dem eigenen Gelände eingesetzt. Darüber freut sich Bernhard Boneberg, der selbst mehreren Hunden aus Rumänien ein Zuhause schenkt.
(Quelle: Bernhnard Boneberg / Beitragsbild, Foto: Copyright Bernhard Boneberg) 

Bernhard Boneberger Auto
Zum Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel: Beim Mai-Spaziergang auf Wegen bleiben und Hunde anleinen

Zum Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel: Beim Mai-Spaziergang auf Wegen bleiben und Hunde anleinen

Hilpoltstein / Bayern – Viele Vögel bescheren Bayern täglich ein kostenloses Live-Konzert und einige haben jetzt bereits ersten Eier gelegt. Auch Kiebitz, Brachvogel und Feldlerche haben schon mit der Brut begonnen. Von den Menschen ist nun Rücksicht gefragt, darauf macht der LBV aufmerksam.

„Wir freuen uns sehr, dass viele die Natur bei uns in Bayern genießen wollen. Doch unser Outdoor ist das Zuhause von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, in das der Mensch bei seinen Urlaubs- und Freizeitaktivitäten eindringt. Gerade in der startenden Brutsaison sind viele unserer bayerischen Vögel besonders empfindlich gegenüber Störungen“, sagt der Landesfachbeauftragte Dr. Andreas von Lindeiner vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). Damit der tierische Nachwuchs möglichst sicher durch die erste Zeit kommt, appelliert der LBV an Spazierende, Freizeitsportler und Hundehalter, noch bis Ende Juli für Brutvögel und andere Wildtiere auf Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen.

In der Natur auf dem Weg bleiben und Tiere Schützen

Viele Naturbegeisterte zieht es über das lange Wochenende des 1. Mai raus ins Grüne. An schönen Tagen sind die Wege an Wiesen und Feldern gut besucht. Besondere Rücksicht ist bei Feld- und Wiesenvögeln geboten, die ihre Eier auf dem Boden ausbrüten. Da Nester und Küken oft gut getarnt sind, ist den meisten Spaziergängern nicht bewusst, dass Ihre Störungen eine Gefahr für die Vögel sind. „Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel ziehen auf den Feldern ihre Jungen groß. Freilaufende Hunde mit ihren feinen Spürnasen sind für Vogeleltern bereits stressig, wenn sie nur zufällig nahe am oder übers Nest laufen. Wiederholte Störungen können dazu führen, dass die Elternvögel die Nester aufgeben oder Jungvögel weniger Zeit für die Nahrungssuche haben und dadurch verhungern“, sagt Andreas von Lindeiner.
In Naturschutzgebieten ist es in den meisten Fällen verboten, querfeldein zu spazieren oder Hunde frei umher laufen zu lassen. „Eine intakte Natur ist für uns Menschen besonders wertvoll. Nur wenn wir rücksichtsvoll damit umgehen, können wir auch in Zukunft diese besonderen Orte erleben und genießen“, so der Landesfachbeauftragte. „Mich freut es besonders, dass unsere Appelle an die Jäger, in Wiesenbrütergebieten auf die störungsintensive Maibock-Jagd zu verzichten, in den meisten sensiblen Gebieten Gehör gefunden haben, wie unsere Betreuenden vor Ort berichten.“ Abendliche oder nächtliche Störungen durch die Jagd bedeuten erheblichen Stress und zusätzliche Gefahren für die Vögel und ihren gerade schlüpfenden Nachwuchs. Das gilt vor allem wenn die geschossenen Rehe mit Fahrzeugen aus den Wiesen geborgen werden.

Andere auf das Thema ansprechen: Hunde an der Leine lassen

Wer in der Brutsaison jemandem mit freilaufendem Hund begegnet, sollte die Person freundlich auf die brütenden Vögel in den umliegenden Wiesen und Feldern hinweisen. Viele Hundehalter wissen davon gar nichts und ihnen ist deshalb die Gefahr nicht bewusst. Der LBV empfiehlt beim Ansprechen von unbedarften Verhaltensweisen in der Natur, Person von Sache stets zu trennen. „Unterstellungen lösen oft nur Widerstand und Ärger aus und bewirken zumeist das Gegenteil. Ein wertschätzender Umgang mit der Natur geht mit einem wertschätzenden Umgang mit den Menschen einher“, betont Andreas von Lindeiner.
Weitere Informationen sowie ein kostenloses Faltblatt mit Tipps für den Spaziergang mit Hund finden sich unter: www.lbv.de/hunde
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Deutscher Haustiermarkt 2024: Steigende Umsätze und Tiere in 44 Prozent der Haushalte

Deutscher Haustiermarkt 2024: Steigende Umsätze und Tiere in 44 Prozent der Haushalte

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage konnte die deutsche Haustierbranche im Jahr 2024 das hohe Umsatzniveau der Vorjahre halten. Etwa 7 Milliarden Euro Umsatz wurden gemacht.  Wo es minus gab und welches Haustier am beliebtesten ist erfahrt Ihr hier:

Der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete mit einem Umsatz von knapp 5,4 Milliarden Euro ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Hinzu kamen gut 1,5 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 145 Millionen Euro für Wildvogelfutter. Somit belief sich der Gesamtumsatz der deutschen Haustierbranche im vergangenen Jahr auf rund 7 Milliarden Euro.
Der Umsatz mit Haustier-Fertignahrung übertraf das Vorjahresergebnis mit gerundet 4,3 Milliarden Euro um 1,3 Prozent. Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör hingegen musste im Vergleich zu 2023 mit einem Umsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro ein leichtes Minus von 0,6 Prozent hinnehmen.
„Insgesamt entwickelte sich der Haustierbedarfs-Markt weiter stabil“, sagt Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V. „So bewegten sich die Umsätze mit Haustier-Fertignahrung etwas unterhalb der Inflationsrate im Vergleichszeitraum. Innerhalb der Kategorie zeigten sich tierartenspezifische Unterschiede, wobei Katzenfutter den größten Zuwachs erzielen konnte.“
Zum minus bei Bedarfsartikeln und Zubehör sagt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF): „Tierhaltern liegt das Wohl ihrer Haustiere am Herzen, daher investierten sie in ihre Ernährung, Gesundheit und Pflege. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage haben einige jedoch größere Investitionen etwa in Hundezubehör, Kleintiergehege oder Aquarientechnik zurückgestellt.“

Katzenfutter als Wachstumstreiber

Ein positives Ergebnis im Bereich Haustier-Fertignahrung erzielte 2024 der Markt für Katzenfutter mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro im stationären Handel und einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit blieb er weiterhin das größte Futtersegment. Wichtigster Wachstumstreiber war dabei Trockenfutter mit einem Plus von 5,9 Prozent auf 377 Millionen Euro. Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Segmente Snacks einschließlich Katzenmilch (369 Millionen Euro, plus 3,9 Prozent) sowie Feuchtfutter (rund 1,5 Milliarden Euro, plus 2,9 Prozent).

Copyright Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.
Hundefutter trotz steigender Snackumsätze mit leichtem Minus

Der Markt für Hundefutter erzielte im Jahr 2024 in den klassischen Vertriebswegen einen Gesamtumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und erhielt damit einen leichten Dämpfer im Vergleich zum Vorjahr (minus 0,7 Prozent). Während die Umsätze im Snacksegment stiegen (752 Millionen Euro, plus 1,5 Prozent), zeigte sich bei Feuchtfutter (593 Millionen Euro, minus 2,0 Prozent) und Trockenfutter (414 Millionen Euro, minus 2,8 Prozent) eine gegenteilige Entwicklung.

Gemischtes Ergebnis bei Nahrung für weitere Haustiere und Wildvogelfutter

Das Segment Zierfischfutter konnte den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre mit einem Umsatz von 62 Millionen Euro im stationären Handel und somit einem Plus von 3,3 Prozent fortsetzen. Der Umsatz mit Ziervogelfutter hingegen ging 2024 nach einem überproportionalen Anstieg im Vorjahreszeitraum wieder zurück, um 4,1 Prozent auf 71 Millionen Euro. Kleintierfutter behauptete seinen Platz als drittstärkstes Segment hinter Fertignahrung für Katzen und Hunde, musste jedoch ebenfalls ein deutliches Minus hinnehmen (82 Millionen Euro, minus 7,9 Prozent).
Die Umsätze mit Wildvogelfutter beliefen sich 2024 auf 145 Millionen Euro (minus 9,9 Prozent), was auch auf einen eher milderen Winter zurückgeführt werden kann.

Aufwärtstrend im Bereich Bedarfsartikel und Zubehör gestoppt

Trotz erfreulicher Entwicklungen in den Bereichen Katzenstreu (376 Millionen Euro, plus 7,1 Prozent) und Zubehör für Katzen (242 Millionen Euro, plus 0,4 Prozent) konnte der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör seinen Aufwärtstrend von 2023 im Jahr 2024 insgesamt nicht fortsetzen. Mit einem Gesamtumsatz von gut 1,1 Milliarden Euro verzeichnete er ein leichtes Minus von 0,6 Prozent. Damit einher ging eine rückläufige Entwicklung in den Segmenten Hunde (214 Millionen Euro, minus 4,9 Prozent), Ziervögel (27 Millionen Euro, minus 10,0 Prozent), Zierfische (167 Millionen Euro, minus 6,2 Prozent) sowie Kleintiere (88 Millionen Euro, minus 8,3 Prozent).

Katzenfutter
Lebensmitteleinzelhandel stärkster Absatzweg für Haustier-Fertignahrung – Fachhandel führend bei Bedarfsartikeln und Zubehör

Als Hauptabsatzweg für Haustier-Fertignahrung behauptete sich weiterhin der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern). Im vergangenen Jahr wurden hier mit einem Umsatzanteil von 65 Prozent knapp 2,8 Milliarden Euro umgesetzt. Bei Bedarfsartikeln und Zubehör wie etwa Gehegen, Technik, Tiermöbeln, Pflegeprodukten, Streu und Beschäftigungs-artikeln blieb der Fachhandel mit einem Umsatz von 858 Millionen Euro und einem Umsatzanteil von 77 Prozent der wichtigste Absatzweg.

Online-Handel wächst weiter

Rund ein Drittel der Tierhalter erwirbt Haustierprodukte ausschließlich im stationären Handel, aber zunehmend wird auch im Internet eingekauft: 60 Prozent der Halter geben sowohl im Ladengeschäft als auch online Geld für ihre Haustiere aus. So betrug das geschätzte Umsatzvolumen in Online-Shops und Marktplätzen im Jahr 2024 circa 1,5 Milliarden Euro – eine Steigerung von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Differenzierte, tierartenspezifische Daten zum Online-Markt sind derzeit noch nicht verfügbar.

Zoofachhandel als Erlebnisort

„Trotz der wachsenden Bedeutung des Online-Handels steigt die Verkaufsfläche der Top 20 Zoofachhandelsbetriebe“, sagt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. „Der Fachhandel ist erste Anlaufstelle für Haustierhalter und aufgrund seiner Premium- und Spezialprodukte, Dienstleistungen, der Beratung und erlebnisorientierten Angebote ein wichtiger Kontaktpunkt.“

Rund 34 Millionen Haustiere in Deutschland

33,9 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel lebten im Jahr 2024 in Haushalten in Deutschland. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Insgesamt lebte in 44 Prozent aller Haushalte in Deutschland mindestens ein Haustier. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF durchgeführt hat (Telefon- und Online-Erhebung, Basis 5.000 Befragte).

Siamkatze rechts und Hund links
Katzen bleiben ganz oben auf der Beliebtheitsskala

Deutschlands Haustier Nummer 1 ist nach wie vor die Katze: In einem Viertel der Haushalte lebten 2024 insgesamt 15,9 Millionen Stubentiger. 38 Prozent der Katzenhaltenden hatten sogar zwei oder mehr Mitbewohner auf Samtpfoten.
Hunde als treue Begleiter sind mit 10,5 Millionen Tieren in 21 Prozent der Haushalte ebenfalls beliebt. 42 Prozent von ihnen sind Mischlinge. Darüber hinaus lebten im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse in 5 Prozent der Haushalte sowie 3,2 Millionen Ziervögel in 3 Prozent der Haushalte.
In 4 Prozent der Haushalte gab es insgesamt 2 Millionen Aquarien. Die Zahl der Gartenteiche mit Zierfischen sowie der Terrarien lag bei jeweils 1,1 Millionen in 2 Prozent der Haushalte. Darüber hinaus werden in 1,4 Prozent der Privathaushalte Homefarming-Tiere wie Hühner oder Wachteln gehalten.
„Ob Katzen oder Hunde, Nager oder Fische, Haustiere können das Leben ‚ihrer‘ Menschen auf vielfältige Art und Weise bereichern, wenn ihr Wohl und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen“, so Norbert Holthenrich. „Das spiegelt sich in der weiterhin hohen Gesamtzahl der Haustiere wider, die in Haushalten in Deutschland gehalten werden.“

Heimtiere als Familienmitglied und Sozialpartner

2024 hatten 68 Prozent aller Familien mit Kindern und 31 Prozent aller Singles ein Haustier. „Diese Zahlen bestätigen, dass Haustiere besonders bei Familien beliebt sind, gleichzeitig aber auch eine wichtige Rolle als Sozialpartner für alleinlebende Personen spielen“, sagt Georg Müller.
Weiterhin wurden 2024 laut Erhebung der Marktforscher in 14 Prozent aller Haushalte mindestens zwei Haustierarten gehalten.

Viele Haustiere in Mehrpersonenhaushalten

Die meisten Haustierhaltenden in Deutschland leben in Mehrpersonenhaushalten. 2024 betrug der Anteil von Zweipersonenhaushalten 35 Prozent, der Anteil von Haushalten mit drei Personen und mehr 38 Prozent. Zudem lebten 27 Prozent der Haustierhaltenden in Einpersonenhaushalten.

Alter der Haustierhalter fast unverändert

Die Altersstruktur von Haustierhaltern ist nahezu gleichgeblieben. Wie schon in den Vorjahren waren auch 2024 viele Personen mit tierischen Mitbewohnern im mittleren Alter: Jeweils 19 Prozent waren 30 bis 39 oder 40 bis 49 Jahre alt, 22 Prozent zählten zur Altersklasse 50 bis 59 Jahre. Der Anteil der Tierhaltenden bis 29 Jahre betrug 16 Prozent und der Anteil der über 60-jährigen 24 Prozent.
Insgesamt hat sich der Haustiermarkt im Jahr 2024 gut behauptet, so das Fazit von Müller und Holthenrich – und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Dies und der hohe Stellenwert, den Haustiere nach wie vor für die Deutschen haben, lässt die beiden Branchenvertreter zuversichtlich in die Zukunft blicken.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild, Tierfotos: Symbolfoto re / Foto Statistik: Copyright Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.)

Tierisch engagiert: Ehrenamtlich im Tierheim

Tierisch engagiert: Ehrenamtlich im Tierheim

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Sei es aus Zeitmangel, finanziellen Gründen oder weil die Lebensumstände es nicht zulassen: Nicht jeder, der Tiere liebt, kann oder möchte ein eigenes Haustier halten. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich trotzdem für Tiere einzusetzen und ihre Gesellschaft zu genießen.

In 45 Prozent aller Haushalte in Deutschland werden Haustiere gehalten. Bei einer Erhebung des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V. und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) gaben weitere neun Prozent der Befragten an, in Zukunft Haustiere halten zu wollen. Diese Zahlen lassen den Schluss zu, dass die Tierliebe zuweilen größer ist als die Möglichkeiten, den Wunsch nach einem eigenen Haustier in die Tat umsetzen zu können.
Aber auch ohne eigenes Haustier kann man sich für Tiere engagieren, diesen helfen und seine Freizeit mit ihnen verbringen.

Tierheime sind auf ehrenamtliche Unterstützer angewiesen

„Tierheime, genauso aber auch Gnadenhöfe oder zum Beispiel Wildtierhilfen, nehmen ehrenamtliche Unterstützung gerne an und sind teilweise sogar darauf angewiesen“, erklärt Lea Schmitz, Pressesprecherin beim Deutschen Tierschutzbund (DTSchB). „In den Tierheimen ist Personal und damit Zeit leider oft Mangelware. Im Fokus der Tierpfleger stehen daher die Fütterung der Tiere sowie Reinigungsarbeiten. Für eine intensive Beschäftigung mit einzelnen Tieren oder gemeinsames Spielen reicht die Zeit oft nicht aus.“ Entsprechend freuen sich viele Einrichtungen, wenn Tierfreunde sich dazu bereit erklären, zu unterstützen. Typische Aktivitäten sind etwa:

  • Gassi gehen, damit die Hunde ausreichend Bewegung bekommen
  • Streicheleinheiten für Katzen bringen diesen Zuneigung und Aufmerksamkeit, helfen aber auch, die Katzen weiter an Menschen zu gewöhnen, wodurch sie besser zu vermitteln sind
  • Unterstützung bei den Reinigungsarbeiten
  • Spezialisten wie Handwerker können zudem bei der Instandhaltung der Räumlichkeiten helfen. Auch für Bürotätigkeiten, Telefon- und Fahrdienste oder die Betreuung der Social-Media-Kanäle benötigen manche Einrichtungen ehrenamtliche Unterstützung.
  • Vor- und Nachkontrollen: Ehrenamtliche Mitarbeiter im Tierheim übernehmen oftmals die Vor- und/oder Nachkontrollen bei der Vermittlung eines Tieres. Dabei prüfen sie ggf. vorab, ob das neue Zuhause geeignet wäre, und stellen nach der Vermittlung sicher, dass es dem Tier dort gut geht.
Welche Qualifikationen sind erforderlich?

Die Anforderungen, bei der Tierbetreuung zu unterstützen, hängen wesentlich von den Aufgaben ab, die man übernehmen kann und möchte: „Es braucht keine tierbezogene Ausbildung, aber man sollte ein Gespür und gewisse Sachkenntnisse für den richtigen Umgang mit Tieren mitbringen. Außerdem braucht es Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit“, so die Expertin. „Wer beispielsweise mit Hunden Gassi gehen möchte, schließt sich meist für die ersten Runden erfahrenen Gruppen an und lernt so das typische Vorgehen. Einige Tierheime setzen auch die Absolvierung einer internen Schulung voraus.“
Sollen Vor- und Nachkontrollen übernommen werden, führen viele Tierheime ebenfalls vorab interne Schulungen oder Einweisungen durch. Dabei lernen die Ehrenamtlichen, worauf sie bei potenziellen Adoptanten achten müssen, welche Fragen wichtig sind und wie sie das Wohl des Tieres sicherstellen können.
Zudem kann ein Vertrag über die ehrenamtliche Mitarbeit geschlossen werden. Darin sind üblicherweise Art und Umfang der Tätigkeiten beschrieben, die übernommen werden sollen. „In einem Ehrenamtsvertrag oder einer Vereinbarung zur ehrenamtlichen Mitarbeit gibt es immer auch einen Abschnitt zur Versicherung und Haftung. Entsprechend ist man als Helfer dann über die Versicherung des Tierheims haftpflichtversichert und haftet selbst nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit“, erklärt Schmitz. Da es manchen Ehrenamtlichen nicht möglich ist, verbindlich und regelmäßig auszuhelfen, beinhalten diese Verträge aber keine verbindlichen Regelungen zur Laufzeit oder Arbeitszeit, wie man es etwa aus einem Arbeitsvertrag kennt.

Wichtige Ansprechpartner: Einfach vor Ort nachfragen

Die einfachste Möglichkeit, sich über den Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung zu informieren, ist die Nachfrage beim örtlichen Tierheim. „Im Gespräch mit dem Team vor Ort stellt sich schnell heraus, welche Hilfe aktuell gebraucht wird. Umgekehrt kann man dann aber auch klären, wie viel Zeit man selbst aufbringen kann und möchte. Da es eine gewisse Einarbeitungszeit braucht und die Tierschutzeinrichtungen mit der Hilfe der Ehrenamtlichen, etwa für die Gassirunden,  planen müssen, ist es am besten, wenn man längerfristig und mit einer gewissen Regelmäßigkeit helfen kann“, so Schmitz. Nähere Informationen zu ehrenamtlichen Tätigkeiten in den örtlichen Tierschutzvereinen und Tierheimen vermittelt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website  Im DTSchB sind rund 740 örtliche Tierschutzvereine mit 550 Tierheimen und Auffangstationen organisiert. Neben Tierheimen freuen sich aber auch beispielsweise Lebenshöfe oder Wildtierstationen über engagierte, freiwillige Helfer. Eine Übersicht zu Gnadenhöfen in Deutschland findet sich auf dem Portal Vegane Jobs: lebenshoefe-gnadenhoefe-landkarte/. Über Organisationen zum Wildtierschutz informiert der Wildtierschutz Deutschland e.V.: www.wildtierschutz.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wer Hundekot einsammelt, schützt die Umwelt

Wer Hundekot einsammelt, schützt die Umwelt

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Wer seinen Hund verantwortungsbewusst halten möchte, schützt auch die Umwelt, in der sich das Tier regelmäßig bewegt. Dazu gehört, Hundehaufen auf Spaziergängen einzusammeln, davon profitieren nicht nur andere Spaziergänger, sondern auch die Natur, wie eine belgische Studie jetzt belegt.

Spaziergänge halten fit, sorgen für Bewegung und oft auch Sozialkontakte. Wer einen Hund hat, ist meist regelmäßig an der frischen Luft unterwegs, unter anderem mit dem Ziel, dass sich der Hund erleichtern kann. Im Optimalfall sammeln Herrchen den Hundekot dann auf und entsorgen ihn. In vielen Gemeinden ist das sogar Pflicht und bei Missachtung droht ein Bußgeld.
Warum das Aufsammeln nicht nur wichtig für das Gemüt ihrer Mitmenschen ist, sondern auch die Natur schützt, zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Gent: „Stadtnahe Ökosysteme haben wichtige Funktionen für Umwelt und Gesellschaft“, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „Ecological Solutions and Evidence“. „Auf der einen Seite sind sie besonders schützenswert, auf der anderen Seite durch die hohe Besucherfrequenz meist belastet.“
Da viele Hundehalter mit ihren Tieren in Städten leben, sind sie beim Spazierengehen auf das begrenzte Angebot an nahe gelegenen Wiesen und Wäldern in der Umgebung angewiesen. Da die meisten Menschen ihre Hunde an der Leine führen, hinterlassen die Vierbeiner Urin und Kot häufig direkt am Wegesrand. Damit bringen sie Stickstoff und Phosphor in den Boden ein.

Hundekot beeinflusst die Pflanzenvielfalt

In ihrer Studie nehmen die Forscher die Auswirkungen von Hundeausscheidungen unter die Lupe: Über anderthalb Jahre wurden im Umfeld der belgischen Stadt Gent Hunde gezählt und Bodenproben gesammelt. Insbesondere die Werte für Stickstoff und Phosphor, die in hohem Maße in Kot und Urin von Hunden vorhanden sind, standen dabei im Fokus.
„Höhere Nährstoffwerte führen zu einem stärkeren Pflanzenwachstum, was größtenteils eine begrenzte Anzahl von nährstoffbedürftigen Arten fördert“, schreiben die belgischen Wissenschaftler. „Diese verdrängen Spezialisten, indem sie ihnen das notwendige Licht streitig machen.“ Weiter kommen sie zu dem Schluss: „Das führt zum Verlust einiger Pflanzenarten und zu einer Homogenisierung der anzutreffenden Pflanzenwelt.“

Einsammeln zeigt Wirkung

Um dem entgegenzuwirken, wird in der Studie vorgeschlagen, dass je nach Ort verschiedene Regelungen Abhilfe schaffen könnten. So könnte mancherorts ein Laufen ohne Leine helfen, damit sich die erhöhten Nährstoffwerte nicht an einem Ort konzentrieren, sondern Phosphor und Stickstoff verteilt besser vom Boden aufgenommen werden können.
Einen einfach zu erreichenden, aber dennoch wirksamen Effekt sehen die Autoren zudem in Kotbeuteln und ähnlichen Systemen. Denn Urin ist der Studie zufolge nur für einen kleineren Anteil der Belastung verantwortlich: „Da die Fäkalien 97 Prozent des Phosphors und 56 Prozent des Stickstoffs der gesamten Ausscheidungen eines Hundes ausmachen, kann die Entfernung von Fäkalien, zum Beispiel mit Kotbeuteln und Kotschaufeln, die potenzielle Anreicherung mit Nährstoffen stark verringern.“
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Viel zu entdecken für Hunde und ihre Besitzer bei der Rosenheimer Hundemesse

Viel zu entdecken für Hunde und ihre Besitzer bei der Rosenheimer Hundemesse

Rosenheim – Der Treffpunkt für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Lieblinge ist an diesem Wochenende (22. und 23.2.2025) die Messe „Mein Hund“ in der Auerbräu-Festhalle in Rosenheim. An den Ständen gibt es viele tierische Trendartikel zu entdecken. Die Besucher genießen es aber auch, mit Gleichgesinnten in Gespräch zu kommen. 

Hundemesse 2025: Foto: Innpuls.me

Veranstalter Michael Piesch ist mit dem Verlauf der Messe „Mein Hund“ sehr zufrieden. Besucht werden kann sie auch noch am Sonntag, 23. Februar, in der Auerbräu-Festhalle. Fotos: Innpuls.me

Michael Piesch veranstaltet die Messe für Hundefreunde bereits zum 5. Mal in Rosenheim. Sie findet am heutigen Samstag, 22.Februar, und am morgigen Sonntag, 23. Februar, jeweils von 11 bis 18 Uhr statt. 
Bereits kurz nach der Eröffnung war am heutigen Samstag viel los an den Ständen. Kein Wunder, gibt es dort auch viel zu entdecken, was das Hundeleben schöner macht. Das Angebot reicht von Halsbändern, Geschirren, Mänteln in den verschiedensten Farben über Betten und Decken bis hin zu besonderen Leckereien. 

An beiden Tagen stehen außerdem Vorträge, Workshops und verschiedenste Aktionen für Hund und Mensch auf dem Programm. Am heutigen Samstag gab es beispielsweise einen besonderen Wettbewerb: Herrchen und Frauchen warfen Leckerchen in Richtung ihres Hundes – und dieser sollte sie dann aus der Luft fangen. Keine ganz einfache Übungen – aber einige der Vierbeiner beherrschten sie mit Bravour. So mancher Hund konnte von den Leckerchen gar nicht genug bekommen und ließ sich nach der Vorführung nur sehr widerwillig aus der Arena führen. 

Hundemesse 2025: Foto: Innpuls.me

Bei diesem Wettbewerb mussten die Hunde ein Leckerchen aus der Luft fangen. Für einige die leichteste Übung.

Einige der Besucher nehmen für den Besuch der Hundemesse sogar weite Anfahrstrecken in Kauf. „Bei uns gibt es so eine Messe leider nicht“, erzählte ein Ehepaar aus Augsburg, dass mitsamt ihrer Deutschen Dogge und ihren zwei Chihuahua nach Rosenheim gekommen ist. Eigentlich wollten die beiden nur schauen und nichts kaufen. Doch am Schluss erwarben die beiden Augsburger dann doch ein riesiges Kuschelbettchen für ihre Dogge.
Mehr als um das Einkaufen ging es dem Ehepaar beim Besuch der Messe aber darum, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen: „Da kann man sich den ganzen Tag aufhalten und lernt immer wieder neue nette Leute kennen. Wir haben jetzt sogar jemanden getroffen, der aus der gleichen Zucht seinen Chihuahua hat wie wir“. 

Hundemesse 2025: Foto: Innpuls.me

Am Stand der „ZickenZone“ gibt es individuell angefertigte Halsbänder und Geschirre für die Vierbeiner.

Sehr zufrieden mit dem bisherigen  Verlauf der Messe ist auch Veranstalter MIchael Piesch. Im Trend in Sachen „Hund“ liegen seiner Erfahrung nach  derzeit vor allem schöne Halsbänder und Geschirre. Wenn es um ihre tierischen Lieblinge geht, seien Hundebesitzer nach wie vor bereit, Geld auszugeben. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam