Kitasituation in Rosenheim

Kitasituation in Rosenheim

Rosenheim Bayern / Deutschland – Zu wenige Plätze, zu wenig Personal – Die Kita-Lage in ganz Deutschland ist weiter problematisch. Auch in Rosenheim bleibt die Situation schwierig. Darum lud Bündnis 90 / Die Grünen, Ortsverband Rosenheim am gestrigen Montagabend zu einem Themenabend im Stellwerk 18 ein.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, fehlen 2023 deutschlandweit rund 384.000 Kita-Plätze. Auch in Rosenheim wird immer wieder einmal Kritik von Seiten der Eltern laut, weil sie entweder keinen Platz für ihren Nachwuchs in einer Kinderkrippe oder Kindergarten bekommen, oder weil sie aufgrund angespannter Personallage ihre Kinder nicht gut betreut sehen.  Bei einer Bürgerversammlung im vergangenen September haben dann sogar ein paar Rosenheimerinnen einen Antrag zur Verbesserung der Kita-Situation in der Stadt gestellt. Dieser Antrag wurde aber im Dezember abgelehnt mit Verweis der Verwaltung, dass sich schon einiges in den Rosenheimer Kitas verbessert habe.

Verdopplung von Angebot
und Nachfrage in den vergangenen 20 Jahren

Wie enorm sich Angebot und Nachfrage nach Plätzen in Kinderkrippen und Kindergärten in den vergangenen 20 Jahren verändert hat, schilderten bei dem Themenabend im Stellwert 18 Sabine Schmitt, Verwaltungsleiterin des Katholischen Kita-Verbundes in der Stadt Rosenheim und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Katholischer Kindertageseinrichtungen in Bayern und Veronika Masel, Kita-Geschäftsführerin der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rosenheim.
Vor 20 Jahren gab es im Stadtgebiet 22 Kitas. Rund 1250 Kinder wurden dort betreut. Heute existieren rund 40 Kitas, in denen rund 2560 Kinder betreut werden – also in etwa eine Verdopplung.
Für die Träger bleibe die Situation weiter schwierig, weil sie ihre Kosten nicht voll ersetzt bekommen: „Zehn Prozent bleiben bei den Trägern hängen“.
Ein weiteres Problem bleibe die personelle Situation, dass sich in den kommenden 10 Jahre verschärfen konnte, weil dann viele der jetzigen Erzieher den Ruhestand antreten würden und es nicht genug adäquaten Ersatz gäbe. Denn für diesen wichtigen Beruf brauche es vor allem Qualität und die müsse dann auch dementsprechend entlohnt werden, was derzeit immer noch nicht der Fall sei.
Johannes Becher, Mitglied des Bayerischen Landtages Bündnis 90 / Die Grünen und Sprecher für kommunale Fragen und frühkindliche Bildung betonte ebenfalls, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Bildung schon für die Kleinsten ist. Kostenfreie Kitas sind deshalb seiner Meinung nach keine Lösung: „Ich bin der Auffassung hochwertige Arbeit darf auch was kosten“. Allerdings sei es wichtig, Menschen, die sich die Betreuung ihrer Kinder nicht leisten könnten, zu unterstützten, um so für Chancengleichheit von Anfang an zu sorgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Daniela Ludwig beim Vorlesetag

Daniela Ludwig beim Vorlesetag

Rosenheim – Beim bundesweiten Vorlesetag besuchte die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig die Rosenheimer Kita „Noahs Arche“ und tauchte mit den Buben und Mädchen ein in die Welt der gefräßigen Olchis. 

Statt nach Berlin ging es für Daniela Ludwig nach „Schmuddelfing“, kein Abgeordneter weit und breit, dafür aber stinkende Wesen, die für ihr Leben gern Autoreifen und sogar Gartenstühle fressen. Heiliger Müllsack! Kenner wissen längst, wovon die Rede ist: von den Olchis! Beim bundesweiten Vorlesetag las die heimische Wahlkreisabgeordnete in der Kita „Noahs Arche“ in Rosenheim aus dem Buch „Die Olchis räumen auf“ vor.
Selten hatte die Politikerin so ein aufgewecktes Publikum. Die Buben und Mädchen aus der Mäuse-, Giraffen-, Käfer- und Kükengruppe hielt es angesichts des Trubels in dem Buch kaum auf den Sitzen. Kein Wunder – denn von den Drei- bis Sechsjährigen kannten die meisten die Olchis schon längst, und in dem Buch wird ein Olchi sogar entführt. Ausgerechnet der Bürgermeister von Schmuddelfing greift sich ihn bei einem Picknick und nimmt in mit ins Rathaus. Das Ziel: seinen Ort dank der allesfressenden Wesen vom Müll zu befreien. Beim Vorlesen blieb es natürlich nicht. Daniela Ludwig bezog die Kinder mit ein, ließ sie von ihren eigenen Erlebnissen beim Essen erzählen und wollte nach dem Vorlesen auch wissen, wer schon Wunschzettel für Weihnachten geschrieben hat. Am Ende gab es viel Applaus und ein lautes „Neeeiinnn!!“ bei der Frage, ob denn jemand gerne einen Olchi zum Freund hätte.

Bundesweiten Vorlesetag
gibt es seit 2004

Seit 2004 ist der bundesweite Vorlesetag Deutschlands größtes Vorlesefest. „Ich will unbedingt mitmachen, denn Vorlesen ist für mich ein wichtiger Teil der frühkindlichen Bildung“, so Daniela Ludwig. „Es weckt die Neugier der Kinder, regt sie zum Mitdiskutieren an und fördert die Fantasie.“
Vorlesen gehört in der Kita „Noahs Arche“ zum Alltag, erzählte die Leiterin Alexandra Birkinger. „Bei uns wird jeden Morgen vorgelesen. Die Kinder kommen, setzen sich auf die Couch und hören erst mal zu. Dadurch werden sie schon ruhiger. Vorlesen ist für mich auch Wissensvermittlung, es berührt bei Kindern die Emotionen.“

Einbruch in Kindergarten

Einbruch in Kindergarten

Rosenheim – In dem Caritas-Kindergarten St. Quirin am Gries 7 wurde in der Nacht auf den heutigen Donnerstag eingebrochen. Die Polizei sucht Zeugen.

Die Täter versuchten nach den Angaben der Polizei gewaltsam über eine Türe in den Kindergarten einzubrechen. Sie scheiterten aber bei diesem Versuch. Der Sachschaden beträgt rund 50 Euro.
Die Kripo Rosenheim bittet um sachdienliche Hinweise unter Telefon 08031 / 2000:

  • Er hat im besagten Tatzeitrum im Umfeld des Tatorts verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Wem sind verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Feueralarm bei Kindergarten

Feueralarm bei Kindergarten

Holzkirchen / Landkreis Miesbach – Anwohner teilten am gestrigen Dienstag über Notruf einen Brand in einem Kindergarten in Holzkirchen mit. Nun ermittelt die Kripo wegen Brandstiftung.

Update 2. November, 11.45: Die Kripo ermittelt nun wegen Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung. Im Zuge erster Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass das Feuer im Außenbereich des Kindergartens mutmaßlich vorsätzlich gelegt wurde. Zeugen gaben, nach den Angaben der Polizei an, dass sich kurz nach Brandausbruch eine bislang unbekannte Personengruppe vom Tatort entfernte. Die Brandfahnder sind auf der Suche nach Zeugen:

 

  • Wem sind am Dienstagabend, 1. November, gegen 18 Uhr bzw. in der Zeit davor Personen im Bereich der Kindertagesstätte in der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen aufgefallen, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?
  • Wer kann sonst Hinweise, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen können, geben?

Hinweise können bei der Kriminalpolizei Miesbach unter der Telefonnummer 08025/299-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle mitgeteilt werden. Insbesondere die Personengruppe, die sich im Bereich der Kindertagesstätte aufhielt, wird gebeten, umgehend mit der Kripo Kontakt aufzunehmen.

Die Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei Miesbach dauern an. Auf Grund des Feuers ist der Betrieb in der Kindertagesstätte bis auf weiteres nicht möglich.

Ursprüngliche Meldung der Polizei:

Der Notruf ging um 19.10 Uhr bei der Polizei Holzkirchen ein und betraf den Kindergarten in der Erich-Kästner-Straße. Beim Eintreffen der Beamten stand die Terrasse in Vollbrand und griff auf das Gebäude über. Zum Glück befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen im Haus.
Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 10 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und 8 Polizeistreifen waren im Einsatz, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Der Sachschaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

230 Kitas als „ÖkoKids“ ausgezeichnet

230 Kitas als „ÖkoKids“ ausgezeichnet

Landkreis Rosenheim / Hilpoltstein / Bayern – Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat 230 Kindertageseinrichtungen mit dem Titel „ÖkoKids“ ausgezeichnet, darunter auch einige Einrichtungen in der Region Rosenheim.

Der Titel „Öko Kids“ wird vom bayerischen Naturschutzverband LBV bereits seit 12 Jahren an Krippen, Kindergärten, Großtagespflegen und Horte verliehen. Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Umweltministerium. Hierbei werden Kindertageseinrichtungen hervorgehoben, die sich mit wichtigen Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. „Trotz der nach wie vor schweren Bedingungen und dem spürbaren Fachkräftemangel sind in diesem Jahr spannende Projekte in den bayerischen Kitas entstanden. Die weiterhin große Beteiligung seit dem Start der ‚ÖkoKids‘ 2011 beweist, dass das Thema Nachhaltigkeit eine starke Brisanz in der Gesellschaft hat“, sagt die LBV-Projektleiterin Carmen Günnewig.

Insgesamt werden diesmal 230 Einrichtungen in ganz Bayern ausgezeichnet, darunter auch vier Einrichtungen in der Region Rosenheim: AWO Haus für Kinder Hallfing, Montessori Kinderhaus Grassau, Netz für Kinder Bernau und Kindergarten St. Irmengard Übersee.

Zertifikate werden unter
freiem Himmel verliehen

In diesem Jahr werden die Zertifikate bei einer „Tour de ÖkoKids“ verliehen, bei der die Einrichtungen unter freiem Himmel ausgezeichnet werden. An fünf verschiedenen Standorten in Bayern, unter anderem in München, Augsburg, Nürnberg und Regenstauf, haben die Kitas die Möglichkeit, ihr Zertifikat überreicht zu bekommen und an einem Workshop zur Bildung für nachhaltige Entwicklung teilzunehmen. Den Auftakt dieser Tour machte Bamberg, bei dem 45 Kitas aus Ober- und Unterfranken das Zertifikat aus den Händen des bayerischen Umweltministers am BRK-Bauernhofkindergarten erhalten haben.

„Müll und Müllvermeidung“
wurde oft als Thema gewählt

Die teilnehmenden Einrichtungen entwickelten verschiedenen Projekte zum Thema „Umwelt und Nachhaltigkeit“.  „Müll und Müllvermeidung“ war dabei erneut ein sehr oft gewähltes Thema, das durch kreative Methoden umgesetzt wurde. Aber auch der Eigenanbau von Gemüse und Kräutern sowie das gemeinsame Verarbeiten mit den Kindern brachte den Nachhaltigkeitsgedanken direkt in den Kita-Alltag. „Bei allen umgesetzten Projekten merkt man, dass engagierte Mitarbeitende dahinterstehen, die die Kinder stark mit einbinden und deren Haltung zeigt, dass ihnen Nachhaltigkeit am Herzen liegt“, betont die LBV-Projektleiterin. Die Anzahl der teilnehmenden Kindertageseinrichtungen in diesem Jahr beweise erneut, dass der Nachhaltigkeitsgedanke von großer Bedeutung für die frühe Bildung ist.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Rama dama“ in Rosenheim

„Rama dama“ in Rosenheim

Rosenheim – Müll gehört nicht in die Natur oder auf die Straße. Weil aber überall im Rosenheimer Stadtgebiet Müll achtlos weggeworfen wird, findet auch in diesem Jahr vom 4. Oktober bis zum 30. Oktober eine „Rama-Dama“-Aktion im Rosenheimer Stadtgebiet statt. Alle Schulen, Kindergärten und Vereine sind von der Stadt Rosenheim herzlich eingeladen mitzumachen.

Sorglos weggeworfener Müll verschmutzt nicht nur die Umwelt, er generiert auch hohe Kosten für dessen Beseitigung. Mit der jährlichen „Rama-Dama“-Aktion werden Kinder schon früh auf das Müllproblem aufmerksam gemacht und sie können aktiv etwas für den Umweltschutz tun.
Die Stadt Rosenheim stellt Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung und holt den gesammelten Müll im Anschluss zur Entsorgung ab. Jede Einrichtung erhält für ihre Teilnahme eine kleine Aufwandsentschädigung.
Interessierte können sich bis spätestens den 23. September mit der Anzahl der Teilnehmer beim Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Rosenheim unter Telefon 08031/ 365 16 92 oder umweltamt@rosenheim.de melden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)