LBV Rosenheim lädt zur „Stunde der Wintervögel“ ein

LBV Rosenheim lädt zur „Stunde der Wintervögel“ ein

Rosenheim – Im Rahmen der bundesweiten Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ von LBV und NABU vom 9. bis 11. Januar 2026 bietet der LBV Rosenheim zwei Workshops an, bei denen Interessierte selbst Futter für Wildvögel herstellen können.

Termine und Inhalte:
  • Samstag., 10.01.2026, 14:00–16:00 Uhr
  • Samstag., 17.01.2026, 14:00–16:00 Uhr

Workshop: Fettfutter für Wildvögel selbst herstellen
Leitung: Christina Cebulla, LBV Rosenheim

Der Workshop richtet sich an Vogelfreunde und Familien mit Kindern ab etwa fünf Jahren. Teilnehmende mischen ein nahrhaftes Fettfutter und befüllen damit halbe Orangenschalen, Kokosnüsse, Dosen, Tassen, Blumentöpfe oder Silikonförmchen. Auch Meisenknödel werden hergestellt. Anschließend werden Aufhänger oder Sitzstangen angebracht, sodass die Futterstellen direkt mit nach Hause genommen und aufgehängt werden können.

Hinweise zu den beiden Workshops:
  • Füllmaterial wird bereitgestellt. Wer mag, kann eigene Orangen-, Grapefruit- oder Kokosnusshälften sowie Kiefernzapfen mitbringen.
  • Der Workshop findet draußen statt und nur bei trockenem Wetter. Ein Ausweichtermin wird an einem späteren Samstag angeboten.

Anmeldung: christina.cebulla@lbv.de
Treffpunkt: Stadtgebiet Rosenheim, genauer Ort wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Quelle: ( Pressemitteilung LBV Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ein Jahr im Zeichen des Rebhuhns: Vogel des Jahres 2026

Ein Jahr im Zeichen des Rebhuhns: Vogel des Jahres 2026

Hilpoltstein / Bayern – Mit dem Beginn des neuen Jahres startet auch die Amtszeit des Rebhuhns als Vogel des Jahres 2026. Gewählt wurde es im Herbst unter dem Motto „Für Felder voller Leben“ und löst damit den Hausrotschwanz ab. Nach Angaben der LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson lassen sich die scheuen Hühnervögel in manchen Regionen Bayerns jetzt in kleinen Gruppen von bis zu 25 Tieren, sogenannten Ketten, auf Nahrungssuche in der winterlichen Landschaft beobachten. Besonders auf Brachflächen, auf denen verblühte Pflanzen über den Winter stehen bleiben, finden sie Nahrung und Deckung.

„Das gemeinsame Überwintern birgt viele Vorteile: In großen Gruppen sind die Tiere sicherer vor Fressfeinden wie Füchsen, außerdem können sie gemeinsam auf Nahrungssuche gehen“, erklärt Nelson. Junge Rebhühner schließen sich im Winter oft ihren Eltern an. Vor allem Samen von Wildkräutern und Gräsern suchen sie unter dem Schnee, zusätzlich finden sie übrig gebliebene Getreidekörner auf abgeernteten Feldern. Niedrige Hecken, einzelne Sträucher sowie nicht gemähte Säume und Böschungen bieten Schutz.

Rebhuhn beobachten

Rebhühner bleiben Standvögel und überwintern im Brutgebiet. Sie sind rundlich, bräunlich gefärbt, etwa halb so groß wie ein Haushuhn, mit kurzem Schwanz und kurzen Beinen. Meist schreiten sie über das Feld; bei Störung fliegen sie dicht über den Boden zur nächsten Deckung und rufen ihr namensgebendes „repreprep“. Nelson rät: „Wer das Rebhuhn beobachten möchte, sollte sich ruhig verhalten. Hunde anleinen, auf den Wegen bleiben und Rücksicht auf Rebhühner und andere Feldbewohner nehmen.“

Kartierung und Bestandsmonitoring

Wissen über Vorkommen und Bestände ist zentral für den Schutz des Rebhuhns. Deshalb beteiligt sich der LBV als Partner des Dachverbands Deutscher Avifaunisten an der Kartierung im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB). Die nächste Erfassungsperiode läuft von Mitte Februar bis Mitte März, wenn die Balz beginnt. Die Kartierung eignet sich auch für Neueinsteiger, da sie sich auf eine Art konzentriert und nur wenig Zeit erfordert. Interessierte können sich unter rebhuhn@lbv.de
melden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Hilpoltstein / Bayern – Vom 9. bis 11. Januar 2026 findet zum 21. Mal in Bayern die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und sein bundesweiter Partner NABU rufen Naturfreunde und Naturfreundinnen dazu auf, eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen bekannte und häufig vorkommende Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen, aber auch Wintergäste, die aus kälteren Regionen in Bayern überwintern. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Durch die zahlreichen Meldungen können wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände gewonnen werden.

2025 beteiligten sich in Bayern fast 25.700 Naturbegeisterte und zählten mehr als 600.000 Vögel. Die Ergebnisse liefern wertvolle Informationen für den Schutz der Artenvielfalt.

Schulstunde der Wintervögel

Im Anschluss findet vom 12. bis 16. Januar 2026 die „Schulstunde der Wintervögel“ statt. Der verlängerte Zeitraum ermöglicht es Schulen, die Aktion im Unterricht durchzuführen. Praktische Klassenpakete können über naturschwaermer.lbv.de/themen/vögel/schulstunde-der-wintervögel
bestellt werden. Der Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel 2026“ ist der 19. Januar 2026. Weitere Informationen zur Aktion: www.stunde-der-wintervoegel.de
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Silvesterfeuerwerk und Wildtiere: LBV fordert Rücksicht

Bayern – Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) warnt vor den Auswirkungen von Silvesterfeuerwerken auf Wildtiere. Nach Ansicht des LBV reagieren besonders Vögel auf Böller und Raketen mit Flucht, was Energie kostet und Gefahren bergen kann. Der Verband empfiehlt daher den Einsatz von leisen Kleinstfeuerwerken oder zentral organisierten Stadt-Feuerwerken.

„Bei Wildtieren löst der heftige unerwartete Lärm einen Fluchtreflex aus. Sie brauchen dann sehr lange, um wieder zur Ruhe zu kommen. Die nächtliche Unruhe kostet sie wertvolle Energie, die sie gerade in langen, kalten Winternächten zum Überleben brauchen“, erklärt LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Vögel fliegen ihren Worten nach bei Feuerwerken oft in große Höhen, landen erst zögerlich wieder und können gegen Hindernisse prallen. Auch Wasservögel reagieren noch in vier bis sieben Kilometern Entfernung. Nelson empfiehlt deshalb Abstände von mindestens zwei Kilometern zu Schutzgebieten und mindestens vier Kilometern zu Kranich- und Gänseschlafplätzen. Auch andere Tiere wie Eichhörnchen, Biber oder Rehe seien durch den Lärm stark gestresst.

Feuerwerke in Nähe von Fledermausquartieren verboten

Neben Lärm und Licht weist der LBV auf die Luftverschmutzung durch Feinstaub und Schwermetalle hin. „Für Vögel ist Feinstaub schädlich, weil sich dieser im Gefieder festsetzt, die isolierende Funktion der Federn beeinträchtigt und die Tiere beim Putzen den Staub zudem aufnehmen“, so Nelson. In der Nähe von Fledermausquartieren sei das Zünden von Feuerwerk zudem gesetzlich verboten, ebenso in waldnahen Gebieten aufgrund der Brandgefahr.
Der LBV betont, dass auf Silvesterfeuerwerk nicht vollständig verzichtet werden müsse. Nelson empfiehlt zentrale Feuerwerke durch Städte und Gemeinden, um Störungen zu bündeln und Wildtieren Ausweichmöglichkeiten zu bieten: „Für diese Rücksichtnahme bedanken sich die Vögel im neuen Jahr mit fröhlichem Gezwitscher.“
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: re)

Milder Dezember beeinflusst Bayern Tier- und Pflanzenwelt

Milder Dezember beeinflusst Bayern Tier- und Pflanzenwelt

Bayern – In vielen Regionen Bayerns liegen die Temperaturen derzeit tagsüber bei bis zu 10 Grad und fallen nachts häufig nicht unter den Gefrierpunkt. Nach Angaben des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wirkt sich diese Witterung auf Tiere und Pflanzen aus: Mancherorts zeigen sich erste Knospen und Frühblüher, und auch Vogelaktivität ist zu beobachten.

„Der Jahreszyklus der Tiere orientiert sich stark an der Tageslänge, aber auch Temperaturschwankungen beeinflussen das Verhalten. So kann es passieren, dass mancherorts Igel, Feldhamster und Fledermäuse aus dem Winterschlaf erwachen oder Eichhörnchen ihre Winterruhe unterbrechen“, sagt die LBV-Biologin Christiane Geidel.

Winterschläfer könnten wieder aktiv werden

Im November wurden in vielen Teilen Bayerns frostige Temperaturen gemessen. Laut LBV hatten zahlreiche Säugetiere wie Igel, Siebenschläfer und Feldhamster bereits ihren Winterschlaf begonnen, während beispielsweise Eichhörnchen und Dachs in Winterruhe waren. Nach Angaben des Verbands kann der aktuelle Temperaturanstieg dazu führen, dass Tiere wieder aktiv werden. Dabei verbrauchen sie Energie, obwohl nur eingeschränkt Nahrung zur Verfügung steht. Setzt im weiteren Verlauf erneut Frost ein, kann dies für geschwächte Tiere problematisch sein.
Auch Fledermäuse, die den Winter in Höhlen verbringen, können laut LBV bei Temperaturen ab etwa fünf Grad Celsius kurzzeitig ausfliegen. Dies sei grundsätzlich möglich, häufiger auftretende Aktivität könne jedoch zu erhöhtem Energieverbrauch führen. „Der Winterschlaf ist eine wichtige Ruhephase für viele Tiere. Die Entwicklung der kommenden Jahre wird zeigen, wie sich solche Störungen auf Lebensdauer und Fortpflanzungserfolg auswirken“, so Geidel. Bei gefundenen erschöpften Tieren empfiehlt der LBV, sie vorsichtig in einen gut belüfteten Karton zu setzen und die Fledermaus-Koordinationsstelle zu kontaktieren.

Nach Angaben des LBV können bei milden Temperaturen auch Amphibien vorübergehend aktiv werden und sich Laichgewässern nähern. Bei sinkenden Temperaturen ziehen sie sich wieder in geschützte Bereiche zurück. Ihr Verhalten werde neben der Temperatur auch von Tageslänge und hormonellen Signalen beeinflusst. Vereinzelt könne es dennoch zu Risiken kommen, etwa beim Queren von Straßen, da Schutzzäune im Dezember üblicherweise noch nicht aufgebaut sind.

Auch für Vögel beschreibt der LBV Auswirkungen. Einige Arten bleiben demnach zunehmend im Brutgebiet, statt in südliche Überwinterungsräume zu ziehen. Dazu zählen unter anderem Weißstorch, Rotmilan sowie verschiedene Singvögel wie Buchfink, Star und Mönchsgrasmücke. Um entsprechende Entwicklungen zu erfassen, sammelt der Verband Daten bei der Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar und im „Bayerischen Wintervogelatlas“.

„Strenge Winter räumen in den Populationen auf“

Der LBV weist zudem darauf hin, dass manche Arten – beispielsweise der Eisvogel – in milden Wintern bessere Bedingungen bei der Nahrungssuche vorfinden, da Gewässer weniger zufrieren. Gleichzeitig betont der Verband, dass strengere Winter ebenfalls eine Rolle im natürlichen Geschehen spielen. „In zu warmen Wintern überleben auch die Tiere, die eigentlich zu schwach, krank oder alt sind. Strenge Winter räumen – so hart es klingt – in den Populationen auf und machen diese insgesamt widerstandsfähiger“, sagt Geidel.

Schmetterlinge im Winter? LBV startet Aufruf zu Meldungen in ganz Bayern

Schmetterlinge im Winter? LBV startet Aufruf zu Meldungen in ganz Bayern

Bayern / Rosenheim – Milde Dezembertage könnten in Bayern zu Schmetterlingssichtungen führen. Der LBV warnt, dass warme Winter die Lebenszyklen von Wanderfaltern verändern – und ruft Bürger auf, jede Beobachtung zu melden. Besonders wichtig sind Hinweise zu überwinternden Admiralen und Taubenschwänzchen.

Während viele Menschen in Bayern auf eine weiße Weihnacht hoffen, sorgen milde Temperaturen im Dezember für eine überraschende Entwicklung: Schmetterlinge könnten mitten im Winter aktiv werden. Laut Prognosen steigen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich – ideale Bedingungen, um überwinternde Falter aus ihren Quartieren zu locken.
„An besonders warmen Wintertagen können unter Umständen Schmetterlingsarten wie das Taubenschwänzchen oder der Admiral beim Fliegen beobachtet werden“, erklärt Simon Habermann, Schmetterlings-Experte des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). Beide Arten gelten eigentlich als Wanderfalter, die im Mittelmeerraum überwintern. Doch mit den zunehmend milderen Wintern finden sie immer häufiger geeignete Winterquartiere in Bayern.

LBV sammelt Hinweise – jede Meldung zählt

Beobachtungen von aktiven oder überwinternden Schmetterlingen sind für die Naturschützer besonders wertvoll. „Meldungen über Admirale und Taubenschwänzchen im Winter sind für uns direkt Hinweise auf die Überwinterung dieser Wanderfalter“, betont Habermann.

Der LBV bittet daher um Meldungen über:

  • fliegende Admirale und Taubenschwänzchen an warmen Wintertagen
  • Falter, die in Garagen, Schuppen oder Dachböden entdeckt werden
  • Sichtungen anderer Schmetterlingsarten im Winter

Beobachtungen können unter www.lbv.de/falter-im-fokus gemeldet werden.

Hinweise auf verändertes Verhalten durch den Klimawandel

Bereits im März und April 2025 erhielt der LBV zahlreiche Meldungen von Taubenschwänzchen – deutlich früher als sonst. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass die Art zunehmend erfolgreich in Bayern überwintert. Auch beim Admiral zeigt sich laut Habermann „ein ähnliches Bild“.
Der LBV hofft nun auf weitere Daten aus den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar. „Meldungen über Flugaktivität an sonnigen Wintertagen liefern wichtige Hinweise zu den Überwinterungsorten in Bayern“, erklärt der Experte.

„Falter im Fokus“: Tausende Meldungen seit 2024

Seit dem Start des Projekts „Falter im Fokus“ im März 2024 wurden bereits über 12.100 Falter von mehr als 4.200 Menschen gemeldet. Trotz eines regenreichen Spätsommers 2025 – der zu weniger Sichtungen führte – zeigen die gesammelten Daten deutlich, wie sensibel Wanderfalter auf Wetterveränderungen reagieren.
„Gleichzeitig zeigen die Daten eindrucksvoll, wie stark veränderte Witterungsbedingungen die Lebenszyklen einzelner Arten beeinflussen können“, resümiert Habermann. Die Daten werden an „Schmetterlinge in Bayern“ der ABE weitergegeben und dort wissenschaftlich ausgewertet.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)