Auf Parkplatz in Rimsting randaliert und Autos beschädigt

Auf Parkplatz in Rimsting randaliert und Autos beschädigt

Rimsting / Landkreis Rosenheim – Am Montag, 14. Juli,  gegen 00:35 Uhr ging bei der Polizeiinspektion Prien die telefonisch Mitteilung ein, dass auf dem öffentlichen Parkplatz des Strandbades in Rimsting (Landkreis Rosenheim)  eine oder mehrere Personen randalieren.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Der Mitteiler konnte noch einen Täter in Richtung Tennisclub flüchten sehen. Da die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Prien noch anderweitig gebunden war, wurden die ersten Ermittlungen vor Ort von einer Streifenbesatzung der PI Rosenheim übernommen. Dabei konnten auf dem Parkplatz zwei massiv beschädigte Fahrzeuge festgestellt werden. Zeugen, welche die Tat selbst oder verdächtige Personen beobachtet haben oder sonst sachdienliche Hinweise machen können, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Prien unter der Telefon 08051/9057-0 in Verbindung zu setzen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien /  Beitragsbild: Symbolfoto re)

Halfing: Auto landet nach Verkehrsunfall auf Bahngleisen

Halfing: Auto landet nach Verkehrsunfall auf Bahngleisen

Halfing / Landkreis Rosenheim – Ein Auto landete nach einem Verkehrsunfall in Halfing (Landkreis Rosenheim) am Mittwochvormittag (16.7.2025) auf den Bahngleisen. Eine 65-jährige wurde leicht verletzt. Sachschaden insgesamt: rund 28.000 Euro.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Mittwochvormittag, 16.07.25, gegen 09:40 Uhr, fuhr ein Kleintransporter auf der Staatsstraße 2092 vom Ortsteil Grafing in Richtung Halfing. Der 37-Fahrer bremste ab, um den Bahnübergang einer Lokalbahn zu überqueren. Dies bemerkte eine 65-jährige Pkw-Fahrerin zu spät, die sich hinter dem Kleintransporter befand. Es kam zum Zusammenstoße der beiden Fahrzeuge, wobei der Pkw auf den angrenzenden Bahngleisen und der Kleintransporter am Rand der linken Fahrbahnseite zum Stillstand kamen. Dabei haben die Frontairbags des Pkws ausgelöst.
Die Pkw-Fahrerin erlitt Verletzungen im Brustbereich und wurde zur ärztlichen Behandlung durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht. An den beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in geschätzter Höhe von rund 28.000 Euro. Die Lokalbahn war zum Unfallzeitpunkt nicht in Betrieb, so dass keine akute Gefährdung für den Bahnverkehr bestand.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Familienführung in Prien „See-Insel-Königs G´schicht´n“

Familienführung in Prien „See-Insel-Königs G´schicht´n“

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Freitag, 25. Juli wird die Führung „See-Insel-Königs G´schicht´n“ speziell für Familien mit Kindern angeboten. Dabei können die Mädchen und Buben die Namen der Dampfer der Chiemsee-Schifffahrt lesen und erfahren anschließend von der Ortsführerin Helga Schömmer, warum die großen Schiffe so heißen.

Mit etwas Glück schauen die Kinder und ihre Begleitpersonen in der Werft der Ludwig Feßler KG rein und steigen kurz in die Lok der Chiemsee-Bahn ein. Außerdem werden natürlich auch Geschichten über den „Kini“ erzählt. Treffpunkt zu der einstündigen Familienführung „See-Insel-Königs G´schicht´n“ ist um 10.30 Uhr am Gleisende der Chiemsee-Bahn in Prien/Stock Hafen. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich. Erwachsene bezahlen jeweils 7 Euro, mit Gästekarte/Einheimische 6 Euro und Kinder (6 bis 15 Jahre) 3 Euro. Weiterer Termin ist am Freitag, 22. August.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Falls die „Bockerl-Bahn“ gerade nicht zwischen Ortskern und Hafen unterwegs ist, können die Teilnehmer der Familienführung „See-Insel-Königs G´schicht´n“ am Gleisende der Chiemsee-Bahn in die Lok einsteigen. Copyright Markt Prien a. Chiemsee – Tanja Ghirardini)

Prien radelt Rekordbeteiligung beim Stadtradeln

Prien radelt Rekordbeteiligung beim Stadtradeln

Prien / Landkreis Rosenheim – Ein Tag im Zeichen des Fahrrads in Prien am Chiemsee: Erst wurden am Vormittag die Sieger des „Priener Stadtradelns“ geehrt. Danach folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema“ Fahrradstraßen – eine Chance für Prien!“:

Das Priener Stadtradeln“ endete in diesem Jahr mit einer starken Beteiligung und beeindruckenden Zahlen endete: Über 72.000 Kilometer wurden von 27 aktiven Teams erradelt – ein neuer Rekord, mit einem Plus von 48.792 Kilometer im Vergleich zum Vorjahr. Die drei erfolgreichsten Teams wurden auf dem Marktplatz von Priens Ersten Bürgermeister Andreas Friedrich mit Geldpreisen ausgezeichnet. Die Teilnehmenden des RFV 1893 e.V. schafften es mit herausragenden 620 Kilometer pro Kopf, insgesamt 14.871 Kilometer, an die Spitze. Der zweite Platz geht in diesem Jahr mit 379 Kilometer pro Kopf, insgesamt 785 Kilometer, an das „Team Leonie“. Der TUS Prien belegt den dritten Platz und legte mit 355 Kilometer pro Radfahrenden 2.487 Kilometer zurück. „Das Stadtradeln ist eine gute Initiative, die zeigt, wie viele Menschen Spaß am Radfahren haben – und wie viel Potenzial im Alltag eigentlich vorhanden ist”, freut sich Friedrich über die Rekordbeteiligung der Prienerinnen und Priener.

Erste Impulse für eine fahrradfreundlichere Zukunft

Im Anschluss an das Radkriterium „Rund um den Priener Marktplatz“ des Radfahrvereins Prien e.V. lud nachmittags die Podiumsdiskussion „Fahrradstraßen – eine Chance für Prien?“ zum Austausch. Fahrradbeauftragter August Pflugfelder zog mit dieser Plattform den Bogen von der als Wettbewerb konzipierten Aktion „Stadtradeln“ zu einer langfristigen Radverkehrsentwicklung in der Kommune: “Damit dieser Schwung aber nicht nach dem Wettbewerb verpufft, brauchen wir in Prien eine noch bessere Infrastruktur, die das Radfahren auch im Alltag sicherer und attraktiver macht.“ Unter der Moderation von Anna Karina Schlemer diskutierten Priens Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, sein Kolbermoorer Amtskollege Peter Kloo sowie die beiden Fahrradbeauftragten der Gemeinde Prien, Max Kölbl und August Pflugfelder. Mehrere Dutzend Bürgerinnen und Bürger verfolgten interessiert das Symposium und stellten zahlreiche Fragen und Anmerkungen.

Podiumsdiskussion „Fahrradstraßen – eine Chance für Prien?“: (von links): Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, sein Kolbermoorer Amtskollege Peter Kloo sowie die beiden Fahrradbeauftragten der Gemeinde Prien, August Pflugfelder und Max Kölbl, diskutieren unter der Moderation von Anna Karina Schlemer (im Bild links außen) mit zahlreichen Bürgerinnen Bürger zum Thema. Foto: Copyright Anita Berger

Podiumsdiskussion „Fahrradstraßen – eine Chance für Prien?“: (von links): Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, sein Kolbermoorer Amtskollege Peter Kloo sowie die beiden Fahrradbeauftragten der Gemeinde Prien, August Pflugfelder und Max Kölbl, diskutieren unter der Moderation von Anna Karina Schlemer (im Bild links außen) mit zahlreichen Bürgerinnen Bürger zum Thema. Fotos: Copyright Anita Berger

Was ist eine Fahrradstraße – und warum ist sie gerade für Prien interessant?

Fahrradstraßen sind Straßen, auf denen der Radverkehr Vorrang hat. Autos dürfen diese Straße auch benutzen, wenn dies mit extra Schildern freigegeben ist, müssen sich aber unterordnen und das Parken muss in diesem Bereich neu bewertet werden. Es gilt Tempo 30. Die Nachbargemeinde Kolbermoor hat bereits Erfahrungen mit Fahrradstraßen gesammelt. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage: Wäre das auch ein Modell für Prien, wo wenig Platz für klassische Radwege ist?

Beispiel sorgt für Gesprächsstoff

Der Bürgermeister von Kolbermoor, Peter Kloo berichtete anschaulich von den Erfahrungen in Kolbermoor, wo ein erstes 800 Meter langes Teilstück bereits 2023 realisiert wurde. Die ersten Rückmeldungen seien sehr positiv: mehr Platz für Fußgänger, weniger parkende Autos und ein entspannteres Miteinander im Straßenverkehr. “Der größte Gewinn ist der, dass eine Fläche, auf der bisher Autos geparkt wurden, zu einem lebenswerten Ort für alle geworden ist, nicht nur für Radler, sondern auch für Fußgänger, Kinder und Familien”, so der Bürgermeister von Kolbermoor. Allerdings seien auch die Herausforderungen nicht zu unterschätzen: Anwohner mussten davon überzeugt werden, dass sie zukünftig ihre Autos nicht mehr in der Straße parken dürfen, und baulich sei nicht jede Straße geeignet – mindestens vier Meter Breite für die Fahrbahn und ein zusätzlich getrennter Gehweg sind nötig.

Offener Dialog mit engagierten Bürgern

Zahlreiche interessierte Prienerinnen und Priener beteiligten sich lebhaft an der Diskussion – mit vielen konkreten Fragen zur Eignung einzelner Straßenabschnitte, zur Alltagstauglichkeit einer Fahrradstraße und zur langfristigen Verkehrsplanung in Prien. Bürgermeister Andreas Friedrich zeigte sich offen für neue Ideen, genauso wie für Kritik und Rückfragen und betonte: „Wir haben in den letzten Jahren schon viel für den Radverkehr gemacht, wie beispielsweise den Bau von kombinierten Geh- und Radwegen im Bereich Osternach oder Westernach aber unsere Pläne für eine Umfahrung des Zentrums dauern einfach länger, als viele sich das wünschen. Dieser Dialog ist mir wichtig, um Transparenz zu schaffen und bei den Bürgern ein besseres Verständnis für die komplexen Prozesse in der Verkehrsplanung zu ermöglichen.“ Auch Fahrradbeauftragter Kölbl unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Mit dieser Diskussion konnten wir nicht nur einen ersten Impuls für das Thema Fahrradstraße setzen, sondern auch das Bewusstsein dafür stärken, wie wichtig eine zukunftsfähige und ausgewogene Verkehrsplanung im Dialog mit den Prienern ist.“ Peter Kloo brachte eine zentrale Erkenntnis aus Kolbermoor abschließend auf den Punkt: „Veränderung geht nur gemeinsam mit den Bürgern. Nur wenn wir es schaffen, die Menschen für neue Ideen zu gewinnen, kann ein echter Wandel im Ort entstehen. Denn der beginnt zuallererst in den Köpfen.”

Ausblick: Fortsetzung im Herbst – Ideen willkommen

Die Gemeinde Prien plant eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe im Herbst. Bis dahin sind alle Bürger herzlich eingeladen, eigene Vorschläge, Ideen oder Hinweise zur konkreten Gefahrensituationen in Prien einzureichen – per E-Mail an: fahrradbeauftragte-prien@web.de
(Quelle: Artikel: Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Anita Berger)

Bildunterschrift: Prämierung Stadtradeln 2025: (von links) Die beiden Fahrradbeauftragten der Marktgemeinde Prien, Maximilian Kölbl und August Pflugfelder gratulieren den Stellvertretern der erfolgreichsten Priener Radel-Teams. Der Erste Vorstand des RFVs 1893 Prien e.V. Winfried Kober, Martina Sänger-Seiffer und Marcus Seiffer vom „Team Leonie“ sowie die Teilnehmerin vom TuS Verein Prien Josefine Hobmaier nehmen ihre symbolischen Schecks von dem Ersten Bürgermeister Andreas Friedrich und der Mitarbeiterin der Marktgemeinde Prien Martina Lehmann entgegen.

Bildrechte: Anita Berger

Bildunterschrift: Podiumsdiskussion „Fahrradstraßen – eine Chance für Prien?“: (von links): Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, sein Kolbermoorer Amtskollege Peter Kloo sowie die beiden Fahrradbeauftragten der Gemeinde Prien, August Pflugfelder und Max Kölbl, diskutieren unter der Moderation von Anna Karina Schlemer (im Bild links außen) mit zahlreichen Bürgerinnen Bürger zum Thema.

Bildrechte: Markt Prien a. Chiemse

Führungsangebot im Sommer: Prien und Umgebung entdecken

Führungsangebot im Sommer: Prien und Umgebung entdecken

Prien / Landkreis Rosenheim – Ob in der Gruppe oder allein, als Einheimischer oder Gast, in den Sommermonaten geht es in Prien am Chiemsee und Umgebung bei einem abwechslungsreichen Führungsprogramm auf Entdeckungstour.

So hat man beispielsweise immer montags bis einschließlich 29. September die Gelegenheit, sich mit unternehmungslustigen Ortsführern zu den besonderen „Fleckerln“ der Marktgemeinde zu begeben und einen Ort voller Geschichten zu entdecken.

Erlebnisse für Groß und Klein

Wer erfahren will, warum das Bayerische Meer stetig kleiner wird und welchen geheimen Weg der König genommen hat um auf seine Insel zu kommen, hat immer freitags bis einschließlich 26. September, bei den „See-Insel-Königs G´schicht´n“ Gelegenheit dazu. An den Freitagen, 25. Juli und 22. August wird diese Führung speziell für Familien mit Kindern angeboten. Dabei dürfen sich die jungen Teilnehmer auf Überraschungen freuen.

Waldbaden am Bayerischen Meer

In Prien am Chiemsee befindet sich am Rande des Aussichtsplateaus Herrnberg ein 100-jähriger Baumriesenwald. Hier begeben sich die Teilnehmer gemeinsam mit der zertifizierten Kursleiterin für „Waldbaden – Shinrin Yoku“ Andrea Stephan auf einen zweieinhalbstündigen bewussten Aufenthalt in den Wald. Das beruhigende Eintauchen ins Unterholz wird begleitet von entspannenden Körper-, Atem- und Achtsamkeitsübungen. Termine sind samstags 19. Juli, 20. September und 18. Oktober sowie Sonntag, 24. August.

Eintauchen in die Welt der Fledermäuse auf der Schlossinsel

Mopsfledermaus, Kleine Hufeisennase, Fransen- oder Rauhhautfledermaus: das sind vier der rund zwanzig Fledermausarten, die noch durch Bayern flattern. Jeden Dienstag, von 29. Juli bis 19. August, besichtigt man die Fledermausausstellung im Neuen Schloss und geht anschließend gemeinsam mit dem Fledermausexperten Jakob Nein zu den Jagdrevieren, Fledermauswohnungen und -autobahnen auf Herrenchiemsee.

Den Chiemsee erforschen und entdecken

Immer donnerstags, von 31. Juli bis 4. September, kann man bei der abenteuerlichen Bootsführung „Mit dem Ruderboot ans Ende des Sees“ mit Holzstangen durch das seichte Wasser des Chiemsees „stakeln“. Ausgerüstet mit Sichtkästen, werden dabei gemeinsam mit einem Naturführer Muscheln, Schnecken und Wasserinsekten entnommen sowie „blubbernde“ Methangasblasen entzündet.

Drittgrößter See Deutschlands – Schutz für einzigartigen Naturraum

Die ökologische Bedeutung des Chiemsees sowie die Notwendigkeit einer umfassenden Bildung für Natur und Umwelt rücken immer mehr in den Mittelpunkt. Mit ausgebildeten Naturführern und Biologen geht es bis Anfang Oktober 2025 jeden Freitag und Samstag auf eine dreistündige Erlebnisbootsfahrt an das Delta der Tiroler Achen, das besterhaltene Binnendelta Mitteleuropas.

Anmeldungen und weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 6905-0 oder info@tourismus.prien.de sowie unter tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Der Priener Heinz-Jürgen Pohl engagiert sich bereits seit über 20 Jahren ehrenamtlich für den Schutz der Region. Gemeinsam mit weiteren Naturführern macht er den Teilnehmern der Erlebnisbootsfahrten die Natur am Chiemsee auf anschauliche Art und Weise begreiflich. Copyright Claus Linke)

Chiemsee -Kasperltheater: „Ober-Kasperl“ Stephan Mikat erholt sich von Pechsträhne

Chiemsee -Kasperltheater: „Ober-Kasperl“ Stephan Mikat erholt sich von Pechsträhne

Prien / Landkreis Rosenheim – Stephan Mikat vom Chiemsee-Kasperltheater (Landkreis Rosenheim) hat eine Pechsträhne hinter sich. Zuerst vergaß er zwischen zwei Auftritten auf einem Parkplatz seinen Koffer mit den Kasperlfiguren und dann stolperte er auch noch über einen Teppich und riss sich eine Achillessehne. Aber jetzt geht es zum Glück wieder bergauf.

Diesen Schockmoment wird Handpuppenspieler Stephan Mikat wohl noch lange nicht vergessen. Mit Transporter und Bühnenanhänger war er vor gut einer Woche auf dem Weg zu einer Open-Air-Vorstellung im Hoftheater München. Mittags sollte es dann weiter nach Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) gehen, wo am späten Nachmittag eine Vorführung im Pfarrheim Schloßberg auf dem Programm stand.
Beim Aufbau in München fiel Mikat auf, dass sein Koffer mit dem Kasperl-Puppen nicht da war. Es folgte eine hektische Suche sowohl im Bühnenanhänger als auch im Transporter – ohne Erfolg. Der Koffer samt Puppen, Requisiten und allen Texten blieb verschwunden.
„In meinem Gehirn ratterte alles gleichzeitig durch. Ich rief ich alle Veranstalter an, bei denen ich am Vortag war und eine Kollegin, in der Hoffnung, dass ich mir vielleicht Puppen ausleihen könnte. Damit macht man sich um 9 Uhr morgens am Sonntag natürlich Freunde“, schmunzelt Stephan Mikat.

Die Rettung kam in Form von Mikats allererstem Stoff-Kasperl. „Der ist genau für so einen Fall immer mit an Bord, frei nach dem Motto: Hauptsache der Kasperl ist dabei“, so der Puppenspieler.  Außerdem lagen in seinem Transporter auch noch ein Teufel- Handpuppe herum, die bisher noch nie zum Einsatz kam, weil Mikat bisher der Meinung war, dass diese Figur vielleicht für die Kinder zu bedrohlich wirkt und ein Sepperl, der ebenfalls bisher kaum auf seiner Bühne zu sehen war, weil seine Tochter Denise immer lieber mit dem Hasen Mucki als Freund des Kasperls spielt.

Spontan „Ersatz-Ensemble“ zusammengestellt

Stephan Mikat überlegte nicht lange, sondern stellte aus diesen drei Akteuren spontan ein Ersatz-Ensemble zusammen. Der Auftritt in München war gerettet: „Es machte sogar richtig Spaß, einfach mal nur drauflos zu spielen und mit den Kindern zu interagieren. Dazu noch ein paar Seifenblasen und der künstliche Schneesturm und alle waren zu frieden“, freut sich Mikat. Und das Beste: Während der Vorstellung bekam er dann auch noch die erlösende Nachricht, dass seine Puppen gefunden und bereits unterwegs nach München waren. Die „Kofferübergabe“ fand an der Autobahn bei Weyarn statt und am Nachmittag beim Auftritt am Schloßberg lief dann alles wie geplant.

Kaum war dieses „Abenteuer“ überstanden, hatte das Schicksal für Stephan Mikat aber schon die nächste „Überraschung“ parat: Nur wenige Tage später stolperte er über einen Teppich und riss sich eine Achillessehne. Eine OP wurde fällig.
Doch nun ist der „Ober-Kasperl“ wieder auf dem Weg zur Besserung und startet nach einer kleinen gesundheitlichen Pause wieder voll durch. Am 19. Juli steht ein Auftritt in Großkarolinenprogramm auf dem Programm und am 20. Juli in Westerndorf St. Peter. Auch die ausgefallenen Termine versucht Stephan Mikat nachzuholen.  Das gesamte Programm findet Ihr auf der Homepage des Chiemsee-Kasperltheaters.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Stephan Mikat)