Rosenheim und seine Rosen

Rosenheim und seine Rosen

Rosenheim – Ob die Stadt Rosenheim ihren wohlklingenden Namen der Königin der Blumen verdankt, ist nach wie vor umstritten. Aber dennoch spielt die Rose in der Stadt eine wichtige Rolle. Sie ziert nicht nur das Wappen sondern sorgt vielerorts für Farbenpracht – insbesondere im Riedergarten. Dort hat Innpuls.me Stadtgartenmeister Markus Sterzl bei der Rosenpflege über die Schulter geschaut. 🌹🌹🌹

Rosen Rosenheim. August 2024. Foto: Innpuls.me

Stadtgartenmeister Markus Sterzl bei der Rosenpflege im Rosenheimer Riedergarten. Fotos: Innpuls.me

Seit den ersten Anfängen der Rosenzüchtungen im 18. Jahrhundert bis heute sind weltweit über 30.000 verschiedene Rosensorten entstanden. Wer bei einem Bummel durch den Rosenheimer Riedergarten seinen Fokus auf die Königin der Blumen lenkt, findet über 1000 Exemplare, darunter verschiedenste Edelrosen, Bodendecker-Rosen, Strauchrosen, Beetrosen und Kletterrosen. Eine der vielen Rosen im Rosenheimer Riedergarten trägt sogar den Namen Rosenheim – um genau zu sein heißt sie „Out of Rosenheim“ und wurde speziell für die Rosenheimer Landesgartenschau im Jahr 2010 gezüchtet. Die Beetrose zeichnet sich durch ihre flammend-roten Blüten und große Widerstandsfähigkeit aus.

Rosen Rosenheim. August 2024. Foto: Innpuls.me

Die Königin der Blumen findet man im Rosenheimer Riedergarten in den unterschiedlichsten Farben und Formen. 

Viele gedeihen über viele Jahre hinweg prächtig, andere bekommen irgendwann Probleme und müssen ausgetauscht werden. Dieses Schicksal ereilt wohl in Kürze eine der Kletterrosen. „Der Baumbestand um sie herum ist in den vergangenen Jahren gewachsen und spendet damit nun sehr viel Schatten. Rosen sind aber sonnenhungrig und darum fühlt sich diese Kletterrose nun an diesem Platz nicht mehr wohl“, Stadtgartenmeister Markus Sterzl.

Rosen Rosenheim. August 2024. Foto: Innpuls.me

Zu viel Schatten mittlerweile – darum gefällt es dieser Rose im Riedergarten nicht mehr ganz so gut. 

An sich ist die Königin der Blumen aber keine Diva. Sie hält so einiges aus, wenn man ihre Vorlieben beachtet. Neben Sonne freut sie sich über einen ständigen Luftzug und einen humosen, nährstoffreichen, durchlässigen Boden.. Hitzestau,  stehende Luft oder stauende Nässe dagegen, mag sie gar nicht. Da kommt es dann gerne mal zu Mehltau oder Spinnmilben.

Beim Kauf einer Rose auf das Prüfsiegel ADR achten

Auch die Rosen im Riedergarten sind davor nicht immer gefeit. Zu chemischen Mitteln greift Markus Sterzl aber so gut wie nie. Sein Tipp für den oftmals bei Rosen auftretenden Sternrußtau, der sich als schwarze Flecken auf den Blättern zeigt: Ackerschachtelham-Sud  im Frühjahr und Sommer auf die Blätter sprühen. Blattläuse kann man mit Florfliegen bekämpfen und manchmal, so der Experte, muss man auch einfach nur Geduld haben und darauf vertrauen, dass sich die Pflanzen selbst zu helfen wissen.

Rosen Rosenheim. August 2024. Foto: Innpuls.me - mit Stadtgätner

Beim Kauf neuer Rosen achtet der Experte auf das ADR-Siegel.

Wenn Markus Sterzl neue Rosen kauft, achtet er auf das Gütesiegel ADR ( Allgemeine Deutsche Rosenprüfung): „Seit den 1950er Jahren werden damit Rosen ausgezeichnet, die besonders robust, gesund und blühfreudig sind“.
Wer sich mit Rosen einmal näher beschäftigt merkt schnell, das ist eine ganz eigene Welt für sich. Das weiß auch Stadtgartenmeister Markus Sterzl: „Wenn man wollte, könnte man sich ein Leben lang nur mit Rosen beschäftigen.“

(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

139 Aussteller bei den Traunsteiner Rosentagen

139 Aussteller bei den Traunsteiner Rosentagen

Traunstein –  Vom Freitag, 14. Juni bis Sonntag, 16. Juni finden in den beiden Parks in Stadtzentrum von Traunstein wieder die Rosentage statt. Auf die Besucher warten neben unterschiedlichsten Rosensorten auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. 

Die Traunsteiner Rosentage finden heuer zum 12, Mal statt. Wie in den Vorjahren werden wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet. 139 Aussteller haben ihr Kommen zugesagt. Neben Rosenheim wird auch Kunsthandwerk für den Garten präsentiert.
Eröffnet werden die Rosentage am 14. Juni um 12 Uhr von der Traunsteiner Rosenkönigin Verena I. zusammen mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Traunsteins Landrat Siegfried Walch und Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer.
Für Senioren ab 65 Jahren gibt es am Freitag einen ermäßigten Eintritt von 4 statt 8 Euro.
Am Sonntag, 16. Juni, ist dann zusätzlich auch noch in der Innenstadt einiges geboten. Ab 10 Uhr findet auf der Maxstraße ein „Blaulichttag“ statt, bei dem verschiedene Hilfs- und Rettungsorganisationen präsentieren. Außerdem öffnen ab 12 Uhr viele Traunsteiner Geschäfte.

Öffnungszeiten:
Freitag, 14. Juni von 12  bis 19 Uhr
Samstag, 15. Juni, von 10 bis 20 Uhr
Sonntag, 16. Juni von 10 bis 18 Uhr.
(Quelle: Traunsteiner Rosentage / Beitragsbild: Symbolfoto re)

10 Fakten zur Königin im Garten

10 Fakten zur Königin im Garten

Rosenheim / Bayern / Deutschland / Welt – Die Rose zählt  zu den beliebtesten und auch schönsten Blumen im Garten. Juni und Juli ist Hochsaison in den Rosengärten. Mittlerweile gibt es Tausende verschiedener Sorten. Unser Mitarbeiter Renè Prodell hat dieses wunderschöne, farbenintensive Exemplar im Wasserburger Ortsteil entdeckt und fotografiert.

Hier jetzt für Euch 10 verblüffende Fakten über die „Königin der Blumen“:

 

  • 1. Rosen gab es bereits vor rund 25 bis 30 Millionen Jahren, das ist durch fossile Funde bewiesen. Der Ursprung der wilden Rose liegt in China.
  • 2. In der Alchemie galt die Rose als Blume der Weisheit und des klaren Geistes. Ihre sieben Blattreihen symbolisierten in den Augen der Alchimisten die sieben Planeten mit den dazugehörigen Metallen.
  • 3. Schon in der Antike verwendete man Rosen als Heilpflanzen für die verschiedensten Krankheiten. Karl der Große erließ eine Landgüterverordnung. Darin war festgelegt, welche Nutzpflanzen und Heilkräuter auf seinen Gütern angebaut werden sollten. Auf der Liste ist auch die „Rosas“ aufgeführt. Damit gemeint war die sogenannte „Hundsrose“ oder „Heckenrose“ Heute geschätzt für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt.
  • 4. Wer sich Rosen in die Vase stellt, sollte darauf achten, dass sie sauber und bevorzugt aus Glas sind. Befüllen mit lauwarmen Wasser. Je weiter die Öffnung, desto länger halten die Rosen. Außerdem nicht neben reifendem Obst stellen. Denn das produziert ein Gast, dass die Reifung beschleunigt und führt dadurch auch dazu, dass die Rosen eher welken.
  • 5. Zur Familie der Rosengewächse gehören interessanter Weile auch Obstpflanzen wie Birne, Apfel, Erdbeere, Himbeere und Himbeere. Insgesamt zählen zur Familie der Rosengewächse rund 3000 verschiedene Sorten.
  • 6. Die Bauarbeiter der großen Pyramiden in Ägypten haben ihre Arbeit niedergelegt, wenn sie nicht ihre genau bemessene Menge an Kügelchen – zubereitet mit Rosenwasser – bekamen.
  • 7. Es gibt 33 verschiedene Falterraupenarten, die sich auf Rosen spezialisiert haben und auf ihnen quasi leben.
  • 8. Bei den Germanen war die Rose der Göttin Freya geweiht. Bis heute gilt die Königin der Blumen als Symbol von Liebe, Reinheit und Jugend.
  • 9. Frankreichs Kaiserin Josèphine zählte zu den ersten begeisterten Rosenzüchern. Sie befahl den Soldaten ihres Mannes, alle Rosen, auf die sie während ihrer Kriegszüge stießen, auf ihr Landgut zu schicken. Ihr Garten umfasste damals die größte Rosensammlung der Welt.
  • 10. Zur Rose des Jahres 2022 wurde die Kletterrose „Perennial Domino“ gewählt.
    (Quelle: Beitragsbild: Renè Prodell)
Himmelsleiter „wächst“ aus Rosen empor

Himmelsleiter „wächst“ aus Rosen empor

Aschau im Chiemgau – Noch bis zum 20. November 2022 ist an der katholischen Aschauer Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ das temporäre Kunstobjekt „Himmelsleiter“ zu bewundern. Die 28 Meter hohe Leiter – mit zwölf Sprossen und sieben Engelsflügeln versehen – versinnbildlicht die Engel, die in der biblischen Vision Jakobs als Boten zwischen Gott und den Menschen auf der Himmelsleiter auf und nieder steigen.
Die Symbolfarben Rot und Blau der Leiter wiederholen sich in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Leiter beleuchtet ist.
Ein besonderer Blickfang ist derzeit die Rosenpracht zu Fußen der Himmelsleiter.
(Quelle: Beitragsbild: H. Reiter)
Besuch im historischen Rosengarten

Besuch im historischen Rosengarten

Schlossberg / Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Frühjahr ist Blühzeit. Da lohnt ein Besuch im historischen Rosengarten auf der Schloßbergkuppe in Stephanskirchen ganz besonders. Generell gibt es dort aber das ganze Jahr über viel zu entdecken.  Ein Besuch lohnt, für alle die Rosen und Heilkräuter lieben.

Unterschiedlichste Rosenarten entfalten auf dem liebevoll angelegten und gepflegten Areal jetzt schön langsam ihre Knospen. Das Besondere: Fast alle Rosenbüsche sind historische Sorten und stammen aus der Zeit vor 1867. Die vier zentralen Beete beherbergen sogar Rosen aus der Zeit vor 1800 – einige davon waren schon in der Antike bekannt.
Damit ist der historische Rosengarten am Schloßberg auch ein lebendiges Museum. Ins Leben gerufen wurde er vom Verein „Rosen-Heim„.
(Quelle: Beitragsbild / Foto: Josefa Staudhammer)

Nicht mehr lange. Dann blühen die Rosen wieder so üppig, wie auf unserem Archivbild. Aber auch schon jetzt gibt es in den Beeten allerlei zu entdecken, darunter viele Heilpflanzen.

Ein Garten voller prächtiger Rosen

Ein Garten voller prächtiger Rosen

StephanskirchenWer Rosen und Heilkräuter liebt, der sollte den historischen Rosengarten auf der Schloßbergkuppe in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) besuchen. Das ganze Jahr über gibt es dort viel zu entdecken.

Diplom-Biologin Dr. Dagmar Stamp hat den historischen Rosengarten wiederbelebt. Fotos: Wunsam / re

Besonders in den frühen Morgenstunden und gegen Abend liegt dort zu dieser Jahreszeit wieder zarter Rosenduft in der Luft. Unterschiedlichste Rosenarten entfalten auf dem liebevoll angelegten und gepflegten Areal jetzt wieder ihre Knospen. Das Besondere: Fast alle Rosenbüsche sind historische Sorten und stammen aus der Zeit vor 1867. Die vier zentralen Beete beherbergen sogar Rosen aus der Zeit vor 1800 – einige davon waren schon in der Antike bekannt.

Ein lebendiges
Museum

Damit ist der historische Rosengarten am Schloßberg auch ein lebendiges Museum. Wieder ins Leben gerufen wurde er vom Verein „Rosen-Heim“ mit der Diplom-Biologin Dr. Dagmar Stamp an der Spitze. Rosen waren schon immer ihre große Leidenschaft. Was sie aber an modernen Rosensorten oftmals stört: „Durch das ewige Weiterzüchten haben sie ihren Duft und damit ihre Seele verloren.“
Auf der Suche nach historischen Rosengärten war die Stephanskirchnerin in ganz Deutschland unterwegs und dabei reifte in ihr der Wunsch heran, so einen Garten auch in unserer Region anzulegen. Den idealen Ort dafür fand sie schließlich auf der Schlossbergkuppe. Einst stand dort das Schloss Rosenheim. Von dem erstmals im Jahr 1234 urkundlich erwähnten Gemäuer wurde der Verkehr auf dem Inn und auf der Innbrücke überwacht. Außerdem stellte es als Pflegschloss der Wittelsbacher den Gerichts- und Verwaltungssitz. Ein Plan aus dem Jahr 1782 zeigt, wie der Schlossgarten einst ausgesehen hat – als Rechteck mit einem Wegkreuz, das vier Beetfelder ergibt.
An dieser Vorlage hat sich der Verein „Rosen-Heim“ mit seinen rund 40 Mitgliedern orientiert, als er es sich im Jahr 2011 zur Aufgabe gemacht, den einstigen Hofgarten wiederzubeleben.

Unterstützung durch
die Gemeinde

Großes ehrenamtliches Engagement war nötig, um auf der Wiese Beete und Wege anzulegen. Unterstützung kam von der Gemeinde Stephanskirchen, die von Anfang an von der Idee begeistert war.
Den Mittelpunkt der kleinen, liebevoll gestalteten Anlage bilden vier Themenbeete: „Karl der Große“, „Hildegard von Bingen“, „Garten von Eichstätt“ und „Gartenpflanzen vor 1800“. Weil es Dr. Dagmar Stamp wichtig war, den Besuchern des historischen Rosengartens auch außerhalb der Rosenblüte etwas bieten zu können, bekam die Königin der Blumen einen „Hofstaat“. Die Begleitbepflanzung in den Beeten besteht vor allem aus Wild- und Heilpflanzen. Mittels Beschilderung erfahren die Besucher, um was für Arten es sich handelt.
Wildrosen inspirierten Dichter und Maler zu allen Zeiten. Im Mittelalter zierten sie die Klostergärten. Genutzt wurden sie auch als Heilpflanzen. Karl der Große ordnete in seinem „Capitulare de Villis“ an, dass diese Pflanzen in jedem Garten gedeihen sollen. „Aus einigen Wildrosen entwickelten sich dann viele unserer heutigen Kulturrosen“, erklärt Dr. Dagmar Stamp.
Für das Weiterbestehen des Schloßberger Rosengartens braucht es ehrenamtliches Engagement. Dr. Dagmar Stamp hofft darauf, mehr Menschen für die kleine Anlage zu begeistern. Gesucht werden aktuell noch Helfer, die ein paar Stunden ihrer Freizeit opfern, um beispielsweise ein paar Mal im Jahr Unkraut zu jäten. Nebenbei kann man da von Dr. Dagmar Stamp viel lernen über Rosen und Heilpflanzen.

Weitere Informationen gibt es unter: