Qualitätsvertrag gegen Mangelernährung: AOK Bayern und RoMed Klinikum Rosenheim starten neues Versorgungsmodell

Qualitätsvertrag gegen Mangelernährung: AOK Bayern und RoMed Klinikum Rosenheim starten neues Versorgungsmodell

Rosenheim – Mangelernährung betrifft laut der Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. jeden vierten bis fünften Krankenhauspatienten in Deutschland und erhöht das Sterberisiko deutlich. Um Diagnose, Therapie und Prävention systematisch zu verbessern, haben die AOK Bayern und das RoMed Klinikum Rosenheim einen Qualitätsvertrag geschlossen. Nach einer Analyse der aktuellen Versorgung startet im April die Umsetzungsphase mit Screening, individueller Ernährungstherapie und strukturierter Nachsorge.

Jeder vierte bis fünfte Patient, der in deutschen Krankenhäusern stationär aufgenommen wird, ist von Mangelernährung betroffen. Sie bleibt oft unbehandelt und erhöht dadurch laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) die Sterblichkeit um das Dreifache. Die AOK Bayern und das RoMed Klinikum Rosenheim haben im Oktober einen Qualitätsvertrag geschlossen, der nach einer Erhebung der Ist-Situation im April in die Umsetzungsphase übergeht, um die Ernährung von Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Das Ziel: Eine Versorgungsstruktur aufbauen, die eine bessere Diagnose, Behandlung und Prävention von Mangelernährung ermöglicht.

„Mangelernährung ist kein neues Phänomen. Trotzdem bekommt sie im klinischen Alltag immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Deshalb ist es uns ein Anliegen, mit dem neuen Qualitätsvertrag eine bessere Versorgungsstruktur zu schaffen. Wir wollen die Gesundheitskompetenz der Patienten steigern und somit ihren Allgemeinzustand verbessern“, so Dr. Tobias Hermann, Geschäftsbereichsleiter Stationäre Versorgung bei der AOK Bayern. Gerade vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Krebserkrankte seien von Mangelernährung betroffen.

Mit Screening und Ernährungsplänen gegen Mangelernährung vorgehen

Die Vereinbarung sieht ein systematisches Screening für erwachsene Versicherte der AOK Bayern vor, die stationär im RoMed Klinikum Rosenheim behandelt werden. Ein Ernährungsteam erstellt daraufhin ein Konzept für eine individualisierte Therapie. Diese beinhaltet einen auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan, eine Ernährungstherapie und eine Ernährungsberatung. Während des stationären Aufenthalts kümmert sich das Team der Ernährungsmedizin um die Patienten. Vor der Entlassung erhalten Mangelernährte Informationen, wie sie die Therapie zu Hause fortsetzen. “Wir erwarten uns von diesem Projekt eine nachhaltige und verbesserte Versorgung der betroffenen Patienten“, macht Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim deutlich.

Die Vereinbarung läuft bis März 2028. Danach erfolgt eine Auswertung durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), um den Nutzen eines systematischen Screenings zu bewerten. „Wir sind überzeugt, dass eine interdisziplinäre, moderne ernährungsmedizinische Versorgung gut umsetzbar ist und erheblich die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten verbessert. Unser Ziel ist es, nach positiver Bewertung, die Leistungen dauerhaft in die Regelversorgung zu überführen. Perspektivisch streben wir an, die geschaffenen Strukturen auszubauen, damit möglichst viele Patienten von den positiven Effekten profitieren können“, betont Prof. Dr. von Delius.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Kliniken

Bereits im Jahr 2024 hat die AOK Bayern einen vergleichbaren Qualitätsvertrag mit dem Krankenhaus Barmherzige Brüder in München abgeschlossen. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt: Durch ein speziell eingerichtetes Ernährungsteam und ein standardisiertes Screening wird Mangelernährung frühzeitig erkannt und gezielt behandelt. Auch Ernährungs- und Gesundheitskompetenz während und nach dem Krankenhausaufenthalt werden geschult.
„Unsere Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern zeigt, dass eine strukturierte und patientenorientierte Versorgung bei Mangelernährung wichtig ist. Seit Vertragsstart sind inzwischen rund 20 weitere Krankenkassen als Partner hinzugekommen“, erklärt Dr. Hermann von der AOK Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Eine bedarfsgerechte Ernährung fördert eine erfolgreiche Behandlung und beschleunigt die Genesung. Copyright RoMed Kliniken)

Viele Neuheiten beim Starkbierfest: Wer hält heuer die Fastenpredigt in Rosenheim?

Viele Neuheiten beim Starkbierfest: Wer hält heuer die Fastenpredigt in Rosenheim?

Rosenheim – Auftakt mit Spannung: Am heutigen Donnerstagabend (26.2.2026) startet das Starkbierfest in der Auerbräu-Festhalle auf der Rosenheimer Loretowiese – und selten zuvor war im Vorfeld so viel spekuliert worden. Mehrere Neuerungen sorgen heuer für frischen Wind. Allen voran die Frage: Wer steht künftig als Fastenprediger auf der Bühne?

Geheimnis um neuen Fastenprediger

26 Jahre lang prägte Peter Kirmair die Fastenpredigt. Im vergangenen Jahr verabschiedete er sich mit seiner Starkbier-Tanzshow „Let’s danz’n“ vom Publikum (wir berichteten). Seitdem brodelt die Gerüchteküche. Wer tritt seine Nachfolge an? Oder wird es vielleicht erstmals eine Fastenpredigerin?

Die Verantwortlichen geben sich betont geheimnisvoll. Der Name wird bis zum heutigen Abend streng unter Verschluss gehalten. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn der Fastenpredigt gegen 19 Uhr.

Damit verbunden ist auch die zweite große Neuerung: Die traditionelle Fastenpredigt findet heuer erstmals am Abend statt. In den vergangenen Jahren war sie stets am Nachmittag angesetzt.

Starkbierzeit vom 27. Februar bis 14. März

Nach dem heutigen Auftakt mit Politik-Prominenz dauert das Starkbierfest von Freitag, 27. Februar, bis einschließlich 14. März. Gefeiert wird in der Auerbräu-Festhalle auf der Loretowiese.
Eine weitere Premiere wartet ebenfalls auf die Besucher: Erstmals gibt es ein großes Indoor-Weißbierkarussell – die dritte Neuheit in diesem Jahr.

Der Eintritt ist an allen Tagen frei – außer an den Sonntagen. Dann kostet der Eintritt fünf Euro pro Person.

80er/90er-Party und Box-Sonntage

Auch im Rahmenprogramm setzt man auf besondere Akzente:

Am Donnerstag, 5. März, steigt Rosenheims größte 80er/90er-Jahre-Party.

Am 2. und 8. März heißt es jeweils „Starkes Bier. Starke Fäuste“ beim Box-Sonntag. Talente aus Bayern und Österreich steigen in den Ring. Beginn der Kämpfe ist jeweils um 11 Uhr.

Ob neue Fastenpredigt, Abend-Premiere oder Weißbierkarussell – das Starkbierfest 2026 verspricht einige Überraschungen. Spätestens am heutigen Abend wird sich eines der bestgehüteten Geheimnisse der Region lüften. Innpuls.me ist natürlich mit dabei.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Rosenheim: Veränderte Fahrzeuge aus Verkehr gezogen

Rosenheim: Veränderte Fahrzeuge aus Verkehr gezogen

Rosenheim – Bei Verkehrskontrollen haben Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim am gestrigen MIttwoch (25.2.2026) zwei Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, weil sie erhebliche Veränderungen aufwiesen, für die keine Nachweise oder Betriebserlaubnisse vorlagen.

Kufsteiner Straße, 20:30 Uhr: Ein 20-jähriger Fahrer aus Kolbermoor wurde mit einem BMW kontrolliert. Die Beamten stellten erhebliche Veränderungen am Fahrzeug fest. Für diese konnte der Fahrer keine Nachweise vorlegen. Er wurde wegen eines Verstoßes gegen die Straßenverkehrszulassungsverordnung angezeigt.

Seestraße, 17:30 Uhr: Ein 28-jähriger Rosenheimer war mit seinem Audi unterwegs. Auch hier wiesen die Beamten Veränderungen fest, für die keine allgemeine Betriebserlaubnis vorlag. Der Fahrer erhielt ebenfalls eine Anzeige wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrszulassungsverordnung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Mehr Unfälle im Landkreis , Rückgang in der Stadt: Verkehrsbilanz 2025 für die Region Rosenheim

Mehr Unfälle im Landkreis , Rückgang in der Stadt: Verkehrsbilanz 2025 für die Region Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Mehr Unfälle im Landkreis Rosenheim, weniger in der Stadt – und insgesamt weniger Verkehrstote: Die Verkehrsunfallbilanz 2025 des Polizeipräsidium Oberbayern Süd zeigt ein gemischtes Bild für Stadt und Landkreis. Während im Landkreis die Zahl der Unfälle leicht gestiegen ist, gab es in der Stadt Rosenheim einen spürbaren Rückgang. Positiv: Die Zahl der Todesopfer ist im Landkreis deutlich gesunken.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums – von Rosenheim bis ins Berchtesgadener Land – wurden 2025 insgesamt 37.020 Verkehrsunfälle registriert. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Landkreis Rosenheim: Mehr Unfälle, aber deutlich weniger Tote

Im Landkreis Rosenheim wurden 2025 insgesamt 6.788 Verkehrsunfälle gezählt, ein Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber 2024 (6.689). Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten deutlich gesunken: 1.362 Menschen wurden bei Unfällen verletzt – 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr (1.446).
Besonders auffällig: Die Zahl der Verkehrstoten ging im Landkreis von 14 auf 7 zurück.

Stadt Rosenheim: Rückgang bei Unfällen und Verletzten

In der Stadt Rosenheim zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung. Die Zahl der Verkehrsunfälle sank von 2.297 im Jahr 2024 auf 2.176 im Jahr 2025 – ein Minus von 5,3 Prozent. Auch die Zahl der Verletzten ging zurück: von 388 auf 366 Personen (minus 5,7 Prozent).
Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert bei zwei.

Insgesamt 69 Verkehrstote im südlichen Oberbayern

Im gesamten Präsidialbereich kamen 2025 insgesamt 69 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – elf weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand der vergangenen fünf Jahre. Dennoch bleibt die Zahl hoch.

Polizeivizepräsident Michael Siefener ordnet ein:
„69 Menschen verloren im vergangenen Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen im südlichen Oberbayern ihr Leben. Das ist zwar ein Rückgang um elf Unfalltote und der niedrigste Stand in den vergangenen fünf Jahren. Das sind aber immer noch 69 Verkehrstote zu viel. Dazu kommen mehr als 7.500 Menschen, die auf unseren Straßen im vergangenen Jahr zum Teil schwer verletzt wurden.“

Als eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Unfälle nennt die Polizei nach wie vor nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. 16 Menschen starben 2025, weil zu schnell gefahren wurde – fast jeder vierte Verkehrstote. Auch Alkohol und Drogen am Steuer spielen weiterhin eine große Rolle. Insgesamt wurden 608 Unfälle unter Alkoholeinfluss registriert, drei Menschen kamen dabei ums Leben.

Risikogruppen im Blick

Sorgen bereitet der Polizei die Entwicklung bei Rad- und Pedelec-Fahrern. Die Zahl der getöteten Radfahrer stieg im gesamten Präsidialbereich von 12 auf 16, bei Pedelecs kamen acht Menschen ums Leben. Auch bei den über 65-Jährigen ist die Gesamtzahl der Unfälle gestiegen, ebenso die Zahl der verletzten Senioren.

Motorradfahrer zählen ebenfalls weiterhin zur Risikogruppe. Zwar sank die Zahl der tödlich verunglückten Biker von 19 auf 12, dennoch bleibt überhöhte Geschwindigkeit hier die häufigste Unfallursache.

Die Polizei kündigt an, auch 2026 verstärkt auf Prävention und Kontrollen zu setzen – unter anderem mit Geschwindigkeitsmessungen, Schwerpunktaktionen und gezielter Verkehrsüberwachung auf Landstraßen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Copyright Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Karolinen-Gymnasium, Rosenheim 1959

Karolinen-Gymnasium, Rosenheim 1959

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1959. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim. 

Zu dieser Zeit wurde das Gebäude an der Ebersbergerstraße  aber als Loreto-Krankenhaus genutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Hauptzollamt Rosenheim prüft Mindestlohneinhaltung in Risikobranchen

Hauptzollamt Rosenheim prüft Mindestlohneinhaltung in Risikobranchen

Region – Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamt Rosenheim führte in der vergangenen Woche eine großangelegte Sonderprüfung zur Einhaltung des Mindestlohns durch. Schwerpunkt der risikoorientierten Kontrollen waren Unternehmen in den Landkreisen Miesbach, Bad Reichenhall, Traunstein, Altötting, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau und Starnberg.

An den Maßnahmen beteiligten sich, laut Hauptzollamt Rosenheim, insgesamt 67 Zöllnerinnen und Zöllner von den Standorten Rosenheim, Traunstein und Weilheim. Unterstützt wurden die Prüfungen durch Beamte aus Italien und Österreich im Rahmen der European Labour Authority (ELA).

Insgesamt wurden 106 Beschäftigte zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. In 22 Fällen kontrollierten die Zöllner Geschäftsunterlagen direkt vor Ort. In einem Friseurbetrieb im Landkreis Starnberg leitete das Hauptzollamt ein Bußgeldverfahren ein, da Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten nach dem Mindestlohngesetz nicht eingehalten wurden.

Kontrolliert wurden unter anderem Unternehmen auf Baustellen, in Gaststätten, Kosmetik- und Friseurbetrieben sowie Speditionsunternehmen. „Bei allen Prüfungen handelte es sich um Präventivmaßnahmen, die zu einer Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit beitragen und das Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung stärken sollen“, so Marion Dirscherl, Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim.
Seit 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf. Vereinbarungen, die diesen Anspruch unterschreiten, sind unwirksam und werden bei Aufdeckung geahndet. Zusätzlich gelten branchenbezogene Mindestlöhne, beispielsweise in der Pflege, Gebäudereinigung sowie im Dachdecker-, Elektro- und Malerhandwerk.

In 24 Sachverhalten ergaben sich Anhaltspunkte für weitere Prüfungen, unter anderem zur Einhaltung des Mindestlohns und zur möglichen unerlaubten Ausländerbeschäftigung. Dabei dienen die vor Ort gesammelten Aussagen der Beschäftigten als Grundlage für vertiefte Prüfungen der Lohn- und Finanzbuchhaltung.

Die weiteren Prüfungen umfassen die Analyse verschiedener Unterlagen, um Art, Umfang, Dauer und Entgelt der Beschäftigungsverhältnisse zu ermitteln. Der ZOLL arbeitet hierfür eng mit anderen Behörden sowie der Rentenversicherung zusammen.

Häufige Verstöße betreffen falsche Angaben von Beschäftigten als Praktikanten, Auszubildende oder Selbständige sowie unvollständige oder nicht geführte Stundenaufzeichnungen, um Mindestlohnverstöße zu verschleiern.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild Hauptzollamt Rosenheim)