Unfall in Rosenheim: Zwei Autos nach Abbiegevorgang beschädigt

Unfall in Rosenheim: Zwei Autos nach Abbiegevorgang beschädigt

Rosenheim – Am Dienstagmorgen (24.2.2026) kam es in Rosenheim zu einem Verkehrsunfall beim Abbiegen. Ein 43-jähriger Rosenheimer wollte von der Salinstraße nach links in die Gießereistraße abbiegen. Zeitgleich fuhr eine 44-jährige Frau mit ihrem Citroen in der Gießereistraße in Richtung Bahnhof.

Der 43-Jährige übersah, nach den Angaben der Polizei, offenbar die vorfahrtsberechtigte Fahrerin, es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Autos wurden stark beschädigt, der Skoda des Unfallverursachers musste abgeschleppt werden.
Verletzt wurde niemand. Gegen den 43-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Der Gesamtschaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tierheim Rosenheim: Hilferuf wegen finanziellem Engpass stößt auf breite Unterstützung

Tierheim Rosenheim: Hilferuf wegen finanziellem Engpass stößt auf breite Unterstützung

Rosenheim – Das Tierheim Rosenheim wendet sich wegen eines finanziellen Engpasses an die Öffentlichkeit. Nach einem Hilferuf sind bereits über 76.000 Euro an Spenden von Bürgern eingegangen. Stadt und Landkreis leisten eine Soforthilfe in Höhe von 20.000 Euro. Im Rosenheimer Stadtrat wird unterdessen über eine mögliche Erhöhung der Fundtierpauschale diskutiert.

Mit eindringlichen Worten hatte sich der Tierschutzverein Rosenheim e.V. vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit gewandt. In dem Instagram-Beitrag heißt es: „Uns fällt es unendlich schwer, diese Worte zu schreiben – doch ohne eure Hilfe steht das Tierheim des Tierschutzvereins Rosenheim e.V. vor dem Aus.“

Nach weiteren Mitteilungen auf Instagram sind inzwischen bereits über 76.000 Euro an Spenden eingegangen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Tierheim mit Spendenaufrufen an die Öffentlichkeit wendet. In der Vergangenheit gab es immer wieder einmal finanzielle Probleme.

20.000 Euro Soforthilfe von Stadt und Landkreis

Schnell reagierten auch die Kommunen. Wie die Stadt Rosenheim mitteilt, überreichten Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer am gestrigen Dienstag (24.2.2026)  eine Spende in Höhe von insgesamt 20.000 Euro als Soforthilfe für den Erhalt des Tierheims.

März erklärte, dass die Kommunen gesetzlich zur Annahme von Fundtieren verpflichtet seien. Ohne Tierheim würden diese im ungünstigsten Fall in Rathäusern abgegeben, was weder räumlich noch im Sinne des Tierwohls leistbar sei. Es liege daher im öffentlichen Interesse, dass das Rosenheimer Tierheim erhalten bleibe.

Landrat Otto Lederer ergänzte: „Beim Tierschutz und der Tiergesundheit handelt es sich um Daueraufgaben, denen wir uns jeden Tag aufs Neue stellen. Die aktuelle Situation von Tierheimen ist in finanzieller Hinsicht oft mehr als bedenklich. Die vielen Aufgriffe führen zu hohen Futter- und Tierarztkosten, die meist nur noch mit Spenden und ehrenamtlicher Arbeit aufgefangen werden können. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen und Tierschutzorganisationen konstruktiv zusammenarbeiten. Als Landkreis werden wir unseren Beitrag leisten und uns weiterhin für tragfähige, nachhaltige Lösungen einsetzen.“

Die 10.000-Euro-Spende des Landkreises wird aus Mitteln der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling finanziert. Die andere Hälfte stammt aus dem städtischen Haushalt.

Fundtierpauschale seit Jahren Thema

Die Stadt Rosenheim unterstützt das Rosenheimer Tierheim bislang mit der vertraglich geregelten Fundtierpauschale von 50 Cent pro Fundtier und ergänzt diese freiwillig um weitere 50 Cent über städtische Stiftungen und Sparkassenmittel. Nach Angaben der Stadt seien damit die Ausgaben des Tierheims für Fundtiere aus dem Stadtgebiet Rosenheim gedeckt. Den Betrieb finanziert das Tierheim jedoch hauptsächlich über Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge.

Der Tierschutzverein hatte die bisherigen Vereinbarungen mit mehreren Städten und Gemeinden im Landkreis gekündigt, um neue Finanzierungswege, etwa eine Einzelabrechnung, zu prüfen. Eine einheitliche Lösung steht noch aus.

Im Rosenheimer Stadtrat wurde die Fundtierpauschale wiederholt diskutiert. Bereits 2025 sprach sich unter anderem AfD-Stadtrat Andreas Kohlberger für eine Erhöhung aus.

SPD-Antrag sieht 2 Euro pro Einwohner vor

Am 19. Februar 2026 reichte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Sicherstellung der Fundtierversorgung ein. Darin heißt es wörtlich: „Der Stadtrat möge beschließen: 1. Die weitere Nutzung des Tierheims als Fundtierstelle: Die Stadt Rosenheim beauftragt den Tierschutzverein Rosenheim e.V. für die Unterbringung und die Versorgung von Fundtieren und erhöht dazu die Fundtierpauschale mit sofortiger Wirkung auf 2,00 Euro pro Einwohner, um die Deckung der geschätzten jährlichen Kosten sicherzustellen.“

In der Begründung führt die SPD weiter aus:
„Die aktuelle Finanzierung ist nicht mehr deckungsgerecht, was dazu führt, dass dem Tierheim Ende 2026 das Aus droht.“
Die Fraktion nennt eine feste, kostendeckende Pauschale als wirtschaftlichste Lösung und schlägt vor, falls dies nicht umgesetzt wird, ein Konzept für eine alternative Fundtierabwicklung vorzulegen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Stadt Rosenheim / SPD-Fraktion Rosenheim / Tierschutzverein Rosenheim  / Beitragsbild: Stadt Rosenheim)

Darmkrebs-Früherkennung: RoMed-Chefarzt Prof. von Delius über Vorsorge, Lebensstil und Prävention

Darmkrebs-Früherkennung: RoMed-Chefarzt Prof. von Delius über Vorsorge, Lebensstil und Prävention

Rosenheim – Mit über 54.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten Deutschlands und zugleich zu jenen, bei denen Vorbeugung besonders greift. Die moderne Medizin bietet heute nicht nur verbesserte und schonende Behandlungen von Krebs, sondern echte Chancen, diesen von vornherein zu verhindern – vorausgesetzt, sie werden genutzt.

Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim erklärt, warum Vorsorgeuntersuchungen Leben retten, welche Rolle Ernährung und Bewegung spielen und weshalb Krebs oft viel früher beginnt, als wir glauben.

„Der Darm gibt lange keine Warnsignale“

Frage: Herr Professor von Delius, viele Menschen fühlen sich gesund und sehen deshalb keinen Anlass für eine Vorsorgeuntersuchung. Ist das ein Trugschluss?
Prof. von Delius: „Ja, leider. Dickdarmkrebs entwickelt sich über viele Jahre aus zunächst gutartigen Polypen, ohne Schmerzen oder spürbare Symptome zu verursachen. Genau das macht Darmkrebs so heimtückisch – und gleichzeitig so gut vermeidbar. Denn diese frühen Veränderungen lassen sich erkennen und behandeln, lange bevor sie gefährlich werden.“

Erfahrungsgemäß komme der Gedanke an Vorsorge häufig erst, wenn Beschwerden auftreten. Dann sei man oft schon spät dran. „Gerade die Phase ohne Symptome ist unsere größte Chance“, sagt von Delius.

Vorsorge als aktive Entscheidung

Die Darmspiegelung gilt nach wie vor als die beste Methode für die Früherkennung. Sie ermöglicht es, auffällige Gewebeveränderungen nicht nur zu entdecken, sondern direkt zu entfernen. Für viele Patienten ist allein der Gedanke an die Untersuchung jedoch mit Unsicherheit verbunden.
Prof. von Delius: „Diese Hemmschwelle nehmen wir sehr ernst. Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen, vor dem Ergebnis oder vor Kontrollverlust. In der Praxis zeigt sich aber: Die Untersuchung ist kurz, gut verträglich und in der Regel problemlos. Und sie schenkt etwas sehr Wertvolles – Sicherheit.“

Gerade im medizinischen Alltag werde häufig unterschätzt, wie entlastend ein unauffälliger Befund sein kann. Vorsorge sei nicht die Suche nach Krankheit, sondern ein Mittel, gesund zu bleiben.

Krebs beginnt nicht plötzlich

In der Krebsforschung hat sich in den vergangenen Jahren eine wichtige Erkenntnis durchgesetzt: Tumorerkrankungen entstehen nicht von heute auf morgen. Sie entwickeln sich schrittweise, beeinflusst durch Alter, genetische Faktoren und den Lebensstil.
Prof. von Delius: „Wir wissen heute, dass viele Prozesse sehr früh beginnen. Ob und wie schnell sie voranschreiten, hängt auch von äußeren Einflüssen ab. Ernährung, Bewegung, Körpergewicht, Rauchen oder chronische Entzündungen spielen dabei eine große Rolle.“

Ernährung: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Gleichzeitig zeigen Daten, dass stark verarbeitete Lebensmittel, hoher Fleischkonsum und übermäßiger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko erhöhen können.
Prof. von Delius: „Ernährung ist kein moralisches Thema, sondern ein biologisches. Der Darm reagiert darauf, was wir ihm zuführen. Schon kleine, dauerhafte Veränderungen können das Milieu im Darm verbessern und damit das Risiko senken.“

Dabei gehe es nicht um Verbote, sondern um Balance. Genuss und Gesundheitsbewusstsein müssten sich nicht ausschließen.

Bewegung als unterschätzte Medizin

Neben der Ernährung ist Bewegung einer der wirksamsten, zugleich am meisten unterschätzten Präventionsfaktoren.
Prof. von Delius: „Körperliche Aktivität beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und entzündliche Prozesse. Das alles spielt auch bei der Krebsentstehung eine Rolle. Und wir reden hier nicht von Leistungssport – regelmäßige Bewegung im Alltag reicht bereits aus.“

Über Angst sprechen – nicht schweigen

Ein zentrales Hindernis für Vorsorge bleibt die Angst vor einer möglichen Diagnose. Professor von Delius plädiert für einen offeneren Umgang mit diesem Thema.
Prof. von Delius: „Angst verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert. Im Gegenteil. Wer sich informiert und früh handelt, gewinnt Handlungsspielraum. Vorsorge bedeutet Kontrolle, nicht Kontrollverlust.“
Gerade deshalb sei es wichtig, über Krebs nicht erst im Krankheitsfall zu sprechen, vielmehr als Teil einer normalen Gesundheitsvorsorge. Niemand könne garantieren, niemals an Krebs zu erkranken. Aber Prävention könne den Zeitpunkt deutlich hinauszögern oder eine Erkrankung ganz verhindern.

„Es geht nicht um absolute Sicherheit, sondern um Wahrscheinlichkeiten. Und diese Wahrscheinlichkeiten lassen sich beeinflussen: durch Vorsorge, durch Lebensstil, durch Aufmerksamkeit für den eigenen Körper“, appelliert von Delius.

Vorsorge ist Fürsorge

Darmkrebsvorsorge ist mehr als eine medizinische Maßnahme. Sie ist Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit der eigenen Gesundheit. Moderne Medizin bietet heute die Möglichkeit, früh einzugreifen, oft lange bevor eine Krebserkrankung entsteht. Wer diese Chance nutzt, entscheidet sich nicht aus Angst, sondern aus Fürsorge.

Was Leser jetzt tun können – Checkliste zum Mitnehmen
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über die Darmkrebsvorsorge.
  • Nutzen Sie den Stuhltest, wenn eine Darmspiegelung aktuell nicht infrage kommt.
  • Klären Sie familiäre Risiken frühzeitig ab.

Die gesetzlichen Programme zur Darmkrebs-Früherkennung bieten zwei zentrale Wege: die Vorsorge-Darmspiegelung (Koloskopie) und den immunologischen Stuhltest (iFOBT). Über 10 Millionen Menschen haben seit Einführung der gesetzlichen Koloskopie daran teilgenommen; nach Berechnungen der Felix-Burda-Stiftung konnten dadurch rund 350.000 Neuerkrankungen an Dickdarmkrebs und 175.000 Todesfälle verhindert werden.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am RoMed Klinikum Rosenheim Copyright RoMed Kliniken)

Gietl-Haus, Rosenheim, 1977

Gietl-Haus, Rosenheim, 1977

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das  Jahr 1977. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Gietl-Haus in Rosenheim. 

Das Gietlhaus ist eines der prägenden Gebäude am Rosenheimer Ludwigsplatz. Glasermeister Joseph Gietl ließ 1875 das alte Haslsberger-Haus abbrechen und errichtete stattdessen den heutigen dreigeschossigen Bau. Das Gebäude gehört zu den Fassadenpreisträgern der Stadt Rosenheim. Im Erdgeschoss werden heute Trachten verkauft. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Mangfall in Rosenheim: Fahrradunterführungen wegen Pegelanstieg gesperrt

Mangfall in Rosenheim: Fahrradunterführungen wegen Pegelanstieg gesperrt

Rosenheim – In Rosenheim sind entlang der Mangfall mehrere Fahrradunterführungen wegen steigender Pegelstände vorsorglich gesperrt worden. Es wird aktuell nicht erwartet, dass Hochwassermeldestufe 1 überschritten wird, dennoch kann es zu kleineren Überflutungen kommen. 

Wegen des Pegelanstiegs sind die Fahrradunterführungen entlang der Mangfall gesperrt worden. Zwar wird nicht erwartet, dass die Mangfall Hochwassermeldestufe 1 und damit die niedrigste der vier Warnstufen überschreitet, dennoch kann es zu kleineren Überflutungen in den Radunterführungen kommen.
Der höchste Pegelstand wird am Abend erwartet, dann sinkt er voraussichtlich wieder. Am Inn wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass eine Meldestufe erreicht wird
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Dauerregen in Rosenheim – heute nass und ungemütlich

Dauerregen in Rosenheim – heute nass und ungemütlich

Rosenheim – Rosenheim bleibt am Dienstag, 24. Februar, sehr nass: Der Regen begleitet die Region voraussichtlich durch den ganzen Tag. Interessant dabei ist, dass sowohl der Deutscher Wetterdienst als auch der Hochwassernachrichtendienst Bayern Warnungen für Stadt und Landkreis Rosenheim ausgegeben haben. Das ist aber kein Grund zur Sorge – der Regen soll gegen Abend nach Südosten abziehen, und die Wasserstände könnten danach wieder sinken.

Laut Deutschem Wetterdienst gilt bis 18 Uhr eine Warnung vor Dauerregen für die Region. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 25 und 35 Litern pro Quadratmeter erwartet. Vereinzelt kann es zu überfluteten Straßen oder Unterführungen kommen. Der DWD empfiehlt, das Verhalten im Straßenverkehr vorsichtig anzupassen, Abstand zu halten und überflutete Abschnitte möglichst zu meiden. Auch kleinere Gewässer können heute rasch ansteigen, daher ist besondere Vorsicht an Wildbächen angeraten. Alle aktuellen Warnungen finden Sie hier: DWD Warnungen Bayern

Parallel weist der Hochwassernachrichtendienst auf mögliche Ausuferungen und Überschwemmungen hin, gültig bis Mittwoch, 25. Februar, 10 Uhr. Ursache sind die Niederschläge über Nacht in Verbindung mit der Schneeschmelze. Besonders die Mangfall wird voraussichtlich im Laufe des Tages die Meldestufe 1 überschreiten – sowohl an den Pegeln in Feldolling als auch in Rosenheim. Auch kleinere Gewässer und Wildbäche können lokal über die Ufer treten.

Die Regenfälle ziehen voraussichtlich gegen Abend nach Südosten ab. Anschließend könnten die Wasserstände wieder sinken, und die Situation an den Gewässern entspannt sich damit allmählich. Trotzdem empfiehlt der Hochwassernachrichtendienst, vorsichtig zu sein, überflutete Straßen oder Wege zu meiden und im Straßenverkehr defensiv zu fahren.

Für die kommenden Tage gibt es einen freundlichen Ausblick: Bereits am morgigen Mittwoch (25.2.2026) soll sich wieder die Sonne, und in den Folgetagen wechseln sich Wolken und Sonne ab. Dann bleibt es trocken und die Bedingungen für Aktivitäten im Freien bessern sich.😎
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)