Wahlkampf in Raubling: Markus Söder zu Gast bei CSU-Veranstaltung

Wahlkampf in Raubling: Markus Söder zu Gast bei CSU-Veranstaltung

Raubling / Landkreis Rosenheim – Rund 300 Gäste verfolgten kürzlich einen Polit-Talk im Mercedes-Benz Autohaus AVG in Raubling (Landkreis Rosenheim), zu dem die CSU eingeladen hatte. Zu Gast war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der Einblicke sowohl in die Kommunal- als auch Landespolitik gab.

Auf der Bühne begleiteten ihn Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer (beide CSU). Ein zentrales Thema des Abends war die Bildung, daneben wurden weitere Themen diskutiert, die die Region aktuell bewegen.
Söder bewies bei seinem Besuch auch Talent als Entertainer und sorgte mit humorvollen Bemerkungen immer wieder für Lacher im Publikum. Im Wahlkampfmodus ließ es sich der Ministerpräsident zudem nicht nehmen, für Lederer und März zu werben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotomontage: Copyright Herbert Borrmann)

László Fenyö live im KU’KO Rosenheim: Cellokonzert mit dem Polnischen Kammerorchester Radom

László Fenyö live im KU’KO Rosenheim: Cellokonzert mit dem Polnischen Kammerorchester Radom

Rosenheim – Der ungarische Cellist László Fenyö gastiert am 9. März gemeinsam mit dem Polnisches Kammerorchester Radom im Kultur+Kongress Zentrum Rosenheim. Auf dem Programm stehen Werke von Lutosławski, Schneider, Sallinen, Bacewicz und Haydn.

Am Montag, 9. März, ist der ungarische Cellist László Fenyö zu Gast im Kultur+Kongress Zentrum Rosenheim (KU’KO). Das Meisterkonzert beginnt um 19.30 Uhr, ein Einführungsvortrag mit Christoph Schlüren findet bereits um 18.30 Uhr statt. Begleitet wird Fenyö vom Polnisches Kammerorchester Radom (ROK). Die musikalische Leitung übernimmt Jurek Dybał.
Das Programm umfasst die „Ouvertüre für Streicher“ von Witold Lutosławski, „Sulamith. Danses sacrées“ von Enjott Schneider, „Chamber Music III, Nocturnal Dances of Don Quixote op. 58“ für Violoncello und Streichorchester von Aulis Sallinen, das Konzert für Streicher von Grażyna Bacewicz sowie das Konzert für Violoncello und Streichorchester Nr. 1 in C-Dur Hob. VIIb:1 von Joseph Haydn.

International ausgezeichnete Künstler und renommiertes Kammerorchester zu Gast in Rosenheim

László Fenyö zählt seit dem Gewinn des Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerbs 2004 in Kronberg zu den international gefragten Cellisten seiner Generation. Er konzertierte unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London und im Münchner Gasteig. Von 2012 an war er Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ist zudem als Dozent für Meisterkurse tätig. Er spielt ein Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1695.

Das 2007 gegründete Polnische Kammerorchester Radom ist eine Kultureinrichtung der Stadt Radom und vereint Musiker aus Radom und Warschau. Neben Konzertreihen organisiert das Ensemble Wettbewerbe, Akademien und weitere kulturelle Veranstaltungen.

Dirigent Jurek Dybał arbeitete mit zahlreichen internationalen Solisten zusammen und ist Gründer sowie Direktor des Internationalen Krzysztof-Penderecki-Musikfestivals Level 320!.

Tickets kaufen:

Tickets sind online unter www.kuko.de sowie am Ticketschalter im KU’KO, Kufsteiner Straße 4 in Rosenheim, erhältlich. Das Restaurant im KU’KO ist vor dem Konzert, in der Pause und im Anschluss geöffnet.
(Quelle: Pressemitteilung KU`KO / Beitragsbild: Laszlo Fenyö Copyright Marco Borggreve)

Exhibitionist am Inndamm – Polizei sucht weitere Zeugen

Exhibitionist am Inndamm – Polizei sucht weitere Zeugen

Rosenheim – Eine 50-jährige Frau aus Rosenheim war am 12. Februar 2025 gegen 8.20 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Inndamm unterwegs. Zwischen den Abfahrten zur Schirmbeckstraße und Ellmaierstraße bemerkte sie einen Mann auf einer Parkbank sitzend mit geöffneter Hose, der sich an seinem erigierten Glied manipulierte.

Die Radfahrerin wählte sofort den Notruf, woraufhin die Rosenheimer Polizei einschritt. Die Beamten konnten den Mann, einen 31-Jährigen aus dem Rosenheimer Raum, noch vor Ort antreffen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen exhibitionistischer Handlungen eingeleitet.
Die Polizei Rosenheim bittet weitere Zeugen oder mögliche Geschädigte, sich unter Telefon 08031/200-2200 bei der Inspektion zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Finde mein Auto nicht mehr“ – Weiterfahrt muss untersagt werden

„Finde mein Auto nicht mehr“ – Weiterfahrt muss untersagt werden

Rosenheim – Ein 41-jähriger Münchner konnte sein Auto am 12. Februar 2026 um 15.30 Uhr in der Sandstraße in Rosenheim (Landkreis Rosenheim) nicht finden. Die Polizei half bei der Suche – doch trotz Auffindens durfte er nicht weiterfahren, weil kein gültiger Versicherungsvertrag vorlag.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hausgemachte Heimniederlage für die Starbulls Rosenheim gegen die Lausitzer Füchse

Hausgemachte Heimniederlage für die Starbulls Rosenheim gegen die Lausitzer Füchse

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben am gestrigen Freitagabend (13.2.2026), dem 45. Spieltag der DEL2 eine bittere Heimniederlage kassiert: Gegen die Lausitzer Füchse lieferten die Grün-Weißen im ersten Drittel einen äußerst schwachen Start, agierten fahrig und uninspiriert – und kassierten prompt zwei Gegentore.

Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch C.J. Stretch Mitte des zweiten Drittels brachte die Mannschaft zurück ins Spiel. Fortan dominierten die Starbulls die Partie klar und erspielten zahlreiche Torschüsse, doch Gästetorwart Anthony Morrone ließ sich kein zweites Mal überwinden.

Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Für die Rosenheimer hätte der Abend wesentlich besser laufen können. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Voller Kader und namhafte Rückkehrer

Vor 3.577 Zuschauern im ROFA-Stadion traten beide Teams mit voller Kapelle an. Bei den Starbulls kehrte Verteidiger Joel Keussen nach elf Spielen verletzungsbedingter Pause zurück, ebenso Torwart Christopher Kolarz. Sein Torwart-Partner Oskar Autio pausierte, sodass auf Rosenheimer Seite alle vier „Imports“ – Shane Hanna, Charlie Sarault, Teemu Pulkkinen und C.J. Stretch – auflaufen konnten. Die beiden U21-Fördervertragsspieler im Line-up waren Sebastian Zwickl, zuletzt mit dem DEB-Nachwuchs in Finnland aktiv, und Johannes Achatz.

Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler
Frühe Gegentore durch Fahrlässigkeiten

Die Gäste aus der Oberlausitz zeigten, dass sie das vierte Hauptrundenduell nach zuvor drei Niederlagen ernst nahmen. Die Starbulls wirkten dagegen fahrig und unkonzentriert. Ohne Not standen plötzlich sechs Rosenheimer Feldspieler auf dem Eis – ein Geschenk, das die Füchse zur Führung nutzten.

  • 8. Minute: Georgiy Saakyan traf flach ins linke Eck.
  • 9. Minute: Kyle Havlena staubte nach einem Abpraller von Torwart Kolarz zum 0:2 ab.
Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit. Danach präsentierten sich die Hausherren etwas präsenter, doch Morrone parierte sowohl Ville Järveläinen, Stretch als auch Sarault mehrfach glänzend.

Anschlusstreffer bringt Aufwind

Im zweiten Drittel blieb zunächst wenig passiert, ehe Pulkkinen den Rosenheimer Druck einleitete (31.). Kurz darauf erzielte C.J. Stretch per Rückhand den 1:2-Anschlusstreffer (32.). Chancen auf den Ausgleich hatten Järveläinen, Laub und Jordan Taupert, Morrone hielt jedoch stand.

Im Schlussabschnitt drängten die Starbulls die Gäste klar in die Defensive, konnten ihre Überlegenheit aber nicht in weitere Tore ummünzen. Kolarz war kaum gefordert, auch die letzten zwei Minuten mit sechs Feldspielern brachten keine klaren Chancen mehr.

Klartext vom Trainer

Jari Pasanen zog nach dem Spiel ein deutliches Fazit:

„Wir waren selten so schlecht wie heute in den ersten zehn Minuten. Das war grausam, ein Albtraum wie die Jungs unterwegs waren. Als ob sie Blei in den Füßen hätten und gar keine Frische im Kopf. Wir haben die zwei Gegentore sehr leicht abgegeben. Auch im zweiten Drittel haben wir fünf Minuten gebraucht, um in die Gänge zu kommen. Die restlichen 35 Minuten haben wir gut gespielt. Aber der Torwart hat fast jede Scheibe gesehen. Es war nicht genug Verkehr vor dem Tor. 30 Schüsse vorbei oder direkt auf den Bauchnabel. Das ist nicht gut – dann kannst du 100 Schüsse haben. Das war enttäuschend, auch in Überzahl. Weißwasser hat hart gekämpft, sehr gut verteidigt, einen super Torwart gehabt, einen guten Job gemacht.“

Tabellenlage und Ausblick

Durch die Niederlage schrumpfte der Vorsprung der Starbulls auf Rang drei gegenüber den Ravensburg Towerstars auf drei Punkte. Die Eisbären Regensburg auf Platz fünf verkürzten den Rückstand auf acht Zähler.

Am Sonntag treten die Starbulls um 17 Uhr auswärts beim Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren an. Zwei Tage später, am Faschingsdienstag, empfangen die Grün-Weißen den Tabellenzweiten Kassel Huskies im ROFA-Stadion (19:30 Uhr).
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild, Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler)

Rosenheim wählt richtig – Teil 2: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Rosenheim wählt richtig – Teil 2: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Rosenheim – Wer bei der Kommunalwahl in Rosenheim sein Kreuz setzt, hat mehr Einfluss, als viele denken. Das bayerische Wahlrecht gibt den Bürgern mächtige Werkzeuge an die Hand – man muss sie nur kennen. In Teil 2 unserer Serie erklären wir, wie man mit „Häufeln“ und Streichen ganz gezielt Personen nach vorne bringt oder ausbremst.

Zur Einordnung: Die Serie basiert auf Einschätzungen des Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom Bernhard Baron Boneberg. Foto Copyright BBB. Eingeblockt Zeichnung Urnengang: reVerwaltungswirts Bernhard Baron Boneberg. Er hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an rund 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

Hinweis: Innpuls.me begleitet die Kommunalwahl mit einer mehrteiligen Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. Morgen beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten des Panaschierens.

Das Interview zur Serie:

Die Qual mit der Wahl … das bayerische Kommunalwahlrecht
Teil 2 – heute: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Das bayerische Kommunalwahlrecht ist eines der persönlichkeitsorientiertesten Wahlsysteme.

Während bei anderen Wahlen meist eine starre Liste zur Wahl steht, räumt der bayerische Gesetzgeber dem Bürger bei Gemeinde- und Stadtratswahlen Instrumente ein, die eine differenzierte Auswahl ermöglichen.
In der Praxis sind hierbei zwei Mechanismen entscheidend: das Kumulieren – im Volksmund eher als „Häufeln“ bekannt – und das Streichen.

Das Kumulieren: Gezielte Stärkung von Einzelpersonen

Ein Kernmerkmal des bayerischen Systems ist die Vergabe von bis zu drei Stimmen an eine einzige Person (Art. 7 Abs. 2 GLKrWG).

Dieses sogenannte „Häufeln“ (Kumulieren) erlaubt es dem Wähler, die starre Reihenfolge einer Parteiliste zu durchbrechen.

Betrachten wir dies anhand eines praxisnahen Beispiels aus dem sozialen Nahraum: Ein Kandidat, nennen wir ihn Herrn Xaver, genießt aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements und seiner kooperativen Art im Wohnviertel hohes Ansehen.

Er kandidiert jedoch auf einem hinteren Listenplatz, der bei einer reinen Listenwahl kaum Aussicht auf Erfolg hätte.

Durch die Vergabe von drei Einzelstimmen können seine Unterstützer ihn gezielt im Ranking nach vorne wählen. Er „überholt“ somit andere Kandidaten, die zwar von der Partei auf vordere Plätze gesetzt wurden, im direkten Bürgerkontakt jedoch weniger überzeugen können.

Gerade in einer Stadt wie Rosenheim, wo viele Kandidaten persönlich bekannt sind – sei es aus dem Verein, der Nachbarschaft oder dem Berufsleben –, kann dieses Instrument entscheidend sein.

Das Streichen: Korrektur der Listenpräferenz

Die Kehrseite der positiven Auswahl ist die Möglichkeit des Streichens. Viele Wähler geben oben auf dem Stimmzettel ein sogenanntes „Listenkreuz“ ab. Damit werden alle Stimmen, die man nach Abzug der vergebenen Einzelstimmen noch übrig hat, automatisch von oben nach unten auf die Kandidaten der Liste verteilt.

Befindet sich auf der ausgewählten Liste eine Person, deren politische Eignung oder persönliche Integrität der Wähler kritisch sieht, so kann dieser einzelne Kandidat explizit gestrichen werden. Die Person erhält dann keine Stimme, obwohl das Listenkreuz bei der Partei bzw. der Liste gesetzt wurde.

Ganz praktisch bedeutet Streichen: Wer eine bestimmte Person nicht unterstützen möchte, streicht deren Namen auf dem Stimmzettel deutlich durch. Ein klarer Strich durch den Namen genügt. Wichtig ist lediglich, dass eindeutig erkennbar ist, welcher Kandidat gestrichen wurde.

Das hat folgende Auswirkungen:

Während mein hochgeschätzter Nachbar X. durch die Kumulierung (3 Stimmen) nach oben geschoben wird, bleibt der unliebsame andere Nachbar H. durch die Streichung bei der Stimmenverteilung unberücksichtigt und „sinkt“ – bildlich gesprochen – auf der Liste nach hinten.

Auch dann, wenn der Wähler grundsätzlich die politische Richtung dieser Liste unterstützt und sein Listenkreuz bei dieser Liste gesetzt hat.

Fazit: Der Wähler als „Personalchef“ im Rathaus

Mit dem bayerischen Wahlrecht werden die Bürger quasi zum Personalchef im eigenen Rathaus.

Man wählt hier nicht einfach nur eine Partei oder Liste, sondern entscheidet ganz direkt mit, wer am Ende tatsächlich am Ratstisch sitzt.
Das System erlaubt es, persönliche Sympathie und fachliches Vertrauen über die reine Parteiliste zu stellen. Wer den Dreh mit dem Häufeln und Streichen raus hat, kann so ganz gezielt die Zusammensetzung im Gemeinderat steuern.
Besonders in kleineren Orten ist das eine große Chance: Hier entscheidet dann nicht das Parteibuch, sondern das Vertrauen in die Personen bzw. in die Kandidaten über eine gute Zusammenarbeit im Rat.
(Quelle: Artikel Bernhard Baron Boneberg / Portrait: BBB / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)