Weltkrebstag: Medizinische Kompetenz und menschliche Nähe im Kampf gegen Krebs

Weltkrebstag: Medizinische Kompetenz und menschliche Nähe im Kampf gegen Krebs

Rosenheim – Eine Krebsdiagnose verändert alles. Sie wirft Fragen auf, verunsichert, verlangt Entscheidungen. Am Weltkrebstag am 4 Februar wird sichtbar, dass moderne Krebsmedizin nicht nur präzise Diagnostik und wirksame Therapien braucht, sondern oft auch Nähe, Austausch und Menschen, die ihre Erfahrungen teilen.

Selbsthilfegruppen geben Betroffenen Orientierung und ergänzen die medizinische Behandlung.
Seit vielen Jahren arbeitet der RoMed-Klinikverbund eng mit Selbsthilfegruppen zusammen. Ärzte, Pflegekräfte und Betroffene begegnen sich auf Augenhöhe – mit dem gemeinsamen Ziel, Patienten bestmöglich zu helfen.

Kooperatives Brustkrebszentrum Südostbayern: Medizin mit Zertifikat und Nähe

Ein Beispiel ist das nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Kooperative Brustkrebszentrum Südostbayern am RoMed Standort Rosenheim. Es wurde 2003 gegründet und war das erste Brustkrebszentrum in Bayern, das eine DKG-Zertifizierung erhielt. Bereits bei dieser Zertifizierung war die Frauenselbsthilfe Krebs e.V. eingebunden – eine Kooperation, die bis heute intensiv gepflegt wird.
„Die Frauenselbsthilfe Krebs hier vor Ort ist für unsere Patientinnen von großer Bedeutung“, sagt PD Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt und Leiter des Brustkrebszentrums. „Dort treffen sie auf Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, was eine Krebserkrankung bedeutet. Dieses Verständnis gibt Halt, hilft bei der Einordnung der Situation und dabei, Schritt für Schritt ins Leben zurückzufinden – etwas, das Medizin allein nicht leisten kann.“

Leben mit und nach Krebs: Begleitung auch über die Therapie hinaus

Die Möglichkeiten für Krebserkrankte, auch über die Behandlung hinaus begleitet zu werden, haben sich spürbar erweitert. Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt und Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums, engagiert sich mit Chefarzt Prof. Dr. Stefan von Delius und regionalen Partnern für verschiedene Projekte.
Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Rosenheim bestehen Workshops zu Ernährung und Lebensstil als auch kulturelle Angebote wie „Singen macht glücklich – ein Chor für Erkrankte“. Ergänzt werden sie durch Aktionen wie „Boxen gegen Krebs“ in Zusammenarbeit mit dem Sportbund DJK Rosenheim e.V.
„Bei diesen Aktivitäten erlebe ich, wie sehr unsere Patienten davon profitieren“, sagt Nowak. Die onkologischen Zentren unterstützen die Betroffenen bewusst auch über das Ende der Therapie hinaus. Der Austausch mit Selbsthilfegruppen und Initiativen aus der Region wird von beiden Seiten als bereichernd erlebt.

Unter einem Dach: Wie das Onkologische Zentrum Fachwissen bündelt

Das Onkologische Zentrum im RoMed Klinikum Rosenheim vereint mehrere nach DKG zertifizierte Organkrebszentren. Die Fachdisziplinen reichen von Gynäkologie, Chirurgie, Urologie und Internistischer Onkologie über Radiologie, Pathologie und Strahlenmedizin bis hin zu Gastroenterologie und Pneumologie.
Diese Struktur bündelt die Experten aus allen Bereichen, sorgt für klare Abläufe und garantiert hohe Qualitätsstandards. In den interdisziplinären Tumorkonferenzen stimmen sie jede Therapie gemeinsam ab. Die DKG-Zertifizierung steht für Transparenz, regelmäßige Überprüfung und den Zugang zu modernen Behandlungen – einschließlich klinischer Studien.

Früher erkennen, besser vorbeugen: Prävention als gemeinsame Aufgabe

Über 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Krebs, etwa vier Millionen leben mit der Krankheit. „2025 wurde im Onkologischen Zentrum bei rund 1.000 Patienten erstmalig eine Krebserkrankung diagnostiziert“, sagt Zentrumsleiter Dr. Gerhard Puchtler. „Krebs ist leider weit verbreitet, doch ein erheblicher Teil ließe sich durch gesunde Lebensweise vermeiden. Prävention und Früherkennung sind daher zentrale Bausteine unserer Arbeit. Auch die Selbsthilfegruppen spielen hier eine wichtige Rolle: Sie informieren und motivieren die Betroffenen, aktiv auf ihre Gesundheit zu achten.“
Prävention beginnt lange vor einer Behandlung. Wer sich ausgewogen ernährt, bewegt, nicht raucht und regelmäßig an empfohlenen Screenings teilnimmt, kann sein persönliches Risiko maßgeblich senken. Viele Krebserkrankungen lassen sich früh erkennen – und dann deutlich besser behandeln.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind empfohlen und ab welchem Alter?
  • Ab 20 Jahren: Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane (Frauen)
  • Ab 30 Jahren: Brustkrebsvorsorge (Frauen)
  • Ab 35 Jahren: Hautkrebs-Screening (alle 2 Jahre), Gebärmutterhalskrebs (alle 3 Jahre)
  • Ab 45 Jahren: Prostatakrebsvorsorge (Männer)
  • Ab 50–54 Jahren: Darmkrebsvorsorge (Stuhltest)
  • Ab 50–75 Jahren: Mammografie-Screening (Frauen)
  • Ab 55 Jahren: Darmspiegelung (Frauen und Männer)
  • Ab 50–75 Jahren: Lungenkrebsscreening für Risikogruppen (z. B. starke Raucher)

Der Weltkrebstag zeigt, worauf gute Krebsmedizin baut: fachliche Qualität, menschliche Nähe und das Zusammenspiel von Kliniken, Selbsthilfegruppen und Menschen, die Verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen.

Infostand am 4. Februar im RoMed Klinikum Rosenheim

Anlässlich des Weltkrebstags informiert das RoMed Klinikum Rosenheim über moderne Krebsversorgung und die zentrale Rolle der onkologischen Fachpflege. Am Mittwoch, 4. Februar, steht Patienten, Angehörigen sowie Interessierten eine Fachpflegekraft des Onkologischen Zentrums von 11 bis 14 Uhr für persönliche Gespräche zur Verfügung. Der Informationsstand befindet sich in der Eingangshalle, Haus 2, Ellmaierstraße 23, Rosenheim.
„Krebserkrankungen sind für Betroffene und Angehörige oft eine große Herausforderung. Am Weltkrebstag können Besucher am Informationsstand Fragen stellen und Orientierung finden“, sagt Pflegeexpertin APN Onkologie Stefanie Horn, MScN. „In unserer täglichen Arbeit begleiten wir die Patienten fachlich und persönlich, geben Sicherheit und helfen, Wege zu finden, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern.“

Kontaktmöglichkeit für Betroffene und Angehörige:
Rosenheim | Bayerische Krebsgesellschaft e.V.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Patient und onkologische Fachpflegekraft im Gespräch; Copyright RoMed Kliniken)

Physiotherapie Mölders spendet 500 Euro an Kinderklinik Rosenheim

Physiotherapie Mölders spendet 500 Euro an Kinderklinik Rosenheim

Rosenheim – Mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt die Physiotherapie Mölders auch in diesem Jahr den Förderverein der Kinderklinik Rosenheim e.V. Das regionale Engagement kommt direkt jungen Patienten zugute.

Was für viele ein einmaliges Engagement wäre, ist für Aron Mölders längst eine liebevolle Tradition geworden: Seit vielen Jahren unterstützt er den Förderverein der Kinderklinik regelmäßig, um dort zu helfen, wo Wärme, Trost und ein Lächeln besonders wichtig sind. „Die Spende kommt direkt den Kindern zugute – für kleine Lichtblicke im Klinikalltag, für Spielmaterialien, besondere Aktionen oder einfach dafür, den Aufenthalt ein kleines bisschen freundlicher und bunter zu machen. Denn gerade Kinder brauchen in schwierigen Momenten nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch Geborgenheit, Mut und Hoffnung“ zitierte Mihaela Hammer, Vorsitzende des Fördervereins.
Der Förderverein der Kinderklinik Rosenheim e.V. bedankt sich von für die Unterstützung. Spenden wie diese zeigen, dass Mitgefühl und soziales Engagement eine große Kraft haben – besonders dann, wenn sie immer wieder kommen.
(Quelle: Pressemitteilung Förderverein der Kinderklinik Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Auf dem Bild links: Aron Mölders, rechts: Mihaela Hammer, Vorsitzende des Fördervereins der Kinderklinik Rosenheim e.V. Copyright Fördervereins der Kinderklinik Rosenheim e.V.)

Polizei stellt Kokain und Marihuana auf der A8 sicher – 23-Jähriger in Untersuchungshaft

Polizei stellt Kokain und Marihuana auf der A8 sicher – 23-Jähriger in Untersuchungshaft

Rohrdorf / Landkreis Rosenheim – Am frühen Montagmorgen,(2.2.2026) stellten Beamte der Grenzpolizeistation Grassau bei einer Kontrolle auf der Autobahn A8 bei Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) eine nicht unerhebliche Menge an Betäubungsmitteln sicher. Die Ermittlungen übernahmen die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim.

Gegen 0:55 Uhr kontrollierten die Beamten ein in Richtung München fahrendes Fahrzeug mit vier Insassen. Im Rahmen der Durchsuchung entdeckten die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben über 100 Gramm Kokain sowie rund 2 Kilogramm Marihuana im Fahrzeug, die sichergestellt wurden.

Der 23-jährige Beifahrer mit Wohnsitz in Österreich wurde nach Angaben der Polizei wegen des Verdachts mehrerer Verstöße im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität vorläufig festgenommen. Die drei weiteren Insassen standen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht im Verdacht, an den Delikten beteiligt zu sein.

Nach der ersten Sicherung der Tatortmaßnahmen übernahm noch in der Nacht der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Ermittlungen. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein wird die weitere Bearbeitung durch das Fachkommissariat 4 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim fortgeführt.

Aufgrund der ermittelten Sachlage beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen. Dieser wurde noch am Montag dem Richter vorgeführt. Nach Erlass des Untersuchungshaftbefehls wurde der Mann mit ungarischer und serbischer Staatsbürgerschaft in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Nach Verkehrsproblemen: Provisorischer Gehweg an Baustelle Münchener Straße 26

Nach Verkehrsproblemen: Provisorischer Gehweg an Baustelle Münchener Straße 26

Rosenheim – Die Baustelle an der Münchener Straße 26 sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder für Kritik und Ärger bei Verkehrsteilnehmern. Grund dafür waren die beengten Platzverhältnisse rund um das Bauvorhaben. Nun sollen bauliche Änderungen für Entlastung sorgen: Durch den Austausch des Baukrans wird Platz frei, um einen provisorischen Gehweg entlang der Baustelle einzurichten.

Auf dem Grundstück an der Münchener Straße 26 wird derzeit ein neues Gebäude errichtet. Zuvor befanden sich dort ein Einrichtungsladen mit Dekoartikeln sowie ein Modegeschäft. Für die Bauarbeiten musste ein Kran aufgestellt werden, der erheblichen Platz beanspruchte. Ein Teil des Gehwegs wurde abgesperrt, die Absperrung ragte stellenweise bis in die Fahrbahn hinein.

Unübersichtliche Situation für Fußgänger, Autofahrer und Geschäfte

Durch die Absperrungen entstand eine unübersichtliche Verkehrssituation. Wie ein Anlieger im Gespräch mit Innpuls.me schilderte, kam es immer wieder zu problematischen Momenten. Fußgänger waren gezwungen, an dieser Stelle auf die Fahrbahn auszuweichen. Teilweise gingen sie auf der Straße weiter oder wechselten auf den Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite beim Salingarten.

Auch für Autofahrer war die Situation teils schwierig. Aufgrund der beengten Fahrbahn wichen einzelne Fahrzeuge einfach auf den Gehweg aus, da ihnen die Straße an der Baustelle zu eng erschien.

Geschäfte klagten über Umsatzeinbußen

Zudem klagen die anliegenden Geschäfte über Umsatzeinbußen. Ein direkter Anlieger berichtete, dass er rund 50 Prozent weniger Umsatz verzeichne, weil viele Fußgänger die Straßenseite mit den Geschäften meiden und lieber auf der Seite des Salingartens bleiben.

Stadt kündigt Maßnahmen an

Am vergangenen Wochenende wurde ein neuer Baukran  für die weiteren Bauschritte aufgestellt (wir berichteten): Auf Nachfrage von Innpuls.me teilte die Stadtverwaltung mit,, dass sich dadurch die Verkehrssituation nun wieder entlasten lassen. Denn der neue Baukran benötige weniger Platz als der bisherige Kran. Dadurch sei es nun möglich, einen provisorischen Gehweg an der Baustelle vorbei einzurichten.

Der provisorische Gehweg soll mit Gittern von der Fahrbahn abgetrennt werden. Zusätzlich ist vorgesehen, auch den Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite abzugrenzen, um dort die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll in den kommenden Tagen erfolgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Rosenheimer Innenstadt, 1973

Rosenheimer Innenstadt, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1973. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Rosenheimer Innenstadt.

Fotografiert wurde vom Rosenheimer Klinikum aus in Richtung Kirche St. Nikolaus. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Faschingsball des BRK begeistert rund 650 Gäste in Rosenheim

Faschingsball des BRK begeistert rund 650 Gäste in Rosenheim

Rosenheim – Rund 650 Besucher feierten am gestrigen Sonntag (1. Februar) im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim den traditionellen Faschingsball des Bayerischen Roten Kreuzes. Die Veranstaltung für Senioren sowie für Menschen mit Behinderung stand erneut ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Musik und Lebensfreude.

Eine fröhliche und lebendige Stimmung prägte am Sonntagnachmittag den BRK-Faschingsball. Die traditionsreiche Veranstaltung des Bayerischen Roten Kreuzes brachte Menschen unterschiedlicher Generationen und mit verschiedenen Lebenshintergründen zusammen und bot einen abwechslungsreichen Faschingsnachmittag.
Rund 650 Gäste – mit und ohne Kostüm, Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderung – nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern, zu tanzen und den Fasching in geselliger Atmosphäre zu genießen.

Begrüßung durch BRK und Stadt Rosenheim

Begrüßt wurden die Besucher von der BRK-Kreisvorsitzenden Daniela Ludwig, Oberbürgermeister Andreas März sowie der Organisatorin des Balls, Margit Heger. In ihren Ansprachen wurde insbesondere das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des BRK hervorgehoben, die maßgeblich zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitrugen. Auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren unter den Gästen.

von Links, Daniela Ludwig, Andreas März und Margit Heger Copyright BRK Rosenheim

(Bei der Begrüßung, von Links: Daniela Ludwig, Andreas März und Margit Heger. Copyright BRK Rosenheim)

Musik, Tanz und Showeinlagen

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Live-Band „Bast scho“, die mit einem abwechslungsreichen Programm zum Tanzen einlud. Zusätzliche Höhepunkte setzten die Auftritte mehrerer Faschingsgarden aus Rosenheim, Bad Aibling und Aschau, der Chiemseenixen aus Bernau sowie der Showtanzgruppe Attl, die beim Publikum großen Anklang fanden.

Tradition mit besonderem Stellenwert

Der BRK-Faschingsball zieht seit Jahren Gäste aus dem gesamten Landkreis Rosenheim und darüber hinaus an und hat innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes einen besonderen Stellenwert. Die Veranstaltung gilt als gelungenes Beispiel für gelebte Inklusion, Gemeinschaft und Freude am Miteinander. Am Ende des Nachmittags waren sich viele Besucher einig: Die Vorfreude auf den nächsten Faschingsball ist bereits groß.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright BRK Rosenheim)