Rosenheim richtet kommunalen Ordnungsdienst ein – Stadtrat beschließt Grundsatzentscheidung

Rosenheim richtet kommunalen Ordnungsdienst ein – Stadtrat beschließt Grundsatzentscheidung

Rosenheim – Nach intensiver Diskussion ist der Weg für einen kommunalen Ordnungsdienst in Rosenheim frei: Bei der Stadtratssitzung am gestrigen Mittwochabend (28.1.2026) stimmten die Stadträte einstimmig für die Einrichtung. Damit beauftragten sie die Verwaltung, ein Konzept für die schnellstmögliche Umsetzung zu erstellen und die entsprechenden Stellen zu schaffen.

Nach intensiver Diskussion ist der Weg für einen kommunalen Ordnungsdienst in Rosenheim frei: Bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend (28.1.2026) stimmten die Stadträte einstimmig für die Einrichtung. Damit beauftragten sie die Verwaltung, ein Konzept für die schnellstmögliche Umsetzung zu erstellen und die entsprechenden Stellen zu schaffen.

Oberbürgermeister März erläutert Beweggründe

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März klärte vor der Abstimmung noch einmal auf, warum seiner Ansicht nach in Rosenheim ein kommunaler Ordnungsdienst notwendig ist: „Aus rechtlicher Sicht ist eine Kommune an erster Stelle für Ordnung und Sicherheit zuständig. Wenn man dann alleine nicht mehr weiterkommt, ruft man die Polizei.“ Diese Arbeitsteilung kenne man bereits von der kommunalen Verkehrsüberwachung. „Außer mit der kommunalen Verkehrsüberwachung ist die Stadt derzeit als Sicherheitsbehörde in der Stadt nicht präsent“, erklärte März. Mit dem neuen Ordnungsdienst soll dieser „Lückenschluss zwischen dem, was wir schon haben und was wir nicht haben“ erfolgen.
März erläuterte, dass sich der Dienst vor allem auf öffentliche Plätze, Parks, Wertstoffinseln und Spielplätze beziehen könne.

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Daniela Dickhoff von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wies darauf hin, dass sie es gut fände, wenn der Ordnungsdienst zusätzlich auch Verkehrssünder ahnden könnte: „Wenn der kommunale Ordnungsdienst beispielsweise sieht, dass ein Auto falsch auf einem Fahrradweg parkt oder ähnliches, müsste er doch auch handeln dürfen.“ März schloss dies jedoch aus.

Prävention, Präsenz, Empathie

Ziel des Ordnungsdienstes ist es, durch regelmäßige Streifen das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen und präventiv tätig zu sein. „Empathie und Konsequenz“ sollen dabei Leitprinzipien der Arbeit sein, so März.

Reaktionen aus dem Stadtrat

Dr. Wolfgang Bergmüller (CSU) begrüßte die Entscheidung und unterstützte den Beschluss ebenso wie Robert Multrus von der Stadtratsfraktion UP/Freie Wähler: „Das schafft ein Gefühl der Sicherheit und sorgt sicher auch für Respekt bei denen, die meinen, sie können stören.“

Anna Rutz (Grüne) bezeichnete das Sicherheitsgefühl der Bürger als zentral: „Sicherheitsgefühl ist total wichtig.“ Sie wies jedoch auf offene Fragen zur Ausbildung und Qualifikation der Kräfte hin, um sicherzustellen, dass sie im Ernstfall richtig reagieren können.

Ricarda Krüger von der Rosenheimer SPD betonte: „Ich finde es auch sehr wichtig!“ Gleichzeitig äußerte sie, ähnlich wie Sonja Gintenreiter von der SPD, die Sorge, dass man mit dem Ordnungsdienst „Leuten die Möglichkeit gibt, ihre Autorität auszuspielen, so wie sie eigentlich keine Befugnis haben.“ Sonja Gintenreiter ergänzte zudem, dass angesichts der aktuell vielen weltweit negativen Nachrichten die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes die Bürger zusätzlich verunsichern könnte, und forderte daher bei der Einführung Fingerspitzengefühl. Ihr war darum wichtig, dass eine fundierte Ausbildung der Kräfte sichergestellt wird und eigenes Personal eingesetzt wird.

Nächste Schritte

Mit der gestrigen Grundsatzentscheidung ist der Startschuss für die Ausarbeitung eines detaillierten Konzepts gefallen. Darin sollen unter anderem Ausbildung, Einsatzorte, Rechte und Pflichten der Ordnungsdienst-Mitarbeiter geklärt werden. Nach Fertigstellung des Konzepts wird der Stadtrat erneut entscheiden, wann und in welcher Form der Dienst seinen Betrieb aufnimmt.
(Quelle: Artikel: Karin Staudhammer // Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Ein kleiner Zettel, ein großer Appell an Hundehalter

Ein kleiner Zettel, ein großer Appell an Hundehalter

Rosenheim – Ein laminierter Zettel an einem Masten in der Hofmannstraße in Rosenheim sorgt derzeit für Aufmerksamkeit – und erinnert mit leisen Worten an ein großes Thema. Daneben hängen einige kleine Mülltüten. Die Botschaft richtet sich direkt an Hundehalter und passt zu einem Thema, das die Stadt Rosenheim auch offiziell beschäftigt: dem verantwortungsvollen Umgang mit Hundekot, wie ihn der städtische „Knigge für Hundehalter“ beschreibt.

Der Zettel selbst ist schlicht gehalten – und gerade deshalb so eindrücklich. Verfasst ist er aus der Perspektive eines dreijährigen Kindes, das auf seinem täglichen Weg zu zwei Spielplätzen Müll sammelt. Für ihn und seinen kleinen Bruder sei dieser Weg oft „sehr unangenehm“, heißt es darin. Die Bitte an Hundehalter ist höflich formuliert: die Hinterlassenschaften ihrer Tiere aufzusammeln. Falls gerade keine Tüte zur Hand sei, habe man vorgesorgt – ein paar davon hängen direkt am Mast.

Dass ein so junger „kleiner Stadtbewohner“ hier stellvertretend spricht, verleiht dem Zettel eine besondere Note. Aufgehängt wurde er selbstverständlich von Erwachsenen – vermutlich von Mama oder Papa –, doch die Perspektive des Kindes macht deutlich, worum es geht: um Rücksicht im Alltag und um saubere Wege für alle.
Hundekot auf Gehwegen, in Parks, auf Feldern und Grünflächen ist auch in Rosenheim ein immer wieder diskutiertes Ärgernis. Neben dem offensichtlichen Ekelfaktor verursacht das Liegenlassen erhebliche Reinigungskosten für die Kommunen. Ein Fakt, der oft überrascht: Ein durchschnittlicher Hund hinterlässt im Laufe seines Lebens rund eine Tonne Kot.

Ein Hund produziert 1 Tonne Kot im seinem Leben

Was diese Zahl bedeutet, wird deutlich, wenn man sie auf Rosenheim herunterbricht: In der Stadt sind aktuell rund 2 000 Hunde registriert (Stand: Hundesteuer-Mitteilung zum Jahreswechsel). Rein rechnerisch kommen damit im Laufe der Jahre etwa 2 000 Tonnen Hundekot zusammen – eine enorme Menge, die zeigt, wie groß die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs für eine Stadt wie Rosenheim tatsächlich ist.

Um für mehr Bewusstsein zu sorgen, hat das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Rosenheim einen eigenen „Knigge für Hundehalter“ veröffentlicht. Darin wird unter anderem daran erinnert, dass
– die Hundesteuer nicht für die Beseitigung der Hinterlassenschaften verwendet wird,
– Hundehalter immer eine Tüte dabei haben sollten,
– vorhandene Hundekottütenspender zu nutzen sind,
– Hundekot ordnungsgemäß zu entsorgen ist,
– landwirtschaftlich genutzte Flächen tabu sind
– und Spielplätze grundsätzlich nicht betreten werden dürfen.

Unterstützt werden diese Regeln durch zahlreiche Hundekottütenspender im Stadtgebiet. Die Standorte sind auf einer interaktiven Karte auf der Homepage der Stadt Rosenheim verzeichnet – ein Angebot, das den verantwortungsvollen Umgang zusätzlich erleichtern soll.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Stadt Rosenheim – Umwelt- und Grünflächenamt / Beitragsbild: Fotomontage Karin Wunsam)

Starbulls Rosenheim laden Kinder zum zweiten Kidsday ins ROFA-Stadion ein

Starbulls Rosenheim laden Kinder zum zweiten Kidsday ins ROFA-Stadion ein

Rosenheim – Am Samstag, 21. Februar, veranstalten die Starbulls Rosenheim ihren zweiten Kidsday der Saison. Kinder bis einschließlich Jahrgang 2019 können im ROFA-Stadion spielerisch den Eishockeysport kennenlernen und gemeinsam mit Trainern sowie Profispielern erste Erfahrungen auf dem Eis sammeln.

Beim zweiten Kidsday der Starbulls Rosenheim steht der Spaß an Bewegung und Teamgeist im Vordergrund. Kinder, die zum ersten Mal Schlittschuhe anziehen oder bereits erste Erfahrungen auf dem Eis haben, sind gleichermaßen willkommen.
Unter Anleitung der Nachwuchstrainer können die Teilnehmer abwechslungsreiche Übungen und kleine Spiele ausprobieren. Besonderes Highlight: Auch Spieler der 1. Mannschaft sind auf dem Eis dabei und zeigen den Kindern den Eishockeysport hautnah.
Die Veranstaltung findet von 11:10 bis 12:30 Uhr statt. Die Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Alle Details zum Ablauf und das Anmeldeformular finden Interessierte auf der offiziellen Website unter www.starbulls.de/kidsday.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Copyright: Christoph Sinzinger)

Erste Hilfe fürs Leben: Malteser bieten vergünstigte Kurse für Schulen in Rosenheim und Umgebung

Erste Hilfe fürs Leben: Malteser bieten vergünstigte Kurse für Schulen in Rosenheim und Umgebung

Rosenheim – Die Malteser Rosenheim-Miesbach bieten Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Miesbach ab sofort vergünstigte Erste-Hilfe-Grundkurse für Schüler an. Ziel ist es, lebensrettende Kompetenzen frühzeitig zu vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen zu stärken.

Erste Hilfe leisten zu können, zählt zu den wichtigsten Alltagskompetenzen. Gerade für Jugendliche bedeutet das Wissen um richtiges Handeln im Notfall mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein. Um diese Fähigkeiten gezielt zu fördern, bieten die Malteser Rosenheim-Miesbach Schulen in der Region nun Erste-Hilfe-Grundkurse zu reduzierten Konditionen an.
„Konkrete Maßnahmen der Ersten Hilfe einzuüben bringt Kompetenz für den Notfall und nebenbei werden Werte wie Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl vermittelt und gelebt“, erklärt Wilhelm Bothar, Leiter Ausbildung der Malteser Rosenheim-Miesbach.

Neben der unmittelbaren Hilfeleistung im Notfall leistet die Auseinandersetzung mit Erster Hilfe einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung. Eine möglichst flächendeckende Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen erhöht zudem die Chance, dass Betroffene im Ernstfall schnell und effektiv unterstützt werden. Gerade Schulen können hier einen entscheidenden Beitrag leisten.
Jugendliche können ihr Wissen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule anwenden – etwa bei der Erstversorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand. Dadurch lässt sich langfristig auch die Quote der Laienreanimation in Deutschland erhöhen.

Details zu den Kursen

Die angebotenen Kurse umfassen neun Unterrichtseinheiten und werden speziell für Schüler durchgeführt. Der vergünstigte Preis beträgt 41 Euro statt regulär 75 Euro pro Person. In der Kursgebühr ist eine Bescheinigung enthalten, die auch für den Führerschein anerkannt wird.
Weitere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 08031/80957-118, per E-Mail an ausbildung.rosenheim@malteser.org oder online unter www.malteser-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim-Miesbach / Beitragsbild: Wer in seiner Schule einen Erste-Hilfe-Kurs der Malteser zum Sonderpreis absolviert, kann die Bescheinigung auch für den Führerschein nutzen. Copyright Lena Kirchner/Malteser)

Wertstoffinsel Am Nörreut in Rosenheim wird ab Februar vorübergehend aufgelöst

Wertstoffinsel Am Nörreut in Rosenheim wird ab Februar vorübergehend aufgelöst

Rosenheim – Aufgrund von Bauarbeiten am Lehrschwimmbecken wird die Wertstoffinsel Am Nörreut ab Februar 2026 temporär aufgelöst. Als Alternativen stehen mehrere Wertstoffinseln im Stadtgebiet Rosenheim zur Verfügung.

Aufgrund von Baumaßnahmen am Lehrschwimmbecken wird die Wertstoffinsel Am Nörreut ab Februar bis zum Ende der Bauarbeiten aufgelöst. Genutzt werden können stattdessen die Wertstoffinseln Bismarckstraße, Brixstraße, Hofmannstraße oder Brianconstraße.
Auf den Wertstoffinseln Bismarckstraße und Brianconstraße finden sich Container für Glas, Papier, Leichtverpackungen, Bioabfall und kompostierbare Grünabfälle. In der Brixstraße stehen Container für Papier und Leichtverpackungen. Auf der Wertstoffinsel Hofmannstraße welche für Glas, Papier und Leichtverpackungen.
Weitere Informationen zur Abfallentsorgung finden sich unter www.rosenheim.de/buergerservice/ver-und entsorgung/wertstoffinseln/ und unter www.swro.de/de/entsorgung
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Stadtpost, Rosenheim, 1911

Stadtpost, Rosenheim, 1911

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1911. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Stadtpost am Rosenheimer Ludwigsplatz. 

Die Geschichte der Rosenheimer Stadtpost geht zurück bis in das früh 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde die Post noch mit Kutschen ausgeliefert. Eine Postlinie bestand beispielsweise zwischen Wasserburg und Miesbach. 
Heute natürlich längst Geschichte – aber das Gebäude auf unserem Fotooldie existiert auch heute noch. Allerdings gibt es im Erdgeschoss nun ein Modegeschäft anstatt einer Postfiliale. Diese wurde am 31. Oktober 2019 geschlossen. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)