Interview zum „schneelosen“ Winter

Interview zum „schneelosen“ Winter

Aschau / Landkreis Rosenheim – Nach einem kurzen Intermezzo im vergangenen November präsentiert sich der Winter bis jetzt alles andere als winterlich. Wie sich der derzeit „schneelose“ Winter im Bergsteigerdorf Sachrang und Priental aus touristischer Sicht auswirkt, darüber spricht Tourismuschef Herbert Reiter im Interview.

Portrait Herbert Reiter

Tourismuschef Herbert Reiter. Foto: re

Frage: Sind die Belegungszahlen von Hotels und Ferienwohnungen in Sachrang diesen Winter ähnlich wie in den Vorjahren?
Antwort: Genaue Zahlen liegen derzeit noch nicht vor. Die hohen Temperaturen und das „frühlingshafte“ Wetter haben zwar die Wintersport-Freuden ziemlich eingedämmt, jedoch sind trotzdem erfreulicherweise viele Gäste angereist, um bei uns im Tal ihren Urlaub zu genießen. Die Wettersituation ist zwar „eine Herausforderung“, nichtsdestotrotz heißt es aus den Gegebenheiten das Beste zu machen, und den Blick nach vorne zu richten. Ausgeblieben sind nicht unsere Gäste, sondern Frau Holle.

Frage: Wie viele Touristen kommen jeden Winter nach Sachrang?
Antwort: Da Sachrang als relativ schneesicher gilt, sind im Winter, vor allem in den Ferienzeiten wie Weihnachten und Fasching, die Unterkünfte gut gebucht, diese dann auch schon sehr weit im Voraus, so dass bei der Buchung für den Gast das Wetter bzw. die Schneelage noch gar keine Rolle spielt. Um die 4000 Übernachtungs-Gäste riesen im Winterhalbjahr an. Hinzukommen natürlich auch noch viele Tagesgäste, die das beschauliche Dorf am Fuße von Geigelstein und Spitzstein besuchen.

Frage: Wie macht sich der Schneemangel bemerkbar?
Antwort:
Der Schneemangel lässt unsere Langläufer richtiggehend im Stich. Rundherum in der Region gibt es keine Möglichkeit, diesen Sport auszuüben oder zu trainieren. Das ist sehr schade. Zusätzlich sind unsere Skiliftbetreiber und die Skischulen schmerzlich betroffen. Gerade wenn man dabei auch an die Wirtschaftskraft denkt, die diese Betriebe in die Gemeinde bringen, sind das enorme Einbußen. Explizit erwähnen möchte ich, dass wir sehr dankbar sind, solche renommierten und engagierten Wintersport-Einrichtungen im touristischen Angebot zu haben. Das kleine und feine Skigebiet in Sachrang für nordisch, klassisch und alpin, sind enorm wichtig. Hier lernen die Kleinsten das Skifahren und Langlaufen, dort werden Grundlagen geschaffen.

Frage: Ist die Wintersaison bei Touristen beliebter als die Sommersaison?
Antwort: Jede Jahreszeit hat was für sich und das sehen unsere Gäste genauso. Auch wenn sich Wintersaisonzeiten wie in diesem Jahr verkürzen, wird sich die Sommersaison mit der Zeit sicher verlängern, was wiederum einen Ausgleich der Übernachtungszahlen mit sich bringt.

Frage: Was schätzen Touristen besonders an dem Bergsteigerdorf Sachrang?
Antwort: Zum einen die Beschaulichkeit, das Naturbelassene, ja einfach den Urlaub unbeschwert zu genießen. Zum anderen den echten Berg-Urlaub in intakter Kultur- und Naturlandschaft, abseits von Touristenhochburgen. Auch die Nahversorgung und regionale Produkte, die zum Beispiel im Dorfladen Sachrang erhältlich sind, schätzen unsere Gäste sehr. All dies ist ein sehr wertvolles Kapital. Weniger ist mehr, das ist die Devise – wer das schätzt ist im Bergsteigerdorf Sachrang genau richtig. Eins ist sicher – Bergsteigerdörfer sind mit ihren Leitgedanken „kein Schnee von gestern“.

Frage: Wie reagieren Sie langfristig auf den Klimawandel?
Antwort: Im Bergsteigerdorf Sachrang wird nicht auf den großen Massen-Skitourismus gesetzt, sondern auf den sanften naturnahen Tourismus. Wir wollen ja eine Alternative zum großen Skizirkus sein. Die Natur und das Klima sollen so genommen und genutzt werden, wie diese sind. Das schätzen unsere Bürger, Übernachtungs- und Tagesgäste sehr. Übergeordnetes Ziel des touristischen Leitgedankens ist es, die Ursprünglichkeit und Schönheit der unerschlossenen alpinen Landschaft nachhaltig zu bewahren. Sie ist das touristische Kapital, welches auch noch den nächsten Generationen als Lebensgrundlage dienen wird, davon bin ich absolut überzeugt. Bergsteigerdörfer sind vorbildhafte regionale Entwicklungskerne im nachhaltigen Alpintourismus.

Frage: Welche Aktivitäten ohne Schnee empfehlen Sie besonders?
Antwort: Wir blicken bei unseren touristischen Angeboten immer auf das gesamte Priental und die Region. Für besondere Freude und großen Zuspruch hat in diesem Jahr der neu errichtete Stern-Laternen-Weg am Fuße von Schloss Hohenaschau gesorgt. 50 individuell aus Holz gestaltete Holz-Laternen haben eingeladen, sich auf den Weg zu machen und dabei Natur, Landschaft und die Ruhe besonders stimmungsvoll wahrzunehmen. Auch die offenen DAV-Berghütten und Almen laden zu einer Bergtour ein. Sei es der Spitzstein im Westen, der Geigelstein im Osten, oder eine gemütliche Talwanderung – alles hat seinen Reiz und das bei jedem Wetter. Wer dies schätzt, ist in Sachrang gut aufgehoben. Auch ein Ausflug auf die Kampenwand, oder zum Relaxen in die nahegelegene Thermen- und Saunalandschaften, sowie kulturelle Ausflüge nach Rosenheim ,Kufstein oder Salzburg, sind empfehlenswert. Unsere Region ist so vielfältig. Auch ein Sprung in das benachbarte Tirol und Salzburgerland lohnt sich, ist gut und schnell erreichbar.

Frage: Gibt es in Sachrang einen Dialog zum Bergsteigerdorf zwischen Bürger und Touristiker?
Antwort: Selbstverständlich. Seit Anbeginn des Bergsteigerdorfs vor fünf Jahren gibt es einen Austausch mit interessierten Sachranger Bürgern und Leistungsträgern. Ganz aktuell hat sich eine neue 15-köpfige Gruppe zusammengetan, um künftig die Belange und Leitgedanken des Bergsteigerdorfs Sachrang weiter zu stärken und voranzubringen. Auch die beiden Gemeinderäte*innen aus Sachrang vertreten die Interessen des Bergsteigerdorfs sehr engagiert in ihrem Plenum. Neben der Entwicklung von generellen Strategien, ist die lokale Initiative besonders wichtig.
(Quelle: Presseinformation Tourist Information Aschau im Chiemgau, Beitragsbild: H. Reiter, Foto: re)

Kultur und Genuss in Prien

Kultur und Genuss in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Donnerstag, 19. Januar, begeben sich Interessierte in Prien am Chiemsee auf einen zweieinhalbstündigen Spaziergang unter dem Motto „Kultur & Genuss“. Die Führung beginnt in der Galerie im Alten Rathaus, Alte Rathausstraße 21, mit einem Rundgang durch die jurierte Jahresausstellung zeitgenössischer Kunst „Künstlerlandschaft Chiemsee `22“.

In einer langen Tradition der Kunst am Chiemsee stehend, präsentieren über 80 Künstler aus der Region ihre aktuellen Werke. Gezeigt werden Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation. Nach einem kurzen Weg entlang der Priener Kulturmeile gelangen die Teilnehmer:innen zu einer weiteren kulturellen Besonderheit, dem denkmalgeschützten KronastHaus mit der Sammlung Abé. Diese umfasst Werke des Genremalers Hugo Kauffmann und weiterer bedeutender Maler der Region um den Chiemsee, die im sorgfältig sanierten ersten Stock beherbergt sind. Im Anschluss an den Rundgang durch das kleine, sehr feine Museum werden die Besucher:innen im Erdgeschoss, in der Café-Bar „Scherzl“, mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt.

Weiterer Termin am Donnerstag, 26. Januar 2023. Treffpunkt ist jeweils um 17 Uhr an der Galerie im Alten Rathaus, Alte Rathausstraße 21. Anmeldung im Tourismusbüro Prien erforderlich, die Teilnehmerzahl ist auf acht Personen begrenzt. Preis 20 Euro (inkl. Aperitif und Snack). Vermittler: Prien Marketing GmbH.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH)

Blick hinter die Kulissen

Blick hinter die Kulissen

Prien / Landkreis Rosenheim  – Die Chiemsee-Schifffahrt, genauer Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Feßler KG, ist seit über 100 Jahren in Prien am Chiemsee verankert. Am Freitag, 20. Januar, erhalten Interessierte bei einer Werftführung einen Blick hinter die Kulissen. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der „König-Ludwig-Säule“ in Prien / Stock Hafen. Anmeldung im Tourismusbüro Prien erforderlich.

An 365 Tagen im Jahr bringen die Linienschiffe ihre Passagiere vom Hafen Prien/Stock auf die Frauen- und Herreninsel und auch zum Nachbarort Gstadt am Chiemsee. Im Sommer kann man mit der „Großen Chiemsee-Rundfahrt“ auch die Anlegestellen Bernau, Übersee, Chieming und Seebruck anfahren.

Am Freitag, 20. Januar erhalten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen der Chiemsee-Schifffahrt. Die rund einstündige Werftführung enthält Themen von den Anfängen der Dampfschifffahrt auf dem Chiemsee im Jahr 1845 über die weitere Entstehungsgeschichte, den Umbau des Hafens beginnend im Jahr 2002 bis hin zu den Instandhaltungsarbeiten der Schiffe in der heutigen Zeit. Weitere Themen wie der Schlossbau auf der Herreninsel, der Bau und Unterhalt von den Anlegestegen, der Betrieb und die Instandhaltung der Chiemsee-Bahn sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen ebenfalls auf dem Programm der unterhaltsamen Führung.

Weiterer Termin am Freitag, 10. Februar 2023. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr an der „König-Ludwig-Säule“ in Prien/Stock Hafen. Anmeldung im Tourismusbüro Prien erforderlich, die Teilnehmerzahl beträgt 15 bis 20 Personen. Preis 9,50 Euro. Vermittler: Prien Marketing GmbH
(Quelle. Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH)

Wasser als Jahresmotto

Wasser als Jahresmotto

Prien / Landkreis RosenheimWasser ist das wichtigste und wertvollste Gut, dass wir auf der Erde haben. 2023 lenkt die wasserreiche Marktgemeinde Prien deshalb mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen die Aufmerksamkeit auf das touristische Jahresmotto „Wasser – tauch mal ein… in Prien am Chiemsee“. Eröffnung ist am 13. Januar.

Am Freitag, 13. Januar, um 18.30 Uhr eröffnet die Prien Marketing GmbH (PriMa) das Jahresmotto „Wasser – tauch mal ein… in Prien am Chiemsee“ mit einer Auftaktveranstaltung im Winterwald am Wendelsteinpark. Im Anschluss an die Eröffnungsfeierlichkeiten erwartet die Besucher ein geselligen Abend mit Eisskulptur-Vorführungen des Eiskünstlers Christian Staber, dampfenden Getränken und leckeren Essen vom PiratenPub sowie musikalischer Unterhaltung. Der Eintritt ist frei.
„Dank des belebenden Elements regt unser Erholungs- und Kneippkurort zum Entspannen und zu gesundheitsfördernder Bewegung an“, so die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. Zahlreiche Angebote – von Yoga am Chiemseeufer über Ruderboottouren, Segelkursen bis hin zu Kneippanwendungen – sorgen „im Jahr des Wassers“ für eine naturverträgliche Sportausübung bei der sich Einheimische als auch Gäste wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser fühlen.

Auch für Kinder wird 2023
in Prien viel geboten

Für Mädchen und Buben ist 2023 von Meerjungfrauenschwimmkursen bis Piratenfahrten faszinierendes geboten. Auch das themenbezogene Kulturprogramm ist mit allen Wassern gewaschen: ein Aktionstag mit Schiffstaufe und Wassersportflohmarkt, Aquarellausstellungen, Bootswerftführungen bei der Chiemsee-Schifffahrt, eine interaktive Werkstatt und Glasharfenkonzerte lassen Besucher die kostbare und lebenswichtige Ressource mit all ihren Facetten und mit allen Sinnen erleben.

Vorträge rund um das
Thema Wasser

Doch nicht nur für uns Menschen, auch für Tiere und Pflanzen ist das Wasser wichtig – die Gewässer zählen heute zu den artenreichsten und stark bedrohten Lebensräumen. Der voranschreitende Klimawandel und zunehmender Nutzungsdruck wirken sich auch auf die Wasserlandschaft des Chiemgaus aus. Auf interessanten Vorträgen und Themenführungen wird man aktiv für diese Thematik sensibilisiert. Referenten, Natur- und Gästeführer motivieren zu einem rücksichtsvollen Verhalten, um Gewässer- und Naturlandschaften langfristig zu schützen und zu erhalten.

Für das Thema „Wasser“ möchte die PriMa ortsansässige Schulen, Unternehmen, Gastronomiebetriebe und Vereine mit ins Boot holen, die den Jahresablauf mit kreativen, phantasievollen und informativen Aktionen bereichern. Interessierte, die sich an dem Jahresmotto 2023 beteiligen möchten, können sich bis Montag, 13. Februar 2023 bei Nina Mroczeck von Gliczinski, Projektleiterin der PriMa, unter Telefon  08051 / 6905-28 oder unter nmroczeck@tourismus.prien.de melden.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: @Prien Marketing GmbH – Tanja Ghirardini)

 

Start in das neue Jahr auf der Rotwand

Start in das neue Jahr auf der Rotwand

Rotwand / Landkreis Miesbach – Angesichts schon frühlingshafter Temperaturen zog es zum Jahreswechsel heuer besonders viele Menschen in die Berge. Die Mühen des Aufstiegs wurden dann auch vielerorts mit einem grandiosen Ausblick belohnt, wie unsere aktuellen Fotos von der Rotwand im Mangfallgebirge zeigen. 

Die Wanderung bis zum Rotwandhaus auf 1737 Meter gilt als leicht und führt über einen Forstweg. Von der Hütte geht es dann auf einem gut ausgebauten Weg weiter zum Gipfel. Die Wanderung ist auch im Winter gut machbar und darum schon immer gerade auch an Silvester beliebt, um den Jahreswechsel hoch oben zu erleben. Bei diesen grandiosen Bildern vom Sonnenauf- und Sonnenuntergang an Silvester kein Wunder.
(Quelle: Bildtext: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Julia Dinner)

Blick auf Gipfel von der Rotwand
Blick auf Berge und Täler von der Rotwand
Blick von de Rotwand auf leicht weiße Gipfel
Sonnenaufgang von der Rotwand aus
Sonnenaufgang von der Rotwand aus
Blick von der Rotwand auf die aufgehende Sonne
Blick auf Gipfel von der Rotwand aus
Alphornklänge zum Jahresausklang

Alphornklänge zum Jahresausklang

Aschau / Landkreis Rosenheim – Möge das neue Jahr 2023 der Region Rosenheim „Sau viel Glück“ bringen. Unsere Aufnahme zeigt die Katholische Pfarrkirche von Aschau im Chiemgau, Darstellung des Herrn und den durch Aschau schlängelnden Fluss, die Prien. Andächtig und sanft klingt das „alte Jahr 2022“ am Fuße der Kampenwand aus.

Alphornweisen erklingen zum Jahreswechsel und zum Gedenken an die verstorbenen langjährigen aktiven Gründungsmitglieder der Aschauer Alphornbläser, Adolf Kieweg, Konrad Anner und Wolfgang Fischer. Um 15 Uhr werden zum Jahresausklang die Aschauer Alphornbläser an der Fischerkapelle in Engerndorf spielen. Ebenfalls am Silvestertag, 31.Dezember gibt es um 16 Uhr eine feierliche Jahresschlussandacht in der Katholischen Aschauer Pfarrkirche.
(Quelle: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)