Polizei trainiert Bedrohungslage: Rahmenübung zur Einsatzbewältigung

Polizei trainiert Bedrohungslage: Rahmenübung zur Einsatzbewältigung

Holzkirchen / Landkreis Miesbach – Die Polizeiinspektion Holzkirchen führte am gestern 1. April eine groß angelegte Rahmenübung zur Bewältigung von Bedrohungslagen durch. Ziel war es, die Einsatzkräfte auf kritische Situationen vorzubereiten, in denen schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt ist.

Die Übung umfasste zwei alltägliche Szenarien, welche in einem leeren landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeindebereich von Warngau nachgestellt wurden.
Die beiden Szenarien stellten eine Situation häuslicher Gewalt dar, bei welcher der Täter anschließend mit einer Langwaffe in suizidaler Absicht das landwirtschaftliche Anwesen in unbekannte Richtung verlies.
Bei der Übung wurde Wert auf das Abarbeiten polizeilicher Konzepte, die Eigensicherung von Einsatzkräften, deeskalatives und kommunikatives Handeln, die Beachtung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften, sowie die Einsatznachbesprechung und Reflexion gelegt. Nach jedem Szenario folgte jeweils eine detaillierte Auswertung durch polizeiliche Einsatztrainier und Führungskräfte. Solche Szenarien erfordern Professionalität und schnelles Handeln. Regelmäßige Übungen helfen den Polizeibeamten, auf Ernstfälle adäquat vorbereitet zu sein.
An der Rahmenübung waren neben Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Holzkirchen auch die Polizeiinspektion Geretsried, die Polizeiinspektion Miesbach, der Zentrale Ergänzungsdienst Bad Aibling, sowie die Autobahnstation Holzkirchen mit div. Streifenbesatzungen beteiligt. Die Polizeiinspektion Holzkirchen wird auch in Zukunft regelmäßige Übungen durchführen, um die Einsatzkräfte adäquat auf unterschiedliche Lagen vorzubereiten, sowie die Sicherheit der Bürger bestmöglich zu gewährleisten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Polizei Copyright Polizeiinspektion Holzkirchen)

Hurra die Schule brennt: Übung der Feuerwehren Traunstein

Hurra die Schule brennt: Übung der Feuerwehren Traunstein

Kammer / Landkreis Traunstein – Rund 130 Feuerwehrleute aus Traunstein und Wolkersdorf führten an der Grundschule in Kammer (Landkreis Traunstein) vor Kurzem eine Gemeinschaftsübung durch. 

Der Traum vieler Abc-Schützen hat sich leider nicht erfüllt. Trotz Feueralarm im Schulgebäude und dem Einsatz aller fünf Feuerwehren der Großen Kreisstadt Traunstein geht der Betrieb in der Grundschule Kammer ganz normal weiter. Am Montagabend (17. März) übten rund 130 Einsatzkräfte das Vorgehen im Brandfall und konnten dank eines umfangreichen Innenangriffs unter Atemschutz innerhalb kurzer Zeit zahlreiche vermissten Personen in Sicherheit bringen. Begleitet wurde die Übung von mehreren „Schaulustigen – denen Gaffen ausdrücklich erlaubt war“. Die Übungsbeobachter hatten am Ende „wenig Grund zu jammern“ und bescheinigten einen insgesamt reibungslosen Einsatz der Beteiligten.
Im wechselnden Turnus führen die Feuerwehren Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf einmal jährlich eine große Gemeinschaftsübung durch. In diesem Jahr bemühten sich die Kammerer Kommandanten Alois Wimmer und Tobias Heigermoser um ein ebenso forderndes und realistisches Übungsszenario. Angenommen wurde ein Brand mit mehreren Vermissten im als Mehrzweckraum genutzten Teil des Dachgeschosses. Als „Verletztendarsteller“ haben die Buben und Mädchen der diesjährigen Firmgruppe mitgewirkt.

Feuer unter dem Dach der Schule

Nur wenige Augenblicke nach der Übungsalarmierung „unklare Rauchentwicklung im Schulgebäude“ trafen die Floriansjünger aus Kammer mit ihren beiden Löschfahrzeugen am Einsatzort an. Deutlich zu hören war das akustische Signal der hausinternen Brandmeldeanlage. Eine erste Erkundung ergab eine starke Rauchbildung im zweiten Obergeschoss des Gebäudes, worauf sich die ersten Einsatzkräfte unter Atemschutz zum Einsatz fertigmachten.
Nach und nach traf die Unterstützung der weiteren Einsatzkräfte am angenommenen Brandort ein. Sie erhielten durch die Einsatzleitung ihre Arbeitsaufträge. Geleitet wurde dieser von Zugführer Hubert Hobmaier, der zusammen mit der Mannschaft des Einsatzleitwagens aus Traunstein die Maßnahmen koordinierte. Rund 25 Minuten nach der Alarmierung waren sämtliche Aufgaben verteilt.

Zehn Atemschutztrupps zur Menschenrettung

Im nördlichen Bereich der Schule positionierten sich die Feuerwehren Kammer und Wolkersdorf, um über den Haupteingang der Schule die Menschenrettung und Brandbekämpfung durchzuführen. Die Einsatzkräfte waren außerdem mit der Tatsache konfrontiert, dass im Aufzug zwei Personen eingeschlossen waren, die ebenfalls gerettet werden mussten. Insgesamt kamen dort fünf Atemschutztrupps zum Einsatz. Darüber hinaus kümmerten sie sich um die Evakuierung der Kammerer Rentnersportgruppe, die sich in der Turnhalle sportlich betätigten.
Südlich der Schule wurden die Feuerwehren Hochberg und Traunstein tätig. Sie positionierten zunächst das Drehleiterfahrzeug, um im Fall einer Brandausbreitung die angrenzenden Gebäude durch einen Wasserwerfer schützen zu können. Gleichzeitig starteten sie über die Fluchttreppe einen Innenangriff unter Atemschutz und kontrollierten, ob von der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage eine Gefahr ausgeht.

Löschwasser aus Hydranten reicht nicht aus

„In Ortskern von Kammer können wir lediglich auf das Löschwasser aus den Hydranten zurückgreifen. Im Einsatzfall reicht dies für kleinere Brände aber keinesfalls für einen Dachstuhl- oder Wohnhausbrand“, betont Einsatzleiter Hubert Hobmaier und ergänzt, „aus diesem Grund muss dann mit größerem Zeitaufwand eine etwa 1.300 meterlange Löschwasserversorgung zum Rettenbacher Weiher oder den zu den Wasserbehältern in Gerating oder Neuhausen aufgebaut werden“. Dieses Szenario wurde zwar bedacht, auf den tatsächlichen Aufbau einer Versorgungsleitung wurde allerdings verzichtet.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Haslach erhielten den Auftrag, eine Verletztensammelstelle einzurichten und die Personen vor Ort zu betreuen, ehe sie der angenommenen Weiterversorgung durch den Rettungsdienst zugeführt wurden. Insgesamt konnten innerhalb von 45 Minuten sieben Menschen aus dem Dachgeschoss, zwei weitere Personen aus dem Aufzug sowie die Rentnersportgruppe der DJK Kammer erfolgreich gerettet werden.
Zu Übungszwecken wurde noch am Gerätewagen Atem-/Strahlenschutz „Betriebsbereitschaft“ hergestellt und eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet.

Lob vom Kreisbrandmeister für die 130 Teilnehmer

Nach rund einer Stunde intensiven Übens waren sämtliche Übungsziele erreicht. Im Nachgang versammelten sich die Teilnehmer in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses, um den Übungsabend bei einer von der Stadt spendierten Brotzeit gesellig ausklingen zu lassen. „Es freut mich sehr, dass heuer rund 130 Aktive an der Übung teilgenommen haben“, betonte Kreisbrandmeister Albert Rieder, der als Beobachter im Einsatz war. „Es gibt zwar immer etwas zu verbessern, sonst bräuchten wir ja nicht mehr üben, dennoch wurden alle Ziele strukturiert und geordnet verfolgt und eine ordnungsgemäße Arbeitsweise an den Tag gelegt“, so das erste Fazit des Kreisbrandmeisters.
Alois Wimmer brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er nun den „Staffelstab“ für die Vorbereitung der nächsten Übung an die Feuerwehr Haslach weitergeben konnte. „Ich bin bereits jetzt gespannt, mit was uns die Kameraden bei der kommenden Übung konfrontieren werden“, so der Kammerer Aktivenchef.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein) 

Große Feuerwehreinsatzübung am Montag in Kammer

Große Feuerwehreinsatzübung am Montag in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Am kommenden Montag (17. März) wird um 19 Uhr im Ortskern von Kammer (Landkreis Traunstein) eine größere Feuerwehrübung abgehalten.

Die fünf Feuerwehren der Großen Kreisstadt Traunstein proben an diesem Tag in Form einer Gemeinschaftsübung die Zusammenarbeit.
Bis etwa 21 Uhr kann es daher im Bereich der Kirche, Schule und des Kindergartens zu Verkehrsbehinderungen kommen. Insbesondere zu Beginn der Übung kann es auch auf der Kreisstraße TS 1 kurzfristige Behinderungen geben.
Teilnehmen werden die Wehren aus Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion. Interessierte Zuschauer sind eingeladen, den ehrenamtlichen Einsatzkräften während der Übung über die Schulter zu blicken.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Archiv Feuerwehr Traunstein Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Schockraum-Training: Wie Simulationen Leben retten

Schockraum-Training: Wie Simulationen Leben retten

Rosenheim – Wenn jede Minute zählt: Ein schwerverletzter Patient wird in den Schockraum eingeliefert. Das Team hat wenig Zeit, um ihn zu stabilisieren. Jeder Handgriff muss sitzen, die Kommunikation im Team muss stimmen. Damit in solchen Momenten alles reibungslos funktioniert, setzt das RoMed Klinikum Rosenheim auf Simulationstraining.

Um die Schwerverletztenversorgung kontinuierlich zu optimieren, investiert das RoMed Klinikum als zertifiziertes überregionales Traumazentrum in interdisziplinäre Fortbildungen. Ein praxisnahes Simulationstraining stellte kürzlich das interprofessionelle Team vor anspruchsvolle Notfallszenarien. Ärzte und Fachpflegekräfte aus Anästhesie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Notaufnahme und Radiologie trainierten direkt im klinikeigenen Schockraum, unter realistischen Bedingungen.
Auf dem Programm standen verschiedene Verletzungsmuster sowie kritische Zwischenfälle bei lebensbedrohlichen Patientenzuständen. Ziel war es, Abläufe, Kommunikation und lebensrettende Maßnahmen gezielt zu verbessern.

Präzision unter Druck: Warum Training Überlebenswichtig ist

„Die Behandlung schwerverletzter Patienten unter Notfallbedingungen und hohem Zeitdruck erfordert ein perfekt koordiniertes Teamwork. Standardisierung und effiziente Abläufe sowie eine klare Kommunikation sind entscheidend für den Erfolg“, erklärt PD Dr. Andreas Bauer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Zeckey, Leiter des RoMed-Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie, initiierte er das Trainingsprogramm.

High-Tech-Simulatoren und videobasierte Analysen für maximale Lerneffekte

Um die Trainings besonders effektiv zu gestalten, begleiteten erfahrene Instruktoren des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der LMU München die Übungseinheiten. Ein zentrales Element: die videobasierte Analyse der Simulationen. „Diese strukturierte Nachbesprechung ermöglicht es, Entscheidungswege zu reflektieren und Abläufe gezielt zu optimieren“, erläutert Dr. Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme.
Neben der Teamkoordination wurden auch praktische Fertigkeiten intensiv geschult, darunter die Atemwegssicherung und die Anlage von Drainagen. „Der große Vorteil eines High-Tech-Patientensimulators ist, dass wir hochkritische Behandlungsphasen in der Schwerverletztenversorgung im geschützten Umfeld durchspielen und wertvolle Erkenntnisse gewinnen können“, betont Prof. Dr. Zeckey.

Simulationstraining als Schlüssel zu besserer Notfallmedizin

Mit regelmäßigen Simulationstrainings setzt das RoMed Klinikum Rosenheim neue Maßstäbe in der Schwerverletztenversorgung. Das gezielte Training stärkt nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch die Teamarbeit, für eine noch bessere Patientenversorgung in lebensentscheidenden Momenten.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Erfolgreiches Training: von Rechts Chefarzt Prof. Dr. Christian Zeckey sowie Ärztlicher Direktor und Chefarzt PD Dr. Andreas Bauer mit Teamkolleginnen und  kollegen. Copyright RoMed Kliniken)

Praxistraining „Elektrofahrzeug“ für Feuerwehren

Praxistraining „Elektrofahrzeug“ für Feuerwehren

Tittmoning / Landkreis Traunstein – Im Rahmen zweier Halbtagesseminare konnten kürzlich insgesamt 27 Feuerwehrkräfte ihre Kenntnisse zu Einsätzen mit Beteiligung von Elektrofahrzeugen vertiefen. Schwerpunktmäßig beschäftigten sich die Floriansjünger mit der Brandbekämpfung von Elektrofahrzeugen.

Die vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein organisierte Fortbildung wurde auf Wunsch der Feuerwehr Tittmoning für die Feuerwehren des Kreisbrandmeisterbereichs „Florian Traunstein Land 3/2“ durchgeführt.
„Das Praxistraining baut auf die mehrteiligen Grundlagenseminare auf und ist derzeit die letzte Stufe in unserem Ausbildungskonzept Elektromobilität“, so Fach-Kreisbrandmeister Florian Ettmayr. Es dient in erster Linie dazu, die theoretischen Grundlagen zu festigen und in einem praktischen Training anzuwenden. Dazu bedient man sich eines speziellen Übungsfahrzeugs des Ausbildungsanbieters „q4flo“, der diese Seminarreihe für die heimischen Brandschützer durchführt.
Simuliert wird dabei ein Brand eines Elektrofahrzeuges, damit die Floriansjünger im Falle eines Falles schnell und richtig reagieren und die Gefahr letztlich beseitigen können. Inhaltlich werden auch die speziellen Gefahren solcher Fahrzeuge angesprochen. „Diese sind zwar anders, aber keinesfalls größer als bei Verbrennerfahrzeugen“, betont Florian Ettmayr und ergänzt, „daher ist es uns wichtig, dass die Feuerwehren vor Ort auch mit dieser Art von Fahrzeugantrieben umgehen können“.
Der Wunsch, speziell für die Feuerwehren der Stadt Tittmoning ein Seminar anzubieten reifte, weil die Feuerwehr Tittmoning bereits im vergangenen Jahr mit einem E-Auto konfrontiert wurde, dass in einen Verkehrsunfall verwickelt war.

Wissen festigen zur E-Mobilität

Auf dem Gelände der Feuerwehr Tittmoning wurde das Praxistraining in Form von zwei Halbtagsschulungen mit wechselnden Teilnehmern durchgeführt. Den Kern des Seminars bildeten kleine Eisatzübungen, bei denen von der Fahrzeugaufstellung des Löschfahrzeugs bis hin zur Brandbekämpfung durch die Atemschutzgeräteträger sämtliche Vorgehensweisen und Abläufe trainiert und im Nachgang reflektiert wurden. Neben Aktiven der Wehren aus Asten, Kay, Kirchheim, Tittmoning und Törring konnten Einsatzkräfte der Feuerwehren Taching am See und Lampoding daran teilnehmen und ihr Wissen über die Fahrzeugtechnik sowie ihre Fertigkeiten im Umgang mit „der E-Mobilität“ festigen.
Das positive Feedback aus den Reihen der Teilnehmer ist für den Ausbildungsverantwortlichen im Kreisfeuerwehrverband ein deutliches Zeichen dafür, „dass man auf die richtigen Inhalte setzt und der Bedarf an Schulungen mit modernen Antriebstechniken weiter vorhanden ist“, so Florian Ettmayr.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Feuerwehr Kirchheim)

Gefahrgutübung in Übersee

Gefahrgutübung in Übersee

Übersee  Traunstein – Ein angenommener Gefahrstoff-Unfall in einem landwirtschaftlichen Betrieb mobilisierte vor wenigen Tagen zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrkräfte und brachte wichtige Erkenntnisse für derartige Einsätze hervor.

Für die Einsatzübung hatten sich die Organisatoren ein ebenso realistisches wie herausforderndes Szenario überlegt. Knapp 60 Floriansjünger aus Übersee, Grabenstätt, Oberwössen, Kammer und Traunstein waren beteiligt, dazu Fachkräfte aus den Reihen der Kreisbrandinspektion. Ein Arbeiter war bei Umfüllarbeiten mit auslaufenden Flüssigkeiten in Berührung gekommen, die folgende chemische Reaktion hatte gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt. Neben der Menschenrettung an der unmittelbaren Einsatzstelle galt es den Radius einer möglichen „Schadstoffwolke“ zu bestimmen und die dort wohnenden Menschen vor möglichen Gesundheitsgefahren zu warnen.
Einsatzleiter und Kommandant Matthias Strohmayer ordnete zunächst die sichere Aufstellung der Feuerwehrfahrzeuge an und erkundete umgehend die Lage vor Ort. Weitere Kräfte bereiteten zeitgleich die Rettung und Versorgung der verletzten Personen vor. Unter Atemschutz wurde der Arbeiter aus dem Gefahrenbereich gerettet und zur weiteren medizinischen Versorgung an den Verletztensammelplatz gebracht. Um die ebenfalls leicht verletzte und unter Schock stehende Augenzeugin kümmerten sich unterdessen die Sanitäter der Feuerwehr Übersee. Parallel zur Menschenrettung wurden die schadhaften Gebinde gegen einen weiteren Stoffaustritt gesichert, die beteiligten Substanzen identifiziert und deren Eigenschaften sowie die daraus resultierenden Gefahren festgestellt. Als Übungsannahme waren die Gebinde als Schwefelsäure, Salzsäure und Wasserstoffperoxid deklariert, die miteinander vermischt, als gesundheitsgefährdende Stoffe reagieren und schwere Verletzungen hervorrufen können.
Weitere Maßnahmen im Übungsdrehbuch waren das großräumige Absperren der Einsatzstelle, die Betreuung von Pressevertretern und Kamerateams sowie das Schalten von Warnmeldungen über Rundfunk und das Auslösen sogenannter Warn-Apps in den digitalen Medien. Hierzu war unter anderem Wolfgang Gasser von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein an der Übung beteiligt, um die Koordination der Medienvertreter zu übernehmen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)