Feuerwehren trainierten Brandeinsatz im Zug

Feuerwehren trainierten Brandeinsatz im Zug

Traunstein – Rund 50 Feuerwehrleute waren am Traunsteiner Bahnhof auf Einladung der Bayerischen Oberlandbahn zu einer Übung zusammengekommen. In einem Zug war ein Feuer ausgebrochen, das gelöscht werden musste. Außerdem wurden zahlreiche „Fahrgäste“ gerettet.

Den Aktiven mehrerer Feuerwehren wurde am Samstagvormittag (28. September) am Traunsteiner Bahnhof eine besondere Übungsmöglichkeit geboten. In einem Zug der Bayerischen Regiobahn wurde ein Brand angenommen, mehrere Fahrgäste mussten in Sicherheit gebracht werden. Im Blickfeld der Übung standen neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung auch die Zusammenarbeit mit dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn sowie mit dem Betreiber der Bayerischen Oberlandbahn.
Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, drang dichter Rauch aus dem Schienenfahrzeug, dass auf einem Nebengleis an der Güterhallenstraße abgestellt war. Innerhalb kurzer Zeit verschafften sich zahlreiche Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren aus Traunstein, Haslach, Nußdorf und Surberg Zutritt in die Abteile und durchsuchten nach und nach den gesamten Zug.
Bereits nach kurzer Zeit konnten die ersten „Fahrgäste“ in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt positionierten die Übungsverantwortlichen 19 „Übungsdarsteller“ in den Wagons, die durch die Einsatzkräfte über die schmalen Gänge zu den Türen gebracht wurden. Dort warteten bereits weitere Feuerwehrleute mit Tragen, die dafür sorgten, dass die Geretteten schnellstmöglich zur Weiterversorgung an die Verletztensammelstelle gebracht wurden.
Rund 35 Minuten brauchten die etwa 50 beteiligten Floriansjünger, bis alle „Vermissten“ aufgefunden und aus der Gefahrenzone gebracht wurden. Die „angenommenen“ Löscharbeiten sind dabei parallel abgelaufen. Neben den Rettungs- und Löschmaßnahmen mussten die Feuerwehrleute rund um den Einsatzleiter Danny Paris stets einen Blick auf mögliche elektrische Gefahren wie beispielsweise die Oberleitung haben. Darüber hinaus forderte der fehlende Bahnsteig und die damit verbundene große Ausstiegshöhe die Einsatzkräfte bei der Menschenrettung.

Bahnpersonal und Feuerwehr arbeiten zusammen

„Wir als Bahnpersonal werden bereits vor Eintreffen der Feuerwehr alles daransetzen, die Menschen im Zug in Sicherheit zu bringen“, erklärt Triebfahrzeugführer Stephan Schaffner. In einer normalen Zuggarnitur können etwa 650 Menschen mitreisen. „Auf Grund dieser hohen Personenzahl sind wir im Schadensfall auf die schlagkräftige Hilfe der Feuerwehr angewiesen“, so  Schaffner.
„Ein Feuer in Zügen ist sehr unwahrscheinlich, denn es werden in der Regel ausschließlich nicht brennbare Materialien verbaut“, informiert der örtliche Betriebsleiter Notfallmanagement Franz Ebert am Rande der Übung, betont aber auch „dennoch kann ein beispielsweise durch Vandalismus entfachtes Feuer nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Daher ist es uns ein Anliegen, dass wir uns mit den örtlichen Feuerwehren bestmöglich darauf vorbereiten“.
Im Anschluss an die Übung wurden die Abläufe reflektiert. Der DB-Notfallmanager Christian Mühlfeldner hob dabei den sehr guten Ausbildungsstand der Ehrenamtlichen hervor und lobte das disziplinierte Vorgehen.
Traunsteins dritter Bürgermeister Josef Kaiser verschaffte sich vor Ort ebenfalls einen Eindruck über die Herangehensweise der Feuerwehren. Der Teamleiter für Triebfahrzeugführer David Dietl, der örtliche Betriebsleiter für das Notfallmanagement Franz Ebert sowie Ausbilder Christian Kuchler und Triebfahrzeugführer Stephan Schaffner zeigten sich mit der reibungslosen Zusammenarbeit ebenfalls sehr zufrieden. „Vielen Dank für euer Engagement und euren Einsatz“, so Franz Ebert abschließend. 
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Bundesweit einmalige Großübung der Bayrischen Polizei „Flugzeugabsturz“

Bundesweit einmalige Großübung der Bayrischen Polizei „Flugzeugabsturz“

Ainring / Rosenheim / Bayern – Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) in Ainring hat am Mittwoch (25. September) wieder eine Großübung zu einem Flugzeugabsturz durchgeführt. Auch Rosenheim beteiligte sich in diesem Rahmen mit einer Stabsrahmenübung.

Hierbei lernten etwa 80 Polizisten aus den derzeit am BPFI stattfindenden Seminaren „Große Schadensereignisse“, „Pressearbeit bei Großschadenslagen“ und „Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene“ das bereits theoretisch vermittelte Wissen in der Praxis anzuwenden. Insgesamt waren bei der Übung weit mehr als 100 Personen beteiligt. Als diesjährige Besonderheit hat auch das örtlich zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Übung zum Anlass genommen und eine große Stabsrahmenübung durchgeführt. Hierfür wurde der Führungsstab in Rosenheim mit etwa 30 Personen aufgerufen. Ziel in Rosenheim war es anhand der Übung die bestehenden Informations- und Kommunikationswege zu testen.
Folgendes Szenario fanden die Übungsteilnehmer aus ganz Bayern am Mittwoch vor: Ein Kleinflugzeug, welches vor kurzem in Salzburg am Flughafen gestartet ist, stieß mit einem Leichtflugzeug zusammen und beide Maschinen stürzten um etwa 8.5 Uhr in Bruch bei Ainring ab. Hierdurch kam es zu einer lauten Explosion, starker Rauchentwicklung und zahlreiche Tote beziehungsweise Verletzte befanden sich an der Absturzstelle.
Um den Übungseinstieg so realistisch wie möglich zu gestalten, wurden die Verletzten geschminkt und zahlreiche Leichenpuppen an der Absturzstelle verteilt. Außerdem wurde am Mittwochfrüh durch einen Pyrotechniker Feuer gelegt und diverse Explosionen an der Absturzstelle erzeugt. Dies war für die Freiwilligen Feuerwehren aus Ainring und Piding, welche den Brand löschten, eine tolle Möglichkeit ebenfalls zu üben. Auch die Rettung der Verletzten aus dem Gefahrenbereich wurde von den Feuerwehren übernommen.

Löscharbeiten und eine Übungspressekonferenz

Nach den erfolgreichen Löscharbeiten starteten alle Lehrgangsteilnehmer mit der Übung in ihrem Spezialbereich. So begannen Experten von der Kriminalpolizei mit der Zuordnung von künstlichen Leichenteilen und der Identifizierung der Opfer. Andere Kleingruppen kümmerten sich um die Erforschung der Unglücksursache oder die Erfassung der verstreuten Gegenstände. Zeitgleich stellte ein Teil der Seminarteilnehmer den Vermisstenabschnitt nach, welcher Anrufe von besorgten Angehörigen entgegennimmt, festhält und weiterbearbeitet.
Zudem kamen Komparsen als Journalisten an die Unfallstelle und befragen die Teilnehmer des Presseseminars. Später musste dann noch eine Übungspressekonferenz im BPFI Ainring durch Lehrgangsteilnehmer organisiert und abgehalten werden. Auch die Betreuung von Angehörigen und Verletzten durch speziell geschulte Kräfte der Bayerischen Polizei war Bestandteil der Übung und die Seminarteilnehmer mussten verschiedene Betreuungssituationen meistern.
Neben den Übenden waren noch Experten des Bayerischen Landeskriminalamt für die 3D Vermessung der Unglücksstelle, Staatsanwälte aus Traunstein und Rosenheim, Rechtsmediziner und Zahnärzte der Luft- und Raumfahrtmedizin der Bundeswehr, ein Flugunfallsachverständiger, Kräfte einer Einsatzhundertschaft aus München vor Ort und unterstützten beim reibungslosen Ablauf.
(Quelle: Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei / Beitragsbild: Explosion Flugzeug Copyright Bayerischen Polizei, Fotos Copyright Bayerischen Polizei, Foto: Löscharbeiten an der Unglücksstelle; Copyright: Benedikt Seidl, Feuerwehr Ebersberg)
Auf den angefügten Bildern können zum Teil Leichenpuppen beziehungsweise künstliche Körperteile mit roter Farbe zu sehen sein. Es handelt sich hierbei nicht um echte Leichenteile sondern um Übungsmaterial aus Plastik.

Katastrophenschutzübung mit Rosenheimer Feuerwehren

Katastrophenschutzübung mit Rosenheimer Feuerwehren

Rosenheim – Die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim beteiligt sich an diesen Tagen an einer großangelegten Katastrophenschutzübung in Celle.

Für die Rosenheimer Feuerwehren nimmt eine Mannschaft bestehend aus 18 Mann, vier Einsatzfahrzeugen und zwei Anhängern an der Übung zur Vegetationsbrandbekämpfung teil.„Angesicht zunehmender Dürreperioden und den damit verbundenen immer
häufigeren und großflächigeren Wald- und Vegetationsbränden kommt diese
länderübergreifende Übung nach einer langen Planungsphase genau zum
richtigen Zeitpunkt. Damit können eine Reihe von Fähigkeiten geübt werden, die bei möglichen Schadensereignissen hilfreich sein können“, so der Kontingentführer und Stadtbrandrat Hans Meyrl.
Vom 26. bis zum 29. September üben rund 1.000 überwiegend ehrenamtliche Übungsbeteiligte der Feuerwehren aus Niedersachsen und Bayern im „Revier Miele“ der niedersächsischen Klosterforsten im Landkreis Celle die Vegetationsbrandbekämpfung am Boden und aus der Luft. Unterstützung erhalten sie von Hubschraubern und Löschflugzeugen verschiedener Organisationen. Die Übung findet auf einer Fläche von insgesamt rund 270 Hektar statt.
Die Rosenheimer Einsatzkräfte werden zusammen mit weiteren Einheiten im Übungsgebiet eine sieben Kilometer lange Löschwasserförderstrecke errichten, mit deren Hilfe bis zu 3.500 l Löschwasser pro Minute gefördert werden. Rund 300 Einsatzkräfte und Übungshelfer aus zahlreichen bayerischen Städten und Landkreisen kommen dazu nach Celle-Scheuen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Lehrgang Technische Hilfeleistung für Feuerwehren

Lehrgang Technische Hilfeleistung für Feuerwehren

Chieming / Landkreis Traunstein – Die Technische Hilfeleistung zählt zu den Hauptaufgaben der Feuerwehren und spielt eine zentrale Rolle im Einsatzgeschehen. Da diese Einsätze häufig die Rettung von Menschen oder Tieren erfordern, ist schnelles und sicheres Handeln der Feuerwehrleute gefragt. Im Rahmen eines zweiwöchigen Fachlehrgangs des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein wurden 19 Teilnehmer in allen Bereichen der Technischen Hilfeleistung ausgebildet.

An sechs Abenden bereiteten sich die Einsatzkräfte auf die Abschlussprüfung vor und mussten sich dabei in anspruchsvollen Übungsszenarien bewähren.
„Da der Lehrgang speziell für die Feuerwehren im Zentrum des Landkreises angeboten wurde, nutzen wir auch deren Ausrüstung und Geräte“, erklärt Lehrgangsleiter Albert Rieder. Das Ausbildungsspektrum reicht von mechanischen Grundlagen über das Bewegen von Lasten und Beseitigen von Sturmschäden bis hin zum Einsatz schweren Geräts bei Verkehrsunfällen und Menschenrettungen.
Die Teilnehmer übten den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten, Seil- und Mehrzweckzügen, Rettungssägen und Steckleitern. Sie lernten auch den Umgang mit „Einsätzen an Aufzuganlagen“, wie man sicher bei Hochwasser vorgeht, den sicheren Einsatz von Tauchpumpen und wie man einen Hubschrauberlandeplatz vorbereitet. In der Theorie wurden unter anderem verschiedene Antriebstechniken von Fahrzeugen und deren Sicherheitseinrichtungen vermittelt.
Zwei Wochen lang trainierten die Teilnehmer sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fähigkeiten, um die erforderlichen Kompetenzen für den Einsatz zu erlangen. Erfahrene Feuerwehrleute aus Nußdorf, Haslach, Surberg, Traunstein, Traunreut, Stein und Chieming fungierten als Ausbilder und brachten ihre Expertise aus der Praxis in den Unterricht ein. Dies entspricht dem Leitgedanken des Kreisfeuerwehrverbands: „Aus der Praxis, für die Praxis“, betont der Ausbildungsverantwortliche im Kreisfeuerwehrverband, Florian Ettmayr. Dadurch werden die theoretischen Inhalte durch praktische Erfahrungen ergänzt und besser verständlich gemacht werden. Am letzten Lehrgangstag stellten die Teilnehmer ihr Wissen in einer umfangreichen Abschlussprüfung unter Beweis. Dabei mussten sie sowohl in Theorie als auch Praxis überzeugen. Unter anderem waren sie bei einem simulierten Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und einem Waldarbeiterunfall, der den Einsatz von technischem Gerät erforderte, gefordert.
Bei der offiziellen Zeugnisvergabe lobten die beiden Fach-Kreisbrandmeister Florian Ettmayr und Matthias Seidenfuß den Ehrgeiz und das Engagement der Teilnehmer. Alle 19 Feuerwehrleute bestanden erfolgreich die Prüfung.
Der 88-seitige Lehrgangskatalog des Verbands bietet den Absolventen noch weitere Fortbildungsmöglichkeiten in technischen Themen wie „LKW-Rettung“, Absturzsicherung, Motorsägen, E-Mobilität, Bahnerdung oder ein Fahrsicherheitstraining.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Heimische Retter trainieren in Bergen gemeinsam

Heimische Retter trainieren in Bergen gemeinsam

Bergen / Landkreis Traunstein – Am Samstagnachmittag, 14. September, findet zwischen 13 und 16 Uhr im Ortsbereich von Bergen (Landkreis Traunstein) ein gemeinsamer Übungsnachmittag mehrerer Blaulichtorganisationen statt. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, den heimischen Rettern dabei über die Schulter zu blicken.

Im gesamten Dorf werden Übungsstationen aufgebaut sein, die von den Akteuren in wechselnder Konstellation abgearbeitet werden. Außerdem gibt es für Besucher einen Shuttlebus, der die Besucher vom Feuerwehrhaus Bergen zu den jeweiligen Übungsstationen bringt.
Auf Initiative des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein beteiligen sich alle Feuerwehren aus dem Kreisbrandmeisterbereich „Florian Traunstein Land 2/1“, also die Feuerwehren Bergen, Erlstätt, Grabenstätt, Vachendorf, Holzhausen, Siegsdorf, Eisenärzt, Ruhpolding, Inzell Hammer und Vogling. Darüber hinaus haben die Ortsverbände Traunstein und Traunreut des Technischen Hilfswerk, sowie das Bayerische Rote Kreuz samt Wasserwacht und Bergwacht Bergen und der Malteser Hilfsdienst ihr Kommen zugesagt.
Viele Wochen Vorbereitung stecken hinter den verantwortlichen Planern der Feuerwehr Bergen. Die zehn Übungsstellen wurden bereits ausgearbeitet. Inhaltlich werden die Übungsteilnehmer mit unterschiedlichen Szenarien konfrontiert. Die Palette reicht von Brandeinsätzen über Technische Hilfeleistungen sowie Gefahrgutunfällen bis hin zur Anwendung von Erste Hilfe Maßnahmen. Die Übenden werden dabei in der Regel mit Aufgaben konfrontiert, „wie sie das Leben schreibt“. Die unterschiedlichen Übungsstationen werden an der Zufahrt zum Wertstoffhof, am Schwimmbad, am Schellenberg vom Campingplatz kommend, am gemeindlichen Kindergarten, an der Turnhalle, am Kurpark, am Vereins Stadl, am Bauhof Bergen, im Weißachental sowie im Bereich der Maxhütte am „Gelbhaus“ aufgebaut. Vor Ort werden Schauspieler die Verletzten und Betroffenen darstellen, um so ein möglichst realitätsnahes Üben zu ermöglichen.
Angekündigt haben sich rund 180 Leute der heimischen Blaulichtorganisationen. Größere Verkehrsbehinderungen werden nicht erwartet. Im Bereich der Übungen kann es dennoch zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen kommen. Fahrten mit „Blaulicht und Martinhorn“ sind nicht vorgesehen. An allen Übungsstationen werden auch Übungsbeobachter vor Ort sein, die im Anschluss Feedbackgespräche führen werden. Sie stehen auch für Fragen von Zuschauern und Interessierten zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Feuerwehr Bergen)

Jubiläumslehrgang an der Rauchgasdurchzündungsanlage

Jubiläumslehrgang an der Rauchgasdurchzündungsanlage

Übersee / Landkreis Rosenheim –  Über ein kleines Jubiläum dürfen sich die Ausbilder der Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein freuen. Vor wenigen Tagen fand dort das einhundertste Aufbaumodul „Realbrandausbildung für Atemschutzgeräteträger“ statt.

Zwischen März und Oktober werden in der Anlage pro Jahr neun Lehrgangstage abgehalten, an denen insbesondere heimische Atemschutzgeräteträger ihre Kompetenzen in der Innenbrandbekämpfung und im Selbstschutz ausbauen können.
„Wir sind schon ein wenig stolz auf uns“, sagt der verantwortliche Fach-Kreisbrandmeister Stefan Thurner und ergänzt, „in Bayern gibt es nur eine Handvoll vergleichbarer Angebote für Atemschutzgeräteträger und daher sind wir sehr froh darüber, dass wir diese Ausbildung vor Ort anbieten können“. Der holzbefeuerte Übungscontainer bildet dabei das Kernstück des achtstündigen Ausbildungstages. Die Teilnehmer trainieren aber auch effektive Löschtechniken und Verhaltensregeln für die Brandbekämpfung im Innenbereich von Gebäuden und haben außerdem die Möglichkeit, sich dem Themenfeld Türöffnung zu widmen.

Praxisnahe Atemschutzausbildung

Die RDA betreibt der Kreisfeuerwehrverband Traunstein und bei den Ausbildern handelt es sich ausschließlich um Ehrenamtliche aus den Reihen der Feuerwehren im Landkreis Traunstein. „Wir sind absolut auf Höhe der Zeit und bieten den Lehrgangsteilnehmern eine moderne und praxisnahe Ausbildung“, zeigt sich der Lehrgangsleiter Tobias Plenk überzeugt und betont, „dies zeigen uns die schriftlichen Rückmeldungen am Ende eines jeden Lehrgangs. Nahezu alle Teilnehmer bewerten das Angebot mit sehr gut“.
Die Anlage in Übersee befindet sich unweit der Autobahn auf dem Gelände des gemeindlichen Bauhofs. Das Herzstück ist dabei der Übungscontainer, in dem die Lehrgangsteilnehmer sogenannte Rauchgasdurchzündungen erleben und die erlernten Löschtechniken zur Anwendung bringen können. In den Übungen rollen diese „Feuerwalzen“ im Minutentakt über die Köpfe hinweg. Als Brennstoff dienen dabei ausrangierte Holzpaletten. In mehreren Durchgängen werden unterschiedliche Szenarien durchgespielt.

Auch Notfalltüröffnungen werden geübt

Angefangen bei der Wärmeerfahrung sowie der Beobachtung der unterschiedlichen Brandphasen bis hin zur Einsatzübung am Ende des Tages werden die Anforderungen stufenweise gesteigert. Abgerundet wird der Lehrgangstag dabei von verschiedenen Übungen „unter freiem Himmel“. Hier lernen die Einsatzkräfte beispielsweise verschiedene Strahlrohrtechniken für die Innenbrandbekämpfungen sowie eine geeignete Strahlrohrführung in praktischen Sequenzen kennen. An zwei robusten Stahltüren haben die Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, Notfalltüröffnungen mit verschiedenen Werkzeugen zu trainieren.

Stufenausbildung für Atemschutzgeräteträger ist ein Erfolgsmodell

„In erster Linie richtet sich dieses Ausbildungsangebot an unsere Feuerwehren im Landkreis Traunstein“, informiert Stefan Thurner. Es bildet den dritten und letzten Teil des Ausbildungskonzeptes. Ehe Einsatzkräfte in den „Brandcontainer gehen“ haben sie zu vor den zweiwöchigen Grundlehrgang an einem der beiden Ausbildungsstandorte Traunstein oder Trostberg durchlaufen und waren zum Training der Innenbrandbekämpfung an der gasbefeuerten Brandsimulationsanlage (BSA) in Traunreut.
In weiteren Ausbildungssequenzen haben die Atemschutzgeräteträger dann noch die Möglichkeit, sich speziell mit dem Themenbereich „Anwendung der Wärmebildkamera“ oder „Tragen von Chemikalienschutzanzügen“ weiter zu qualifizieren. Außerdem müssen sie jährlich ihre körperliche Fitness in einer Atemschutzübungsstrecke unter Beweis stellen und als Standortausbildung mindestens eine „Übung unter einsatznahen Bedingungen“ durchführen.

Manchmal sind auch „Gastlehrgangsplätze“ zu vergeben

Freie Lehrgangsplätze werden auch an „externe Feuerwehren“ vergeben. Beim Jubiläumslehrgang waren beispielsweise Einsatzkräfte aus dem benachbarten Österreich von der Feuerwehr St. Johann in Tirol zu Gast. „Egal woher die Lehrgangsteilnehmer auch kommen, alle berichten am Ende von einem Mehrwert sowie einem hohen Lerneffekt“, freut sich der Fach-Kreisbrandmeister für den Atemschutz. In all den Jahren konnten neben den Feuerwehren im Landkreis Traunstein auch Einsatzkräfte aus allen Nachbarlandkreisen sowie aus Landshut und Penzberg in der RDA einen Ausbildungstag verbringen.
Lobende Worte finden beide Verantwortliche insbesondere für das ehrenamtliche Ausbilderteam. „Wir sind eine super Gemeinschaft, alle haben einen sehr hohen Ausbildungsstand und jeder gibt mit viel Begeisterung sein Wissen an die Lehrgangsteilnehmer weiter“, sagt Tobias Plenk im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und ergänzt, „neue Gesichter im Ausbilderteam sind dennoch jederzeit herzlich willkommen und finden auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein die entsprechenden Ansprechpartner“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein  / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)