Schadstoffwolke über Haslach: Einsatzübung fordert die Mitglieder des Messzug Süd

Schadstoffwolke über Haslach: Einsatzübung fordert die Mitglieder des Messzug Süd

Haslach / Landkreis Traunstein – Mit einer Einsatzübung trainierten die Mitglieder der Landkreiseinheit Messzug Süd im Einsatzbereich der Feuerwehr Haslach den Ernstfall. Ein Gefahrgutunfall führte zu einer weitläufigen Ausbreitung einer Schadstoffwolke über bewohntem Gebiet.

„In Gewerbegebieten werden unterschiedlichste Stoffe verarbeitet und gelagert, mitunter sind dies auch gefährliche Güter für die verschiedensten Einsatzzwecke. Ein Unfall wie in dieser Übung angenommen ist daher sehr realistisch“, erklärt Klaus Kropp, 1. Kommandant der Feuerwehr Haslach, in deren Einsatzgebiet der Messzug Süd kürzlich eine umfangreiche Einsatzübung durchgeführt hatte. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren Kammer und Traunstein engagieren sich neben dem „Tagesgeschäft der Feuerwehr“ in der Gefahrguteinheit „Messzug Süd“ des Landkreises Traunstein. Bei der Übung waren sie mit einem Gefahrgutunfall konfrontiert, dessen Schadstoffwolke sich über Traundorf und das Neubaugebiet zwischen Haslach und Wimpasing erstreckte.
Pünktlich um 19 Uhr alarmierte Übungsleiter Maximilian Schubert, der die Übung vorbereitet hatte, die Einheit auf den Übungshof der DLRG Traunstein-Siegsdorf ins Wimpasinger Gewerbegebiet. 20 Einsatzkräfte rückten mit mehreren Einsatzfahrzeugen zum angenommenen Schadensort aus. Das Drehbuch sah als Szenario vor, dass die zuständige Feuerwehr Haslach bereits am „Einsatzort“ sei und im Anschluss an die Erkundung sowie einer Ersteinschätzung der Lage weitere Spezialkräfte nachgefordert hatte. „Wie im echten Leben“ betonte Maximilian Schubert im Gespräch mit Stefan Lohwieser von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.

Computersimulation und Wetterdaten helfen der Feuerwehr

Angenommen wurde ein auslaufender 1.000-Liter-Container mit Chlorwasserstoff. „Dies ist eine ätzende Flüssigkeit, die giftige oder explosive Gase beim Kontakt mit anderen Materialien entwickeln kann“, erklärte der Messzugleiter am Rande der Übung. Als erstes musste ein möglicher Gefahrenbereich definiert werden, um neben den Schadstoffmessungen direkt an der Einsatzstelle weitere Messbereiche zu definieren und letztlich eine exakte Ausbreitungs- und Gefährdungsbeurteilung abgeben zu können. Dazu greifen sie sowohl auf aktuelle Wetter- und Umweltdaten als auch auf eine spezielle Computersoftware zurück, die die Ausbreitung über die Zeit simulieren kann.
Innerhalb weniger Minuten ist es somit möglich, die Schadstoffausbreitung digital zu modellieren und mit den ermittelten Werten entsprechende Messstellen zu definieren. Die Feuerwehrkräfte können anschließend mit unterschiedlichen Messgeräten die Schadstoffkonzentration und gegebenenfalls die unterschiedlichen Bestandteile der „Schadstoffwolke“ detektieren und dokumentieren. Anhand verschiedener Tabellen erfolgt anschließend eine Gefährdungseinschätzung sowie eine entsprechende Empfehlung an die Einsatzleitung.

Eine Gefahrenmitteilung wäre bei einem Ernstfall nötig gewesen

Um die „tatsächlichen“ Messwerte zu ermitteln, wurden von Abschnittleiter André Westerholz zwei Messfahrzeuge in den berechneten Bereich entsandt, die im Rahmen der Übung eine stark erhöhte Schadstoffkonzentration feststellen konnten und dies an die Messleitung übermittelten. Zeitgleich zu den „Messteams auf Rädern“ machten sich Fußtrupps auf den Weg, um den Bereich rund um Einsatzstelle zu messen und so eine Gefahrenabschätzung gegenüber der eingesetzten Einsatzkräfte abgeben zu können.

Interessenten für den Messzug wurden in die Abläufe eingebunden

„Ich bin schon ein wenig stolz darauf, dass wir uns als Team in den letzten Jahren so großartig entwickelt haben und nun auch komplexe Aufgabenstellungen wie diese Übung erfolgreich meistern können“, freute sich der Übungsverantwortliche Maximilian Schubert am Ende der Übung und ergänzte während der „Manöverkritik“ am Ende der zweistündigen Übung, „innerhalb kürzester Zeit nach Eintreffen an der Übungsstelle waren alle Aufgaben durch den Abschnittsleiter Messen verteilt und die Infrastruktur am Führungsfahrzeug sowie dem Gerätewagen Atem-/Strahlenschutz betriebsbereit hergestellt. Nach weniger als fünfzehn Minuten konnten bereits die ersten Messwerte auf der Übersichtstafel erfasst und ausgewertet werden.“
In die Übung wurden außerdem einige Interessenten für die „Spezialaufgabe Messzug“ integriert und das bestehende Team bewusst so eingesetzt, dass allesamt nicht mit ihrer üblichen Rolle üben konnten, sondern eine andere Position innerhalb des Zuges einnehmen mussten. „Obwohl sich fast alle Mitglieder auf ungewohntem Terrain bewegten, waren wir zeitmäßig nur geringfügig langsamer als üblich. Dies zeigt, dass wir für den Einsatz gut gerüstet sind und auch mit anspruchsvollen Situationen zurechtkommen“, so das finale Fazit von André Westerholz bei der Abschlussbesprechung. Auf Einladung der DLRG fand der Übungsabend mit einem Getränk im Schulungsraum einen geselligen Abschluss.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Spannende Stunden in die Welt der Berufsfeuerwehr

Spannende Stunden in die Welt der Berufsfeuerwehr

Grassau / Landkreis Traunstein – 14 Jugendliche der Feuerwehr Grassau schlüpften in die Rolle von Berufsfeuerwehrleuten und erlebten spannende Stunden während ihres Berufsfeuerwehrtages. Dabei mussten sie so manche Bewährungsprobe bei den Übungseinsätzen meistern und hatten nebenher noch zahlreiche Gemeinschaftserlebnisse.

Berufsfeuerwehren gibt es in der Regel in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern und somit „ganze sieben Stück“ in Bayern. Dem gegenübersehen fast 7.600 Freiwillige Feuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr Grassau ist eine dieser Feuerwehren, die zur Ausbildung des Nachwuchses stolz auf eine 21-köpfige Jugendfeuerwehr blicken darf. Damit die Buben und Mädchen einmal in die „Welt der Berufsfeuerwehr schnuppern“ können, haben sich die Verantwortlichen einen ebenso abwechslungsreichen, wie spannenden Übungstag einfallen lassen.
Pünktlich um 8 Uhr starteten die Jugendlichen am Samstagmorgen in ihre „12-Stunden-Schicht“ und machten sich im Feuerwehrhaus bereit für ihre Aufgaben. Grassaus 1. Bürgermeister Stefan Kattari ließ es sich nicht nehmen und begrüßte die Jugendlichen höchstpersönlich. „Ich danke euch herzlich für euer Engagement in unserer Gemeinde und wünsche euch heute viel Spaß und lehrreiche Stunden“, so das Grassauer Gemeindeoberhaupt.
Neben den Jugendwarten Ludwig Hafner, Stefan Nagele und Niels Fischer freute sich auch Kommandant Konrad Nagele auf den Tag und dankte insbesondere den Verantwortlichen für die Ausarbeitung und Vorbereitung der Übungen. Im Anschluss an die Begrüßung erfolgte die Einteilung auf die Fahrzeuge und eine Besprechung mit den notwendigen organisatorischen Dingen sowie einem gemeinsamen Frühstück.
Der erste Alarm ließ nicht lange auf sich warten. Eine Brandmeldeanlage im Gewerbegebiet hatte ausgelöst und rief die Nachwuchslöschmeister auf den Plan. Nach dem Eintreffen der Fahrzeuge am Einsatzort stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte und kein weiteres Eingreifen notwendig war.
Ohne Verschnaufpause für die Teilnehmer alarmierte die eigens für den Tag eingerichtete „Übungsleitstelle“ den nächsten Einsatz. Mehrere Personen waren in einem Betrieb unter große Holzplatten geraten und mussten mit schwerem technischem Gerät befreit werden. Danke der schnellen Arbeit und einer Gemeinschaftsaktion konnte konnten die Personen rasch aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

„Ein Eisbär auf dem Dach“

Nach dem Mittagessen wurde das Alarmstichwort „B3-P – Brand in einer Werkstatt mit Personenrettung“ alarmiert. Vor Ort stellte der Nachwuchs fest, dass es sich um eine Verpuffung samt Rauchentwicklung handelte. Einige Angestellte konnten sich nicht selbst retten. Ein Teil der Mannschaft kümmerte sich um die Menschenrettung, der weitere Teil der Jugendlichen führten die Lösch- und Belüftungsmaßnahmen durch.
Für staunende Blicke sorgte die nächste Einsatzmeldung, „Ein Eisbär sitzt auf dem Dach des Kindergartens“, so der Text auf dem Einsatzauftrag. Vor Ort konnte dieser kuriose Einsatz tatsächlich bestätigt werden und das kuschelige Tier wurde letztlich unter dem Einsatz der Drehleiter sicher auf den Boden gebracht „sowie konnte unverletzt in die Freiheit entlassen werden“, schmunzelt Konrad Nagele im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Der letzte Einsatz einer aufregenden „12-Stunden-Schicht“ führte die Retter von Morgen an den Reifinger See. Dort war ein Vegetationsbrand gemeldet, der eingedämmt und letztlich gelöscht werden musste. Nachdem gemeinschaftlich eine Wasserversorg aufgebaut war, wurde mit erheblichem Wassereinsatz zweier Wasserwerfer erfolgreich „gegen die angenommenen Flammen angekämpft“ – geendet hatte die Übung mit einer Abkühlung für alle Beteiligten. „Darüber hinaus freuten sich alle, dass sie durch den Wassernebel einen Regenbogen über den See produziert haben“, betonte Jugendwart Ludwig Hafner.
Zwischen den Übungen waren auch alle Aufgaben „wie in einer Feuerwache“ zu erledigen und so mussten sich die Jugendlichen selbst um die Zubereitung der Verpflegung kümmern sowie diverse Säuberungs- und Aufräumarbeiten erledigen. Interessante Einblicke wurde den Teilnehmern durch eine Streifenbesatzung der bayrischen Polizei gewährt. Sie statteten dem Berufsfeuerwehrtag einen Besuch ab und präsentierten den interessierten Buben und Mädchen ihren Streifenwagen und stellten sich den Fragen.
Zum Abschluss des Tages durften noch alle 14 Teilnehmer des Übungstages ihren Mut und Ehrgeiz beim „Drehleitersteigen“ beweisen. Gegen Absturz gesichert, ließ es sich keiner nehmen, die auf 30 Meter ausgefahrene Drehleiter rauf- und wieder runterzusteigen. Nach dem alle Gerätschaften und die Einsatzfahrzeuge wieder auf „Vordermann gebracht waren“ endete der Tag mit einer gemeinsamen Brotzeit. „Ein rundum gelungener Tag mit vielen Höhepunkten so das Fazit“ des Grassauer Kommandanten.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Copyright Feuerwehr Grassau Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Elektromobilität ist bei den Feuerwehren ein Thema

Elektromobilität ist bei den Feuerwehren ein Thema

Nußdorf / Landkreis Traunstein – Die Entwicklung in KFZ-Antrieben schreitet kontinuierlich voran und damit nimmt auch die Anzahl an Fahrzeugen mit Hochvolttechnik zu. Aus diesem Grund hat sich der Kreisfeuerwehrverband Traunstein dazu entschlossen, entsprechende Seminare für die heimischen Brandschützer anzubieten.

26 Teilnehmer aus den Feuerwehren im Landkreis Traunstein hatten nun die Chance, sich in den Bereichen Fahrzeug- und Löschtechniken fortzubilden und sich somit mit dem nötigen Fachwissen bei Verkehrsunfällen oder Bränden zu versorgen.
Bereits im März wurden zwei Lehrveranstaltungen mit den grundlegenden Theoriemodulen in einem jeweils dreistündigen Online-Seminar angeboten. Hier wurden die theoretischen Grundlagen zu Elektro-Fahrzeugen aller Art, von Fahrrad bis LKW sowie für das private und gewerbliche Umfeld vermittelt. Bei der darin enthaltenen Gefahrenbeurteilung wurde intensiv auf die modernen Elektrospeicher eingegangen, die nicht nur in Kraftfahrzeugen eingesetzt, sondern mit gleicher oder ähnlicher Technik auch als Handyakku oder Heimspeicher von Photovoltaikanlagen verbaut werden.
26 Einsatzkräfte absolvierten kürzlich das entsprechende Aufbaumodul „Praxistraining“, dass in zwei Lehrgängen durch die Firma Q4Flo GmbH durchgeführt wurde. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Eisenärzt, Holzhausen, Pietling, Reit im Winkel, Ruhpolding, Surberg, Tacherting, Traunreut, Vogling und der Werkfeuerwehr BSH Traunreut verbrachten dazu einen Tag bei der Feuerwehr Nußdorf, die ihr Gerätehaus für das Training zu Verfügung stellten.

Praxisteil der Übung

In diesem Praxistraining werden die Inhalte aus den theoretischen Ausbildungsmodulen vertieft und dabei Einsatzszenarien an einem speziell präparierten Übungsfahrzeug durchgespielt. Die Schwerpunkte des Tages liegen auf Unfälle, Brände und Havarien von Elektrofahrzeugen sowie der Umsetzung von theoretischen Grundlagen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Erkennen von speziellen Gefahren, wie das richtige Bewerten und Stabilisieren der vorgefundenen Einsatzlage gelegt. Darüber hinaus wird auch Wissenswertes bis hin zum Abtransport verunfallter E-Fahrzeuge vermittelt.
Inhaltlich beschäftigen sich die Teilnehmer auch mit den unterschiedlichen Bauteilen wie beispielsweise den Abschalteinrichtungen. Ein speziell ausgestattetes Übungsfahrzeug wurde unter anderem die Statusanzeigen präpariert, damit die Übenden möglichst realitätsnah die Herangehensweise trainieren können und mit den derzeit gängigen Systemen vertraut gemacht werden.
Florian Ettmayr, der sich im Kreisfeuerwehrverband Traunstein für den Lehrgangsbetrieb verantwortlich zeigt dankte insbesondere den Verantwortlichen der Feuerwehr Nußdorf, die einen Maschinisten samt Fahrzeug, Geräte und Material für die Lehrgänge zur Verfügung gestellt haben. „Vergelt´s Gott auch an den Kameraden aus Nußdorf, der einen E-Transporter als Anschauungsobjekt zur Verfügung gestellt hat und an die Firma Fuhrmann Nutzfahrzeuge Service GmbH, die ebenfalls die Ausbildung mit einem Demo-Fahrzeug unterstützt hat“, so der Fach-Kreisbrandmeister Ausbildung bei der Abschlussbesprechung.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Feuerwehr Nußdorf Florian Ettmayr, Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Feuerwehr: Einsätze am laufenden Band

Feuerwehr: Einsätze am laufenden Band

Kirchanschöring / Lampoding / Landkreis Traunstein – In Lampoding gab es vor wenigen Tagen „Einsätze am laufenden Band“. Beim organisationsübergreifenden Übungstag von Feuerwehr, THW und BRK waren rund 170 Helfer beteiligt. Neun unterschiedliche Szenarien warteten auf die Teilnehmer.

Unzählige Einsatzkräfte samt Fahrzeugen waren am Wochenende in Lampoding unterwegs. Fast hätte man meinen können, das hübsche und beschauliche Dorf am Waginger See hätte sich „in ein gefährliches Pflaster verwandelt“. Der Hintergrund war allerdings ein anderer, der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hatte zusammen mit der Feuerwehr Lampoding am Samstag einen großangelegten Übungstag organisiert, bei dem die Feuerwehren im Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 3-2“ sowie das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk in neun verschiedenen Übungen die Abläufe trainierten.
Viele Vorgespräche und wochenlange Planungen waren nötig, damit die 120 Übenden entsprechende Übungsszenarien abarbeiten konnten. „Der Schwerpunkt aller Übungssamstage liegt in diesem Jahr auf den Bereich Gefahrgut“, informiert Rupert Kink, der sich im Kreisfeuerwehrverband federführend um diese organisationsübergreifenden Tage kümmert. Neben der Ortschaft Lampoding waren die Helfer in Roth, Kirchstein und Wolkersdorf gefordert.
Ein „dickes Lob“ von den Teilnehmern sowie den Verantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes haben am Ende die Lampodinger Aktiven rund um den Kommandanten Christian Steinmaßl für die „großartigen Szenarien“ sowie die Vorbereitungsarbeiten erhalten. Alle Übungen wurden als „genau passend eingeschätzt“ und haben die Übenden weder über- noch unterfordert. Insgesamt wurden neun Übungsmöglichkeiten geschaffen, von denen die Teilnehmer durchwegs vier bis fünf Stationen in dem dreistündigen Übungsmarathon durchlaufen haben.

Die Übungen

So waren die heimischen Retter im Hinblick auf gefährliche Stoffe und Güter unter anderem mit einer Person konfrontiert, die in einen Schacht einer Biogasanlage gefallen war, einem Kohlenstoffdioxidaustritt in einem Keller einer Gaststätte beheben, auslaufender Säure in einer Milchkammer eines landwirtschaftlichen Anwesens stoppen oder einem Brand in einer Schreinerei löschen, bei dem es neben der Brandbekämpfung und Menschenrettung auch um den korrekten Umgang mit dort gelagerten Gasflaschen ging.
Darüber hinaus waren sie mit einem Ertrinkungsunfall samt Reanimation, einem Forstunfall mit eingeklemmter Person, einer Pfählungsverletzung bei Holzarbeiten, einem Verkehrsunfall mit Fahrradbeteiligung und einer Aufzugrettung konfrontiert. Koordiniert wurden die Einheiten von der Führungsmannschaft der Feuerwehr Lampoding, die in der Lodronhalle Stellung bezogen hatte. Dort war auch der Bereitstellungsraum für alle ankommenden und abfahrenden Helfer eingerichtet.
Im Hintergrund liefen die Fäden bei der Feuerwehr-Führungsstelle „Salzach“ im Feuerwehrhaus Fridolfing zusammen. „Die Führungsstellen bilden insbesondere bei einer großen Anzahl an Einsätzen eine wertvolle Unterstützung, um den Überblick der gesamten Einsatzlage zu wahren. Damit die Teams die Abläufe trainieren können, sind insbesondere die Übungstage wertvolle Testmöglichkeiten“, betont Rupert Kink.
Neben den etwa 120 Übenden waren rund 50 Helfer der Feuerwehr Lampoding, des Kreisfeuerwehrverbandes, des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr sowie der beteiligten Feuerwehren in den Tag eingebunden. Sie gaben den Teilnehmern Feedbacks, koordinierten die Getränkeversorgung und kümmerten sich um die Vorbereitung der gemeinsamen Brotzeit am Ende des „Übungsmarathons“.
Cheforganisator Christian Steinmaßl dankte beim offiziellen Schlusswort insbesondere den Sportfreunden des EC Lampoding, die das Areal der Lodronhalle zur Verfügung gestellt hatten und den Verantwortlichen in der Gemeinde Kirchanschöring, die die Brotzeit für die etwa 170 Mitwirkenden zur Verfügung spendiert hatten. „Es freut mich sehr, dass trotz des Sauwetters viele kleine und große Zuschauer an den Stationen waren, die den Rettern beim Üben über die Schultern geschaut haben“, so der Lampodinger Aktiven Chef abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

100 Retter beteiligen sich am Übungstag in Heiligkreuz

100 Retter beteiligen sich am Übungstag in Heiligkreuz

Trostberg / Heiligkreuz / Landkreis Traunstein –  Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr sowie den anderen Hilfsorganisationen stellt einen wesentlichen Faktor für ein erfolgreiches Tätigwerden der Retter dar. Deshalb gibt es „Übungssamstage“ bei denen die heimischen Retter zusammen unterschiedliche Aufgabenstellungen bewältigen und somit die Abläufe trainieren können.

In Heiligkreuz wurde kürzlich einer dieser Übungstage mit etwa 100 Rettern durchgeführt. 50 Helfer und Beobachter kümmerten sich unterdessen für einen reibungslosen Ablauf.
Viele Wochen Vorbereitung liegen hinter den Verantwortlichen der Feuerwehr sowie des Kreisfeuerwehrverbandes. Den Schwerpunkt der Besprechungen bildet dabei die Ausarbeitung und die Organisation der einzelnen Übungsstellen. „Gefordert sind dabei kleinere und mittlere Schadensszenarien, die die Helfer in etwa einer halben Stunde bewerkstelligen können“, erklärt die stellvertretende Heiligkreuzer Kommandantin Anita Mußner.
Somit haben die Teilnehmer die Möglichkeit, an einem Nachmittag drei bis vier unterschiedliche Übungen zu machen. An jeder Station sind Beobachter positioniert, die die Abläufe notieren und nach Abschluss der Übung direkt vor Ort mit den Beteiligten reflektieren. „Dadurch lernt man extrem viel und kann dieses Wissen dann auch bei echten Einsätzen zur Anwendung bringen“, betont Rupert Kink, der sich im Kreisfeuerwehrverband Traunstein für die Durchführung verantwortlich zeigt. Rund 50 Helfer waren in die Durchführung eingebunden. Darunter befanden sich auch die Feuerwehren Altenmarkt und Truchtlaching, die mit ihren Mannschaftstransportern „Shuttle Fahrten“ mit Zuschauern durchgeführt haben.
„Wir haben bewusst Themen gewählt wie sie das Leben schreibt“, so Kommandant Stefan Kellner und schmunzelt, „aus meiner eigenen Erfahrung heraus weiß ich, dass es nichts gibt was es nicht gibt“. Entstanden sind sieben „Drehbücher“, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Es wurde auch darauf geachtet, dass jede beteiligte Organisation ihre Expertise einbringen konnte.

Die Übungsszenarien

Bei Waldarbeiten mit einem Rückewagen wurde eine Person unter mehreren Baumstämmen eingeklemmt. Eine zweite Person, die als Begleitung dabei war erlitt einen Schock. Zusätzlich ist ein Kind, das ebenfalls bei den Waldarbeiten dabei war, davongelaufen und musste gesucht werden. Eine misslungene Grillparty stellte die Helfer hingegen vor ganz anderen Herausforderungen. Eine Gruppe von drei Jugendlichen feierten in einer Hütte. Dabei füllte sich der Raum mit Kohlenstoffmonoxid wodurch zwei Burschen bewusstlos wurden. Der Dritte im Bunde war kurzzeitig außerhalb der Hütte und konnte den Notruf absetzen, was die Rettungskräfte auf den Plan rief.
Beim Versuch ein Auto in einer Garage fremd zu starten geriet dieses in Brand. Der Besitzer versuchte noch vergeblich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Durch die starke Rauchentwicklung verlor dieser das Bewusstsein und brach kurz vor dem Ausgang zusammen. Seine Frau wurde auf die Rauchentwicklung aufmerksam und verständigte die Feuerwehr. Bei dem Versuch ihren Mann zu retten verletzte sich die Frau ebenfalls und konnte sich noch ins Freie retten. Etwas anders gelagert war eine weitere Übung. Ein Motorradfahrer mit Sozius prallte an eine Betonwand. Der Fahrer blieb auf der Fahrbahn verletzt liegen. Der Beifahrer wurde durch den Aufprall in das angrenzende Grundstück geschleudert und war nicht mehr ansprechbar.
Brandmeldeanlagen sind mittlerweile in vielen größeren Gebäuden verbaut und rufen die Retter „fast täglich auf den Plan“. Ein ausgelöster Rauchmelder musste in der Grundschule Heiligkreuz mittels Laufkarten gefunden werden und die Brandmeldeanlage wieder zurückgesetzt werden. Beim Rasenmähen zog sich die Hausmeisterin des Kindergartens eine schwere Verletzung zu. Sie hat mit der Hand in den laufenden Rasenmäher gefasst und schnitt sich zwei Fingerkuppen ab.
Bei Lagerarbeiten in einem Landschaftsgartenbaubetrieb kam es zu einem Betriebsunfall. Es trat hochkonzentriertes Pflanzenschutzmittel aus. Der Betreiber alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Bei Eintreffen der Helfer war dieser zwar ansprechbar, erlitt jedoch schwere Verätzungen. Somit hatten es die Übenden nicht nur mit einem Gefahrgutunfall zu tun, sondern mussten auch noch Erste Hilfe leisten.

100 Übende waren dabei 

Neben den Aktiven der Feuerwehr Heiligkreuz waren Fahrzeugbesatzungen aus Trostberg, Tacherting, Engelsberg, Maisenberg, des Chemiepark Trostberg, Peterskirchen, Oberfeldkirchen, sowie Gäste des Landkreises Altötting aus Feichten und Kirchweidach beteiligt. Beteiligt hatte sich auch das Technische Hilfswerk aus Traunreut und Ehrenamtliche des Bayerischen Roten Kreuzes, die mit drei Fahrzeugbesatzungen mitgewirkt haben. „Etwa 100 Frauen und Männer waren als Übende zusammengekommen und sausten drei Stunden lang von Einsatz zu Einsatz“, informiert der zuständige Kreisbrandmeister Alexander Heide.
Zusätzlich wurde die Feuerwehr-Führungsstelle „Alz“ als Übungs-Leitstelle im Feuerwehrhaus Trostberg aufgebaut, damit die Einsatzkräfte auch den Funkverkehr trainieren konnten. Koordiniert wurden die Einheiten von einem Team rund um Stefan Kellner am Feuerwehrhaus Heiligkreuz. Die Verletztendarsteller wurden vom Heiligkreuzer Theaterverein und der Jugendfeuerwehr Trostberg gestellt. Die entsprechenden Verletzungen wurden vom Team der Realistischen Unfalldarstellung der Traunsteiner Malteser „aufgeschminkt“. Anita Mußner sagt im Nachgang, „das war schon ziemlich gruselig wie realistisch die das gespielt haben. Es war kaum von echten Unfällen zu unterscheiden“.
Die Feuerwehren Chemiepark Trostberg und Trostberg mussten zwischenzeitlich zu einem echten Alarm ausrücken. Sie konnten jedoch kurze Zeit später wieder am Übungsbetrieb teilnehmen. Die Verpflegungskosten wurden durch die Stadt Trostberg übernommen und die Schlossbrauerei Stein spendierte die Getränke. Trostbergs 1. Bürgermeister Karl Schleid machte sich am Nachmittag ein Bild vom Übungsablauf und lobte beim Ende des Übungstages alle Beteiligten für ihr Engagement und ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ein Sonderlob erhielten die Heiligkreuzer Feuerwehrleute, „die den Tag sehr gut organisiert und professionelle Übungen ausgearbeitet haben“.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Anita Mußner, Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Lampoding wird zum Mekka der heimischen Rettungskräfte

Lampoding wird zum Mekka der heimischen Rettungskräfte

 
Kirchanschöring / Lampoding / Traunstein – Am kommenden Samstag (20.4.) organisiert der Kreisfeuerwehrverband Traunstein zusammen mit der Feuerwehr Lampoding ab 13 Uhr einen organisationsübergreifenden Übungstag mit verschiedenen Einsatzszenarien.
 
Diese werden rund um Lampoding aufgebaut und fordern die Teilnehmer auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Den Dreh- und Angelpunkt bildet dabei die Lodronhalle. Von dort aus starten die Übenden jeweils zu den unterschiedlichen Stationen.
Die Verantwortlichen rund um den Kommandanten Christian Steinmaßl sowie Hans Heinrich und Rupert Kink vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein haben sich neun unterschiedliche Szenarien überlegt, die von einem Verkehrsunfall über Brandeinsätze bis hin zu einer Pfählungsverletzung und Gefahrstoffeinsätzen reichen. Teilnehmen werden die Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 3-2“ sowie das THW Traunreut beziehungsweise Traunstein und Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes.
Die Übungen finden zwischen 13 Uhr und 16 Uhr statt und werden mehrfach mit wechselnden Teilnehmern durchgeführt. Während der Übungen kann es im Ortsgebiet vermehrt zu Fahrten von Einsatzfahrzeugen kommen. Fahrten mit Blaulicht und Martinhorn sind nicht vorgesehen. Einschränkungen für den Verkehr sind nicht zu erwarten. „Gaffen ist ausdrücklich erlaubt“, sagt Christian Steinmaßl, der sich zusammen mit den Verantwortlichen auf ein reges Zuschauerinteresse freut. 
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)