Kolbermoorer Schäffler tanzen wieder in der Region Rosenheim

Kolbermoorer Schäffler tanzen wieder in der Region Rosenheim

Aising / Rosenheim – Die Kolbermoorer Schäffler waren in den vergangenen Tagen in vielen Orten der Region unterwegs – darunter auch vor der Sparkasse im Rosenheimer Stadtteil Aising (unser Beitragsbild), wo sie zahlreiche Zuschauer begeisterten.

Die Schäffler zogen auch bei ihrem Auftritt vor der Sparkasse Aising zahlreiche Zuschauer an. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Der Schäfflertanz hat in Kolbermoor eine lange Tradition: 1886 wurde er erstmals aufgeführt, inspiriert vom Münchner Original und mit königlicher Genehmigung von Prinzregent Luitpold. Der Tanz war ursprünglich ein Brauchtum, das den Menschen nach Pest und Seuchen Mut machen sollte. Heute symbolisiert er historische Geschichten, handwerkliches Können und Verbundenheit mit der Region.

Die Aufführung folgt klaren Figuren: Von der „Königsschlange“ über das Kreuz bis hin zur „Krone“ – jede Bewegung hat historische Bedeutung. Höhepunkte sind unter anderem das Klopfen der Schäfflerbögen, das Fassklopfen der Tänzer sowie der Auftritt des Fasskasperls, der geschickt Reifen mit Getränken über seinen Kopf wirbelt. Tradition und Showelemente verbinden sich so zu einem eindrucksvollen Spektakel.

Für die Kolbermoorer Schäffler stehen in den kommenden Wochen weitere Auftritte auf dem Programm – wer die Gruppe erleben möchte, hat in der Region noch zahlreiche Gelegenheiten dazu. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Trachtenverein Immergrün.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos Trachtenverein Immergrün Kolbermoor / Beitragsbild, Foto: Herbert Borrmann)

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“: „Alter Wirt“ in Rosenheim auf Platz zwei

Rosenheim/ Prien/Winkelhaid – Beim Schmähpreis „Abriss des Jahres 2025“ belegte der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising den zweiten Platz. Das traditionsreiche Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert stand bereits rund zehn Jahre leer, bevor im April 2025 die Abbrucharbeiten begannen. Den ersten Platz belegte das Lechnerhaus in Prien, den dritten ein Fachwerkhaus in Winkelhaid.

Ein Stück Heimatgeschichte verschwindet: Der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ in Aising

Mit seinen Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert war der ehemalige Gasthof „Alter Wirt“ Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben in Aising. Bis zuletzt gab es Versuche, das historische Gebäude zu erhalten: Die Interessengemeinschaft Rosenheim Süd unternahm Ende 2024 gemeinsam mit Bauherren, Planern, Denkmalpflege-Experten und Politikvertretern einen letzten Vorstoß. Auch eine Petition, die Anfang April 2025 im Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kunst behandelt wurde, fand einstimmige Zustimmung.

Trotz aller Bemühungen begannen Ende April 2025 die Abbrucharbeiten zunächst am Nebengebäude aus den 1960er Jahren, in dem das Aisinger Schützenheim untergebracht war. Für die Aisinger Schützen bedeutete dies den Verlust ihrer bisherigen Heimat. Ein Anwohner kommentierte resigniert, dass es vorbei sei und „nicht mehr zu ändern“ (wir berichteten).

Die Pläne der Bauherren – „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ und „Auerbräu GmbH“ – sehen auf dem Gelände einen Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, einen Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen vor. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

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In der aktuellen Pressemitteilung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zur Preisverleihung werden auch Stimmen von Betroffenen veröffentlicht, die den Verlust des ehemaligen Gasthofs kommentieren. Ein Einsender schreibt, dass „leider sang- und klanglos immer mehr Gebäude der vergangenen Baukultur verschwinden und dafür seelenlose Bauten entstehen. Dieses Gasthaus ist mir noch immer in guter Erinnerung. Auch in Kienberg stand ein schöner großer Bauernhof am Ortseingang, jetzt ist es nur noch ein geschredderter Steinhaufen.“ Ein anderer meint, „jeder Abbruch ist ein kultureller Verlust, den die Menschen vor Ort meist erst merken, wenn es zu spät ist. Außerdem wird oft unnötig graue Energie vernichtet.“

Zur Wahl des ehemaligen Gasthofs zum zweiten Platz erklärte der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wörtlich: dass es sich um „ein traditionsreicher Gasthof mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert, ein Treffpunkt für Vereine, Feste und das gesellschaftliche Leben“ handelte und „nach rund zehn Jahren Leerstand 2025 abgerissen“ wurde. Auf dem Gelände entstehen künftig ein Neubau mit Biergarten und Veranstaltungssaal, ein Nahversorger, eine Bankfiliale sowie Wohnungen. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

Oberbayerische Abrisse im Blick

Das Lechnerhaus in Prien, das den ersten Platz beim „Abriss des Jahres 2025“ belegte, entstand Ende des 19. Jahrhunderts für die einflussreiche Unternehmerfamilie Lechner und symbolisierte die örtliche Industriekultur. Nach wechselnder Nutzung stand es ab 2006 leer und verfiel. Auf dem Grundstück sollen künftig Wohnungen entstehen, konkrete Zeitpläne gibt es noch nicht.

Fachwerkhaus in Winkelhaid auf Platz drei

Auf dem dritten Platz landete ein fränkisches Fachwerkhaus in Winkelhaid, ein Wohnstallhaus aus der Zeit um 1600. Nach Veräußerung des Grundstücks an einen Bauträger wurde das Gebäude im Inneren offenbar mutwillig zerstört, wodurch es seine Denkmaleigenschaft verlor und zum Abriss freigegeben wurde.

Die Beispiele aus Prien, Aising und Winkelhaid verdeutlichen nach Einschätzung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege eine fatale Entwicklung: Historische Gebäude würden zunehmend der maximalen Grundstücksverwertung weichen. Selbst die Denkmaleigenschaft biete nicht immer Schutz, wie der Fall Winkelhaid besonders schmerzlich zeige.

Gasthaus Bichler in Ramerberg Anwärter für „Abriss des Jahres“ 2026?

Auch in Ramerberg (ebenfalls Landkreis  Rosenheim) beobachtet der Landesverein derzeit einen bevorstehenden Abriss: Das Gasthaus Bichler soll offenbar durch sieben Doppelhäuser ersetzt werden, was bei den Bewohnern großes Bedauern auslöst. Ob der Gasthof auf der „Abriss des Jahres“-Liste 2026 stehen wird, bleibt abzuwarten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Pressemitteilung Landesverein für Heimatfplege / Beitragsbild: Fotomontage Archiv Innpuls.me)

Neuer Mehrzweckraum erweitert Angebot der Kinderkrippe in der Gärtnerstraße Rosenheim

Neuer Mehrzweckraum erweitert Angebot der Kinderkrippe in der Gärtnerstraße Rosenheim

Rosenheim – Die Kinderkrippe in der Gärtnerstraße in Rosenheim hat einen 62 Quadratmeter großen Mehrzweckraum erhalten. Mit dem Anbau stehen den fünf Gruppen nun wieder ein geeigneter Räume für Bewegung, Spiel sowie Veranstaltungen zur Verfügung. Der Neubau wurde als kostengünstige Lösung umgesetzt und mit Mitteln des Freistaats Bayern gefördert.

Die Kinderkrippe in der Gärtnerstraße in Aising unter Trägerschaft der Nachbarschaftshilfe Rosenheim Kita GmbH hat in einem Anbau einen neuen 62qm großen Mehrzweckraum erhalten, der nun feierlich eröffnet wurde.
Der neue Gebäudeteil war nötig geworden, weil in der Gärtnerstraße seit 2020 der alte Bewegungsraum im Bestandsgebäude als Gruppenraum genutzt werden musste. Damals wurden zwölf dringend benötigte zusätzliche Betreuungsplätze für die Kleinsten geschaffen. Die Praxis zeigte über die Jahre jedoch, dass ein Mehrzweckraum für den normalen Krippenbetrieb unerlässlich ist. Nun ist mit einer unkomplizierten und kostengünstigen Anbau-Lösung Abhilfe geschaffen worden.
„Mit dem neuen Mehrzweckraum setzen wir ein Zeichen, wie wir in Rosenheim Herausforderungen in der Kinderbetreuung begegnen: Lösungsorientiert, gemeinsam, miteinander, Seite an Seite mit Trägern und Mitarbeitern der Einrichtungen.“ so Oberbürgermeister Andreas März.
Das Bauvorhaben wurde vom Freistaat Bayern mit FAG-Fördermitteln unterstützt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild:
Offizielle Einweihung am 25.11.2025 mit OB Andreas März, der dritten Bürgermeisterin Gabriele Leicht, Sabine Hilger, Leiterin des Amts für frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung, der Geschäftsführerin der Nachbarschaftshilfe Kita GmbH Barbara Baur, Krippenleiterin Gaby Dachl und ihrem Team in der Gärtnerstraße und den Stadträten Ulrike Plankl, Reinhard Tomm, Maximilian Haimmerer, Georg Soyer und Abuzar Erdogan Copyright Stadt Rosenheim)

Nur noch ein Schutthaufen ist übrig vom Alten Wirt in Aising

Nur noch ein Schutthaufen ist übrig vom Alten Wirt in Aising

Aising / Stadt Rosenheim – Nur noch ein Schutthaufen ist übrig vom „Alten Wir“ im Rosenheimer Stadtteil Aising. Das altehrwürdige Gebäude kann man damit ab jetzt nur noch in alten Fotoarchiven finden. 

Abbrucharbeiten Alter Wirt in Aising Mai 2025. Foto: Josefa Staudhammer

Damit ist die Fläche frei für die Neuentwicklung dieses Areals. Fotos: Josefa Staudhammer

Abrissarbeiten Alter Wirt in Aising. Foto: Josefa Staudhammer

Bis zuletzt gab es gegen diese Baumaßnahme Widerstand. Dennoch starteten Ende April 2025 dann die Abbrucharbbeiten. Entstehen sollen nun auf dem Gesamtareal von über 5.000 Quadratmetern eine neue Wirtschaft mit Biergarten und Veranstaltungssaal sowie ein Nahversorger mit Vollsortiment, eine Bankfiliale und Wohnungen. Die Entwürfe dazu haben wir bereits hier veröffentlicht.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Hochsaison an den Spargel-Ständen in Rosenheim

Hochsaison an den Spargel-Ständen in Rosenheim

Aising / Stadt Rosenheim – Hochsaison bei den Spargel-Ständen in Rosenheim, wie beispielsweise beim Kreisel im Stadtteil Aising (unser Beitragsbild). Auch in diesem Jahr erfreut sich das Gemüse großer Beliebtheit. 

Von der zweiten Aprilhälfte bis traditionell zum „Johannistag“ am 24 Juni läuft in der Regel die Spargelernte in Deutschland. Der Anbau verlief in diesem Jahr, nach Auskunft des Bayerischen Bauerverbandes, ohne besondere Herausforderungen. Die Witterungsbedingungen waren insgesamt günstig.
Spargel schmeckt nicht nur, er ist auch gesund, enthält er doch viele Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Immer beliebter wird dabei der grüne Spargel. Hauptunterschied zwischen weißem und grünen Spargel: der grüne Spargel wächst oberirdisch, bekommt dadurch Licht und bildet so den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

„Alter Wirt“ in Aising: Ende besiegelt – so geht es weiter

„Alter Wirt“ in Aising: Ende besiegelt – so geht es weiter

Aising / Stadt Rosenheim –  Das Ende des „Alten Wirts“ im Rosenheimer Stadtteil Aising ist besiegelt: Die Abbrucharbeiten sind in dieser Woche angelaufen (30.4.2025).  Die Bauherren „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ und „Auerbräu GmbH“ haben die Pläne für die neue Bebauung vorgelegt. 

Abbruch Aisinger Wirt in Aising April 2025. Foto: Innpuls.me

Der Abbruch hat begonnen. Vom ehemaligen Schützenheim ist nicht mehr viel übrig. Foto: Innpuls.me

Bis zuletzt gab es gegen diese Baumaßnahme Widerstand. Die Interessengemeinschaft Rosenheim Süd nahm Mitte Dezember 2024 noch einmal einen Anlauf für den Erhalt des historischen Gebäudes und traf sich mit den Bauherren, den Planern sowie Denkmalpflege-Experten und Vertretern der Politik vor Ort (wir berichteten). Gekrönt war dieser Versuch nicht, ebenso wenig wie eine Petition der IG Rosenheim zum Erhalt des ehemaligen Gasthauses, die Anfang April 2025 im Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kunst behandelt und einstimmig positiv beschieden wurde (wir berichteten).

Aisinger Schützen haben erst einmal ihre Heimat verloren

Die Stimmung bei den Kritikern der Baumaßnahme deshalb in diesen Tagen extrem gedrückt. „Es ist vorbei. Es ist nicht mehr zu ändern. Darum gibt es dazu jetzt eigentlich auch nichts mehr zu sagen“, meint ein Aisinger, dem nach eigenen Angaben „viele schöne Erinnerungen an die Gaststätte verbinden“, resigniert im Gespräch mit Innpuls.me. Dabei hatte er zuletzt doch wieder Hoffnung, dass das Gebäude, dessen Wurzeln bis zum Jahr 1838 zurückreichen, doch noch erhalten bleiben könnte, aufgrund einer Änderung beim Denkmalschutz, die bereits in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll. Damit wären dann unter Umständen auch Gebäude aufgrund ihrer „ortsprägenden Wirkung“ geschützt – was auf dem „Alten Wirt“ in Aising tatsächlich zutreffen könnte. Darum munkeln einige Kritiker dieser Baumaßnahme nun auch, dass man jetzt schnell „Nägel mit Köpfen“ habe machen wollen. „Uns ist zu Ohren gekommen, dass erst mal nur die Gaststätte abgerissen wird und der Abriss von Lagerhalle und Getränkemarkt Getränkemarkt weniger eilen. Das macht dann doch nachdenklich“, so ein anderer Anwohner.
Aktuell wird das Nebengebäude abgebrochen, das aus den 1960er Jahren stammt. Darin untergebracht war das Schützenheim. Ein weiterer Punkt, der einigen Aisingern Sorge bereitet, da die Aisinger Schützen damit nun erst einmal ihre Heimat verloren haben.

Visualisierung des geplanten Ortszentrums mit Gasthaus, Nahversorger, Bankfiliale und Wohnungen. Foto: Copyright LABONTE Architektur-Städtebau
Visualisierung des geplanten Ortszentrums mit Gaststätte, Nahversorger, Bankfiliale und Wohnungen. Foto: Copyright LABONTE Architektur- Städtebau

Visualisierung des geplanten Ortszentrums mit Gasthaus, Nahversorger, Bankfiliale und Wohnungen. Grafiken: LABONTE Architektur – Städtebau

Die Bauherren „Meine Volksbank Raiffeisenbank“ und Auerbräu kennen die Bedenken, sahen aber aus ihrer Sicht keine Möglichkeit, den „Alten Wirt“ zu erhalten. „Selbstverständlich wurde auch eine Sanierung des Bestandsgebäudes im Verlauf der Planungen betrachtet. Das Gebäude des Alten Wirts ist allerdings äußerst baufällig und entspricht nicht den modernen Anforderungen an Sicherheit und Nutzbarkeit, sodass eine Sanierung aus statischen und funktionalen Gründen nicht realistisch ist“, so Dirk Steinebach, Geschäftsführer der Auerbräu GmbH.

Das gesamte Bauareal ist rund 5.000 Quadratmeter groß

Das Gebäude stehe nun bereist über 10 Jahre leer. Um eine zukunftsfähige Lösung für den Standort zu finden und die Ortsmitte von Aising wiederzubeleben, sei die Brauerei schließlich auf die meine Volksbank Raiffeisenbank, Besitzerin des Nachbargrundstückes, zugegangen. Durch die Verbindung der beiden Grundstücke entstehe ein Gesamtareal von über 5.000 Quadratmetern, dass die Grundlage für eine ansprechende, zukunftsgerichtete Neuentwicklung biete. Neben einer neuen Wirtschaft mit Biergarten und Veranstaltungssaal sollen in dem Neubau ein Nahversorger mit Vollsortiment, eine Bankfiliale sowie 15 Wohnungen untergebracht werden. Abgeschlossen sein soll die Baumaßnahme voraussichtlich in zwei Jahren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Presseinformation Auerbräu / Beitragsbild: Innpuls.me / Visualisierungen: LABONTE Architektur – Städtebau)